Zukunftsplay » 10

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Wyatt
Gelöschter Benutzer

Re: Zukunftsplay » 10

von Wyatt am 31.07.2017 00:14

Es war ein unglaublich gutes Gefühl, dass Gabriella mich bei dieser Sache unterstützte, obwohl sie Diana nicht einmal kannte und obwohl ich mir nicht einmal sicher war, ob sie es überhaupt war. Bei ihrem Versprechen mir zu helfen, zog ich sie dankbar in die Arme. Mich hatte selten jemand so bedingungslos unterstützt. Niemand außer Echo natürlich.
Als ich Diana schließlich in den Armen hielt, kam mein Beschützerinstinkt sofort zum Vorschein. Ich versuchte ihr beruhigend über den Rücken zu streichen, doch sie war zu gehetzt, zu fahrig. Ich machte mir ernsthafte Sorgen. Generell um ihre Verfassung. Sie war so furchtbar dünn und blass, als hätte ihre Haut seit Monaten schon keine Sonne mehr gesehen. Mein Blick fuhr zurück zu Gabriella, die gerade eine begann eine richtige Show abzulegen. Mich überkam eine Welle der Dankbarkeit und der Bewunderung. Für einen kurzen Moment konnte ich nicht anders als zu lächeln. Ein wneig zu lange betrachtete ich Gabriella, sodass ich erst viel zu spät mitbekam, dass Diana sich aus meinerm Arm gewunden hatte und in die andere Richtung davon lief. Ich drehte mich herum und lief ihr mit schnellen Schritten hinterher. "Diana." sagte ich leise, aber eindringlich. Ich wusste nicht wie ich anfangen sollte. Einerseits wollte ich wissen, wie sie hier gelandet war, weshalb sie davonrannte, ob es ihr gut ging und ob sie Hilfe brauchte. Doch ich konnte mir ein wenig etwas zusammenreimen, anhand wie sie aussah. "Diana." versuchte ich erneut und versuchte ihren Blick einzufangen. "Ich kann dich hier weg bringen." mein Blick flehte fast. Wie ich auf auf diese wahnwitzige Idee kam, war mir schleierhaft. Ich konnte sie aber einfach nicht hier lassen.

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Diana
Gelöschter Benutzer

Re: Zukunftsplay » 10

von Diana am 29.07.2017 15:42

Ich sah hinter mich. Der Heiler war etwas weiter hinten, doch ich wusste schon jetzt, dass er mich noch einholen würde. Ich lief um die nächste Ecke und achtete nicht genau darauf wo ich hinlief und lief geradewegs in jemanden hinein. Nein! Nein! Ich taumelte kurz zurück und wollte schon wieder weiter laufen, als mein Blick auf die beiden Leute fiel. Erst sah ich auf das Mädchen, die ich noch nie gesehen hatte, aber das war auch nicht unüblich, wenn man sich in einem öffentlichen Krankenhaus für Hexen und Zauberer befand. Dann sah ich aber auf den Jungen und für eine Sekunde hatte ich das Gefühl, dass mir das Herz in meiner Brust gefror. Bildete ich mir das hier alles gerade ein? Träumte ich? Das hier konnte doch nicht echt sein - oder? Mein Blick war stur auf sein Gesicht gerichtet. Konnte er es wirklich sein? Kurz wanderte mein Blick zu ihren Händen, die eindeutig etwas aussagten. Ich hob meinen Blick wieder und sah zu Wyatt. Ich musste wohl wirklich irre geworden sein. Ich war gerade unfähig mich zu bewegen, weswegen ich mich nicht wehrte, als er seinen Arm um mich legte.
Ich hatte den Heiler vollkommen vergessen und zuckte deshalb zusammen, als er wieder meinen Namen rief. Verdammt! Ich musste weg! Ich sah mich etwas hilflos um. Keine Zeit für irgendwelche Gefühle oder Gedanken, die sowieso vollkommen überflüssig waren, interessierte sich Wyatt sowieso nicht für mich. Es war nur Zufall, dass ich ihm begegnet war. Als ich die Blumen in meinem Gesicht sah, blickte ich verwirrt auf diese. Was bei Merlin? Ich wusste gerade nicht so recht, was ich tun sollte, auch wenn alles in mir schrie, dass ich laufen sollte, um wenigstens noch eine kleine Chance zu haben. Die Schritte des Heilers kamen immer näher, so viel Vorsprung hatte ich nicht gehabt. Ich wollte mich gerade aus dem Griff befreien, als das Mädchen plötzlich loslief. Es dauerte einen Moment bis ich verstand, was sie da tat. Sie lenkte die Aufmerksamkeit des Heilers auf sich. Tat sie das gerade für mich? Ich sah wieder zu Wyatt und für einen kurzen Moment war etwas wie Dankbarkeit in meinem Blick zu sehen, ehe ich mich wirklich aus dem Griff befreite. Ich musste immer noch irgendwie weg hier und das Mädchen hatte mir gerade sehr viel weiter geholfen. Ich musste diese Chance ergreifen. Ich umschloss Wyatts Handgelenk mit einer Hand, um seinen Arm von meinen Schultern zu nehmen. Ich sah kurz in die Richtung, in der der Heiler gegangen war, weil er dachte, dass ich wirklich dort lang gegangen war. Ich sagte kein Wort, wusste ich sowieso nicht was ich sagen sollte. Hier rausholen würde er mich sowieso nicht. Ich ging also einfach an ihm vorbei in die Richtung, aus der ich gekommen war. Ich lief aber nicht, denn das würde nur wieder Aufmerksamkeit auf mich ziehen und die konnte ich gerade nicht gebrauchen.

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Gabriella
Gelöschter Benutzer

Re: Zukunftsplay » 10

von Gabriella am 29.07.2017 06:00

David und Delilah waren hier bei Wyatt und bereiteten mit seinen Eltern die Hochzeit vor. Ihr Fernbleiben hatte ich genutzt, um Hazel zu mir einzuladen. Wir hatten sämtliche Regale und Unterlagen der beiden durchkämmt und waren schließlich auf ein paar ziemlich erschreckende Dinge gestoßen. Hazel hatte ich nicht weiter in dem Haus lassen wollen und ich wollte über diese Sache unbedingt mit Wyatt sprechen. Nicht primär, weil ich seine Meinung dazu wissen wollte, sondern eher, weil ich mit jemand unbeteiligtem darüber reden wollte.
Als ich bei ihm ankam, war er jedoch gerade dabei zu gehen. Bevor ich ansetzen konnte irgendwas zu sagen, zog er mich mit sich. Ich wagte nicht irgendein Wort zu sagen, doch mir brannte die Frage auf der Zunge, ob irgendwas passiert war, oder ob Wyatt nur nicht ins Haus wollte, weil es ihm dort zu stressig war. Als er dann meinte, ich wäre mit einem guten Grund hier, nickte ich und wollte gerade ansetzen zu erzählen, da bat er mich das noch ein wenig für mich zu behalten. Einen Moment lang war ich unschlüssig darüber, doch das bedeutete eigentlich, dass bei Wyatt etwas Wichtiges vorging, also hielt ich den Mund über mein Zeug und nickte nur erneut. "Okay.", murmelte ich. Dann hörte ich ihm bei seiner Vermutung über seine erste Verlobte zu. Ich musste zugeben, dass es mir nicht ganz behagte, dass er nach seiner ersten Verlobten suchte, doch ich unterdrückte dieses Gefühl von Eifersucht, das ich gar nicht haben brauchte, denn schließlich war er jetzt mit mir verlobt, oder? Und seine Sorge schien ziemlich gerechtfertigt zu sein. Schließlich blickte ich ihn ernst an. "Wenn das wirklich Diana dort ist, dann helfen wir ihr.", versprach ich. Ich hatte keine Ahnung wie, aber zusammen würden wir das schon irgendwie regeln, da war ich mir sicher.
Ich schwieg den Rest der Zeit allerdings, ließ mich von Wyatt in alle Etagen des St. Mungos drei Mal ziehen und hatte es eigentlich schon aufgegeben, dass wir Diana hier fanden. Wobei ich ziemlich nutzlos dabei war. Ich wusste noch nicht einmal wie sie aussah, also wenn sie nicht gerade mit einem großen Schild herum lief, auf dem ihr Name stand, würde ich sie nicht einmal erkennen.
Doch dann rannte ein Mädchen in mich hinein und die Art wie Wyatt sie ansah, machte mir klar, dass das genau das Mädchen war, nachdem wir suchten. Vielleicht machte mir das auch der Mann klar, der ziemlich laut ihren Namen herum brüllte. Wyatt zog sie sofort hinter sich, doch sie sah immer noch recht auffällig aus, mit ihrer hellen Krankenhauskleidung. In einem Versuch das ein wenig zu kaschieren, zog ich meine Jeansjacke aus und hängte sie Diana über die Schultern. Dann lief ich zur nächsten Ecke, als würde ich gerade von dort kommen und rief quer durch den Flur, mit meiner besten Empörung in der Stimme. "HEY!" in der Hoffnung, dass ich die Aufmerksamkeit des Mannes damit auf mich richtete und er Diana nicht bemerkte. "Das Mädchen hat mich einfach angerempelt! Sie hat sich nicht einmal entschuldigt!" Da der Mann dort einer der einzigen war, die auch irgendwie ärztlich gekleidet waren, stierte ich ihn jetzt wütend an, während ich in die Richtung deutete, in die der Flur weiter ging. "Sie ist mir gegen den Arm gerannt! Wenn meine Schulter verletzt ist, verklage ich hier jeden, den ich verklagen kann! Ich hab morgen ein Quidditchspiel und das ist mein Wurfarm.", sagte ich und hielt mir den Arm, als würde er wirklich schmerzen. "Was stehen sie noch hier herum? Bringen sie lieber ihre Patientin unter Kontrolle. Ich verlange eine Entschuldigung!" Ich wäre fast mit dem Fuß aufgestampft, aber das wäre vermutlich zu viel des Guten gewesen. Ich hatte keine Ahnung, ob er mir meine kleine Show abkaufte, aber ich hoffte einfach, Wyatt würde mit Diana in die Richtung gehen, aus der der Kerl kam, während er seine Aufmerksamkeit auf mich richtete. In die Richtung zurück würde er vermutlich nicht gehen und nach Diana suchen.

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Wyatt
Gelöschter Benutzer

Re: Zukunftsplay » 10

von Wyatt am 29.07.2017 05:13

Nicht nur an Gabriellas und meine Beziehung musste ich verstärkt nach unserem Aufenthalt im St. Mungo denken. Mir ging eine bestimmte Begebenheit nicht mehr aus dem Kopf. Ich war mir nicht einmal sicher, ob es sich wirklich so zugetragen hatte. Immerhin hatte ich mich an diesem Tag so gefühlt wie mit Watte ausgestopft. Aber ich ertrug es einfach nicht im Unwissen zu bleiben. Die Schule konnte ich allerdings nicht wieder verlassen, nicht ohne einen triftigen Grund und der fiel mir beim besten Willen nicht ein.
Ich kam nach Hause und wurde sofort in sämtliche Planungen bezüglich der Hochzeit eingesponnen. An einen Ausflug ins St. Mungo war nicht zu denken, doch ich musste einfach Gewissheit darüber bekommen. Ich hatte nicht einmal Blickkontakt zu der Gestalt gehabt, die zerbrechlich und elfenhaft durch die Etage geeilt war. Doch ich hatte dieses Gefühl im Magen. Auf so etwas vertraute ich meistens. Bisher war noch nichts drastisches deswegen passiert.
Nun, eine Woche nachdem die Ferien begannen hatten, bekam ich endlich Gelegenheit dazu, mein Elternhaus zu verlasssen. Es war ein viel zu schöner Sonntag, firedlich und fast zu aufdringlicher Sonnenschein.
Ich wollte gerade die Haustür überschreiten, als ich in Eile beinahe gegen jemanden stieß. "Gabriella..." stieß ich überrascht aus, da ich nicht im Geringsten mit ihr gerechnet hatte. "Hey." sagte ich dann lächelnd und für einen winzigen Moment vergaß ich mein Vorhaben sogar, doch die Dringlichkeit ließ mich nicht los.
Ohne groß darüber nachzudenken, verschränkte ich meine Hand mit ihrer und zog sie mit mir. Unauffällig über Muggelwege würden wir besser ins St. Mungo kommen, ohne, dass meine Eltern von irgendwas Wind bekamen. Vorausgesetzt Gabriella würde mitkommen. Im Moment wollte ich sie einfach von meinem Elternhaus fernhalten, damit sie nicht noch hereingebeten wurde und ich natürlich mitkommen musste.
Nachdem wir uns weit genug entfernt hatten, wandte ich mich ihr dicht zu. "Ich hab was ungeheuer Wichtiges zu erledigen. Ich schätze, du bist nicht ohne guten Grund hier, oder? Ich bitte dich aber mit deinem Anliegen noch zu warten...ist das in Ordnung für dich?" mit einer überraschenden Vertrautheit, strich ich ihr mit den Fingern über die Wange und lächelte leicht aber entschlossen.
Es dauerte nichtlange, bis wir das Krankenhaus erreichten. Ich erzählte Gabriella leise und eindringlich von meinem Verdacht. Von meinem Verdacht Diana gesehen zu haben, meine erste Verlobte, von der ich nie wieder etwas gehört hatte. Ihre bloße Existenz wurde Tod geschwiegen. Keiner meiner Nachfragen wurde beantwortet. Ich machte mir schon seit Monaten Sorgen und hatte ein schlechtes Gewissen, nicht akribischer nachgeforscht zu haben.
Im St. Mungo war ich ziemlich ratlos. Ich wagte es nicht an der Rezeption zu fragen. Ich hatte das Gefühl vorsichtig sein zu müssen. An irgendeinem Shop in der Straße hatte ich einen Blumenstrauß aufgegriffen, um wie ein normaler Besucher zu wirken. Ich wusste nicht wo ich anzufangen sollte. Ziellos zog ich Gabriella in jedes weitere Stockwerk. Dann wieder von vorne. Mein Blick glitt über sämtliche Zimmerschilder, doch den Namen Diana fand ich nirgendwo wieder. Ich wollte schon beinahe die Hoffnung aufgeben, als jemand mit Gabriella zusammenstieß. Ziemlich gehetzt wie mir schien. Meine erste Sorge galt Gabriella und zuerst versicherte ich mich, dass es ihr gut ging, bis mein Blick auf das Mädchen glitt. Automatisch sog ich scharf die Luft ein und für ein paar Sekunden konnte ich nicht anders als sie wie einen Geist anzustarren. Ihre ganze Gestalt war irgendwie fahl und zerbrechlich und mein Herz wurde mir bei dem Anblick unendlich schwer. Die schnellen, hallenden Schritte, die vermutlich jeden Moment um die Ecke kommen würden, rissen mich aus der Erstarrung. Besenkammer? Irgendwo eine Besenkammer? Ich sah mich um, doch dies war nicht Hogwarts. Als Versteck wäre es sowieso ziemlich offensichtlich. Inständig hoffend, legte ich einen Arm um Diana und versuchte ihren zierlichen Körper mit meinem zu verdecken. Die Blumen hielt ich dicht vor ihr Gesicht. Es könnte glatt als Aufforderung gelten, dass sie daran riechen sollte. Oder eben als armseliger Versuch, sie zu verstecken. Vielleicht rechneten sie einfach nicht damit. Wer auch immer da angerannt kam. Falls es überhaupt der Fall war. Seit wann war ich so paranoid geworden?

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Diana
Gelöschter Benutzer

Re: Zukunftsplay » 10

von Diana am 29.07.2017 03:48

- W Y A T T  | G A B R I E L L A  | D I A N A -
- S T.  M U N G O  H O S P I T A L -
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Ich saß etwas gedankenverloren auf der Fensterbank in meinem Zimmer. Meine Arme hatte ich um meine angewinkelten Beine gelegt, mein Blick war aus dem Fenster gerichtet. Ich sah gerade, wie ein Kind aus dem Krankenhaus lief. Hinter ihm seine Mutter, die etwas abgehetzt wirkte, sofern ich dies denn von hier beurteilen konnte. Mein Blick ging weiter zu einem Liebespaar, welches Händchenhaltend vorbei lief. Plötzlich hörte ich, wie jemand die Türklinke nach unten drückte, was mich automatisch in Richtung Tür schauen ließ. Eine Heilerin kam in den Raum. In ihrer Hand hielt sie ein Tablett, auf dem sich mein Essen befand. Ich verfolgte sie mit meinem skeptischen Blick, bis sie schließlich das Tablett auf dem Tisch abgestellt hatte. Ihr Blick wanderte zu mir. „Diana.", sagte sie in ihrer gewohnt sanften Stimme, während sie auf mich zu kam. Sie legte ihre Hand auf meine Schulter, welche ich mit einer schnellen Bewegung wieder entfernte. Nun war ich tatsächlich schon so lange da und immer noch verstand niemand, dass man mich nicht anfassen sollte. „Iss was." Ich konnte nicht sagen, dass ich diese Heilerin mochte, ich konnte aber nicht sagen, dass ich sie hasste. Sie war von allen hier die einzige, die mich nicht wie eine geisteskranke behandelte. Sie schien mich als normaler Mensch zu sehen, zumindest manchmal.
Ich ließ sie nicht aus den Augen, auch nicht, als sie sich wieder von mir abwandte und das Zimmer verließ. Erst, als ich sie nicht mehr sehen konnte, nahm ich meinen Blick wieder von ihr. Ich hatte heute den ganzen Tag noch kein Wort gesprochen. Mit wem auch? Den Heilern, die ab und zu mal her kamen und mich mit irgendwelchen Tränken füttern wollten? Oder mit meiner Familie, die schon seit Wochen nicht mehr auch nur einen Fuß in dieses Zimmer gesetzt hatte? Merlin, ich verabscheute diesen Ort und alles, was damit zutun hatte.
Ich richtete mich schließlich auf und lief durch mein Zimmer. Es war ziemlich klein, dafür hatte ich es aber für mich alleine. Ich wusste, dass meine Eltern dies nicht für mich gemacht hatten, weil sie sich besonders um mich sorgten. Ich gehörte nicht her, das wussten alle und dennoch hatte man mich hier eingesperrt. Da ich keinen Hunger hatte und es nicht mehr länger in meinem Zimmer aushielt, entschied ich mich, dass ich vielleicht durch das Krankenhaus laufen sollte. Die Heilerin, die mir eben das Essen gebracht hatte, war manchmal so nett einfach die Tür offen zu lassen, damit ich wenigstens ein paar Minuten aus diesem Zimmer kam. Ich war ihr dankbar dafür, wäre ich sonst sicherlich schon wahnsinnig geworden. Ich streckte also kurz meinen Kopf heraus, um sicher zu gehen, dass mich niemand sah, ehe ich mein Zimmer schließlich verließ. Ich lief den Gang entlang, um zum Treppenhaus zu gelangen, um nach unten zu gehen. Ich hatte nie ein Ziel, wenn ich hier so rumlief, da ich wusste, dass ich es niemals schaffte dieses Krankenhaus ohne meinen Zauberstab zu verlassen. Ich hatte keine Ahnung welche Abteilung das hier war, aber hier hielten sich immer die wenigstens Menschen auf. Ich hasste Lärm und viele Menschen auf einmal. Das machte mich...nervös. Sehr sogar.
Ich verschränkte meine Arme vor meiner Brust, während ich den Gang der Abteilung entlang lief. Als ich an einem Fenster vorbei ging, bleib ich kurz stehen, nur, um mich selbst in der Spieglung zu betrachten. Meine Haare hatte ich zu einem unordentlichen Zopf zusammengebunden. Mein Gesicht war eingefallen. Hatte ich wieder abgenommen? Ich strich mir mit einer Hand über meine Wangen. Meine Augen zierten tiefe Augenränder, da ich heute Nacht wieder kaum ein Auge zu bekommen hatte.
„DIANA!", hörte ich jemanden meinen Namen sagen, was mich sofort panisch umdrehen ließ. Ich sah in das Gesicht eines Mannes, welcher ebenfalls einer der Heiler war, allerdings einer, der es absolut nicht leiden konnte, wenn etwas nicht so lief wie es sollte. Er ging in schnellen Schritten auf mich zu Ich spürte wie mein Herz schneller zu schlagen begann. Ich wollte nicht zurück in dieses Zimmer, ich wollte weg hier. Ich drehte mich schließlich um und lief los. Dieser Plan war eigentlich zum scheitern verurteilt, doch ich konnte einfach nicht anders.

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Echo
Gelöschter Benutzer

Re: Zukunftsplay » 10

von Echo am 27.06.2017 15:18

Sie stockte und blickte mich ein wenig verwirrt an. Was wiederum mich verwirrte. Stirnrunzelnd blickte ich sie an und dann fiel mein Blick auf ihren Arm. Da war gar kein Mal. Also war sie noch keine richtige Todesserin. Einen Moment stutzte ich und war verwirrt und dann fühlte ich mich schlecht, denn ich beleidigte sie, obwohl ich das Mal schon längst auf meinem Unterarm trug.
"Ich werde gezwungen mir den Horror mit anzusehen."
Kurz blinzelte ich und dann fiel der Groschen endlich. Viel zu spät eigentlich, wo ich in der Schule doch ein ziemlich Überflieger war und vor Intelligenz nur so strotzte. Aber anscheinend konnte ich Bücher auswendige lernen, versagte aber im Leben und im Umgang mit Menschen. Das klang... logisch.
Ich fuhr mir etwas unbeholfen durch die Haare und sah Ray entschuldigend an. "Tut mir leid, ich hab nicht gewusst, dass..." Ich wusste gar nicht, wo ich ansetzen sollte. Ich hatte eigentlich nichts über sie gewusst, sie nur aufgrund von Vorurteilen gehasst, weil ich sie bei den Todessertreffen gesehen hatte. Ich hab gar nicht einmal mitbekommen, dass sie noch gar keine richtige Todesserin war.
"Vielleicht hast du Glück und das Mal wird dir nicht auf den Arm gebrannt. Die haben es da nicht so mit Frauen.", murmelte ich. Es war einerseits ziemlich sexistisch, dass die Todesser Männer in ihren Kreisen präferierten und Frauen recht selten das Todessermal in den Arm gebrannt bekamen, aber irgendwie war es für die Mädchen ja doch irgendwo positiv.
"Tut mir leid..", murmelte ich dann ein wenig hilflos. Ich wusste jedoch immer noch nicht, was ich von ihr halten sollte. Sie trug das Mal nicht, sie schien nicht davon begeistert zu sein, dennoch war sie da und dennoch hatte ich sie für so jemanden gehalten. Ich war gerade viel zu verwirrt darüber. Darüber, dass sie nicht so ein Mensch war, wie ich vermutet hatte und darüber, dass ich es überhaupt vermutet habe. Jetzt war ich schon so versessenh darauf alle zu hassen, die in den Todesserkreisen wandelten, ohne meine Gründe zu hinterfragen. Das war nicht viel besser, als das, wie die Todesser mit den Muggelstämmigen umgingen. Kopfschüttelnd drehte ich mich um und ging einfach, ohne ein weiteres Wort. Ein wenig war ich enttäuscht über mich selbst und ich brauchte erst einmal wieder klare Gedanken.

T H R E A D   F R E I

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.07.2017 12:46.

Ray
Gelöschter Benutzer

Re: Zukunftsplay » 10

von Ray am 23.06.2017 19:05

SickGracefulHerring.gif
 (darf ich anmerken dass Tyler es verdammt schwer macht böse auf Echo zu bleiben?? x'D)


Er wollte mich also nicht kennen, nur weil er dachte ich sei eine Todesserin?! Und was war er? Ein Prophet oder was?! Wenn er nicht so ein verdammter Arschloch wäre hätte ich ihn sogar leiden können, aber er war ein kleiner Scheißer. Ein verflixter Heuchler. 

Meine ausholende Faust kam aber in der Luft ins Stocken. Moment was? Er nahm tatsächlich an, dass ich das Mal schon hatte? Wo lebe er, hinter'm Mond? Anscheinend gab er bei den Todessertreffen nicht genug Aufmerksamkeit darauf, was andere um ihn herum sagten. 

Mein Ärmel rutschte etwas herunter, als ich äußerst irritiert den Kopf schüttelte und langsam meine Arme wieder runternahm. Irgendwie war meine ganze Wut plötzlich verpufft und ersetzt durch Verwirrung. 
"Nein ...", sagte ich dann nachdem ich meine Lippen auf und wieder zu gemacht hatte auf der Suche nach Worten. "Ich werde gezwungen mir den Horror mitanzusehen."

Die ganzen Opfer, die entführt wurden, mit denen bei diesen Treffen gespielt wurde. Gefoltert, bloßgstellt. Entwürdigt.

Die Bilder nargten noch immer in meinen Erinnerungen. Ich hätte so gerne eingegriffen, Widerstand geleistet, hätte mein Vater mir nicht die Hand auf die Schulter gelegt und meine Mutter kaum merklich den Kopf geschüttelt. Wahrscheinlich gehörte ich wohl doch eher nach Gryffindor. Oder Ravenclaw. Oder Hufflepuff. Aber schlussendlich konnte ich mich nie für eines entscheiden. Es steckte auch ein Teil Slytherin in mir. Ich war alles, aber das sahen die Meisten hier nicht so.

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Echo
Gelöschter Benutzer

Re: Zukunftsplay » 10

von Echo am 22.06.2017 21:04

Sie war irre. Da war ich mir sicher. Ihr lachen jagte mir eine Gänsehaut über den Körper, aber keine von der guten Sorte. Es war unheimlich, wie sie in so einer Situation anfing zu lachen. Unwillkürlich trat ich einen Schritt zurück und musterte sie mit grunzelter Strin, nicht sicher, was ich davon halten wollte.
"Ehrlich gesagt brauche ich deinen Charakter gar nicht zu kennen.", fing ich an, doch ich unterbrach mich, als ihre Fast in meinem Gesicht landete. Schockiert und überrascht zu gleich blickte ich sie an und hielt mir meine Wange. Also Kraft hatte sie mehr, als ich erwartet hatte. Das musste man ihr lassen. "Bist du noch ganz bei Trost?", sagte ich dennoch hitzig. Warum schlug sie mich denn jetzt? Ich meine klar.. sie war wütend... das konnte in Blinder auf 100 Meter Entfernung erkennen, aber warum?
"Vorurteile?", fragte ich sie bissig. "Also bist du keine Todesserin?", fragte ich sie und senkte die Stimme. Auch wenn ich es nicht gut hieß, musste ja nicht jeder davon erfahren. "Du sitzt nicht bei den kleinen Treffen mit am Tisch? Du hälst dich nicht für etwas Besseres?" Denn mir kam es so vor, als würde sie genau das tun.
Dennoch zweifelte ich gerade doch ein wenig an meinem Einschätzungvermögen. Warum war sie so wütend, wenn es doch alles stimmen sollte, was ich sagte? Ich betrachtete wenige Dinge so engstirnung, nur bei Todessern war ich so verbissen darauf, dass sie alle böse waren. Aber das stimmte nicht. Nicht immer. Meistens schon, aber es gab Ausnahmen. Ich war eine Ausnahme. Wyatt war eine Ausnahme. Und dass sie so wütend wurde, machte mich ein wenig stutzig.

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Ray
Gelöschter Benutzer

Re: Zukunftsplay » 10

von Ray am 22.06.2017 00:28

Ich begann zu lachen. Erst leise .. dann immer mehr und lauter. Sprachlos und ungläubig. Und ziemlich abgefuckt. Die aufbrodelnde Wut in mir, die immer heißer wurde mit jedem Wort, das seine Lippen verließ. Mit jeder Sekunde, in der ich sein verzogenes Gesicht vernichtend anstarrte. 

"Nicht wie ich sagt er", lachte ich weiter, bis die Wut einen gewissen Grad erreichte und ich sofort damit stockte und meine Mundwinkel sich schlagartig nach unten zogen. "Woher willst du wissen wie ich bin?!"
Normalerweise wäre ich nicht so schnell ausgerastet, denn ich war eigentlich eine ziemlich ruhige und sehr geduldige Person. Doch die innere Sirene in mir, die ich immer noch nicht akzeptieren wollte, bewirkte etwas in mir. 

Ich wollte sein Gesicht zerkratzen, meine Fingernägel in seine Augenhöhlen pressen und diese braunen Augäpfel herausreißen. Dies ließ ich natürlich nicht zu. Stattdessen holte ich aus und schlug ihm mit geballter Faust ins Gesicht. Er dachte wir waren skrupllos? Ich würde ihm mein skrupellos zeigen!!

"Du bist das perfekte Klischee!", zischte ich, ich vergaß meine, die mir von der Schulter zu Boden glitt, als ich ihn erneut versuchte zu boxen. "die Verkörperung derer, die diese Vorurteile mit dir teilen!" Ich hasste ihn! Ich hasste ihn so sehr! Ich hatte nie einer Menschenseele irgendwas angetan! Selbst das Wort Schlammblutt versuchte ich so gut wie möglich zu umgehen. Er wusste NICHTS von mir. NICHTS von meiner Familie!

Meine Familie - Tränen der Wut füllten meine Augen. Wut und Frust, weil sie all dies für mein überleben über sich ergehen ließen. All dieses Leid, die bösen Taten. Er hatte keine Ahnung wie es war in Furcht aufzuwachsen und Tag ein Tag aus deine Eltern ein Stückchen mehr brechen zu sehen.

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Echo
Gelöschter Benutzer

Re: Zukunftsplay » 10

von Echo am 21.06.2017 23:38

Ich hob abwehrend die Hände, als sie mich so anfauchte. Ich hatte sie nur kurz angefasst, nicht einmal an dem Arm, wo das Todessermal war, denn dem würde ich nicht zu nahe kommen wollen. Kurios, wo ich es doch selbst in meiner Haut eingebrannt trug.
Scheinbar nahm sie mein kurzes Zurückhalten von ihr doch persönlicher, als ich es gedacht hätte. Normalerweise hätte ich mich jetzt überschwänglich bei ihr dafür entschuldigt. Ich war ein vernünftiger Junge, gut erzogen von meinen Eltern, ich wusste, wann ich höflich war und wann nicht. Normalerweise war ich sehr gut darauf bedacht diese Grenze nicht zu überschreiten, aber mal im Ernst... Die Todesser folterten Muggelstämmige und töteten Muggel. Höflichkeit stand bei ihnen nicht als höchste Priorität an der Tagesordnung, also warum sollte ich den Leuten dann so etwas entgegen bringen?
Ich schnaubte nur verächtlich, bei dem was sie sagte. Ich nannte die Muggelstämmigen vor den Todessern immer "Schlammblüter", doch brachte ich das Wort genauso schwer über die Lippen, wie den Namen von du-weißt-schon-wem. Und ich fühlte mich danach immer schmutziger, als das Wort es selbst war. Und ich mochte es nicht so dar gestellt zu werden. "Nur weil ich eine Überzeugung teile, heißt es nicht, dass ich skrupellos bin. Im gegensatz zu dir, habe ich mich noch nicht an anderen vergriffen.", meinte ich nur kopfschüttelnd und funkelte sie wütend an. Ich war nicht oft wütend, aber in letzter Zeit schien sich das zu häufen. Als Wyatt von seinem Vater verlobt wurde, war ich wütend. Als er den Todessern beitreten musste, war ich wütend. Und jetzt war ich es auch, als Ray mich genau so hin stellte, wie mich die Todesser gern haben würden.
"Ich bin nicht wie du.", meinte ich langsam, aber ein gewisses Stück Bedrohlichkeit schwang in meiner Stimme mit. "Du bist die falsche Schlange von uns. Du bist die, die das perfekte Klischee von Slytherin erfüllt. Nicht ich." Ich warf ihr nichts vor, was ich auch war. Sie war das gegenteil von mir. Vermutlich trug sie das dunkle Mal mit Stolz. Ich trug es nur, weil ich Wyatt nicht alles allein durchstehen lassen wollte. Und da ich ihn schlecht selbst heiraten konnte, war das für mich der einzig mögliche Weg gewesen, der einzig richtige Weg.

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