Zukunftsplay » 7
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Lumen
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Re: Zukunftsplay » 7
from Lumen on 01/11/2018 09:01 PM„Sicher. Es liegt bestimmt allein am Lernen.", entgegnete ich erneut in einem hörbar ironischen Ton, ehe ich, noch immer mit einem Schmunzeln auf den Lippen, meine Augen verdrehte. Sie konnte wirklich ausgesprochen bescheiden sein. Gut, lernen tat sie viel, nach meinem Geshcmack eindeutig zu viel, aber stumpfes Auswendiglernen konnte doch auch nicht in jedem Fach helfen. Bestes Beispiel war diesbezüglich war wohl Zaubertränke. Eigentlich nichts anderes als nach einem Rezept zu kochen (obwohl ich zugegeben nicht einmal das wirklich beherrschte) und doch waren die meisten meiner Zaubertränke lediglich Annehmbar und das, obwohl ich stets das getan habe was in dem verfluchten Buch stand. Offensichtlich konnte man dennoch eine menge falsch machen.
„Ich wüsste nicht was dich daran hindern sollte." Der Gedanke, dass sie dies aufgrund ihres sogenannten Blutstatus bezweifelte, kam mir nicht einmal. Albus Dumbledore, der beste Schulleiter den diese Schule je gesehen hatte, war nicht gerade dafür bekannt sich um so etwas zu scheren. Und ansonsten – welche*r bigotte Schüler*in würde schon den Blutstatus einer Lehrkraft in Frage stellen? Vielleicht war es durchaus naives denken von mir, wenn ich annahm, dass die Leute noch ein Fünkchen Respekt oder gar Höflichkeit in ihren Zellen besaßen und das, obwohl sie Leute wegen einer unbewiesenen Nichtigkeit diskriminierten. Möglicherweise war es auch einfach nur extremes Wunschdenken, weswegen ich mir dies nur einredete. Doch irgendwie hatte ich es im Gefühl, dass die magische Welt nicht immer so bleiben würde. Ich wusste nicht woher diese eigenartige Annahme kam, doch es war da. Sogar häufiger als jetzt nur bei diesem einen Thema.
„Bei meinem Talent mich um Pflanzen zu kümern, hätte sie mich sicher nicht nur erwürgt, sondern auch gefressen, weil ihr durch den falschen Dünger ein Mund und Zähne gewachsen sind." Auch wenn meine Stimme recht ernst war, dürfte Lily wohl wissen, dass sie keineswegs so ernst zu nehmen war. Wer würde es schon schaffen irgendeiner Pflanze eine grausame neue Eigenschaft anzüchten? ... Obwohl.
„Vielleicht kommst du ja noch in den Genuss." Die Vorstellung, dass es eventuell einem anderen Schüler passierte, ließ mich abermals grinsen. Schadenfreude war bekanntlich nicht unbedingt die netteste, aber immerhin die ehrlichste aller Freuden. Und so eine Kleinigkeit würden die wenigsten einem auch wirklich übel nehmen. Dafür, dass ich fürgewöhnlich eine eher unschöne Schrift hatte gab ich mir zumindestens bei meinen Aufzeichnungen Mühe, dass sie schön leserlich waren – schließlich musste ich damit lernen. So schrieb ich zwar relativ gerade, doch waren die Buchstaben noch nicht so rund und schön wie von diversen Mitschülern.
Ich legte meine Stirn in Falten als ich ihre Worte hörte, während ich die Feder in meinen Händen drehte – ohne dabei zu achten, dass diverse Tintenflecken auf meine Unterlagen tropften. „Meinst du?", fragte ich noch einmal nach, bevor ich nachdachte. Wundern würde es mich beim besten Willen nicht, aber das war irgendwie schräg. „Ich dachte, dass man sich bewusst für ein – mehr oder weniger – Leben nach dem Tod entscheiden muss. Da wir gerade beim Thema sind. Würdest du ein Geist werden wollen? Ich stelle mir das ausgesprochen schrecklich vor. Ich meine, du kommst in deinem Leben -" Beim Wort ‚Leben' deutete ich mit meinen Fingern zwei Anführungszeichen an. „- niemals wirklich weiter. Du kannst nichts mehr essen und .. stell dir vor dir wird verboten einen bestimmten Ort zu verlassen. Wie es bei der Maulenden Myrte der Fall ist." Bei dem Gedanken erschauderte es mich sichtbar. Auch wenn Myrte ja ganz nett sein konnte, war sie unheimlich anstrengend. „Auch wieder wahr. Das spannendste was er tatsächlich je getan hat war durch die Wand ins Klassenzimmer zu kommen.", meinte ich Schulterzuckend. Auch wenn dies, in anbetracht, dass es noch mehr Geister gab, nun wirklich keine Sensation war.
„Das kann natürlich auch sein. Oder es hat jemand versteckt und wir haben es entwendet. Also mehr oder weniger zumindest. Ich nehme an, dass Madame Pince mit ihren Zaubern verhindert, dass man es einfach dublezieren kann.", seufzte ich, ehe ich das Buch zu mir rüberzog und kurz zuschlug um den Titel entziffern zu können. Vielleicht konnte man es ja noch irgendwo auftreiben? .. Leider konnte man den Titel nicht mehr richtig lesen. Dafür war der Einband bereits zu abgegriffen. „Vielleicht kann meine Mom ja so ein Exemplar irgendwo auftreiben. Ich sollte ihr mal einen Brief schreiben, auch wenns natürlich blöd ist, dass der Name nicht mehr zu sehen ist." Ich schlug es schließlich wieder auf um es an die gleiche Stelle des Tisches zurückzuschieben.
Re: Zukunftsplay » 7
from Lily on 01/07/2018 07:03 PM"Das Ergebnis von endlos langem Lernen", antwortete ich und schüttelte den seufzend den Kopf, um von meinen geröteten Wangen abzulenken. Eigentlich mochte ich sogar alle Fächer, die ich belegt hatte. Gut, Geschichte der Zauberei zog sich immer endlos hin und Kräuterkunde belegte ich auch nur, weil es für Zaubertränke ab und zu ganz hilfreich war. Und die restlichen Fächer ... die waren okay. Zumindest, was das Lernen und mein Interesse daran anging.
Bei ihren nächsten Worten musste ich Lachen. "Das wäre schön. Aber ... naja, ziemlich unwahrscheinlich." Selbst wenn es irgendwann so weit kommen sollte, dass irgendein Lehrer seinen Posten abgab und sich eine Chance auftat wäre es immer noch ein weiter und steiniger Weg, bis ich wirklich irgendwann einmal unterrichten durfte. Nicht von Dumbledore oder den anderen Lehrern aus, da war ich mir sicher. Ich hatte großes Vertrauen in den Schulleiter und war mir sicher, dass er wirklich nach einer Möglichkeit suchen würde, mich hier zu behalten, wenn ich ihn danach fragte. Aber was würde es in Zeiten wie diesen nur anrichten, wenn der Schulleiter von Hogwarts eine muggelstämmige Hexe einstellte? Soweit ich wusste waren bisher alle Lehrer mindestens halbblütig. Und auch wenn ich mir sicher war, dass Dumbledore das Gerede nicht im Geringsten stören würde, wusste ja doch niemand, was in ein paar Jahren vielleicht sein würde. Ich war eigentlich nicht pessimistisch, aber es bestand leider auch die Möglichkeit, dass die ganze Welt die wir kannten sich in den nächsten Jahren komplett verändern würde. Zum guten oder zum schlechten war dann mal dahin gestellt.
"Bin ich froh, dass wir noch nie eine Teufelsschlinge im Unterricht hatten", murmelte ich und fixierte meinen Blick auf die neu aufgeschlagene Seite. Die Pflanzen, die sich jetzt auf der Seite kringelten sahen aus wie ein paar der besonders teuren Blumen die meine Mum in ihrem Geschäft stehen hatte. Sehr selten, aber den Anblick absolut wert. Und im Fall von den Pflanzen im Buch auch leider absolut tödlich.
Unbewusst strich ich mir mit der Hand über die Stirn, genau über die Stelle, die nach dem Aufprall auf den Tisch noch eine ganze Woche lang schmerzhaft gepocht hatte. "Ich kann es dir nicht verübeln", grummelte ich, grinste aber trotzdem. "Ich hätte wahrscheinlich auch gelacht." Ich nahm meine Feder in die Hand und schrieb groß 'Kräuterkunde' als Überschrift auf den Bogen Pergament. Die Zauberwelt war toll, und ich wurde um nichts in der Welt das alles hier eintauschen wollen, aber manchmal fragte ich mich doch, ob Zauberer in manchen Punkten in der Zeit stecken geblieben waren. Die Federn zum Schreiben waren bei dem Gedanken immer das erste Beispiel, dass mir in den Kopf schoss. Es gab mittlerweile so viele nützlichere und einfachere Dinge zum Schreiben, und trotzdem wurde hier noch in Kauf genommen, dass bei Prüfungen versehentlich ein Glas mit Tinte umkippte. Mit irgendeinem anderen Stift, den es in der Muggelwelt mittlerweile gab, wäre es sehr viel einfacher, Hausaufgaben zu schreiben. Zumindest musste man dann nicht nach ein paar Wörtern jedes Mal wieder das Tintenfass in Anspruch nehmen.
"Ich bin mir ehrlich gesagt nicht einmal sicher, ob er überhaupt gemerkt hat dass er ... nun ja, tot ist.", sagte ich leise und sah mich sicherheitshalber um, falls doch jemand in der Nähe war, der mich das sagen hörte. "Irgendjemand hat mal erzählt, dass er in der Nacht gestorben und am nächsten Tag als Geist aufgestanden ist, als wäre nie etwas gewesen." Ein bisschen gruselig war diese Vorstellung ja schon. Professor Binns musste ja wenigstens seinen Körper gesehen haben, oder? Aber vielleicht war das auch nur so ein lächerliches Gerücht, dass seit Generationen von Schülern weitergetragen wurde. "Und wenn er schon das nicht merkt, wieso sollte ihn dann irgendetwas in seinem Unterricht interessieren?"
Ich begutachtete das Buch vor uns noch einmal neugierig. Es war nicht einfach zu finden gewesen, um ehrlich zu sein, und die Seiten waren auch schon so alt, dass sie wahrscheinlich bei einer zu groben Berührung sofort kaputt gehen würden. "Vielleicht ist es auch einfach schon so alt, dass die meisten gar nicht mehr wissen dass es überhaupt existiert.", vermutete ich und schmunzelte bei dem Gedanken, was für einen Schatz wir da ausgegraben hatten. Ob es wohl unfair gegenüber den anderen Schülern war? Aber naja ... wenn irgendjemand ernsthaft nach einem guten Buch zum Lernen gesucht hätte, wäre ich bestimmt nicht die erste gewesen, die es gefunden hatte.

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Lumen
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Re: Zukunftsplay » 7
from Lumen on 01/06/2018 11:29 PM„Ach nicht? Was ist eine Ohnegleichen oder Erwartung übertroffen dann für dich?", fragte ich in einem ironischem Ton nach, ehe ich ihr ein Schmunzeln schenkte – insbesondere in anbetracht, dass ihre Wangen sich rosa färbten. Doch war Lily Evans zu recht eine der Jahrgangsbesten. Mir fiel auf, dass ich noch nie besonders darüber nachgedacht hatte, ob es vielleicht daran lag, dass sie eine Muggelgeborene war. Immerhin kannte sie die Welt bis zu ihrem elften Geburtstag beziehungsweise bis zu ihrem ersten Einkauf in der Winkelgasse oder den ersten Tag in Hogwarts überhaupt nicht wirklich. Half es dabei in einer nichtmagischen Welt aufgewachsen zu sein um eventuell wertzuschätzen was man hatte? Zwar hatte ich durchaus von unterschiedlichen Erfindungen gehört, mit welcher sich die Muggel halfen ohne über Magie klarzukommen, doch konnte ich mir nicht vorstellen, dass es auch nur ansatzweise an echte Magie herankam. An das Gefühl, welches einen durchströmte, wenn man seinen Zuberstab schwang und einen Zauber ausführte. An die magischen Kreaturen wie Einhörner und Drachen, welche in der Muggelwelt als Märchen abgetan wurden. Möglicherweise war der Gedankengang meinerseits auch einfach nur weit her geholt und Lily war einfach ein ehrgeiziger und fleißiger Mensch. Auch möglich. Im Grunde spielte es ja auch keine Rolle aus welchen Gründen sie so motiviert war, sondern einfach, dass sie es war. Sie würde einen guten Abschluss machen und sicherlich Aurorin oder so etwas werden. Damit die magische Welt schon bald wieder ein sicherer Ort werden würde.
„Das wäre echt schön. Wer weiß, vielleicht wirst du ja direkt als Professorin engagiert?", überlegte ich. Muggelkunde konnte sie sicherlich sofort unterrichten und auch Zaubertränke wäre etwas für sie. So fern einer der beiden Professoren seine Stelle räumen würde. Es gab so viele Berufe die zu ihr passen würden. Bei einer Sache war ich mir jedoch sehr sicher: Unterricht bei ihr wäre deutlich spannender als bei den meisten Lehrern, schließlich schaffte sie es sogar mir, einer hoffnungslosen Niete, Kräuterkunde zumindest ein wenig schmackhaft zu machen .. Oder wenigstens brachte sie mich dazu es überhaupt zu lernen und nicht als hoffnungslos abzustempeln, damit mein Zeugnis nicht mit einem Mies oder gar einem Troll geschmückt wurde. „Ich glaube sogar, dass sie es tatsächlich tut. Ich hoffe sehr, dass ich nie in den Genuss eines Kennenlernens mit dieser Pflanze komme.", murmelte ich mit verzogener Miene und war fast schon dankbar, dass Lily die Seite umgeschlagen hatte. Die Tentakel von dieser Pflanze waren wirklich einfach nur eklig.
„Ich lerne dazu.", merkte ich schmunzelnd an. Ich erinnerte mich an den Tag als Lily im fünften Schuljahr mit dem Kopf auf dem Tisch gelandet war. Es war wirklich ein richtiger Brüller gewesen und bei der Vorstellung, zum Glück hatte ich alles ganz genau gesehen, musste ich lachen. Instinktiv, weil die Biblliothekarin nicht die freundlichste gewesen war, hielt ich mir die Hand vor den Mund, damit die Lautstärke ein wenig unterdrückt wurde. „Es tut mir leid, aber es sah so unglaublich witzig aus." Mittlerweile hatte ich meine Feder zwischen die Finger genommen und drehte sie dort ein wenig hin und her, während ich meinen Blick ein wenig schweifen ließ. Bis auf drei Hufflepuffs, welche sich gedämpft an einem Tisch auf der anderen Seite des Ganges unterhielten, war niemand zu sehen. Weit und breit nur Bücher, von denen die meisten mittlerweile einen recht abgegriffenen Eindruck machten. „Kann es einen Geist eigentlich überhaupt interessieren, wenn es ihn in seinem Leben schon nicht wirklich gekümmert hat? Immerhin ist es ja nur ein Abdruck seiner selbst." Ich persönlich konnte durchaus recht direkt und unüberlegt sprechen, doch hatte ich selbst nicht die Dreistigkeit einen Lehrer (geschweige denn den Professor) danach zu fragen. Ob Sir Nicholas, der Hausgeist Gryffindors, es mir wohl übel nehmen würde? Er war immer so schrecklich sensibel..
„Echt? Wow, das ist mal ein nützliches Buch. Fürchtet die Van de Ferres etwa, dass ihr der Schulstoff ausgeht, würde sie dieses Buch verwenden?", scherzte ich mit einem Schmunzeln auf den Lippen. „Aber es ist auf jedenfall echt gut, dass du das Buch gefunden hast. Macht es vor allem leichter die nützlichen Informationen rauszuschreiben." Ich schraubte den Deckel meines Tintenfasses auf und schob dieses etwas in die Mitte, damit Lily es mitbenutzen konnte. Eine Gefahrenquelle, wie ich Tinte gerne mal nannte, war sicherlich genug. Schließlich überflog ich den ersten Abschnitt über eine der schönen exotischen Pflanzen, welche regelrecht zu leuchten schien – nur um zu lesen, dass sie höchst giftig und somit absolut tödlich waren. Musste eigentlich jede magische Pflanze jemanden potentiell töten?! In Gedanken genervt seufzend notierte ich mir schließlich stichpunktartig einige Informationen.
Re: Zukunftsplay » 7
from Lily on 01/05/2018 02:45 AMIch errötete bei ihren Worten ein bisschen. "Ich würde das nicht brillieren nennen ...", murmelte ich und wischte mir eine nervige rote Strähne aus dem Gesicht. Meine Noten waren kein Zufall; wie oft hatte ich schon nächtelang ein Buch durchgeblättert, um ein Thema zu verstehen und wie oft war ich in meinen ersten Jahren hier in der Bibliothek einfach eingeschlafen und kurz darauf lautstark vertrieben worden? Ich war sehr ehrgeizig - das war ich schon immer gewesen -, aber die Zauberwelt hatte alles für mich geändert. Ab dem Moment, an dem Severus mir von der Schule erzählt hatte wollte ich mehr über diese Welt wissen, zu der ich anscheinend gehörte. Ich hatte schon vor dem Schulstart Bücher gelesen, die erst in späteren Schuljahren dran kamen und Zaubersprüche auswendig gelernt, die viele Kinder aus Zaubererfamilien bestimmt schon aus ihrer Kindheit kannten. Für die meisten war ich wahrscheinlich die größte Streberin auf dieser Schule, aber mein Ziel waren eben nicht meine guten Noten (auch wenn das ein positiver Nebeneffekt war); ich wollte dazu gehören und dieses Geschenk, das die Zauberkraft für mich war, nicht vergeuden und beweisen, dass es an mir nicht vergeudet war. Aber das außer mir kaum jemand.
Bei ihren Worten verzog ich keine Miene, aber wir hatten wahrscheinlich den selben Gedanken, nachdem sie ausgesprochen waren. Die Schule war ein sicherer Hafen, für alle von uns, aber was würde nach unserem Abschluss werden? Meine guten Noten würden mir in diesem Krieg rein garnichts nützen, und ich wusste dass ich mit meinem Blutstatus quasi eine Zielscheibe vor der Stirn haben würde, zumindest mehr als meine Mitschüler mit 'reinem' Blut. "Ich wünschte, wir könnten für immer hier bleiben", murmelte ich. Am liebsten wäre es mir ja, irgendwann wirklich wieder hier her zu kommen. Als Lehrerin vielleicht. Professor Slughorn hatte schon einmal angedeutet, dass er nicht mehr ewig unterrichten würde und Zaubertränke war mein bestes Fach. Das wäre wirklich etwas, das ich mir vorstellen könnte.
Ich versuchte das Thema zu beenden, indem ich auf die Teufelsschlinge zeigte. "Das Ding sieht aus als würde es uns beobachten", bemerkte ich, fast schon ein bisschen angewidert, bevor ich die Seite zuschlug und stattdessen deutlich weiter vorne ein paar exotisch aussehende Pflanzen betrachtete.
"Ja, doppelt hält besser heißt das ...", bestätigte ich sie, ein bisschen abgelenkt allerdings, da ich selbst grade meine Feder und eine Rolle Pergament aus meiner Tasche kramte. "Ehrlich gesagt nutze ich die GdZ Stunden lieber für Hausaufgaben, seit ich einmal eingeschlafen bin", gab ich zu. An den Tag konnte ich mich sehr gut erinnern, weil meine Hand in eben diesem Moment wegrutschte, sodass ich mit der Stirn so laut auf den Tisch geknallt war, dass der halbe (noch wache) Teil der Klasse in schallendes Gelächter ausgebrochen und Professor Binns, nach kurzer Verwirrung, warum seine Klasse Laute von sich gab, mit dem Unterricht fortgefahren war. Eine Woche lang hatte ich monstermäßige Kopfschmerzen und einen riesigen blauen Fleck gehabt, die mich daran erinnert hatten. "Professor Binns würde mir ja leid tun, aber ... er scheint es ja sowieso nicht zu bemerken. Oder er ignoriert einfach, dass die Hälfte seiner Schüler schläft."
Ich blickte noch einmal auf das Buch und nickte dann bestätigend. "Ja, ich glaube, dass das Buch hier ganz hilfreich sein könnte", antwortete ich und blätterte nachdenklich durch die Seiten. "Hier steht alles in zwei Sätzen erklärt, was wir in drei Wochen Unterricht gelernt haben", bemerkte ich, etwas frustriert, weil ich dieses Buch nicht eher gefunden hatte. Das hätte uns die Arbeit deutlich erleichtert.

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Lumen
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Re: Zukunftsplay » 7
from Lumen on 01/05/2018 01:58 AM„Du hast leicht reden, du brillierst selbst in einem Fach, dass du nicht besonders magst.", seufzte ich und ließ mich mit einer theatralischen Geste auf den freien Stuhl neben Lily sinken. Mein Blick fiel schließlich auf das Buch, welches sie leicht von sich weggeschoben hatte und ich betrachtete das Bild der Teufelsschlinge, welche sich langsam zu bewegen schien. Gruselig. Es sah fast so aus als würde sie jeden Moment aus dem Bild gekrochen kommen. Ich vermutete, dass das sogar gar nicht so abwegig wäre, wenn es sich dabei um ein Buch aus der Verbotenen Abteilung handelte, doch wagte ich stark zu bezweifeln, dass man ein solches Buch hier reinzufällig finden würde oder Lily sich solche Bücher überhaupt ansah. Da verdächtigte ich schon eher Slytherins .. Zumindest die Handvoll von Schlangen, die in der Lage waren die Bibliothek zu finden oder gar zu lesen. „Einerseits hast du vollkommen recht. Ein Jahr Kräuterkunde überlebe ich sicherlich noch. Zumindest nur, wenn das Ding nicht tatsächlich noch aus dem Buch gekrochen kommt.", meinte ich schmunzelnd, ehe ich etwas nachdenklich mein Gesicht verzog. „Andererseits ist der Gedanke auch irgendwie deprimierend. Ich bin gerne hier. Das Schloss ist wie ein zweites Zuhause und nun ja,.. Die aktuelle Welt ist jetzt auch nicht gerade das was ich ungefährlich nenne." Im Aussprechen meiner Gedanken war ich immer ziemlich schnell, auch wenn ich mir öfters kurz danach schon wortwörtlich die Hand gegen die Stirn geschlagen hatte. Manche Dinge behielt man lieber für sich und manche Andere .. sollte man einfach nicht ansprechen, weil es den Augenblick ruinierte. Doch entsprachen meine Worte, zu meinem Leid, aber auch der Wahrheit. Außerhalb von Hogwarts war es überhaupt nicht sicher (obwohl ich als Reinblut und einer „neutral eingestellten" Familie deutlich bessere Karten hatte als Lily ..), aber auch hier war es nicht mehr so wie früher. Jeder wusste, dass auch hier Todesser bzw. angehende Todesser durch die Gänge wandelten. Jeder hatte so seine Verdächtigen im Blick. Doch niemand wusste genau wer einer war und wer nicht. Ich schüttelte schließlich leicht meinen Kopf um die Gedanken loszuwerden und diesen wieder freizubekommen. Jetzt war definitiv nicht die Zeit über politische und gesellschaftliche Themen zu diskutieren oder über irgendwelche unbestätigte Theorien zu sinnieren. Jetzt war die Zeit für Kräuterkunde!
Bei Lily's Erzählung zu den Treppen erschien wieder ein leichtes Schmunzeln. Ja, diese verflixten Treppen machten was sie wollten. Nur noch schlimmer (und peinlicher) war es, wenn man über eine unsichtbare Stufe stolperte. Was mich nicht nur einmal in den letzten Jahren in den Krankenflügel gebracht hatte, weil ich geradewegs eine gesamte Steintreppe runtergefallen war. „Dankeschön für dein Verständnis." Auf meinem Gesicht erschien ein freundlicher Ausdruck. Das war definitiv einer der Gründe wieso ich sie und ihre Freundschaft schätzte. Sie hatte unglaublich viel Verständnis für einen, war freundlich, hilfsbereit und allgemein einfach eine gute Freundin – Eigenschaften, die man zu den aktuellen Zeiten sicherlich nicht an jeder Ecke fand.
Während ich ihr dabei zu sah wie sie die Bücher in zwei Stapel einteilte kramte ich aus meiner Schultasche Pergament, Feder und Tinte heraus. Ich machte mir immer ganz gerne Notizen, die ich zu jederzeit rauskramen konnte; bevorzugt beim Laufen in den Gängen oder auf den Treppen, was vermutlich meine mehrmaligen Abstürze rechtfertigte (in meinen Augen war es jedoch immer die Schuld der Treppen! Sie hatten es auf mich abgesehen! Ganz sicher!). „Na ja, immerhin ist es nicht ganz so schrecklich langweilig wie Geschichte der Zauberei. Obwohl ich da immernoch Professor Binns die Schuld gebe." Eigentlich fand ich geschichtliche Ereignisse recht interessant, doch Binns, ein Geist der den Unterricht in monotoner Stimme führte, war zum Sterben langweilig. Nicht selten schlief ein Schüler oder eine Schülerin ein, während andere sich Zettelchen schrieben. Und Binns? Den interessierte das alles gar nicht. Er redete weiter von Trollkriegen und Koboldaufständen. Vielleicht war es ein Fehler gewesen das Fach abzuwählen, doch hatte ich dadurch inzwischen in meiner Freizeit deutlich mehr Spaß daran mich unabhängig vom Unterricht damit zu beschäftigen. „Muggel würden jetzt sagen, dass Doppelt mehr ist, oder? Irgendwie so ging der Spruch doch? Nein! Doppelt hält besser war es glaube ich." Da ich in einer komplett magischen Familie aufgewachsen war, die ausschließlich mit anderen magischen Familien in Kontakt stand, weswegen mein erster Berührungspunkt mit Muggeln hier in Hogwarts war – unter anderem durch Erzählungen von Lily oder gar besuchen bei muggelgeborenen Freundinnen und Freunden.
„Sollen wir dann mit diesem Buch beginnen?", erkundigte ich mich bei meiner Lernpartnerin, während mein Blick von ihrem Gesicht wieder zurück zu dem Bild der Teufelsschlinge wanderte. Zu der Teufelsschlinge, die gerade wohl nach Lilys Finger schnappen wollte. Immer noch gruselig.
Re: Zukunftsplay » 7
from Lily on 01/04/2018 10:57 PMIch war so sehr in das Buch vertieft, dass ich alles andere um mich herum ausblendete. Die Bibliothek, die anderen Leute und auch Lumen, die mit einer kleinen Verspätung zu unserem Treffen kam; allerdings hatte ich damit auch schon irgendwie gerechnet. Beim Klang ihrer Stimme hob ich den Kopf und musste bei ihren dramatischen Worten sofort grinsen.
"Du musst es positiv sehen", gab ich zurück und schob das Buch ein kleines Stück von mir weg, in Richtung der Mitte des Tisches. Die Teufelsschlinge, die auf der aufgeschlagenen Seite abgebildet war, wirkte auf mich ein wenig zu echt und langsam etwas gruselig. Irgendwo hatten Pflanzen ja auch etwas Interessantes an sich, aber so eine wollte ich in meinem Leben eigentlich nicht unbedingt live erleben. "Wieder ein Jahr weniger. Und nächstes Jahr um diese Zeit sitzen wir hier, und dann ist es das letzte Mal, dass wir für Kräuterkunde lernen müssen." Ich lächelte leicht. Das war eigentlich kaum ein Trost, wenn man es bedachte - besonders weil dabei auch der Gedanke aufkam, dass das nächste Schuljahr auch unser letztes sein würde -, denn wir müssten trotzdem erstmal diese Prüfung hinter uns bringen.
"Ich hab' letztens auch mindestens eine halbe Stunde gebraucht, bis ich nach dem Essen im Gemeinschaftsraum angekommen bin, also: Absolut kein Problem", erwiderte ich schulterzuckend und schmunzelte leicht. Ich war zwar mittlerweile ganz gut darin, die Treppen zu durchschauen, aber es gab immer mal wieder Tage, wo ich minutenlang auf einer Etage stand, weil die Treppe einfach nicht da bleiben wollte, wo ich eigentlich hin musste.
Die Bücher auf dem Tisch begutachtete ich einen Moment lang, bevor ich sie in zwei Stapel teilte. Der eine Stapel war das, was wir definitiv können mussten und auf dem anderen (und zum Glück auch dem höheren) Stapel lagen die Bücher, die eventuell Wissen enthielten, das unsere Fragen klären konnte. Also, eventuell. "Naja ... es ist Kräuterkunde.", antwortete ich und betonte das Wort so, als ob es das schlimmste Unheil der Welt wäre. "Ich gehe lieber auf Nummer sicher. Und brauchen tun wir eigentlich nur den kleinen Stapel ... aber ich hab' schonmal ein paar andere Bücher rausgesucht, die Professor Sprout mal im Unterricht erwähnt hat." Schulterzuckend sah ich wieder zu Lumen, konnte mir ein Grinsen aber nicht ganz verkneifen.
Das Buch, das ich zuvor gelesen hatte schlug ich zu und legte es ganz oben auf den zweiten Stapel. "Vielleicht hat es das auch, wer weiß das in dieser Abteilung schon", murmelte ich und fuhr mit dem Finger noch einmal über den empfindlichen Einband. Es vergammelte wahrscheinlich wirklich schon seit Jahrzehnten im Regal. "Aber es ist eigentlich ganz hilfreich ... zumindest kommt es schneller zum Punkt als die ganzen anderen Schulbücher." Ich deutete auf den Text auf der Seite, woraufhin die Teufelsschlinge nach meinem Finger schnappte. Natürlich war es nur auf dem Papier, aber es fühlte sich trotzdem irgendwie komisch an, wie sie versuchte, sich um meinen Finger zu wickeln.

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Lumen
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Re: Zukunftsplay » 7
from Lumen on 01/04/2018 10:19 PMDen ganzen Weg über zur Bibliothek, ich war mit Lily zum Lernen verabredet, stöhnte ich genervt vor mich hin. Nun gut, ich hatte einmal genervt im Gemeinschaftsraum bei meiner besten Freundin Salia gejammert, dass ich beim besten Willen keine Lust hatte. Ihr hilfreicher Tipp war es, dass ich Lily dann einfach absagen sollte. Doch war es zum einen schon ein wenig spät zum Absagen, schließlich würden wir uns in wenigen Minuten treffen, und zum anderen hatte ich ja vorgeschlagen, dass wir uns heute mit unserem beider Lieblingsfach – Kräuterkunde – beschäftigen sollten. Schließlich standen die Abschlussprüfungen bevor. Und ich strebte zumindest ein Annehmbar an. Der Rotschopf hatte sicherlich ein höheres Ziel gesteckt, doch war sie schulisch gesehen einfach überall ein Ass – unabhängig ob sie Freude am Fach hatte oder nicht.
Mit einer schicklichen Verspätung von fünf Minuten, ich schaffte es bei Merlins Bart nie pünktlich zu irgendeiner Verabredung zu erscheinen, tauchte ich in der Bibliothek auf. Ich ging schließlich in aller Ruhe durch die Gänge bis ich Lily schließlich in einem der Gänge auffand. Mit einer menge Bücher, die mich schon jetzt gequält Seufzen ließen. „Ich bin bereit für meine Beerdigung.", sagte ich schließlich zu ihr, während ein kleines Schmunzeln meine Lippen zierte. „Übrigens mal wieder Entschuldigung für die Verspätung. Die Treppen hatten mal wieder Spaß daran mich aufzuhalten .." Würde ich einfach mal früher losgehen würde mein Unglück bei den Treppen sicherlich nicht so oft dafür sorgen, dass ich zu spät kam. „Brauchen wir wirklich so viel? Und wo bei Merlins Bart hast du dieses Buch ausgekramt? Das sieht aus als hätte es hundert Jahre unter einem Regal gelegen.", fragte ich sie schließlich und deutete auf das mehr als nur verstaubte Buch.
Re: Zukunftsplay » 7
from Lily on 01/04/2018 10:01 PMEs waren noch ein paar Minuten, bis ich mich eigentlich mit Lumen treffen wollte. Die Abschlussprüfungen würden bald anstehen und wir wollten noch einmal den ganzen Stoff des Schuljahres durchgehen, nur um wirklich sicher zu gehen. Ich zog vorsichtig ein paar Bücher aus den etwas verstaubten Regalen der Bibliothek. Ein paar der Bücher hatten wir schon einmal zum Lernen benutzt, ein paar waren mal im Unterricht erwähnt worden und das allerletzte, das ganz oben auf meinem Bücherstapel auf dem Tisch landete, erregte einfach mein Interesse. Vorsichtig wischte ich mit der Hand über den Buchrücken, um neugierig die erste Seite aufzuschlagen. Das Buch war schon etwas älter und offensichtlich auch schon länger nicht mehr angerührt worden, aber auf den dicken Seiten waren viele kleine, sich bewegende Zeichnungen, die mir sehr nützlich erschienen. Kräuterkunde war absolut nicht mein Lieblingsfach (wirklich nicht!), aber die Erklärungen in dem Buch waren sehr viel interessanter gestaltet als in all den anderen Büchern, die wir bisher benutzt hatten. Vielleicht würde Lumen das ja auch so sehen, und vielleicht könnten wir dieses Jahr damit ja in Ruhe für die Abschlussprüfungen lernen, ohne dass wir uns durch den Stoff für Kräuterkunde quälen mussten.

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Jace
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Re: Zukunftsplay » 7
from Jace on 10/06/2017 02:48 PM"Perfekt. Dann können wir mal zusammen schauen, wann wir ihn kaufen können." Wenn es eine wirklich gute Überraschung werden sollte, sollten wir soetwas nicht allzu nah in der Zukunft aber auch nicht so weit weg geschehen. Ich konnte es kaum abwarten, ihn diesen riesen Teddy zu üerreichen und ich freute mich so sehr auf sein Gesicht, ich wollte ihn am liebsten jetzt schon kaufen aber jetzt saßen wir in der Kpche und waren am Essen.
"Achso einer ider Kerl also. Trotzdem gefällt mir der Gedanke nicht, dass dich jemand einfach so dumm anmacht." Min Beschützerinstinkt in mir erwachte. Ich wollte sie vor allem Schrecklichen bewahren. Sie war halt wie eine Schwester für mich. "Sehr gut. Und dann können wir schauen, was wir daraus machen. Das wird estimmt lustig werden." Und dank meiner Kontakte wusste ich immer, wass eine Party bald statt finden würde.
Grace
Deleted user
Re: Zukunftsplay » 7
from Grace on 10/06/2017 11:59 AM"Okay, so machen wir es.", meinte ich grinsend. Ich war mir sicher, dass diese Überraschung Matteo ziemlich unvorbereitet treffen wird. Ich bezweifelte, dass er damit rechnen würde, dass wir ihm einen riesigen Teddy schenken. Das war dann doch eine Sachen, die nicht jeder erwarten würde, auch nicht von seinen Freunden.
Ich winkte ab. "Ich war nicht alleine. Hätte ich ihn nicht geschlagen, hätte es einer meiner Freunde gemacht." So dramatisch war die Situation anscheinend nicht gewesen. Ich ging ja auch nie alleine feiern. Dann hatte ich immer jemanden dabei, dem ich vertraute und der auf mich aufpassen konnte, wenn ich mal wieder zu viel getrunken hatte. "Das können wir gerne machen. Gegen eine gute Party hab ich nie etwas.", erwiderte ich grinsend.
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