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Re: Zukunftsplay » 6
von Ray am 09.04.2019 22:12Ich zuckte gleichgültig die Schultern und grinste dann breit. „Bin ich eh schon, schlimmer kann der Dreck nicht werden.“ Das Einzige, womit die Lehrer mich jetzt noch strafen könnten wäre so etwas inhumanes wie gemeinnützige Arbeit oder noch besser: Dem Schachclub beitreten! Das wäre mein sozialer Ruin! Wobei...im Schachclub gabs bestimmt das ein oder andere Mauerblümchen, das hinter seiner Brille und den biederen Flechtzöpfen gar nicht mal so schlecht aussah. Immerhin war genau dieser Typ von Ravenclawbitches der Grund, wieso ich dieses Jahr Astronomie gewählt hatte...und natürlich weil die junge neue Aushilfsprofessorin so heiß war. „Er hat geatmet“, gab ich stumpf zurück während ich die Regale begutachtete. Eigentlich hatte er mit seinem Kumpel über meine beste Freundin Annika geredet und mir hatte sein Tonfall nicht gefallen. Stirnrunzelnd nahm ich eine schwarze Box ins Visier, auf der fremdartige Malereien den Decken zierten. Ich hatte gerade meine Hand danach ausgestreckt, um sie genauer zu inspizieren, als ich bemerkte, dass Scab unmittelbar hinter mir stand und sich seine Hand auf eine Reise begab, an der sie nichts zu suchen hatte. Würde ich Trystan nicht schon so lange und gut kennen, um zu wissen wie er tickte, hätte ich ihn wahrscheinlich schon gehen die nächste Wand geklatscht und einen Zwillingspfannkuchen zu McLaggen aus ihm gemacht. So aber musste ich mich, trotz des ersten Schrecks, beinahe grinsend zusammenreißen. Der Typ hatte echt einen am Helm und genau das feierte ich einfach an ihm. Bei ihm konnte man nie wissen, was er als nächstes verrücktes tat. Mein Grinsen erstarb allerdings sofort, als er dann noch näher kam und als ich plötzlich etwas an meinem Ohr spürte riss ich mich wie von der Tarantel gestochen los, obwohl er in dem Moment eh von mir abließ und mich amüsiert auslachte.. „Was soll das, Alter“, fuhr ich ihn an und musste natürlich den Schein wahren indem ich extra zornig dreinblickte. Aber da ich Scab eben kannte, konnte ich ihm nicht lange böse sein, sondern verzog das Gesicht kurz darauf wieder zu einem Grinsen. „Kurz hattest du Bastard mich“, feixte ich, um wenigstens ein bisschen auf seinen Scherz einzugehen. Ich streckte die Hände wieder nach der Box auf, aber Scab schlug meine Hand weg. „Er muss es ja nicht erfahren“, murmelte ich ungerührt und griff trotzdem nach der Box. Scab schien etwas zu suchen, doch als ich den Deckel der kleinen Kiste öffnete, vergaß ich alles um mich herum. „Holy shit“, stieß ich aus und blickte auf die drei schimmernden Phiolen darin. „Sieh dir das an.“ Mit beinahe besessenem Blick nahm ich eine der Phiolen heraus und hielt sie gegen das spärliche Licht. „Das sind fucking Donnervogeltränen, Scab!“ Ich kniff die Augen etwas zusammen, doch die leicht perlmuttfarben schillernden Schlieren gaben mir die Bestätigung. Die Tränen eines Donnervogels waren verdammt selten und sie waren vor allem für ihre Wirkung als seltene Zutat in mächtigen Verwandlungstränken bekannt. Was sehr viel weniger Leute wussten war, dass nur ein Tropfen ausreichte, um den härtesten Trip deines Lebens zu haben. Sie machten einen higher als jeder Drache fliegen konnte und waren unbezahlbar teuer und selten. „Wie kommt deine Tresenschlampe an so einen Schatz?!“ Ich bezweifelte, dass der Eberkopf so gut lief, dass der Wirt sich sowas leisten konnte. Soweit ich weiß riss sich sogar meine Schwägerin die Fingernägel dafür aus, um in den Besitz von dieser Essenz zu kommen. Bei ihr hatte ich das erste Mal davon gehört und Ragnar hatte mir schließlich gezeigt, woran man sie von Fälschungen unterschied. Ich kannte kaum jemanden, der im Besitz von mehr solcher Essenzen war und sogar die beiden hatten es schwer, an sowas ranzukommen.
I'm just out here chasing my dreams, girl
But it's crazy cause that dream cost me my dreamgirl
Promised you I wouldn't change before I left
now I think leaving is the one thing I regret
Cause the one thing I possess
It wasn't materials, wasn't drugs, wasn't clothes, or any part of success
It was you
And without that in my life I'm depressed
You became the new drug I couldn't get
But I wouldn't show it, instead got on that bus and left you blowing in the wind
Shit, and it's fucked up, cause every girl I'm with I see your face.
I never thought for a minute,
If you showed me a picture of my life now, that you wouldn't be in it
Took me a couple of years to say I love you, but I meant it when I said it,
It wasn't much of a romantic, but you get it
You didn't really smoke but when I rolled it up you hit it, and we lit it up
Shotgun in our kisses
And fuck these other bitches, baby, fuck these other bitches in my bunk,
staring up at all your pictures that you sent me on my birthday, remember that?
Cause I couldn't forget it,
Like I forgot yours, but I'm sorry and I said it, I admit it,
I fucked up and I lied but this is true,
I don't know what home is because I'm lost without you.
Re: Zukunftsplay » 6
von Ray am 09.04.2019 20:44McLaggen hatte zwar nicht wirklich oft getroffen, aber eine musste er mir recht gut verpasst haben, denn obwohl ich wusste, dass die McG im Anmarsch war, war ich noch zu sehr in meinem Film gefangen, sodass ich etwas planlos herumstand und mir über die Stirn fuhr. Wäre Trystan nicht aufgetaucht, hätte ich da bestimmt immer noch über dem schniefenden Cassius gestanden, die blutigen Hände erhoben und ein „Ich wars nicht“, genuschelt. Doch während ich etwas bedröppelt immer noch herumstand, begutachtete Scab mein Werk auf dem Boden und zerrte mich dann mit sich mit. Ich hatte gerade nochmal ausholen wollen, um dem armen Kerl am Boden noch einen kleinen Stoß mit dem Fuß zu verpassen, aber da wurde ich schon rückwärts in Richtung Theke mitgezogen. Im Vorbeilaufen grinste ich dem Wirt noch zu, das vermutlich eher nach einer scheußlichen Grimasse aussah, denn er sah mich nur kopfschüttelnd an. Trystan hatte schnell geschaltet, denn ich konnte gerade noch einen Blick auf einen Spitzhut in der Tür zum Eberkopf erhaschen, als sich die Tür zum Hinterzimmer auch schon schloss. Meine Fresse, das war knapp gewesen. Scab sah mich an und erst jetzt erkannt ich, dass er eine verborgene Falltür zu einem Keller aufhielt und mich auffordernd ansah. Ich kniff kurz die Augen zusammen und sah dann wieder hin, in der Hoffnung, meine normale Sehkraft würde dann zurückkehren. Glücklicherweise verflog der Rausch von eben allmählich, sodass ich es in den Keller hinunter schaffte ohne zu stolpern. Als ich unten ankam hatte ich endlich wieder das Gefühl eine klaren Kopf zu haben. Viel getrunken hatte ich auch vor der Schlägerei nicht und mein letzter Joint war heute Mittag gewesen. „Danke Mann“, grinste ich dann, als Scab die Tür oben verschlossen hatte und zu mir nach unten gekommen war. „Auf dich ist Verlass.“ Ich tastete meine Hosentasche ab und griff meinen Zauberstab, um uns Licht zu machen. Ich hatte keine Ahnung, wie Trystan es immer schaffte, aber der Kerl hatte so viele Bekannte oder Leute, die ihm etwas schuldeten, dass er aus den verzwicktesten Situationen einen Ausweg fand. Ich sah mich in dem Raum um. „Kommst du hier immer mit deinen Dates her, oder was soll das hier sein?“ Grinsend ging ich zu einem Regal, in dem ein Haufen merkwürdiger Gegenstände herumlagen. Mindestens die Hälfte rochen bereits nach hoch schwarzmagischen Artefakten.
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Re: Zukunftsplay » 6
von Ray am 09.04.2019 13:11Ich klau mir den Thread dann mal...
T R Y S T A N & R A Y
...kommender Oktober dieses Jahres...
„McGonagall!“, zischte jemand hinter mir und erst jetzt ließ ich McLaggen los. Eine von unseren Auseinandersetzungen war mal wieder in einer Schlägerei ausgeartet und gerade hatte ich die Überhand und war dabei gewesen, dem auf dem Rücken liegenden Cassius McLaggen ein schönes neues Gesicht zu verpassen. Wie gewöhnlich bildete sich schnell eine Traube von neugierigen Schülern, wenn sich sowas ereignete und so vergaß ich mich selbst manchmal in dem lauten Stimmengewirr. Doch wenn jemand den Namen dieser alten Schachtel in den Mund nahm, wurde ich sofort hellhörig. Sie hatte mir zwar eh schon alles genommen als sie mich von meinem Lieblingssport ausgeschlossen hatte und seitdem war mir alles nur noch egaler, aber die Alte war trotzdem nicht zu unterschätzen. Also verpasste ich Cassius noch einen letzten Hieb und stand dann auf, während sich die Menge um uns so schnell verstreute, wie sie gekommen war. Ich fuhr mir kurz mit der Hand, an der noch Blut von McLaggens Nase klebte, über die Stirn. Langsam legte sich meine Anspannung von eben und in dem Moment spürte ich zwei Hände auf meinen Schultern und mein Kumpel Trystan schob sich mit einem breiten Grinsen in mein Sichtfeld. „Scab, Alter“, ich erwiderte sein Grinsen und sah mich dann schnell um. Uns blieben nur noch wenigen Sekunden, um hier zu verschwinden bis die alte McG uns hier mit dem keuchenden McLaggen vorfand.
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Re: Vergangenheitsplay » 12
von Ray am 08.04.2019 22:51Es dauerte ein paar Minuten bis sich die massive Tür öffnete und Annika im Türrahmen erschien. Mein Kopf, in dem es eben noch gebrodelt hatte musste zweimal hinsehen, um zu begreifen, dass sie gerade ungeschminkt, mit nassen Haaren und im Bademantel vor mir stand. Sie hatte offensichtlich noch nicht mit Besuch gerechnet. Ich musste sagen, dass sie fantastisch aussah. Ich hatte sie schon öfters ohne Schminke gesehen, aber jetzt gerade fiel mir auf, dass sie sogar noch schöner war als sonst. Vielleicht, weil sie gerade überhaupt nicht versuchte schön auszusehen. Ich riss mich zusammen, um sie nicht zu lange anzustarren und festzustellen, dass meine beste Freundin über die Ferien sogar noch heißer geworden war, als sie es ohnehin immer gewesen war. „Ich musste kurz da raus“, murmelte ich als Erklärung und schob mich an ihr vorbei. Mein Anblick war offenbar hingegen nicht ganz so berauschend. Ich hatte das blaue Auge schon fast wieder vergessen, als sie mich mit großen Augen ansah. Ich winkte ab. „Der größte Hurensohn von allen“, erklärte ich. „Mein Bruder“, fügte ich hinzu aber grinste dann. „Aber der ist nicht das Problem.“ Wir gingen gemeinsam ins Wohnzimmer und ich ließ mich auf die nächstbeste schwarze Couch fallen. Ich mochte Yaxley Manor irgendwie. Es wirkte zwar kalt und irgendwie anonym, aber es war eine willkommene Abwechslung zu dem barocken Müll und den tausenden Portraits unserer Ahnen, die jedes Fleckchen Wand von Nott Manor „zierten“. Bei uns hatte sich seit dem 15. Jahrhundert vermutlich so gut nichts verändert. Ich schüttelte den Kopf und lächelte. „Nein, alles gut“, lehnte ich ab. „Eine neue Familie wäre nicht schlecht. Und vielleicht ein Zeitumkehrer.“ Annie ließ sich auf die Couch meiner gegenüber fallen und betrachtete mich. Ich nahm kurz die Cap ab, die ich mir vorhin aufgesetzt hatte und fuhr mir kurz durch die Haare, bevor ich sie mit dem Schirm nach hinten wieder aufsetzte. Ich trug sie eigentlich nur, weil ich wusste, dass mein Vater es hasste. Ginge es nach ihm würde ich vermutlich ausschließlich im Smoking durch die Weltgeschichte geistern. Mein Blick fiel auf eine Anrichte im Wohnzimmer, auf der ein Haufen Flaschen standen. „Bekommst du noch Besuch?“, fragte ich stirnrunzelnd und sah meine beste Freundin an. Sie hatte erzählt, dass sie auf jeden Fall noch eine ihrer legendären Partys schmeißen würde, solange sie noch sturmfrei hatte, aber ich hatte angenommen, dass sie das erst in ein paar Tagen am Wochenende in Angriff nehmen wollte.
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Re: Vergangenheitsplay » 12
von Ray am 07.04.2019 22:37Da der letzte Post ja schon eine Weile her ist, klaue ich ihn mir jetzt mal 
A N N I K A & R A Y
about a year ago...
Wütend zog ich die Tür hinter mir zu und stapfte die lange Auffahrt von Nott Manor herunter. Heute Morgen hatte ich einen Brief aus Hogwarts bekommen, indem nicht nur meine Bücherlisten für das bald beginnende Schuljahr gesteckt hatten. Nein, dieses Mal war noch ein weiteres Schreiben darin gewesen. Ich musste mich vor dem Schul- und Professorenrat von Hogwarts verantworten, weil ich innerhalb von einer Woche drei Mitschüler in den Krankenflügel geschickt hatte. Sie alle miteinander hatten es verdient. Jackson und McLaggen hatten mich einfach nur mit ihrem Dauergrinsen provoziert und Macmillan hatte an irgendeinen Mitschüler Gras vertickt. Und dass mir dabei jemand in die Quere kam, musste eben bestraft werden. Solche Zwischenfälle waren schon öfter vorgekommen, aber ich hatte immer angenommen, ich sei unantastbar. Bisher war das auch so gewesen, aber vielleicht hatte ich dieses Mal den Bogen überspannt. Und jetzt stand wirklich die Möglichkeit im Raum, dass ich für mein gesamtes Abschlussjahr vom Quidditch suspendiert werden könnte. Mein Vater war ausgerastet, als er vorhin nach Hause gekommen war. Zwar stammte das leicht blaue Auge, das mein Gesicht gerade zierte nicht von ihm, sondern von einer belangslosen Prügelei unter Brüdern mit Ragnar zuvor, aber es hätte genauso gut von ihm sein können. Um einer weiteren Konfrontation aus dem Weg zu gehen, musste ich hier einfach raus. Und wenn es nur für ein paar Stunden war. Und es gab nur einen Ort, an dem ich jetzt gerade sein wollte und konnte. Meine beste Freundin Annika hatte die ganze Woche sturmfrei und ich wusste, dass ich nur bei ihr den ganzen Ärger zuhause erstmal vergessen konnte. Sie war die Einzige, die mich verstand und so hinnahm, wie ich eben war. „Du“, fuhr ich einen unserer Hauselfen an, der gerade die Hecke neben dem Schmiedeeisernen Tor stutzte und fast von der Leiter fiel, als ich ihn anblaffte. „Yaxley Manor“, befahl ich und machte eine ungeduldige Geste, damit er endlich von der Leiter kam. Zwar hatte ich kürzlich meine Apparierprüfung hinter mir und war bereits 17, aber Yaxley Manor war relativ weit von hier und ich hatte noch nicht genug Erfahrung sammeln können, um nicht Gefahr zu laufen auf diese Entfernung zu zersplintern. Also musste ich mit dem Elfen Seit-an-seit-apparieren. Wenig später stieg ich die Treppenstufen zur Haustür der Yaxley hinauf und klopfte mit dem massiven Türklopfer gegen die Tür.
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Re: Zukunftsplay » 18
von Ray am 03.04.2019 23:08„Ja“, hauchte ich beinahe, als sie mir sagte, ich sei ihr bester Freund. Gab es auch nur einen Typen, der in diesem Moment etwas weniger hören wollte als das?! Bester Freund. Die Worte hallten und hallten in meinem Kopf wieder, wie ein Echo. Eines war mir jetzt klar: Ich wollte nicht einfach nur ihr bester Freund sein. Das hatte lange funktioniert und ich wollte die Zeit nicht missen, aber ich konnte so nicht weitermachen. Entweder ganz oder gar nicht. Was ich möchte? Sie sah mich fragend an und ich starrte zurück. „Dich, A“, sagte ich, ohne lange zu zögern. Sie war das einzige, was ich gerade wollte, aber sie sah nicht so aus, als würde sie ebenso empfinden. Meinen nächsten Kommentar schien sie in den falschen Hals zu bekommen und ich hätte mir am liebsten selbst eine geklatscht, weil ich mich so dumm ausgedrückt hatte. Gerne hätte ich ihr das Gegenteil an den Kopf geworfen, um mich zu verteidigen, doch ich tat es nicht. Annie darauf hinzuweisen, dass ihre Exbeziehungen auch nicht das Gelbe vom Ei gewesen waren, würde sie nur noch wütender machen. Und sie hatte ja recht, meine Bilanz war bisher auch nicht allzu vorzeigbar. Trotzdem hatte ich gedacht, sie hätte verstanden, was ich hatte sagen wollen. Aber scheinbar kannte sie mich doch nicht so gut, wie ich immer angenommen hatte. „Hör zu, ich weiß, dass ich in der Vergangenheit viel Scheiß gebaut habe, okay?“, fuhr ich sie an. „Aber ich bin bereit, dass alles zu ändern! Ja ich werde auf andere Weiber verzichten, weil mich keine von denen interessiert, verstehst du?“ Ich sah zu ihr hinunter in ihre eisblauen Augen. „Für dich würde ich alles tun, A.“ Unsere Gesichter waren uns so nah. Kurz war ich gewillt, sie einfach an mich zu ziehen und zu küssen, aber ich tat es nicht. Und dann holte sie erneut zum Schlag aus und was sie sagte, ließ mich mich wieder aufrichten und ich machte einen Schritt zurück. Meine Miene versteinerte sich schlagartig und ich starrte sie einen Moment beinahe fassungslos an. „Du redest hier nicht von Chapman, oder?“ Der kleine Bastard mit dem sie auf dem Ball gewesen war. Hatte ich es doch gewusst! Zwischen den beiden war etwas. Ich hätte auf mein Gefühl hören sollen, als es um ihn ging. Ich sah Annika mit einer Mischung aus Entsetzen, Abscheu und Schmerz an. „Der Kerl ist ein Halbblut, A! Das kann unmöglich dein Ernst sein!“ Sie zog doch nicht allen Ernstes in Erwägung, sich mit sowas einzulassen? Und dafür gab sie mir einen Korb?! Das konnte einfach nicht sein. Jede Faser in mir schrie danach, völlig die Fassung zu verlieren, doch irgendwie saß der Schock zu tief. Ich verharrte noch einem Moment in meiner Fassungslosigkeit und gab mir dann einen Ruck. Das war das Seltsamste, was ich je getan hatte. Ich war nicht ausgerastet, sondern hatte die Ruhe bewahrt. Jetzt war ich beinahe ZU ruhig. Ich nickte abwesend und sah sie dabei an, aber eher so, als würde ich durch sie hindurchsehen. Vielleicht hätte ich kämpfen sollen. Aber sie hatte mir gerade sehr klar zu verstehen gegeben, dass sie mich nicht wollte. Also würde ich mich nicht weiteren Erniedrigungen aussetzen. Ich ging langsam auf sie zu und sah ihr einen Moment in tief in die Augen. Dann nahm ich einen letzten Zug von dem Joint, bevor ich ihn wegschnippte. Sanft nahm ich ihr Gesicht in die Hände und fuhr mit dem Daumen über ihre leicht geöffneten Lippen. Erstaunlicherweise ließ sie es zu. Sie stand ganz ruhig da und erwiderte meinen Blick. Ich lehnte meinen Kopf ein wenig zu ihr herunter als ob ich sie küssen wollte. Kurz bevor sich unsere Lippen berührten hielt ich jedoch inne. Langsam ließ ich den Rauch meines letzten Zuges von meinem Mund in ihren wandern. Genau so war es zu unserem ersten Kuss gekommen, als wir angefangen hatten, mehr aus unserer Freundschaft zu machen. Dann entfernte ich mein Gesicht wieder etwas von ihrem und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Machs gut, Yaxley“, flüsterte ich und benutzte bewusst nichtmehr einen meiner Spitznamen für sie. Unsere Freundschaft konnte von meiner Seite nicht mehr existieren und das sollte sie wissen. Ich trat einen Schritt zurück und ging zur Tür. Während meines Weges dahin hoffte ein Teil von mir dennoch, dass sie etwas sagte. Oder tat. War es hier wirklich zuende? All die vielen Jahre einfach vorbei und vergessen?
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Re: Zukunftsplay » 18
von Ray am 03.04.2019 13:27Ich lachte beinahe auf. Was taten wir hier bloß? Konnten wir nicht einfach zu dem Punkt zurückkehren, an dem alles in Ordnung gewesen war? Was war passiert, dass wir nun hier waren? Ich wusste es nicht. „Ich weiß es auch nicht“, stimmte ich ihr zu, denn ich hatte wirklich nicht den Hauch einer Idee, wie wir das alles wir hinbekommen wollten. Ich wusste ja nichtmal, was mein Problem war geschweige denn, was sie darüber dachte. Und wieder einmal juckte es mich in den Fingern bei dem Gedanken, nach ihren Gedanken zu tasten. Doch ich war noch viel zu wenig bewandert im Gebiet der Legilimentik, als dass ich es ohne einen Zauber und viel Konzentration schaffen würde, Zugang zu ihrem Geist zu finden. Mein Bruder behrrschte es inzwischen so gut, dass man es ihm nichtmal anmerkte, wenn er gerade in deinem Kopf herumwühlte. Davon war ich noch Jahre lang entfernt. Und überhaupt, würde ich es niemals ohne Annies Einverständnis wagen. Natürlich bekam sie meinen kleinen Sinneswandel in den falschen Hals, aber ich hatte es nicht anders sagen können. „Nein, so meinte ich das doch nicht“, versuchte ich sie sofort zu beschwichtigen und bereute meine Worte bereits. „Du...“, ich suchte verzweifelt nach den richtigen Worten und raufte mir die Haare. Dann zog ich nochmal an dem Joint in der Hoffnung, es würde mir Erleuchtung bringen. Was nicht der Fall war. „Du bist mir einfach sehr wichtig, A“, sagte ich dann und atmete den Rauch wieder aus. „Vielleicht hatte ich einfach nur Angst, dich zu verlieren.“ Ich war fast von mir selbst überrascht. Das war eines der ehrlichsten Dinge, die ich jemals herausgebracht hatte. Vielleicht war es auch genau das gewesen, was mich so abgefuckt hatte. Die Vorstellung, Annie zu verlieren, weil sie sich einen anderen besten Freund suchte. Oder vielleicht einen festen Freund. Dem sie stattdessen alles erzählte, was sie so beschäftigte und dann keine Verwendung mehr für mich besaß. Aber war es das? Ich konnte es nicht sagen. Aber es fühlte sich auf jeden Fall schlüssig an, wenn ich darüber nachdachte. Ich erinnerte mich an die Poolparty. Und an Guilia. Damals war es zwischen A und mir zu nie mehr als mal ein bisschen Herumgeknutsche gekommen und ich hatte damals wirklich keinen Gedanken daran verschwendet, was meine Freunde so trieben. Sie und Jarik eingeschlossen. Ich hatte mal wieder nur an mich selbst gedacht und mich nicht für die Geschichten anderer interessiert. Ich hatte Annie nie gefragt, was sie den Rest der Party getrieben hatte, sondern nur von meinen Sachen erzählt. Vielleicht hatte ich es auch einfach verdient, dass die beiden es mir nicht erzählt hatten. Annie warf den denn Ball inzwischen wieder zurück zu mir. Was ich wollte? Ich wusste es doch selber nicht. Vielleicht meinte ich gar keine offene Beziehung sondern etwas anderes. „Ich...nein, ich dachte eher...“ wieder fehlten mir die richtigen Worte und ich versuchte die kurze Pause mit dem Joint zu überbrücken, während ich mir überlegte, was ich am besten sagen könnte. Dann riss ich mich am Riemen. Was war nur los mit mir?! Mir fehlten nie die Worte. Und ich redete sonst auch nie um den heißen Brei herum sondern sagte stets frei raus, was ich dachte. Wie mein Gegenüber das aufnahm interessierte mich sonst auch einen Dreck. Aber A konnte ich nicht einfach Worte an den Kopf werfen, wie es mir gerade so passte. Also riss ich mich zusammen und sah zu ihr herunter. „Ich denke nicht, dass einer von uns beiden für eine Beziehung bereit wäre.“ Meine Augen suchten ihre, denn ich wollte, dass sie wusste wie ernst es mir war. „Aber vielleicht könnten wir uns beide darauf einigen“, ich hielt kurz inne, denn ich fand es wirklich verrückt, dass gerade ich derjenige war, der das hier vorschlug. „Keine anderen Partner zu haben.“
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Re: Zukunftsplay » 18
von Ray am 01.04.2019 23:20Als sie sich entschuldigte entspannte sich mein Kiefer merklich. Ich war beinahe überrascht, wie sehr meine Wut gerade verflog, als sei sie nie da gewesen. War es wirklich nur das gewesen, was ich hatte hören wollen? Annie entschuldigte sich nur selten bis nie für die Dinge, die sie getan hatte und vielleicht bedeutete es mir jetzt etwas, dass sie es gerade getan hatte. Dass sie mit Jarik geschlafen hatte war eine Sache. Zwar eine Sache, die mich störte, aber ich war der letzte der ihr was das anging einen Vorwurf machen konnte. Mich hatte einfach die Tatsache gestört, dass meine zwei besten Freunde miteinander geschlafen hatten und ich nichts davon gewusst hatte. Ich ließ die Schultern sinken, die sich eben noch vor lauter Anspannung hochgezogen hatten. „Vielleicht sollten wir uns hier und jetzt versprechen, keine Geheimnisse dieser Art vor dem anderen zu haben“, stellte ich fest, aber lächelte, weil ich mich freute, dass sie sich entschuldigt hatte. „Oder wir erzählen uns gar nichts mehr, wie du willst.“ Vielleicht war es am besten so. Entweder der andere wusste alles, oder nur das was er wissen musste. Aber etwas dazwischen wollte ich nicht. Ich hob die Augenbrauen, als sie giftig nochmal nachhakte. „Von allen, die relevant sind“, korrigierte ich mich, aber sah sie wahrheitsgetreu an. Natürlich hatte ich nicht von jedem kleinen Sommerflirt erzählt, aber Annie wusste alles über die Personen, die sie auch kannte oder kennen könnte. Ich lächelte bitter, als sie sagte, dass etwas zwischen uns nicht stimmte. Sie hatte recht. Es durfte mich eigentlich verletzen. Überhaupt fand ich es schon gruselig genug, dieses ungewohnte Gefühl von Enttäuschung und Eifersucht in mir zu verarbeiten, aber dennoch, mir gefiel das alles gar nicht. Also schob ich es weg von mir, wie ich es immer tat. Dinge von mir selbst auf andere lenken, wenn es heikel wurde. „Ist das so?!“ Meine Stimme wurde wieder fester und doch etwas lauter. „Zwischen uns ist alles in Ordnung, A“, sagte ich etwas zu unbeschwert und gleichzeitig fast aufbrausend. „Es tut mir Leid, wenn es mich eben verletzt, wenn ich auf diese Art herausfinde, dass das Mädchen, das ich...“, ich ruderte schnell zurück. Fast wäre es mir rausgerutscht und das hätte alles noch viel komplizierter gemacht. „Dass du mit meinem besten Freund geschlafen hast und keiner von euch beiden es für nötig gehalten hat, ein Wort darüber zu verlieren!“ So richtig überzeugend war das nicht. Es war mir scheißegal wer mit wem schlief. Normalerweise auch bei meinen Freunden. Aber ich konnte einfach nicht zugeben, dass es mich störte zu hören, dass A mit anderen Kerlen schlief. Dass es nun ausgerechnet Jarik war, war eher die Spitze des Eisbergs. Aber ich wollte Annika für mich, auch wenn ich wusste, dass sie das nicht wollte und ich nicht wusste, ob ich das konnte. „Wann war das überhaupt? Vor Wochen? Monaten? Hattest du überhaupt jemals vorgehabt, mir etwas zu sagen?!“ Ich schnaubte und ging ein wenig auf und ab um mich abzureagieren. Am liebsten hätte ich eines dieser riesigen Teleskope um uns herum kurz und klein geschlagen. Erst als sie auf mich zuging und mir eine Hand auf die Wange legte, beruhigte ich mich wieder ein wenig. Ein Teil von mir war gewillt, ihre Hand wegzuschlagen, aber ich tat es nicht. Das würde ich bei ihr nie tun. Was sie sagte, überraschte mich völlig. Was meinte sie da? Sie wollte mich für sich alleine? Das konnte nur bedeuten, dass sie genauso empfand wie ich und aus irgendeinem Grund beschlich mich bei dem Gedanken eine wohlige Wärme. Ich räusperte mich, denn ihre Antwort hatte mich wirklich überrascht. „Du meinst...“, ich überlegte fieberhaft wie ich es möglichst sachlich ausdrücken konnte. „Sowas wie eine offene Beziehung?“
I'm just out here chasing my dreams, girl
But it's crazy cause that dream cost me my dreamgirl
Promised you I wouldn't change before I left
now I think leaving is the one thing I regret
Cause the one thing I possess
It wasn't materials, wasn't drugs, wasn't clothes, or any part of success
It was you
And without that in my life I'm depressed
You became the new drug I couldn't get
But I wouldn't show it, instead got on that bus and left you blowing in the wind
Shit, and it's fucked up, cause every girl I'm with I see your face.
I never thought for a minute,
If you showed me a picture of my life now, that you wouldn't be in it
Took me a couple of years to say I love you, but I meant it when I said it,
It wasn't much of a romantic, but you get it
You didn't really smoke but when I rolled it up you hit it, and we lit it up
Shotgun in our kisses
And fuck these other bitches, baby, fuck these other bitches in my bunk,
staring up at all your pictures that you sent me on my birthday, remember that?
Cause I couldn't forget it,
Like I forgot yours, but I'm sorry and I said it, I admit it,
I fucked up and I lied but this is true,
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Re: Zukunftsplay » 18
von Ray am 30.03.2019 00:54„Hat er nicht“, antwortete ich kühl und sah sie mit eisiger Miene an. Mit Jarik würde ich noch reden. Aber dass auch sie es mir verheimlicht hatte verletzte mich wirklich. Zumindest glaubte ich, dass es sich so anfühlen musste, wenn Leute davon sprachen verletzt worden zu sein. Mir war dieses Gefühl fremd und es fühlte sich einfach nur beschissen an. Und mir machte diese Regung in mir selbst eine Scheißangst. „Ja“, bestätigte ich ihre Erwiderung, ich hätte auch mit Beth geschlafen mit fester Stimme. „Aber ich habe es dir erzählt.“ Die Sache mit Beth war einmalig gewesen und war aus einer Menge Alkohol und einer dummen Laune von uns beiden heraus entsprungen. Wir beide hatten am nächsten Tag einstimmig entschieden, dass es ein Fehler gewesen war. Ein verdammt guter Fehler, aber immer noch ein Fehler. Und das erste was wir getan hatten war gewesen, es Annika zu erzählen. Ich schnaubte und sah wieder nach draußen. Natürlich bescherte es mir Genugtuung zu hören, dass J nicht besonders gut gewesen war, aber ich konnte trotzdem mit der Tatsache, dass da überhaupt was gelaufen war, nicht gut umgehen. Wieso fuckte mich das gerade nur so ab? War es der Alkohol? Oder hatte Ragnar mir eine neue Sorte Gras angedreht? Was auch immer es war, es ließ mich gerade ziemlich dumm auflaufen. Ich zog an dem Joint in der Hoffnung, meine Anspannung etwas zu lockern, aber meine Kiefermuskeln arbeiteten unentwegt. Ich lachte kalt auf. „Du hast von allen gewusst, A!“ Ich schüttelte fassungslos den Kopf. „Und mit Mae war ich zusammen“, fügte ich noch hinzu, um mich zu rechtfertigen, als sie auf ihre engeren Freundinnen anspielte. Ich bereute es im nächsten Moment schon wieder, sie so angefahren zu haben, aber anders konnte ich mit dieser komischen Gefühlsregung gerade nicht umgehen. Ich sah wieder weg und in die Ferne, wo der schwarze See im Mondlicht glitzerte. „Wie du willst“, entgegnete ich tonlos und konzentrierte mich auf den Joint. Wie gerne ich jetzt irgendetwas einschlagen würde. War das ihr Ernst?! Uns nichts mehr erzählen?! Hatten wir unsere Freundschaft schon so weit zerstört? Wie gerne würde ich jetzt die Zeit zurückdrehen bis zu dem Tag, an dem wir das erste Mal was miteinander gehabt hatten und es verhindern. Und doch wollte ich es auch nicht. Die Nächte A waren das beste gewesen, das mir je passiert war. Ich runzelte die Stirn und sah sie an, noch immer mit den Unterarmen auf das Geländer gestützt. Was redete sie da bitte? Ich sagte nichts, sondern sah sie einfach nur entgeistert und fassungslos an. Sie wollte mich nicht verletzen? Zu spät. Das war mir jetzt erst richtig bewusst. Aber ich konnte ihre Miene nicht lesen, weil sie meinem Blick auswich. Dann schließlich drehte sie sich wieder zu mir und gab mir den Joint zurück. Ein paar Augenblicke vergingen, die mir wie Jahre vorkamen in denen keiner von uns etwas sagte. Wir starrten uns einfach nur mit eisigen Blicken an und warteten darauf, dass der andere etwas sagte. Als ich mir schließlich sicher war, dass sie ihre undeutliche Aussage nicht weiter erklären würde, brach ich schließlich das Schweigen, auch wenn ich das hier noch Stunden hätte ausreizen können. Bei jedem. Nur ihr nicht. „Zu spät, Annika.“, sagte ich eisig und war beinahe überrascht, dass meine Stimme nicht brüchig klang, wie ich erwartet hatte. Jetzt war es raus und ich fühlte mich sogar noch miserabler als vorher. Ich sah sie an und versuchte trotz meiner eben gestandenen Worte krampfhaft, eine steinerne Miene zu behalten. „Sag mir einfach, was du willst.“ Wenn sie das hier und jetzt beenden wollte, dann sollte sie es mir ins Gesicht sagen, denn ich wusste, dass ich es nicht konnte und wollte. Aber wenn es ihr Wunsch war, würde ich ihn ihr erfüllen. Ich würde hier und jetzt gehen und nie wieder zu ihr oder unserer Freundschaft zurückkommen. Denn mir war jetzt ganz klar, dass ich das nicht konnte. Entweder wir machten weiter wie zuvor, aber ohne Geheimnisse, Lügen oder Intrigen, oder ich sah in unserer Freundschaft und allem was sie sonst noch war, keinen Sinn mehr.
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Re: Zukunftsplay » 18
von Ray am 27.03.2019 16:57„Wenn du das sagst“, entschied ich mich und widersprach ihr nicht weiter. Manchmal war es besser, es dabei zu belassen als immer eine Diskussion anzufangen. Wir hatten uns eben schon genug Bälle....oder besser Klatscher zugeworfen und ich hatte nach der Ganzen Sache mit Stacy wirklich keine Lust auf noch mehr Drama heute Abend. Dazu war mein vernebeltes Gehirn auch gar nicht mehr fähig. Ich sah zu, wie sie an dem Joint zog und lächelte. Ich könnte ihr den ganzen Tat dabei zusehen. Sie rauchte fast nie Gras, egal wie viele um sie herum es taten, doch ich hatte es gerade geschafft, dass die mein Werk rauchte. Ich sah das einfach mal als Ehre an, auch wenn sie sich darüber wohl keinen Gedanken machte. Mit Jarik hatte sie ins Schwarze getroffen. Schon im Drei Besen hatte es mir einen ziemlichen Schlag in die Fresse verpasst, als sie nur angedeutet hatte, zwischen den beiden könnte mal was gewesen sein. Entweder, sie hatte Jarik mit etwas gedroht, damit der den Mund hielt, oder mein bester Freund hatte mich ziemlich enttäuscht. Was auch immer der Grund für sein Schweigen gewesen war, wir hatten noch ein Hühnchen zu rupfen. Mein erster Gedanke, als sie mir knallhart ins Gesicht pfefferte, sie hätte mit Jarik geschlafen war, sofort alles stehen und liegen zu lassen und mir meinen nichts ahnenden Freund vorzuknöpfen. Doch irgendwas hielt mich davon ab. Vielleicht waren es Schuldgefühle, weil ich nicht einen deut besser war, oder weil wir uns auch vorher nie für die verganenen Liaisons des anderen interessiert geschweige denn aufgeregt hatten. Ich hatte auch mit Beth geschlafen und war mit Mae sogar mal zusammen gewesen. Hatte ich mich jemals gefragt, wie das für Annika gewesen war? Es waren ihre beiden besten Freundinnen und ich hatte mir nie Gedanken über ihre Gefühle diesbezüglich gemacht. Ich war ein Arsch. Das wurde mir gerade einmal mehr bewusst und ich haderte wirklich mit mir selbst, denn ausrasten konnte ich jetzt nicht. Das war ich Annie schuldig und ein Recht darauf hatte ich schonmal gar nicht. Ich zog fast aggressiv lange an meinem Joint und tippte mit den Fingern, zwischen denen ich den Joint hielt abwesend auf dem Geländer herum. Wieder einmal ließ ich den Rauch langsam aus dem Mund aufsteigen und zog ihn direkt wieder durch die Nase ein. French inhale. Wieso dachte ich jetzt an den dummen Begriff?! Es zeigte, dass mein Gehirn gerade zu perplex war, um einen normalen Gedanken zu fassen. Und durch das Einatmen durch die Nase wurde die Wirkung des Joints nur noch verstärkt. Genau das brauchte ich jetzt, um nicht die Fassung zu verlieren. Sie versicherte mir, es wäre ohne Bedeutung gewesen, aber ich konnte nicht fassen, wie sehr mir diese Information gerade zusetzte. Schließlich richtete ich mich auf und sah sie wieder an. „Wieso hast du mir das nie erzählt?“ Meine Stimme war fest, aber ich konnte trotzdem nicht verhindern, das meine Augen ausstrahlten, dass ich verletzt war. Vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben und ich hatte keine Ahnung, wie ich mit dieser Gefühlsregung umgehen sollte. Jede Faser in meinem Körper schrie danach, auszurasten. Gleichgültigkeit zu zeigen und mir zu schwören, dass ich Annie nie wieder mit der Kneifzange anfassen würde. Aber das ging einfach nicht. Im Gegegenteil. Ich wollte mehr denn je, dass sie mir gehörte. Nur mir und niemandem sonst.
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It was you
And without that in my life I'm depressed
You became the new drug I couldn't get
But I wouldn't show it, instead got on that bus and left you blowing in the wind
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I never thought for a minute,
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It wasn't much of a romantic, but you get it
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