Vergangenheitsplay » 8
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Aeslug
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Re: Vergangenheitsplay » 8
von Aeslug am 18.10.2017 21:47Ragnar begann zu essen, nicht wirklich mit dem sonstigen Elan, aber immerhin etwas. Dann fragte er mich die Frage, die ihn am meisten beschäftigte. Ich seufzte und nahm erst nochmal einen großen Schluck Kaffee bevor ich begann: „Weißt du, als Kind glaubte ich an Walhall, dachte dass ich nach dem Tod zu einer Walküre werden würde und unter Odin selbst dienen würde. Dann in deinem Alter glaubte ich an den Himmel, dachte dass meine Seele unsterblich sei und ich gereinigt in Gottes Reihen aufgenommen werden würde. Später, circa mit 20 verlor ich meinen Glauben und war mir fast sicher, dass nach dem Tod gar nichts sein würde und unser Leben einfach das einzige sei, was wir hatten. Aber seitdem ich weiß, dass du magische Fähigkeiten besitzt und es da draußen noch viel mehr gibt als ich je zu Träumen hoffte, weiß ich ehrlich nicht mehr an was ich glauben soll. Alles könnte theoretisch möglich sein und die endgültige Antwort erfahren wir erst wenn wir sterben. Aber du musst das Ganze so sehen: Du hast mir doch erzählt, dass es auf Hogwarts Geister gibt, also muss es ja irgendwas danach geben, wie das alles dann aussieht, ist ja dann nicht wichtig.", erklärte ich ihm meine Ansichtsweiße. Ich wollte ihn nicht anlügen, deshalb sagte ich ihm wie ich es tatsächlich sah und tischte ihm keine Geschichte auf, für die ich keinerlei Beweise hatte. Das mit den Geistern musste ich aber noch erwähnen, vielleicht würde es ihm wenigstens ein bisschen Trost spenden können.
Ragnar
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Re: Vergangenheitsplay » 8
von Ragnar am 18.10.2017 13:04Meine Mutter stellte mir etwas zum frühstücken hin und ich fing an, mich zu bedienen. Allzu viel wollte ich nicht essen, mit zu vollem Magen Sport machen, verursachte bei mir oft Übelkeit.
Das Thema Tod hatten wir als Kinder nie wirklich oft besprechen können. Meine Großeltern hatte ich nicht kennen lernen können und wir waren hier so mit der Arbeit auf dem Hof beschäftigt, dass dazu auch keine Zeit blieb.
Wenn eines unserer Tiere starb war das etwas vollkommen normales. Ich hatte keine besonder gute Beziehung zu den Tieren aufgebaut. aber bei Freyja sah das anders aus. Meine Beziehung zu ihr war sehr innig gewesen.
Nachdem ich eine Kleinigkeit gegessen hatte, schaute ich meine Mutter wieder an. Jetzt wusste ich, wie ich anfangen konnte. "Glaubst du, dass wir sie wiedersehen werden, wenn auch wir sterben?", fragte ich. Ich hatte oft gehört, dass einige Kinder daran glaubten, dass sie in den Himmel kamen. Aber uner Land hatte eine andere Vergangenheit und manche glaubten immer noch an Wallhalla. Ich wusste nicht, woran ich glauben sollte. Ich hatte verschiedene Dinge gehört, und nichts schien mich wirklich anzusorechen.
Aeslug
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Re: Vergangenheitsplay » 8
von Aeslug am 17.10.2017 22:36Wie könnte Ragnar schon zu Essen nein sagen? Er stand schon auf und holte sich ein Glas Wasser und fügte gleich den Grund an, warum er so früh wach war und sich zu mir gesellte. Es ging also um Freyja, dachte mir schon, dass er bald kommen würde, immerhin blieb nicht mehr viel Zeit, da die Sommerferien bald zu Ende waren. „Verstehe, lass mich dir nur eine Kleinigkeit zum Essen geben, dann reden wir.", meinte ich nur, während ich aufstand und begann ihm Pikkupullat, Butter und verschiedenste Marmeladen hinzustellen. Anschließend setzte ich mich ihm gegenüber. „Also, du hast sicher noch offene Fragen was sie angeht, da hatten wir ja nie Zeit richtig darüber zu reden. Was beschäftig dich denn am meisten?", fragte ich nach. Es war ja nicht nur, dass wir keine Zeit hatten, dass wir nicht darüber redeten, das Thema Tod an sich war nichts worüber wir oft geredet hätten und es wäre sicher leichter für ihn gewesen, wenn es vor ihrem Ableben öfters zur Sprache gekommen wäre. Es wäre an mir gewesen ihn auf solche Situationen vorzubereiten, doch ich hatte mich immer davor gedrückt es wirklich mit ihm zu bereden, was im Nachhinein sicher einer meiner größten Fehler in seiner Erziehung war.
Ragnar
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Re: Vergangenheitsplay » 8
von Ragnar am 17.10.2017 08:05Mein pelziger bester Freund legte sich zu meinen Füßen hin und schloss die Augen wieder. Er hatte sich schnell an den Umstand gewöhnt, dass er jetzt auch in die Küche durfte. Was mich freute, er war recht umgänglich und gehorchte auf mein Wort. Nur wenn wir draußen in der Wildnis waren, da wr es etwas schwer, ihn zurück zu halten. Aber warum sollte ich das auch, wenn sonst niemand anderes in der Nähe war?Er musste auch seine wilde Seite, die in die Natur gehörte, ausleben können.
Ich genoss es, wieder in meiner Muttersprache zu sprechen. Ich konnte Englisch ganz gut, aber aber wenn ich finnisch sprach, fühlte ich mich gleich viel wohler und sicherer. "Beides wäre lieb.", beantwortete ich ihre Frage. Zu trinken konnte ich mir selber nehmen, deswegen stand ich kurz auf nd holte mir ein Glas Wasser. "Aber Frühstück nicht so viel. Ich will gleich mal wieder laufen.", redte ich so vor mir her und setzte mich meiner Mutter wieder gegenüber hin. Das Laufen hatte ich in den Sommerferien arg vernachlässit und ich hatte das Gefühl, dass meine Kondition schon darunter litt. "Freyja kreist mir immer wieder im Kopf herum.", meinte ich. "Sie fehlt mir und raubt mir meinen Schlaf." In gewissen Situationen wünschte ich mir, dass sie noch am Leben war. Aber dagegen konnte ich nichts tun.
Aeslug
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Re: Vergangenheitsplay » 8
von Aeslug am 16.10.2017 23:25Der Sommer verging schneller als Gedacht und ich hatte alle Hände voll zu tun. Mit Jeff und Kate zusätzlich hier wurde nie langweilig und ich hatte immer Unterhaltung, musste mir aber auch die Zeit anders einteilen und manchmal die Arbeit anders einteilen. Die beiden waren aber natürlich eine große Hilfe und erledigten ihre abgemachten Pflichten. Es war früh am Morgen und jeder schien noch zu schlafen, auch ich war erst vor ein paar Minuten aufgewacht und habe mich in die Küche begeben um meinen morgendlichen Kaffee zu genießen, als plötzlich Ragnar mit Loan hereinspazierte. Er setzte sich mir gegenüber und begrüßte mich, ich war es gar nicht mehr gewohnt auf Finnisch zu reden, da eigentlich immer Kate oder Jeff in der Nähe waren und ich deshalb immer auf Englisch redete, abgesehen von meinem Mann, oder wenn ich mit einem meiner Söhne alleine war. „Hyvää huomenta, Ragnar.", wünschte ich ihm erst einmal einen guten Morgen, bevor ich mich weiter mit ihm in meiner Muttersprache unterhielt: „Was machst du denn schon auf? Die letzten Tage bist du ja kaum aus dem Bett gekommen."
„Möchtest du was Frühstücken, oder wenigst etwas trinken?", fragte ich ihn gleich weiter, bevor er mir antworten konnte. Bei dem aktuellen Full House, dass wir hatten, war ich noch fürsorglicher geworden, als sonst und frage immer gleich jeden ob er etwas möchte, oder ob ich ihnen etwas bringen kann, soll ja niemand sagen ich wäre eine schlechte Gastgeberin. Obwohl man zugeben musste, dass sich Ragnar um seine Gäste mehr als nur gut kümmerte.
Ragnar
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Re: Vergangenheitsplay » 8
von Ragnar am 16.10.2017 11:30Es war das Ende der Sommerferien, in ein paar Tagen würde es wieder nach Hogwarts gehen. Doch bevor ich wieder nach Hogwarts fahren würde, wollte ich mit meiner Mutter noch über den Tod von Freyja sprechen.
Direkt zu Anfang hatte ich nach diesem Gespräch gefragt und meine Mutter hatte mir gesagt, dass ich jederzeit zu ihr kommen konnte.
Aber meine Ferien waren so durchgeplant, dass ich das schon fast vergessen hatte. In meinem Hinterkopf wusste ich, dass ich diese Art von Gespräch nicht länger vor mir her schieben konnte.
Am heutigen Tag wollte ich die Möglichkeit nutzen. Ich wusste, dass meine Mutter schon wach war. Jeff schlief wahrscheinlich noch im Wohnzimmer und Kate lag neben mir im Bett und schlief ebenfalls.
Alles war so friedlich hier, so ruhig.
Loan lag zu meinen Füßen auf meinem Bett und schaute mich die ganze Zeit an. Er wusste, dass ich gleich aufstehen würde und wartete nur darauf, mir hinterher zu laufen.
Ein letztes Mal schaute ich zu Kate. "Ich bin gleich wieder da.", flüsterte ich ihr zu, nur für den Fall, dass sie gleich wach werden sollte.
Dann setzte ich mich auf. Loan sprang direkt auf seine Füße und trabte direkt zur Tür. Mit ganz viel Bedacht stand auch ich nun auf und ging zur Tür.
Zusammen mit Loan machte ich mich auf den Weg in die Küche. Dort setzte ich mich an den Tisch und begrüßte meine Mutter. Jetzt, wo wir alleine waren, konnte ich endlich wieder in meine Muttersprache reden. das fiel mir nicht ganz so schwer. "Hei Mama."
Aeslug
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Re: Vergangenheitsplay » 8
von Aeslug am 12.10.2017 22:48Jeff war das Ganze wirklich noch unangenehmer als gedacht, schien wohl nichts zu bringen. Ich seufzte und sah zu Ragnar. „Lad doch einfach Kate ein, ich möchte sie nur zu gern kennen lernen, dann könnt ihr euch zu Dritt einfallen lassen was ihr macht.", meinte ich dann zu ihm. Das Ganze würde sich sonst nur im Kreis drehen und ich verstand Jeff, ich würde so ein Angebot wahrscheinlich auch nicht annehmen. Sie könnten ja auch so etwas machen und ich werde einfach Campingausrüstung besorgen gehen, so dass sie nächstes Mal welche haben. Und dann sag ich einfach, die gehört einem meiner anderen Söhne, das sollte das Problem für nächstes Mal lösen.
----------------------> Thread frei!
Jeff
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Re: Vergangenheitsplay » 8
von Jeff am 12.10.2017 22:41Ich schüttete nur noch den Kopf. Wieso verstand mich den keiner. Es reichte doch schon hier leben zu dürfen, aber dann noch für sowas unwichtiges Geld für mich auszugeben. Das konnte ich nicht annehmen. Und zurückzahlen. Ich hatte kein Geld und mit Arbeit war das für mich nicht getan.
Am liebsten wäre ich rumgerannt oder hätte sonst irgendwie verschwinden wollen. „bitte nicht.", flüsterte ich vor mich hin. Zwar kam ich mir dumm vor mich so weinerlich zu zeigen, aber ich konnte gerade nicht anders.
Man konnte doch auch einfach so hier auf dem Hof seinen Spaß haben und musste jedoch nicht extra Sachen kaufen um irgendwo in den Wald zu gehen. Wenn das alles mit dem Familienaufnahme nicht gewesen wäre, hätte ich es noch verkraftet, dass ich ihnen Geld schuldete aber so. Es ging einfach nicht.
Ragnar
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 8
von Ragnar am 12.10.2017 22:29Ich hörte mir Jeffs Sorgen an und konnte sie nachvollziehen. Schließlich war das hier alles andere als eine gewohnte Umgebung, eine gewohnte Situation für ihn und er musste sich langsam daran gewöhnen.
Ich konnte meiner Mutter nur zustimmen. "Genau und außerdem sind wir eine Familie. Und wir machen das immer so.", pflichtete ich meiner Mutter bei und schaute sie lächelnd an. Dann wandte ich mich wieder zu Jeff. "Und wenn es dir hilft, meine Brüder und ich werden die Campingsachen auch bald so noch ebrauchen können." Ich liebte die Wildnis und die natur, ich zog mich gerne dorthin zurück und mit meinen Brüdern machte ich gerne Ausflüge. "Sieh es als Leihgabe.", meinte ich noch und hiffte, dass ich Jeff etas den Wind aus den Segeln mit seinen sorgen nehmen konnte.
Aeslug
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Re: Vergangenheitsplay » 8
von Aeslug am 12.10.2017 21:16Ragnar schien ja richtig in Kate verliebt zu sein und er gab es ja sogar zu. Ach, junge Liebe ist doch was Tolles! Nur hoffe ich, er wird nicht enttäuscht, so vernarrt wie er in sie ist, könnte das nicht gut Enden, sollte zwischen den beiden etwas sein. Ragnar schien mein Vorschlag mit dem Einkaufen sehr gut zu gefallen, Jeff hingegen schien das richtig unangenehm zu sein, denn er flehte schon fast, dass wir kein Geld für ihn ausgeben. Ich sah zwischen den beiden hin und her, seufzte und antwortete ruhig dann an Jeff gerichtet: „Hör mal, das bisschen wird uns jetzt auch nicht dazu bringen am Hungertuch zu nagen. Und du zahlst es ja zurück, so wie jedes andere meiner Kinder: mit Hofarbeit. Je mehr Leute daran mitarbeiten, desto mehr schaffen wir jedes Jahr und desto mehr Geld haben wir zur Verfügung. Also wenn du nächst Jahr auch wieder kommst, machst du das und alles was wir bis dahin noch in dich investieren 10-mal wieder wett. Mach dir also nicht so viele Sorgen okay? Und das müsst ihr unter euch klären, ob ihr jetzt campen geht, oder nicht."
Dann wandte ich mich Ragnar zu und meinte: „Ich merke schon wie vernarrt du in sie bist, da gebe ich dir Recht, dass du nicht lange ohne sie mehr aushalten wirst. Sag einfach Bescheid, wann du sie mitbringst, ich freu mich schon."
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