Astronomieturm
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Re: Astronomieturm
from Sam on 12/06/2017 12:13 PMIch schmunzelte. "Könnte gut sein. Ich bin aber trotzdem immernoch der einzige, der sich nachts die Seele aus dem Leib hustet" Ganz so schlimm war es zum Glück jetzt nicht mehr, sonst hätte mich irgendwer bestimmt schon längst dazu verdonnert, nachts auf dem Sofa im Gemeinschaftsraum zu schlafen. Oder mich zumindest in den Krankenflügel gezerrt.
Ich erwiderte nichts mehr darauf, dass sie immer recht hatte. Was sollte ich auch groß noch erwidern? Wir wussten beide, dass ich öfter mal meilenweit daneben lag, während dann genau das eintrat, was Emmi vermutet hatte. Und das passierte wirklich immer, nicht nur in bestimmten Situationen.
Mir war über die letzten Wochen zwar klar gewesen, dass Emmi und ich darüber reden mussten, aber es lief definitiv nicht so ab, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte damit gerechnet, dass wir nach kurzem Gespräch einfach so weitermachten, als wäre nie etwas passiert, aber bestimmt nicht, dass wir uns so anschwiegen, während irgendetwas in mir mich dazu drängen wollte, sie wieder zu küssen. Wie konnte ein einziger Kuss unsere komplette Freundschaft so auf den Kopf stellen? Bei ihren Worten hob ich den Kopf und sah sie an, allerdings diesmal darauf bedacht, dass ein etwas größerer Abstand zwischen uns war. Andernfalls könnte ich mich vielleicht nicht zurück halten, wenn wir uns noch einmal so nah gegenüber standen. Ich sagte ein paar Sekunden lang garnichts, weil ich überlegte, was wohl die beste Lösung für diese ganze Situation war.
Ich schaute über die Plattform in den dunklen Himmel, an dem man auch von hier deutlich die Sterne erkennen konnte, auch wenn man nicht durch das Fernrohr schaute. "Keine schlechte Idee", erwiderte ich und zog die Mundwinkel ein Stück nach oben bei der Idee. Obwohl ich mir nicht sicher war, ob das das Nachsitzen, was folgen würde, sobald jemand das rausfand, wert war. Und irgendetwas in mir wollte diesen Kuss auch garnicht rückgängig machen. Es war kompliziert, ja ... aber dieser Kuss war es wert gewesen. Fand ich zumindest.
Ich atmete tief ein und machte unbewusst einen Schritt vor. So viel zum Abstand, den ich einhalten wollte. "Okay, wie wärs damit ...", schlug ich schließlich vor und sah ihr wieder direkt in die Augen. "Da ich bezweifle, dass wir irgendwo einen illegalen Zeitumkehrer auftreiben können, würde ich einfach vorschlagen, dass wir ... die Sache ... einfach auf sich beruhen lassen." Das hörte sich total bescheuert an, das wusste ich selbst. Aber es war immer noch besser, als uns anzuschweigen und unsere Freundschaft damit kaputt zu machen. Automatisch suchte ich in ihrem Blick nach irgendetwas, einer Reaktion vielleicht, die mir widersprach. "Wir ... sind schon so lange befreundet, und dass wir jetzt nicht einmal mehr normal miteinander umgehen können, ohne uns irgendwann anzuschweigen ... " Ich presste die Lippen zusammen. "Vielleicht ... sollten wir das einfach vergessen. Und so weitermachen wie vorher. Oder?" Ich sah sie nervös an und spürte, wie meine Wangen wieder heiß wurden.

You see the s m i l e that's on my mouth, it's hiding the w o r d s that don't come out. And all of my friends think that I'm blessed, but they don't know my head is a m e s s . And all of these l i n e s across my face tell you the s t o r y of who I am.
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Re: Astronomieturm
from Emmeline on 12/06/2017 11:36 PMIch verzog die Lippen und sah Sam stur an. "Du bekommst noch bleibende Schäden wie Heiserkeit wenn du nichts gegen den Husten unternimmst!" log ich und stützte die Hände in die Hüften. Ich würde Flo mal fragen ob er sich auch so anstellte wenn er Medikamente nehmen sollte. Es hieß ja, das sei so ein 'Männer Ding'. Aber davon wollte ich mich ja nie beeinflussen lassen. Aber wenn er so hartnäckig war, konnte ich das schon lange sein. Notfalls schmuggelte ich ihm den Trank irgendwo unter. Hey Sammi, heiße Schokolade gefälligst? Kann sein, dass es etwas bitter schmeckt, ist eine Geheimzutat dran. Irgendwas orientalisches... So in der Art dann.
Das Schweigen war unerträglich. Es lastete schwer auf meiner Brust, als hätte sich ein Troll darauffallen lassen und würde jetzt ein Mittagsschläfchen machen. Immer wieder sah ich zu Sam herüber, brachte aber selbst kein Wort heraus. Ich stellte mich sonst nicht so an. Ich hasste dieses Gefühl.
Irgendwann sagte Sam dann doch etwas. Mein Magen zog sich bei seinen Worten für einen Moment zusammen, doch mein Gesicht blieb ziemlich neutral. Zumindest versuchte ich das. Langsam nickte ich. Dann hielt ich weider inne und zwang mich Sam direkt anzusehen. "Das kann ich nicht." sagte ich dann ganz ehrlich. Ich könnte das nicht vergessen, das wusste ich ganz genau. "Und ich will auch nicht." fügte ich noch hinzu und meine Stimme wankte kurz ein bisschen. Ich wusste auf einmal ziemlich genau, dass ich Sam gerne wieder küssen wollen würde. Das Gefühl welches ich dabei gehabt hatte war umwerfend gewesen, wie konnte es dann so schlecht sein?
Ich schluckte und ging ganz vorsichtig wieder ein Stück in Sams Richtung. "Wenn es für dich auch nur ein kleines bisschen so schön war wie für mich dann verstehst du das sicher. Wie wärs wenn wir einfach nicht mehr darüber nachdenken. Wir machen einfach das wonach uns ist. Wenn uns danach ist abzuhängen dann machen wir das eben und wenn uns nach anderem ist... dann ist das auch gut. Ich denke das richtig komplizierte ist daran dieses ganze Gefühlskiste die das im allgemeinen mit sich bringt. Aber dazu kann ich jetzt gerade gar nichts sagen...." endete ich und sah Sam entschuldigend an. Woher ich jetzt die Worte nahm, die ich vorher nicht einmal in Gedanken fassen konnte, wusste ich nicht. Aber so empfand ich es eben. Vermutlich war das gerade ziemlich dämlich. Sam hatte ja gerade deutlich gemacht, dass er unsere Freundschaft am Liebsten so behielt wie früher. Ich blickte auf den Boden und scharrte mit den Füßen.


Re: Astronomieturm
from Sam on 12/07/2017 12:11 AMIch sah sie mit einem Das-glaubst-du-doch-selbst-nicht-Blick an. "Mal abgesehen davon, dass mich das nicht stören würde", bemerkte ich. "ist meine Erkältung sowieso schon so gut wie weg. Hört sich vielleicht nicht so an, aber glaub mir, du hättest mich die letzten zwei Wochen erleben müssen." Meine Stimme hatte sich da komplett verabschiedet, mein Husten hätte wahrscheinlich die ganzen Schlossmauern zusammenbrechen lassen können und ich nörgelte wie meine Großmutter, wenn mir etwas nicht gepasst hatte. Die armen Jungs in unserem Schlafsaal. Ich war so ein Weichei, wenn ich krank war, aber da ich deswegen auch ein paar mal während des Unterrichts einfach im Bett liegen geblieben war, hatte Emmi mich zum Glück nicht so erlebt. Oder sonst irgendjemand außerhalb unseres Schlafsaals.
Ich hätte jetzt grade tatsächlich gerne einen Zeitumkehrer, der mich zu dem Tag am See zurückbrachte. Dann würde ich mich wahrscheinlich aus dem Boot schubsen, damit ich jetzt nicht in dieser Situation sein musste. Ich konnte sie ja verstehen. Sogar sehr, aber das war es nicht. Vielleicht dachte ich auch einfach zu viel nach, aber mein Kopf malte sich dauern irgendwelche Szenarien aus, wie es von diesem Moment aus irgendwann in Zukunft sein könnte, und in den meisten davon sah meine Freundschaft mit Emmi nicht mehr besonders rosig aus. "Emmi, ich ...", begann ich, lies den Satz aber in der Luft hängen und schloss für einen Moment lang die Augen. Jetzt grade, in diesem Moment, da hätte ich nichts dagegen, sie zu küssen. Ich wollte es sogar. Aber irgendetwas in mir hielt mich immernoch ab, ihr einfach zuzustimmen. Ich fühlte mich, als würde mir irgendjemand die Luft abschnüren und ich unterdrückte den Drang, zu husten, weil das absolut nichts mit dieser dämlichen Erkältung zu tun hatte.
"Es war schön", sagte ich leise und suchte ihren Blick. "Aber ich ... ich will nicht ..." Verdammt nochmal, das kann doch nicht so schwer sein, Wood, jetzt spuck es endlich aus. "Ich habe einfach Angst, dass ich dich irgendwie enttäusche", sprach ich es endlich aus und presste die Lippen zusammen. Bei solchen Dingen entstanden sehr leicht Erwartungen, und ich war ein absolutes Talent darin, diese nicht zu erfüllen. "Und wir können ziemlich wahrscheinlich nicht mehr zu dem Punkt unserer Freundschaft zurück, an dem wir vorher waren, wenn wir irgendwann merken dass das nicht klappt" Obwohl das auch jetzt schon undenkbar schien. Ich fuhr mir frustriert durch die Haare, ließ meine eine Hand dann an meinem Kopf liegen und stütze ihn daran ab. "Ich ... Ich will dich einfach nicht als Freundin verlieren, Emmi", sagte ich und sah sie mit einer Spur Traurigkeit im Blick an. Konnte sie meinen Gedankengang irgendwie nachvollziehen, egal wie durchgeknallt er auch war? Normalerweise war ich immer optimistisch, egal, worum es ging, aber ich spürte trotzdem die ganze Zeit dieses drückende Gefühl in meinem Bauch, weil diese kriechende Angst, sie irgendwann zu enttäuschen und damit zu verlieren, einfach nicht weg ging.

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Re: Astronomieturm
from Emmeline on 12/07/2017 12:49 AMAutsch. Ich wandte den Blick von Sam ab und schluckte die bittere Enttäuschung herunter. Ich hatte nicht erwartet, dass mich diese Ablehnung so treffen würde. Dabei lehnte er mich selbst ja gar nicht ab. Nur diese gewisse Nähe zu mir.
"Ja klar..." ich nickte und begann meine Sachen zusammenzupacken. "Danke für deine Ehrlichkeit." Sagte ich dumpf und hängte mir meine Tasche über die Schulter. Ich würde es wirklich versuchen. So zutun als wäre alles wie vorher. Aber es würde nicht einfach werden.
Ich biss mir auf die Unterlippe und zögerte einen Moment. Dann lächelte ich. "Halt dich an Regentagen besser von mir fern." Ich lachte kurz auf, wenn auch etwas zu ausgelassen. Erneut zögerte ich, dann ging ich langsam zur Wendeltreppe. Vielleicht sollte ich jetzt besser gehen. Ein bisschen schlafen. Morgen war es vielleicht gar nicht mehr so seltsam...


Re: Astronomieturm
from Ilian on 12/07/2017 01:10 AM(falscher Chara)

And every shooting star proofs falling can be beautiful
w h e n y o u g i v e i t a l l y o u g o t .
Re: Astronomieturm
from Sam on 12/07/2017 01:11 AMIch konnte garnicht glauben, dass ich mich noch schlechter fühlen könnte als eben, wo ich die Worte ausgesprochen hatte. Aber als ich sah, wie sie ihren Sachen zusammenpackte und Anstalten machte zu gehen, fühlte ich mich als ob jemand mir mit voller Kraft in den Magen geboxt hätte. Das einzige was ich wollte, war, sie nicht zu enttäuschen und trotzdem hatte ich anscheinend genau das getan. Ich war so ein Idiot. Obwohl es wahrscheinlich garnichts hätte sagen können, was sie nicht enttäuscht hätte. Außer ja natürlich. Oh man.
"Warte, ich... " Ich ging ihr ein paar Schritte hinterher, blieb aber ungefähr einen Meter hinter ihr stehen. "Das..Das war kein Nein", murmelte ich etwas hilflos und war mir gar nicht sicher, ob sie mich überhaupt richtig hören könnte. Ein Husten unterbrach meinen nächsten Versuch, etwas zu sagen, aber ich setzte erneut an, sobald ich mich wieder eingekriegt hatte. "Das war nur ein... Ich weiß auch nicht. Ich wäre ein beschissener Freund" Ich lachte nervös und fuhr mir nochmal durch die Haare. Das war wahrscheinlich das dämlichste, was ich hätte sagen können. Es liegt nicht an dir sondern an mir. Obwohl das ja auch stimmte. Trotzdem blöd.
Ich starrte meine Schuhe an. "Es tut mir leid, wie das alles jetzt gelaufen ist. Ich glaube ich brauche einfach Zeit um darüber... Nachzudenken. Und Umzudenken", sagte ich schließlich. Ich verdeckte mit meiner Hand mein Gesicht. "Merlin, ich bin nicht gut in sowas. Bitte sei nicht sauer auf mich"

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Re: Astronomieturm
from Emmeline on 12/07/2017 03:43 PMMeine rechte Hand befand sich schon am kühlen Geländer der Wendeltreppe, als sich Sam zu Wort meldete. Langsam drehte ich mich um und merkte, dass er mir näher gekommen war. Für einen Moment schöpfte ich daraus Hoffnung. Hoffnung worauf wusste ich nicht einmal. Wenn es kein 'nein' und auch kein 'ja' war, was war es dann? Es klang ziemlich eindeutig nach einem nein. "Ich bin nicht sauer auf dich..." stellte ich als erstes klar und ließ von dem Treppengeländer ab um einen winzigen Schritt in Sams Richtung zu machen. "Ich weiß nur nicht ganz was ich von dem ganzen halten soll..." sagte ich hilflos und biss mir auf die Unterlippe. "Aber ich glaube. ..Also dass eine Beziehung... Dafür ist es noch zu früh. Wir hatten ja nie irgendwie Dates oder so..." ich musste kurz lachen bei dem Gedanken wie wir bei Madame Puddifoots sitzen und von Konfetti bestreut werden würden. "Ich glaube auch, dass ich vermutlich der Beziehungsuntauglichste Mensch überhaupt bin. Aber ich könnte vermutlich nicht aufhören darüber nachzudenken was...Hätte werden können." Sagte ich leise und legte leicht gequält den Kopf in den Nacken. "Aber wenn du meinst, dass wir mit einer reinen Freundschaft besser dran sind, dann vertraue ich dir..." sagte ich noch leiser und verkrampfte mich einen Moment. Ich hatte vermieden über so etwas nachzudenken. Ich hatte mich nie in eine Beziehung erlebt. Es könnte ganz schrecklich werden. Ich konnte ein ziemliches Biest sein bei Menschen die mir sehr sehr am Herzen lagen.


Re: Astronomieturm
from Sam on 12/07/2017 10:42 PM"Ich glaube ich weiß da auch nicht viel mehr wie du", seufzte ich, und meine Stimme klang beinahe schon niedergeschlagen. Wir hatten uns das ganze ja irgendwie selbst eingebrockt, dann mussten wir das auch selbst wieder grade biegen. Es schien ja auch gar nicht so schwer zu sein, aber warum hemmte irgendetwas mich die ganze Zeit? Ich schloss für einen Moment die Augen, als sie ihren letzten Satz aussprach, um mich zu sammeln. Ich wollte nicht unüberlegtes sagen und meine Worte deshalb ganz genau abwägen. Ein wenig zitternd holte ich Luft. "Ich sage nicht, dass wir mit einer ... normalen Freundschaft besser dran sind. Ich meine nur, dass es vielleicht ein ... passender Ausweg wäre." Ich presste die Lippen zusammen und starrte auf meine Füße, ging dann aber noch einen Schritt auf sie zu. "Aber es ... wäre wahrscheinlich wirklich der schwerste Weg, für uns beide." Ich sah sie an und meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Was anderes wäre auch garnicht nötig, ich stand nah genug vor ihr, dass sie es hören konnte. Und es stimmte ja auch ... ich hatte ja auch etwas gefühlt, genau wie Emmi. Vielleicht konnte ich es noch nicht ganz definieren, aber ich konnte mir vorstellen, dass sich eine reine Freundschaft mit solchen Gefühlen schwierig gestalten konnte. Vorsichtig hob ich den Blick und sah sie prüfend an. Ich musste mir einen kleinen Ruck geben, aber dann sagte ich leise: "Deshalb ... könnten wir vielleicht einen Mittelweg finden. Irgendwie." Merlin, ich war wirklich schlecht in sowas. "Wir ... wir geben der Sache einfach eine Chance. Wir könnten ... einmal ausgehen oder so, und danach entscheiden, was ist. Und je nachdem können wir danach immernoch einfach wieder Freunde sein oder ... was anderes" Ich räusperte mich leise und versuchte ihr irgendwie mit meinem Blick zu übermitteln, dass ich sie nicht so vor den Kopf stoßen wollte und der Sache wirklich eine Chance geben wollte. Und falls wir dann doch nur als Freunde funktionieren sollten, dann war das eben so und wir kehrten dazu zurück. Das würde wohl auch dann nicht viel schwerer sein als jetzt ohnehin schon, aber wir würden das bestimmt irgendwie hinkriegen. Falls nicht ... daran wollte ich garnicht denken.

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Re: Astronomieturm
from Emmeline on 12/08/2017 12:31 AMIch war äußerlich ganz ruhig als ich ihm zuhörte und sprach nicht dazwischen. Ich fiel Menschen sehr oft ins Wort aber hier schien das irgendwie gar nicht möglich. Ich wartete noch bis ich wusste, dass Sam fertig war und musste kurz darüber nachdenken. Mir gefiel sein Vorschlag ganz gut. Ich blickte ihn an und merkte plötzlich wie nah er mir schon wieder stand. Ich sog scharf die Luft ein und nickte leicht. "Da geh ich mit. Hm...Vielleicht ne Idee was wir für ein Date haben könnten?" Ich lächelte kurz und meine Augen funkelten leicht. "Picknick unter dem Sternenhimmel oder doch lieber das klassische Madame Puddifoots?" Fragte ich grinsend und zwinkerte Sam kurz zu. Ich fühlte mich mit diesem Beschluss wirklich gut. Und ich hatte gerade echt das Bedürfnis Sam zu umarmen. Also tat ich das auch. Ich stellte mich leicht auf die Zehenspitzen und schloss ihn in meine Arme. "Wenn wir es verhaun dann darfst du mir eine runterhaun..." versprach ich ihm und vergrub mein Gesicht in seiner Halsbeuge. Es war mir noch nie aufgefallen wie sicher ich mich in seiner Gegenwart fühlte.


Re: Astronomieturm
from Sam on 12/08/2017 01:08 AMIch spürte, wie mir ein Stein vom Herzen fiel, als Emmi zustimmte. Ihre Vorschläge hörte ich mir an, aber ein Stöhnen konnte ich mir nicht verkneifen, als sie Madame Puddifoots erwähnte. "Bitte nicht dahin", flehte ich sie an und benahm mich wahrscheinlich schon wieder bisschen kindisch. "Wirklich, ich würde jetzt sofort in den See springen und eine Lungenentzündung riskieren, um dir einen Beweis für das Seemonster zu besorgen, aber nicht dieses Café... Da ist alles so rosa und winzig, dass ich mich zwischen den ganzen Leuten fühle wie ein Riese. Also, noch mehr als sonst" Ich war in meinem Leben erst einmal in diesem Café gewesen, und das auch nur, weil es bei einem Ausflug nach Hogsmeade auf einmal angefangen hatte wie aus Eimern zu regnen, sodass wir keine Wahl hatten, als uns in das Café zu retten. Mit meinen fast 1,90 Metern überragte ich sowieso schon fast alle, aber in diesem Café hatte ich mich gefühlt wie ein Riese in einem Zwergendorf. Ein Wunder dass ich es geschafft hatte mich hinzusetzen, ohne gleich alle pinken Zierdeckchen von den Tischen zu reißen. Ich legte den Kopf ein bisschen schief und sah sie an. "Wie wärs mit dem Winterball?", nuschelte ich fast schon ein wenig schüchtern. Ich hatte sie sowieso fragen wollen, ob wir zusammen hingehen, einfach als gute Freunde, die den Abend miteinander verbrachten. Jetzt war es natürlich ein bisschen anders, aber trotzdem eine gute Gelegenheit für uns. Zumindest fand ich das.
Ich hatte nicht mit einer Umarmung gerechnet, schloss sie aber trotzdem sofort in meine Arme. Das hatte ich vermisst, wenn ich ehrlich war. Diese fast schon selbstverständliche Nähe, die wir vorher gehabt hatten und die auch jetzt wieder da war. Ich strich ihr leicht über den Rücken und drückte sie noch ein wenig fester an mich. "Das klappt alles schon irgendwie", flüstert ich und schloss die Augen. Ich hatte absolut keinen Drang, sie loszulassen, also ließ ich meine Arme da, wo sie waren. Ein wenig schmunzelnd fügte ich dann aber leise hinzu: "Dir ist aber klar dass unser Plan ins Wasser fällt, wenn du dich bei mir ansteckst und wieder krank wirst, oder?"

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