Jungenschlafsaal Jahrgang 6
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Gabriella
Gelöschter Benutzer
Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6
von Gabriella am 06.06.2017 19:10Auf Wyatts Frage hin musste ich erst einmal überlegen. Ich war drauf und dran mit 'Drumstrang' zu antworten, aber irgendwie kam es mir nicht über die Lippen.
"Venedig.", sagte ich schließlich. "Die Stadt soll wie ein Labyrinth sein, mit ihren ganzen Gassen und ich glaube, ich würde mich gerne mal in ihr verlieren." Außerdem war es in Italien oft sehr warm und die Männer dort hatten diesen gewissen Charme, den irgendwie primär nur Italiener mit sich brachten.
"Oder Paris.", sagte ich leise. "Nicht wegen dieser romantischen Vorstellung vom Heiratsantrag unterm Eiffelturm. Nicht einmal wegen des Essens oder der Mode. Die Franzosen haben einen echt schrägen Geschmack.", meinte ich kopfschüttelnd. Soweit man eben den Kopf im Liegen schütteln konnte. "Mein Onkel meinte, meine Mutter wäre Französin gewesen. Und auch wenn sie..." Ich stockte einen Moment lang. Fast wäre mir rausgerutscht, dass ich mir ziemlich sicher war, dass sie ein Muggel gewesen ist. "Naja... Ich glaube, sie hätte Paris bestimmt geliebt."
Einen Moment lang sah ich nur wieder an die Decke und hing ein wenig in meinen Gedanken, dann huschte mein Blick zu Wyatt, der neben mir auf dem Bett lag. "Und du?", fragte ich ihn schließlich, der Höflichkeit halber. Ich glaube, er würde es nicht ganz so sinnig ansehen, wenn er mich kennen lernte, aber ich von ihm immer noch nichts wusste.
Wyatt
Gelöschter Benutzer
Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6
von Wyatt am 06.06.2017 21:44Ich nickte langsam und dachte an das Venedig welches ich von Bilder kannte. Ja, das konnte ich mir auch sehr gut vorstellen. Paris dann eher weniger. Aber ich konnte verstehen, dass es sie zu ihren Wurzeln zog. "Wie ist das eigentlich genau mit deiner Familie.." fragte ich unsicher nach. Ich blickte da nämlich wirklich nicht durch. Sie lebte bei Onkel und Tante, ihre Zwillingsschwester aber offensichtlich nicht. Jetzt hörte ich das erste Mal etwas von ihren richtigen Eltern. Man, da hatte meine Familie sich ja die richtigen ausgesucht...
Ich leicht die Schultern. "Island fänd ich interessant. Also...würde mich ziemlich umhaun. Einfach einzigartig diese Insel und die Menschen sollen sehr gutherzig sein." ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt dort später hinzuziehen. "Und die heißen Quellen sollen unfassbar gut sein." meinte ich mit einem Zwinkern zu Gabriella. Eine der guten Sachen der Hochzeit, waren die 'Flitterwochen'. Ich hatte das bisher nie als das sehen können. Eher als eine Chance wegzukommen aus England. Und aus meinem Leben.
Gabriella
Gelöschter Benutzer
Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6
von Gabriella am 06.06.2017 22:42Als er nach meiner Familie fragte, presste ich die Lippen aufeinander und blickte wieder nur stur richtung Decke. "Kompliziert.", erwiderte ich dann schlichtweg. Ich hatte keine Lust Storys auszupacken, von denen ich selbst nicht einmal das Ende kannte. Ich hatte keine Ahnung, wie und was mit meiner Familie jetzt wirklich passiert war. Von Hazel hatte ich erfahren, dass unsere Eltern bei einem Autounfall verstorben waren. Von meinem Onkel wusste ich, dass mein Dad ein Reinblut war. Aber ich wusste nicht, wer überhaupt Familie für mich war. Mit Hazel verstand ich mich nicht wirklich. Meine Tante und mein Onkel konnten mich nicht wirklich leiden. Und das waren die einzigen Blutsverwandten, die ich hatte. Aber Familie..? Ich wusste doch genauso wenig, was das war, wie Liebe.
"Gutherzig..", wieder holte ich. "Ich glaube, da passe ich am besten rein.", sagte ich mit einem Hauch Sarkasmus in der Stimme. Als Wyatt mir zu zwinkerte, während er das von den heißen Quellen erzählte, verdrehte ich nur die Augen. Ich war immer noch sauer auf in, dass er mich eben einfach von sich gewiesen hatte.
"Mir wäre lieber nach etwas kaltem. Dann kann ich fünf Pullover aniehen, drei Hosen, zwei paar Socken, Handschuhe... Vielleicht setze ich noch eine Skimaske auf. Dann besteht keine Gefahr, dass du zu viel Haut von mir sehen könntest.", meinte ich und kam nicht umhin ein wenig bissig zu klingen. Auch wenn ich selbst wusste, dass das vielleicht ein wenig albern war. Aber ich konnte nicht gut mit Zurückweisungen umgehen.
Wyatt
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Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6
von Wyatt am 07.06.2017 00:32Kompliziert. Bloß nicht zu viel auf einmal, das würde glatt abschrecken!... Innerlich seufzte ich resigniert. Aber gut, ich sprach auch nicht gern über meine Familie. Ich konnte es ihr also nicht überl nehmen. Zum Glück fragte sie mich nicht nach meiner Familie. Ich würde vermutlich so etwas antworten wie... Naja keine Ahnung. Ich verband Familie eigentlich immer mit Gewalt. Selsbt wenn ich meinen Bruder ansah und sofort an seinem Gang oder auftreten erahnen konnte, ob mein Vater ihm wieder etwas angetan hatte.
Ich schüttelte den Gedanken ab und konzentrierte mich wieder auf Gabriella. "Es ist nicht die Frage ob du da reinpasst." antwortete ich schulterzuckend. "Ich könnte mir vorstellen, dass das gut tut. Weg von den...komplizierten...Familien und auf diese Insel mit lauter freundlichen Menschen. Wobei ich glaube nach einer Woche würden sie uns altmodisch mit Heugabeln davonjagen..." wir wären sicher beide nicht dafür gemacht.
Ich verdrehte die Augen. "Komm drüber weg, ich habs dir doch erklärt." erwiderte ich seufzend. "Natürlich kannst du versuchen meine Meinung zu ändern, aber dann sicher nicht mit schmollen." obwohl ihr schmolgesicht sicher entzückend aussehen würde...
Gabriella
Gelöschter Benutzer
Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6
von Gabriella am 07.06.2017 01:15Ich war froh, dass Wyatt nicht weiter nach hakte. Wenn ich ihm zu viel offenbarte, könnte er damit noch etwas ausrichten. Ich wusste nicht, wie begeistert seine Eltern wären, wenn sie wüssten, dass meine Mutter ein Muggel war. Vermutlich so begeistert, dass sie die Hochzeit nicht stattfinden lassen würden und das könnte ich nicht zulassen. Ich stellte mir ein Leben mit Wyatt noch erträglich vor, als eines geächtet oder mit David und Delilah.
Ich musste unwillkülrich leise lachen. "Wenn du schon ins Abseits willst, lass uns gleich nach Irland gehen. Da gibt es teilweise Landschaften, wo niemand lebt. Nur grün und wir hätten unsere absolute Ruhe. Und unser Hund könnte sich auf den ganzen freien Wiesen richtig austoben.", meinte ich und lächelte leicht bei der Vorstellung, dass wir einfach einmal unsere Ruhe von allem haben könnten und bemerkte dabei gar nicht, dass ich das 'wir' schon jetzt ziemlich gut drauf hatte.
Ich schnaubte nur leise. "Ich komme drüber hinweg...", meinte ich schlichtweg. "Nachdem ich mit dir geschlafen habe. Vorher musst du eben damit leben, dass du mich gekränkt und meine Gefühle verletzt hast." Vielleicht war ich ein klein wenig dramatisierend, aber gekränkt hatte es mich schon ein wenig.
Wyatt
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Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6
von Wyatt am 07.06.2017 01:26"Irland?" ich hob die Augenbrauen und lächelte leicht. "Für meinen Geschmack noch ein bisschen zu nah dran, aber wenn du das gern so hättest, sollte dem nichts im Wege stehen.." Es fiel mir leichter auf ihre Wünsche einzugehen als vorher. Vielleicht auch, weil sie meinen Wünschen näher kamen als ich es gedacht hatte. "Wenn du von unserem Hund redest...meinst du nicht so ein winziges Fellknäuel, welcher in eine Handtasche passt oder?" das wäre dann nämlich mein erstes Veto.
"Ist das dein Ernst?" erneut wanderten meine Augenbrauenin die Höhe. "Ich hab deine Gefühle verletzt, weil ich nicht nur deinen Körper will sondern auch dich als Persönlichkeit?" ich schüttelte frustriert den Kopf. Dachten Mädchen immer so kompliziert? "Wärst du offen für einen Kompromiss?" fragte ich dannmit einem halbend Grinsen und sah Gabriella fragend an. Kompromisse waren auf jeden Fall gut in einer gesunden Ehe. So würde jeder zu seinem Recht kommen. Auch wenn das hier wohl das banalste war, weshalb ich je einen Kompromiss schließen würde.
Gabriella
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Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6
von Gabriella am 07.06.2017 01:46"Du wolltest doch auch in England wohnen bleiben. Und wir könne ja allen erzählen wir würden nach China gehen. Keiner würde uns dann in ihrem Umfeld erwarten.", sagte ich schmunelnd. Nachher kontrollierten die uns noch. Ich könnte es meiner Tante und meinem Onkel durchaus zutrauen.
Schmollend blickte ich Wyatt an. "Aber... Chihuahuas sind super niedlich! Wenn du sie anschaust, kannst du ihnen nicht widerstehen!", sagte ich und sah ihn mit dem Blick an, mit dem ich sogar ab und an Delilah klein bekam. Ich streckte meine Hand aus und griff nach seinem Arm, das erste, was ich erreichen konnte. "Bitte, bitte?", fragte ich, während ich ihm leicht über den Arm strich.
Ich nickte nur, als er fragte, ob das meinst ernst wäre. "Ich wurde noch nie von jemandem abgewiesen. Schon gar nicht, wenn ich nur noch mein Höschen an hatte und gerade mein Verlobter will nicht. Ich finde das ziemlich kränkend.", meinte ich nur dazu. Als er dann jedoch nach einem Kompromiss fragte, blickte ich ihn skeptosch an.
"Fein.", meinte ich schließlich. "Was schwebt dir vor?" Dann verhandelten wir eben, war mir nur recht.
Wyatt
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Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6
von Wyatt am 07.06.2017 02:13Grinsend schüttelte ich den Kopf und sah Gabriella schmunzelnd an. "Hey, wir malen uns gerade eine gemeinsame Zukunft aus, ist dir das bewusst?" fragte ich, immer noch kopfschüttelnd. Mittlerweile klang es gar nicht mehr so absurd wie noch vor ein paar Stunden. Im schlimmsten Fall würden wir leben und leben lassen. Das war für mich in Ordnung.
"Chihuahuas." wiederholte ich tonlos und halb gequält. "Wissen die überhaupt wie man Stöckchen oder so etwas holt?" ich wollte mit meinem Hund spielen! Und nicht...nur kuscheln... Bei ihrem Puppy-Face runzelte ich erst die Stirn, dann grinste ich. "Wir reden später noch einmal darüber, Kleines." sagte ich und konnte nicht anders als ihr den Kopf zu tätscheln. Ich war nicht ihr Daddy oder sonst was. Aber die Situation fand ich witzig.
"Ein Kuss." schlug ich frei heraus vor und sah sie erwartungsvoll an. Ein kuss war zwar nichts im Vergleich dazu mit jemanden zu schlafen doch...naja es wäre ein Anfang.
Gabriella
Gelöschter Benutzer
Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6
von Gabriella am 07.06.2017 02:48Ein leichter Schauer lief über meinen Rücken. Mit Sicherheit war mir das bewusst gewesen, aber so ausgesprochen klang es irgendwie... bescheuert. Aber auch weniger angsteinflößend. Als ich Wyatt kennen gelernt hatte, hatte ich befürchtet, mein Leben würde an dem Tag enden, an dem ich ihn heiraten würde. Was wenn das gar nicht der Fall war? Er schien viel weniger kompliziert zu sein, wie der Rest meiner Familie und viel weniger herrisch. Wenn wir diese Sache mit den Kompromissen fort führten, dann würden wir mit Sicherheit ein ganz angenehmes Leben haben können.
Ich unterdrückte ein Grinsen. Ich meinte das in keinem Fall ernst. Ich wollte definitiv keinen Chihuahua haben. Auf den würde ich am Ende nur versehentlich rauf treten. Ich wollte nur testen, welche Nummer im Falle des Falles funktionierte, wenn wir an verschiedenen Fronten standen und ich gewinnen wollte. Aber er grinste nur. Über mich. Und tätcshelte mir den Kopf. War das sein scheiß Ernst? Okay, dann versuchte ich es eben anders und legte noch einen drauf. Ich drückte auf die Tränendrüse und kam vom Schmollen weg, sah ihn jetzt eher weinerlich an. "Aber... Aber ich wollte schon immer einen Chihuahua haben.", schluchzte ich und war ein klein wenig stolz auf mich, als mir wirklich Tränen über die Wangen liefen. "Die sehen so süß aus und man kann sie überall hin mit nehmen und wenn sie einem auf die Nerven gehen, kann man sie ganz leicht weg werfen. Versuche das mal mit einem großen Hund.", schniefte ich und wischte mir provisorisch die Tränen von den Wangen und wollte damit eigentlich nur ein wenig mein Gesicht unter meinen Händen verstecken. Der Teil mit dem Wegwerfen war nicht geplant gewesen und jetzt war ich einer dieser Loser, die über ihre eigenen Witze lachten. Ich versuchte das lachen zu unterdrücken, bewirkte damit aber nur das gegenteil und prustete los. Verdammt. "Nur damit du kein falsches Bild von mir bekommst... Ich würde niemals Hunde durch die Gegend werfen.", meinte ich schließlich, als ich mich wieder gefangen hatte und wischte mir die restlichen Tränen, die diesmal sicher vom Lachen kamen, aus den Augenwinkeln. "Aber ich würde einen Husky als Kompromiss nehmen."
Dann jedoch blickte ich Wyatt überrascht an und runzelte dann die Stirn. "Ein Kuss... statt Sex?", fragte ich ihn verwirrt. Ich schüttelte langsam den Kopf und dann ziemlich hektisch. "Nein...", sagte ich schließlich und sprang halb von dem Bett auf. Zu einem Kuss gehörte mehr dazu, als wenn es nur belangloser Sex war. Ein einfacher Kuss war nie so einfach, wie man sagte. Außer er ging von einer Wette aus oder aus einem Spiel. Aber sonst... Nein. Denn es machte mir Angst, mit Wyatt auf diese Art Vertrauen zu finden. Es machte mir Angst, dass wir uns küssen würden und dann eine Bedeutung dahinter stehen könnte. Ich schluckte schwer. Wie bescheuert war ich eigentlich? Ich hatte kein Problem mit ihm ins Bett zu hüpfen aber vor einem Kuss hatte ich angst? Noch einmal holte ich tief Luft und atmete langsam aus. "N-Nagut.", sagte ich schließlich leise. Ich würde ihn küssen, nur um mir selbst zu beweisen, dass da nichts Schlimmes sein konnte.
Wyatt
Gelöschter Benutzer
Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6
von Wyatt am 07.06.2017 14:01Davon abgesehen, dass ich keine Ahnung hatte was ich tun sollte wenn Mädchen heulten, war komplett überfordert und verwirrt. Ich zog ernsthaft in Betracht, dass sie das Ernst meinte, wurde jedoch von dem Grübeln erlöst, als sie schließlich lachte. Und zwar richtig lachte. Was ich davor noch nicht gesehen hatte. Es brachte mich zum Grinsen und ich schüttelte den Kopf. "In der Öffentlichkeit wäre es eine sehr gute Szene." grinste ich schief und stellte mir die Blicke der Passanten vor.
"Husky... würde ich nehmen." sagte ich nach kurzem nachdenken. Ich hatte die Tiere schon immer gemocht. Hunde generell. Meine Tante hatte einen Hund, der lange Zeit mein einziger Vertrauter war. Wir durften allerdings nie einen haben.
Irritiert betrachteteich ihre Reaktion und runzelte die Stirn. "Kein Problem, wir müssen das nicht..." sagte ich schnell und sah sie ernst an. "Du...wirkst ein wenig sehr nervös." sagte ich leise und suchte ihren Blick. "Was geht gerade in dir vor?" fragte ich unvermittelt und hoffte, dass sie aus Überraschung einfach sagte was sie fühlte.
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