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Re: Zukunftsplay » 18
von Ray am 11.03.2019 19:23Ich hatte mich bereits wieder meiner Arbeit gewidmet und angefangen, einen weiteren Joint zu drehen, als Annika sich wieder zu mir setzte. Ich hob kurz den Kopf und sah sie an. „Zu jung“, murmelte ich, die Zigarette im Mundwinkel. Die Kleine auf Jariks Schoß mochte sich gerade wohl dabei fühlen, einen auf Schlampe zu machen, aber ich würde 10 Galleonen wetten, dass sie höchstens Mal ein bisschen herumgeknutscht hatte. Vielleicht war das sogar ihre erste richtige Party und sie wollte diese nutzen, um ihrem eigentlichen Image als prüden Bücherwurm ein Ende zu setzen. Jedenfalls hatte ich sie noch nie in meinem Leben zuvor gesehen und das sprach dafür, dass sie die meiste Zeit sonst in der Bibliothek verbrachte. Aber es konnte mir auch egal sein, ich hatte gerade nicht den Nerv, mich mit sowas auseinanderzusetzen und Jarik schien seinen Spaß zu haben. Ich warf Annie einen selbstzufriedenen Blick zu. „Na was sie alle von mir wollen natürlich.“ Ich grinste so breit wie meine Zigarette zwischen den Zähnen es eben zuließ und nahm dann einen letzten Zug, bevor ich den Stummel ins Kaminfeuer schnippte. Neben mir gab das Mädchen auf Jariks Schoß ein hysterischen Kichern von sich, was mich nur darin bestätigte, dass meine Theorie richtig war. Die Arme war eigentlich total unsicher. Ich wandte mich wieder Annie zu und nahm einen Schluck von der neuen Mische. Kurz überlegte ich, ob ich jemals eine Party erlebt hatte, die ohne sie angefangen hatte und schüttelte dann den Kopf. Bevor sie jedoch antworten konnte, hob ich die Hand. „Allerdings“, ich stellte mein Glas neben mir ab. „Kann ich mich auch nicht daran erinnern, jemals beim Beginn einer Party dabei gewesen zu sein.“ Ich sah sie mit einem entschuldigenden Grinsen. Was Partys anging war ich ein notorischer Zuspätkommer. Und ich legte es nichtmal darauf an, irgendwie dauerten die Sachen, die ich davor tat immer viel länger als geplant. Vortrinken, der Weg zur Party, zwischendurch gingen die Kippen leer und man musste schnell noch Neue besorgen. Tausend Sachen die einfach dazwischenkamen und die immer dafür sorgten, dass ich erst kam, wenn die Party bereits in vollen Gange war. Ich hatte es tatsächlich sogar schon geschafft zu meinen eigenen Partys zu spät zu kommen und das musste man erstmal hinbekommen. Ich sah sie überrascht an, als sie mir den Hintergrund hinter der Lüge eben erzählte und nickte, als hätte sie mir gerade etwas sehr Beeindruckendes und Exklusives verraten. Wie auch immer‘, meinte sie daraufhin und stand wieder auf. Erst dachte ich schon, sie wolle hier abhauen und mich einfach sitzenlassen, aber sie richtete ihren Zauberstab nur abermals auf die Boxen, um die Musik leiser zu drehen. Wieder ging ein lautes Gemurmel durch die Reihen und ich sah gespannt zu, was sie vorhatte. Was sie als nächstes raushaute, ließ mich amüsiert schmunzeln. Sie schickte tatsächlich das ganze Kleingemüse ins Bett. Neben mir hörte ich ein Murren und kurz darauf stöckelte Jariks kurzzeitige Beschäftigung an uns vorbei in Richtung Schlafsaal. Ich sah ihr hinterher und wartete insgeheim darauf, dass sie auf der Treppe mit ihren Todesabsätzen hinflog, aber leider tat sie mir den Gefallen nicht. Wenig später waren die wenigen jüngeren Schüler alle verschwunden und der Rest sah teils gespannt, teils genervt, teils angepisst zu Annika auf, die mit einem unwiderstehlichen Lächeln die Aufmerksamkeit genoss. Ich nahm den Joint, den ich gerade vollendet hatte und klemmte ihn mir zwischen die Zähne, während ich Annie bei ihrer Ansage zuhörte. Sie schlug ein Trinkspiel vor, was in einer so großen Runde nur wieder dazu führen konnte, dass am Ende der Party die Hälfte der Leute hier halbnackt und voller als See herumlaufen würden. Sie fragte, ob jemand eine Idee hatte und ihr Blick landete auf mir just in dem Moment, als ich mit meinem Zauberstab den Joint anzündete. Kurz hielt ich so inne und sah auf. Sämtliche Augenpaare waren von Annie jetzt zu mir gewandert und ich sah ein wenig überrumpelt in die Runde. ‚Wie wärs mit „Schlag den Madison?“‘, dachte ich noch, aber zuckte dann ratlos mit den Schultern. „Du bist der Boss“, antwortete ich mit einem Schmunzeln an Annie gewandt und atmete eine dichte, weiße Rauchwolke aus. Vielleicht wäre mir etwas Gutes eingefallen, aber in dem Moment war ich zu beschäftigt damit gewesen, mich auf sie zu fixieren, weshalb ich nichtin der Lage gewesen war, mir schnell eine Idee aus der Nase zu ziehen. Hinzukam, dass sich allmählich der Alkohol bemerkbar machte und die Geräusche um mich herum dumpfer wurden. Ich nahm einen weiteren Zug und ließ den Rauch langsam aus dem Mund aufsteigen, bevor ich ihn durch die Nase wieder einsog. Dann sah ich interessiert wieder zu Annika, um zu beobachten, was sie als nächstes vorhatte.
I'm just out here chasing my dreams, girl
But it's crazy cause that dream cost me my dreamgirl
Promised you I wouldn't change before I left
now I think leaving is the one thing I regret
Cause the one thing I possess
It wasn't materials, wasn't drugs, wasn't clothes, or any part of success
It was you
And without that in my life I'm depressed
You became the new drug I couldn't get
But I wouldn't show it, instead got on that bus and left you blowing in the wind
Shit, and it's fucked up, cause every girl I'm with I see your face.
I never thought for a minute,
If you showed me a picture of my life now, that you wouldn't be in it
Took me a couple of years to say I love you, but I meant it when I said it,
It wasn't much of a romantic, but you get it
You didn't really smoke but when I rolled it up you hit it, and we lit it up
Shotgun in our kisses
And fuck these other bitches, baby, fuck these other bitches in my bunk,
staring up at all your pictures that you sent me on my birthday, remember that?
Cause I couldn't forget it,
Like I forgot yours, but I'm sorry and I said it, I admit it,
I fucked up and I lied but this is true,
I don't know what home is because I'm lost without you.
Re: Eigene Änderungen
von Ray am 11.03.2019 17:46Das ist eigentlich nicht direkt eine Änderung, aber da ich jetzt erst gesehen habe, dass man hier auch schon als Schüler Todesser sein kann, würde ich gerne die Benutzergruppe haben :) (kannte das sonst immer nur so, dass man erst nach Beendigung der Schule und wenn man volljährig ist beitreten kann) Danke! :)
~done by Liv :3
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Re: Zukunftsplay » 18
von Ray am 11.03.2019 00:33Ich musste gestehen, dass ich untertrieben hatte. Als ich heute morgen mit den Jungs geredet hatte, war von einem kleinen Sit-in die Rede gewesen. Da war man mal einen Tag unterwegs und schon wurde der Gemeinschaftsraum auseinandergenommen. Die Musik dröhnte und ich fragte mich, wer hier so talentiert gewesen war, einen so guten Schallzauber auszuführen. Wir blieben beide kurz auf der Schwelle stehen und sahen uns erstmal um. Ein paar Erstklässler drängten sich um Annie und ich suchte die Menge nach meinen Leuten ab. Ich entdeckte ein paar wenige glückliche Auserwählte aus anderen Häusern, inklusive Jarik. Während ich meinen Blick noch über die Menge streifen ließ, kam Beth auf uns zu und drückte uns jeweils ein Glas in die Hand. Allerdings nicht, ohne mir noch einen ihrer mir wohlbekannten Giftblicke zuzuwerfen, woraufhin ich ihr nur die Zunge raustreckte. Ich nickte, als Annika mir sagte, sie müsse sich kurz um die Zwerge kümmern und machte mich auf durch die Menge in Richtung Jarik, der auf einem der Sessel am Kamin fläzte. Doch bevor ich ihm erreichte sah ich in einem Seitenblick Chandler Madison an einer Wand lehnen, was mich ruckartig stehen bleiben ließ. Ich konnte den Kerl nicht ausstehen, was auf Gegenseitigkeit beruhte. Was zum Teufel tat der Bastard hier überhaupt? Ich schwor mir, wenn er auch nur einen Finger hob, würde ich sein Gesicht auf die nächstgelegende Tischplatte klatschen. Irgendetwas hatte er an sich, dass mich jedes Mal aggressiv machte, wenn ich ihn nur ansah. „Hey, Mann, entspann dich“, hörte ich plötzlich Jariks Stimme neben mir und spürte seine Hand auf meiner Schulter. Ich riss mich los, aber wandte mich von Madison ab und stattdessen meinem besten Freund zu. „Ich brauch was zu trinken“, stellte ich fest und mein Blick fiel auf das Glas, dass ich immer noch in der Hand hielt. Wir ließen uns in die Sessel am Kamin fallen und ich nahm einen Schluck von dem undefinierbaren Gebräu, das Beth uns gebeacht hatte. Es schmeckte nicht besonders gut, aber nach viel Alkohol. Jarik fragte mich nach meinem Tag und ich erzählte ihm ein wenig, während ich mein Drehzeug und Gras auspackte und mich an die Arbeit machte, dabei hatte ich mir außerdem eine Zigarette in zwischen die Lippen geklemmt, denn seit ich im Drei Besen eine geraucht hatte, war schon einige Zeit vergangen. Während wir redeten, schoben sich plötzlich zwei paar Beine in mein Sichtfeld und ich sah auf. Zwei Mädchen standen vor uns und traten von einem Beim aufs andere, die eine kicherte bescheuert vor sich hin. Sie waren beide hübsch, aber ziemlich jung, vielleicht gerade 14. „Ist was?“, blaffte ich die beiden an, die Zigarette immer noch zwischen die Lippen geklemmt. „Ähh, also, äh wir wollten fragen“, fing die eine an und Jarik neben mir musste sich schon ein Lachen verkneifen. „Nein.“, sagte ich und senkte den Blick wieder auf meine Arbeit und hoffte, die beiden würden sich gleich verziehen, egal was sie wollten, aber scheinbar hatte ich sie unterschätzt. Ich sah wieder auf. Vielleicht hätte ich eine der beiden unter anderen Umständen und einem höheren Alkoholpegel sogar ganz gut gefunden. Vielleicht hätte ich mich darauf eingelassen, aber heute nicht. Nach dem Drei Besen war Annika heute das Einzige, das mich interessierte und die Chance, die sie mir vorhin geboten hatte, würde ich nicht so leicht wieder hergeben. Neben ihr verblassten alle anderen Mädchen einfach, egal was sie taten. „Könnten wir vielleicht davon etwas haben?“, fragte die Linke, die bereits eben die Stimme erhoben hatte und deutete auf mein werdendes Werk zwischen den Fingern. „Wir würden auch alles...“, sie kam auf mich zu mit einem Lächeln, das eindeutig zu lasziv für ihr Alter war. Ich unterbrach sie noch bevor sie den Satz beenden oder noch näher kommen konnte. „Nein verdammt“, fuhr ich sie an. „Verzieh dich einfach.“ Kopfschüttelnd warf ich Jarik einen Blick zu und machte eine wegwerfende Handbewegung. „Da, bei dem könnt ihr es ja mal versuchen, der freut sich“, grinste ich und nickte mit dem Kopf Richtung Jarik. Dann stand ich auf und klopfte ihm auf die Schulter, wie um ihm viel Spaß zu wünschen, denn jetzt hatte er die beiden am Hals. Den fertigen Joint steckte ich mir in die Tasche und lief ein wenig durch den Raum um abwechselnd einen Schluck aus ddm Glas und einen Zug meiner Zigarette, Ausschau nach Annie zu halten. Sie machte es mir leicht, denn plötzlich wurde die Musik schlagartig leiser und alle Blicke richteten sich auf Annika, die mit brennender Zigarette im Mund in der Mitte stand und die ganze Aufmerksamkeit geradezu in sich aufsog. Grinsend beobachtete ich das Spektakel und lief langsam doch wieder zurück zu dem Sessel, auf dem ich eben gesessen hatte. Der Raum war einfach zu voll um weiter gier herumzustehen. Außerdem war Jarik die kichernde Kleine losgeworden und hatte die andere auf dem Schoß sitzen und schien sich prächtig zu amüsieren. Kurz darauf wurde die Musik wieder laut und jemand ließ sich neben mich in den letzten freien Sessel fallen. Warum er frei war, hatte einen Grund. „Beeindruckende Rede“, neckte ich sie und zog an meiner Zigarette. Sie wirkte nachdenklich und starrte an die Decke. Ich würde mit ihrem Posten als Vertrauensschülerin ums Verrecken nicht tauschen wollen. Es musste ein ziemlicher Stress sein, den schmalen Grad zwischen Verantwortung und Freiheit hinzubekommen. Sie bemerkte schließlich meinen Blick und sah mich an. Es müssen nur ein paar Sekunden gewesen sein, aber es kam mir länger vor als wir uns kurz ansahen. Wortlos nickend nahm ich ihr Glas entgegen und machte mich auf zur Bar, um und mehr zu trinken zu besorgen. Auf dem Rückweg stieß ich beinahe mit Madison zusammen und für den Bruchteil einer Sekunde hielt ich inne und war gewillt, ihm mit eins über zu braten, aber ich riss mich zusammen. Eine Schlägerei würde gerade alles wieder kaputt machen. Also atmete ich tief ein und aus, die Kippe immer noch im Mundwinkel hängend und setzte meinen Rückweg zu Annika und Jarik fort. Auch Annika hatte jetzt plötzlich Mädchen um sich herum, die sie gebannt anstarrten, als ich ihr das Glas i die Hand drückte und mich auf meinen Platz fallen ließ. Make-Up Zauber-was?! Ich hatte keine Ahnung wovon sie da gerade redete oder welchen Zweck sie damit verfolgte, aber ich nickte einfach mit überzeugender Ersthaftigkeit. Die Mädchen zuckelten ab und ich warf Annie einen fragenden Blick zu. „Muss ich wissen, worum es ging?“
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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Ray am 10.03.2019 17:01Sie kaufte mir meinen Grund natürlich nicht ab. „Da wäre ich mir nicht so sicher“, merkte ich an und musste gleich an einen Sommerflirt meiner besten Freundin denken, den sie nach den Ferien nichtmal mehr eines Blickes gewürdigt hatte und der - so die Gerüchte - jetzt eine Bindungsphobie hatte. War vielleicht nicht der beste Vergleich in diesem Fall, aber Annika war sich glaube ich manchmal nicht bewusst, dass ihre Wirkung auf Männer sogar noch intensiver war, als sie dachte. „Das sah an Beths Geburtstag aber anders aus“, neckte ich sie und hätte ihr sanft mit dem Ellenbogen in die Seite gestupst, wenn sie neben mir gesessen hätte. Beths Geburtstag war fast fünf Wochen her und es war das letzte Mal gewesen, dass wir etwas miteinander gehabt hatten. Es war eine kleine Runde gewesen, unten im Bootshaus am großen See von Hogwarts. Irgendwann hatten wir uns abgesetzt und nachher war das eine zum anderen gekommen. Natürlich war das eigentlich nicht die Aufmerksamkeit, von der ich vorhin gesprochen hatte, aber ich wollte das Thema nicht weiter vertiefen. Sie sah es wahrscheinlich eh anders als ich und ich konnte es nicht gebrauchen, am Ende mein Herz hier und jetzt auszuschütten und dann von ihr einen Korb zu bekommen. Den Kratzer würde mein Ego niemals verkraften. Also war ich froh, dass sie das Thema wechselte. „Die anderen trinken noch was Kleines im Gemeinschaftsraum, wir könnten uns ja kurz zu denen gesellen, ein paar Flaschen Whiskey abziehen und uns auf den Astronomieturm absetzen. Ich bin heute nicht in Stimmung den Schnorrern etwas abzugeben.“ Das bezog sich sowohl aufs Gras als auch auf die Gesellschaft von Annie. Und mit ihr alleine auf dem Turm einen zu rauchen war gerade genau das, was ich wollte. Von dem Balkon oben hatte man eh schon einen großartigen Blick auf die Ländereien und den schwarzen See und wenn man auch noch high war, hatte es den Anschein als würde man über allem schweben. „Und ich hatte mir schon Hoffnungen genacht, es könnte eine hübsche TherapeutIN sein“, schmollte ich und machte eine Geste, als wäre für mich eh schon alles andere verloren. „Sofort natürlich“, gab ich genauso ernst zurück, als sie fragte, wann ich den Vetrag unterschreiben könnte. Ich grinste breit, als sie mir abermals Recht gab, was für meinen Geschmack viel zu selten vorkam. Ich tat es ihr gleich, als sie ihr Glas exte und musterte sie augenscheinlich von Kopf bis Fuß. „Bereit wenn du es bist“, stimmte ich zu, als sie vorschlug unsere Freundschaft zu feiern. Ich zog aus meiner Jackentasche ein paar Galleonen und legte sie auf den Tisch, bevor ich aufstand und meine Jacke anzog. Dann reichte ich ihr die Hand und nickte im Rausgehen dem Wirt zu.
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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Ray am 10.03.2019 12:41Meinen Blick ignorierte sie gekonnt und so blieb mir nichts anderes übrig, als mit verschränkten Armen düster dreinzublicken. Als der Kellner jedoch zurückkam, konnte ich mir den Kommentar nicht verkneifen, woraufhin dieser schnell von unserem Tisch verschwand. Mein selbstgefälliges Grinsen verblasste allerdings, als Annie - eben noch dem Kellner ein hinreißendes Lächeln zuwerfend - sich plötzlich mit wütender Miene zu mir wandte und anfauchte, was das gerade sein sollte. Wenn ich ehrlich war, konnte ich es ihr auch nicht beantworten. Normalerweise war ich nicht der Typ für solche Aktionen. Ich regte mich schließlich auch immer über die Weiber auf, die sowas taten. Wann immer Annika und ich zusammen untewegs gewesen waren und sie Interesse an einem Kerl zeigte, ließ ich sie machen. Andersherum sagte sie auch nie etwas, es sei denn, sie fand meine Wahl wirklich zu scheußlich. Aber ich war noch nie dazwischengefunkt, wenn sie mit jemadem anbandelte. Vielleicht mochte es auf andere nach Desinteresse aussehen, dass sie mir nichts bedeutete, doch eigentlich war es genau andersherum. Sie bedeutete mir eine Menge und deshalb hatte ich ihre Entscheidungen nie angezweifelt. Sie war unabhängig und stark und brauchte niemanden, der auf sie aufpasste. Ich hatte darüber vor einigen Wochen eine lange Diskussion mit Jarik darüber geführt. Anlass war die Party von Flint zum Ferienende, auf der wir alle gewesen waren. Annie hatte mit einem Austauschschüler aus Durmstrang herumgeknutscht und war dann mit ihm an der Hand verschwunden. Beim Rausgehen hatten sich unsere Blicke kurz gekreuzt, aber so richtig glücklich hatte sie nicht ausgesehen. Vielleicht hatte ich mir das auch nur eingebildet, oder es lag an ihrem Exfreund, der auch auf der Party aufgekreuzt war. Jedenfalls war kurz darauf Jarik zu mir gekommen und hatte mich gefragt, ob ich sie gesehen hatte. Offenbar war der Typ nicht ganz ungefährlich und hatte bereits eine Jugendstrafe in Nurmengard hinter sich. Das war das erste Mal, dass es mir definitiv nicht egal war, mit wem Annika so ihren Spaß hatte. Ich hatte Jarik noch gesagt, sie könne gut selbst auf sich aufpassen, aber er bestand darauf, dass ich nach ihr Suchen sollte. Obwohl ich damals schon ordentlich einen im Tee gehabt hatte, hatte ich das ganze Haus abgesucht, aber niemanden gefunden. Als ich schließlich zurückkahm, stand A jedoch mit Beth an der Bar. Für einen kurzen Moment war ich beinahe enttäuscht gewesen. Mir hatte die Vorstellung gefallen, dass sie das alles geplant hatte, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen, aber das war lächerlich. Sie hatte meine Aufmerksamkeit immer gehabt. Auch wenn man es mir vielleicht nicht immer anmerkte. Dass ich nach ihr gesucht hatte und fast ein bisschen Angst um sie gehabt hatte an dem Abend, hatte sie wahrscheinlich nichtmal gemerkt und vielleicht war es besser so. Ich musste aufpassen, dass ich mich gerade nicht in etwas hereinritt, was von ihrer Seite sicherlich nicht genauso empfunden wurde. „Vielleicht will ich den armen Kerl nur davor schützen, dass sein kleines Herz gebrochen wird“, gab ich zu bedenken, doch ihr sengender Blick bohrte sich weiter in mich hinein. Also entschied ich mich dafür, ihr einfach zu sagen, was ich dachte. „Ja, Miss Yaxley“, ich lächelte schief, obwohl ihr Ton noch immer furchteinflößend war. „Ich würde gerne etwas mit dir trinken.“ Ich hörte auf die Arme zu verschränken und lehnte mich vor. „Ohne deine Aufmerksamkeit mit dem Kellner teilen zu müssen.“ Ich glaube, es war das erste Mal, dass ich ihr gesagt hatte, dass ich gerne mit ihr alleine sein wollte. Dass ich nur mit ihr hier sein wollte, inmitten all dieser Menschen und wusste, dass sie mit mir hier war. Wenn irgendeiner meiner oder ihrer Freunde jetzt hereinkam, würde ich ihnen dasselbe sagen. Nicht wie sonst, wenn ich so tat als würde mich das nicht stören. Ich wusste, dass ich kein Talent für Romantik hatte und auch nie haben würde, aber ich hoffte wirklich, dass sie es so verstanden hatte, wie ich es versucht hatte auf meine Arz auszudrücken. „Ja ich habe dadurch inzwischen bereits einen emotionalen Knacks“, bestätigte ich und machte ein leidendes Gesicht. „Mit dir würde ich mich wirklich sicherer fühlen. Vor allem, wenn ich dir als persönlicher Hauself stets zu Diensten sein kann.“ Oh ja, ich würde sie in dem Jahr vermissen, in dem sie noch nach Hogwarts ging und wir uns höchstens mal in den Ferien zu sehen bekamen. Ich wusste wirklich nicht, wie ich das ohne sie schaffen sollte. Kein anderes Mädchen konnte mir geben, was sie konnte und darauf zu verzichten schien schier unmöglich. „Das kann ich auch so.“ Meine Stimme war überzeugt, auch wenn ich wusste was sie meinte. Vielleicht wäre ich ein besserer Mensch, wenn ich die Finger von Drogen ließ. Und von Alkohol. Und vielleicht auch häufiger von Frauen, die mir eh nichts bedeuteten und stattdessen meine Konzentration auf die lenkte, die mir etwas bedeuteten. Doch so einfach war das nicht. „Oh, na dann“, antwortete ich eine Spur zu trocken.Da hatte ich meine Antwort. Sie sagte, sie sei von nichts abhängig, also galt das auch für mich. Vielleicht hätte ich es anders ausdrücken sollen, aber jetzt war es eh zu spät. Ich musste jetzt zusehen, das Ruder wieder herunzureißen, damit die Situation nicht zu awkward wurde. Auch wenn es mir einen Stich versetzte und ihre Worte in meinem Kopf widerhallten. Was mich jedoch stutzig machte war ihr plötzliches Stottern. Annika war niemals um eine Antwort verlegen, doch jetzt schien sie nicht so recht zu wissen, was sie sagen sollte. War das ein Zeichen? „Alles kann schlimme Folgen und Risiken mit sich bringen. Oder das genaue Gegenteil. Man wird es nur nicht erfahren, wenn man sich dem entzieht.“
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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Ray am 09.03.2019 21:43In dem Moment, als sie den Kellner rief, bereute ich noch ein weiteres Butterbier bestellt zu haben. Obwohl der alte Wirt viel näher an uns stand, rief sie einen jungen Kellner, den die meisten Mädchen wohl als ziemlich attraktiv einstufen würde. Die Art, wie sie ihn ansäuselte und dabei eine Haarsträhne um den Finger wickelte ließ mich sie nur mit einem „Ernsthaft?!“-Blick ansehen, während ih mir zurückgelehnt und mit verschränkten Armen das Schauspiel ansah. Der Kellner sah sie für meinen Geschmack etwas zu lange und zu wenig uninteressiert an, was ich ihm eigentlich nicht verübeln konnte. Als er mir einen Seitenblick zuwarf, bevor er sich undrehte, hob ich die Mundwinkel kurz zu einem falschen übetriebenen Lächeln, dass sofort wieder erstarb sobald er sich umgedreht hatte. Normalerweise gefiel es mir, wenn sie andere Typen anstarrten und ich mit ihr unterwegs war, denn ich konnte deren Neid und die sengenden Blicke geradezu spüren. Was mir nicht gefiel war, wenn sie die Dreistigkeit besaßen sie jedoch anzusprechen, wenn ich direkt daneben stand. Das kam nur selten vor, aber dann flippte ich meistens aus. „Danke“, sagte ich trocken, als der Kellner abgezogen war. Als wir über unseren Alkoholabend redeten, besserte sich meine Laune allerdings wieder. Bevor ich antworten konnte, fiel sie mir jedoch ins Wort. „Keine Sorge“, grinste ich. „Faken ist nicht meine Art.“ Dass ich gerade völlig am Thema vorbeirredete war mir egal. Ich zwinkerte ihr dann jedoch zu. „Aber ich fühle mich natürlich geehrt, cool genug zu sein, um mit dir hier sitzen zu dürfen.“ In dem Moment kam der Trottel von Kellner wieder und stellte uns das Bier auf den Tisch. Ich dachte schon, er würde gleich wieder abziehen, aber Annika hielt ihn mit ihren Augen fest. Ich wusste, dass sie das tat um mich zu provozieren. Oder vielleicht auch nicht? Ich musste mir manchmal klarmachen, dass ich eigentlich wirklich keinen Anspruch auf sie hatte. Wir waren beide frei. Ich konnte mit jeder was anfangen, wenn ich das wollte und tat es meistens auch, aber ich musste mich manchmal daran erinnern, dass das genauso für sie galt. Auch wenn ich immer mehr merkte, dass ich damit win Problem hatte. Unbedeutende Onenightstands waren mir egal. Irgendwelche namenlosen Sommerflirts. Aber wenn es Typen waren, mit denen sie sich auch sonst gut verstand, hatte ich gleich Paranoia, sie könnte etwas für diese empfinden. Und das war eine ganz andere Nummer. Vielleicht flirtete sie auch mit dem Kellner, weil sie das ernst meinte und davon ausging, ich würde es einfach so hinnehmen. Doch es störte mich. Und ich war drauf und dran mir für die nächsten Tage vorzunehmen, diesem Kellner die Arme zu brechen und dafür zu sorgen, dass er sich eine neue Stelle ganz weit weg von hier besorgte. Vielleicht würde er demnächst auch einen ganz tragischen Unfall erleiden. Ich war innerlich zwar unglaublich angespannt, was man mir vorhin bereits angesehen hatte, aber riss mich dieses Mal zusammen und setzte eine beschwingte Miene auf, als würde mich das mehr amüsieren als stören. Als sie ihn auch noch fragte, ob sie nicht noch was härteres trinken wollten, zuckte mein linkes Auge kaum merklich und meine Fäuste, die ich auf meinen Knie hatte, spannten sich an. Ansonsten blieb meine Miene weiterhin unbeschwert. Dann lehnte ich mich ein Stück vor und grinste den Kellner breit an. „Ja, WIR beide kennen uns hier nicht so gut aus und bräuchten jemanden, der uns die guten Bars hier zeigt.“ Verwirrt sah der Kellner von ihr zu mir und wieder zurück zu ihr bevor er etwas vor sich hinstammelte und abzog. Grinsend widmete ich mich wieder meiner besten Freundin, die mir gespielt entrüstet auf den Oberarm schlug. Ich kratzte mich am Kinn und hob verteidigend die Hände. „Eigentlich bin ich doch immer das Opfer“, gab ich mit gespielter Unschuldsmiene zurück. „Wirklich, also so manche hat mich quasi in ihr Bett gezerrt, ohne das ich mich wehren konnte!“ Ich schüttelte gepielt betreten den Kopf. „Erst wenn du an der Uni bist, werde ich mich sicher fühlen können.“ Dann streckte ich ihr ebenfalls kurz die Zunge raus und lachte leise. Als sie mir bestätigte, dass alles in Ordnung sei kaufte ich ihr ihren unbeschwerten Blick nicht so richtig ab, aber fragte nicht weiter nach. Ich wollte auch bloß verhindern, dass sie es sich nochmal anders überlegte und wollte nichts riskieren. „Nichts. Alles gut“, gab ich also zurück und lächelte dann. „Immer.“ Natürlich sorgte ich mich immer um sie. Ich hatte nicht viel Empathie für die meisten Menschen, aber die wenigen, die mir nahe standen, bedeuteten mir alles. Und Annie gehörte schon immer dazu. Sie lehnte sich ebenfalls vor sodass unsere Gesichter genau auf einer Höhe waren. „Ich würde behaupten, dass ein Entzug eher zur Verunreinigung der Gedanken führt, als sie zu ordnen.“ Eines war klar: Wenn ich anfing, auf Dinge zu verzichten, drehten sich meine Gedanken nur noch darum. Und das wurde so schnell auch nicht besser. Vor allem, wenn wir über das redeten, was wir beide eigentlich meinten. Und mit dem nächsten was sie sagte, traf sie damit voll ins Schwarze. Wenn einem jemand etwas bedeutete, war das eine Abhängigkeit, die weit über alles hinausging, was einem Drogen oder ähnliches geben konnten. Es hatte einen Grund, warum einem gerade als angehender Todesser stets eingebläut wurde, möglichst wenig Menschen zu vertrauen. Denn jede Person, die einem was bedeutete war ein potenzieller Schwachpunkt, den andere versuchen könnten, auszunutzen. Aber meinte sie mit dem was sie gerade gesagt hatte, dass es besser wäre, wenn wir ein bisschen Abstand voneinander bekämen? Kurz zog sich mein Magen etwas zusammen, als ich daran dachte, wie es sein könnte, Annika nicht mehr auf dieselbe Weise in meinem Leben zu haben wie jetzt. War das ihr Ernst? Abstand?! Ich schon den beunruhigenden Gedanken beiseite, genau wie das unangenehme Ziehen im Bauch. „Also ist ein Entzug das was du willst?“, fragte ich sie direkt und hoffte inständig, dass sie das nicht bejahte. Ich musste mich irren. Das Einzige, was mir Gewissheit gab, war ihre Körpersprache. Wenn sie das mit uns nicht mehr wollte, würde sie das anders ausstrahlen, dafür kannte ich sie zu gut. Oder sie war vielleicht noch kälter als ich es mir je hätte vorstellen können. Doch ich wollte alles, aber nicht und niemals sie verlieren. Ich tat es ihr gleich ubd lehnte mich zurück, die Mundwinkel zu einem amüsierten Lächeln verzogen. „Möglich wäre es“, stimmte ich zu, als sie mich fragte, ob ich aus Erfahrung sprach. „Ich sehe jedenfalls keinen Grund, auf etwas zu verzichten, das mir jedesmal den Verstand raubt.“
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But I wouldn't show it, instead got on that bus and left you blowing in the wind
Shit, and it's fucked up, cause every girl I'm with I see your face.
I never thought for a minute,
If you showed me a picture of my life now, that you wouldn't be in it
Took me a couple of years to say I love you, but I meant it when I said it,
It wasn't much of a romantic, but you get it
You didn't really smoke but when I rolled it up you hit it, and we lit it up
Shotgun in our kisses
And fuck these other bitches, baby, fuck these other bitches in my bunk,
staring up at all your pictures that you sent me on my birthday, remember that?
Cause I couldn't forget it,
Like I forgot yours, but I'm sorry and I said it, I admit it,
I fucked up and I lied but this is true,
I don't know what home is because I'm lost without you.
Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Ray am 08.03.2019 00:25„Stimmt, mich beschimpft er auch regelmäßig“, grinste ich. „Das ist Sir George Nott III. glaube ich, er hat seinen Arm bei den Kreuzzügen verloren.“ Ich legte den Kopf schief. „Also jedenfalls behauptet er das immer.“ Das besagte Porträt erzählte so allerlei Geschichten, die man allesamt besser nicht auf die Waagschale legte. Mindestens die Hälfte von ihnen war eh immer erfunden. Dann nickte ich, als Annika mich nach noch einem Butterbier fragte. Als sie sich wieder nach vorne lehnte fiel mein Blick unweigerlich kurz wieder nach unten zu ihrer Bluse, doch ich sah sofort wieder hoch. „Ja genau der war das“, bestätigte ich und nickte. Es war streng genommen das zweite Mal gewesen, dass ich Alkohol getrunken hatte. Das erste Mal war wenige Tage zuvor damals gewesen, als mein Bruder sich einen Scherz draus gemacht hatte, mir irgendwas in meinen Kürbissaft zu kippen. Danach hatte ich mich komisch gefühlt und abend hatte ich auf seinen Teppich gekotzt. Damals hatte ich gedacht, der Saft sei schlecht gewesen, bis ich herausgefunden hatte, dass es Alkohol gewesen war. Aber das erste Mal bewusst hatte ich mit Annika zusammen getrunken. „Ja, ich hab auch nur so getan, als fände ich es lecker“, lachte ich kopfschüttelnd. „Ich musste ja so tun, als könnte ich das ab.“ Es hatte damals wie fürchterlich gebrannt und ich hatte mich gefragt, ob man das Zeug nicht besser benutzen sollte, um damit irgendetwas anzuzünden, aber vor Annie hatte ich natürlich so getan, als wäre ich ein ganzer Kerl. Mit 12. Im Nachhinein war das einfach nur peinlich. Und zum Totlachen. Mein Lachen verging mir wieder, als ich abermals mit meinen eigenen Worten konfrontiert wurde und hob nur entschuldigend die Hände. „Gut, dann irgendwann mal“, wiederholte ich die Worte hoffentlich zum letzten Mal heute. Die Idee mir der Uni schien ihr zu gefallen und auch mir gefiel die Vorstellung, sie dann auch in der Uni um mich herumzuhaben. Es wäre merkwürdig gewesen, sie nach Hogwarts plötzlich kaum noch zu Gesicht zu bekommen. In Hogwarts war sie immer da gewesen, auch in den Ferien war sie immer da für mich. Wir hingen ständig zusammen rum und das alles sollte dann plötzlich nicht mehr sein? Bei der Vorstellung beschlich mich alles andere als Freude. „Ich habe ja ein Jahr Zeit, die Armen auf dich gefasst zu machen“, grinste ich. „Ich bezweifle, dass ich das muss“, verneinte ich und beobachtete, wie sie sich durch die goldenen Haare fuhr. Ich mochte es, wenn sie das tat. „Du brauchst nur den Campus zu betreten und jeder wird davon überzeugt sein.“ Dass ich sie nicht weiter drängte, mit mir einen zu rauchen, schien sie plötzlich irgendwie zu stören. Das war ungewöhnlich, denn normalerweise war sie froh, wenn ich es einfach dabei beließ. Sogar wenn wir abends mal mit mehreren Leuten zusammensaßen, trank sie lieber Alkohol und überließ mir und den anderen die Joints. Meistens fragte ich sie dann doch immer wieder, ob sie nicht ein paar Züge von mir haben wollte und meistens schaute sie mich dann nur genervt an. Doch heute war es genau anders herum und ich runzelte skeptisch die Stirn. „Alles in Ordnung?“, fragte ich und sah sie prüfend an. Doch die Antwort ließ mich sie überrascht ansehen, als hätte ich gerade etwas falsch verstanden. Ich blinzelte kurz, um mich zu vergewissern, dass sie es ernst meinte und fing mich dann wieder. Ich verzog die Lippen zu einem schmalen Grinsen. „Und fühlst du schon die Entzugserscheinungen?“, fragte ich und senkte die Stimme, während ich sie herausfordernd grinsend beobachtete. Dann winkte ich ab. „Entzug würde ich dir wirklich nicht empfehlen, es ist definitiv besser, im Gleichgewicht zu bleiben“, ich nickte, als ob ich gerade etwas wirklich sehr wissenschaftlich Fundiertes gesagt hätte. „Das bedeutet natürlich, dass man gar nicht erst zulassen darf, dass man sich nach etwas sehnt, was man eigentlich haben könnte.“, fuhr ich weiter in dem Ton fort, wobei ich dabei schmunzeln musste.
I'm just out here chasing my dreams, girl
But it's crazy cause that dream cost me my dreamgirl
Promised you I wouldn't change before I left
now I think leaving is the one thing I regret
Cause the one thing I possess
It wasn't materials, wasn't drugs, wasn't clothes, or any part of success
It was you
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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Ray am 07.03.2019 10:22„Hm“, machte ich nur als Antwort zu ihrem angewiderten Laut zu meinem Verwandschaftsgrad mit Greengrass. Ich konnte mir auch schöneres vorstellen, als meinen Lebensabend nacher mit so einer zu verbringen, aber ich hatte mein Schicksal einfach nie in Frage gestellt. Und immerhin waren die Notts trotz engerer Beziehungen in früherern Generationen nicht ganz so sehr von Geisteskrankheit betroffen, wie die Blacks oder Lestranges. Annika öffnete den Mund, wie um etwas zu sagen doch überlegte es sich wohl anders. Hatte ich was falsches gesagt? Ja, ich hatte mit Charlotte geschlafen, aber wieso schien sie das gerade zu stören? Ihre kurze Sprachlosigkeit gefiel mir irgendwie. Sie war also eifersüchtig, genau das hatte ich erreichen wollen, als ich sie mit zum Ball geschleppt hatte. Aber Annie war ja selbst schuld. Mit ihr wäre ich immerhin tausendmal lieber hingegangen. Eigentlich war es verrückt, wie sehr mich diese einmalige Abfuhr beschäftigte. Ich musste zugeben, dass sie damit meinem Ego einen ziemlichen Kratzer verpasst hatte, den es mir nicht so leicht viel zu vergessen. Ich hob eine Augenbraue, als sie schließlich doch recht gepresst antwortetey „Ja“, sagte ich langsam und musterte sie. „War es.“ An die Hälfte von der Nacht erinnerte ich mich nicht mehr. Irgendwann war ich jedenfalls in dem Korridor aufgewacht und hatte keine Ahnung, wie ich dort gelandet war. Ganz zu schweigen von dem, was ich vorher noch alles so getan hatte. So genau wollte ich es eigentlich auch gar nicht wissen. Sie lachte, als ich vermutete, früher charmanter gewesen zu sein und lächelte. Ich mochte es, wenn sie so lachte. „Erinnerst du dich noch an den Tag, als wir alle Porträts in Nott Manor einfach ungedreht haben?“ Ich schmunzelte, als ich daran dachte. Wir waren noch ziemlich klein gewesen, gerade in Hogwarts und die ersten Ferien wieder zuhause. Meine Eltern waren nicht da gewesen, nur Ragnar und der war viel zu beschäftigt mit seiner damaligen Flamme, als dass es ihn interessierte, was wir so anstellten. Also hatten wir einfach alle Porträts von unseren Ahnen und Urahnen und was wir sonst noch alles so hatten umgedreht. Das ganze Haus war später von den lauten Beschwerden und Beschimpfungen von den Bildern erfüllt gewesen. Damals fanden wir das ziemlich lustig. Und abends hatten wir uns heimlich eine Flasche Feuerwhiskey von meinem Vater geklaut und ware das erste Mal völlig besoffen gewesen. „Lass dir nicht zu lange Zeit“, raunte ich mit einem Augenzwinkern auf ihre Antwort, sie würde ich den Gefalle aifheben und lehnte mich wieder zurück. „Stimmt, das wolltest du schon als wir nach Hogwarts gekommen sind“, erinnerte ich mich und nickte. Anfangs hatte ich das nicht verstanden, für mich waren Auroren immer die Bösen gewesen. Meine Eltern hatten mir von kleinauf eigentrichtert, dass ich niemals mit Auroren sprechen durfte, wenn meine Eltern nicht dabei waren und ich wusste noch, wie besorgt sie waren, wenn es in der Schule Befragungen ohne Wissen der Eltern gegeben hatte. Inzwischen hatte ich schon hunderte Befragungen hinter mir. Nicht zuletzt, wegen des Inhalts in meiner Jackentasche. Doch irgendwann hatte ich erkannt, dass die Ausbildung zum Auroren auch für das nützlich sein könnte, was wir nach der Schule vorhatten zu tun. Dem dunklen Lord zu dienen. Ich konnte es kaum abwarten, endlich das dunkle Mal zu tragen und wie mein Bruder für ihn zu arbeiten. Doch leider musste man sich das verdienen, nicht jeder dahergelaufene Mitläufer bekam die Ehre, das Mal zu tragen. „Wenn wir beide an der NFU landen, kann ich dir das garantieren“, meinte ich und grinste frech. „Egal wo du landest, du wirst wieder regieren“, lachte ich und überlegte dann. „Wie wäre es denn mit Fluchkunde? Und vielleicht etwas mit magischen Geschöpfen? Du hast doch immer einen Draht zu Tieren gehabt.“ Eigentlich was das untertrieben. Im 4. Schuljahr war sie die einzige gewesen, die ein Hippogreif an sich herangelassdn hatte. Letztes Jahr war es ein Einhorn, die für ihre Scheue bekannt waren, das sich nur von ihr hatte streicheln lassen und mir vielen noch ein Haufen anderer Beispiele ein, bei denen die Tiere vor mir einen riesen Abstand genommen hatten. „Außerdem braucht ER immer jemanden, der sich mit Wesen aller Art auskennt. Immerhin folgen ihm nicht nur Zauberer und Hexen.“ Mein Bruder hatte mir erzählt, dass sich in letzter Zeit vermehrt auch Riesen, Vampire, Sirenen, sogar Zentauren angeschlossen hatten und alle dieser Wesen waren nicht gerade einfach in Schach zu halten. Man musste sie verstehen, damit man mit ihnen umgehen konnte. Geschweige denn davon, sie alle für dieselbe Sache zu überzeugen. Sie hingegen, war von meinem Angebot einen zu rauchen nicht allzu überzeugt. Ich kannte sie und wusste, dass sie nur äußerst selten kiffte, was ich verstehen konnte und sie nie weiter dazu drängte. Ich fragte hin wieder einfach mal wieder, in der Hoffnunf sie hätte heute vielleicht einen guten Tag. „Wie du willst“, meinte ich lächelnd und nahm die Hand wieder von der Tasche und nahm mir bereits vor, Jarik oder jemand anderen nachher zu fragen, als sie sich scheinbar doch unentschied. Ich hob überrascht die Augenbrauen. „Das ist wirklich aufopfernd von dir, danke“, grinste ich amüsiert. Ich bezweifelte, dass das der wahre Grund für ihren Sinneswandel war, aber mich interessierte der Grund auch nicht. Es kam selten genug vor, dass sie mit mir rauchte und ich wollte nichts sagen, was ihre Meinung vielleicht noch ändern könnte.
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It was you
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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Ray am 06.03.2019 01:15Ich nickte resigniert mit dem Kopf. „Ja, das sind wir“, bestätigte ich ihre Frage, ob wir nicht mit den Greengrasses verwandt waren. „Ihr Vater ist ein Cousin zweiten Grades meiner Mom.“ Ich zog kurz die Stirn kraus, weil ich mir selbst kurz folgen musste, aber entschied dann, dass das der korrekte Verwandschaftsgrad war. „Keine Ahnung, was wir dann sind, aber auf jeden Fall weit genug auseinander für die ohnehin schon geringe Hemmschwelle meiner Eltern.“ Mein Vater war ein Reinblutfanatiker sondergleichen. Er hatte ein ganzes Buch darüber geeschrieben und ein Register erschaffen, dass die wenigen wahren Reinblutfamilien auflistete und mit der Aufnahme in diese Kartei stimmte man indirekt zu, nur innerhalbt dieser 28 Familien zu heiraten, um das Blut rein zu halten. Die „Sacred 28“ nannten sie sich und hielten sich für die Spitze der menschlichen Evolution. Und da ich ein Teil dieses Clans war, konnte ich dem natürlich nur zustimmen. „Hm, das hoffe ich für mich auch“, murmelte ich und lachte dann kurz auf. „Charlotte hat auch die ganze Zeit irgendeinen Mist auf französisch geschrien, bis ich ihr den Mund zugehalten hab. Glücklicherweise stand sie auch noch drauf...“ Ihr Blick sagte mir, ich sollte besser den Mund halten. Annie hatte eine Abneigung gegen Franzosen, oder besser noch, Französinnen und die Art wie sie mir gerade mit dem Blick bedeutete, dass ich schweigen sollte, bestätigte das nur mal wieder. Ich hob entschuldigend die Hände und wurde wieder ernst. „Ich weiß es nicht“, antwortete ich wahrheitsgemäß und zuckte mit den Schultern. „Aber ich würde es Dad zutrauen.“ Meine Hand schloss sich um mein Butterbierglas. „Gerade wenn Ragnar es nicht bald schafft, Nyx ein Kind an Hals zu binden, ist mein Welpenschutz endgültig vorbei.“ Eigentlich hatte ich immer damit gerechnet eine halbwegs freie Wahl bei meiner Zukünftigen zu haben. Ich war nicht der Thronfolger. Von mir erwartete man kaum etwas. Doch ich befürchtete, dass sich das Blatt schon sehr bald wenden könnte. Doch ich wollte Annie mit meinen Problemen gerade nicht weiter belasten. Ich lächelte sie schief und mit voller Ehrlichkeit in den Augen an. „Ich bin mir sicher, dass du das wirst.“ Es war merkwürdig, sowas aus ihrem Mund zu hören. Sie war sonst der letzte Mensch, der sowas wie eine romantische Ader besaß. Vielleicht waren wir deshalb so gut befreundet. Doch ich musste zugeben, dass mir meine Zukunft relativ egal war. Ich würde mich den Todessern anschließen und irgendeine reinblütige Frau heiraten, aber hauptsächlich mich nur um mich selbsg kümmern. So wie es immer gewesen war. Doch Annika wünschte ich, dass sie eines Tages glücklich werden würde. Sie hatte ein gutes Leben verdient, in dem sie sich um nichts kümmern musste und rundum sorgenfrei tun und lassen konnte was sie wollte. Weit weg von ihren Eltern. Es fiel mir nur noch schwer, sie mir Mit irgendeinem Mann an der Seite vorzustellen. Das wollte irgendwie noch nicht in meinen Kopf rein. Als sie mir erzählte, dass sie früher ihren Eltern imer erzählt hatte, dass wir einmal heiraten würden, musste ich schmunzeln. „Dann muss ich damals wesentlich charmanter gewesen sein, als ich es heute bin.“ Die Vorstellung gefiel mir irgendwie, aber wir beide wussten ja, dass das hier nur ein Spaß war. Oder? Ich lenkte das Thema zu Margaret, auf die ich in den letzten Tagen ein Auge geworfen hatte. „Ja ist sie auch“, grinste ich breit. Noch streberhafter ging es kaum, aber es hieß ja immer, dass stille Wasser tief seien. „Das nehme ich mal so hin“, entgegnete ich, als sie mich auch als Vollidioten abstempelte. Das Gute an Margaret war, dass sie zwei Jahre lang einen Freund gehabt hatte, wie ich bereits herausgefunden hatte. Die Chancen standen also gut, dass sie keine Jungfrau mehr war, wo man bei den Chormädchdn manchmal nicht so sicher sein konnte und ich konnte mit sowas nichts anfangen. Ich mochte es lieber, wenn wenigstens ein kleines bisschen Erfahrung auf der anderen Seite vorhanden war. „Danke!“ Ich prostete ihr nochmal mit meinem Glas zu und trank dann den letzten Rest daraus aus. Auf ihre Frage hin, was sie dafür bekam lehnte ich mich mit den Armen auf dem Tisch vor und sah sie schief an. „Das kommt ganz drauf an, was du willst, Baby“, ich hatte die Stimme gespielt dramatisch gesenkt, doch der Blick, mit dem ich sie fixierte war ernsthaft. Die Antwort auf meine Frage nach Aaron fiel ähnlich giftig aus, wie ich sie danach gefragt hatte. Als sie mich fragte, wer nun eifersüchtig sei, hob ich nur entschuldigend die Schultern, als ob das nicht offensichtlich sei. „Das beruhigt mich tatsächlich“, antwortete ich trocken. Wenn das die Wahrheit war, dann gab es nichts mehr, worum ich mir noch Sorgen machen musste, aber trotzdem verstand ich nicht, wieso soe überhaupt mit diesem Schwachkopf dahin gehen wollte. „Ja, an der NFU für Fluchkunde und Arithmantik“, gab ich zurück und verzog dann beinahe belustigt das Gesicht. „Wenn die mich mit meinen Noten überhaupt nehmen.“ Ich war zwar gut in den entsprechenden Fächern, aber meider gab es auch einen Haufen Fächer, in denen ich einfach viel zu faul war etwas zu tun. Im Notfall wusste ich aber, das mein Vater nur genug Geld in die Uni stecken musste, damit ich am Ende doch dort studieren konnte. „Und wie siehts bei dir aus?“ Richtig Lust hatte ich auf das Studieren selbst eigentlich nicht, aber ich würde wieder Quidditch spielen können, jede Party genießen und die kurze Zeit Freiheit vor dem Ernst des Lebens genießen können. Und nebenbei bei den Todessern richtig anzufangen, was das anging, konnte ich es kaum erwarten. „Stimmt, haben wir nicht“, stellte ich fest, als sie sagte, dass wir uns nie ein Spiel gemeinsam angesehen hatten. „Ach was Gin“, grinste ich und klopfte dann auf meine Jackentasche, in der sich noch ein guter Vorrat an magischem Marihuana befand. „Ich hab was viel besseres.“
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It was you
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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Ray am 05.03.2019 11:05„Du bist einfach nur du selbst“, antwortete ich auf ihre Frage, was ich von ihr träumte, was zur immerhin zur Hälfte wahr war. Es war manchmal wirklich verrückt, was sich das Gehirn beim Träumen so ausdenken konnte. Annie kam oft in meinen Träumen vor, aber ich würde ihr sicher nicht jedes Detail unter die Nase reiben. Meistens erinnerte ich auch gar nicht mehr alles, nur noch, dass sie darin vorkam und ich mit einem Lächeln aufwachte. Ihre Frage nach meinem aktuellen Liebesleben beantwortete ich mit einem Schulterzucken. „Nichts Ernstes dabei“, antwortete ich und überlegte dann. „Allerdings hab ich neulich mitbekommen, wie Dad über den Kamin mit Mr. Greengrass gesprochen hat. Seine Tochter Mary ist doch vor zwei Jahren nach Beauxbatons gewechselt, ich hoffe wirklich, der macht keine Pläne für mich.“ Das fehlte mir gerade noch. Ich hatte keine Lust mich neben dem Schulabschluss auch noch mit sowas auseinandersetzen zu müssen. Vor allem, weil ich kein Interesse an einem Mädchen hatte, dass ich das letzte Mal gesehen hatte als ich 15 war. Ich interessierte mich für jemand ganz anderen, doch ich würde es meinem Dad niemals vorschlagen, ohne dass wir beide vorher etwas in die Richtung mal besprochen hätten. In unseren Kreisen kam es gerne mal vor, dass ein Kerl seinen „Wunsch“ äußerte und dann klärten die Familien das ab, wobei das Mädchen meistens einfach übergangen wurde und als letztes davon erfuhr. Ich wollte wirklich, dass Annika sowas erspart blieb und hoffte inständig, ihr Vater hätte noch nicht angefangen irgendetwas in Gange zu bringen, ohne dass sie davon wusste. Ich wollte, dass sie glücklich war und immer bleiben würde. Und trotzdem stieg in mir immer diese Eifersucht und beinahe Wut auf, wenn ich daran dachte, wie sie irgendjemanden heiratete, der nicht ich war. Andererseits war sie meine beste Freundin. Beste Freunde blieben beste Freunde und nicht mehr. Oder doch? Ich drtängte den Gedanken beiseite und lenkte das Thema wieder auf was anderes. „Aber du kennst doch Margaret Davies oder? Die dunkelhaarige Ravenclaw. Die ist auch in der magischen Kreaturen AG wie du und du musst mich ihr vorstellen“, ich grinste breit. Wir spielten gerne mal den Wingman für den jeweils anderen, vor allem früher hatten wir das ständig getan. Allerdings waren wir in letzter Zeit dann doch einfach mit dem jeweils anderen im Bett gelandet und seitdem fiel es mir immer schwerer, mich auf irgendwelche anderen einzulassen. Vor allem wenn ich dabei an Annie denken musste. Das hier war allerdings für mich ein Versuch, einfach wieder zur unbeschwerten alten Zeit zurückzukehren, als ich an niemanden gedacht hatte außer mich selbst. Und noch während ich es aussprach, wollte ich es eigentlich gar nicht mehr wirklich. Aber aus der Nummer kam ich nicht mehr raus. „Ich glaube, sie hält mich für einen totalen Vollidioten und würde niemals reagieren, wenn ich sie ansprechen würde. Du musst ein gutes Wort für mich einlegen, damit sie nicht denkt, ich würde sie verarschen, du weißt schon.“ Auch wenn ich das irgendwie tat. Diese Chormäuse hatten meistens den richtigen Riecher, wenn sie misstrauisch wurden warum sich Typen wie ich oder meine Freunde aus heiterem Himmel für sie interessierten. Natürlich steckte nichts ernstes dahinter, aber manche von ihnen waren hinter ihren riesigen Brillen eben doch ganz hübsch. „Wie siehts denn bei dir aus?“, lenkte ich das Thema dann von mir weg und konnte mir einen Kommentar nicht verkneifen. „Hattest du Spaß mit deinem ‚süßen‘ Date vom Ball?“ Ich wollte nicht so boshaft klingen, aber es kam schneller raus, als ich gedacht hatte. Und dieser fast herablassenden Unterton war einfach so mit rausgerutscht. Aber ich wollte es einfach wissen und konnte mich nicht mehr zurückhalten. Immerhin hatte sie es mir mit ihrem fiesen Scherz fast zurückgezahlt und ich musste tatsächlich kurz überlegen, wie ich wohl reagiert hätte, wenn sie wirklich schwanger gewesen wäre. „Erstmal hätte mich interessiert, ob es von mir ist“, gab ich wahrheitsgetreu zu und grinste dann. „Und dann hätte ich auf den Namen Ray junior bestanden, egal was es wird.“ Ich zwinkerte ihr zu und nahmen Schluck Butterbier. Dass ich sie vor den Kof stieß nahm sie zähneknirschend hin, allerdings nicht ohne mir meine eigenen Worte nochmal unter die Nase zu reiben. Irgendwann mal. Da hatte ich mir was eingebrockt, aber ich konnte erst wieder etwas mit ihr anfangen, wenn nichts mehr zwischen uns stand. Ich lächelte, als sie versuchte mich zu trösten. „Ja, in der Uni werde ich auf jeden Fall wieder spielen und das werde ich auch nicht so leichtsinnig aufs Spiel setzen dieses Mal.“ Das Traurige war eigentlich, dass ich nichtmal suspendiert worden war, weil ich mich beim Spiel danebenbenommen hatte, sondern weil ich eine Auseinandersetzung mit McLaggen auf dem Gang gehabt hatte, als er sich vor seinen Freunden aufspielen und mir nichg aus dem Weg gehen wollte. Leider war das nur noch der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte, weil ich im Laufe der Jahre wegen so vieler solcher Aktionen Starfarbeiten und Verwarnungen bekommen hatte und meine Eltern immer wieder dafür gesorgt hatten, dass es bei Strafarbeiten belassen wurde. Doch dieses Jahr hatte sogar Dumbledore, dieser gutgläubige Trottel die Nase voll gehabt. Ich lächele dankend. „Das ist lieb von dir, aber Dumbledore war bei dem Gespräch sehr deutlich. Für mich wird es bis zu meinem Abschluss Quidditch nur noch vom Zuschauerrang geben.“ Ich lachte resigniert auf. „Vielleicht schaffe ich es auch noch, in den letzten Monaten Stadionverbot zu bekommen, wenn ich mich anstrenge.“ Ich zwinkerte ihr zu, als ob ich mir das als neues Ziel gesetzt hatte und mich darauf freute, auch wenn ich ds natürlich nicht vorhatte.
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