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Re: Zukunftsplay » 11
von Merle am 19.02.2018 21:54Tea kämpfte sich durch meine Haare und schien ziemlich...einerseits nachdenklich und andererseits verstimmt zu sein. Das verstimmt führte ich mal auf meine Haare zurück, die mir die letzte Nacht wohl sehr übel nahmen. Ich erahnte auch, worüber sie nachdachte. Wie sollte man auch nicht darüber nachdenken, was passiert war, wenn die kleine Schwester verheult in seinem Bett auftauchte? Vor allem, wenn sie seit Jahren nur das nötigste mit ihr zu tun gehabt hatte... Ich ließ mich leicht gegen sie sinken, entspannte mich etwas. Ich liebte es, wenn sich jemand um meine Haare kümmerte.
Als sie mich fragte, warum ich denn hier war, knirschte ich mit den Zähnen. Was sollte ich darauf nur antworten? Wenn es nach meinem Herzen ging, würde ich mich jetzt in ihre Arme werfen und einfach nur weinen und warten, bis der Schmerz vergeht. Gerade jetzt, obwohl ich genau vor ihr saß, vermisste ich sie fürchterlich. Das tat ich erstaunlich oft. Die einzige Person, der ich es bisher erzählt hatte, war Isis. Naja, sie hatte mich angesehen, nachdem ich mich wieder einmal fürchterlich über meine Schwester aufgeregt hatte, und einfach gesagt 'Sie fehlt dir oder? Die Schwester, die du hattest, bevor das alles geschehen ist?' Und sie hatte recht. Ich vermisste meine Schwester, die ich angehimmelt hatte, die alles für mich gewesen war. Ich sah Tea im Spiegel an. Aber das war sie nicht. Nicht mehr. Diese Person, die geschworen hatte mir den Rücken zu decken, war mir in selbigen gefallen und hatte mich verraten. Es war, als hätte ich am Boden gelegen und sie wäre gegangen und hätte obendrein noch das Licht ausgemacht. Ich hatte damals nicht nur meine Eltern verloren, sondern durch Teagans Verrat auch noch all meine Geschwister, sie eingeschlossen.
Ich sah sie wieder indirekt durch den Spiegel an, da ich ihr ja noch eine Antwort schuldig war. Ich wusste, dass das nicht wirklich schön war, aber es war die Wahrheit. "Ich musste schnell weg..." ich schluckte. "...und in meinem Gemeintschaftsraum war ich nicht....hm. Sicher. Und ungestört. Und du bist ja selten hier und ich wollte dich eigentlich auch nicht stören und wieder verschwunden sein, bevor du kommst...aber dein Bett war so weich und es hat so vertraut gerochen, da bin ich einfach eingeschlafen." Indirekt hatte ich ihr ja gerade gestanden, dass ich mich in ihrem Zimmer sicherer fühlte, als in meinem, aber das war ja schon immer so gewesen....
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Re: Vergangenheitsplay » 9
von Merle am 18.02.2018 23:03Er blickte mich an, als hätte ich beim Glücksrad drehen den Hauptgewinn erzielt, weswegen ich ihm traurig lächelnd erklärte: „Es war schon toll...meistens. Ich habe auch schon Freunde, die jetzt in die zweite Klasse kommen, aber die hatten eher selten Zeit für mich. Sie mussten ja zum Unterricht. Und immer alleine zu sein war jetzt auch nicht sooo toll. Natürlich hatte es seine Vorteile, das Schloss schon in Ruhe erkunden zu können." Ich grinste und meine Augen blitzten schelmisch.
„Ich nehme dich einfach mal mit. Ich habe schließlich niemals behauptet, offiziell dagewesen zu sein." Als er von 'uns' sprach, machte mich das unheimlich glücklich und erst jetzt merkte ich, dass ich wohl doch ein kleines bisschen Angst davor gehabt hatte, keine Freunde zu finden. Oder zumindest Leute, die mit mir auskamen und mich um sich haben wollten. Ich strahlte ihn an und nickte dann. „Wenn du magst, können wir gerne weitere Erkundungstouren unternehmen. Ich weiß zufällig, wann die Gänge nachts leer sind." Ich grinste erneut. „Ich habe zwar auch immer tagsüber Zeit gehabt, aber nachts war es noch viel spannender. Einmal hat ausgerechnet Dumbledore mich erwischt. Aber er hat nur so komisch gelächelt, als wüsste er schon lange, was ich in seine Schule so treibe und vor allem wann und das war echt unheimlich. Ach und er hat mir so eine Muggeltaschenlampe gegeben und gesagt, dass ich im fünften Stock den Südgang meiden sollte. Noch habe ich den irgendwie nicht gefunden. Vielleicht ist es noch ein Geheimgang, den er meinte! Wenn du Lust hast, können wir das nächste Mal gemeinsam suchen." Ich sah ihn hoffnungsvoll an.
Ich besah mir meinen eigenen Kater nochmal. Er war mir gegenüber sehr loyal und dass das nicht so üblich war, hatte ich schon gehört. „Casper ist auch ein kleiner Prinz. Alles was er möchte, bekommt er." ich verwöhnte ihn wohl manchmal auch etwas zu viel. „Zumindest, wenn es sich einrichten lässt." fügte ich dann noch hinzu. Dann stand ich auf und ging langsam zu Arrow und kniete mich auch genauso langsam vor ihn. „Dann wollen wir doch mal sehen, was er von mir hält." sagte ich und hielt ihm vorsichtig meine Hand hin. „Hallo mein Hübscher." ich lächelte. Er schnupperte kurz und ließ mich ihn dann streicheln. Sein Gesichtsausdruck sah zwar immer noch aus, als hätte ich versucht ihm vergammelten Fisch als Delikatesse anzudrehen, aber er beschwerte sich sonst nicht, was ich als positiv einstufte. „Test bestanden würde ich sagen." ich kraulte ihn noch kurz, dann setzte ich mich wieder auf meinen Platz. Mein eigener Kater sah mich ziemlich entsetzt an, woraufhin ich ihm beruhigend über sein grau – getigertes Fell strich. Er schnurrte versöhnlich und legte seinen Kopf wieder auf die Pfötchen.
Ich verdrehte theatralisch die Augen. „Alles ist gefährlich, bevor man es geübt hat. Warum dann nicht schon jetzt üben?" Ich grinste und zog die Schachtel aus dem Rucksack. Ich lächelte und öffnete diese dann vorsichtig. „Sie sind so hübsch, nicht wahr?" fragte ich und befreite meinen vorsichtig aus der Verpackung. Er war relativ dunkel und hatte eine interessante Form, wie ich fand. An einigen stellen glitzerte er goldig. Nachdenklich betrachtete ich Indigo. „Und jetzt? Fällt dir ein Zauber ein?" ich hatte noch keines meiner Bücher angerührt...
Es tat mir leid, dass er seine Eltern so schrecklich vermissen würde, aber er wusste wenigstens wann und vor allem DAS er sie wiedersehen würde. Er wirkte aber wirklich sehr traurig...ob ich wohl auch so aussah?
Lächelnd beobachtete ich, wie auch er sich mit Süßkram eindeckte und als wir all unsere Vorräte auf den kleinen Abteiltisch ausbreiteten um besser teilen zu können, konnte ich ein Strahlen nicht mehr verbergen. Ich hoffte wirklich, ihn als meinen Freund bezeichnen zu dürfen und hoffentlich im selben Haus zu landen wie er. Ich fischte auch noch die Getränke aus meinem Rucksack und ein paar Wunderbonbons. Ich deutete auf diese und erklärte:"Die sind von meinem letzten Beutezug aus dem Honigtopf. Einige davon verändern für kurze Zeit deine Haare und andere deine Stimme. Manch lassen dich auch Tierlaute machen." Ich grinste und griff nach einem gelblichen Bonbon. Er schmeckte eigentlich einfach nur süß, aber es ging ja auch viel mehr um die Wirkung. „Ich weiß gar ni...oh." begann ich, stockte aber, weil ich die Wirkung in diesem Moment hörte. Ich schlug mir eine Hand vor den Mund und begann dann zu lachen, aber selbst mein Lachen klang- wie meine Stimme eben - wie das einer sehr alten Frau. Erst, als mein Kichern wieder nach mir klang, konnte ich mich beruhigen.
Während wir aßen, erzählte er von einem Spiel, das er besucht hatte. Es war wahnsinnig spannend und ich lauschte seinen Worten ganz genau. Ich sog sie auf und gab häufig erschrockene oder gespannte Laute von mir. Manchmal rutschte mir auch ein entsetztes „Wirklich?!" heraus. Wie gerne wäre ich auch dabei gewesen. Die Zeit verging wie im Flug und ich konnte gar nicht genug von all seinen Erfahrungen bekommen. Was ich alles verpasst hatte! Unglaublich.
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Re: Vergangenheitsplay » 9
von Merle am 17.02.2018 10:53Ich grinste bei seinen Worten. Bei mir war es auch so gewesen. Ich hatte durch meine Geschwister schon so viel von Hogwarts gehört, dass ich mein erstes Schuljahr gar nicht abwarten konnte. Und dann hatte der Traum sich in einen Alptraum verwandelt und ich hatte meinen Wunsch so schnell wie möglich nach Hogwarts zu kommen, erfüllt bekommen. So viel zu dem Spruch: Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst - weil es sich vielleicht erfüllt. Hogwarts hatte mich nicht enttäuscht. Keine Sekunde lang und trotzdem wollte ich nicht dort sein. Ich seufzte. Erneut begrub ich diese heute wirklich oft auftretenden traurigen Gedanken.
Als er von den versteckten Winkeln des Schlosses sprach, grinste ich ihn verschwörerisch an. „Ich habe schon einige Geheimgänge entdeckt und wenn jemand wüsste, wo ich schon überall ohne Erlaubnis gewesen bin, würde ich wohl mächtigen Ärger bekommen. Aber ich habe den Besitzer vom Honigtopf - das ist der Süßigkeitenladen in Hogsmeade – um den Finger gewickelt. Er sagt, er würde niemals seine beste Kundin verraten." ich lachte. Einmal hatte ich es allerdings übertrieben und so viele Süßigkeiten genascht, dass ich schreckliche Bauchschmerzen bekommen habe. Aber das verschwieg ich an dieser Stelle. „Oh, und es gibt eine Treppe, die ist wirklich gemein! Da verschwinden ständig Stufen und du sinkst einfach ein und wenn du richtig Pech hast, kommst du nicht mehr wirklich raus und steckst richtig fest. Letztes Jahr ist das einem Schüler passiert und der steckte wohl eine Schulstunde lang fest. Ich weiß nur davon, weil Peeves ihn mit Tomaten beworfen hat. Aber mach dir keine Sorgen, ich zeige dir einfach, welche Stufen du meiden solltest." Ich wollte ihm ja keine Angst machen. Allerdings war ich wohl auf dem besten Weg dahin...Upps.
Ich besah mir meinen Kater nochmal. Ob er wohl nur so tat? Ich runzelte die Stirn. „So verschlafen, wie er mich immer anguckt glaube ich das nicht so." Ich lachte. „Außerdem lasse ich ihm seine Ruhe auch wenn er schläft eher selten." Ich kraulte seinen Nacken und stupste gegen seine Ohren, die sofort zu zucken anfingen. Das sah so niedlich aus. „Lässt Arrow sich eigentlich streicheln? Also auch von anderen oder nur von dir? Bei Casper ist es nämlich recht...merkwürdig. Es ist, als wüsste er, wen ich mag und wen nicht. Alle die ich nicht mag, faucht er an und der Rest darf ihn nach eingehender Musterung auch streicheln." ich sah wieder zu Arrow, der tatsächlich sehr müde aussah.
Als er sagte, das er früh schlafen nicht mochte, sah ich auf und grinste wieder. „Ich mag schlafen auch nicht. Es ist so eine Zeitverschwendung!" beschwerte ich mich. „Was man alles machen könnte, wenn man nicht ständig schlafen müsste! Stell dir das mal vor!" Meine Augen glänzten. Ich würde wahrscheinlich nur noch mehr Mist bauen, aber das ist ja auch spaßiger als Schlafen. „Und stimmt. Es gibt schließlich immer noch Ecken im Schloss, die ich nicht kenne. Und einige Türen, die man ohne Zauberstab einfach nicht auf bekommt." Ich zwinkerte ihm zu. „Das ist glaube ich einer der Gründe, weshalb meine Schwester das mit meinem Zauberstab so weit wie möglich raus gezögert hat. Sie sagte einmal, ich würde schon genug Schaden anrichten ohne Magie. Das hat Mom auch immer gesagt. Aber sie hat dabei gelächelt. Tea hat böse geguckt...Okay, ich hatte ihr auch kurz davor einen Streich gespielt..." ich zuckte mit den Schultern und ignorierte den Stich, den mir die Erinnerung verpasste.
„Sie wären bestimmt gerne dabei gewesen..." mutmaßte ich. Aber auch er schien etwas traurig zu sein. „Vermisst du sie schon?" fragte ich. Eine anderer Grund fiel mir gerade nicht ein. Sie waren ja da gewesen, oder...? Eigentlich wusste ich das nicht. Ich hatte nur gesehen, dass er jemandem gewunken hatte und war einfach davon ausgegangen, dass es seine Eltern gewesen waren,
Als er weitersprach, biss ich die Zähne zusammen. „Ja, das hoffe ich auch...." flüsterte ich. Ich glaubte nicht, das sie tot waren. Sie waren nur weg. Meine Geschwister hatten die Hoffnung schon aufgegeben, hatten unsere Eltern aufgegeben. Sie wollten sie nicht mal suchen! Aber so bald ich alt genug war und genug gelernt hatte um sie finden zu können, würde ich damit anfangen. Nur für den Fall, dass sie bis dahin noch nicht wieder aufgetaucht waren. Aber sie würden wiederkommen. Sie mussten einfach.
Als die Abteiltür aufging, zuckte ich erschrocken zusammen. Es war die Hexe mit dem Süßigkeitenwagen. Ich grinste Indigo an und kaufte mir noch ein paar Schokofrösche, da ich meine ja schon verspeist hatte. Ich liebte Süßigkeiten. Aber erst mal steckte ich diese ein und zog die Erdbeeren aus meinem Rucksack und begann zu essen. Wenn ich etwas mehr liebte als Schokolade, dann waren es definitiv Erdbeeren. „Willst du auch?" fragte ich und bot ihm die Erdbeeren an. Wir mussten doch schon eine Weile unterwegs sein, wenn die Süßigkeitenhexe schon kam. Unglaublich, wie schnell die Zeit verging.
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Re: Zukunftsplay » 11
von Merle am 15.02.2018 12:12Glücklicherweise ließ sich mein Gesicht leicht säubern, aber meine Augen waren immer noch rot und taten sogar etwas weh. Auch sonst sah ich nicht sonderlich gut aus. Meine Augen waren ausdrucks- und glanzlos und wenn ich die Mundwinkel anhob, war es wie eine steife Maske, die man dazu zwingen wollte zu lächeln. Von meinen Haaren wollte ich gar nicht erst anfangen. Ich hatte vergessen sie zusammen zu binden, weswegen sie jetzt verfilzt und zerstrubbelt an meinem Kopf hingen. Wütend sah ich mein Spiegelbild an. Und selbst so wirkte ich noch anziehend auf andere Leute- nicht wirklich meinetwegen, sonder wegen meiner Gene. Warum musste auch ausgerechnet ich diese blöden Gene bekommen?! Hätte ich nicht einfach ganz normal sein können?! Plötzlich musste ich in Frage stellen, dass mich wirklich jemand mochte- also wirklich mich und nicht mich die Teilveela.
Erneut sammelten sich Tränen in meinen Augen und ein salziger Geschmack machte sich in meinem Mund breit, als ich versuchte diese herunterzuschlucken. Tea hatte mich bis jetzt noch nicht darauf angesprochen- obwohl ich aussah wie eine Vogelscheuche- aber wenn ich jetzt wieder anfangen würde zu heulen, wusste ich nicht, was dann passieren würde.
Ich war so abgelenkt gewesen, dass ich gar nicht mitbekommen hatte, dass Tea hinter mich getreten war und als sie mich ansprach, zuckte ich zusammen. Hm...wenn sie sich um das Chaos auf meinem Kopf kümmerte, musste ich es nicht tun... Ich seufzte leise und setzte mich auf den Stuhl, damit sie besser an meine Haare kam und murmelte ein leises "Nicht ziepen." Meine Stimme hörte sich immer noch grässlich an. Als wäre jemand mit Schleifpapier- so ein Ding aus der Muggelwelt für die mein Vater sich interessiert hatte- über meine Stimmbänder gefahren.
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Re: Zukunftsplay » 11
von Merle am 13.02.2018 22:25Insgeheim hatte ich ja gehofft, dass der Tag schon fast um war und ich den Unterricht- in dem ich möglicherweise auf Castor treffen würde- verschlafen hatte. Ich bezweifelte, dass ich es schaffen würde, mich an Teagan vorbeischummeln zu können. Aber ich KONNTE nicht auf Castor treffen. Als ich an den gestrigen Tag dachte, fühlte es sich an, als würde mir das Herz noch einmal brechen.
Meine Schwester setzte sich zu mir und brachte glücklicherweise die göttlich riechenden Erdbeertörtchen mit. Mir entging nicht, was sie trug und wie ähnlich sie Mom sah.
Ich schluckte schwer, setzte mich auf und griff unwillkürlich an mein Medaillon. Ich hätte es einmal vor vielen Jahren geöffnet. Auf der einen Seite war ein Bild meiner älteren Geschwister und Dad und auf der anderen Seite waren Mom und Tea, die mich in der Mitte fest umschlungen halten. Ich war weinend zusammengebrochen, weswegen ich mir geschworen hatte, es nie wieder aufzumachen. Mit dem Daumen strich ich die Gravur nach. ‚My Everything‘ stand dort in geschwungener Schrift. Mir war klar, warum Mom es zurückgelassen hatte. Ihr war die Gefahr bewusst gewesen und sie versuchte uns zu schützen. Wenn ihr etwas geschah, sollte keiner wissen, dass sie eine Familie hatte, der man etwas antun könnte. Erneut schluckte ich und griff dann nach dem Törtchen. Ich verspeiste es so schnell, dass ich sehr erleichtert war, als Teagan mir auch ihres anbot. Aber auch das war recht schnell vernichtet. Erdbeeren waren einfach das beste. Wie könnte man denen nur widerstehen?
Das Schweigen zwischen uns war unangenehm. Ich dachte eigentlich, ich würde wieder verschwunden sein, bevor es zu so einer Situation kam. Aber sie hatte mich anscheinend schlafen lassen. Einerseits war das sehr...lieb, andererseits wusste jetzt keiner von uns, was wir mit dem jeweils anderen anfangen sollten. Erneut nestelte ich an meiner Kette herum. Mom hätte dieses Etwas zwischen uns gehasst. Aber Mom war nicht da und Tea hatte nicht nur mich verraten, sondern auch sie, als sie dem Orden alles nachsah. Aber ich konnte sie gerade nicht dafür hassen. Ich war einfach zu erschöpft. Meine eigenen Gefühle brachten mich um. Ich stand auf und ging schnell zu ihrem Spiegel, mopste mir ein Tuch und begann mein Gesicht von den Spuren des letzten Tages zu befreien. Ich sah grauenvoll aus!
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Re: Brainstorming - Nicolas-Flamel-Universität
von Merle am 12.02.2018 22:25vielleicht auch das Studium der Zaubertränke? So dass man zum beisteuern sowas wie Zaubertrankmeister werden kann? Oder am Ende des Studiums eben diesen Titel hat? Auch Kräuterkunde würde ich hier mithinpacken, da es dem Muggelbio vielleicht nahkommt? Und die dementsprechenden Lehrämter (Prof. für Zaubertränke oder Kräuterkunde...)
Und natürlich Alchemie 
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Re: Zukunftsplay » 11
von Merle am 10.02.2018 21:27Mir war sehr warm. Das Licht schien sich einen Weg durch meine geschlossenen Lider suchen zu wollen. Ich wollte blinzeln, aber es war einfach zu schwer. Ich wollte nicht aufstehen. Ich konnte spüren, dass da etwas war, das nach meiner Aufmerksamkeit verlangte. Ich versuchte mir die letzten Stunden ins Gedächtnis zu rufen. Vorerst erfolglos, aber als die Erinnerung dann langsam durchsickerten, wünschte ich mir meine Unwissenheit zurück. Castor. Der Kuss. Der Streit. Der Schmerz. Es traf mich mit voller Wucht und trotzdem versuchte ich mich weiter zu erinnern. Ich war zu Tea gerannt. Der erste erreichbare Ort, an dem ich mich wirklich sicher fühlen konnte. Ich erinnerte mich daran, dass Cas mir nachgelaufen war, dass ich mich in Teas Zimmer verschanzt hatte und dann irgendwann in ihr Bett gegangen war um mich in den Schlaf zu weinen. Ich erinnerte mich, an verworrene, unruhige Träume und daran, dass mich plötzlich ein merkwürdig bekanntes und tiefes Gefühl der Sicherheit ergriffen hatte. Die Träume waren zwar nicht verschwunden, aber ich hatte mich beschützt gefühlt und fähig, mich dem zu stellen. Ich überlegte weiter. Das Licht war mit ziemlicher Sicherheit Sonnenlicht, also war die Nacht vorbei. Wo war meine Schwester? War sie da gewesen? War sie hier und hatte mich nicht rausgeworfen? Die Erkenntnis traf mich unvorbereitet. Diese vertraute Sicherheit kannte ich natürlich! So war es schon immer gewesen, wenn ich vor vielen Jahren zu Tea ins Bett gekommen war, weil ich in meinem nicht schlafen konnte. Aber war das möglich? Hatte sie mich einfach bei sich schlafen lassen, als wäre ich wieder ein kleines sechs jährigem Mädchen, dass von Alpträumen heimgesucht wurde?
Ich lauschte angestrengt und hörte tatsächlich eine ruhigen Atem. Das würde seltsam werden. Vielleicht sollte ich einfach weiterhin so tun, als würde ich schlafen und erst aufstehen, wenn sie weg war...
Und dann konnte ich es riechen. Erdbeeren und Kakao. Mein Magen knurrte verräterisch und ich blinzelte vorsichtig. Jetzt war es sowieso egal. Mein Magen hatte mich schon bloßgestellt und meine Schwester würde wissen, was ich hier abzog. Sie hatte mir solcherlei Theater noch nie abgekauft. Ich seufzte. „Wie spät ist es?“ fragte ich dann. Meine Stimme war rau und kratzig. Und meine Augen taten zu sehr weh um sie geöffnet zu lassen, also hab ich es auf und hielt sie geschlossen.
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Re: Zukunftsplay » 11
von Merle am 09.02.2018 02:05Ich hörte ihn vor der Tür. Sie erzitterte, als er dagegenschlug. Ich würde die Tür aber nicht aufmachen. Niemals wieder. Tea würde irgendwann reinkommen, aber das war egal. Es schienen Stunden zu vergehen, bis er aufgab. Es könnten aber auch nur Minuten oder Sekunden gewesen sein. Zeit spielte keine Rolle. Ich würde morgen einfach schwänzen und nichts essen. Dann könnte ich ihm noch etwas länger entgehen. Als ich so viel geweint hatte, dass einfach keine Tränen mehr kamen, begann ich mich selbst hin und her zu wiegen und zu summen um mich zu beruhigen. Es war ein Schlaflied, das Teagan manchmal gesungen hatte, wenn ich Alpträume hatte. Früher. Als Alpträume meine größten Sorgen waren und der größte Schmerz durch ein aufgeschürftes Knie verursacht wurde. Sorgen, die meine Schwester mit ein paar Worten davonwischen konnte und Wunden, die Mamas heiße Schokolade heilen konnte. Aber meine schlimmsten Alpträume waren wahr geworden, trotz allem, was Teagan mir versprochen hatte und keine Süßigkeit der Welt konnte die Erinnerung an Castors Worte wieder auslöschen.
Ich brauchte jetzt etwas vertrautes, etwas, dass mir bekannt war und das mir das Gefühl gab, alles würde wieder gut werden. Ich rappelte mich auf. Meine Augen brannten höllisch und ein Blick in den Spiegel verriet mir, dass meine Mascara komplett verlaufen war. Ich sah grauenvoll aus. Meine Augen waren gerötet und leicht geschwollen. Ich zog meine Schuhe aus- meine Jeansjacke und mein Umhang hatte ich im Klassenzimmer zurückgelassen- und krabbelte in Teas Bett. Als ich mich in ihr Kopfkissen kuschelte, konnte ich sie quasi schon schimpfen hören, dass ich es mit meiner Schminke ruiniert hatte, aber das war mir egal.
Der vertraute Geruch meiner Kindheit umgab mich und ich ließ mich fallen. Wie oft hatte ich als kleines Mädchen im Bett bei meiner Schwester geschlafen? Bestimmt hunderte male, aber das schien mehr als ein Leben her zu sein. Ich schloss meine Augen- aus denen schon wieder Tränen quollen- und beschloss einfach so lange hier zu liegen, bis Teagan kam und mich hinauswarf. Vom ganzen Weinen und meinem Gefühlschaos erschöpft schlief ich ein. Castors Worte und sein Gesicht verfolgten mich durch meine Träume, aber auch die Stimme meiner Schwester, die zu mir sprach. 'Psssch...Meer, das ist nur ein Traum. Alles ist gut, ich hab dich.'
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Re: Zukunftsplay » 11
von Merle am 09.02.2018 00:56Er beobachtete mich. Die ganze Zeit über. Sein Blick wanderte von meiner Hand zu meinen Haaren und dann zu meinen Lippen. Kurz dachte ich, ich würde träumen, als er sich vorbeugte und um mich tatsächlich zu küssen.Wie lange hatte ich mir das gewünscht? Aber das elektrisierende Gefühl, das seine Lippen auf meinen verursachte war zu stark um nur meiner Fantasie entsprungen zu sein.
Meine Erstarrung löste sich zum Glück recht schnell und ich erwiderte seinen Kuss. Er legte sein Hand, die meine Haut verbrennen zu schien, an meine Wange und zog mich noch näher an sich. Ich hatte das Gefühl das erste Mal seit einer Ewigkeit wieder dort zu sein, wo ich hingehörte. Gerade woltte ich die Arme um ihn legen, als er sich von mir löste und aufsprang.
Ich war so erschrocken, dass ich ebenfalls auf die Beine sprang. Er war plötzlich sehr weit weg. Verwirrt ging ich einige Schritte auf ihn zu. Er stand mit dem Rücken zu mir und strich nun selbst durch seine Locken. "Cas...?" flüsterte ich und streckte eine Hand in seine Richtung aus, bereit ihn zu beruhigen. Doch seine nächsten Worte ließen mich wieder erstarren. Mein Herz schien die Bedeutung seiner Worte zu verstehen, bevor mein Kopf es tat, denn es zersplitterte, bevor ich die Worte und deren Sinn überhaupt einordnen können. Die Hand, die ich eben noch nach ihm ausgestreckt hatte, presste ich nun an die Stelle unter der wohl mein Herz geschlagen hatte, bevor es zerbrochen war. Ich drückte so fest, als würde ich die Splitter so aufhalten können zu zerfallen, als könnte ich sie so wieder zusammen zwingen können.
Doch sein Tonfall und seine Worte waren zu zerstörerisch und zu zielsicher um mein Herz zu verfehlen. Meine Augen brannten, aber ich wollte nicht vor ihm weinen. Es reichte schon, dass er den Schmerz in meinem Gesicht sehen konnte und die Tränen in meinen Augen. "Einen Rekord hast du wohl aufgestellt. Ich habe noch nie gehört, dass Jemand ein Mädchen innerhalb einer halben Minute von dem glücklichsten in das unglücklichste der Welt verwandelt hat." Meine Stimme zitterte fürchterlich. Sie klang ganz erstickt durch die Tränen, die mir die Kehle zuschnürten. Eine einzelne Träne löste sich und hinterließ eine brennende Spur auf meiner Wange. Bevor er noch etwas sagen konnte, das mich möglicherweise noch mehr verletzte, rannte ich los.
Ich rannte den Gang entlang. Aber wohin war mir nicht klar. Ich wusste nicht wo ich hin sollte. Ich bog um die nächste Ecke und entdeckte eine mir sehr bekannte Tür. Tea's Zimmer. Ich sprintete los, riss die Tür auf, stürzte herein und schloss sie wieder hinter mir. Tea war nicht da. Das war sie nie. Ich rutschte an der Tür herab und ließ den Tränen freien Lauf. Der Schmerz war überweltigend.
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Re: Zukunftsplay » 11
von Merle am 08.02.2018 23:50Er ergriff meine Hand und es war wie ein Stromschlag, der mein Herz belebte. Aber dann plötzlich, ging ein Ruck durch meinen Körper und ich fiel. Ich stieß einen spitzen, erschrockenen Schrei aus und landete weich auf dem Kissen. Ich hatte vor Schreck die Augen zugekniffen und blinzelte nun ganz vorsichtig. Castor war genau über mir, nur Zentimeter entfernt. Er grinste breit, weil er dachte, er hätte gewonnen. Wusste er eigentlich, wie viel ich in diesem Moment gewann? Er roch unglaublich gut, auch wenn ich nicht ganz identifizieren konnte, wonach. Seine Locken fielen ihm kringelnd in die Stirn. Ich ignorierte sein Kommentar. Sein Anblick zog mich viel zu sehr in den Bann. Er war so schön. Ganz vorsichtig und langsam, damit er zurückweichen konnte, wenn er es nicht wollte, hob ich meine Hand und strich ihm durchs Haar. Das hatte ich schon seit einer Ewigkeit mal tun wollen. Sie waren genauso weich, wie ich immer gedacht hatte. "Ich mag das." ich lächelte und zupfte vorsichtig an einer dieser Locken. Es war ein sehr schöner Moment. Kurz dachte ich, er würde mich küssen...
Und dann war der Moment vorbei. Cas zuckte zusammen und richtete sich auf. Die Hand, die er bis eben noch gehalten hatte, fiel kraftlos neben mich. Meine andere Hand, die eben noch durch sein Haar gestrichen hatte, war in dem plötzlich zwischen uns entstandenen Raum wie erstarrt. Ich richtete mich ebenfalls auf und sah ihn verwundert an. Erneut war ich ihm unglaublich nah, da ich durch das Aufrichten die Lücke geschlossen hatte. "Ist alles okay?" fragte ich lächelnd und legte den Kopf leicht schief. Ich war mir nicht ganz sicher, ob er das eben auch gefühlt hatte. So sicher und geborgen. Es war eigentlich nichts besonderes gewesen, aber eben war ich für einen kurzen Moment unglaublich glücklich und hatte alle Probleme dieser Welt vergessen. Es hatte nur ihn gegeben, und ich wollte das wieder. Ich beugte mich ein kleines Stück nach vorne und lächelte. Dadurch, dass ich mich auch aufgesetzt hatte, war ich ihm nun so nah, dass unsere Nasenspitzen sich fast berührten.
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