Vergangenheitsplay » 3

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Katie
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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Katie on 06/05/2017 01:13 AM

Ich hatte hunger. Huungeeeer, sang mein Hintergrundchor, immer und immer wieder. manchmal fühlte ich mich ziemlich irre, aber eben nur manchmal. Ich betrat die Große Halle und setzte mich wahllos irgendwohin, wo ich Pudding vermutete und traf dann auf eine kleine Hufflepuff und eine Ravenclaw...In meinem Jahrgang?... Namen waren nicht so meins. "HI." sagte ich laut und und schnppte mir erst einmal alles was ich für mein Leben wollte. Dann wendete ich mich den anderen zu. Ich sah wie die Ravenclaw ihr Buch aus der Müslischale hob und lachte unvermittelt los, wobei ich mich verschluckte. "Ihr...-" ich musste husten. "-Ravenclaw überteibt..-" erneutes Husten. "- es echt mit eurem Lernen!!" lachte ich hustend und trank darauf erstmal ein Glas Kürbissaft. Ich wandte mcih zu der kleinen. "Werde bitte niemals so verrückt drauf. Das...nein...es gibt wichtigeres im Leben.." raunte ich ihr zu.

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Joan
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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Joan on 06/05/2017 12:34 AM

Ich kam in die große Halle, aber ich sah niemanden meiner Freunde. Nur ein bekanntes Gesicht sah ich und auf sie ging ich auch zu. Quinn hatte ich letzte Woche in der Bibliothek kennen gelernt, als sie mir geholfen hatte an ein Buch zu kommen wo ich noch nicht dran gekommen war. Als ich bei ihr angekommen war fluchte sie grade was mich aber nur zum kichern brachte. "Guten Morgen", strahlte ich sie wie immer gut gelaunt an: "Darf ich mich zu dir setzen?" Zwar hätte ich eine Antwort abwarten sollen, aber ich setzte mich ihr einfach gegenüber und füllte meinen Teller. "Warum musst du denn auch beim Essen lernen? Dann wäre das bestimmt nicht passiert", erklärte ich Quinn und zeigte auf ihr Buch. Alle älteren Schüler lernten selbst beim Essen, aber ich konnte darüber nur die Augen verdrehen. Wenn man Essen war, dann aß man und lernte doch nicht!

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Alice
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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Alice on 06/05/2017 12:32 AM

Sorry, moment :o

Reply Edited on 06/05/2017 12:33 AM.

Quinn
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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Quinn on 06/05/2017 12:24 AM

Die große Halle war zu diesem Zeitpunkt immer ziemlich voll und vor allem laut, doch ich blendete den ganzen Lärm einfach aus.
Ein Brot in der einen und ein Buch in der anderen Hand, saß ich an meinem Tosch und starrte gebannt in das Buch. Ich musste irgendwie die fünf Seiten auswendig lernen, die ich letzte Nacht nicht mehr geschafft hatte, sonst würde das meinen kompletten Lernpläne durcheinander bringen.
Ich war so vertieft, dass ich mein Buch ausversehen in die Müslischale vor mir legte.
"Verdammt!", fluchte ich leise.
Ich musste meine Nächte dringend zum schlafen nutze, wenn ich sowas in Zukunft vermeiden wollte
Seufzend versuchte ich mein Buch mithilfe eines Zauberspruches zu trocknen.

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Gabriella
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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Gabriella on 06/01/2017 03:03 AM

Ich verzog nicht eine Miene, während er sprach, doch jede Faser meines Körpers schien sich zu verkrampfen und ich kochte im Inneren vor Wut. Doch ich würde ihm nicht widersprechen. Noch nicht. Ich würde ihn in seiner Traumwelt lassen und nach der Hochzeit würden wir dann sehen, wer am längeren Faden zog.
Doch eines war mir nach dem Treffen klar. Ich verabscheute den Kerl jetzt schon. Seine Einstellung war widerlich und ich war mir sicher, dass er mindestens so grausam war, wie seine Worte. Ich würde mir von ihm aber sicherlich nichts sagen lassen. Auch wenn ich wusste, dass ich als Frau dabei keine richtige Chance hatte. Er könnte mich schlagen, wenn er wollte und jeder würde ihm sagen, dass er alles richtig machte.
Mir fielen so viele Sachen ein, die ich ihm so gern an den Kopf geworfen hätte, doch ich blieb einfach nur regungslos auf meinem Stuhl sitzen, bis ich seine Schritte nicht mehr hörte, denn verabschieden wollte ich mich von ihm nicht mehr. Schließlich stand ich auf und ging zurück in den Flur, in dem David und Delilah schon aufbruchbereit standen.
Erst als wir wieder Zuhause angekommen waren, traute ich es mich den Ring abzunehmen. Damit ich ihn nicht verlor, packte ich ihn an eine Kette, die ich mir um band, wie ein Kettenanhänger. Nur versteckte ich ihn unter meinem Pullover, den ich trug. Ich wollte ihn nicht sehen und daran erinnert werden, was für ein grausames Leben mir wohl noch bevor stand.

--------> Thread frei

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Wyatt
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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Wyatt on 06/01/2017 02:23 AM

Die Stimmung im Raum wurde merklich kühler. "Wundervoll." meinte ich, nun auch der Stimmung im Raum angepasst. Damit war die Sache für mich abgeschlossen, doch für Gabriella anscheinend nicht. Wollte sie jetzt verhandeln? Wütend zog ich die Augenbrauen zusammen. "Ich werde nicht nach Bulgarien ziehen." sagte ich mit fester und nun eiskalter Stimme. Als ob ich meinen Bruder jetzt nach all den Jahren allein lasse! Da könnte ich auch gleich verschwinden ohne mir vorher die Hochzeit anzutun! "Das kannst du total vergessen!" sagte ich nachdrücklich. Und dann sagte ich vielleicht etwas, was ich unter normalen Umständen nicht gesagt hätte und was ich im nachhinein auch bereute, weil ich die Worte meines Vaters hasste. "Ich entscheide in der Beziehung, du hast absolut nichts zu melden. Die Blumen kannst du meinetwegen gerne aussuchen, aber alles weitere überlässt du einfach mir, klar?" ich stand auf und stützte mich auf dem Tisch ab. ich ließ sie nicht aus den Augen. Ich musste meinen Standpunkt klar machen und mich gleich zu anfang durchsetzen! Denn wegziehen kam nicht in Frage. "ich wünsche dir noch einen schönen Abend und ein frohes neues Jahr." dabei verzog ich allerdings keine Miene, drehte mich von ihr weg ohne sie zu Wort kommen zu lassen und verließ den Raum. Vielleicht hatte ich jetzt das erste Mal etwas gesagt, was mein Vater guthieß und wo er stolz auf mich sein konnte. Aber meine Worte bereiteten mir mehr als eine schlaflose Nacht und ein zerren im Bauch. Zudem hatte sich der brennende Schmerz an meinem Unterarm nur noch verstärkt.

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Gabriella
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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Gabriella on 05/31/2017 10:52 PM

Als wir saßen und uns das Essen serviert wurde, machte ich mir nicht einmal die Mühe, meine Hände zum Besteck zu führen, sondern ließ sie einfach auf meinem Schoß liegen. Ich hatte keinen Hunger. Stattdessen lauschte ich dem heiteren Gespräch zwischen meiner Tante, meinem Onkel und Wyatts Eltern. Ich hatte die Hoffnung, dass sie eventuell ein Wort über seinen Blutstatus fallen lassen könnten. Ich wollte kein Halbblut heiraten. Doch ich befürchtete, dass es David und Delilah komplett egal sein würde, welchen Blutstatus mein Zukünftiger hatte, solange sie mich für eine ordentliche Summe verkaufen könnten. Aber mich interessierte es und mir würde es auch etwas aus machen, wenn ich meinen Blutstatus mit dem eines Halbbluts beschmutzen würde. Da könnte er noch so gut aussehen.
Schließlich standen die älteren vom Tisch auf und ließen Wyatt und mich allein. Uns wurde ein Nachtisch serviert und selbst, wenn ich normalerweise gesagt hätte, der Strudel würde köstlich riechen, wurde mir im Moment nur schlecht von dem Geruch.
Als Wyatt mir riet, nichts von dem Studel anzurühren, schenkte ich ihm nur ein recht kühles Lächeln. Das hatte ich auch nicht vor gehabt. Nicht, weil ich auf meine Linie achten wollte. Mir verging nur jeglicher Appetit hier an diesem Tisch.
Als er mir dann tatsächlich einen Ring unter die Nase schob, hatte ich das Gefühl mich gleich wirklich übergeben zu müssen. Glücklicherweise hatte ich schon vor einer Ewigkeit gelernt, so etwas nicht an mich heran zu lassen.
Natürlich würde es mir niemals an etwas fehlen. Außer an einer richtigen Familie, Zuneigung, vielleicht sogar am reinen Blut. Aber abgesehen davon... Mit Geld wurde man doch glücklich. Zumindest waren das die Ansichten von David und Delilah.
Ich war drauf und dran auf seine Frage etwas wie 'Wenn es unbedingt sein muss..' zu antworten, doch ich hatte das Gefühl, dass meine Tante und mein Onkel nicht allzu weit von der Tür standen und ganz genau zu hörten, was wir hier wie sagten.
Also kam nur ein leises Seufzen über meine lippen, während ich den Ring aus der Schachtel nahm und ihn unschlüssig in meinen Fingern hin und her drehte. Er funkelte und er sah wirklich teuer aus. Eigentlich perfekt, um ihn im Klo runter zu spülen.
"Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen.", erwiderte ich tonlos, doch einen kleinen Hauch Sarkasmus konnte ich nicht aus meiner Stimme verbannen. Dann steckte ich mir den Ring an meinen Ringfinger und betrachtete ihn einen Moment lang an meiner Hand.
"Ich will, dass wir nach der Hochzeit nach Bulgarien ziehen.", stellte ich dann klar. Wenn ich schon an jemanden gebunden war, dann wollte ich es nicht in England sein.

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Wyatt
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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Wyatt on 05/31/2017 10:04 PM

Gabriella Ardington. Gabriella Turner....Wyatt Ardington... Ich wusste nicht einmal ob es in unserer Hand lag, welchen Namen wir nach der Hochzeit tragen würden. Ich nickte ihr leicht zu, in einem Versuch ihr freundlich zu erscheinen, doch ich hatte nicht das Gefühl, als ob sie das wollte. Sie trat ganz anders auf als Diana und Veronica.
Ich folgte meinen Eltern in unser geräumiges Esszimmer und setzte mich auf meinen gewohnten Platz, der wie gewohnt gegenüber meiner Zukünftigen stand. Während wir beide weiter schwiegen unterhielten sich unsere Eltern und wir begannen zu essen. Es gab natürlich das beste Essen, welches ich immer am ungeniesbarsten fand. Aber meine Eltern wollten eben angeben. Zwischenzeitlich erkundeten sich die Eltern nach Schule, Noten, Sportarten, das übliche eben. Nach dem Hauptgang verabschiedeten sich die Erwachsenen und gingen hinüber in den Salon, während wir beide eine Art Studel vorgesetzt bekamen. Ich stocherte in meinem Essen herum und sah Gabriella des öfteren an. "Ich würde nichts davon anrühren." riet ich ihr im neutralen Tonfall. Meine Eltern würden sie als gefräßig abstempeln und mir prophezein, dass sie zunehmen würde und ihr gegenüber ständig abfällig werden. Ich kannte das von meinen Cousinen.
Schließlich war wohl der Moment gekommen, wo ich den Antrag machen müsste. Ich seufzte frustriert und zog die Schachtel heraus, die ich Gabriella wenig romantisch neben den Teller stellte. "Wertvoller Ring, wertwolles Erbe...Dir wird es niemals an etwas fehlen." außer vielleicht an Liebe, aber was spielte das shcon für eine Rolle? "Erweist du mir die Ehre meine Frau zu werden?" die Worte schmeckten bitter auf meiner Zunge und so hörten sie sich sicher auch an. Mich erfasste eine Art Trotz und meine Brust schnürte sich zu. Es war schon wieder der Moment gekommen, wo ich mich an jemanden binden würde. Ich sah Gabriella an und verzog keine Miene. Es war sicher einfacher keine innige Beziehung aufzubauen. Es würde vielleichtgar nicht klappen. Bisher kam immer etwas dazwischen. Außerdem konnte ich mir nicht vorstellen zu diesem Mädche eine Beziehung aufzubauen. Das war so unnatürlich. Wie sollte das funktionieren? Ich wollte es gar nicht erst probieren...

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Gabriella
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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Gabriella on 05/31/2017 09:16 PM

Ich hoffte, dass sich auf magische Weise die Zeit verlangsamen würde, als ich schon Schritte im Haus hörte. Oder vielleicht bildete ich sie mir auch nur ein. Doch ich hoffte, die Tür würde noch eine Weile geschlossen bleiben. Das hier war nicht so etwas, wie am Geburtstag Geschenke auf machen. Da war ich immer voller Vorfreude, neugierig, was David und Delilah für mich hatten, doch das hier war schlimm. Die Neugierde war da, aber viel mehr die Angst vor einer Enttäuschung. Denn ich würde vor einer Hochzeit nicht fliehen können. Nicht wenn ich mir nicht die Wut meiner Familie auf mich ziehen wollte und das war nicht mein Ziel.
Dann wurde dir Tür geöffnet und mit ein wenig Überwidnung trat ich in das Haus. Mir gegenüber stand ein Junge, der nicht viel älter sein konnte, als ich es war. Mein erster Gedanke war, dass es mich wirklich hätte schlechter treffen können. Er sah gut aus, gerade auch in dem Anzug, den er trug. Wir zwei würden definitiv hübsche Kinder auf die Welt setzen, auch wenn ich eigentlich keine Kinder wollte. Doch sein Name machte meinen ersten, doch recht positiven Eindruck von ihm ein Stück weit wieder zu nichte. Turner? Ich würde doch niemanden heiraten, der Turner hieß. Mein Name klang so harmonisch, da passte sein Nachname kein Stück rein.
Dennoch rang ich mir ein Lächeln ab, schüttelte höflicherweise seine Hand und nannte ihm zum Ausgleich meinen Namen. "Gabriella Ardginton." Ein Name, den ich gern behalten würde, denn er klang, so empfand ich es zumindest, sehr edel.
Schließlich begaben wir uns alle ins Esszimmer, an dem der Tisch schon hübsch gedeckt war. David wies mir einen Stuhl zu, auf den ich mich dann ohne zu Zögern fallen ließ und danach nur auf den leeren Teller vor mir starrte. Es fühlte sich falsch an, hier zu sein. Und das Schlimme war, dass ich jetzt vielleicht den Rest meines Lebens in so einer Umgebung verbringen musste. Und in England. Hier wollte ich nicht wohnen bleiben. Ich wollte zurück nach Durmstrang, zu meinen Freunden und zu allem, das sich so nach Heimat anfühlte. Hier war alles so fremd.

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Wyatt
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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Wyatt on 05/31/2017 08:18 PM

Am gestrigen Abend wurde mir feierlich von meinen Eltern verkündet, dass wir am heutigen Abendessen nicht alleine sein würden. Was das genau hieß, erfuhr ich als sie mir einen neuen Anzug überreichten. Meine Maße wurden des öfteren abgemessen um für solche Anlässe immer perfekt gekleidet zu sein. Es war nicht das erste Mal, dass sie diese Ankündigung im Zusammenhang mit einem neuen Anzug machten. Wie immer nahm ich steif meinen Anzug entgegen und entschuldigte mich um in mein Zimmer zu gehen. Beim allerersten Mal war ich noch davon ausgegangen, es würde sich um ein Geschäftsessen meines Vaters handeln. Ich guckte sicher nicht schlecht, als meine Eltern mir ein Mädchen meines Alters vorgestellt hatten. Sie hieß Diana und sah so aus wie ich mich gefühlt hatte. Verängstigt und panisch. Natürlich konnte ich das kombinieren. Es kam in anderen Familienkreisen häfiger vor und auch meine Eltern waren verheiratet worden. Ich hatte nur gedacht mehr Zeit zu haben. Davon abgesehen hatten wir uns ganz gut verstanden. Sie war sehr ruhig aber eine ganz angenehme Gesellschaft. Meine Eltern steckten mir während des Essens einen Ring zu und am Ende des Abend machte ich meinen ersten Heiratsantrag. Es war das erste Mal, dass sich alles in mir verkrampft hatte und es hatte sich angefühlt als würde etwas in mir absterben. Es war auch das letzte Mal, dass ich Diana sah. Ich hatte nie erfahren, was genau mit ihr geschehen war, doch die Verlobung wurde wenige Wochen darauf wieder gelöst. Daraufhin hatte ich Nachforschungen angestellt, aber nie etwas von ihr erfahren können.
In den nächsten Ferien dann das gleiche Spiel. Dieses Mal hieß sie Veronica. Ich hab sie gehasst. Und das beruhte auf gegenseitigkeit. Deshalb war ich nicht sehr enttäuscht als ich hörte wie sie mit einem anderen Kerl durchgebrannt war. Dieses Mal hatte ich gehofft, noch ein bisschen mehr Zeit rausschlgen zu können. Ich hängte mich in die Schule rein, trainierte ausgiebig und gehörte zu einem der besten. Alles in der Hoffnung es würde meine Eltern besänftigen. Doch das war nicht der Fall. Nun war es mittlerweile Winter und die Weihnachtstage hatten gerade begonnen. In ein paar Tagen würde das neue Jahr eingeläutet werden. Für die meisten Jungendlichen wohl eine wundervolle Zeit. Aber das galt nicht für mich. An Weihnachten gab es eine kleine Zeremonie im engeren Kreis, als ich als Geschenk mein Todesser-Mal bekam. Seitdem fühlte ich mich wie tot. Es war ein dreckiges Brandmal, welches ich jetzt für die Ewigkeit mit mir herumtragen würde. Ich hatte meine Eltern noch nie so stolz gesehen. Ich machte gute Miene zum bösen Spiel und brachte es über mich. Das war vor zwei Tagen. Nun stand ich zitternd vor dem Spiegel und blickte mich an. Ich richtete meinen Anzug, strich mir durch meine Haare und starrte ausdruckslos in meine leeren Augen. Mein linker Arm brannte, wie die letzten zwei Tage lang und ließ mir keine Chance es zu vergessen.
Meine Eltern riefen mich nach unten. Mein Bruder sollte in seinem Zimmer bleiben. Der Glückliche. Ich stieg die Treppen hinab und stellte mich neben meine Eltern an die Tür. Sollte ich nicht eigentlich an die Situation gewöhnt sein? Weshalb war ich dann so nervös?
Die Tür schwang auf und ich stand direkt einem Mädchen gegenüber. Ihren Namen wusste ich noch nicht. Vorbildlich machte ich einen Schritt nach vorn und reichte ihr meine Hand. "Wyatt Turner." stellte ich mich vor und wandte mich dann auch höflich ihren Eltern zu. Als die Höflichkeitsfloskeln vorbei waren, wagte ich es sie richtig anzusehen. Sie hatte große braune Augen, einen stolzen Blick und lange dunkle Haare. Sie war hübsch, ohne Frage. Ich konnte mich mit ihr sehen lassen. Doch ich hatte gelernt mich davon nicht täuschen zu lassen.

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