Geheimgang

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Freya

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Hogwarts [ehem.] Slytherin Jahrgang 6 Reinblut Naiv Demiguise Covenant Duellierclub Animagus Mauerblümchen Frei Mauerblümchen

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Re: Geheimgang

von Freya am 24.01.2018 17:25

Interessiert lauschte ich der Professorin, auch wenn das ziemlich viele Informationen waren. "Aber dann ist dieses Ereignis ja etwas richtig besonderes! Wow. Und ich war dabei." Ich lächelte. "Ich sollte also lieber niemandem von diesem hier erzählen, habe ich das richtig verstanden? Und was bewirkt diese Pflanze, dass sie so begeehrt war und bestimmt immer noch ist? Ich meine, anscheinend kann sie ja eine ganze Menge." fragte ich neugierig. "Moment." sagte ich, bevor sie weitersprechen konnte, fischte meinen Zauberstab erneut aus meinem Stiefel und flüsterte "Accio Schreibzeug." Ich hoffte inständig, dass das klappen würde. Gespannt sah ich den Gang hinter mir herunter und als kurz darauf meine Sachen zu mir geflogen kamen, atmete ich erleichtert auf. Wie die Sachen durch die Hindernisse, wie zum Beispiel Mauern, gekommen waren, würde ich mir später überlegen.
Ich schrieb mir schnell einige Dinge, die ich noch im Kopf hatte auf und sah Professor Ferres dann gespannt an.
Das war alles so wahnsinnig spannend und bestimmt konnte ich vieles davon später auch noch in Klausuren und Prüfungen verwenden. Oder eben allgemein im Leben.
Dabei viel mir auf, dass ich immer noch nicht wusste, was ich mal machen sollte. Alle hier hatten schon einen Plan oder zumindest eine Vorstellung davon, was sie einmal mit ihrem Leben anfangen sollten. Ich wusste nur, das ich meinen Abschluss schaffen wollte und das ich dafür ganz dringend Alte Runen abwählen müsste. Es gab wirklich kein Fach, in dem ich schlechter war als in diesem.  


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Vicky

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Re: Geheimgang

von Vicky am 24.01.2018 14:58

Ich beobachtete, wie umsichtig Freya mit dem Busch und den kleinen, zarten Sprösslingen umging. Ich war mir sicher, dass sie eines Tages sehr, sehr erfolgreich sein wird, würde sie ihrer Begabung folgen und etwas mit Pflanzen und deren Kräften machen. -Ein echtes Naturtalent.
Sie wurde rot, als sie einen der frischen Zweige begrüßte. Ich setzte mich neben sie auf den Boden und fing an den Schezer mit Puderzucker zu bestreuen. Er entspannte sich merklich, ein Zweig nieste.

 

Neben dem Mutterbusch hat sich ein kleines Nest aus den zuckerkristallähnlichen Früchten gebildet. Die ersten Sprössling waren schon in ihm und streckten sich aufgeregt dem weißen Riesel entgegen.
Der Zweig, den Freya begrüßt hatte, stubste sie an, zog sich dann zusammen und hobste, wobei er einen glitzernden Schweif hinter sich herzog, in das Nest, zu seine Brüdern und Schwestern.
Da ich davon ausging, dass Freya zu diesem Ereignis bestimmt ein paar Fragen hat, erklärte ich:" So pflanzen sich die Schezer-Büsche fort. Der Mutterbusch schüttelt alle ihre Früchte ab, um damit ein Nest zu bauen. In den Früchten befinden sich alle Nährstoffe, die die zarten Ableger brauchen, bis ihre eigenen Wurzeln stark genug sind, um selber aus der Erde alles aufnehmen zu können. Einige Berichte erzählen sogar davon, dass der Mutterbusch sich ein Leben lang um ihre Kinder kümmert. -Dass die Ableger, auch wenn sie schon selber Kinder haben, immer noch ab und zu Früchte von den Mutterbüschen zu geworfen bekommen. Die Mutterbüsche können übrigens auch männlich sein.- Bezieungsweise besteht er immer aus den Brüdern und Schwestern einer Generation. Wenn es mehr Schwestern gibt, ist er weiblich,- wenn es mehr Brüder gibt, ist er männlich. Es gibt alle 150 Jahre eine Geburt eines Zwillingsbusches. Der enthält genauso viele Brüder, wie Schwestern.", ich machte eine kleine Pause, um meine Gedanken zu ordnen. Dann sprach ich weiter:" Man sollte annehmen, dass der Erhalt dieser Pflanzenart somit ziemlich sicher ist. Die Pflanze kann sich äußerst effektiv gegen mögliche Feinde wehren und durch die Führsorge der Elternbüsche wachsen 99,9% der Ableger zu großen, prächtigen Büschen auf. Allerdings gibt es nur noch 10, die offiziell gemeldet sind. -Meiner ist Nummer elf.", ich lächelte verschmitzt," Wenn die Mutterbüsche ihre Früchte abwerfen, geben sie auch ihre eigenen Reserven an ihre Kinder und können auch nicht mehr die benebelnden Duftstoffe aussenden, da es die nur in den Früchten gibt. Viele tölpelhafte Hobby-Gärtner lassen die Elternbüsche vor, bei und nach der Geburt ungeschütz stehen. Viele, viele Elternbüsche erfrieren, sterben an den Komplikationen während der Geburt, oder leiden an postnataler Depression. Diese Trottel sind aber nicht hauptsächlich daran Schuld, dass es nur noch 11 dieser Schönheiten gibt. Die Hauptursache war das Mittelalter. In dem haben viele, viele reiche Menschen, Zauberer und Muggel die Pflanze bis zur totalen Ausrottung gejagt. Prinzessinen haben es Prinzen in den Tee gemischt, Minnesäger würzten damit ihren Sekt und Helden zähmten damit Drachen. Nur zwei Schezer - Büsche überlebten,- der meiner Vorfahren, getarnt als ziemlich kitschige Weihnachtsdekoration und der andere, von dem auch alle neun weitere abstammten. Eigentlich ist es üblich, dass ein Schezer - Busch alle drei Jahre ein Baby bekommt. Durch das Trauma, was die beiden durch die Abschlachtung ihrer Familie bekommen haben, hat sich der Zyklus um beinahe 300 Jahre verschoben."

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Freya

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Re: Geheimgang

von Freya am 23.01.2018 12:51

Erneut fuhr ich erschrocken zusammen, als Professor Ferres plötzlich aufsprang und mich aufforderte herüber zu kommen. Verwirrt und auch etwas verunsichert stand ich auf, während ich ihrem Blick folgte. Da hing eine Art Kalender an der Wand auf dem allerhand eingezeichnet war. Das wenigste daran ergab für mich einen Sinn. Ich folgte ihr zu einem Topf, der mit einem sehr feinen Netz bedeckt war. Vorsichtig löste die Professorin dieses und legte eine sehr interessante Pflanze frei.
Ihre Babys? Reichlich irritiert betrachtete ich die Pflanze vor mir. Vorsichtig und langsam, ging ich vor ihr in die Knie und betrachtete sie lächelnd. Der Name dieser Pflanze sagte mir etwas. Ich hatte schon von ihr gelesen, aber ich hatte sehr viel über Kräuter und Pflanzen gelesen... Vielen Pflanzen sollte man lieber freundlich begegnen, da es sonst sehr unschön werden konnte. „Manche Pflanzen haben sogar ein ähnliches Gespür für Angst oder Unsicherheit, wie Tiere es besitzen, richtig? Wie steht es mit dieser Pflanze?“ fragte ich neugierig und betrachtete die kleinen Zweige neugierig. „Sie ist hübsch.“ fügte ich dann noch hinzu. „Aber braucht sie und vorallem ihre Sprösslinge nicht eher Ruhe?“ vorsichtig strich ich über einen der Zweige, der sich mir forsch entgegenstreckte. Ich grinste. „Hey Kleiner.“ Ob er mich wohl verstehen konnte? Oder ließ mich dieser diesige Geheimgang langsam so sehr durchdrehen, dass ich sogar schon mit Pflanzen redete? Ich spürte das Blut in meine Wangen schießen. Ich sprach mit einer Pflanze! Und das auch noch in Gegenwart einer anderen Person! Das war mir im Nachhinein mehr als unangenehm... Aber die Pflanze stupste gegen meine Hand, als hätte sie verstanden und würde mich nun ebenfalls begrüßen wollen. Das war faszinierend.


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Vicky

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Re: Geheimgang

von Vicky am 23.01.2018 11:17

Bei meinen warmherzigen Worten des Lobes wurde sie leicht rot. Ach! Wie ich es liebte Lehrerin zu sein und Menschen mit Stolz und Selbstwertgefühl zu füllen und sie mit Aufmerksamkeit und Liebe zu überschütten. ,:) <3

Ein komisches Gefühl in meiner Magengegend machte mir allerdings sehr doll bewusst, dass ich damit später fortfahren sollte und mich dringend um etwas anderes kümmern muss.
Ich guckte an meinen Kalender, der wie ein Wandteppich die Mauern schmückte. Er zeigte die Mondphasen, und andere Umlaufbahnen von Planeten und Sternen. Meine Vorfahren, als auch ich, haben Notizen eingetragen und manche Pflanzen haben ihren ganz eigenen Weg gehabt, wie sie Informationen über sich, in ihm verewigen.
Ich interessierte mich in dem Moment aber nur für ein kleines Detail, was an diesem Tag, und zu dieser Stunde, allerdings eine große Auswirkung haben sollte.
Ein kleines, drachenblutrotes Kreuzchen markierte die vorherige halbe Stunde dieses Tages.
Ich schlug meine Hand gegen meinen Mund und meine Augen wurden riesig! "Oh je, Freya! Das habe ich ja total vergessen!, stieß ich aufgeregt hervor," Euer Erscheinen hat mich total abgelengt. Komm' schnell hier herüber!"
Ich sprang auf und lief zu meinem Schezer-Busch, den ich Wochen zu vor, aus einem ganz bestimmten Grund, mit einem Tuch aus Feenspinnennetzen zugedeckt hatte.
Das Ereignis, was gerade stattfand, war der Grund gewesen, warum ich heute in meinen Turmzimmergarten gekommen war.- Obwohl ich mich endlich an die Korrektur der Test hätte setzten sollen, die seit Wochen auf meinem Schreibtisch zu staubten.
Ich nahm das Tuch ab, wie ein Muggel Zauberkünster den Hasen im Hut präsentiert und rief beinahe genauso euphorisch: "Heute bekommt der Schezer-Busch seine Babys!"

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Re: Geheimgang

von Freya am 18.01.2018 22:07

Als sie mir erklärte, dass ich mir keineswegs Gedanken machen müsste über einen Vortrag, den ich gar nicht halten könnte, fiel mir ein Stein vom Herzen. Ich musste keinen Vortrag halten und durfte trotzdem meine Note behalten. Lief ja alles besser, als ich dachte! Und als begabt hatte mich auch noch niemand bezeichnet. Ich spürte, dass ich leicht rot wurde und flüsterte ein "Dankeschön." Das erste Mal in meinem Leben empfand ich tatsächlich soetwas wie Stolz.
"Ich würde wirklich gerne mehr erfahren... über Zaubertränke und natürlich Pflanzen und beides im Zusammenhang." Ich lächelte schüchtern. Das Ganze war wirklich wahnsinnig spannend und meinen Eltern würde es bestimmt auch gefallen. Zwei Fliegen mit einer Klappe!
Das Grummeln meines Magens verriet mir, dass es an der Zeit war mit dem Naschen von Törtchen aufzuhören und endlich etwas richtiges zum Mittag zu essen. Ich wollte gerade fragen, wann es ihr denn passen würde und ob sie noch ein paar Schüler einladen würde- ich wollte jetzt auch nicht als totaler Streber dastehen und 'Privatunterricht' bekommen- als ihre Augen plötzlich groß wurden und sie sich umwandte. "Was ist passiert?" fragte ich verwirrt, da ich rein gar nichts erkennen konnte. Meine menschlichen AUgen waren erbärmlich, wenn ich sie mit denen in Katzengestalt verglich. Wenn nun eine ihrer Pflanzen gefährlich war und verrückt spielte? Was sollte ich denn dann tun? Na gut, ich wusste, dass zumindest eine der hier stehenden Pflanzen etwas gefährliches an sich hatte...


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Re: Geheimgang

von Vicky am 18.01.2018 20:07

Als Hazel plötzlich aufsprang und ging, blieb Freya stattdessen seelenruhig sitzen und nippte an ihrem Tee. Das enderte sich allerdings schlagartig, als die Sprache auf eine mögliche Präsentation der Finstere Morgandura - Arbeit fiel. Freya wurde kreidebleich und stotterte irgendwas von Note wegnehmen. -In diesen Momenten frage ich mich immer, auf welche ... absurden Ideen die Schüler immer kommen. Gedächnis löschen, Note wegnehmen... . Was für "Lehrer" inspirierte die jungen Hexen und Zauberer denn immer dazu, so grausame Befürchtungen über mögliche Entscheidungen von Lehrern zu haben?!

Die Athmosphere im Raum veränderte sich wieder zu einer kitzligen Aufregung, die ganz leicht anfind und sich dann immer weiter steigerte.

Ich legte meine Hand auf ihre, die sie krampfhaft um ihre Teetasse geklammert hatte.
"Keine Sorge, meine Süße. Wenn du nicht möchtest, musst du das natürlich nicht! Das Wichtigste ist, dass du weißt, dass deine Arbeit exellent war und du deine Begabung in Zaubertränke und Kräuterkunde nähren solltest. Und, du solltest wissen, dass du, wenn du Förderung möchtest, in mir deinen allerliebsten Ansprechpartner findest.

Eine wohlige Gänsehaut überkrabbelte meinen Körper. Ich drehte mich schlagartig und mit großen Augen um.

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Re: Geheimgang

von Freya am 18.01.2018 16:24

Während Hazel plötzlich ihren Stuhl zurückschob und sich verabschiedete, griff ich nach der Tasse mit dem dampfenden Tee. Sollte Hazel sich der lieben Frau, deren Buch sie zerstört hatte, alleine stellen. Ich war bei weitem noch nicht bereit dafür. Und da sie keine Anstalten machte, mich aufzuforden mit ihr zu kommen, blieb ich ganz in Ruhe sitzen und nippte an meinem Tee. 
Als sie mich nach meinem Aufsatz fragte, nickte ich verlegen und meine Wangen verfärbten sich leicht. Doch ihre nächsten Worte sorgten dafür, dass ich mich verschluckte. "I-ich? Nein...besser nicht..." ich schüttelte heftig den Kopf. Das war nun wirklich das allerletzte, was ich wollte! Reden. Vor der ganzen Klasse. Oh Gott. Da fiel mir auch wieder ein, dass Isis (die mir die Arbeit gebracht hatte, weil ich letzte Stunde, als wir die Arbeit wiederbekommen hatten, krank gewesen war), gesagt hatte, ich solle mich mal bei dem Professor melden. Ich ahnte schon, dass Professor van de Ferres genaus das geplant hatte, wäre ich zu ihr gekommen. Ich schüttelte erneut den Kopf. Ich meldete mich nicht sehr häufig- eigentlich nie- und das aus sehr gutem Grund. Ich war dafür viel zu ängstlich. Sobald alle Augen auf mich gerichtet wären, würde ich kein Wort mehr heraus bekommen. Da reichte mir schon, dass ich in Zauberkunst einmal gezwungen wurde, vor der ganzen Klasse etwas zu sagen. Die hatte aber auch nict locker gelassen. Sie wollte, dass jeder einmal etwas sagte, was mich nicht ausgeschlossen hatte. Da waren mir Lehrer wie Slughorn, der das reden selbst übernahm, deutlich lieber.
"Sie können die Arbeit gerne vorstellen und verwenden oder so. Aber ich möchte wirklich nicht vor der ganzen Klasse sprechen. Nehmen sie mir die Note wieder weg, wenn ich es nicht tue?" fragte ich nervös. Natürlich würde ich dann trotzdem keinen Vortrag halten, aber es vorher zu wissen wäre praktisch. Ich wünschte mir ganz plötzlich Hazel zurück, obwohl ich mich immer noch seltsam wohl fühlte. Aber die Aussicht, einen Vortarg halten zu müssen, machte mich so nervös, dass es dem Gefühl der Behaglichkeit schon Konkurrenz machte.  


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Hazel

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Re: Geheimgang

von Hazel am 17.01.2018 17:52

(Ich hab momentan echt viele Plays und mit Hazel schon 4 Stück, ich klinke mich mal hier aus in Ordnung? :3)

Während wir hier saßen, nahm ich auf einmal einen gewaltigen Stimmungsumschwung wahr. Es war seltsam und so kannte ich das nicht. Wenn sich meine Stimmung sonst abprubt ändert dann meistens in Wut oder eben Trauer. Letzteres war in letzter Zeit allerdings häufiger der Fall gewesen. Aber jetzt war unbegründet und sanfter und meine Haut schien für einen kurzen Moment zu kribbeln.
Ich richtete meinen Blick auf die Professorin. Erleichtert, dass sie mein Gedächtnis nicht löschen würde und, dass sie lachte. Sehr gut. Ich meine, wirklich erwartet hatte ich das ja auch nicht. Sie war ja schließlich eine sehr freundliche Lehrerin, wenn auch offenbar ein klein wenig verrückt, was dieser Indoorgarten zeigte.
Ihren Worten stimmte ich mit einem Lächeln zu. Ja, irgendwo hatte sie recht in dem was sie sagte. Es klang seltsam weise, obwohl sie doch noch so jung war. Mir fiel wieder einmal auf, wie wenig wir eigentlich über unsere Lehrer wussten. Ich glaube am meisten war mir noch über Dumbledore und McGonagall bewusst. "Ich werde kein wort hier rüber verlieren." versprach ich ehrlich und lächelte kurz.
Dann stellte ich meine Tasse zurück auf den Tisch. Ich fühlte mich seltsam beschwingt und wollte irgendwas machen. Etwas körperliches. Trainieren oder etwas auf dem Schlossgelände malen gehen. Vielleicht würde ich mich auch endlich dazu überwinden mit James zu reden. Oder mit Gwenog...
Ich erhob mich und sah zu den beiden hinüber. "Ich würde jetzt gehen. Aber ich würde gerne noch einmal herkommen." sagte ich strahlend und winkte den beiden zu.
Ich ging den kalten Gang zurück, meine Euphorie hielt allerdings noch eine ganze Weile an.

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Vicky

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Re: Geheimgang

von Vicky am 15.01.2018 11:30

Obwohl mir beide antworteten und mir auch aufmerksam, die eine mehr, die andere weniger, zuhörten, war keine der zwei irgendwie da. Sie machten den Eindruck, als würden sie tagträumen. Ich dreht mich etwas verwirrt zu der Stelle um, an die ich meinen Schezer-Busch in einen großen, griechisch anmutenden Blumenkasten gepflanzt hatte. An Vollmondnächten wachsen ihm Blüten, die an Zuckerkristalle erinnern. Dabei entwickelt er einen betörenden Duft, etwas zwischen Zuckerwatte und Käse-Zitronenkuchen, der alle Wesen dieser Erde tagträumen lässt. An nicht Vollmond-Nächten hat der Busch in etwa die Wirkung von zwei Gläsern Champanger. Man munkelt J.W. Goehte, ein Dichter der Muggelwelt, hätte sein "Die Leiden des jungen Werther" unter dem Einfluss dieser Pflanze verfasst. Manche zwielichtigen Zauberer und Hexen, stellen aus den Blüten des Schezer-Busches auch Parfum her, was die dann an Orten wie der Nokturnengasse verticken. Die Wirkung ist ...erstaunlich, wie eine Freundin von mir zu berichten weiß.
Es schien mir, als ständen meine Besucherinnen unter einem ähnlichen Einfluss. Als heckte der Busch irgendetwas aus.
- Falls die beiden wirklich meine Assistentinnen werden wollten, dürfte ich auf jeden Fall nicht vergessen, sie gegenüber benebelden Einflüssen immun zu machen.
Und siehe da, unter dem Laken, was aus Feenspinnennetzen gewebt worden war, raschelte es. Ein kleiner, hellgrüner Zweig lugte unter dem Laken hervor, und erstarrte ertappt, als ich ihn erblickte. Mit einem Schnipp meines Zauberstabes, legte sich das Tuch über den kleinen Scherzkeks.
Die Atmosphere in dem Raum lichtete sich merklich.
Hazel "erwachte" als erstes und platze mit dem Gedanken, mein Geheimganggarten müsse ein eigenes Kapitel in irgendeinem Buch über Hogwarts bekommen, heraus. Ihr war sichtlich anzumerken, dass sie nicht schleimen wollte, und ich nahm es nicht als Schleimerei auf. Schließlich war das ein typischer Effekt, den der Schezer-Busch bewirken konnte.
Allerdings freute mich der Kommentar, da in meinem Indoorgewächshaus sehr viel Liebe und Mühe steckte. Ich lachte und lachte noch ein bisschen mehr, über ihren ernsten Gesichtsausdruck, als sie daran dachte, ich könnte womöglich ihr Gedächnis löschen. Bei Freya schien der Einfluss der Pflanze immer noch ein bisschen nachzuwirken. Sie biss herzhaft in eines der Törtchen und obwohl sie so zurückhaltend war, stifftete sie die leichte Wirkung des Busches dazu an, ein freudiges "MHHH" auszustoßen.
Ich wandte mich Hazel zu und sagte:" Keine Sorge, ich werde dein Gedächnis nicht löschen. Allerdings werde ich dich bitten, dafür zu sorgen, dass das hier auch geheim bleibt. Zu deiner Frage, warum mein Versteck so lange unentdeckt geblieben ist, kann ich dir nur eins Sagen: Menschen wollen immer nur das sehen, was sie sehen wollen. Es ist oft das Einfachste und Schlauste etwas da zu verstecken, wo jeder es theoretisch finden könnte, ohne es jemande auf die Nase zu binden. Schließlich ist etwas für viele nur dann interessant, wenn es wirklich geheim und "verboten" ist."
Als das Slytherin Mädchen ihren beherzeten Bissen herunter geschluckt hatte, stellte auch sie sich vor.
Mir viel es wie Laub von den Bäumen, als sie erwähnte, dass sie in meinem Dienstagskurs war. Sie war sogar in eine der Klassen dabei gewesen, die ich an meinem ersten Schultag als Professorin über die Ländereien von Hogwarts gejagt hatte. Ich hatte sie wohl nie richtig wahr genommen, da andere Schüler wesentlich raudihafter und lauter waren und so mehr von meiner Aufmerksamkeit abbekamen. Ich schämte mich ziemlich, da ich nie so ein Lehrer werden wollte, der stille Schüler ...unterschätze, nur weil sie eben nicht krass extrovertiert, besonders beliebt und und extrem cool waren.
Mir entging nicht, dass sie meine Finstere Morgandura anstarrte. Im Gemeinschaftraum der Lehrer wurde schon von einer überaus exakten, fachlich höchst korrekten und außerordentlich gut geschriebenen Abhandlung über diese Pflanze gequatscht. Auch ich durfte schon darin lesen. Von der Identität des Autors, wusste rätselhafterweise keiner mehr, als dass ... es...  ein Ass in Zaubertränke war. Aus Freyas Reaktion schloss ich, dass sie also der gehemnissvolle Autor war.
"Hast du die Facharbeit über die Finstere Morgandura geschrieben?", fragte ich sie dann direkt?", eine Arbeit war wirklich außerordentlich gut. Ich würde mich sehr freuen, würdest du, wenn du möchtest, dein Wissen und dein Interesse auch aktiv in den Unterricht mit einbringen. Vielleicht könntest du deine Arbeit in der übernächsten Stunde präsentieren. Deine Mitschüler würden definitiv davon profetieren und für dich würde auch eine sehr gute Note dabei rausspringen."

Die leichte, stimmungsvolle Atmosphere in dem gemütlichen und mit den verschiedensten Pflanzen bestückten Raums war unverändert glücklich und lustig.- Auch wenn die Gemütslage der Hexen ein bisschen ernster geworden ist. Ungemerkt spielten kleine, hellgrüne Zweige unter einem Tuch aus Feenspinnennetz miteinander, die in einem Nest aus Zuckerkristallblüten anfingen ihre kleinen Wurzeln in die dunkle Erde zu graben.

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Re: Geheimgang

von Freya am 09.01.2018 21:28

Diese ganze Situation war so schrecklich unwirklich. Wahrscheinlich träumte ich das Ganze hier nur und würde gleich alleine in meinem Himmelbett aufwachen und meinen Kopf dafür verfluchen, das er so realistisch wirkende Träume entwerfen konnte. Nur war ich mir ziemlich sicher, dass ich nicht fähig war mir diese Köstlichkeiten vor mir auszudenken. Mit leicht zitternder Hand machte ich es Hazel nach und griff nach etwas, das aussah wie ein Schokoladentraum mit Himbeeren. Ich bis vorsichtig hinein und ohne es kontrollieren zu können entfuhr mir ein genussvolles "Mhhh." Es war zu köstlich um es nicht wenigstens mit diesem kleinen Laut zu würdigen. Das Törtchen hatte einen weichen Schoko-Himbeer- Kern und ich war mir sehr sicher noch nie etwas besseres gegessen zu haben. Ich war tot und im Himmel.
Durch den Zucker komischerweise etwas beruhigt, wäre es mir auch leichter gefallen, der Professorin meinen Namen zu verraten, aber das Törtchen verklebte mir kurz den Mund. Zum Glück antwortete Hazel zuerst, sodass ich Zeit hatte herunterzuschlucken. "Freya. Ich bin in ihrem Dienstags- Kurs..." antwortete ich vorsichtig während ich nun weniger auf einmal abbeißend durch den Raum blickte. Das Hazel munter weiterredete, bemerkte ich nur noch am Rand. Ich war viel zu fasziniert von diesem Versteck. Hier waren wirklich überall Pflanzen. Einige erkannte ich sogar wieder. Über die Finstere Morgandura, welche hinten links in der Ecke stand, hatte ich meinen letzten Aufsatz geschrieben. Diese scheinbar harmlose Pflanze, die einer schwarzen Rose zum Verwechseln ähnlich sah, hatte Dornen, die, wenn man sich an ihnen stach, ein Serum in die Blutbahn pumpten, das selbst einen Riesen für ein paar Minuten außer Gefecht setzten konnte. Sie mochte es kalt, feucht und dunkel und war wirklich sehr selten. Und extrem teuer. Ich war so auf die Pflanze fixiert gewesen, die mir ein 'Ohnegleichen' in meiner letzten Hausarbeit eingebracht hatte (welches ich sehr gut brauchte um vor meinen Eltern das 'Mies' in Alte Runen überschatten zu können), dass ich ihr Angebot uns die Pflanzen zu zeigen fast überhört hätte. Fast. Aber das Wort 'Zaubertränke' holte mich zurück in die Wirklichkeit. Dieses eine Fach in dem ich wirklich besser war als meine allwissende Schwester war mein absoluter Liebling. Also nickte ich eifrig. Nun hatte der Professor meine ungeteilte Aufmerksamkeit.


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