Bibliothek

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Cally
Gelöschter Benutzer

Re: Bibliothek

von Cally am 14.09.2017 12:14

Ich war nie eine wirkliche Streberin gewesen, meine Freunde waren mir immer wichtiger gewesen als irgendwelhe Hausaufgaben und dennoch waren meine Hausaufgaben immer ziemlich gut gewesen, weshalb manch einer mich durchaus für eine Streberin hätte halten können. Aber das hätte mir dann auch eher wenig ausgemacht, ich hatte auf gute Noten geachtet um einen guten Abschluss zu machen und eine gute Basis für meine Zukunft zu schaffen weil ich es so wollte und nicht um meine Eltern in irgendeiner Weiße zufrieden zu stellen oder Stolz zu machen. Jetzt arbeitete ich in der Bibliothek von Hogwarts also könnte man durchaus sagen das ich nicht weit gekommen war aber ich hatte mich dafür entschieden um für meine Brüder da sein zu können, ein Auge auf sie haben zu können um für ihre Sicherheit zu Sorgen und auch wegen meiner Liebe zur Bücher - aber das nur nebensächlich. Zuhause würde ein ordentliches Zimmer auf mich warten aber ich wusste nicht einmal ob ich wirklich noch sehr oft Nachhause gehen wollte, ich liebte meine Eltern und vermisste sie aber sie nervten auch manchmal. Vor allem meine Mutter meinte oft noch mich bemuttern zu müssen und das war doch irgendwie unangebracht manchmal. 
Es überraschte mich doch ein wenig das Collin so offen mit mir sprach denn immerhin hatten wir bisher kaum miteinander zu Tun gehabt und kannten uns in gewisser Hinsicht kaum und die meisten anderen Leute die ich bisher kennen gelernt hatte führten eigentlich eher selten bis niemals so offene Gespräche mit einer "beinahe-Fremden". Nicht das es mich stören würde ich war immerhin ein ziemlich offener Mensch und war meinen Mitmenschen ausgesprochen gerne behilflich. Aber niemals gegen deren Willen, es würde mir nicht im Traum einfallen mich irgendwem aufzudrängen - sowas ging echt gar nicht. Nach wie vor nachdenklich sah ich Collin an wobei die Nachdenklichkeit langsam aus meinem Gesicht wisch. Dazu ob dieses Verhalten nun clever von Collin war oder nicht darüber erlaubte ich mir kein Urteil und sagte deshalb nichts weiter dazu sondern hörte weiterhin zu und wartete ab. Ich setzte mich schließlich weder auf den Stuhl und begann eher zögerlich zu sprechen, wobei ich schließlich doch eher beiläufig nach seiner Hand griff und ihm ein sanftes Lächeln schenkte. "Also ich sehe kein Problem darin das du eher durchschnittlich bleiben möchtest wenn das ausreicht um später zu machen was du gerne möchtest. Und wenn du lieber Journalist werden willst dann sollte dein Vater darüber nicht enttäuscht sein sondern vielmehr Stolz auf dich das du den Mut hast deinen eigenen Weg zu gehen und dir selber treu zu bleiben!" Schließlich ließ ich seine Hand aber lieber wieder los, war einfach irgendwie komisch. 

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Collin
Gelöschter Benutzer

Re: Bibliothek

von Collin am 14.09.2017 12:41

Mein Vater und ich hatten eine ziemlich komplizierte Beziehung. Frühr einmal war sie besser gewesen. Wir hatten oft Zaubererschach gespielt und und super unterhalten können. Wir hatten einigs gemeinsam und ich genoss es wirklich sehr, in seiner Nähe sein zu können.
Doch nun war er Minister und alles hatte sich geändert. Ich bekam ihn kaum zu Geischt, er hatte angefangen irrwitzige Ansprüche an mir zu erheben und mich auf einen besonderes Podest zu stellen. Alles in der Hoffnung, dass ich ihn nacheifern würde. Aber so einfach war das nicht. Politik interessierte mich nicht im geringsten. Seitdem verbrachte er die meiste Zeit im Ministerium und wenn ich zu Hause war, verbrachte ich die meiste Zeit in meinem Zimmer. Und starrte das angefangene Schachspiel an, welches mein Vater und ich vor abermillionen Jahren angefangen hatten.
Das alles war doch ein Witz! Alles hatte sich geändert und ich kam damit nicht zurecht.
Und dennoch schüttete ich mein Herz gerade dieser fast fremden Person aus. Ich kannte sie nur vom sehen, wir hatten uns bisher kaum unterhalten können. Doch jetzt hatte ich dieses Problem mit meinen Dad zu klären und es beschäftigte mich so sehr, dass ich mich jetzt hier über meine Situation beschwerte. Aber es tat mir gut. Und vielleicht würde ich demnächst wieder anfangen können, mit mehr Motivation an die Sachen mit der Schule heran zu gehen.
Cally setzte sich zu mir und drückte kurz meine Hand. Ich war etwas überrascht darüber, dass sie es einfach so tat und ich schaute ihr ins Gesicht. Ich hatte gerade das Gefühl, als wenn ich es erst jetzt richtig wahr nehmen würde. Sie wirkte noch so jung und hatte dennoch sehr viel Erfahrung sammeln können und wies mir den Weg.
"Sag das mal meinem Vater.", meinte ich seufzend. "Er will ja nicht, dass ich meinen eigenen Weg gehe" Der Teufel wusste warum er das nicht wollte. Ich schaute zur Seite als sie meine Hand wieder los ließ und ließ die Feder fallen. "Aber genug von der Therapiestunde jetzt.", meinte ich nach einer kurzen Weile und schaute sie wieder an. "Irgendwann muss ich ja mit den Hausaufgaben anfangen. Sonst sitze ich bis morgen drüh hier noch."

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Cally
Gelöschter Benutzer

Re: Bibliothek

von Cally am 14.09.2017 13:27

Wirklic hhelfen konnte ich Collin leider nicht denn ich kannte seinen Vater nicht - klar wusste ich wer sein Vater war, das wusste wohl so ziemlich jeder - aber ich konnte kaum zu diesem gehen und ihm ins gewissen reden. Das stand mir sicherlich nicht zu auch wenn ich gerade tatsächlich nicht übel Lust dazu hatte, Eltern sollten für ihre Kinder da sein und diese bei allem Unterstützen und Ihnen nicht den eigenen Lebensweg aufzwingen! Man war ich gerade sauer auf diesen Mann und dabei kannte ich ihn nicht und ich wurde so gut wie niemals sauer, also was regte ich mich gerade eigentlich so auf? War auch vollkommen unerheblich ich würde mich so schnell ohnehin nicht aus dieser Bibliothek entfernen. Aber nein diesen Gedanken würde ich jetzt nicht wieder nachgehen und so hob ich statdessen einfach nur die Feder auf und schmunzelte leicht, ich hätte nichts dagegen wenn er noch länger hier wäre.. bis zum nächsten morgen musste es aber nicht unbedingt sein. 
Vielleicht sollte seinem Vater wirklich mal jemand das ein oder andere sagen allerdings war dann natürlich auch noch die Frage ob sein Vater auf irgendjemanden hören würde, ich hätte ja noch gefragt was seine Mutter eigentlich dazu sagte aber.. ich wollte nicht neugierig sein und ihn weiter von der Arbeit abhalten. Also gab ich ihm die Feder zurück und wünschte ihm sanft lächelnd viel Erfolg bevor ich mich daran machte mich wieder meiner Arbeit zu widmen. Schließlich musste die auch irgendwann ferig werden und die Arbeit machte sich kaum von alleine oder würde von jemand anderem erledigt werden. Also erklomm ich erneut die Leiter - das wie vielte Mal war das wohl für heute? - und kontrollierte die Bücher darauf ob sie vedrschmutz, beschädigt oder eventuell am falschen Platz standen. Inzwischen alles Routine und die Arbeit ging mir beinahe mit Leichtigkeit von der Hand. Und ich begann seinen Vater zu verstehen auch wenn ich seine Verhaltensweise noch immer beim besten Willen nicht gut heißen konnte, das konnte ich bei meinen Eltern ja auch nicht. Eltern bildeten sich immer ein sie wüssten was das allerbeste für ihre Kinder wäre und versuchten sie dazu zu bringen den Weg einzuschlagen der Ihnen richtig erschien. Richtig zum kotzen war das manchmal aber man konnte es ja schlecht ändern, mnchmal sehr zum leidwesen der Kinder.. nun eigentlich ausschließlich zu unserem leidwesen.

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Collin
Gelöschter Benutzer

Re: Bibliothek

von Collin am 14.09.2017 14:03

Ich nahm die Feder dankend entgegen. So viel hang an dieser Feder. Und an dem Tintenfass, welches direkt neben den Büchern lag. Wenn ich mir nur ein wenig mehr Mühe geben würde, meine Hausaufgaben besser zu machen, würde mir wahrscheinlich ein viel besserer Abschluss gelingen und ich konnte mit ein wenig Widerstand und viel Mühe dennoch meinen Weg gehen. Wer sagte denn schon, dass ich irgendwann den Wunsch meines Vaters nachkomme würde? Und wer sagte, dass ich nicht doch irgendwann im Ministerium arbeiten würde? Das Ministerium bot eine Menge Möglichkeiten.
Doch zuerst hatte ich den großen Wunsch, die Welt zu bereisen, Tierwesen kennen zu lernen und meine Fähigkeiten als Journalist nachzukommen. So untalentiert konnte ich ja nicht sein.
Ich legte die Feder kurz bei Seite. Nur um eine Rolle Pergament aufzurollen und am oberen Ende ein buch zu legen.Sie war so stark aufgerollt, dass ich mehrfach darüber streichen musste um gleich vernünfitg zu schreiben. Dann machte ich das tintenfass auf, schlug das Buch über Arrithmantik auf ud machte mich an Werk.
Und tatsächlich fiel es mir nicht so schwer wie sonst, meine Hausaufgaben zu machen. Es fiel mir heute wesentlich leichter. Ab und zu tat es doch gut, wenn einem die Augen geöffnet wurde. Und Cally hatte es geschafft. Dafür war ich ihr ziemlich dankbar.
Und eines stand fest: Die Feder, die ich zuletzt für dieses Schloss gebrauchen würde, würde ich aufbewahren. Und nicht wegschmeißen, so wie die letzten.
Für jedes Land, das ich bereisen würde, würde ich eine besondere Feder kaufen und aufbewahren. Als Erinenrung daran, was ich alles schaffen konnte, wenn ich es nur wollte.

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Cally
Gelöschter Benutzer

Re: Bibliothek

von Cally am 20.09.2017 13:10

Bis auf die Begegnung mit Collin lief meine Woche ziemlich ereignislos ab, das machte mir allerdings nichts aus da dies eigentlich immer der Fall war. Meine Tage waren fast immer ruhig und verliefen sehr ereignislos da sich doch eher selten Schüler in die Bibliothek verirrten - oder generell überhaupt irgendwer - weshalb ich zumeist einfach stumm meiner Arbeit nachging. Eigentlich war es beinahe Schade und ich hätte als ich meine Entscheidung getroffen hatte nicht wirklich damit gerechnet das ich in der Bibliothek halbwegs versauern würde - beinahe fühlte ich mich an manchen Tagen genauso eingestaubt wie die vereinzelten Bücher oder die Regale. Deshalb war ich inzwischen dazu übergegangen während der Arbeit zu summen oder auch tatsächlich richtig zu singen. 
Anders war die manchmal schon fast beklemmende Stille zwischen den Regalreihen manchmal einfach auch kaum mehr wirklich zu ertragen und ich konnte mich nur noch mit Gedanken an alte Freunde oder Zufallsbekanntschaften ablenken. Wobei ich mir um Collin eher weniger Gedanken machte, er würde seinen Weg mit Sicherheit gehen und vielleicht würde das mit seinem Vater sich ja auch wieder einrenken - ich kannte den Mann zwar nicht aber die Hoffnung starb bekanntlich ja zuletzt. Der Gedanke an meinen besten Freund gehörte dann hingegen wieder zu den Gedanken die ich mir bewusst nicht gestattete, da mich die Erinnerung ziemlich traurig stimmte. Ich wusste ja nicht einmal ob er überhaupt noch lebte, wobei ich durchaus schon daran glaubte das ich es Wissen würde wenn es Anders wäre. Sagte man nicht auch immer das man den Verlust eines geliebten Menschen fast wie einen tatsächlichen beinahe körperlichen Schmerz spüren würde? Egal - ganz falsche Gedankengänge! Hör auf dich selbst wahnsinnig zu machen Calissa! - ermahnte ich mich in Gedanken streng und ging singend dem Abstauben der Regale nach. Inzwischen war ich auch in einem ganz anderen Teil der Bibliothek angekommen als noch Tage zuvor und hegte die stille Hoffnung das noch jemand käme - wäre mir auch egal wer - Hauptsache ein wenig Ablenkung und eventuell war sogar ein Gespräch drin? Ich hatte schon länger kein vernünftiges Gespräch geführt -es wurde echt wieder Zeit!

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Hazel

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Re: Bibliothek

von Hazel am 21.11.2017 22:03

Was mich selbst am meisten an dem ganzen Drama überraschte, war die plötzliche Steigerung was meine Noten betraf. Um mich abzulenken war ich beinahe jeden Tag in der Bibliothek aufzufinden und tat mein Bestes beim Bücher wälzen. Ab und an war das Quidditchtraining, was ich straight durchzog, wobei ich aber schnell wieder verschwand. Ich spielte weniger impulsiv als früher, eher kühl und überlegt. Was die Mannschaft nicht gerade verschlechterte. Eher das Gegenteil war meiner Meinung nach der Fall.
Ab und zu juckte es mich in den Fingern einen der Klatscher ein Stück weit in James Richtung zu schleudern, doch ich unterdrückte dieses dringende Bedürfnis.
Mein Leben war ohnehin schon aus den Fugen geraten, da durfte ich nicht auch noch aus dem Quidditchteam fliegen. Ich schrieb Gabriella regelmäßig. Ob sie die Briefe auch las, konnte ich nicht sagen. Antworten tat sie zumindest nie...
Mit meinen Büchern und Notizen im Arm, stieg ich die Treppen in den vierten Stock hinunter. Direkt in die Bibliothek, ohne Umwege. Heute war Alte Runen an der Reihe. Ew. Für mich sahen die alle irgendwie gleich aus...
Ich stapfte durch die Bibliothek, alles andere als leise, und zog genervte Blicke auf mich. War mir völlig egal. Ich ließ mich an einen Tisch am Fenster nieder und schlug eines meiner Bücher auf, von welchen ich hoffte, sie würden mir bei meinen Problemen helfen.

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Freya

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Re: Bibliothek

von Freya am 21.11.2017 23:04

Ich hörte laute Schritte hinter mir im Gang- da war wohl jemand noch weniger begeistert davon hier zu sein als ich. Wenn das überhaupt möglich war. Alte Runen. Warum ich dieses Fach gewählt hatte, wusste ich mittlerweile nicht mehr. Meine einzig plausible Erklärung dafür war bis jetzt, dass Vally mir einen Verwechslungszauber auf den Hals gehetzt hatte... Ich lauschte den Schritten, bis sie einige Meter neben mir mit einem dumpfen Klatschen- wahrscheinlich der Aufschlag mehrerer Bücher auf einen Tisch- verstummten. Ich seufzte und heftete meinen Blick zurück auf das Buch vor mir. Verzweifelt drehte ich es hin und her. Diese Runenkombination könnte Drache bedeuten...oder Kessel. Im Kontext ergab aber weder das eine noch das andere einen Sinn. Ein erneuter Seufzer entfuhr mir und meine Gedanken schweiften ab. Die Verlockung einfach zu gehen und mir ein schönes Plätzchen im Gemeintschaftsraum zu suchen war ziemlich groß... am besten vor dem Kamin. Dort war es warm und behaglich. Ein perfekter Platz also um vor sich hin zu dösen und zu träumen. Bevor die Versuchung zu groß wurde und ich möglicherweise nachgeben konnte, schüttelte ich mich und versuchte mich mit einem resignierenden Stöhnen wieder auf meine Aufgaben zu konzentrieren. Mit einem Blick verglich ich die Runen auf der Tabelle mit denen in meinem Buch. Irgendetwas war seltsam. Ein weiterer verwirrter Blick auf meine Silbentabelle verriet mir, dass jene falsch herum lag und ich wahrscheinlich nochmal von vorne anfangen durfte. "Verdammter Mist!" fluchte ich viel zu laut für eine Bibliothek. Schnell sah ich mich um und heftete dann schnell den Blick auf das Mädchen am Tisch einige Meter entfernt von mir. Ein Teil von mir  hoffte, dass nun alle denken würden, dass sie diesen Lärm veranstaltet hätte. Der andere Teil bereute diesen ersten Gedanken nur Nanosekunden später.


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Hazel

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Re: Bibliothek

von Hazel am 21.11.2017 23:50

Mittlerweile war ich ganz gut darin geworden, mich auf den Inhalt der Bücher zu konzentrieren. Ich wurde nicht mehr durch Getuschel oder Mrs. Pince Gekeife abgelenkt. Doch jetzt fuhr mein Kopf dennoch nach oben. "Verdammter Mist!" in dieser gewissen Stimmlage, brachte mich automatisch kurz zum Grinsen. Da war wohl jemand noch ein bisschen frustriert.
Ich strich mir die Haare aus dem Gesicht und blickte zu der Blonden herüber, die über ein Buch gebeugt da saß und mich anstarrte. Automatisch runzelte ich die Stirn. "Entschuldigung?.." fragte ich skeptisch und verengte leicht die Augen. Es war komisch so plötzlich Blickkontakt zu haben. Mir gefiel das ganz und gar nicht. Die Menschen konnten einen dann besser durchschauen. Aber nun war auch ich ein bisschen zu laut geworden.
Ich räusperte mich und sah mich unauffällig um. Zum Glück war die Bibliothekarin nicht in der Nähe, sondern schanuzte gerade einen ganz anderen Schüler zusammen, der wohl ein Eselsohr in ein Buch gemacht hatte. Dabei spielte es wohl keine Rolle, ob es sein Eigentum war oder der Bibliothek gehörte.
Ich zögerte kurz, dann rutschte ich zwei Stühle nach links und saß nun der Schülerin gegenüber. In meinem Jahrgang war sie jedenfalls nicht. Deshalb konnte ich ihren Namen nicht einmal erraten. Ich hatte sie schon ein paar Mal bei den Treffen der Demiguise Covenant gesehen. Das wusste ich, da ich mich jedes Mal gefragt hatte, warum eine Slytherin in unseren Reihen war. Ich rief mich immer wieder zur Ordnung, denn das Haus sagte rein gar nichts über die Moral aus. Doch ich kam nicht umhin ihr ein klein wneig misstrauisch gegenüber zu sein.
Ich stützte mein Kinn auf meinen Handballen und lugte auf ihre aufgeschlagene Buchseite. "Alte Runen..." murmelte ich mit Ekel in der Stimme. Dann konnte ich tatsächlich ihr Fluchen nachvollziehen.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 21.11.2017 23:50.

Freya

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Re: Bibliothek

von Freya am 22.11.2017 00:18

Ertappt sah ich schnell wieder auf meine Bücher. Wenigstens passte ihr "Entschuldigung?" irgendwie in mein mieses Theater, sie wäre der Unruhestifter gewesen. Was nebenbei gesagt ziemlich egal war, da niemand uns Beachtung schenkte. "Alte Runen...". Ihre Stimme so nah neben mir ließ mich zusammenfahren. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass sie herübergekommen war. Der Ekel in ihrer Stimme spiegelte so ziemlich meine Gefühle diesem Fach gegenüber wieder. Ob es wohl jemanden gab, der dieses Fach mochte oder noch unrealistischer- beherrschte? Ich hatte das Mädchen neben mir schon fast wieder vergessen- fast. Ich betrachtete sie kurz, bevor ich antwortete. Das  Gryffindormädchen hatte hübsche braune Augen, die ich garantiert schon einmal gesehen hatte- da war ich mir sicher. " Ich weiß auch noch nicht ganz, was mich da geritten hat. Bei vollem Verstand kann ich jedenfalls nicht gewesen sein, denn sonst hätte ich etwas anderes gewählt. Wahrsagen vielleicht. Da hätte ich wenigstens mit etwas Fantasie durchkommen können. Aber Kreativität und Runen passen nicht unbedingt zusammen. Ich hab es versucht." Während ich sprach- oder eher quasselte, setzte ich meine Zeichnung auf dem Pergament aus der heutigen Stunde fort. Im Nachhinein wäre es besser gewesen etwas aufzupassen anstatt Vögel zu zeichnen, die Schlangen entführten... Als ich mit meinem Monolog fertig war, sah ich das Mädchen neben mir entschuldigend an, wenn ich eins gut konnte, dann war das Jammern.


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Re: Bibliothek

von Hazel am 23.11.2017 20:52

Ich war mir schon beinahe sicher, dass ich keine Antwort bekommen würde. Schließlich hatte ich ja auch keine Frage gestellt oder sie direkt angesprochen. Ich überlegte ob ich dem etwas hinzufügen oder mich einfach wieder an meinen Platz setzen sollte. Ein wenig unbehaglich zupfte ich an meiner Gryffindorkrawatte. Vielleicht lag es ja auch an meinem Haus, dass sie nichts sagte, dachte ich, als sie dann doch endlich sprach. Und gar nicht mal so wenig. Ich hatte erst Mühe zu folgen, da meine Gedanken sich erst einmal ordnen mussten, doch ihr kleiner Ausbruch ließ mich letztendlich kurz lächeln.
"Bei Wahrsagen verpasst du nicht wirklich etwas. Die Professorin hat nen ziemlichen Knall und zuckt bei jedem Geräusch zusammen, aus Panik es sei ein Zeichen. Die wirklich interessanten Sachen stehen tatsächlich in Büchern. Falls ich die dann mal lese..." ich schweifte kurz ab und überlegte wo das Buch eigentlich steckte. "--hm... Naja ich war schon immer besser in Sprachen als in sonst etwas. Deshalb Alte Runen. Nur kommt es einer Sprache weniger gleich als ich dachte. Und das hab ich jetzt davon." verbissen sah ich auf meine Bücher vor mir. Dann glitt mein Blick zu der Zeichnung von dem Mädchen. Das sah wirklich gar nicht mal so schlecht aus... Interessiert beobachtete ich ihre Strichführung. Am Liebsten malte ich immer noch Landschaften mit meinen Wasserfarben. Ich malte mich in andere Welten...
Dies hier sah jedoch ein wenig düsterer aus. "Was hat es damit auf sich?" fragte ich leise, als ob es ein Geheimnis wäre. Vielleicht dachte sie sich ja auch gar nichts dabei. Konnte natürlich auch sein. Nicht jeder 'Kunst' steckte ein tiefgreifender Gedanke. So war es nun Mal.

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