Vergangenheitsplay » 5
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Re: Vergangenheitsplay » 5
von Isis am 28.02.2018 23:33Verdattert sah ich Merle und dann Castor, der relativ schnell die Verfolgung aufnahm, zusammen aus der großen Halle rennen. Ich hörte schon die ersten Jubelrufe und spürte wie sich die fast elektronischgeladene Stimmung mit zunehmenden Stimmengemurmel auflud. Klatsch und Tratsch angezündet durch so einen Abgang, verbreitete sich wie Feuer in benzinbetriebenen Autos. - Doofer Muggelaufsatz! Kopfschüttelnd sprang ich nun auch auf und überlegte kurz, ob ich den beiden hinterherlaufen sollte, entschied mich aber dagegen. Vielleicht ist es mal ganz gut, wenn sie sich aussprechen und Merle weiß ja, wo sie mich finden könnte. Ich schnappte mir noch ein Törtchen von Meers überfüllten Teller, ich hätte ihn wirklich großzügigst befüllt, stellte ich fest, und machte mich dann hundemüde auf den Weg ins Bett. Ich war für heute wirklich ausgedampft.
[Isis out]




Re: Vergangenheitsplay » 5
von Merle am 28.02.2018 22:52Ich lauschte gespannt Isis' Worten. Es ging ihm also nicht besser als mir. Mit dem großen Unterschied, dass ich schrecklichen Liebeskummer hatte, während ihn wahrscheinlich nur sein schlechtes Gewissen plagte, weil er mich verletzt hatte.
Ich nickte und rutschte auf meinem Platz herum. Ich würde ihn so gerne ansehen, aber das konnte ich nicht. Also nickte ich meiner Freundin nur dankbar zu. Plötzlich knallte etwas hinter mir heftig auf den Tisch und ich zuckte- wie so ziemlich jeder in meiner Nähe auch. heftig zusammen. Froh einen Grund zu haben, mich umzusehen, tat ich dies auch sofort. Der Unruhestifter erhob sich gerade. Es war Castor. Schnell wandte ich den Blick wieder ab und stocherte erneut in meinem Essen herum.
Isi zupfte jedoch nach nur ein paar Sekunden an meinem Ärmel, was meine Aufmerksamkeit wieder vom Essen ablenkte. "Er kommt hier her." wisperte sie und mir gefror das Blut in den Adern. Das konnte ich nicht. Nicht hier, nicht jetzt, nicht vor allen anderen. Noch bevor ich das Ganze wirklich durchdacht hatte, sprintete ich los. Ich rannte quer durch die gesamte Halle. Es war mir so egal, dass alle mich anstarrten. Noch unwichtiger war es mir, dass nun alle wussten, dass zwischen Cas und mir etwas ganz und gar nicht stimmte. Schließlich hingen wir normalerweise zusammen wie Magneten und jetzt rannte ich weg. Das einzige, was mich kümmerte, war Isis die ich einfach zurückgelassen hatte. Ich riss die Tür auf und rannte den Flur entlang zur Treppe. Ich hörte Cas hinter mir rennen und ich wusste, dass ich keine Chance hatte. Er war so viel schneller als ich und er würde mich gleich einholen, auch wenn ich einen Vorsprung hatte.
Doch dann geschah etwas seltenes. Die Treppen, die sonst immer gegen mich zu spielen schienen, waren mir heute gnädig. Hogwarts schien mir helfen zu wollen. Gerade, als ich glaubte Cas' Hand an meinem Arm zu spüren und ich die Treppe zum dritten Stock betreten hatte, wechselte diese die Richtung. Sie trug mich mit sich und als ich zurück sah, sah ich Castor am Treppenabsatz stehen. Aber ich sah ihn nicht lange an, dafür hatte ich keine Zeit. Castor war schlau und würde recht schnell einen anderen Weg finden und mich einholen, wenn ich mich nicht beeilte. Also sprintete ich weiter die Treppe nach oben und rannte dann blindlinks die Gänge entlang. Ich rannte so lange, bis ich einfach nicht mehr konnte und die Orientierung ganz verloren hatte. Leise keuchend versteckte ich mich in einer Nische. Ein paar Rüstungen verdeckten diese recht gut, so dass ich dort wieder zu Atem kommen konnte. Ich hörte Schritte nur ein paar Meter neben mir und es könnte wirklich Castor sein, aber sicher war ich mir nicht und ich war ganz bestimmt nicht dumm genug um nachzusehen! Ich sank auf den Boden und wartete stillschweigend darauf, dass mein Herz sich wieder beruhigte...
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Re: Vergangenheitsplay » 5
von Castor am 28.02.2018 22:02Der Appetit auf mein Mittagessen war mir mittlerweile komplett vergangen. Aber ich konnte mich auch gleichzeitig kein Stück rühren, während ich Merles Rücken anstarrte. Es war, als wäre ich auf meinem Platz festgefroren.
Aus den Augenwinkeln sah ich, dass sich ein paar Leute bei meinem starren Blick in meine Richtung drehten, um mich verwirrt anzuschauen. Die meisten hier wussten, dass Merle und ich eigentlich nur zu zweit anzutreffen waren, und dass wir jetzt an verschiedenen Tischen saßen gab ziemlich wahrscheinlich ein sehr ungewöhnliches Bild ab.
Noch vor ein paar Tagen war ja noch alles normal gewesen. Wie hatte ich mich noch einmal in diese Situation gebracht? Matts Worte schwebten wieder in meinem Kopf herum, wie so oft in den letzten Stunden, und ich fragte mich wieder einmal, warum ich nicht einfach aufstand um mit ihr zu reden. Das Anschweigen würde uns doch beiden nichts als Leid bringen, was hatte ich also schon zu verlieren? Ich hatte mir mittlerweile eingestanden, dass ich definitiv mehr für sie empfand als ich vorher zugeben wollte. Das hatte nciht an ihren Veela-Genen gelegen. Das war ganz und allein ich gewesen.
Als ich sah, wie sich Merles Körperhaltung veränderte taute ich auf. Wahrscheinlich war sie nur auf ihrem Platz herum gerutscht, um bequemer zu sitzen und mich weiter zu ignorieren ... das wusste ich jetzt schon garnicht mehr genau. Was ich allerdings wusste, war dass es so definitiv nicht weiter gehen konnte. Ich könnte damit nicht weitermachen.
Ich knallte mein Besteck ein wenig zu fest auf den Tisch, sodass ein lautes Klirren zu hören war, aber da ich im gleichen Moment vom Tisch aufsprang, fiel es den Leuten neben mir garnicht weiter auf. Zielgerichtet marschierte ich um den Ravenclawtisch, um zu den Gryffindors zu gehen. Gradewegs auf das blonde Mädchen zu, das dieses merkwürdig fremde schwarze Kleid trug.

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Re: Vergangenheitsplay » 5
von Isis am 27.02.2018 12:30Es krampfte mein Herz zusammen, als ich sah, wie Merle noch lustloser als sonst immer, in ihrem Essen herumstocherte. In diesem Moment fühlte ich mich total machtlos und plötzlich schmeckte auch mir meine Abendbrot nicht mehr.
Ich merke wie Meer immer näher rückte und schließlich flüsterte, ob ich denn mal vorsichtig gucken könne, was Cas so mache. Froh endlich etwas tuen zu können, schielte ich bemüht unauffällig über meine Schulter. Ich entdeckte Castor nicht gleich sofort, aber auf dem zweiten Blick viel mir ein braunhaariger Rawenclaw auf, der genauso fertig aussah wie meine beste Freundin. Oh weiha! Ich stieß Merle in die Rippen:" Er sitzt schräg hinter uns. Gleich neben diesem großen, breitschultrigen," wisperte ich ihr ins Ohr. Ich guckte noch mal rüber. "Und er starrt dich an." Ich merkte wie sich Meer neben mir versteifte. "Unauffällig!", zischte ich. Ich spähte noch mal zum anderen Tisch und war eigentlich ganz froh, dass Cas nur Augen für Merle hatte, denn doch konnt ich ihn ganz in Ruhe und unverhohlen beobachten. "Er sieht echt traurig aus. Und das schlechte Gewissen steht ihm ins Geschicht geschreiben. Außerdem ist sein Gesicht eingefallen und ganz schön farblos, mehr?“ fragte ich meine Sitznachbarin. Ich hätte ewig so weitermachen. Ich liebte es Menschen auszukundschaften. "Aber zusammengefasst, kann ich dir sagen, dass es ihm wirklich nicht gut geht und es sieht auch so aus, als hätte er schon eine ganze Weile nicht mehr seine Lachmuskeln benutzt." Ich strich ihr über den Arm und verdrehte nochmal meinen Kopf in Cas Richtung. Ich kannte ihn zwar nicht so gut, aber eins wusste ich auf jeden Fall. So wie er sie anguckte, hatte er definitiv mehr Gefühle für Merle als er sich bisher eingestehen wollte.




Re: Vergangenheitsplay » 5
von Merle am 26.02.2018 00:03Den ganzen Weg nach unten hatte ich versucht Isis zu überzeugen, dass ich sehr wohl ein paar Tage ohne Nahrung überstehen würde. Aber davon wollte sie gar nichts hören. Ich hätte doch verschwunden bleiben sollen- meinetwegen sogar bei Tea. Sie hätte mich bestimmt nicht zum Essen gezwungen! Moment... was machte dieser Junge nur mit mir? Nie im Leben würde ich meine Schwester Isis vorziehen! Ich startete einen letzten Versuch: "Wir können doch auch einfach in die Küche gehen..." doch zu spät. Wir hatten bereits die Große Halle betreten und jetzt wieder umzukehren...diese Blöße würde ich mir bestimmt nicht geben.
Automatisch wanderte mein Blick zu dem Jungen am Ravenclawtisch. Ich schluckte und wandte den Blick schnellstmöglich wieder ab, inständig hoffend, dass er das nicht gesehen hatte.
Isis zog mich zu ihrem Tisch und wir setzten uns mit dem Rücken zu Castor an eben diesen. Das war sehr unangenehm, da ich glaubte seinen Blick im Rücken spüren zu können. Es war außerdem unfair, denn er konnte mich ansehen, während ich es nicht konnte ohne mich zu blamieren. Ich zerkaute unsicher meine Unterlippe und überlegte, wie ich unauffällig zu ihm sehen konnte.
Nachdenklich sah ich meine Freundin an und bemerkte erst jetzt, dass sie Berge an Essen auf meinen Teller schaufelte. "Bei Merlin Isis! Wer in aller Welt soll das denn alles Essen?!" rief ich wohl etwas zu laut aus denn an den umliegenden Plätzen wurde es ruhiger und einige sahen zu uns. Isis' Teller war ganz ähnlich beladen, aber ich fragte mich sowieso immer, wohin sie das alles aß.
Zum Glück war ich nicht lange der Mittelpunkt der Runde- was mich im Normalfall keineswegs störte- so dass ich mir ein Salatblatt und ein Stück Brot aus dem Berg fischen konnte. Das Brot zerpflückte ich nur, während ich immerhin etwas lustlos an dem Salatblatt knabberte. Nach einiger Zeit beugte ich mich langsam zu Isi. "Guckt er her? Ist er überhaupt noch da? Wie sieht er aus? Ist er... lächelt er, ist er fröhlich? Kannst du bite mal unauffällig gucken?" bat ich sie im Flüsterton. Ich wusste schon jetzt, dass mir die Antwort das Herz brechen würde, egal ob er nun lächelte oder nicht. Wenn er lächelte hieß das, es ging ihm gut- ohne mich. Wenn er es jedoch nicht tat... Ich liebte Cas' Lächeln und Cas ohne Lächeln war einfach nicht Cas...
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Re: Vergangenheitsplay » 5
von Castor am 25.02.2018 23:20Den ganzen Morgen über hatte ich gehofft, Merle irgendwo zu treffen. Ich hatte als einer der ersten am Frühstückstisch gesessen und die große Halle auch fast als letzter wieder verlassen, aber da war keine Spur von ihr gewesen. Wenn ich ehrlich war, hatte ich damit auch eigentlich nicht gerechnet. Wenn sie sich sogar schon in Teagans Zimmer vor mir versteckte, wollte sie mich wirklich nicht sehen. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn sie sogar den Unterricht schwänzen würde um mich nicht treffen zu müssen. Und das verletzte mich mehr, als ich zugeben würde. Natürlich hatte ich den Mist gebaut und sie verletzt, aber ich wollte mein Verhalten wenigstens erklären. Oder mich zumindest bei ihr entschuldigen und ihr sagen, was wirklich in meinem Kopf vorgeht, aber dafür hatte ich garkeine Chance bekommen.
Wie erwartet hatte ich sie nicht im Unterricht getroffen und ging deshalb auch nicht davon aus, dass sie beim Mittagessen auftauchen würde. Ich stocherte grade unmotiviert in meinen Kartoffeln rum, als die Tür aufgang und ich Isis mit Merle den Raum betreten sah. Mein Blick klebte einen sehr langen Moment lang an ihrem schwarzen Kleid. Normalerweise trug sie doch ihre ganzen bunten Kleider, aber dieses Kleid hatte ich noch nie gesehen. Sie sah aus, als würde sie grade von einer Beerdigung kommen und mein Magen schrumpfte in sich zusammen. Ich legte meine Gabel laut klirrend auf meinen Teller und starrte zu Merle, als sie sich zusammen mit Isis an den Gryffindortisch setzte. Plötzlich hatte ich garkeinen Hunger mehr. Allerdings waren auch die ganzen Worte, die ich mir zurecht gelegt hatte wie ausgelöscht. Da war nur noch gähnende Leere und das schlechte Gewissen, dass sich immer stärker meldete. Merle saß mit dem Rücken zu mir, aber ich konnte meinen Blick nicht von ihren blonden Locken abwenden. ich wünschte mir, dass sie wenigstens einmal zu mir sehen und Lächeln würde damit ich wüsste, dass sie mich nicht komplett hasste. Denn irgendwie wirkte alles an ihr so, als wäre ich für sie komplett gestorben. Und damit könnte ich ganz bestimmt nicht leben.

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Re: Vergangenheitsplay » 5
von Isis am 24.02.2018 14:50Als Merle schon nicht zum Frühstück kam- sehr untypisch, und nun auch nicht zum Mittagessen, begann ich mir echte Sorgen zu machen. War sie krank? Aber das hätte ich doch gemerkt. ... Tief in Gedanken versunken, schreckte ich hoch als mir jemand auf die Schulter tippte. Meine Gabel fiel scheppernd auf den Boden. Aber es war nur Freya, die mir kommentarlos ein Stück Pergament vor die Nase klatschte und verschwand. Das flatterhafte Bauchgefühl wurde dadurch nur verstärkt und wurde immer schlimmer, je weiter der Tag vorran schritt. Irgendwas war nicht in Ordnung. Als endlich die wie Kaugummi zähen letzten Minuten meines Nachmittagskurses vorbei waren, stürmte ich zum Gryffindorgemeinschaftsraum. Ich hatte total vergessen, dass morgen der Abgabetermin für einen halben Meter langen Aufsatz in Muggelkunde über Muggel und deren Fortbewegungsmittel war. Da ich letzte Stunde Professor Marit mal wieder zur Weißglut gebracht hatte, musste dieser sehr, sehr gut werden und ich hatte ihn einfach vergessen!
Stunden später, war mein Nacken so steif und meine Kehle so trocken wie die Literatur der "Geschichte der Personenkraftwagen des gewöhnlichen Muggels". Mein Kopf rauchte wie eine dieser Lokmotiven, aber ich war recht zufrieden mit meinem Werk. Ich stieg die Treppen zu meinem Schlafraum hoch.
Total überrascht sah ich Merle da liegen, umringt von zwei laut schnurrenden Katzen. DA war sie. Gut übertünscht aber nicht so gut, dass ich es nicht bemerken würde waren ihre rot geschwollenen Augen tief verschlossen.
Sanft rüttelte ich sie wach. Eigentlich hätte ich sie ja lieber schlafen lassen wollen, da ich wusste, wie wichtig Schlaf war, vor allem in stressigen, nervenaufreibenden Situationen, aber ich hatte sie heute noch nichts essen sehen, und so wie ich Meer kannte, hatte sie das auch nicht getan. Über ihr Essverhalten war ich im Allgemeinen immer recht besorgt, aber das fand hier gerade keinen Platz. Als sie aufwachte, lächelte ich sie erstmal aufmunternd an. "Hey... Was machst du denn hier?"
Und dann brach alles unter erneutem Schlurzen aus sie raus. Hin und wieder sah ich sie erschrocken an oder warf ein fassungsloses 'Oh!' ein. Meine "Mama-Bär-Gefühle" hingen so zwischen, ich mache Cas mit bloßen Händen fertig, auf irgendeine Weise Verständind für ihn- mit Veelen kann das Gefühlsleben echt kompliziert sein, zu tieft sitzendes Mitgefühl für Merle aber auch ein ganz kleines bisschen Wut, weil sie sich von einem feigen Jungen so fertig machen lässt.
Aber lange hielt der Gefühlswirrwahr nicht an und wich dann großer Besorgnis. Ich hatte immer schon stark vermutet, dass sie etwas für ihn empfand, aber ausgesprochen hatte sie es noch nie...
Da man aber mit knurrendem Mägen bekanntlich nie die besten Entscheidungen traf und sie meine Vermutung, heute noch nicht viel gegessen zu haben, bestätigte, beschloss ich das mit Cas auszudiskutieren, wenn wir beide ein wohlig volles Gefühl im Bauch hatten, wenn nicht schon im Herzen. Deswegen schleppte ich sie, ihre Proteste ignorierend in die große Halle.
Dummerweise befanden sich sowohl der Gryffindortisch, als auch der Tisch der Hufflepuffs direkt neben dem Ravenclawtisch. Ich zog sie mit mir zu meinem eigenen Haustisch und versuchte sie so gut wie möglich von den Ravenclawjungen abzuschirmen. Glücklicherweise hatte das Essen bereits angefangen, und ich stapelte mir und Meer so viel Essen auf die Teller, wie eben darauf passte.




Re: Vergangenheitsplay » 5
von Merle am 24.02.2018 13:46


Merle~ Isis~ Castor
Fortsetzung Zukunftsplay 11
Teagan's Angebot schwirrte mir im Kopf herum. Es war mir so schrecklich vertraut. Aber das ich es jemals in Erwägung ziehen würde, bezweifelte ich sehr stark. Nicht, nach allem, was sie mir angetan hatte.
Die Begegnung mit ihr, hatte mich wenigstens etwas abgelenkt, aber im Grunde hatte sich jetzt eine Sorge mehr, die sich in meinem Kopf ein kuscheliges Plätzchen gesucht hatte.
Eins musste ich ihr dennoch lassen: Was meine Haare anging hatte sie Wunder bewirkt- sie saßen auf jeden Fall besser als zuvor. Mein Gesicht sah auch wieder akzeptabel aus. Im Allgemeinen sah ich ganz akzeptabel aus. Bis auf meine Kleidung. Immer wieder auf die Uhr starrend, durchsuchte ich Tea's Zimmer ein bisschen. Ich probierte das ein oder andere Shirt an und war dann doch noch so gnädig, ihr Bettzeug zu säubern. Als ich das nächste Mal auf die Uhr sah, war es endlich soweit. Die letzte Stunde vor dem Mittag war seit 15 Minuten vorbei, also müssten alle beim Essen sitzen. Zeit für mich, zu verschwinden.
Ich öffnete vorsichtig die Tür und stoloerte prompt über etwas, das am boden lag. Mein erster panischer Gedanke war, dass Cas sich dort zusammengerollt hatte, aber das würde er nicht tun. Trotzdem sah ich vorsichtig nach unten, bereit wieder in das Zimmer meiner Schwester zu fliehen. Aber es war nur meine Jacke, die ich gestern in meiner überstürzten Flucht zurückgelassen hatte. Das war erst gestern gewesen. Es kam mir vor, als wären es bereits Jahre gewesen. Nicht, dass es weniger weh tat- im Gegenteil, ich hatte eher das Gefühl, es wäre schlimmer geworden. Aber wenigstens konnte ich den Schmerz und die selbstzerstörerischen Gedanken in einen nicht so aufdringlichen Teil meines Kopfes schieben.
Ich schnappte mir meine Jacke und machte mich auf den Weg zu meinem Gemeintschaftsraum. Ich brauchte dreimal so lange, wie sonst, da ich um jede Ecke drei mal sah, bevor ich weiterlief. Endlich angekommen, ging ich schnurstracks zu meinen Klamotten. Nach ewig langem suchen, fand ich auch etwas, mit dem ich mich zufrieden gab.
Alles bunte entsprach mir heute einfach nicht. Selbst meine quietschgelbe Lieblingsbluse sagte mir nicht zu. Letztendlich fand ich ein schlichtes schwarzes Kleid- wahrscheinlich das einzig schwarze, was meine Garderobe hergab. Ich band mir meine Krawatte in die Haare, richtete mein Medaillon und überlegte dann, was ich jetzt tun sollte. Hier bleiben wollte ich nicht. Kurzer Hand lief ich zum Gryffindorgemeinschaftsraum, in der Hoffnung, dass sie das Passwort länger nicht geändert hatten. Ich hatte Glück. Wow. Das Essen wäre bald vorbei und dann hatte Isis hoffentlich Zeit für mich. Oder? Welcher Tag war heute? Hatte sie noch Unterricht? Zur Zeit war ich wirklich eine miese Freundin... Ich warf mich einfach auf ihr Bett und wartete. Nach einiger Zeit gesellten sich Leo- der Kater von Isi- und mein eigener zu mir. Sie schnurrten so gleichmäßig, dass ich ganz ruhig wurde....
Ich musste weggenickt sein, denn ein Rütteln riss mich aus meinem Schlaf. Ich blinzelte und sah genau in Isis' Gesicht. "Hey." murmelte ich verschlafen. Ich steckte mich und erklärte dann: "Ich habe mich vor Cas versteckt..." und dann erzählte ich ihr schnell die ganze Geschichte und als ich ihr erzählte, wie wenig ich heute gegessen hatte, wurde ihr Gesichtsausdruck immer entsetzter...Und da sie das wohl nicht dabei belassen konnte, wurde ich kurzer Hand in die Große Halle zum Essen geschleift. Meine Verzweiflung, weil ich Cas begegnen könnte, ignorierte sie gekonnt.
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Jack
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 5
von Jack am 04.02.2018 18:21Ich freute mich wirklich, meine Freundin wieder an meiner Seite zu haben. Wir schienen in letzter Zeit beide viel zu viel zu tun zu haben um uns regelmäßig zu sehen. Umso größer war die Freude, dass sie nun endlich vor mir stand.
So offenkundig meine Gefühle zu zeigen war etwas, was auch ich erst noch lernen musste. Ich hatte von meinem Vater absolute Kontrolle meiner Gefühle gelernt. Offen so damit umzugehen hieß eine Schwöche gegenüber den anderen zu zeigen. Aber im Moment war mir mein Vater gerade vollkommen egal. Ich konnte Pandora nun endlich wieder sehen und ich wollte diesem Umstand nutzen.
Umso mehr freute mich mich, als sie mir sagte, dass sie gleich mit mir in den Schlafsaal gehen wollte. "Super. Ich hole nur noch schnell deinen Umhang. Dann kann es losgehen."
Kurz wandte ich mich von ihr ab um zu den Sessel zu gehen, auf den ich bis vorhin gesessen hatte. Ich nahm ihren Umhang, der nicht mehr nach ihr roch um dann wieder zu ihr zu gehen. "Los gehts." Ich lächelte sie kurz an, nahm ihre Hand und führte sie direkt in mein Schlafsaal.
Erstaunlicherweise war hier recht wenig los. da war ich ziemlich froh drum. Den Umhang legte ich über das Kopfende meines Bettes, dann setzte ich mich darauf und zog Pandora auf meinen Schoß. Man onnte durchaus sagen, dass ich von ihrer Nähe gerade nicht genug bekommen konnte. Aber das war mir nur recht.
Pandora
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 5
von Pandora am 04.02.2018 13:48Nachdem ich ihn erblickt hatte kam ich nicht umhin, mich trotz aller Freude, zu fragen wie lange er wohl auf mich hatte warten müssen. Wobei ich ja kaum hatte wissen können das er auf mich wartete und dementsprechend daran nichts hatte ändern können, wenngleich es mir dennoch leid tat. Und dann erschreckte ich ihn auch noch zu allem Überfluss, was mich dazu veranlasste mir wegen des schlechten Gewissens auf die Unterlippe zu beißen und zunächst erst zögerlich wieder zu lächeln.
Aber spätestens als Jack auf mich zukam, mich offenkundig freudig begrüßte und mich küsste konnte ich nicht mehr anders als zu strahlen. Es war so süß von Jack das er auf mich gewartet hatte und ich hätte eigentlich auch schon früher auf die Idee kommen können meinerseits auf ihn zu warten. Ließ sich nun aber ebenfalls nicht mehr ändern also verwarf ich diesen Gedanken schnell wieder und schenkte ihm ein sanftes Lächeln. Es war noch immer ungewohnt Gefühle zu haben und über eben diese zu sprechen aber langsam hatte ich den Eindruck das ich besser darin wurde. "Das ist so süß von dir und ich habe dich wirklich vermisst." Als er mir eine Strähne aus dem Gesicht strich und fragte ob ich mit ihm zum Kamin wolle und dann vorschlug mich mit in seinen Schlafsaal zu nehmen, schmunzelte ich leicht. Wenn ich die Wahl hatte hier am Kamin rumzusitzen oder mit ihm Zweisamkeit im Schlafsaal zu verbringen dann fiel die Entscheidung mir nicht schwer. "Ich würde sehr gerne mit dir in den Schlafsaal kommen.", flüsterte ich zurück und grinste leicht.


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