Mädchenschlafsaal Jahrgang 6

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Amanda
Gelöschter Benutzer

Re: Mädchenschlafsaal Jahrgang 6

von Amanda am 05.11.2017 18:49

Ich durchsuchte meine Klamotten nach etwas passendem für sie und fand schließlich ein weißes Shirt und eine schwarzes Höschen. Das Shirt war lang genug um ihre Narben gut zu verdecken, wir waren zwar jetzt noch alleine, aber später würden Leute dazu kommen und ich wusste ja, dass sie es nicht mochte. Sie stand auf und nahm mir die Sachen ab und ging damit ins Bad.
Während sie sich fertig machte, zog ich mich schon mal aus. Zuerst die nervige Hose, dann das Shirt, meine Socken und schließlich den lästigen BH. Ich hasste die Dinger einfach, sie waren viel zu einengend, aber sonst bekam man ja nur blöde Blicke und Kommentare, wenn man keinen trug. Außer hier im Schlafsaal, hier war es jedem egal, die einen schliefen leicht bekleidet, andere in Schlafanzug, es war einfach jedem egal wie man rumlief.
Sie brauchte nicht allzu lange und tapste dann wieder, nun mit weniger Bekleidung, aus dem Bad und legte ihre Sachen zu ihrem Rucksack und schon war sie unter der Decke verschwunden.
„Na dann mach ich mich mal fertig.", meinte ich noch und begab mich ins Bad. Selbst brauchte ich auch nicht ewig, immerhin würde ich ja erst morgen unter die Dusche hüpfen. Das war ein Vorteil der kalten Jahreszeit: Man schwitzte so gut wie gar nicht. Naja, außer bei gewissen Aktivitäten.
Als ich dann fertig war, ging ich zurück und legte mich neben Jemmy. „Beschissener Tag.", meinte ich nur noch und kuschelte mich unter die Decke zu ihr. Meinen Arm legte ich um sie und zog sie etwas zu mir. Hoffentlich störte es sie nicht, aber ich brauchte das gerade einfach.

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Jemmy
Gelöschter Benutzer

Re: Mädchenschlafsaal Jahrgang 6

von Jemmy am 05.11.2017 18:37

Ich musste meine Gedanken sortieren. Es war nicht leicht aber ich durfte mir solche Gedanken über Amanda einfach nicht erlauben. Nicht jetzt. Überhaupt nicht mehr. Ich hatte gerade eben beschlossen, dass es ein Ausrutscher war mit ihr.
Doch meine Ausrede bekam jetzt schon Risse, wenn ich immer wieder in meine Gedanken abrutschte.
Schließlich stand sie auf und suchte schon mal Kleidung für mich heraus. „Ja, das wäre ganz gut. Danke."
In meinem Schlafsaal nahm ich immer ein Schlafanzug. Gerade jetzt, wo die Narben da waren, wollte ich nicht, dass sie je jemand mal zu Gesicht bekam.
Mein Plan war zwar allerdings sehr früh schon gescheitert. Aber seither hatte ich noch mehr darauf geachtet, dass niemand mich mehr nackt oder nur teilweise bekleidet zu sehen bekam. „Gut, dann einfach drisch machen und dann schlafen gehen.", stimmte ich ihr zu. „Ja, ich geh ruhig." Ich ging zu Amanda und nahm ihr die Sachen ab, die sie mittlerweile raus gesucht hatte. Dann ging ich ins Bad um mich frisch zu machen und mich umzuziehen. Nur TShirt und Höschen sollte reichen für die Nacht. Trotzdem fühlte ich mich unwohl.
Nachdem ich fertig war, tapste ich wieder in den Schlafsaal. Meine Sachen legte ich auf meinen Rucksack mit meinen Schulsachen. Dann schlüpfte ich unter die Decke.

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Amanda
Gelöschter Benutzer

Re: Mädchenschlafsaal Jahrgang 6

von Amanda am 05.11.2017 18:21

Sie kommentierte meine Aussage nicht, aber ihr Blick sagte sowieso mehr als tausend Worte. Aber jetzt war nicht der richtig Zeitpunkt um über so etwas nachzudenken, dafür war heute einfach der falsche Tag, es war zu viel passiert. Doch der Gedanke gefiel mir immer mehr, dass sie mehr wollte.
Dann also ein Shirt, wenn sie unbedingt wollte, störte mich nicht wirklich. Naja, ich bekam dann nicht so viel zu sehen, aber wir sollten sowieso schlafen gehen, da wäre es ja egal, heute war ich nicht in der Stimmung um mehr mit ihr anzustellen, zwar wäre es eine gute Ablenkung, aber so halbherzig sollte das Ganze nicht sein, wenn unsere Gedanken bei einem ganz anderen Thema waren. „Brauchst du Unterwäsche auch? Sollte dir auch passen.", fragte ich sie noch und stand auf um ihr mal ein Shirt rauszusuchen. Vielleicht wollte sie ja auch ohne schlafen, wäre ja auch interessant. Selbst hatte ich ja nicht vor in mehr als meinem Höschen zu schlafen, der Rest wäre zu unbequem, vor allem den BH musste ich loswerden.
„Ich auch, heute ist zu viel passiert.", stimmte ich ihr zu und lachte als sie meinte, dass mein Gähnen ansteckend sei. „Aber zuerst noch ins Bad, das lass ich mir nicht nehmen. Willst du zuerst?", fragte ich sie noch. Es war etwas worauf ich schon Wert legte: Hygiene. Ohne ging einfach nicht. Wenigstens Zähneputzen, duschen könnte ich ja auch morgen früh. Aber so ohne alles war einfach ein no-go.

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Jemmy
Gelöschter Benutzer

Re: Mädchenschlafsaal Jahrgang 6

von Jemmy am 05.11.2017 17:52

Warum genau sie jetzt anfing, zu lachen, konnte ich mir nicht erklären. Ich hatte ihr doch nur eine Frage gestellt. Vielleicht empfand sie die Frage aber auch einfach nur lächerlich. Wer wusste das schon?
Sie kam mir näher und biss sich auf die Unterlippe. Kurz konnte ich meinen Blick von ihrem Mund nicht abwenden. Ich musste mich unwillkürlich daran erinnern, was sie damit alles angestellt hatte. Wozu sie damit in der Lage war.
Mein Herz schlug merklich schneller und ich musste mir selber auf die Zunge beißen. Endlich konnte ich meinen Blick von ihr abwenden. Ihre Aussage war keine richtige Antwort, aber immerhin besser als nichts. Es brachte mich zum nachdenken. Ich kniff kurz die Augen zusammen um sie zu mustern. Ich wollte etwas sagen, ließ es aber lieber bleiben. Der Tag war so turbulent gewesen, dass ich jetzt nicht noch mehr Aufregung gebrauchen konnte. Ich wollte mich nicht noch mehr um irgendwelche Dinge Gedanken machen.
„Ja, Kleidung zum Schlafen.", beantwortete ich ihre Frage. Ich schüttelte kurz den Kopf um meine Gedanken von vorhin vollends aus meinem Kopf zu bekommen. Sie gehörten jetzt nicht hier her. Nicht heute. Am liebsten wollte ich mich damit gar nicht mehr befassen. Es war eine Art Ausrutscher weil ich verzweifelt war. Ich wusste, dass ich mir selber etwas vorlog, aber ich konnte die Wahrheit gerade nicht ertragen. „Dann gib mir einfach ein Shirt.", meinte ich und zuckte mit den Schultern. Es wäre für mich gleich etwas unangenehm werden aber immerhin hatte ich gleich noch Unterwäsche an. Und die Decke wäre da. Ich hoffte nur, dass das Shirt lang genug war. Ich wollte nicht, dass es irgendwann hoch rutschte und somit das wunderschöne Autogramm von Fenrir zu sehen war.
Aber wenn Amanda nackt schlafen würde....wieder drehten sich meine Gedanken um vergangene Woche. Wir würden gleich im selben Bett schlafen. Ich hoffte, dass sie ihre Finger von mir lassen würde. Ich würde es schaffen können.
Auf ihre Frage hin nickte ich nur. „Ich möchte gleich schlafen gehen." Ich fing an zu Gähnen. „Dein Gähnen ist ansteckend.", bemerkte ich und streckte ihr kurz die Zunge heraus.

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Amanda
Gelöschter Benutzer

Re: Mädchenschlafsaal Jahrgang 6

von Amanda am 05.11.2017 01:15

Ich nickte nur auf ihre Bitte hin das Thema zu wechseln, es brachte nichts darüber weiter zu diskutieren und es wäre so oder so gut, das Ganze für heute ruhen zu lassen, es war zu aufreibend und es wäre besser eine Nacht darüber zu schlafen. Wenn dies möglich wäre.
Ihre Frage brachte mich zum Lachen, war klar dass sie irgendwann fragen würde. Ich ging näher zu ihr, biss mir auf die Unterlippe und sah ihr tief in die Augen. „Ganz einfach. Weil. Du. Meine. Kleine. Bist.", meinte ich dann nur und Lachte erneut. Es steckte ein Fünkchen Wahrheit hinter der Aussage, ich sah sie als meine Kleine an, irgendwie wollte ich sie schützen, wie man halt seine Kleine schützt. Verdammt, was denke ich da, ich musste echt übermüdet sein wenn mir solche Gedanken kamen.
„Uhm, Kleidung zum Schlafen?", fragte ich sie kurz verwirrt. „Ich schlaf eigentlich nur in Unterwäsche, wenn überhaupt, oder mit einem Shirt im Winter. Mit mehr werde ich dir da nicht dienen können, also einen Schlafanzug oder so besitze ich nicht.", meinte ich etwas verdutzt. Was erwartete sie von mir? So etwas besaß ich wirklich nicht, seit Jahren nicht mehr. Hier waren so wie so nur Mädchen, deshalb störte es mich nicht und auch wenn Jungs hier wären, hätten sie halt was zu schauen.
„Na müde?", fragte ich sie, als ich sah, dass sie sich das Gesicht rieb. Kurz darauf fing ich selbst an zu Gähnen, anscheinend ja nicht nur sie.

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Jemmy
Gelöschter Benutzer

Re: Mädchenschlafsaal Jahrgang 6

von Jemmy am 05.11.2017 00:33

Es lohnte sich nicht, jetzt darüber zu streiten ob ich taff war oder nicht. "Ich bin gegangen weil ich musste. Mehr nicht. Noch einmal würde ich es nicht schaffen." Ich konnte nicht noch einmal den Park betreten, in dem das Ganze passiert war. Allein der Gedanke daran schnürte mir die Brust zu. "Aber lass uns bitte von etwas anderes reden. Ich möchte nachher noch schlafen können.", schlug ich vor. Ich wollte gleich nicht mit den Erinnerungen einschlafen. Es reichte, dass ich wusste, dass Fenrir über uns beide Bescheid wusste.
Um schlafen zu können brauchte ich andere Gedanken. Vielleicht würde es noch klappen, dass ich mich ein wenig ablenken konnte.
Ich lächelte ihr nur zu. "Okay." Ich fand es interessant, dass sie mich immer Kleine nannte. "Wie kommst du auf das Wort Kleine?", wollte ich wissen. Ich wusste, dass ich älter war und ich war nicht die Kleinste hier. "Es stört mich nicht, ich finde es nur interessant." Manchmal konnte ich meine Neugierde nicht zügeln. Ein Umstand, der mir im Sommer - ich schob den Gedanken schnell wieder bei Seite. Ich wollte mich gerade aus den Gedanken herausreißen, es nützte mir nichts, wenn ich weiterhin daran denken würde.
Deswegen kam mir die Sache mit der Kleidung nur gelegen. "Mir ist es egal. Ich brauche etwas zum schlafen. Ich mag es nicht sonderlich zwei komplette Tage in der gleichen Kleidung zu sein."
Auch wenn hier niemand war, dank Amandas freundlicher Bitte, so würde ich mich gleich im Badezimmer zurück ziehen. Es war eine Angewohnheit, die ich nicht so schnell los werden würde. Am liebsten würde ich mich noch unter die Dusche stellen. Aber das würde ich morgen früh machen wollen.
Die Müdigkeit erschlug mich gerade. Der Tag war so nervenaufreibend gewesen. Es war nur ein Brief und dennoch hatte er alles verändert. Müde rieb ich mir das Gesicht.

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Amanda
Gelöschter Benutzer

Re: Mädchenschlafsaal Jahrgang 6

von Amanda am 04.11.2017 23:43

„Doch bist du, du hast es immerhin geschafft hin zu gehen und das so kurze Zeit danach.", stellte ich fest. In über 4 Jahren hatte ich es kein einziges Mal geschafft zurückzugehen und sie tat es so kurz nachdem es passiert war.
Ich kicherte kurz als sie das mit dem Namen sagte. „Okay, Kleine, dann mach das.", meinte ich nur. Der Gedanke gefiel mir und ich mochte sie immer mehr, es war nicht nur was wir alles durchgemacht hatten und gemeinsam hatten, nein, sie erinnerte mich an jemanden...in gewisser Form, an mich selbst. Sie hatte viele Eigenschaften die ich selbst mal hatte, nur ich habe die meisten davon hinter mir gelassen, durch den Vorfall durch andere ersetzt und ich sah dass sie sich auch immer mehr veränderte. Zwar kannte ich sie vor dem Sommer nicht wirklich gut, aber ich weiß wie sie war, zumindest wie sie sich gab und jetzt, war das alles anders.
Morgen wenn ich mich auf die Suche nach Fea begeben würde, müsste ich die Eule unbedingt mitnehmen, sie konnte gut mit Tieren, immerhin hat sie einen Affen trainiert, sie würde sich besser um ihn kümmern können, beziehungsweise ihn besser aufpäppeln können. Jemmy's Frage riss mich aus den Gedanken. „Ähm, ja, du hast eine ähnliche Figur wie ich, also sollten meine Sachen dir halbwegs passen. Was genau brauchst du denn? Ich hoffe du magst Schwarz und Blau, viele andersfarbige Sachen hab ich nicht, außer vielleicht eine weiße Bluse. Du kannst aber auch gern eine der Ravenclaw-Uniformen haben, würde dir sicher stehen.", meinte ich und grinste sie an. „Und was wir machen...keine Ahnung, Hauptsache du bleibst hier.", fügte ich noch leise, halb murmelnd hinzu.

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Jemmy
Gelöschter Benutzer

Re: Mädchenschlafsaal Jahrgang 6

von Jemmy am 04.11.2017 23:14

"Beinahe wäre ich nicht dahin gegangen. Ich wollte es sogar nicht. Aber das einzige, was mich dorthin getrieben hat, war mein Zauberstab. Hätte ich den nicht vergessen, dann hätte ich es dorthin nicht geschafft. Ich bin nicht taff.", verneinte ich ihre Aussage.
Allein der Gedanke an den Park brachte fast eine neue Panickattacke. Aber ich wollte mich zusammen reißen. Ich wischte mir die Tränen weg und atmete tief durch. Es nützte mir nichts, jetzt in Tränen auszubrechen.
Ich staunte nicht schlecht, als Amanda mir das mit dem Namen erklärte. Ich lächelte zurück. "Das finde ich interessant. Aber dann werde ich dich weiterhin so nennen.", beschloss ich.
Wir beide hatten schon so viel in kürzester Zeit durchgemacht, da fand ich es schön, dass ich sie Amy nennen durfte.
Ich beobachtete, wie sie sich um den Vogel kümmerte. Dann setzte sie sich zu mir. Nun setzte ich mich auf. "Was willst du denn jetzt machen? Wenn ich jetzt bei dir schlafe, hast du dann Wechselkleidug? Ich würde mich gleich gerne umziehen wollen." Eine Zanbürste hatte ich schon von ihr bekommen, die brauchte ich nicht. In meinem Rucksack war allerlei, aber ich konte auch nicht ahnen, dass der Tag so enden würde. Ich hatte nichts mit einpacken können.

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Amanda
Gelöschter Benutzer

Re: Mädchenschlafsaal Jahrgang 6

von Amanda am 04.11.2017 21:44

Ich hörte ihr zu wie sie von dem Vorfall erzählte, beziehungsweise, wie sie an den Ort zurückging. Ihr kamen kaum bemerkbar Tränen hoch, ich verstand sie, es war nie leicht über sowas wieder nachzudenken. Meinen Blick wandte ich hoch zur Decke, bevor ich begann zu antworten. „Dann bist taffer als ich. Um einiges sogar. Du bist zurückgegangen. Ich war seit dem Vorfall nie wieder in meinem Elternhaus, keine Sekunde, nicht mal in der Nähe.", gab ich dann zu. Auf ihren Fall direkt konnte ich nichts Passendes sagen, nur Standardphrasen, deswegen zog ich einfach diese Parallele. Man könnte sagen, dass ich mehr durchgemacht hätte, oder jünger war, aber trotzdem kam es mir immer mehr so vor, als wäre sie die stärkere von uns beiden. In gewisser Weise sah ich zu ihr auf, sie schien das alles besser verkraftet zu haben als ich. Zumindest machte es diesen Anschein.
„Anscheinend nicht. In der zweiten Klasse hatte ich es jedem Verboten und jeden angeschrien der den Namen in den Mund nahm. Auch heute würde ich es noch tun. Doch...nein, bei dir stört es mich nicht.", meinte ich und schenkte ihr ein Lächeln. Warum es mich nicht störte, konnte ich nicht sagen, mir gefiel es sogar irgendwie wenn sie mich so nannte. Es war...als wäre alles wieder ein Stück normal, wenn ich den Namen von ihr hörte, als wäre das alles nur ein böser Traum gewesen.
Ich gab der Eule etwas Futter und sah kurz zu wie sie es anfing schwach aber doch zu essen, dann stand ich auf, holte ihr noch etwas Wasser und setzte mich wieder neben Jemmy.

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Jemmy
Gelöschter Benutzer

Re: Mädchenschlafsaal Jahrgang 6

von Jemmy am 04.11.2017 20:52

Es war alles Realität. Amy bestätigte meine Aussage auch noch. "Das Leben kann so grausam sein.", murmelte ich vor mir her. "Damals, als ich in diesem Park lag, da wollte ich sterben. Es war mir alles egal. Er hat sogar meinen Zauberstab zerstört. Kurz nachdem ich aus dem Sant Mungo entlassen wurde, bin ich nochmal zu der Stelle hingegangen. Allein den Ort zu sehen - ich wäre fast zusammen gebrochen dort.", erzählte ich vor mir her. Ich hatte diesen Teil noch nie jemanden erzählt. Sie war die erste, der ich das gerade erzähen konnte. Die Erinnerungen stiegen in mir hoch und ich musste ein paar Tränen wegblinzeln. "Ich habe die Überreste meines Zauberstabes aufgesammelt und bin ganz schnell wieder verschwunden." Ich war froh, als ich wieder bei meinen Eltern angekommen war. Ich hatte die Überreste in eine kleine Schachtel gepackt und sie mit nach Hogwarts genommen. An manchen Abenden zog ich die Schachtel aus meinem Koffer heraus und schaute mir meinen Zauberstab an. Es holte mich jedes Mal in die Realität zurück und zeigte, dass Fenrir jetzt nicht hier war. Dass das Ganze schon geschehen war.
Ich wandte mich Amy zu und drehte mich auf die Seite. "Dann hast du nichts dagegen, wenn ich dich weiterhin so nenne?", wollte ich wissen. Ihre Aussage klang alles andere als ein Verbot. Aber ich wollte auf Nummer sicher gehen.
Ich beobachtete, wie Amanda sich um den Vogel kümmerte und alles durchsuchte. Sie schien Rutine darin zu haben. Aber so wie sie sich um den Vogel kümmerte, wirkte sie fürsorglich und zeigte, dass ihr die Grenzen in jeglicher Form vollkommen egal waren. Genauso würde es auch in Zukunft ablaufen.

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