Am Kamin
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Cassius
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Re: Am Kamin
from Cassius on 11/20/2017 11:03 PMMein Grinsen schwächte sich keineswegs, als ich jetzt auch Torte ins Gesicht bekam. Verschmitzt leckte ich ein wenig Zuckerguss ab, welcher mir über die Lippen gelaufen war und schüttelte Stückchen aus meinen Locken. Das würde nachher beim Duschen ganz sicher unangenehm sein das alles herauszuwaschen, dachte ich für einen Moment. Aber dann dachte ich, dass es das definitiv Wert sein würde!
Wie Lizzy stürmte ich jetzt in die Menge, mit einer Art Kampfgeschrei und patschte wahllos Schüler Kuchen in die Gesichter. Ein paar Viertklässlerinnen deren Klamotten schmierig wurden riefen mir lauthals dreiste Beleidigungen nach, aber auch dafür hatte ich nur ein Lächeln übrig. In Gedanken zählte ich die Schüler mit, denen ich schon eines ausgewischt hatte und freute mich über die beachtliche Anzahl von 13.
Schließlich blieb ich jedoch enttäuscht stehen, als ich sehen musste, dass es schon jeden von ihnen erwischt hatte die noch anwesend waren. Meine Kleidung klebte an meinem Körper, mittlerweile von Sirup und Zuckerguss getränkt. Von hinten warfen mir vereinzelt verärgerte Gryffindors Kuchenreste an den Rücken und auf den Kopf. Ich drehte mich herum und verbeugte mich in deren Richtung. "Danke, danke..." sagte ich und erntete dabei noch mehr Kuchen.
Ich zog Lizzy mit mir auf einen der Tische und erwartete wohl so etwas wie Jubelrufe. Zumindest ICH hätte mir zugejubelt. Mir hatte es sehr viel Spaß gemacht. Aber die Menge war wohl nicht so happy darüber. Einige Aufsätze mussten schon daran glauben und landeten verärgert in den Mülleimern. Und da hinten schien sich ein Vertrauensschüler durch die Menge zu kämpfen und etwas zu faseln wie "10 Punkte Abzug für Gryffindor...!", als ich beschloss reiß aus zu nehmen. Mit Lizzy natürlich. Selbst die Fette Dame hatte irgendwie etwas abbekommen. Ups.
Lizzy
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Re: Am Kamin
from Lizzy on 11/20/2017 02:29 PMIch hatte heute eigentlich den ganzen Tag nichts sonderlich aufregendes gemacht, was mich selbst so genervt hatte, dass ich mehr als nur gelangweilt auf einem der Sessel gesessen und Löcher in die Luft geschaut hatte, während in meinem Kopf angestrengt nach einer Idee gesucht wurde. Ich wusste nicht genau wie viel Zeit vergangen war, als plötzlich Cassius vor mir stand und ehe ich mich versah, befanden wir uns schon in der Schulküche, um uns an den Süßen Köstlichkeiten der Schule her zu machen. Ich wusste nicht, wie wir auf die Idee dazu kamen, sie war plötzlich einfach da. Cass und mich sollte man eben nicht einfach alleine lassen, wir kamen eben recht schnell auf solche Dinge.
Zusammen mit ihm schmuggelte ich einige Torten in den Gemeinschaftsraum, was nicht so einfach war, wie es klang, aber dennoch hatten wir es geschafft. Auf meinen Lippen lag die ganze Zeit ein breites Grinsen. Ich konnte nichts dafür, es ging einfach nicht mehr weg.
Als wir die Torten abgestellt hatten, sahen uns ein paar Schüler etwas komisch an, bis Cass das erste Stück der Torte nahm und es in die Richtung eines kleinen Mädchens warf, welches sofort in ihrer Bewegung versteinert war und erschrocken in unsere Richtung sah. Ich beachtete sie nur einen Moment, dann sah ich aber, dass das zweite Stück flog, diesmal zu Hazel. Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, während ich mit Cass einklatschte. Ich mochte ihn für genau solche Aktionen so unglaublich gerne. Seine Frage ließ mein Lachen kurz verstummen, doch bevor ich reagieren konnte, hatte ich schon ein Stück der Torte in meinem Gesicht, was mich kurz inne halten ließ. Mit einer Hand wischte ich mir kurz über mein Gesicht und sah zu Cass, dem ich diesmal keine Gelegenheit ließ irgendwas zu machen, sondern einfach den Rest der Torte, welche sich nun an meiner Hand befand, einfach ins Gesicht zu drücken. Dann griff ich mit der anderen Hand in die Torte und brach mir ein großzügiges Stück heraus, ehe ich es einfach blindlings in die Richtung von ein paar Schülern warf. „Rette sich wer kann!", schrie ich durch den Gemeinschaftsraum, um die Aufmerksamkeit aller auf uns beide zu ziehen. Mit meinem Wurf hatte ich ein sich küssendes Paar getroffen, welche sofort auseinander gingen und wütend in meine Richtung sahen. Das hier würde riesigen Ärger geben, wenn uns jemand erwischte, doch gerade interessierte es mich gerade nicht die Bohne.
Cassius
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Re: Am Kamin
from Cassius on 11/08/2017 12:36 AM---> Wer mag kann sich gerne dazu gesellen
{und wer in Gryffindor ist ♥}
Die Idee, welche zusammen mit einem sehr starken Hungergefühl, aufkam, kam uns gegen 20 Uhr. Lizzy und mir. Ich hatte tatsächlich mal in ein Buch geguckt und für den einen Test gelernt, weshalb ich das Abendessen verpasst hatte. Außerdem überkam mich beim Lernen immer eine sehr starke Langeweile. Ich brauchte also Folgendes: Essen und Aktion. Das teilte ich Lizzy auch genau so mit.
Wie genau diese geniale Idee entstand wusste ich schon nicht mehr, aber ich war sofort Feuer und Flamme gewesen. Wir hatten uns aus der Küche verschiedene Torten besorgt und möglichst unauffällig in dem Gemeinschaftsraum geschmuggelt. Nachdem wir uns bereits den Bauch vollgeschlagen hatten.
Nun galt es, unser Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Mein erstes Tortenstück traf eine winzige Zweitklässlerin in den Bauch. Mein zweiter Wurf landete am Kopf von Hazel, die am Kamin saß. Ich grölte nach meinem glorreichen Treffer und klatschte mit Lizzy ein. Sie war mir für meinen Geschmack aber noch ein wenig zu sauber. "Kirsche oder Marzipan?" fragte ich sie, ganz der Gentlemen. Entschied mich aber nach kurzem Zögern für Siruptorte und klatschte es ihr ins Gesicht. Ein wenig sanfter als davor. Sie stand ja näher an mir dran.
Re: Am Kamin
from Hazel on 10/03/2017 03:34 PMIch verdrehte stark die Augen, bei seiner kleinen Rede. "Ich bin mir schon sicher, dass ich diesen Anblick nicht unbedingt in meinem Leben brauche, doch das Tattoo interessiert mich immer noch." erwiderte ich und rutschte dann ein wenig näher zu Sirius. Ich drehte seinen Oberkörper bestimmt etwas mehr in Richtung Kamin. "Ich werde dir dein Hemdn nicht komplett ausziehen. Nur ein wenig aufknöpfen. Sonst kann ja jeder hier sehen was drunter ist." ich grinste für einen kurzen Moment und knöpfte dann langsam sein Hemd auf. Ich konzentrierte mich auf die Bewegungen meiner Finger um nicht weiter darübr nachzudenken wie absurd das aussehen musste.
Als Sirius Tattoo freigelegt wurde, strich ich unweigerlich mit den Fingerspitzen darüber. Ich hatte schon immer irgendwie eine Schwäche für Tatoos gehabt. Es war so riskant sich eines machen zu lassen, da es für immer da bleiben würde. Ich mochte dieses Gefühl. Und ein wenig bewunderte ich Sirius dafür, dass er das getan hatte.
Nachdem ich ein paar Momente lang geschwiegen hatte, öffnete ich wieder meinen Mund. Doch die Worte, die eigentlich herauswollten, blieben mir im Halse stecken, als ich von etwas getroffen wurde. Ich schüttelte mich augenblicklich. Die konsistenz, die sich auf meiner halben Gesichtshälfte ausgebreitet hatte, war im ersten Moment einfach widerlich. So lange, bis ich erkannte, dass es Kuchen war. Unwillkürlich musste ich auflachen und suchte die Quelle des fliegenden Kuchens. Sirius Tattoo war so schnell uninteressant geworden und meine Worte vergessen, die ich auf das Übrige sagen wollte. Ich wischte mir die Krümel vom Gesicht und erhob mich neugierig.
Von weiter hinten sah ich Lizzy und Cass, mit einer beachtlichen Menge an dem süßen Zeug. Ich sah schon andere miteinsteigen und die Lautstärke schwoll schnell an. Für einen Moment erwog ich die Möglichkeit mich mitten in die Menge zu werfen, doch ich entschied mich anders. Am Rand des Geschehens schlich ich mich hinaus aus dem Gemeinschaftsraum. Mir war es auf einmal viel zu laut und chaotisch. Würde nicht so viel gelacht werden, würde das perfekt mein Inneres wiederspiegeln. Naja, nur das eher mit Granaten geworfen wurde als mit Kuchen...
Da es draußen immer noch regnete, suchte ich mir ein stilles Plätzchen im Schloss. Ich wollte in RUhe über das was Sirius gesagt hatte nachdenken wollen.
---> Hazel out
---> Kuchenschlacht beginnt


Sirius
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Re: Am Kamin
from Sirius on 09/19/2017 12:52 AMLeise lachend schüttelte ich den Kopf. "James hat das Tattoo auf dem Hintern, nicht ich." Ich hatte keine Ahnung, warum ich das jedem erzählte, der es hören wollte oder nicht hören wollte, obwohl das definitiv nicht der Wahrheit entsprach. Aber es würde irgendwie zu James passen.
"Es befindet sich genau... Hier." Ich deutete auf die Stelle unterhalb meines Schlüsselbeines, wo es mir am nächsten am Herz lag. "Also Hazel... Du kannst mir jetzt mein Hemd ausziehen und dir das Tattoo ansehen... Oder du tust es nicht und wirst es irgendwann bereuen. Spätestens wenn du als alte Frau deine eigenen Strümpfe strickst und du dann anfängst über alte Zeiten nachzudenken und dass du nie wissen wirst, wie mein Tattoo aussieht.", scherzte ich grinsend.
Unwillkürlich und auch wenn es vollkommen unpassend war, musste ich bei der Vorstellung lachen, dass Hazel sich im Unterricht wirklich die Ohren zu hielt. "Ich würde mit machen.", grinste ich. "Aus Loyalität natürlich."
Ich schüttelte leicht den Kopf. "Hör auf so pessimistisch zu denken. Liebe existiert. Auf welche Weise auch immer. Lass dich davon nicht runter ziehen, nur weil es mit James nicht geklappt hat. Ich meine... Es ist James... Der tickt wie ich... Ich hab vor einigen Monaten ein Mädchen geküsst, von der ich wusste, dass sie irgendwie etwas für mich empfunden hat. Obwohl von meiner Seite aus nichts war. James tickt da doch nicht anders. Es gibt echt genug Kerle, in die du dich verlieben kannst, die das auch würdig sind." Wenn ich nur mal an Quinn dachte, die James eine ganze Weile lang beschäftigt hatte. Sie hatte ich damals auch aufgegabelt und irgendwie wieder ein wenig ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich meine, ich würde nichts an James' Art ändern wollen, aber wäre ich ein Mädchen, würde ich mich auch nicht unbedingt in ihn verlieben. Es gab Leute, die es Wert waren an sie sein Herz zu verschenken und diejenigen, die es nicht Wert waren. Ein leises Seufzen entwich mir. Vermutlich einer der Gründe, weswegen ich komplett vergebens Gefühle für Remi hatte... Er kannte mich schließlich, er wäre schlau genug da nicht einmal drauf einzugehen, wenn etwas von seiner Seite aus wäre.
Ich schmunzelte ein wenig, als Hazel meine Worte wiederholte. "Wie schon gesagt... Die Person ist in einer Beziehung und ich will nicht schon wieder jemandem Gefühle madig machen.", murmelte ich. Dann saß ich lieber mit Hazel hier und weinte über gebrochene Herzen. Das tat ich in letzter Zeit wirklich zu oft.
"Da kommen noch genug gute Tage auf dich zu. Die warten alle nur darauf, sich dir endlich präsentieren zu können. Aber vielleicht solltest du dafür mal ein Lächeln aufsetzen, sonst bekommen sie noch Angst vor dir und du vergraulst sie."
Re: Am Kamin
from Hazel on 09/15/2017 03:13 AMMeine Augen hoben sich und für einen Moment huschte der Ansatz eines Lächelns über meine Lippen. "Damit würde ich den Hass sämtlicher Mädchen auf mich ziehen, wenn die das herausfinden." meinte ich, komplett übertrieben gesagt. Ich biss mir kurz auf die Unterlippe und überlegte. Ich nickte. "Wo befindet sich denn dieses mysteriöse Tattoo? Bitte nicht unterhalb der Gürtellinie, dann passe ich wohl doch." ich lächelte leicht. Warum auch nicht. Ich war schon neugierig worum es sich handelte.
Ich sog scharf die Luft ein, als Sirius wieder James erwähnte. Er schien das wohl zu bemerken. Ich schloss blinzelnd die Augen und schüttelte auf sein Angebot den Kopf. "Hm...Nein. Ich kann ihn ja nicht Todschweigen. Das wäre feige. Und was würde ich im Unterricht machen? Mir die Ohren zuhalten?" ich seufzte. "Aber danke..." ich sah Sirius wieder mit der Andeutung eines Lächelns an. Es muss sowieso schon seltsam für ihn sein, weil James sein bester Freund ist. Ich wollte ihm keine Umstände machen. Und es war so, wie ich es gesgat hatte. Es brachte nichts, ihn nicht beim Namen zu nennen. James war immerhin nicht Du-weißt-schon-wer.
Bei seinen nächsten Worten verdrehte ich leicht die Augen, auch wenn sie vielleicht gut gemeint waren. Schönheit war ansichtssache und dazu noch vergänglich. In der Schule war ich gerade mal Durchschnitt. Und die pinke Haarsträhne vertrieb die anderen wohl eher. "Glücklich bis in alle Ewigkeit....?" wiederholte ich und etwas Ironie schwang in meinen Worten mit. "Ich weiß nicht einmal was mich glücklich macht...Aber ich will nicht glauben, dass nur die eine Beziehung dazu in der Lage ist. Ich will nicht von der Liebe abhängig sein, weißt du? Also die Liebe. Falls diese überhaupt existiert. Vielleicht irren wir uns ja alle und laufen Hirngespinsten hinterher, weil die Wahrheit zu traurig ist." ich stockte und schüttelte entschuldigend den Kopf. Das was ich sagte war so blöd. Man brauchte doch diese Hoffnung im Leben, die einen vorantreibt. "Tschuldige, mit mir ist gerade nicht sehr viel anzustellen..." sagte ich leise und mit belegter Stimme. Ich wollte Sirius nicht noch mehr runterziehen. "Vielleicht erkennt dein Herzensbrecher auch noch, dass du es bist. Weißt du Gefühle machen einem eben Angst. Ich hab James auch zwischendurch abgewiesen, weißt du? Hätte ich das nicht....Naja das ist auch egal... Aber du solltest wirklich nicht die Hoffnung aufgeben. Denn du bist hübsch, du bist klug...du hast ein mysteriöses tattoo...." wiederholte ich seine Worte von eben und stupste ihn neckend an. Ich wusste nicht, um wen es sich bei Sirius handelte. Doch wer würde ihn schon verschmähen? Ich drückte ihm jedenfalls ganz fest die Daumen.
Ich nickte leicht. Positiv bleiben... Das viel mir wirklich schwer. Selbst wenn sich eines meiner kleinen Problemchen auf einmal in Luft auflösen würde, würden die anderen beiden bleiben. Ich konnte alles drehen und wenden, irgendwie war alles einfach scheiße.
Ich presste die Lippen aufeinander. "Ich brauche bald mal einen guten Tag..." sagte ich leise und seufzte leicht. Das alles zerriss mich einfach viel zu sehr.


Sirius
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Re: Am Kamin
from Sirius on 09/15/2017 02:31 AMIch musste leicht grinsen. "Wenn du willst, zeig ich es dir.", bot ich es ihr an. Wenn Hazel es unbedingt sehen wollte, wäre ich der Letzte, der da nicht sein Hemd fallen ließ, nur damit sie auf meinen Oberkörper starren konnte.
Ich bemerkte, wie Hazel erst zögerte, als ich meinen Arm um sie legte. Wer konnte es ihr verübeln? Damals als wir unsere 'Beziehung' hatten, hatte ich sie immer abgewiesen, wollte sie nicht einmal küssen, maximal Händchen halten. Seither hatten wir eigentlich nicht mehr wirklich irgendeine Art von Körperkontakt gehalten und wenn, dann nur versehentlich. Ich war allerdings ganz froh darüber, dass sie ihren Kopf an mich lehnte und meinen Arm nicht einfach abschüttelte.
Ich musste leise lachen, bei Hazels Kommentar mit dem Liebeskummer. "Ich erst.", meinte ich schmunzelnd. "Wenn du wüsstest, wie oft ich James damit aufgezogen habe.", meinte ich grinsend. Bis mir wieder einfiel, dass Hazel ja aktuell genau dieses Problem bei James hatte. Kurz presste ich die Lippen aufeinander. "Ist es.. Ehh.. Besser wenn ich ihn nicht erwähne?", fragte ich kurz vorsichtig, denn dann würde ich aufpassen, dass ich James' Namen vorerst einmal weg ließ.
"Aber keine Sorge Hazel... Du bist hübsch, du bist klug und du hast eine pinke Strähne im Haar... Da wird noch jemand kommen, der dir verfällt. Und an den du dein Herz verlierst und das nächste Mal aber richtig. Sieh es einfach so... Du bist nur ein gebrochenes Herz näher am 'Glücklich bis in alle Ewigkeit'.", meinte ich leicht grinsend. Auch wenn ich gut nachvollziehen konnte, wenn das nicht wirklich viel half. Mir half es nichts. Ich war in meinem Leben noch nie in irgendjemanden verliebt gewesen und ausgerechnet die erste Person, bei der es mich erwischte, war einer meiner besten Freunde, der eine Freundin hatte...
Bei der Vorstellung, dass ihre Mums Blümchen umher warfen, musste ich breit grinsen. "Zumindest bist du bei denen aufgewachsen, die mit Blumen geworfen haben, statt mit Todesflüchen.", murmelte ich. "Immer positiv bleiben, oder so..." Es viel mir schwer zu glauben, dass Hazel noch so viel positiv denken konnte. Was sie gerade alles auf einmal durchmachen musste, das wollte ich mir gar nicht vorstellen. Ich nickte langsam, als sie meinte, sie hätte Angst, dass ihre Verwandten sich da raus winden könnten. Das war definitiv berechtigt und auch gar nicht so dumm gedacht. Wer wusste schon, zu wem die alles Kontakte hatten? Aber da sie nicht darüber nachdenken wollte, ging ich lieber nicth weiter auf das Thema ein.
Ein leichtes Lächeln umspielte meine Lippen und mein blick flog zu Hazel. "Die Einstellung gefällt mir nicht. Das Schicksal ist so getrimmt, dass du für jeden schlechten Tag einen ausgleichenden guten Tag bekommst, also nicht verzagen."
Re: Am Kamin
from Hazel on 09/14/2017 01:16 AM"Die Glückliche.." sagte ich seufzend. Erzählen würde ich das den anderen nicht. Die würden sich nur irgendwelchen Klatsch zusammenreimen, was auch immer. Aber ganz kurz, durchfuhr mich ein kurzer Schmerz der Eifersucht. Nicht, weil sie die erste war, die Sirius Tattoo gesehen hatte. Eher, weil sie etwas mit den beiden unternommen hatte. Im Speziellen mit James. Dabei war das so albern. Ich hatte keinen Grund auf Amelia eifersüchtig zu sein. Zumindest nicht deshalb. Lächerlich...
Nachdem ich geendet hatte, sah ich Sirius kurz an und wartete angespannt. Aber irgendwie auch entspannt. Es hatte irgendwie gut getan es jemandem zu erzählen. Überrascht bemerkte ich, wie Sirius den Arm um mich legte. Ich war mir erst nicht so sicher was das sollte oder ob ich das wollte, doch dann ließ ich es zu. Es fühlte sich tatsächlich ein wenig tröstlich an und ehe ich es mich versah, lag mein Kopf an seiner Schulter.
Ich hob den Kopf ein Stückchen und sah Sirius erneut überrascht an. Im ersten Moment empfand ich so etwas wie Freude, weil es ihn offenbar auch mal so richtig erwischt hatte. Im nächsten Moment dachte ich an all die Mädchen die ihn anschmachteten und keine Ahnung von seinen Gefühlen hatten. Dann dachte ich 'Der hat auf der Rückfahrt jemand anderes geküsst'. Und dann erfasste mich schon wieder Traurigkeit, weil Sirius diese Person wohl auch nicht haben konnte. Ich presste die Lippen aufeinander. "Und ich hab früher immer alle anderen mit Liebeskummer ausgelacht. Ich hatte echt nicht gedacht, dass das...so...weh tut. Ich dachte 'Herzschmerz' sei nur metaphorisch. Aber mein ganzer Körper scheint weh zutun..." ich schüttelte leicht den Kopf und berührte Sirius kurz tröstend am Handgelenk.
Erneut presste ich die Lippen fest zusammen, als wir wieder auf meine Familienstory zurückkamen. Doch nicht nur zu meiner. Ich blinzelte Sirius an, in dem Moment noch sprachlos. Er wurde aus seiner Familie entfernt? Weil er eine andere Meinung hatte? Mein gesicht verzog sich schmerzlich, bei dem Gedanken. Das musste schrecklich sein. Ich wollte gerade fragen, wo er denn jetzt in den Ferien blieb, doch das erledigte sich mit seinen nächsten Worten. Ich nickte. Ja, natürlich war er bei James.
Ich nickte erneut. "Ja, ich weiß was du meinst.." sagte ich leise. "Ich kann das auch einfach nicht nachvollziehen. Diesen Hasse. Der macht doch alles schöne kaputt... Der Kontrast ist noch heftiger, weil meine Moms früher sehr engagierte Hippies waren. Das musst du dir mal vorstellen. Die eine Seite bringt Menschen um, die andere Seite wirft Blumen durch die Luft!..." ich seufzte gedehnt und schloss für einen Moment die Augen. "Glücklicherweise macht Blut nicht gleich eine Familie aus..." ein wenig kläglich lächelte ich Sirius an. "Dein Haus ist auch gleichsam eure Familie.." zitierte ich Professor McGonagall, die uns das in unserem ersten jahr gesagt hatte. Komischerweise bekam ich das immer noch nicht aus dem Kopf. Ich sagte es in einem beschwingten Ton und vielleicht ein wenig ironisch. Ich wollte die Stimmung noch ein wenig heben. Doch dann kam das Thema wieder zurück auf meine reizende Familienseite. Ich schiweg einen Moment. "Ich weiß nicht genau...Ich müsste das mit Gabriella besprechen. Außerdem haben die doch überall Kontakte. Was ist, wenn sie Wege finden dem Prozess zu entkommen oder ihn gewinnen? Dann...sind wir praktisch tod..." sagte ich dumpf und die eiskalte Panik ergriff mich wieder. Ich schüttelte den Kopf. "Ich..will jetzt nicht darüber nachdenken, das tu ich eh schon die ganze Zeit..." ich fröstelte und zog die Knie enger zu mir heran.
"Im Moment bin ich mir da nicht so sicher... Ich hoffe es...auch für dich." ich sah wieder zu Sirius hoch. Die letzten Worte kamen durch und durch aufrichtig aus meiem Mund. Ich hatte mir lange keine wirklichen Gedanken mehr um Sirius gemacht. Die meiste Zeit war er mir auf die Nerven gegangen, was vielleicht größtenteils an unserer Vergangenheit lag und dass wir einen winzigen Kleinkrieg seitdem führten. Aber ich war gerade sehr froh, dass er hier neben mir saß und wir einfach normal redeten.


Sirius
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Re: Am Kamin
from Sirius on 09/12/2017 03:54 AMIch musste unwillkürlich laut lachen. "Die kommen zu spät, Amelia war die erste, die es gesehen hat.", meinte ich grinsend. Naja mit James. Aber von den Mädchen war sie definitiv die erste. Sie hatte schließlich auch meine Hand gehalten, während der Tätowierer mit seiner gruseligen Nadel Farbe in meine Haut gestochen hat.
Ich hätte nicht erwartet, dass Hazel wirklich mit mir sprach. Ich meine, ich hatte nichts dagegen, dass sie redete, denn sie sah wirklich so aus, als würde ihr so ein Gespräch gut tun... Manchmal war es einfach so, dass Leute, mit denen man sonst nicht sonderlich viel über solche Themen redete, noch einmal einen ganz anderen Blick darauf hatten, als die, mit denen man sich immer umgab. Vermutlich hatte sie schon mit Dorcas über ihre Probleme geredet und dennoch schien sie es irgendwie zu brauchen, noch mal darüber zu sprechen. Auch wenn ich mich gerade ziemlich hilflos fühlte, denn ich hatte absolut keine Ahnung, was ich ihr da helfendes zu sagen konnte.
Dass sie adoptiert war, das hatte ich gewusst, aber nicht, dass ihr Leben gerade so aus den Fugen geriet. Kurz musste ich schmunzeln, als sie mir ihren Geburtsnamen verriet. Genevieve. Ich war mir nicht sicher, ob der Name nun passte oder grässlich für Hazel war. Dann jedoch blickte ich sie entsetzt an, als sie mir offenbarte, dass ihre Eltern ermordet wurden und sie an dem Tag mit hätte sterben sollen. "Was?", entfuhr es mir ziemlich leise, aber ich wollte sie nicht unterbrechen, deswegen sparte ich mir jegliche Kommentare für später auf.
Als Hazel dann mit dem Thema Jungen ankam, hatte ich zu erst nicht an James gedacht. Ich hatte selbst genug im Kopf gehabt und James hatte Jones bei uns Zuhause gehabt, ich hatte schon wieder vollkommen vergessen, dass es da mal einen Kuss mit ihm und Hazel gegeben hatte. Erst als sie Jones erwähnte, fiel es mir wieder ein. Und ich war überrascht, dass sie so empfand. Und gleichzeitig tat es mir unheimlich leid.
Ich presste die Lippen aufeinander und legte schließlich reichlich zögerlich einen Arm um Hazel, um sie ein wenig zu mir zu ziehen. Dass ihre Haare immer noch nass waren, bemerkte ich nicht einmal richtig. Ich schloss kurz die Augen, weil ich mich bei Hazels Worten ziemlich gut an meine Situation erinnert fühlte.
"Falls das irgendwie hilft... Ich kann dich nachvollziehen! Ich hab jemanden geküsst, auf der Party und ich glaube für mich hat der Kuss weit mehr bedeutet, als für die andere Person... Der hat auf der Rückfahrt nach Hause im Zug nämlich jemand anderes geküsst und jetzt führen die beiden eine wahnsinnig tolle, wunderbar glückliche Beziehung." Ich kam nicht umhin, dass in meiner Stimme mehr als nur ein wenig Bitterkeit mit schwang. "Ich fühle mich manchmal in etwa so wie du gerade aussiehst." Ich grinste sie schief an. "Ich hasse es die beiden zu sehen.", flüsterte ich und starrte dann wieder ins Kaminfeuer. "Und so toll ist Jones nicht.", meinte ich noch kopfschüttelnd. "Ich bin immer noch davon überzeugt, sie hat James verhext." Das war irgendwie das einzige, das für mich Sinn ergab. Vermutlich hatte sie auch Remi verhext. Dann würde zumindest wieder ein Teil meines Lebens mehr Sinn ergeben.
"Zu deiner Familie..." Ich stockte kurz. Ich kannte ihre Familie nicht, aber ich wollte das Thema jetzt auch nicht unter den Tisch kehren. "Das ist alles echt krass, ich will mir gar nicht vorstellen, was du aktuell durch machst." Das war so viel auf einmal, ich würde vermutlich auch nur noch wie paralysiert vor dem Kamin sitzen und vor mich hin starren, wenn ich an ihrer Stelle wäre. "Reinblüter legen manchmal viel zu viel Wert darauf, wie rein ihr Blut ist. Dann ist es eine Schande einen Muggel auch nur anzusehen. Deine Verwandten sind glaube ich nicht die einzigen, die für die Reinhaltung ihres Blutes über Leichen gehen würden. Meine Familie ist genauso schlimm. Meine eine Cousine ist regelrecht gestört und meine Mutter hat mich praktisch aus der Familie gelöscht, als hätte ich nie existiert, nur weil ich eine andere Sicht auf die Dinge habe, als sie." Ich würde es nicht zugeben, aber es hatte mich schon verletzt. Es verletzte mich immer noch, dass ich ihnen wirklich so egal war. Auch wenn ich es immer darauf angelegt hatte, ich dachte ein wenig würde sich doch noch bemerkbar machen, dass ich ihr Sohn war. "Ich bin verdammt dankbar dafür, dass James' Familie wie eine Familie für mich ist, aber ich wünschte mir trotzdem manchmal, dass meine Familie einfach... Dass sie einfach nicht so viel Hass in sich tragen würde. Das würde so vieles einfacher machen." Das hatte ich bisher noch kaum jemandem erzählt. Aber da Hazel mir gerade ihr halbes Leben anvertraut hatte, dachte ich, sie würde bestimmt auch den Mund darüber halten, was ich ihr erzählte. "Das ist allerdings nicht so schlimm, wie die Vorstellung, dass dich jemand ernsthaft umbringen möchte." Ich schüttelte leicht den Kopf. "Unfassbar, wozu manche Menschen in der Lage sind... Aber wenn ihr Beweise habt, wieso bringt ihr die beiden nicht einfach nach Askaban?", fragte ich Hazel dann doch ein wenig irritiert. Das wäre doch nur eine gerechte Strafe, oder nicht?
"Im Übrigen bin ich mir sicher, dass du ein langes Leben haben wirst.", meinte ich noch leicht grinsend auf die Sache mit dem Herzfehler hin. "Irgendwann kommt jemand, der dein Herz wieder richtig zum Schlagen bringt. Das hier ist nicht das Ende der Welt." Das konnte einfach nicht alles so enden, das wäre nicht fair.
Re: Am Kamin
from Hazel on 09/12/2017 03:12 AMIch zuckte leicht mit den Schultern. "Ist mir ein Rätsel warum. Aber es haben sich schon einige Mädchen zur Aufgabe gemacht dieses Gerücht als Erste bestätigen zu können." teilte ich ihm mit. Es ging manchmal zu wie auf einer richtige Jagd, hatte ich das Gefühl. Und es kann blutig werden. Im Ernst, manche Mädchen gruselten mich dahingehend richtig.
Ich hoffte einfach ich würde nie so skrupellos werden. Aber fürs Erste wollte ich nicht einmal daran denken. Ich spielte des Öfteren mit dem Gedanken hier in Hogwarts einfach nichts mehr anzufangen. Es war quälend James jeden Tag an allen möglichen Stellen zu Gesicht zu bekommen. Hogwarts war zwar groß, aber in der letzten Woche hatte es sich furchtbar klein angefühlt. Ich sagte mir die ganze Zeit, ich sollte mich nicht so anstellen. Es gab noch viel mehr Menschen auf der Welt, an die ich mein Herz verschenken könnte, die dies auch wertschätzen würden. Doch dieser Gedanke brachte weitere mit sich und Sekunden später war ich wieder bei dem Gedanken angekommen, dass mein Leben vollkommen verpfuscht war. Ich sollte mich über nichts aufregen, haben die Heiler gesagt. Hätten die geahnt was auf mich zukommt, hätten sie mich nicht entlassen. Regelmäßig ergriff mich ein leichter Schwindel, der zwar nur kurz andauerte, aber stark genug war, dass ich mich irgendwo abstürzen musste. Ich hatte es niemandem erzählt und bisher auch nicht vorgehabt. Mein Herz war nicht zu reparieren. Keiner von den beiden Schäden. Also ließ ich es so.
Sirius Frage riss mich aus meinen Gedanken. Ich hatte shcon beinahe vergessen, dass er neben mir saß. "Hm.." machte ich ausdruckslos und stocherte mit diesem Metalldings in der Glut herum.
Ich blinzelte und biss die Lippen zusammen bei seinem Vergleich von mir und einem Honigkuchenpferd. Erneut ein Schulterzucken. "Welchen der Gründe wilst du näher beleuchtet haben? Ich kann gerade nicht alles davon... ich meine ..-" ich holte zittrig Luft und warf einen Blick über die Schulter. Ich war wirklich paranoid geworden. Entweder glaubte ich den Blick meines Onkels auf mir zu spüren, von dem ich nicht einmal ein Bild vor Augen hatte, oder ich dachte ich würed James Anwesenheit spüren. Wieder traf nichts davon zu.
Ich fuhr mir kopfschüttelnd durch die Haare und stützte mein Kinn auf meinem Knie auf. Ich legte meinen Kopf leicht zur Seite und blickte Sirius nun richtig an. Ich zögerte. Ich biss mir auf die Unterlippe, öffnete den Mund um zu sprechen und zögerte dann erneut. Ich schluckte schwer und begann leise und etwas heiser an zu sprechen. Ich wollte gar nicht so viel sagen, doch irgendwie brach alles einfach aus mir heraus. "Ich weiß nicht, ob du es dir gemerkt hast, dass ich adoptiert bin. Es hatte mich nie gestört, wirklich nie. Ich hab mein Leben nie in Frage gestellt. Ich liebe meine Moms. Aber...ich bin eben adoptiert. Ich hätte nie gedacht, dass dasmal ein Thema werden würde, bis Gabriella aufgetaucht war. Sie...-" ich schluckte. "-...und ich...Naja wir haben nachgeforscht bei ihren Eltern zu Hause. Ich wollte eigentlich nur wissen wie mein Geburtsname war oder die genau Uhrzeit meines Geburt, dass ich meinen Aszendenten bestimmen könnte. Das war eh für die Katz, was für ein Name ist denn bitte Genevieve? Wer heißt denn so?" ich lachte kurz bitter auf. "Offensichtlich ich. Aber das war leider nicht alles was wir gefunden haben. Wer ist denn auch so dumm und hebt solche Beweise auf?" ich sah Sirius fast flehent nach einer Antwort an, als ob er sie mir tatsächlich beantworten könnte. Was nicht möglich war, was ich auch wusste. Ich wünschte mir einfach so sehr, das nicht gefunden zu haben. In meinen Augen fühlte ich schon wieder das beinahe vertraute brennen. "Der Unfall meiner Eltern...-" ich holte zittrig Atem und schluckte schwer. "-...Das war kein Unfall. Sondern Mord." ich legte eine Hand über meine Lippen, entsetzt über das Aussprechen dieser Worte. Ich hatte es noch nie mit diesen Worten ausgesprochen. Leise fuhr ich fort. "Ich hätte auch sterben sollen an dem Tag." fügte ich nun hinzu. Diese Worte kamen ziemlich sachlich aus meinem Mund, was mir ein wenig Angst machte. Auch sollte ich es nicht im Gemeinschaftsraum herumerzählen. Ich war mir zwar sicher, dass mich bis auf Sirius niemand hörte. Aber war es nicht schon riskant Sirius davon zu erzählen? Es war nicht so, dass ich ihm nicht vertraute, doch ...diese Informationen sollten generell nicht einfach so mitgeteilt werden. Allerdings tat es viel zu gut darüber zu reden.
Ich schluckte und atmete tief ein. "Sie denken ich wäre tod. Sie wissen nicht, dass ich noch lebe. Was passiert also wenn sie erfahren, dass sie sich irren? Was sagt mir, dass sie nicht versuchen ihren Fehler zu korrigieren? Was werden sie tun, wenn sie wissen, dass Gabriella und ich ihnen auf die Schliche gekommen sind?" ich presste die Lippen aufeinander. Unter anderem Fragen, die mich Nachts nicht schlafen ließen. Ich schüttelte leicht den Kopf. "Das ist nicht das einzige aus der Vergangenheit was mich eingeholt hat." meine Stimme wurde langsam fester, weniger brüchig. Ich hatte mich mittlerweile beinahe damit abgefunden. "Herzfehler werden meistens bei der Geburt festgestellt. Durch meine Adoption ging das vollkommen unter und es konnte nicht optimal im Auge behalten werden." Ich verzog leicht die Lippen. "Es ist nichts Akutes. Wenn ich mich an alles halte, was sie mir raten, kann ich ein gutes und langes Leben führen. Doch das ist schwerer als gedacht." fügte ich bitter hinzu. Quidditch müsste ich aufgeben und außerdem an meinem Temperament arbeiten. Ich müsste mich gesünder ernähren. Auf noch mehr Dinge Acht geben, als ohnehin schon. Ich biss mir auf die Unterlippe und kratzte unruhig an meinem Handgelenk herum. Meinem Atem ging erneut unregelmäßig und ich wendete den Blick schließlich wieder von Sirius ab. Er war James bester Freund. Aber vielleicht war er ja gerade deshalb der Beste um darüber zu sprechen. "Und dann ist da dieser Typ... Weißt du, ich hab echt geglaubt, bei dem ganzen Chaos würde auch etwas Gutes entstehen. Dieser Gedanke hat mir immer wieder Hoffnung gegeben. Ich meine, die Aussichten waren erst sehr schlecht, aber das hat sich mit der Zeit verändert. Ich dachte wirklich, ich wäre eine Art Ausnahme. Etwas Besonderes für ihn. Es hatte sich einfach so echt angefühlt. Kennst du das? Du küsst jemanden und ...das ändert auf einmal alles? Dein ganzes Leben erscheint in einem ganz anderen Licht und du freust dich auf jeden neuen Tag, weil er dir neue Chancen und Momente mit dieser Person geben kann?" ich holte tief Luft und schluckte den festen kloß in meinem Hals herunter. Meine Unterlippe bebte leicht. "Der Gedanke...dass er jetzt mit Gwenog... ich meine...Sie ist toll und alles aber...-" ich schloss die Augen und versuchte die kommenden Tränen fernzuhalten. "Ich verstehe es einfach nicht! Er hatte mich erst kurz vor den Ferien geküsst! Wie kann ihm das nichts bedeutet haben? Wie kann er einfach gleich danach mit einer anderen...-" ich hielt wieder die Hand vor den Mund. Allerdings diesmal aus dem Grund, weil ich mich vom Schluchzen abhalten wollte. Es war so albern, so albern. Es sollte mich nicht so fertig machen. Vor allem sollte ich nicht Sirius damit nerven. Er hatte vermutlich eh nur aus Höflichkeit nachgefragt. Vielleicht interessierte es ihn ja auch wirklich. Doch mit dem Ganzen hatte er sich nicht gerechnet.
"Tut mir leid.." brachte ich leise hervor und kauerte mich zusammen. Mir war immer noch kalt, obwohl das Feuer sein Bestes gab um mich aufzuwärmen. Ich sah wieder ins Feuer. Es hatte etwas ungemein beruhigendes an sich. Nichts, was das Chaos in meinem Innern dämpfen könnte. Aber gut genug, damit meine AUgen aufhörten zu brennen.


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