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Re: Vergangenheitsplay » 9
von Indigo am 07.02.2018 17:32Zugegeben, ich stellte es mir schon irgendwie toll vor, in Hogwarts zu leben, ohne in die Schule gehen zu müssen. Gegenüber dem Rest von uns Erstklässlern würde Merle wohl einen deutlichen Vorteil, wenn sie das Schloss schon kannte und dort wahrscheinlich auch schon Freunde gefunden hatte. Es war zwar komisch, dass sie bei ihrer Schwester lebte und nicht bei ihren Eltern, aber vielleicht hatten die einfach so viel zu tun...
„Naja, schon...", gab ich ehrlich zu – ich hatte den ganzen Sommer damit verbracht, so viel wie möglich über die schule zu erfahren. „Aber es fühlt sich trotzdem immer noch ein wenig wie ein Traum an. Ich kann es kaum fassen dass so viele spannende Dinge in diesem Schloss versteckt sein sollen!"
Meine Augen wurden grösser, als sie von den Geistern erzählte. Ich hatte nie welche gesehen. Es hatte zwar mal Gerüchte gegeben, dass es in Appleby Castle spukte, aber das hatte sich als falscher Alarm entpuppt. Ich stand den Wesen also mit einer Mischung aus Neugier und Furcht gegenüber – aber so, wie Merle sie beschrieb, konnten sie ja nicht so schlimm sein. „Danke für den Tipp jedenfalls", meinte ich lächelnd im Bezug auf Peeves. Vielleicht war es ja gut, dass ich sie kannte, wenn sie angeblich mit diesem Peeves befreundet war.
Ich legte meinen Kopf schief. „Nun ja, das ist vielleicht wirklich so... Oder sie tun nur so, als wären sie müde, damit sie ihre Ruhe haben. Arrow jedenfalls ist wirklich müde, das sieht man ganz klar." Sie mochte ihren Casper wohl mehr als ich Arrow, irgendwie konnte ich das erkennen – um ehrlich zu sein, war er auch um einiges hübscher als Arrow.
„Ich weiss nicht, ich will nicht länger schlafen, je älter ich werde... Im Gegenteil, eigentlich will ich immer länger aufbleiben. Besonders jetzt, wenn es doch so bald eine Schule zu erkunden gibt." Ich hatte von den Schulregeln gehört, und ausserdem hatten meine Eltern mir eingebläut, dass ich diese nicht missachten solle... Aber eigentlich musste ich mich nur nicht erwischen lassen, das war alles. Ich war viel zu neugierig, um immer auf den offiziellen Routen zu bleiben.
Merle Marit schien ein Mädchen voller Überraschungen zu sein. Wenn sie Quidditch kannte, musste sie auch als hexe aufgewachsen sein, also musste sie auch schon von klein auf über Magie Bescheid wissen – und trotzdem hatte sie erst seit heute ihren Zauberstab, und den hatte sie scheinbar auch ohne ihre Eltern und ohne ihre Schwester besorgen müssen. Das tat mir irgendwie leid. Schliesslich hatte ich meinen Zauberstab schon seit Monaten bewundern können, ohne ihn jemals benutzt zu haben.
Es war nicht so, dass ich nicht bemerkte, dass meine Frage merle traurig machte – im Gegenteil, ich sah es klar und deutlich, nur wusste ich nicht wirklich, warum sie nun traurig war. Es war nicht meine Absicht gewesen, sie zu verletzen. „Das tut mir leid", meinte ich ein wenig leiser wie vorher. „Ich meine, dass deine Eltern deine erste Zugfahrt verpassen. Irgendwie ist das ja ein wichtiger Moment." Meine hätten diese allererste Abfahrt zwar auch beinahe verpasst, und ausserdem wusste ich, wie gerne mein kleiner Bruder ebenfalls hier gewesen wäre – aber jedenfalls waren Mum und Dad hier gewesen. Das war immerhin besser als gar niemand.
„Ich hoffe, deine Eltern sind bei Weihnachten wieder zurück... Dann erleben sie wenigstens deine erste Rückfahrt." Ich lächelte aufmunternd.
Merle Marit. Irgendwas daran kam mir bekannter vor, als ich es wahrhaben wollte. Vielleicht waren ihre Eltern ja berühmt oder so und hatten deswegen keine Zeit für ihre Tochter – ich las den Tagespropheten nicht, hörte lediglich meinen Eltern manchmal dabei zu, wenn sie über Themen der magischen Welt redeten. Vieles verstand ich noch nicht mal, oder wollte es zumindest nicht verstehen.

Re: Vergangenheitsplay » 9
von Merle am 04.02.2018 23:20Ich kicherte. „Das war klar." sagte ich und deutete auf seinen Schal. Ich liebte Quidditch zwar auch sehr, war aber nicht unbedingt Fan einer bestimmten Mannschaft. Mein Prinzip war da eher für die Mannschaft zu sein, die besser spielte. Aber als er mir erzählte, wie nah das Spielfeld war, riss ich die Augen auf. Das war ja unglaublich toll!
Er schien eine kurze Weile in seinen Gedanken zu versinken und ich ließ ihn. Er sah glücklich aus. Seine Augen glänzten.Wenn ich eine solche Chance gehabt hätte, wäre ich auch ständig da gewesen. Naja, insofern es mir erlaubt gewesen wäre. Ich hatte auch eine tolle Kindheit gehabt mit meinen Geschwistern...aber ein Quidditchfeld war nicht in unmittelbarer Nähe gewesen.
Ich seufzte. „Ja. Meine Schwester ist Lehrerin für Muggelkunde und sie konnte mich nicht zurücklassen. Deswegen habe ich schon ein Jahr die Schule erkunden können." erklärte ich. Es war schon cool gewesen, wenn auch manchmal etwas langweilig, da die anderen ja auch zum Unterricht mussten. Über seine Fragen musste ich wieder lachen. „Hogwarts ist wunderschön. Aber ich weiß nicht, was dir so erzählt wurde. Hast du das Buch über Hogwarts gelesen? Dann müsstest du schon eine ganze Menge wissen." erzählte ich und legte dann meine Gruselmärchen- Stimme auf:"Jaaaaaa. Wuuuuhhhh." Ich lachte. „Aber die meisten Geister sind sehr freundlich. Etwas eklig vielleicht..." sagte ich, in Gedanken bei dem fast kopflosen Nick, der mir sein Unglück sehr unerfreulicherweise presentiert hatte. Ich schüttelte mich. „Der blutige Baron ist der einzige Geist, den ich als wirklich furchteinflößend beschreiben würde. Es ist wirklich über und über mit Blut besudelt." ich schauderte und begann dann zu grinsen. „Dann gibt es natürlich noch den Poltergeist Peeves. Vor dem musst du dich auch in Acht nehmen. Sonst bist du ganz schnell mit Tinte bekleckst." Ich lachte. „Es sei denn, du bist Merle Marit! Ich bin mit ihm befreundet." Wir hatten schon einiges zusammen angestellt und wenn keiner für mich Zeit hatte, was meistens der Fall war, hatte ich immer noch ihn. Dann dachten wir uns gerne Streiche aus, die wir dann schnellstmöglich auch in die Tat umsetzten. Doch ab diesem Jahr würde darüber bestimmt nicht mehr nur noch schmunzelnd der Kopf geschüttelt werden. Jetzt war ich auch offiziell Schülerin und für mein Haus mitverantwortlich. Auch wenn mich das nicht gänzlich von aller Art Unfug fernhalten würde. Dafür war das Chaos viel zu sehr mit mir verbunden.
Ich hatte auch schon überlegt, ob der Hut mich wohl nach Slytherin stecken würde. Bei dem ganzen Mist, den ich anstellte, wäre es nicht undenkbar. „Ich bin wirklich gespannt." antwortete ich also seufzend. Hauptsache, es würde überhaupt eines werden.
Ich zog eine Augenbraue hoch- meine Schwester Sierra hatte das auch immer getan- als er den Namen seines Katers nannte. Darauf hätte ich ja auch fast alleine kommen können. Dann lächelte ich wieder. Er sprach zwar etwas abwertend von seinem Tier, aber man sah trotzdem, wie sehr er ihn mochte. Casper war jetzt auch nicht unbedingt das sozialste Haustier der Welt und ich liebte ihn trotzdem. Er war ein Spinner, aber er war mein Spinner. „Sind Katzen nicht immer müde? Also alle Katzen? Vielleicht kommt es aber auch auf das Alter an. Wie bei Kindern. Desto älter man wird, desto lieber und länger schläft man wohl. Hat mein Bruder Maxon mir zumindest mal erzählt." mutmaßte ich schulterzuckend.
Ich beobachtete, wie er sich von seine Eltern durch ein letzte Winken verabschiedete. Kurz wirkte er traurig, dann lag seine Aufmerksamkeit wieder auf mir. Seine Frage machte mich noch trauriger. Meine Eltern und ich waren früher immer am Bahnsteig geblieben, bis auch der entfernteste Punkt des Zuges nicht mehr zu erahnen war. Ich hatte es immer schrecklich gefunden, weil meine Geschwister und allen voran Tea meine besten Freunde gewesen waren, die ich eine sehr lange Zeit missen musste. Nun würde ich alles darum geben, noch einmal mit meinen Eltern dort am Bahnsteig zu stehen und meinen Geschwistern nachzusehen. Sie hätten bestimmt mindestens genauso lange dort gestanden, wie bei meinen Geschwistern und mir selbst dann noch nachgewunken, wenn eigentlich schon nichts mehr zu erkennen war. Ich drehte das silberne Herzmedaillon zwischen meinen Fingern. Die Kette war mir eigentlich noch etwas zu lang, aber ich würde sie trotzdem niemals ablegen. Niemals.
Ich sah wieder zu Indigo. Ich musste seine Frage noch beantworten. „Ich bin alleine gekommen. Tea- meine Schwester war der Meinung, ich müsste die Erfahrung mit dem Zug zu kommen mindestens einmal machen. Deswegen wurde ich heute morgen hergebracht um mir meinen Zauberstab zu besorgen und dann hier einzusteigen und wie jeder andere Erstklässler zur Schule zu fahren." erklärte ich. Dann blickte ich zu dem Medaillon in meinen Händen herab. „Meine Eltern sind....gerade nicht da." sagte ich dann. Das könnte auch heißen, dass sie im Urlaub waren oder beruflich verhindert. Aber ich hatte vorhin meinen Namen genannt und der ,Fall Marit' war schließlich durch die Nachrichten gegangen.
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Re: Vergangenheitsplay » 9
von Indigo am 03.02.2018 14:34„Na ja, nicht an alle... Aber die von den Appleby Arrows, ja. Das ist nämlich meine Lieblingsmannschaft, hab ich das schon gesagt? Ich komme auch aus Appleby, das Spielfeld ist gar nicht weit von unserem Haus entfernt."
Unsere Familienausflüge an Sonntagen hatten mehr als nur oft durch das kleine Waldstück nicht weit von unserem kleinen Zuhause geführt, dieses eine Waldstück, vor dem Muggel umdrehten, weil sie etwas wichtiges vergessen hatten, oder es gar nicht erst beachteten, weil es durch mächtige Zauber geschützt war, die das Spielfeld der Arrows vor Muggeln verbergen sollten. Ich erinnerte mich nur zu gut an meine Vorfreude auf solche Spaziergänge – manchmal hatten wir gerade eine Trainingszeit erwischt und durften den Spielern zusehen, wie sie sich auf kommende Spiele vorbereiteten. Und an den Tagen, an denen meine Lieblingsmannschaft zuhause um den Pokal kämpfte, war ich schon seit jeher wie zahlreiche andere Zauberer und Hexen in den Wald geströmt – Quidditch-Spiele waren, im Gegensatz zu vielen Muggelballspielen, von denen mir Mum erzählt hatte, nie spät Abends, um es den Suchern einfacher zu machen, den Schnatz zu fangen, der schon bei Tageslicht schwierig genug zu finden war.
Später hatte mich Dad auch zu Spielen ausserhalb von Appleby mitgenommen, auch wenn Mum es nie unterstützt hatte. Ich erinnerte mich nicht gerne an die Auseinandersetzungen der beiden, dass Dad mich zu sehr beeinflusse und ich auch noch an was anderes als Quidditch denken sollte. Ein Mitspracherecht hatte ich dabei nicht gehabt, aber ich fand nicht, dass Dad mich zu sehr beeinflusste. Ich mochte Quidditch ja von mir aus.
Ich legte meinen Kopf schief. „Du warst schon letztes Jahr da?" Musste sie ihr erstes Jahr wiederholen? Oder lebte sie in Hogsmeade und war deshalb schon da gewesen? Ich hätte sie das fragen können, aber eine andere Frage schien mir gerade viel wichtiger. „Ähm... Wenn du schon da gewesen bist, wie ist es da so? Ist es so, wie es alle beschreiben? Gibt es da wirklich echte Geister?"
Ich hatte mir den ganzen Sommer über Gedanken gemacht, wie Hogwarts sein würde, und natürlich auch, in welches Haus ich kommen würde. Logisch. „Ich glaube auch nicht wirklich an Ravenclaw, und ein Slytherin werde ich hoffentlich auch nicht... Aber, keine Ahnung, ob ich mehr zu Hufflepuff oder zu Gryffindor passe. Ist mir aber eigentlich auch egal" Ich schluckte. „Das werden wir ja hoffentlich bald schon sehen."
Wenn sie tatsächlich bisher so wenig Spiele gesehen hatte, dann würden wir auf dieser Zugfahrt einiges zu reden haben, oder zumindest ich würde etwas sagen können. Die letzte Saison war für die Arrows überaus spannend gewesen, so auch für mich – am Ende hatten wir gegen die Tutshill Tornados im Halbfinale verloren.
„Das ist... Arrow", meinte ich mit einem Blick auf meinen Kater, der sich nicht rührte – nicht mal seine Augen schienen sich wirklich zu bewegen, sie waren immer noch auf die andere Katze fixiert, die zumindest Menschen gegenüber sozialer zu sein schien. „Ich weiss nicht mal, ob er ein Einzelgänger ist... Vor allen anderen Dingen ist er faul. Und irgendwie immer müde." Vielleicht klang das ja ganz wenig abschätzend, aber eigentlich mochte ich den Kater schon. Ob das umgekehrt auch so war, war zu bezweifeln.
Auch mein Blick fiel aus dem Fenster, als der Zug losfuhr und mich somit wieder ein bisschen mehr in die Realität riss, so wurde ich wieder daran erinnert, dass ich gerade von meinen Eltern fortfuhr. Ich suchte den Bahnsteig nach den beiden ab und fand sie ganz hinten. Dad hatte einen Arm um Mum gelegt und winkte mit dem anderen, und auf Mums Gesicht konnte ich dieses mir nur zu gut bekannte müde Lächeln entdecken, auch wenn sie ziemlich weit weg stand. Ich winkte Dad zurück. Langsam wurden die beiden kleiner, dann bog der Zug um eine Ecke und sie verschwanden aus meinem Blickfeld.
Da war sie wieder, diese komische Leere... Ich würde Mum und Dad so lange nicht mehr sehen, und das machte mich traurig.
Langsam drehte ich mich wieder Merle zu und lächelte unsicher. Sie hatte niemandem gewunken... Waren ihre Eltern nicht mit zum Zug gekommen oder hatte sie sich mit ihnen gestritten?
„Mussten deine Eltern schon wieder vom Bahnsteig weg oder bist du alleine hergekommen?", fragte ich mit einem mitfühlenden Unterton. Ich glaubte, ich wäre ziemlich traurig gewesen, wenn ich alleine hätte hier herkommen müssen.

Re: Vergangenheitsplay » 9
von Merle am 28.01.2018 12:42Das Buch, welches mich zu verschlucken schien - so gebannt war ich und das selbst nach dem hundertsten Mal lesen - und Caspers gleichmäßiges, beruhigendes Schnurren, ließen mich die restlichen Geräusche, wie etwa die der anderen Schüler, welche in den Zug einstiegen, überhören. Erst als plötzlich die Tür zu 'meinem' Abteil aufgeschoben wurde und mich jemand ansprach, tauchte ich wieder auf. Ich sah zu dem Jungen herüber und grinste. "Du offensichtlich auch." antwortete ich, während ich seinen Schal lächelnd musterte. Ein Arrows- Fan, ganz klar. Damit hatte ich kein großes Problem. Ich deutete auf den freien Platz mir gegenüber und schlug das Buch zu.
Er erzählte mir, dass er das Buch- genau wie ich - eigentlich bereits auswendig kannte. Ich nickte zustimmend. Doch als er sagte, dass er jetzt viele Spiele verpassen würde, wurde ich stutzig. „Du gehst zu allen Spielen? Ich war erst einmal dabei...." erwiderte ich traurig. Mom und Dad hatten immer wahnsinnig viel zu tun gehabt und hatten deswegen keine Zeit gehabt, mitzukommen. Und da ich noch 'zu klein' war, wollten meine älteren Geschwister auch nicht die Verantwortung übernehmen oder durften es nicht. Tea hätte ich mitgenommen, aber sie war selbst noch recht jung. Ich knirschte mit den Zähnen. Ich hörte ihm weiterhin aufmerksam zu und lächelte, als er die Hausmannschaften erwähnte. „Ja, stimmt. Die Spiele habe ich letztes Jahr gesehen! Sie sind auch sehr gut. Ich möchte auch gerne spielen. Gegen meine älteren Geschwister habe ich schon immer gespielt und sehr viel bessere Übung hätte ich nicht bekommen können." ich lachte.
Sein Name war ungewöhnlich, aber schön. Ich fand es gut, wenn Namen selten waren, das machte sie besonders. „Ich bin Merle. Aber Meer ist auch in Ordnung. Ich habe keine Ahnung, welches Haus ich wohl bin. Ich könnte einfach in jedes kommen. Naja, vielleicht nicht unbedingt nach Ravenclaw, aber sonst...Hast du schon eine Idee, in welches Haus du kommen könntest?" fragte ich und legte den Kopf schief. „Oh und über die Quidditchspiele, die du besucht hast, musst du mir einfach alles erzählen!" schloss ich. Ich redete zwar sehr gerne, aber wenn jemand etwas interessantes zu erzählen hatte, war ich auch eine sehr gute und aufmerksame Zuhörerin.
Casper drehte sich unterdessen auf die andere Seite und sah mich mit seinen großen grünen Augen aufmerksam an. Ich war mir ziemlich sicher, dass er meine Aufregung spürte. Ich strich ihm kurz durch sein grau - getigertes Fell um ihm zu zeigen, dass alles gut war. Er schnurrte und begann sich dann zu putzen. „Das ist übrigens Casper." ich lächelte. „Und wer ist das?" fragte ich und deutete auf den Kater, den Indigo mitgebracht hatte. „Entschuldige Casper bitte. Er ist eher ein Einzelgänger." ich zuckte entschuldigend mit den Schultern und sah wieder zu ihm. Ich hatte ihn als so ziemlich letztes Geschenk meiner Eltern bekommen, bevor sie...ich schluckte die Tränen herunter und betrachtete den Kater weiter. Es war so schön gewesen. Mein Geschenk hat gemaunzt und da ich mir schon immer ein Tier gewünscht hatte, war ich ganz aus dem Häuschen und als dann Casper, ziemlich empört, aus dem Karton geklettert kam, war es Liebe auf den ersten Blick.
Ich lächelte erneut und wandte mich wieder meinem Gegenüber zu.
Der Zug fuhr mit einem Ruck an und mein Blick wanderte zum Fenster. Also war es elf Uhr und die Reise nach Hause hatte begonnen. Es war seltsam, dass ich erst heute Morgen von dort gekommen war und nun mit so vielen im Zug saß, die Hogwarts das erste Mal sehen würden, während ich es schon kannte. Ich hatte mit Peeves so viele Streifzüge durch das gesamte Schloss unternommen, dass ich es mittlerweile auswendig kannte. Und alle anderen im meinem Jahrgang müssten es erst noch erkunden. Ich seufzte und betrachtete, wie die Eltern draußen ihren Kindern zuwinkten und wie ihre jüngeren Geschwister versuchten dem Zug nachzurennen. Das alles stimmte mich wahnsinnig traurig und ich würde fast alles dafür geben, meine Eltern dort stehen zu sehen. Noch bevor der Zug den Bahnhof verlassen hatte, blickte ich wieder zu Indigos Kater, der mich wachsam betrachtete. Katzen hatten ein Gespür für die Gefühle der Menschen, ob er meine wohl auch erkannte?
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Re: Vergangenheitsplay » 9
von Indigo am 26.01.2018 19:33Eigentlich hatte ich mich schon so lange auf den Tag gefreut, an dem ich für das allererste Mal in den Hogwartsexpress steigen durfte. Schon seit meinem Geburtstag, an dem der Brief mit dem Siegel der der Schule ankam, hatte ich es kaum erwarten können, meinen Zauberstab und meine Schulbücher zu bekommen, und ich war bis aufs äusserste gespannt darauf, in welches Haus mich der sprechende Hut, von dem mir meine Eltern erzählt hatten, einteilen würde. Ich hatte schon so einige Geschichten über das Schloss gehört, und schon bald konnte ich mir ein eigenes Bild davon machen. Ich hatte mich darauf gefreut, neue Freunde zu finden und lauter gute Erinnerungen zu schaffen. Nächstes Jahr würde ich meinen Besen mitnehmen dürfen und dann würde ich alles dafür tun, um in die Mannschaft meines Hauses zu kommen, welches Haus es auch immer war. Und in zwei Jahren würde ich mit den Freunden, die ich dieses Jahr machen würde, nach Hogsmeade gehen, um unser ganzes Taschengeld auszugeben.
Alles in allem, ich stellte mir Hogwarts grossartig vor.
Doch jetzt, als ich mit meinem klobigen Koffer voller Schulsachen und Kleidern, einem schon wieder beleidigt wirkendem Kater und meinen Eltern unmittelbar hinter mir das vor Muggeln verborgene Gleis betrat, war ich mir plötzlich nicht mehr so sicher, ob es so toll war, meine Familie zu verlassen und sie erst Weihnachten wiederzusehen. Ich hatte schon jetzt das ungute Gefühl, meinen Bruder, Mum und Dad zu vermissen – und dabei hatte ich mich zumindest von meinen Eltern noch nicht mal verabschiedet. Von meinem Bruder hatte ich schon vor gut einer Stunde Abschied nehmen müssen, er lag wieder einmal in Londons magischem Krankenhaus. Und das machte es mir auch nicht gerade leichter.
„Komm schon, wir sind spät dran. Hoffentlich findest du noch ein Abteil."
Mums Stimme war angespannt. Ich wusste, dass sie mich genauso vermissen würde wie ich sie, doch ich wusste auch, dass sie in diesem Moment mit ihren Gedanken bei ihrem anderen Sohn war.
Dad klopfte mir lächelnd auf die Schultern. „Du wirst das schon überstehen. Wir versprechen dir, so oft wie möglich zu schreiben, okay?"
Ich nickte und drückte ihn und danach auch Mum ganz fest. Auch wenn ich es nicht zugeben wollte, war ich kurz davor, vor all den anderen Kindern auf dem Bahnsteig zu heulen. Ich würde die beiden wirklich vermissen. Doch hoffentlich würde ich neue Menschen kennenlernen, die ich dann in den Weihnachtsferien ganz dolle vermissen konnte.
Ich schaute noch ein letztes Mal auf meine Eltern zurück, bevor ich meinen Koffer und mich selbst in den Zug hievte, dicht gefolgt von meinem Kater Arrow, der schon jahrelang durch unser Haus in Appleby strich – ich hatte die Wahl zwischen einer Eule und einem Besen für nächstes Jahre bekommen und hatte deshalb beschlossen, Arrow mit nach Hogwarts zu nehmen. Dann drehte ich mich schweren Herzens um und ging langsam durch den Zug, einen vorsichtigen Blick in jedes Abteil werfend. Ich hatte nicht den Mut, mich in ein Abteil mit älter aussehenden Schülern zu setzen, und selbst die jüngeren sahen so aus, als würden sie sich schon jahrelang kennen.
Ich blieb vor einem Abteil stehen, durch dessen Tür ein mir wirklich bekannter Buchrücken in mein Auge gesprungen war. Das blonde Mädchen, das hinter dem wohl bekanntesten Buch über Quidditch sass, war tatsächlich noch alleine in dem Abteil. Ich zögerte nur kurz, bevor ich die Tür einen Spalt breit öffnete und meinen Kopf durch den Spalt steckte.
„Du magst Quidditch?"
Zusammen mit meinem schiefen Grinsen, dem gelb-hellblau gestreiften Appleby Arrows-Schal, der um mein Hals gewickelt war, und Arrow, der im selben Moment beschloss, durch den Türspalt in das Abteil zu spazieren, musste ich eienen etwas schrägen Eindruck abgeben, aber das bedachte ich in diesem Moment erst gar nicht. Stattdessen öffnete ich die Tür ganz und betrat das Abteil, ohne zu fragen, ob sie noch jemanden erwartete oder mich ganz einfach nicht als Begleitung für die Zugfahrt wollte.
„Weisst du, ich kenne das Buch schon fast auswendig. Ich liebe Quidditch, naja, jetzt, wo ich nach Hogwarts gehe, verpasse ich leider ein paar Spiele, aber dafür gibt es ja die Hausmannschaften... Hoffentlich komme ich da schon nächstes Jahr rein, in welches Haus auch immer ich komme. Ach ja, und übrigens, ich bin Indigo." Ich sah das Mädchen an und hoffte, jetzt, nach meinem Redefluss, dass sie mich nicht für komplett verrückt hielt.
Wahrscheinlich war meine ganz leichte Nervosität der Grund für mein Redefluss. Es half mir irgendwie, mich von meiner Familie, von der ich nun so lange getrennt sein würde, abzlenken. Gott, ich würde Mum und Dad wirklich vermissen...
Mir fiel erst jetzt auf, dass das Mädchen ebenfalls eine Katze bei sich hatte, die von Arrow, der sich auf einem Sitz niedergelassen hatte, misstrauisch betrachtet wurde. Er machte keine Anstalten, sich näher an seinen Artgenossen heranzuwagen, was typisch für den fetten Kater war.

Re: Vergangenheitsplay » 9
von Merle am 24.01.2018 19:12
Vollkommen entnervt und ohne Gepäck stand ich nun vor der Wand, die die letzte Barriere zum Gleis 9 ¾ darstellte. Die Verlockung einfach umzudrehen und alleine durch London und die Winkelgasse zu streifen, um meiner großen Schwester Tea Angst einzujagen, war ziemlich groß. Ich hoffte doch sehr, sie würde nicht am Bahnhof warten. Das wäre peinlicher als alles, was mir je passiert war. Ich zog meinen grauen Rucksack, er war hier und da mit kleinen Rosen bestickt, wieder auf meinen Rücken und blickte zurück zum Ausgang des Bahnhofs. Ich hatte eine Flasche Kürbissaft, Schokofrösche, Erdbeeren und Kürbispasteten in meinem Rucksack... das könnte zumindest für heute reichen. Mein Zauberstab hatte weniger gekostet, als mir mitgegeben wurde, also hatte ich noch genug klimpernde Münzen in meinen Taschen, um ein bisschen auszukommen...Glaubte ich.
Mein Blick glitt zur Uhr. Ich war viel zu früh. Ob der Zug überhaupt schon da war? Noch hatte mich keiner gesehen. Der Professor, der mich begleitet hatte, hat mich einfach hier abgesetzt- na gut, ich hatte ihn gebeten zu verschwinden. Tea wäre ich nicht so leicht losgeworden, was einer der Gründe war, warum ich nicht wollte, dass sie mich begleitete. Im Grunde wollte ich das Ganze hier gar nicht machen! Ich wohnte schon im Schloss. Und das seit gut einem Jahr! Warum musste ich jetzt mit dem Zug fahren? Wir hätten meinen Zauberstab einfach mit meinen restlichen Schulsachen vor einer Woche kaufen können! Meine Schwester hatte behauptet, sie würde mir so spät wie möglich erst einen Zauberstab anvertrauen- ich würde auch ohne schon genug Unfug anstellen. Ich verstand auch nicht, warum ich mein Zimmer wieder hergeben musste. Horace- äh Professor Slughorn meinte, so würde ich besser Kontakte knüpfen. Sowas ähnliches hatte Tea auch über die Zugfahrt gesagt. Und das ich diese Erfahrung gemacht haben müsste. Bla bla bla. Aber wenn ich jetzt einfach verschwand...würde ich die Hausauswahl und das Festessen verpassen und eine Menge Ärger bekommen.
Casper maunzte neben mir. Er hatte lange genug geduldig gewartet. Er wollte nicht mehr herumsitzen. Der grau- getigerte Kater war ein Geburtstagsgeschenk von meinen Eltern gewesen. Ich liebte ihn über alles und er begleitete mich fast überall hin. Ihn konnte ich auch nicht noch länger durch London quälen. Ich seufzte und hob ihn in meine Arme. "Ist ja gut. Ich geh ja schon." Ich sah mich kurz um und als ich keine Muggel entdecken konnte, die mir Beachtung schenkten, lief ich geradewegs durch die Absperrung zwischen den Gleisen 9 und 10. Einen kurzen Augenblick später, stand ich am Zug, der wie ein dampfendes Ungetüm vor mir aufragte.
Ich war über eine Stunde zu früh- warum hatte ich heute morgen überhaupt so früh aufstehen müssen?!- und damit die allererste. Wenigstens konnte ich mir so einen Platz aussuchen. Ich stapfte nach ganz hinten durch, setzte Casper im hintersten Abteil auf die Bank und pfefferte meinen Rucksack in die Ecke. Ich sollte eigentlich nicht so schlecht gelaunt sein. Schließlich würde ich auch einige Leute wiedersehen. Ich hatte zwar einige Bekanntschaften geschlossen, aber wirklich dazugehört hatte ich nie. Wenn sie ihre Fächer auswerteten oder über Hausaufgaben klagten, konnte ich das nicht nachvollziehen. Ab diesem Jahr schon. Ich wollte dazugehören. Und zwar so richtig. Peeves würde nicht mein einziger Freund bleiben. Der Poltergeist, mit dem ich mich- zum Leidwesen meiner Schwester- sehr gut verstand, und ich hatten uns schon jetzt ziemlich viel erlaubt und gemeinsam die Schule unsicher gemacht. Wir waren Komplizen in Sachen Chaos. Aber dieses Jahr würde ich (lebendige) Freunde aus meinem Jahrgang haben. Da war ich mir sicher. Ich war ja schließlich ein sehr kontaktfreudiger Mensch. Ich gab Casper, der sich mittlerweile schnurrend an mich geschmiegt hatte, ein paar Leckerli und zog dann Quidditch im Wandel der Zeit aus meinem Rucksack. Total vertieft bemerkte ich gar nicht, wie die Zeit dahinflog...
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Re: Vergangenheitsplay » 9
von Freya am 07.12.2017 23:21Ich lächelte. "Ich bin Freya." Dann strahlte ich den Karter an. "Und dich kenne ich doch, mein Hübscher." Ich streckte die Hand nach ihm aus und er schmiegte sich sofort an diese. "Du erkennst mich also wieder?" Das war bemerkenswert. Also war ich für die Katzen auch in dieser Gestalt wiederzuerkennen. Interessant.
Ich krauelte Simon weiter, welcher genüsslich schnurrte, sah nun aber wieder auf zu Jeff. "Nein, nein. Das geht schon. Ich komme klar." Unauffällig ließ ich den Brief in meine Tasche gleiten. Eigentlich sollte ja gar keiner wissen, was ich vorhatte. "Aber etwas Gesellschaft wäre trotzdem nicht schlecht. Was wolltest du denn machen, bevor ich dich abgelenkt habe? Vielleicht kann ich dir ja helfen. Und du brauchst dich nicht zu entschuldigen." sagte ich, um von mir abzulenken. Er schien nett zu sein, musste aber nicht alles wissen, denn das ging niemanden etwas an.
Um ehrlich zu sein bezweifelte ich sowieso, hier etwas nützliches zu finden, also konnte ich das auch gleich sein lassen. Ich würde einfach wann anders weitersuchen. Am besten sollte ich, wenn ich mal wieder in dieser Gegend war, im Zaubererkrankenhaus anfangen. Damit schloss ich das Thema gedanklich für heute ab und widmete meine volle Aufmerksamkeit wieder Jeff und Simon. Ich lächelte erst den Karter noch einmal an und sah Jeff dann erwartungsvoll an. Ich war mal gespannt, welche Sorgen ihn so früh hierher trieben. Denn kein sorgenfreier Mensch trieb sich um diese Uhrzeit freiwillig noch vor dem Frühstück in der Bibliothek rum. Es sei denn, er war einer dieser super Streber....
oo



I don't really know where the world is, but I miss it now. I'm out on the edge and I'm screaming my name like a fool at the top of my lungs. Sometimes when I close my eyes I pretend I'm all right but it's never enough.
Jeff
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 9
von Jeff am 05.12.2017 02:11Sie schien zuerst nicht bemerkt zu haben dass ich mit ihr sprach. Kurz dachte ich sie würde mich gleich verjagen oder sowas in der Art. Zuerst setze ich mich ungefragt neben sie und dann plapperte ich auch noch dummes Zeug vor mich her. Doch als sie dann anfing zu kichern, viel mir ein Stein vom Herzen. Zwar wollte ich ihr nur helfen, aber das hätte man nach meinem Auftreten auch anders verstehen können, sie nahm es wohl mit Humor. „Ja, ich bin sicher rot wie sonst was.", murmelte ich und kratzte mich am Hinterkopf.
Sie lachte mich zwar nicht direkt aus, aber dennoch war mir die Situation etwas unangenehm, aber ihr das sagen wollte ich nicht. Ihr stand das Lachen besser als dieser eher traurige oder grummelige Gesichtsausdruck den sie bis eben noch gehabt hatte.
Doch das Lachen und der fröhliche Ausdruck hielten leider nicht lange an. Sie sah wieder auf das Stück Pergament und erklärte mir was es damit auf sich hatte, okay eigentlich nur sehr sporadisch, aber ich würde auch nicht jemanden alles erzählen der plötzlich auftauchte und sich zum Affen machte...
Kurz überlegte ich, sie konnte ja ablehnen, wenn sie nicht wollte „Also wenn du willst würde ich dir helfen? Als Wiedergutmachung meines geradigen Auftrittes?", versuchte ich zu scherzen und sie wieder zum Lächeln zu bringen. „Aber zuerst sollte ich mich vielleicht mal vorstellen.", klatschte ich mir auf die Stirn, Bei Merlin war ich vergesslich! „Ich bin Jeff und das da.", ich zeigte auf meinen Kater der sich nun neben mir auf einen Stuhl bequem gemacht hatte „ist mein Kater Simon."
Wie konnte ich nur vergessen mich vorzustellen! So ein Creep war ich doch sonst nicht... Es war wirklich verwunderlich das sie mich bis jetzt noch nicht verhext hat, oder weggeschickt hatte. Na okay ich sah nicht gerade so aus als ob ich mich an Mädels ranmachen würde, aber dennoch. Alles in allem sollte ich mich einfach glücklich schätzen, vielleicht konnte ich ihr ja wirklich helfen.
Re: Vergangenheitsplay » 9
von Freya am 26.11.2017 15:07Jemand warf seine Tasche ziemlich lustlos neben mir auf den Tisch. Warum musste die Person sich denn unbedingt neben mich setzten? War nicht noch alles frei? Und dann sprach er. Zuerst war mir gar nicht klar, dass er mit mir redete. Doch als mir wieder ins Gedächtnis kam, das ich so ziemlich die einzige Person in der Bibliothek war, wurde ich augenblicklich rot und blinzelte ein paar mal um wieder klar zu sehen. Vorsichtig sah ich zu ihm herüber, um mich zu vergewissern, dass er auch wirklich mich meinte. Aber er sah mich an. Dann schlug er sich die Hand an die Stirn und sagte: "Das sollte jetzt kein Anmachspruch sein." Ich kicherte normalerweise nicht, aber gerade jetzt konnte ich es mir nicht verkneifen und schließlich begann ich sogar zu lachen. "Verzeih, aber du solltest mal dein Gesicht sehen!" lachte ich. Als ich mich wieder beruhigt hatte sah ich ihn entschuldigend an und überlegte, was genau er nochmal gesagt hatte. Achja, der Brief. Ich seufzte. " Er sollte eigentlich eine Hilfe sein, der Brief. Aber irgendwie hilft er mir so gar nicht." Erneut überfliege ich die Worte, die nur grobe Informationen über mich preisgeben:
Freya Rose
geboren: 25.08, New Orleans
gesunde Hexe
Eltern: lebendig, ursprünglich aus England
Die Handschrift ist krakelig, vermutlich von einem Mann geschrieben, der es eilig hatte.
Ich lasse mich in meinem Stuhl zurückfallen und betrachte den Jungen neben mir nachdenklich. Ich glaube nicht, dass ich ihn schon mal gesehen habe. Er ist blond, größer als ich und seiner Kleidung nach zu urteilen ein Ravenclaw. Erneut seufzte ich- ich ließ mich schon wieder von meinem Vorhaben ablenken...
oo



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Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 9
von Jeff am 26.11.2017 13:06Heute war es wieder an der Zeit und ich hasste es... Es gab so viele Sachen die ich lieber machen würde, Schlafen oder Essen oder wieder einmal Klavier spielen gehen, oder irgendetwas anderes machen, alles schien gerade interessanter zu sein, aber es nutzte nichts. Ich musste meinen Hausaufgaben ja auch mal erledigen, die ich schon die ganze Woche vor mir herschob... Ja ich war ein vorbildlicher Ravenclaw! Wirklich... nein eigentlich hab ich keine Ahnung wie ich da rein passen sollte, aber egal.
Mit meinen Kater Simon im Schlepptau ging ich zu dem Ort an dem ich am allerwenigsten hingehen wollte, die Bibliothek. Klar las ich ab und zu gerne, aber nicht unbedingt Schulbücher, noch war ich ein Streber, aber was sein musste, musste sein. Mir war nur eins klar, nachdem ich damit fertig war mir Hausaufgaben würde ich entweder Cara aufsuchen oder in die Küche gehen und was Essen. Ich hätte so Lust auf Pizza.
Kopfschüttelnd betrat ich die Bibliothek, jetzt vom Essen zu schwärmen machte das Lernen auch nicht viel besser. Wobei... es hieß ja mit vollem Bauch lernte es sich besser. Mitten in der Bibliothek blieb ich stehen und wollte gerade wieder umdrehen, da essen wirklich besser klang als Hausaufgaben zu machen, als ich ein Mädchen an einen Tisch sitzen saß. Klar hier saßen mehrere Personen an Tischen, doch diese starrte ein sehr mitgenommen aussehendes Pergament an.
Da ich irgendwie das Gefühl hatte das sie entweder Hilfe oder etwas Ablenkung gebrauchen konnte ging ich zu ihr und setzte mich neben ihr hin und legte meine Tasche auf den Tisch ab. „Egal was dir das Pergament angetan hat, es bringt nichts es so böse anzustarren.", meinte ich mit einen leichten Lächeln. „Nicht das es mich was angeht und ich will dir auch nicht zu nahe treten, aber zu so einen süßen Mädchen passt dieser böse Blick nicht." Okay Jeff das war wieder mal das dümmste was du hättest sagen können, wieso hört es sich immer so an als ob ich nach blöden Anmachsprüchen suche. „Das sollte jetzt kein Anmachspruch sein.", sagte ich nachdem ich mir meine Hände auf die Stirn geklatschte hatte. Ich hasste mein zu loses Mundwerk...


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