Vergangenheitsplay » 7
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Jack
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Jack am 20.09.2017 21:35Ich beneidete meine Schwester manchmal. Sie hatte so viel Freizeit weil sie einfach viel weniger lernen musste. Ich musste stundenlang lernen um gut Noten zu schreiben, aber es war eine angenehme Beschäftigung. In diesem Punkt war ich meinem Vater nicht sonderlich ähnlich, aber ich konnte ja auch nicht komplett so sein wie mein Vater.
Ich wollte es auch einfach nicht.
"Jap, ganz alleine und mit vielen Büchern.", beantwortete ich ihre Frage. Alleine lernen war etwas, was ich immer bevorzugte. Ich wurde von anderen immer abgelenkt, ich brauchte halt meine Ruhe. Die bevorzugte ich eigentlich immer. Das Schloss war mir immer viel zu überfüllt, ich war immer dankbar wenn in den Ferien weniger los war oder ich michh zu Hause endlich in mein Zmmer zurück ziehen konnte. "Zaubertränke und Astronomie muss ich noch lernen. Astronomie könnte länger dauern." Ich hatte es satt, die ganzen Sternbilder auswendig zu lernen. Aber es musste nunmal sein. Auch wenn es mir schleierhaft blieb, wozu ich das mal gebrauchen könnte.
Gwyneth
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Gwyneth am 20.09.2017 20:21Ich erwiderte sein Lachen mit einem Grinsen. Schüler zu quälen war in unserer Familie, anders als in anderen Familien, nicht verboten, sondern gern gesehen. Zumindest solange es Schlammblüter oder Blutsverräter waren. Reinblüter anzurühren ging natürlich gar nicht, wenn man weiter Teil der gehobenen Gesellschaft sein wollte.
Das mochte sich für Außenstehende vielleicht makaber anhören, aber so lebten wir nun einmal. Wir, die Oberklasse, die Reinblüter.
Auch wenn Jack und ich uns strenggenommen gar nicht dazuzählen durften. Doch eher würde ich sterben, als zuzugeben, dass ich nur ein Halbblut war. Schließlich konnte ich nichts für Mutters Blutstatus.
"Und du wirst den Abend mit lernen verbringen?", fragte ich meinen Bruder mit einem Blick auf seine Schultasche, die ziemlich dick wirkte.
Manchmal tat er mir leid, dass er nicht Vaters Talent eines guten gedächtnisses geerbt htte.
Ich persönlich musste nie mehr als zehn Minuten für gute Noten lernen. Einen Vorteil, den ich sehr genoss.
Die ersparte Zeit konnte man immer viel sinnvoller nutzen. Zum Beispiel um Schlammblütern das Leben schwer zu machen.
Jack
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Jack am 17.09.2017 23:21Ich beobachtete, wie Gwyneth den Brief sorgfätig in ihre Tasche steckte. Es war fast zum lachen, aber unser Vater war so peibel darauf bedacht, dass alles seine Ordnung hatte, dass es schon fast albern war. Aber so war er nunmal und ich akzeptierte es. Es war nicht ganz einfach, immer seinen Anforderungen gerecht zu werden.
Ich nickte, als meine Schwester meint,e dass sie noch keine Ahnung hatte. Ich hingegen wusste, was ich zu tun hatte. Ich lachte kurz, als sie mir das mit dem Nachsitze nerzählte. "Das hört sich doch spaßig an.", meinte ich düster. Ich genoss es ab und zu, meiner Schwester dabei zuzusehen, wie sie ihre Position als Schülersprecherin ausnutze. Das niedere Volk hatte nichts anderes verdient.
Ich selber hatte dafür im Moment wenig Zeit. Ich wollte gute Noten nach Hause bringen und ich musste dafür lernen. Ich war nicht mit dem Talent gesegnet worden, dass ich Dinge nur einmal durchlesen musste um sie dann zu kennen. So war ich nun nicht.
Gwyneth
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Gwyneth am 17.09.2017 18:27Ich nahm den Brief entgegen und steckte ihn sorgfältig in meine Tasche. Er sollte schließlich nicht verknicken, eine weitere Sache, die unser Vater verachtete. Er hatte schon oft Briefe von mir ungelesen weggeworfen, weil ich eine Ecke umgeknickt hatte.
Wenn man mich fragte, war das schwachsinn, aber was unser Vater wollte war nunmal Gesetz.
Und dagegen sollte man sich nicht stellen, wenn man nicht enterbt werden wollte.
Nicht, dass das Leben mit unserem Vater nur schlecht war, schließlich verdankte ich ihm sozusagen meine Begeisterung dür den dunklen Lord, aber manchmal wäre es nicht schlecht einen etwas lockereren Vater zu haben.
"Keine Ahnung!", antwortete ich auf seine Frage hin.
Richtig Gedanken hatte ich mir noch nicht gemacht. Normalerweise fand sich immer etwas, was man machen konnte.
"Vielleicht treffe ich mich noch mit den anderen oder ich werde einen paar Schlammblütern Nachsitzen aufdrücken", fügte ich mit einem fiesen Grinsen hinzu.
Mit den "anderen" meinte ich all die anderen Todesser auf unser Schule. Zum Glück gab es davon eine ganze Menge, sonst hätte man sich nur mit Blutsverrätern abgeben müssen. Schlammblüter kamen ja sowieso nicht infrage.
Niemals würde ich mich mit solchen Leuten abgeben.
Jack
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Jack am 14.09.2017 22:53Ich war Gwyn sehr dankbar, dass sie mir diesen kleinen Gefallen tat. Unser Vater würde ausrasten, wenn nciht alles so lief, wie er er gerne hätte. Er war in vielerlei Hinicht ein anstrengender Mann . Dennoch hatte er darauf geachtet, dass wir wohl erzogen wurden. Er hatte mir Anstand und Manieren beigebracht und gezeigt, dass ich mich immer unter Kontrolle halten musste. Niemals Emotionen zeogen und nicht immer das sagen, was mir gerade durch den Kopf ging.
Selbstbeherrschung war ein sehr großes Thema gewesen. Ich durfte keine Schwächen zeigen, niemals. Das würde nur Angriffspunkte für jemand anderen geben und das durfte ich mir nicht erlauben. Gerade dann nicht, wenn wir, die Obrigkeit, die Schwächen von anderen herauszufinden hatten und diese nutzen mussten.
Ich stellte meinen Rucksack kurz auf den Boden, klemmte mir mein Buch zwischen die Beine und kramte den Brief hervor. Ich hätte ihn heute Abend irgendwann losschicken wollen. Aber wenn sie schonmal auf dem Weg war, konnte ich die Gelegenheit nutzen.
Ich richtete mich wieder auf und gab ihr den Brief. "Vielen Dank." Ich wartete, bis auch der letzte Erstklässler endlich verschwunden war. "Was machst du später noch?" Vielleicht konnte ich mic bei mir einklinken und ich konnte für einen kurzen Moment mal die Hausaufgaben vergessen.
Gwyneth
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Gwyneth am 14.09.2017 20:30Die Gruppe Erstklässler, die an uns vorbeirannte, beachtete ich nur mit einem abschätzigem Blick. Ich hasste Leute, die auf den Gängen rannten, so als ob unsere Schule ein Sportplatz wäre.
Wenn ich hätte raten müssen, dann hätte ich wohl gesagt, dass das Schlammblüter waren.
Das sah man schon an deren Benehmen.
So ein benehmen gab es bei uns Drakes nicht, dafür war unser Vater viel zu streng.
Nicht, dass ich ein allzu braves Mädchen war, aber in den Augen meines Vaters war ich sowieso seine Prinzessin.
Sogar, wenn ich ab und zu ziemlich unfreundlich zu meinen Mitschülern war. Aber Respekt bekam man schließlich nicht einfach so.
Den musste man sich verdienen. Und das tat ich mit meiner angsteinflößenden Art ziemlich erfolgreich.
Ich nickte, als Jack mich um den Gefallen tat. Normalerweise war ich nicht gerne der Dienstbote für irgendwen, aber Jack sollte schließlich kein Problem mit unserem Vater bekommen. Das war nie gut, auch nicht für mich.
Denn unser Vater neigte dazu seine Wut auf andere zu übertragen. Und das war dann auch mein Problem.
Vor allem, da ich in den nächsten Ferien eine Party zuhause schmeißen wollte und noch seine Erlaubnis dazu brauchte.
"In Ordnung ich übernehme das für dich.", antwortete ich.
Jack
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Jack am 13.09.2017 09:32Ich schaute mich einmal um ehe ich Gwyn antworten konnte. Gerade kam ein Rudel Erstklässler vorbei gekaufen und sie grölten durch die Gegend. Genervt verdrehte ich meine Augen. Musste sie denn so laut sein? Und so ungestüm?
Ich selber hatte mir nie erlauben können, mich so auslassend zu benehmen. Gerade unserem Vater war es enorm wichtig gewesen, dass ich wusste was Anstand war und wie ich mich im Allgemeinen zu benehmen hatte.
Ich hatte mich stets unter Kontrolle zu halten und kaum Emotionen zu zeigen. Das ganze wirkte auf andere teilweise sehr befremdlich. Gerade in der Schule.
Ich seufzte wieder. "Dann solltest du dich beeilen." , meinte ich nur und machte mich daran, mein Buch in die Tasche zu stecken. Ich musste ihn auch noch schreiben, nur hatte ich es vergessen. Diese kleine Erinnerung war doch ziemmlich nützlich für mich. "Kannst du meinen dann direkt mitschicken?" So würde ich mir wahrscheinlich einen weiteren Gang ersparen. Und das war doch schonmal etwa.
Gwyneth
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Gwyneth am 13.09.2017 08:35Ich stellte mich mit verschränkten Armen neben meinen Bruder.
Verwandlung also.
Eines der wenigen Fächer, dass ich tatsächlich für sinnvoll hielt. Schließlich konnte es immer mal nützlich sein etwas in etwas anderes zu verwandeln. Zum Beispiel, wen es etwas schwarzmagisches war, dass nicht auffallen durfte.
Ich selber hatte mir das schon oft zu nutzen gemacht, vor alllem wen es um solche schwarzmagischen Sachen ging.
"Ich muss noch einen Briefe beantworten.", antwortete ich auf seine Frage, "Vater erwartet meinen Brief noch heute."
Ich musste Jack ja nicht sagen, dass man unseren Vater lieber nicht warten ließ.
Vor allem nicht, wenn er sich auf einen verließ.
Ich sollte ihm irgendwelche Namen von Schlammblütern nennen, die unsere Schule besudelten, damit sich die Todesser um diese Plage kümmern konnten.
Einer Aufgabe, der ich nur zu gerne nachkam.
Wenn ich sie schon nicht selber fertig machen konnte, dann half ich wenigstens dabei sie zu vernichten.
So oder so, würden wir die Schlammblüter loswerden und das war etwas gutes.
Jack
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Jack am 10.09.2017 18:49Ich wusste sehr wohl, dass mir die ganze Zeit jemand gefolgt war, als ich die große Halle verlssen hatte. Doch umschauen wollte ich mich nicht. Wenn derjenige etwas von mir wollte, solte er mich rufen oder sich zu mir gesellen.
Doch als ich auf den Weg in meinen Gemeinschaftsraum war, wurde ich gerufen. Diese kalte Stimme, die in den Korridoren wiederhallte, erkannte ich auf der Stelle. Gwyneth. Meine große Schwester. Stolze Trägerin des Schulsprecherabzeichens. Sie genoss es ihre neu gewonnene Macht auszukosten und die kleinen und niederen Leute herum zu schubsen wie es ihr gefiel.
Ich selber hatte mich nie aktiv darum bemüht, Vertrauensschüler oder Schulsprecher zu werden. Sicher hatte es seinen Reiz, in das extra dafür vorgesehene Bad zu gehen, doch das konnte ich auch ohne Vertrauensschüler zu sein nutzen.
Ich blieb stehen und setzte ein Lächeln auf. Ich nickte einmal. "Sicher." Ich deutete auf das Buch was ich in meiner Hand hielt. "Ich muss Verwandlung machen." Ich seufzte unzufrieden. "Wohin willst du denn?"
Gwyneth
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Gwyneth am 10.09.2017 18:07Als siebtklässlerin genoss man auf jeden Fall eine menge Vorteile, vor allem, wenn man auch noch Schulsprecherin war.
Seit mein Abzeichen zuhause angekommen war, behandelten mich meine Eltern nur noch mehr, wei ihre Prinzessin und lagen mir quasi zu Füßen. Am Anfang hatte ich es noch genossen andauernd irgendwelche Präsente zu bekommen, doch irgendwann war es lästig geworden und so war ich wirklich froh wieder in Hogwarts zu sein.
Mit dem neuen Abzeichen auf der Brust herumzustolzieren war auf jeden fall eine meiner neuen Lieblingsbeschäftigungen, vor allem da die ganzen Schlammblüter mich jetzt noch ängstlicher anschauten.
Was mir gerade Recht war.
Aber das sollten sie auch besser! Denn ab jetzt war ich ja auch berechtigt ihnen Nachsitzen aufzubrummen.
Obwohl ich am liebsten andere Sachen mit ihnen anstellen würde, so war das ein kleiner Trost.
Ich lief gerade durch die große Halle und warf einem erstklässler, der ganz klar ein Schlammblut war, so wie der mit seinem Zauberstab rumfuchtelte, einen eiskalten Blick zu, unter dem er zusammenschrumpfte, als mir mein Bruder auffiel, der gerade die große Halle verließ.
Schnellen Schrittes und hocherhobenen Hauptes folgte ich ihm aus der Halle.
Einholen tat ich ihn aber erst, als er schon auf dem Weg in unseren Gemeinschaftsraum war.
"Jack.", rief ich ihm hinterher.
Meine Stimme hallte kalt und deutlich durch den Flur und hatte genau die Wirkung, die ich mir erwünscht hatte.
Jack blieb stehen.
"Auf dem Weg in den Gemeinschaftsraum?", fragte ich, während ich mich nun neben ihn stellte.
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