Krankenflügel

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James
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Re: Krankenflügel

von James am 06.06.2018 20:24

Den letzten teil von Weny bekam James mit, als er wider aufwachte. Sie redete irgendetwas über den Sinn des Lebens und wer weiß nicht was, aber das interessierte ihn im Moment leider herzlich wenig. Er hatte mit seinen eigenen Sorgen zu tun, danach würde er vielleicht melancholisch werden aber im Moment konnte er sich das noch nicht erlauben. Irgendwie hatte er das Gefühl, er würde sich momentan sowieso nichts erlauben...also methaphorisch gesprochen. Er fühlte sich immernoch halb so, als würde er in disem dunklen Loch sitzen. Plötzlich zuckte er zusammen, als die Tür zugeschmissen wurde und wurde für eine Milisekunde zurückversetzt, in den Moment als etwas anderes...schnell brach er den Gedanken ab.
"Wenn du mich schon festhalten musst, kannst du mir wenigstens was zu trinken bringen?" murmelte er schließlich, aber da er die Augen noch geschlossen hatte, wusste er nicht ob Wendy überhaupt noch da war. Sie hätte auch gut jetzt gehen können...dann würde er mit sich selber reden...und das wär extrem merkwürdig...

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Wendy
Gelöschter Benutzer

Re: Krankenflügel

von Wendy am 05.06.2018 16:29

Ich fühlte mich schlecht wegen dem was ich tat. Ich fragte mich ob die Schule die Eltern herbringen lassen würden für die Schüler oder ob man sie vielleicht einfach nach Hause schicken würde. Das Schuljahr würde in wenigen Wochen zu Ende sein und in dieser Verfassung würden die Betroffenen ihre Prüfungen sicher nicht schaffen. Und wenn doch würde das ein Wunder grenzen.
"Tschuldige..." murmelte ich während James wohl wieder wegzudämmern schien und meinte es auch so. Ich würde es nciht verübeln wenn er mir wirklich das Leben zur Hölle machen würde. Ich löste den Zauber und versorgte die Wunde so gut ich konnte. Ich würde Madame Pomfrey noch einmal drüber schauen lassen sobald sie wieder da war.
Als alles wieder ein wenig ruhiger geworden war, verzog ich mich ins Hinterzimmer um mir ein wenig Sirenen-Nahrung zu genehmigen. Der Unterricht war für heute vorbei und so setzte ich mich einfach mit einem Buch neben James Bett und wartete wieder. Auf das Lesen konnte ich mich allerdings nicht so ganz konzentrieren. Mir gingen so viele Dinge im Kopf herum und es kamen mehr und mehr Dinge ans Licht die in der Nacht passiert waren. Alle Anderen, mich eingeschlossen, fragten sich unwillkürlich wem sie denn trauen konnten. Fakt ist, dass hier Todesser herumliefen, offenbar so gut getarnt um sogar Dumbledore zu täuschen.
Irgendwer hatte mir schließlich den Tagespropheten in die Hand gedrückt, welchen ich eifrig zu lesen begann. Doch sie hatten wieder mal nur etwas an den Haaren herbeigezogen. Keine verwertbaren Informationen waren dabei.
Schließlich dachte ich darüber nach warum ich eigentlich noch hier war. Hatte ich wirlich so eine Art 'Helfersyndrom'? Oder wollte ich einfach nur nicht zurück an die Orte, die ich mit Quinn verbindete? Mein Schlafsaal, die Bibliothek, der Gemeinschaftsraum, die große Halle... Auf einmal war ich froh, dass sich meine Zeit hier in Hogwarts dem Ende neigte. Irgendwann, ich wusste nicht wann, begann ich leise mit James zu reden. "Weißt du, ich meinte das nicht so als ich gesagt habe du könntest von mir aus verbluten und auch das mit Dornröschen war ein bisschen übertrieben. Schlaf nicht wirklich 100 Jahre, in Ordnung?" und irgendwann begann ich etwas um Leben und Tod zu faseln, irgendwas in dieser Art. "Es heißt ja der Kreis des Lebens, aber das Leben ist ja auch eine Art Fortschritt, aber das geht ja nicht wenn wir uns quasi im Kreis drehen? Und worin machen wir eigentlich Fortschritte? Zauber, Technik, Erfindungen...aber das zählt doch alles gar nicht. Es gibt immer noch so viel Kriege und Hunger auf der Welt, warum konzentriert man sich nicht darauf erstmal das zu ändern?" und irgendwann so etwas wie "Ich sollte echt mal wieder duschen. In dem ganzen Prüfungsstress würde ich vermutlich noch meinen Kopf vergessen, wenn er nicht angewachsen wäre und das wäre ziemlich unpraktisch... Eine Dusche würde dir auch nicht unbedingt schaden..." und letztendlich waren meine Gedanken wieder bei Quinn angekommen. "Sie war wirklich, wahrhaftig wundervoll, ich weiß nicht, ob dir das mal aufgefallen ist. Vielleicht nicht. Aber ich mach dir keine Vorwürfe. Mir fallen auch jetzt erst die ganzen Sachen ein die sie so wundervoll gemacht haben. Man weiß etwas nie wirklich zu schätzen bis zu dem Moment wo man das verliert..."

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James
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Re: Krankenflügel

von James am 05.06.2018 15:41

"Lass mich...verdammt nochmal...gehen du dumme..." James konnte seinen Satz nicht mehr beenden, da ihm ein Handtuch ins Gesicht gedrückt wurde. Was fiel dieser Tusse ein?! "Wenn ich hier wieder rauskomme, dann mache ich dir das Leben zur Hölle!" brüllte er, als er schließlich komplett bewegungsunfähig und hilflos...schon wieder...im Bett lag. Er hatte keine Lust mehr, sich nicht wehren zu können, er war es leid immer schwach zu sein und er war es leid, dass sein Leben immer mehr den Bach runter ging!
Doch langsam signalisierte ihm sein Körper, dass es jetzt langsam genug war...er hatte zu viele Strapazen hinter sich, um das körperlich lange mitzumachen. Und daher entschloss sein Gehirn sich einfach fürs erste auf Standy zu stellen und ihn in den Ruhemodus zu schicken. James Augen wurde unglaublich schwer und das letzte, was er noch herausbrachte war..."will nicht mehr..."

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Wendy
Gelöschter Benutzer

Re: Krankenflügel

von Wendy am 05.06.2018 15:17

Ich widerstand dem Bedürfnis ihn zu korrigieren und ihm zu sagen, dass laut meiner Information sogar zwei Schüler gestorben sind. Mir war bewusst, dass bei Verlusten jeder anders reagierte und seinen Gefühlen Luft machte. Aber irgendwie wollte ich sein Verhalten gerade nicht nachvollziehen. Die Schule war in Trauer, die Lehrer, die Schüler und die Angehörigen der Toten und er brüllte hier herum? "Oh ich glaube schon, dass ich dich hierbehalten kann wenn ich möchte." sagte ich leise aber bestimmt. Mein Zauberstab vollführte schon die Bewegung eines Zaubers der James ganz sicher im Bett behalten wird. Durch seine heftigen Bewegungen ist seine Fluchwunde wieder ganz aufgebrochen und dieser Anblick erfüllte mich mit...Appetit? Oh Merlin ist das abstoßend. Ich streckte meine Hand aus und presste ihm das Handtuch ins Gesicht, zu meinem Vorteil auch über seinen Mund.
"Schon klar, du hast grausames erlebt und bist sehr aufgewühlt, aber jetzt halt bitte die Klappe." sagte ich schlicht und wusste im selben Moment, dass er das sicher nicht tun würde. Es würde ihm auch ganz und gar nicht gefallen nicht aufstehen zu können wenn er wollte. Wem würde das schon gefallen? Ich beugte mich ihm ein wenig entgegen und biss mir kurz schuldig auf die Unterlippe. "Ich bin mir sicher, dass ich das gar nicht tun darf, dich ans Bett zu fesseln und dafür bekomme ich nachher sicher ärger aber ich kann nicht riskieren, dass du noch verblutest, auch wenn ich persönlich nichts dagegen hätte also ich schlage dir folgendes vor; ich hebe den Zauber auf und du bleibst freiwillig hier ruhig liegen oder ich lasse dich sanft zurück in den Schlaf fallen und du kannst ein paar Stunden Dornröschen spielen bis sich jemand anderen um dich kümmert, wie findest du das?" ich endete und holte tief Luft.

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James
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Re: Krankenflügel

von James am 05.06.2018 14:59

"Danke, dass du mich dadrüber informierst, dass Jemand gestorben ist!" platzte James noch wütender als eben noch hervor. Sein Magen drehte sich bei der Erinnerung daran um und ihm wurde schlagartig übel, als die Erinnerungen langsam wieder kamen. "Ich war dabei...und ich hab auch eine kleine Information für dich: Ich werde tun was ich will und mich von einer bescheuerten Tussi mit Helfersyndrom sicherlich nicht dazu bringen lassen, hier weiter sinnlos rumzuliegen!" Das Adrenalin kochte und es tat verdammt nochmal gut, denn es spülte auch alle Schuldgefühle wie ein Sturzbach weg. Allerdings leider nur kurz. "Außerdem dreht sich meine Welt sehr wohl um mich und daher verpiss dich, denn es geht dich nichts an was ich hier mache oder wie es mir zu gehen hat!!" Die letzten Worte brüllte er schon fast und einige Köpfe fingen langsam an, sich zu ihnen umzudrehen. James hätte am liebsten irgendetwas geschlagen oder irgendjemanden. Es war wie eine Lawine, die ins Rollen gekommen war und jetzt nicht wieder zum Stillstand gebracht werden konnte. Es war alles seine Schuld! Er hätte helfen können, das alles verhindern können...verdammt, immerhin war er im Gegensatz zu den Anderen nicht das erste Mal in einer Gefahrensituation gewesen...aber was hatte er stattdessen getan? Sinnlos rumgelegen und ohnmächtig geworden, während sie Quinn...ge...er brachte das Wort nicht einmal in seinen Gedanken zu Ende.

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Wendy
Gelöschter Benutzer

Re: Krankenflügel

von Wendy am 05.06.2018 14:50

Ich ging auf Abstand bei dem verärgertem Gesichtsausdrucks meines nicht-Patienten. Meine Augenbrauen wanderten überrascht in die Höhe bei seinem Ausbruch und zogen sich schließlich auch ärgerlich zusammen. Eigentlich wurde ich nicht oft wütend oder sogar verstimmt. Aber das hier war keine normale oder alltägliche Situation. "Hör mal, glaubst du die Welt dreht sich nur um dich? Überraschung, das tut sie nicht!" erwiderte schneidend und ließ das feuchte Handtuch sinken. Quinn hatte im Gemeinschaftsraum nicht gerade selten über James geredet. Auch wenn sie es nicht gesehen hatte, hatte ich gemerkt was seine Absichten mihr gewesen waren und das war keinesfalls in Ordnung. Und jetzt war Quinn tod und er hier alles andere als dankbar noch am Leben zu sein. Zumindest fühlte es sich so an.
"Es sind heute Nacht Schüler gestorben, die Krankenschwestern und Mrs Pommfrey haben die halbe Nacht die Schüler zusammengeflickt, dich eingeschlossen und ich hab verdammt nochmal auch besseres zutun als mich um diese Wunde in deinem dummen Gesicht zu kümmern! Auf keinen Fall wirst du jetzt aufstehen und dich selbst entlassen." platzte ich hervor und sah den 6. Klässler mit gemischten Gefühlen an. Ich stand auf und setzte mich dann doch wieder hin. Meine Pflichtbewusste Ader würde mich eh nicht einfach so gehen lassen.

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James
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Re: Krankenflügel

von James am 05.06.2018 14:34

James wachte davon auf, dass ihm irgendjemand Blut von der Wange wischte. Das tat weh...er zuckte zusammen und drehte sich verärgert um.
Warte mal...war das überhaupt eine Krankenschwester? Hatte er die da nicht schonmal in den Gängen mit anderen Schülern gesehen? Und wo blieben überhaupt seine Massen von Verehrern...oder wenigstens Freunden...die sehen wollten, wie es ihm ging? Verdammt nochmal, wo waren Tatze und Moony?! Oder wenigstens Wurmschwanz??!! Tolle Freunde hatte er da...
Das hob seine Laune auch nicht wirklich.
"Lass mich mit dem Drecksding in Ruhe!" knurrte der Rumtreiber daher ein wenig pissiger als er es geplant hatte.
"Und sag der Krankenschwester, dass ich mich selber entlasse"

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Wendy
Gelöschter Benutzer

Re: Krankenflügel

von Wendy am 04.06.2018 22:42

Ich war heute morgen in den Krankenflügel gekommen um von Madame Pomfrey meine extra Blutreserven abzuholen. Eine Sache, die ich wirklich verabscheute, die ich aber leider schon sehr gewohnt war. Als ich jedoch dort ankam, war der Saal vollkommen überfüllt. Geschockt stand ich in der Tür und betrachtete die belegten Betten. Ich glaubte noch nie so viele Menschen hier gesehen zu haben. Eine Krankenschwester lief vorbei und ich bot ohne zu zögern und ohne zu fragen meine Hilfe an. Mit Gummihandschuhen und Mundschutz würde das schon in Ordnung gehen. Diese Schüler sahen mehr verletzt aus als krank, also keine Ansteckungsgefahr.
Nach und nach erfuhr ich was passiert war und immer mehr dämmerte es mir was manche von meinen Mitschülern hatten durchmachen müssen.
Quinn war tot. Ich hatte Jahre lange neben ihr im Schlafsaal gelegen und mit ihr gelernt.
Wie betäubt erledigte ich die Hilfsarbeit die mir zugetragen wurde, bis immer mehr Schüler entlassen wurden. Letztendlich war nur noch James, ein Gryffindor, übrig. Er schien zu schlafen und nicht mehr ohnmächtig zu sein. Madame Pomfrey will, dass er zur Beobachtung der Fluchwunde noch hierbleibt. Immer wieder tröpfelte ein bisschen Blut aus der Wunder hervor, was ich dann schnell mithilfe von Tüchern und warmen Wasser beseitigte.
Den Mundschutz hatte ich mittlerweile abgelegt, aber meine Handschuhe trug ich noch. Ich wollte das Blut nicht auch noch an meinen Fingerspitzen spüren. Zu große Versuchung und alles, auch wenn meine Selbstbeherrschung wirklich ausgezeichnet war!

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James
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Re: Krankenflügel

von James am 04.06.2018 22:07

Als der Rumtreiber langsam aus seiner Bewusstlosigkeit erwachte, hätte er das was noch vor ein paar Stunden passiert war für einen Albtraum. (Oder waren es Tage gewesen? Sein Zeitgefühl schien auch etwas abbekommen zu haben.)
Doch spätestens, als er die immernoch stechenden Schmerzen auf seiner Wange spürte, krachte seine Wunschvorstellung in sich zusammen.
Immerhin war er diesmal nicht in einem dunklen Kerker, sondern in einem angenehmen Bett im Krankenflügel. 
Dass seine Schnittwunde nicht verheilt war, beunruhigte den Gryffindor dann allerdings doch ziemlich.
Wenn ausgebildete Heiler das nicht hinbekamen, musste es verflucht sein...er hatte keine Lust, sein ganzes Leben damit herumzulaufen.
Doch im Moment war er noch viel zu erschöpft, um sich um irgendetwas Sorgen zu machen, die Selbstvorwürfe würden später kommen...Langsam dämmerte er wieder weg.

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Leticia
Gelöschter Benutzer

Re: Krankenflügel

von Leticia am 06.05.2018 17:38

Weiterhin war die Heilerin mit den Salben beschäftigt als sie in ihrem Blickfeld eine Bewegung wahrnahm. Sofort sah sie auf und erblickte ihre Cousine. "Hey Liebes", sagte sie und ging auf das jüngere Mädchen zu, welches weinte. "Was ist passiert?" Mit geschulten Blick sah sie an Emily hinunter. Ihr Blick fiel auf den Arm, welchen Emily festhielt. "Komm erstmal mit." Fürsorglich legte sie einen Arm um ihre Cousine und führte sie zu einem Bett.
"Und jetzt lass mal sehen." Vorsichtig nahm sie Emilys Arm und knöpfte die Bluse an den Handgelenken auf, damit sie die Ärmel hochschieben konnte. Sie versuchte es so vorsichtig wie möglich zu tun, da sie Emily nicht noch mehr Schmerzen zufügen wollte. "Wie du sowas immer schaffst... Kannst du mich nicht einfach mal besuchen, weil du mich vermisst", meinte sie schmunzelnd und versuchte ihre Cousine etwas aufzumuntern.

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