Vergangenheitsplay » 7

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Matthew

26, male

Hogwarts [ehem.] Ravenclaw Jahrgang 7 Unbekannt Neutral Demiguise Covenant Fan I don't care. Frei

Posts: 230

Re: Vergangenheitsplay » 7

from Matthew on 07/29/2018 01:58 PM

Glücklicherweise besaß Sophelya die Intelligenz, uns zu verstecken, statt total offensichtlich weiterzurennen. Kaum waren wir verborgen, sah ich auch schon die dunkelblauen Haare der Lehrerin aufblitzen, die ich heute schon einmal am liebsten verflucht hätte. Aber es wäre wohl eher wenig clever, sich mit einem Ass in Zauberkunst zu messen.
Ich schüttelte den Kopf und versuchte meine Atmung unter Kontrolle zu bekommen. Durch den Schreck hatte ich 'falsch' geatmet und nun hatte ich Angst, mein lautes Luftholen würde uns verraten.
Stirnrunzelnd sah ich von der Lehrerin zu Sophelya. Stimmt. „Seltsam. Offensichtlich hat sie uns nicht gesehen, sonst würden wir schon ein paar Punkte weniger haben... Aber was sucht sie dann?" Skeptisch betrachte ich wieder unsere Zauberkunstprofessorin, die gefährlich nahe an uns herankommt. Ratlos zucke ich mit den Schultern. Und dann sehe ich den Schatten, der auf sie zukommt. Er ist klein, ragt nur einen knappen Viertelmeter über den Boden. Ich unterdrücke ein frustriertes Stöhnen und blick wieder zu Sophelya. „Wieso muss sie ausgerechnet jetzt mit ihrem Hund Gassi gehen?" wispere ich leise und etwas genervt, auch wenn der kleine eigentlich ganz in Ordnung ist. Meine Augen haben sich zum Glück bereits an die Dunkelheit gewöhnt, so dass ich die Situation gut beobachten kann. Sophelya hat wohl etwas länger in die Fackel geguckt als ich. Ihre Augen brauchen wohl noch etwas.
Plötzlich spitzt Jingels die Ohren, schnüffelt und sieht direkt in unsere Richtung. „Das darf doch alles nicht wahr sein!" fluche ich leise. Ich hoffe inständig, dass Jingels weder hier her kommt, och das Professor Hall mitbekommt, dass er etwas entdeckt zu haben scheint. Doch zu spät. Sie kniet sich vor ihn, streicht über seinen Kopf und fragt in dieser typischen Stimmlage, die jeder Tierbesitzer draufhat:" Was ist denn Liebling? Hast du was gefunden ja?"
Das schlimme ist, dass Jingels mich erkennen dürfte. Ich habe einmal Hundekuchen für unseren Dackel Teddy gebacken und Jingels war laut kläffend in die Küche gekommen und ich hatte ihm welche gegeben. Verdammt verdammt verdammt – Moment. Hundekuchen? Ablenkung. „Hast du was Leckeres dabei? Etwas, das einen Hund ablenken könnte?" fragte ich leise. Das war die einzige Möglichkeit, sonst würde es gleich mächtigen Ärger geben.



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Sophelya
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Re: Vergangenheitsplay » 7

from Sophelya on 07/26/2018 10:35 PM

Die Tür rührte sich kein Stück. Obwohl Matt augenscheinlich all seine Kraft aufwand um uns doch noch Einlass zu verschaffen. "Zwecklos..", kommentierte ich seine Bemühung. Dann schauten wir die Tür strafend an. "Ja, dann lass es uns mit dem Geheimgang probieren." Matt machte bereits auf dem Absatz kehrt, und hatte fast die letzte der vier Stufen erreicht als ein beunruhigendes Geräusch von innen an der Tür zu hören war. Ein Poltern, dann rüttelte jemand von innen an der Tür. Hatte ich da ein 'Alohomora' gehört? Blitzschnell griff mein Ravenclaw-Verbündeter nach meiner Hand und zog mich hinter sich her. Nach einem kurzen Schreck und dem verdrängen der Panik, bemühte ich mich hinter Matt hinter her zu kommen. Neugier brachte mich jedoch dazu, noch einen Blick zurück zu werfen. Dann waren wir hinter der nächsten Ecke verschwunden. Doch statt stehen zu bleiben liefen wir weiter. Erst nach einigen Metern wurde ich erst langsamer und zog Matt dann in eine andere Richtung hinter ein Gebüsch. "Das kann doch nicht wahr sein!" - fluchte ich außer Atem - "Was schleicht Professor Hall denn schon wieder hier herum?" Geduckt hinter dem Grün versuchte ich zwischen den Zweigen unseres Versteck hindurch zu schauen.
Nun war in der Ferne lediglich schemenhaft eine dunkle Gestalt zu erkennen. Doch ich war ganz sicher, den rötlichen Umhang der Hufflepuffhauslehrerin erkannt zu haben. "Kommt sie auf uns zu? Ich kann es nicht erkennen!", wisperte ich so leise wie möglich. Bei diesen Lichtverhältnissen war es nicht auszumachen ob die Person auf uns zu kam oder nicht. "Meinst du sie hat uns gesehen? Und wie in Merlins Namen hat sie die Tür auf bekommen?" Bevor diese Hektik ausgebrochen war, hatte ich darüber nachgedacht, dass Peeves an dem Tür-Ärger schuld sein könnte. Vielleicht hatte er uns doch gesehen und beschlossen uns auszusperren.

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Matthew

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Re: Vergangenheitsplay » 7

from Matthew on 07/23/2018 08:03 PM

„Ravenclaws sind clever, schon vergessen?" grinste ich und tippte mir an den Kopf. „Und das ganze klappt nur, wenn der Lehrer, dem wir begegnen könnten, dich nicht gut genug kennt um dein Haus zu wissen oder zu müde ist um sich zu erinnern." ich zuckte mit den Schultern.
Ich sah die Tür noch einmal wütend an, bevor ich wieder zu Sophelya sah. „Ich hab zumindest keine Knirschen gehört. Vermutlich haben wir unser Glück aber doch etwas überstrapaziert." murrte ich und warf der Tür einen erneuten feindseligen Blick zu. Als würde das irgendwas bewirken.
Das mit dem Geheimgang schien die einzig reelle Möglichkeit zu sein unbemerkt und unbeschadet ins Innere des Schlosses zu gelangen. Ihr Blick nach oben ließ mich schaudern. Nicht wegen der Höhe, sondern eher, weil das Risiko erwischt zu werden auf diesem Weg exponentiell in die Höhe schoss.
„Geheimgänge sind eher nicht so mein Spezialgebiet. Ich kenne im Grunde gar keinen. Ich bin schon froh, dass ich den Weg in die Küche kenne. Sonst könnte ich meinen Eltern kein Gebäck schicken." Ich zuckte mit den Schultern. „Versuchen wir den, von dem du als erstes gesprochen hast. Ich würde jetzt ungern nach Hogsmeade laufen und unterirdisch wieder zurück." gestand ich.
Noch ein letztes Mal zog und zerrte ich an der Tür, dann gab ich es auf. Ich seufzte und nickte bestätigend. Apparieren wäre jetzt ein echter Segen, aber wir waren hier leider nicht bei Wünsch – Dir – Was.
Gerade hatte ich den Fuß der Treppe erreicht, als ein seltsames Geräusch das Öffnen einer schweren Tür verkündete. Meine Instinkte funktionierten schneller und besser als mein Gehirn. Ich nahm Sophelyas Hand und zerrte sie rennend um die nächste Ecke – nicht sicher, ob die Person, welche nun wohl aus dem Schloss kommen würde, uns bereits entdeckt hatte, oder ob ich schnell genug reagiert hatte. Ich rannte, das Mädchen hinter mir herziehend, die Mauer entlang, still betend, dass das gutgehen würde.



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Sophelya
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Re: Vergangenheitsplay » 7

from Sophelya on 07/16/2018 08:51 PM

Da wäre ich doch fast ahnungslos mit diesem Griffindorpulli herum gelaufen. Zum Glück hatte Matt aufgepasst. Ich wollte gerade umdrehen und das kratzige Ding zurück bringen, als Matthew mich fest hielt. Seine Idee klang wirklich gut, um nicht zu sagen brillant. "Matt. Du bist ein echter Fuchs! Ich brech die Regeln und die Griffindors müssen das ausbaden. Herrlich! ", gratulierte ich zu dieser Idee und ging weiter zum Eingangsportal. Matt bildete die Vorhut. Er zog und drückte an der Tür, doch nichts passierte. Zuerst vermutete ich, er hätte es nur zu zaghaft probiert.. Doch das scheppernde Geräusch überzeugte mich vom Gegenteil. "Ach man." - schimpfte ich und friemelte meinen Zauberstab hervor. -"Alohomora!" Nichts. Matt hatte das Phänomen gut erkannt. Raus waren wir problemlos gekommen aber der Weg nach drinne wurde uns verwehrt. "Bist du vorhin vor der doofen Ballkiste zufällig auf einen Pech-Keks getreten?", fragte ich argwöhnisch. Das ganze kam mir nämlich ein wenig merkwürdig vor. Ratlos ließ ich meinen Blick von Matt zur verschlossenen Tür schweifen.
"Dann müssen wir es über einen Geheimgang versuchen. Und wenn das nicht klappt..." Ich schaute vielsagend an der Mauer nach oben. Im Notfall könnten wir die Besen wieder holen und hoch zu einem offenen Fenster. Oder zum Astronomieturm. "Ich kenne nur einen Geheimgang, der vom Hinterhof zu den Kerkern führt.. Da müssten wir einmal um das Schloss herum gehen. Der andere, den ich kenne, der verläuft zwischen Hogsmeade und Hogwarts.", ließ ich Matt an meinen Gedanken teil haben. "Kennst du noch einen?" Ich war ziemlich sicher, dass es keine weiteren gab. Immerhin war ich in den letzten Jahren unglaublich oft herum spaziert und hatte immer die Augen offen gehalten. Allerdings kannte ich mich beim Ravenclawturm wirklich nicht sonderlich gut aus. "Apparieren. Das wäre es jetzt!", seufzte ich nachdenklich. Langsam wurde es echt kühl, sodass der Pulli mir immer mehr ans Herz wuchs.

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Matthew

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Re: Vergangenheitsplay » 7

from Matthew on 07/15/2018 02:37 PM

Um ehrlich zu sein wäre diese Art des Ablenkens genau etwas, das ich tun würde, aber im Moment war das Risiko, doch noch erwischt zu werden, einfach zu groß.
Glücklicherweise warf sie trotzdem noch einen Blick zum Schloss herüber und entdeckte den potentiellen Lehrer.
Schnell entwarf sie einen Plan und insgeheim fragte ich mich, ob sie schon die ganze Zeit einen Fluchtplan im Hinterkopf gehabt hatte...
Ich nickte hastig und wir machten, dass wir alles wieder wegbekamen. Irgendwie hatte ich damit gerechnet, dass alles genauso einfach laufen würde, wie zu Beginn, aber das war leider nicht der Fall. Leise fluchend rüttelte ich an der Ballkiste. „Merlin!" fluchte ich und gab auf. Rohe Gewalt würde wohl eher nicht helfen. Schnell zog ich meinen Zauberstab zu Hilfe und sprach einen Zauber, der verklemmte Schlösser entklemmte, in der Hoffnung, er würde auch bei diesem Riegel funktionieren. Merlin sei Dank war das der Fall, so das wir zumindest dieses Problem recht schnell lösen konnten. Aber das nächste ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem die Bälle verstaut waren und wir sicher vor der Besenkammer – eine andere Bezeichnung fiel mir leider nicht ein – landeten, warf Sophelya ihren Besen etwas zu hastig zurück in die Kammer. Die Besen fielen laut scheppernd zu Boden. Während Sophelya alle Besen wieder einsammelte – komischerweise wie ein Muggel, wäre sie Muggelgeborene würde ich sagen, sie hatte einfach vergessen, dass sie zaubern konnte – sah ich mich kurz nach Lehrern um oder anderen, die diesen Höllenlärm gehört haben könnten. Aber da war niemand. Allerdings war das Klappern der umfallenden Besen gar nichts gegen Sophelyas Schrei, der die Luft zerriss. Skeptisch und etwas unbeholfen betrachtete ich, wie sie zappelnd durch die Gegend tänzelte und am Ende angewidert den Blick auf etwas vor mir auf dem Boden gerichtet hielt. Ich folgte ihrem Blick und verzog das Gesicht. Ich hatte jetzt keine panische Angst vor Spinnen, aber als Fan der achtbeinigen Insekten würde ich mich jetzt auch nicht gerade bezeichnen. Mit einem Schwung meines Zauberstabes beförderte ich sie in Richtung des Quidditchfeldes. Sie verschwand recht schnell in der Dunkelheit.
Endlich war auch der letzte Besen wieder verstaut und wir machten uns auf den Weg zum Portal. Nach den ersten drei Schritten griff ich jedoch nochmal nach Sophelyas Arm. „Du hast noch den Gryffindor Pullover an..." sagte ich und blickte zurück. Wir sollten lieber nicht nochmal diese Kammer öffnen. Am Ende würden wieder alle Besen herausfallen und das wir einmal wie durch ein Wunder nicht gehört worden waren, war schon erstaunlich genug. Ein zweites Mal würden wir bestimmt nicht so ein Glück haben. „Behalt ihn einfach an. Falls wir doch noch erwischt werden, wird vielleicht nicht deinem Haus, sondern den Gryffindors ein paar Punkte abgezogen. Die liegen sowieso mal wieder viel zu weit vorne." schmunzelte ich und ließ sie los.
Schnell sprintete ich die letzten Stufen zum Eingangsportal nach oben und rüttelte an der Tür. Vergeblich. „Was zum-?" fragte ich verzweifelt und warf Sophelya einen Blick zu. Auch ihr 'Alohomora' brachte nichts. Wäre ja aich zu einfach gewesen. „Na super. Wir kommen also raus, aber nicht rein?" fragte ich skeptisch und schüttelte den Kopf. „So ein verdammter Mist!" fluchte ich und strich mir verzweifelt durch die Haare. „Und jetzt?" fragend sah ich meine Partnerin in Crime an.



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Sophelya
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Re: Vergangenheitsplay » 7

from Sophelya on 07/12/2018 09:50 PM

Der Ton, den Matt gerade angeschlagen hatte, klang alarmierend. Trotzdem nahm ich das nicht ernst. "Matty, du willst mich doch nur ablenken!", kicherte ich albern, schaute aber trotzdem zum benannten Stockwerk. Was ich da sah, ließ meine ausgelassene Stimmung schwächeln. Ein Lichtschein tänzelte hinter einem der Fenster entlang. "Das kann doch nicht wahr sein, da ist wirklich jemand.", flüsterte ich. Dort wo sich das Licht befand musste einer der Korridore liegen. Also konnte das ganze kein nächtlicher Toilettengang sein. Einen moment lang starrten wir zum Schloß hinüber. "Wir sollten dann doch lieber zusehen, dass wir in unsere Betten kommen!", schlug ich vor und schaute langsam zu Matt. "Komm, wir bringen den Ball weg, stellen die Besen zurück und versuchen ungesehen ins Schloß zu gelangen!" Gesagt getan. Natürlich ging auf dem Rückweg nicht alles so reibungslos wie am Anfang. Der Riegel der Quidditchkiste klemmpte und brauchte etwas magische Nachhilfe. Zum Glück fiel Matt ein passender Spruch ein. Die Tür zu den Besen machte keine Probleme. Dafür kam ich gegen einen Besen und löste eine Kettenreaktion aus. "So eine Scheiße!", schimpfte ich und beeilte mich das Durcheinander wieder aufzureihen. Plötzlich spürte ich etwas kribbeliges an meiner Hand. Ein flüchtiger Blick trieb mir den Schreck in die Glieder. "Ihgitt!" Eine ziemlich dicke, haarige Spinne krabbelte in aller seelenruhe über mein Handgelenk. Ich schüttelte sie hektisch ab und sie landete vor Matt auf dem Boden.
Ein Schauer lief mir über den Rücken, aber ich stellte auch noch die letzten Besen zurück an ihren Platz.

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Matthew

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Re: Vergangenheitsplay » 7

from Matthew on 07/09/2018 06:56 PM

Ich ließ das Werwolf – Thema damit lieber fallen, schließlich wollte ich nicht, dass sie Angst bekam. Ich wusste nicht, ob sie sich dann vielleicht unwohl fühlen würde oder Alpträume bekam, schließlich kannte ich sie kaum. Wer weiß, was ihre Fantasie alles für Schauergeschichten produzieren konnte...
Als ich mit dem Quaffel zurückkehrte, warf ich ihn probehalber erstmal ganz leicht in Richtung der Tore. Zu leicht, wie ich feststellen musste, da er kaum die Hälfte des Weges zurückgelegt hatte, als er nach unten fiel, als wäre er aus Stein.
Auf ihren Kommentar hin konnte ich bloß nicken, denn mein erster Wurf war wirklich erbärmlich gewesen. Sophelya holte den Ball und ich bewegte mich etwas, um meine Muskeln zu lockern. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht hinbekommen würde. Ich war jetzt kein Profisportler und würde es beim besten Willen auch niemals werden, aber das ein oder andere Tor sollte ich schon hinbekommen, vor allem bei so einer Spaßrunde!
Nachdem sie mir den Ball zugeworfen hatte, ließ ich kurz meine Gelenke knacken, als wäre ich doch einer dieser Schlägertypen, die sich auf den Wurf ihres Lebens vorbereiteten, räusperte mich kurz und schloss dann die Augen. Theatralisch atmete ich tief ein. Die Luft war frisch und es roch nach... Natur. Anders konnte man es nicht sagen. Erdig. Und als eine leichte Brise meinen Besen ins schaukeln brachte – sie trug den nach Algen riechenden Seegeruch mit sich – öffnete ich die Augen und warf den roten Ball etwas schwungvoller in den Torring, der am weitesten von Sophelya entfernt war. Er bahnte sich zielstrebig seinen Weg durch eben diesen und ich konnte mir ein triumphierendes „Ha!" einfach nicht verkneifen. Ich grinste Sophelya an und drehte einen kleinen Looping, nachdem sie mir den Ball wieder zugeworfen hatte.
Da mir eben der Gedanke gekommen war, dass gerade Torhüter sich leicht an den Händen verletzten und ich nicht wusste, wie wir eine solche Verletzung - ohne zu gestehen, dass wir sämtliche Schulregeln gebrochen hatten – erklären sollten, warf ich nun doch wieder etwas leichter. Dieses Mal, griff Sophelya den Quaffel mit Leichtigkeit aus der Luft und ich nickte anerkennend. „Geht doch. Schlummert da vielleicht doch eine Quidditchbegabung in dir?" fragte ich grinsend.
Bevor ich auch nur noch einen Wurf ansetzten konnte, bemerkte ich etwas seltsames im Schloss. Konnte es sein, dass ein Lehrer bereits wach war und durchs Schloss lief? „Sophelya... ist das Einbildung oder kann es sein, dass da gerade jemand mit Licht bewaffnet durchs Schloss läuft? Ich glaube etwas im dritten Stock gesehen zu haben..."



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Sophelya
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Re: Vergangenheitsplay » 7

from Sophelya on 07/08/2018 02:44 PM

"Puh, zum Glück nicht!", antwortete ich auf Matthews Frage bezüglich der Werwölfe. Bisher war ich von diesem Alptraum verschont geblieben. Allerdings hielt ich mich auch konsequent an die Regel, in Vollmondnächten nicht in Wäldern und abgelegenen Orten herum zu spazieren.
Sophelya Stone und Quidditch. Das war eine ziemlich merkwürdige Kombination. Trotzdem wollte ich es probieren und kein Spielverderber sein.
"Gut. Machen wir es so. Zuerst bin ich Torhüter und dann du." Das klang gar nicht so schwer. Doch das sollte täuschen.. Matt machte sich auf den Weg, den Ball zu organisieren und ich probierte schonmal einige Hin und her - Wendungen vor den Toren.
Nach eine kurzen Augenblick kam er mit Quaffel zurück. Die Kiste mit dem Quidditch-Zubehör war also nicht weggeschlossen worden. "Wir haben aber auch Glück heute Nacht..", freute ich mich. Dann ging ich in Position und Matt versuchte den ersten Wurf.
Der Quaffel ging in die richtige Richtung, dich weder ich erwischte den Ball noch der Ball einen der Ringe.
"Okay, wir müssen wohl beide erst warm werden.."
Ich holte den Quaffel zurück und spielte ihn Matt zu. "Neuer Versuch! " Der nächste Wurf war eindeutig besser. Zumindest was Matt betraf. "Wie es aussieht liegst du jetzt in Führung." Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen und nahm all meine Konzentration zusammen. Der Ball kam diesmal ziemlich direkt auf mich zu.. Und.. Gefangen. Zum Glück hatte Matt nicht allzu doll geworfen, sodass mich der Schwung nicht vom Besen gerissen hatte. Mit einem freudigen Quietschen warf ich zurück.

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Matthew

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Re: Vergangenheitsplay » 7

from Matthew on 06/12/2018 03:36 PM

Bei dem Gedanken, an die etwas uneleganten Werwölfe, die auf einem Besen durch die Luft sausten, musste ich lachen. „Aber die Vorstellung, wie sie sich an den Besen klammern ist schon recht albern!" ich schüttelte den Kopf um den Gedanken loszuwerden. „Hast du schon mal einen gesehen?" fragte ich sie neugierig. Ich selbst war der Begegnung mit diesen Kreaturen bis jetzt glücklicherweise entgangen. Allerdings gab es das Gerücht, dass jemand aus der Schule einen Mord durch einen Werwolf gesehen hatte. Etwas, das ich niemals erleben wollte.
Ich zog ungläubig die Augenbrauen nach oben. „In welchem Paralleluniversum bist du denn bitte erwachsen?!" neckte ich sie ich flog lachend um sie herum. Man konnte das von mir gerade im Moment allerdings auch nicht behaupten....
„ICH bin hellwach!" erwiderte ich frech und streckte ihr die Zunge raus, was ziemlich deutlich meine geistiges Alter widerspiegelte. Erwachsen würde ich wohl nie wirklich werden, aber wer wollte das schon?!
Ich folgte ihr mit etwas Abstand. Sie wirkte so frei, wie sie sich durch die Luft bewegte. Das Gefühl der Freiheit war ja auch ein ständiger Begleiter, wenn man flog. Ich liebte es.
Sie hielt vor einem der Torringe und sah mich erwartungsvoll an, doch was sie dann sagte, schockierte mich schon etwas. „Oha!" rief ich entsetzt und überlegte kurz. „Dem Schnatz nachzujagen ist bei diesen Lichtverhältnissen sowieso ein sinnloses Unterfangen. Ich würde einfach den Quaffel aus der Kiste holen und wir werfen ein bisschen? Also ich versuche durch eines der drei Ringe zu werfen und du versuchst es zu verhindern? Und dann tauschen wir." schlug ich vor. Zu zweit würde das ganze anders sowieso nicht viel Sinn machen.
Immer noch Kopf schüttelnd flog ich zu der Tür, hinter der die Bälle aufbewahrt wurden. Da demnächst kein Spiel mehr anstand, würden sie wohl dort sein und nicht in einem Büro weggeschlossen.



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Sophelya
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Re: Vergangenheitsplay » 7

from Sophelya on 06/11/2018 09:19 PM

"Ja, gute Idee. Wenn die fliegen könnten, das wäre echt fatal!", antwortete ich. Zum Glück war ich noch nie einem Werwolf begegnet. In meiner Vorstellung waren das grauenvolle Tiere, die einem echt Albträume verschaffen konnten.
"Genau. Kleine Kinder sagen das, obwohl sie müde sind. Ich bin zum Glück schon sehr erwachsen." Mein Grinsen verriet die Ironie hinter meiner Aussage. Sicherlich war ich in vielen Dingen wesentlich vernünftiger als einige Klassenkameraden, vorallem wenn Lehrer oder meine Eltern in der Nähe waren. Doch in solchen Momenten wie jetzt pfiff ich auf Vernunft und ließ den abenteuerlustigen Teenie durch. Dementsprechend gefiel mir Matt's Vorschlag ziemlich gut. "Hah! Das glaubst du ja wohl selber nicht! Pass auf, dass DU nicht gleich im Flug einschläfst!", rief ich ihm entgegen während er um mich herum flog. Ich lehnte mich etwas vor und saust rüber zum Quidditchfeld. Dort drehte ich eine Schraube und sauste auf den höchsten Ring zu. Matt konnte ich auf den ersten Blick nicht entdecken. Deshalb setzte ich mich in den höchsten Ring und hielt ausschau. Der Ausblick war zwar nicht mit dem vom Astronomieturm zu vergleichen, aber der fehlende Boden unter den Füßen verlieh dem ganzen trotzdem etwas besonderes. Ich hatte das Gefühl, dass diese Nacht ihren dunkelsten Moment erreicht hatte und in ein paar Stunden bereits die Dämmerung beginnen würde.
Als er dann bei mir ankam, schaute ich ihn etwas kleinlaut an. "Ich muss dir was sagen." Dann brach ich ab und überlegte kurz, wie ich ihm das erklären sollte. "Quidditch ist ungefähr so wie Zaubertränke. Ich hab keine Ahnung davon. Und das letzte mal war ich vor drei Jahren bei einem Spiel.." Puh. Nun war es raus und ich seufzte erleichtert während ich Matt erwartungsvoll anschaute. "Wir können es trotzdem gerne versuchen!", fügte ich dem noch ziemlich selbstsicher hinzu. Ich wusste immerhin, dass es mehr als einen Ball gab und der Begehrteste der Schnatz war.

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