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Re: Zukunftsplay » 18
von Annika am 13.03.2019 20:28Kurz musste ich schmunzeln, als er behauptete, ich sei schon die Queen. Er wusste einfach immer, was ich hören wollte. Kein Wunder, nach so einer langen Freundschaft, wäre ich von jeder anderen Antwort enttäuscht gewesen. Gespannt hob ich mein Kinn, während er weiter redete. Das Angebot hörte sich ziemlich sexy an, am liebsten wäre ich sofort mit ihm im nächsten Schlafsaal verschwunden. Doch das wäre viel zu einfach, wir liebten es einfach viel zu sehr, miteinander Katz und Maus zu spielen. Er zwinkerte mir schließlich zu, worauf ich mit einem schmutzigen Lächeln antwortete. "Ich komm später darauf zurück", diesmal zwinkerte ich ihm zu.
Gespannt beobachtete ich das ganze Spiel, es passierte eigentlich nichts wirklich spannendes, bis ein Junge, mit dem ich noch nie gesprochen hatte, eine vier würfelte. Dann wurde es ziemlich interessant, denn er stellte einem Ravenclaw, mit dem ich einmal in der Bibliothek gelernt hatte, eine sehr spannende Aufgabe. Er sollte die Person küssen, für die er schon lange am schwärmen war. Mich überraschte es nicht wirklich, als er dann auf mich zu ging, schließlich gab es kaum Jungs, die von mir abgetan waren, und außerdem hatten sich alle Augen plötzlich auf mich gerichtet, als die Aufgabe fest stand.
Der Junge sah nicht schlecht aus, er hatte wunderschöne Augen, und einen starken Oberkörper. Jedoch störte mich seine Frisur mindestens genauso, wie seine Nerd-Brille. Und das war er auch, ein Nerd. Da stand ich wirklich garnicht drauf. Trotzdem sagte ich nie nein zu einem ungezwungenem Kuss, außerdem gehörte das zu den Spielregeln. Mal ganz abgesehen davon, dass er Futter für mein Spiel mit Ray war. Ich hatte heute aufjedenfall vor, mit ihm die Party zu verlassen, aber das musste er ja nicht unbedingt wissen. Grinsend musterte ich den Ravenclaw, wie er zitternd vor mir stand. Es gefiel mir, was für eine Macht ich über ihn hatte, obwohl ich ihn garnicht kannte.
Kurzerhand beschloss ich, mich ebenfalls hinzustellen, um mit ihm auf einer Augenhöhe zu sein. Jedoch ließ ich dabei Ray erst wieder aus den Augen, als ich aufgestanden war, und jetzt auf Augenhöhe zu dem Ravenclaw stand. Tatsächlich traute er sich dann, mich vorsichtig zu küssen. Ich schloss meine Augen, doch war kurz davor, sie wieder zu öffnen, nur um sie zu verdrehen. Um das ganze einwenig spannender zu machen, übernahm ich die Führung und vergrub eine Hand in seinen Haaren, um ihn näher an mich heranzuziehen. Er war mir doch etwas zu vorsichtig, mit meiner Handlung war er völlig überfordert, und schien nicht damit umgehen zu können. Während wir uns weiter küssten riskierte ich einen Blick, nur um zu schauen, ob Ray auch schön darunter litt - Und meine Befürchtung zeigte sich als wahr.
Als ich die Zunge von dem Typen in meinem Hals jedoch nicht mehr ertragen konnte, löste ich mich von ihm und drückte ihn sogar leicht von mir weg. Der Junge konnte seine Augen garnicht von mir lassen, bedrückt schenkte ich ihm kurz ein Lächeln, dann machte ich ihm jedoch deutlich, er sollte sich bitte wieder hinsetzen. Auch ich setzte mich wieder hin. Sofort griff ich wieder zu meinem Becher, um den Geschmack dieses Fremden wieder wegzuspülen. Meine Freundin Prudence stieß mir in die Rippen, und ich stimmte in ihr Lachen ein. Obwohl ich nun schon ziemlich betrunken war, beschloss ich mich, mir noch eine Mische zu machen. Als ich aufstand nahm ich mir noch eine Zigarette, die ich mir altmodisch mithilfe eines Feuerzeuges anmachte.
Ich musste mich auf den Weg konzentrieren, schließlich hatte ich hohe Schuhe an, und sah mittlerweile etwas verschwommen. An der selbsternannten Theke angekommen, schnappte ich mir einfach gleich einen Himbeerbarcadi und eine Sprite, ich hatte keine Lust darauf, jedes Mal aufstehen zu müssen. Langsam zog ich an meiner Zigarette und genoss sichtlich das Gefühl. Leicht lachend stellte ich den Alkohol auf einen kleinen Tisch neben meinem Platz, die Zigarette nahm ich aus meinem Mund, um den Rauch auszupusten. Als ich mich wieder hinsetzte, sah ich, wie Ray den Würfel in der Hand hatte.
Gespannt schaute ich auf den Würfel, von weitem konnte ich die fünf erkennen. Siegessicher lächelte ich Ray zu, natürlich würde er mich wählen... Oder? Da war ich mir nicht so sicher, schließlich lagen seine Augen auf seiner Ex Freundin, Stacy. War das sein Ernst? Tatsächlich war es sein Ernst. Er streckte ihr seine Hand entgegen und hilf ihr dabei, aufzustehen. Doch nun lag sein Blick auf mir, mein Lächeln war jedoch ganz verschwunden. Eher geschockt sah ich ihm mit geöffnetem Mund hinterher. Sobald die Tür zugeknallt wurde, erlaubte ich mir einen Blick auf die Uhr. In genau sieben Minuten würde ich hineinstürmen, ich würde ihnen keine einzige Sekunde schenken. Eher gesagt war ich am überlegen, ihnen jetzt schon alles zu zerstören?
Aber wie würde das bitte rüberkommen? Als wäre ich eifersüchtig! Und das war ich doch nicht. Naja, eigentlich war ich es schon, irgendwie, aber das durfte keiner wissen, vorallem nicht er. Auch wenn mein geschockter Blick eben wohl schon alles verraten hatte. Am liebsten hätte ich meinen Kopf an den Tisch neben mir gehauen. Doch der Tisch errinerte mich daran, dass ich mir eine neue Mische machen wollte. Während ich gedankenverloren meine Zigarette rauchte, und immer mehr trank, ließ ich nicht für einen Moment die Uhr aus den Augen. Es wunderte mich ehrlich gesagt, dass ich kein Gestöhne hörte. Zwischendurch kam ich auch wieder dran, wobei ich eine zwei würfelte. Endlich. Lächelnd knöpfte ich mir meine Bluse auf. Auch wenn ich mich nicht umschaute, und nur auf die Knöpfe schaute, wusste ich, dass jeder Blick auf mir lag.
Schließlich streifte ich meine offene Bluse dann von meinen Schultern. Es machte mir nichts aus, dass mich nun jeder im BH sah, schließlich hatten einige von ihnen sogar noch mehr gesehen. Und außerdem brachte der schwarze spitzen BH meine Brüste ziemlich gut zur Geltung, mein Körper war etwas, wofür ich mich nicht schämte. Ich war sogar stolz drauf. Nichtmals wegen den lustvollen Blicken der Männer, nein. Es waren die eifersüchtigen Blicke meiner Mitschülerinnen, die mir so gefielen. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich Ray nun endlich aus diesem scheiß Schlafsaal herausholen konnte. Kurz erklärte ich allen, was ich vorhatte, und lief dann auf die Tür zu. Kurz hörchte ich an der Tür, doch ich hörte absolout nichts. Als ich dann die Tür aufstieß, hielt ich mir eine Hand vor die Augen. "Die Zeit ist um", lallte ich, und schaute kurz durch einen Spalt von meiner Hand, nur um feststellen zu dürfen, dass Beide noch angezogen waren. "Oh...", meine Hand ließ ich nun fallen und lehnte fragend meinen Kopf schief. Ich machte es offensichtlich, dass ich amüsiert war, indem ich lächelnd an meiner Kippe zog, und Ray von oben bis unten musterte.

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Re: Zukunftsplay » 18
von Annika am 12.03.2019 20:03Ein kurzes Lachen konnte ich mir nicht verkneifen. Dreier kamen für mich nicht infrage, zumindenst nicht mit Ray, wenn dann mit zwei Fremden. Da war mir auch die Konstolation egal. Zwar stand ich nur auf Männer, jedoch hatte ich auch gerne was mit Frauen, sie waren meistens sensibler, und wussten einfach, was der anderen gefiel. Doch ich war an sich ein sehr eifersüchtiger Mensch, ich hatte keine Lust, zu sehen, wie Ray mit einem anderem Mädchen schlief, und ich dabei das dritte Rad am Wagen war. Ich war mir auch nicht sicher, ob er das so cool fände, wäre es andersrum. Und wie Ray mit einem Mann rummachte, wollte ich mir garnicht vorstellen.
Als er dann seine zukünftige Schwägerin erwähnte, hob ich lachend meine Augenbrauen in die Höhe. "Klar, und ich würde gerne die Queen werden", bittersüß lächelte ich ihn an. "Wenn du mir das besorgen kannst, steht deinem Wunsch nichts im Weg", schob ich noch mit zusammen gekniffenden Augen hinterher. Manchmal war er echt ein Arschloch, er wusste, dass ich Nyx nicht leiden konnte.
Es verwunderte mich tatsächlich, dass er keinerlei Reaktion zeigte. Das machte er öfters, ich war mir nie sicher, ob ich ihm zu langweilig war, oder ob er das nur vorspielte. Doch der Gedanke, ich könnte ihm tatsächlich zu langweilig seien, kratzte ganz schön am meinem Ego. Und dadurch hatte ich immer das Bedürfnis, mich vor ihm zu beweisen. Es war für mich auch so komisch, weil jeder andere Typ schon längst über mich her gefallen wäre... Nicht, dass ich mich beschweren wollte, jeder wusste, dass ich gerne mit meinen Opfern spielte. Ob Mobbingopfer, oder meine nächste Eroberung.
Lustvoll leckte ich mir über meine Lippen, während ich mich in der Runde umsah, den Würfel warf ich auf und ab. So viele gutaussehende Leute, es war eigentlich niemand hier, der nicht gut aussah. Egal ob Mädchen oder Junge. Aber tatsächlich hatte ich mit den meisten schon was gehabt, langsam wurde das langweilig. Doch als mein Blick den von Ray kreuzte, kam mir der Gedanke, dass es mit ihm nie langweilig wurde, wirklich nie. Er war mir verdammt wichtig, vorallem als Freund. Als besten Freund. Und wieder kam mir die schreckliche Erkenntnis in den Kopf, dass wir unsere Freundschaft kaputt machen würden.
Ein letztes Mal zog ich an meiner Zigarette, bevor ich sie ausmachte. Dann schaute ich wieder in die Menge, warf dabei wieder den Würfel auf und ab, und war gespannt darauf, wer anfangen wollte. Die meisten waren schon ziemlich betrunken, und waren ziemlich laut, doch seitdem ich hier saß, und sie alle beobachtete, wurde es extrem leise. Tatsächlich war dann Ray der jenige, der das Schweigen brach. Seinen herausfordernden Blick erwiderte ich, dennoch lag ein Lächeln auf meinen Lippen. "Okay", gleichgültig zuckte ich mit den Schultern, dann ließ ich den Würfel aus meiner Hand los. Er prallte auf dem Boden ab, drehte sich einige Male, bevor er dann zum Stillstand kam. Als ich dann die drei auf dem Würfel entdeckte, grinste ich breit. Kurz trank ich von meinem Becher, bevor ich mich vorlehnte, um an die leere Flasche zu kommen. Dabei hatten ein paar von den Leuten, die neben mir saßen, einen wohl ziemlich guten Blick auf meinen Hintern. Gespannt blickte ich nochmal durch die Runde, bevor ich die Flasche schließlich drehte. Als sie auf Beth zeigte, ging ein erfreutes Raunen durch die Runde, ich verdrehte jedoch die Augenbrauen. "Als hätte das noch nie jemand von euch gesehen", lachte ich dann in die Runde. Wieder beugte ich mich vor, diesmal jedoch, um Beth zu küssen. Eine Hand legte ich um ihren Nacken, während die andere sich in ihren Haaren vergräbt. Es wurde immer wilder, und hätte Mae uns nicht getrennt, wäre das noch Stunden so weiter gegangen. "Reicht jetzt", behauptete sie lachend.
Wieder lehnte ich mich zurück und lächelte kur Beth zu, die nun aus ihrem Becher trank. Für mich war nichts dabei, schließlich war sie meine beste Freundin. Ich hatte auch keinen wirklichen Gefallen daran, mit ihr rumzumachen. Die Aufmerskamkeit, die wir dadurch bekamen, turnte mich einfach nur voll an. Dann reichte ich den Würfel meinem linken Nachbarn weiter, und war schon neugierig, wer als erstes die sechs Würfeln würde.

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Re: Zukunftsplay » 18
von Annika am 11.03.2019 20:27Überraschend hob ich beide Augenbraue. Er hatte also doch so etwas wie eine Schmerzgrenze, ich war beeindruckt. Während ich ihm beim Joint drehen beobachtete, zog ich an meiner Zigarette. Jetzt, wo ich den Joint in seiner Hand sah, und daran dachte, ihn gleich mit ihm inruhe zu rauchen... Freute ich mich schon drauf. Während ich lachte stieg vereinzelnd rauch aus meinem Mund hinauf. "Jaja. Alle wollen sie dich", neckte ich ihn kopfschüttelnd. Dabei konnte ich mir ein freches Grinsen nicht verkneifen. "Fühlst du dich nicht etwas vernachlässigt? Jeder will dich, aber keiner...", ich schaute auf seine Lippen, während ich ihm näher kam. "Keiner fragt dich was du eigentlich willst", mit meinem Zeigefinger berührte ich seine Brust, ich schaute ihm nun wieder in die Augen, dabei legte ich meinen Kopf leicht schief. "Was willst du?", nur kurz konnte ich ernst bleiben, bald fing ich schon wieder zu lachen an und lehnte mich wieder zurück. Langsam fing der Alkohol an, sich bei mir bemerksam zu machen.
Sein Kopfschütteln gab mir kurz das Gefühl von Bestätigung, jedoch schmiss er jenes schnell wieder über Bord, als er anmerkte, er wäre noch nie zu Beginn einer Party dabei gewesen. Eingeschnappt musste ich ihm nickend Recht geben. "Okay, du hast Recht... Aber nur damit du es weißt: Ich war immer dabei", dabei hob ich mein Kinn arrogant und angezickt zugleich an.
Skeptisch hob ich eine Augenbraue, als er seinen Joint mit seinem Zauberstab anzündete. Ich war etwas beleidigt, ich hatte schon damit gerechnet, dass er auf mich warten würde. Andererseits rauchte er sich öfters einen wie ich, er vertrag also auch mehr, abgesehen davon, dass ich jetzt eh nein gesagt hätte. Schließlich war ich gerade voll in meinem Element - Alkohol. Zudem fand ich es irgendwie süß, wie er seinen Zauberstab zum anzünden verwendete. Zwar hielt ich nicht viel von Muggel, aber eine Erfindung von ihnen fand ich besonders interessant: Das Feuerzeug. Irgendwie fand ich es verdammt edel, und gleichzeitig sexy. In meinem Schlafsaal hatte ich eine ganze Box voll mit farbigen Feuerzeugen, dass war irgendwie so ein Tick von mir. Und obwohl ich so viele Farben hatte, benutzte ich immer ein pinkes. Außer, ich hatte es liegen lassen, dann hatte ich immernoch ein schwarzes dabei.
Es verwunderte mich, dass Ray so überrumpelt ausschaute. Tatsächlich hatte ich noch nie ein Problem damit gehabt, vor anderen Leuten zu reden. Mein Selbstbewusstsein war einfach immerschon extrem ausgeprägt gewesen. Manchmal vergaß ich, dass es nicht allen so ging, wie mir. Vorallem die Mädchen in meinem Alter, waren extrem sensibel, und hatten Angst vor größeren Mengen. Die einzigen Mädchen, die fast genauso selbstbewusst waren wie ich, waren meine engsten Freunde. In unserer Clique konnte es manchmal schwierig werden, wir waren alle selbstverliebt, sturr, und arrogant. Im Gegensatz dazu waren wir aber auch alle loyal, humorvoll, und hatten immer ein offenes Ohr für einander. Bessere Freunde konnte ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wir hatten immer eine Menge Spaß und stellten nicht selten Unsinn an. Sie konnten froh sein, die Vertrauensschülerin als Freundin zu haben, ab und zu konnte ich ihnen aus Schlamasseln hinaus helfen.
Genervt verdrehte ich die Augen, als er mir dann schließlich antwortete, dass die Entscheidung in meinen Händen liegen würde. "Okay, da hier ja niemand etwas vorschlägt", verbissen schaute ich kurz durch die Runde. Manchmal tat es mir echt gut, mit Ravenclaws abzuhängen. Sie waren kreativ, und dachten nicht immer wie wir logisch. Tatsächlich waren Slytherins auch für ihre Intelligenz bekannt, jedoch dachten Ravenclaws über den Buchrand hinaus, so wie man so schön sagte. "Schlage ich vor, wir spielen 1-2-3 Strip", dabei stemmte ich meine Hände in die Hüften und grinste breit, als ich die Reaktionen der anderen sah. "Für die Leute, die hinterm Mond leben...", begann ich und lief auf meinen hohen Schuhen hin zu einem Schrank. Da ich genau wusste, dass jeder Blick mich verfolgte, wackelte ich extra etwas heftiger mit den Hüften, als wie ich es sonst tat. "Es ist ganz simple. Ein Würfel geht im Uhrzeigersinn herum. Die Zahl, die man gewürfelt hat, bestimmt darüber, was man tun muss", schließlich war ich an dem Schrank angekommen.
Ich bückte mich, um eine Schublade zuöffnen. Mit dem Würfel in meiner Hand ging ich nun wieder auf den Kamin zu. "Nur hab ich mir diese Sachen selbst ausgedacht. Würfelst du eine eins, musst du dein Glas auf Ex trinken. Würfelst du eine zwei, musst du eine Anziehsache ausziehen. Und Socken, sowie Schuhe zählen als jeweils eine Anziehsache", nun lehnte ich mich an Rays Sessel an und zwinkerte einem Jungen zu, der ihm gegenüber saß. "Bei einer drei musst du jemanden küssen, hier kommt die gute alte leere Flasche ins Spiel. Ebenso wie bei der vier, bei ihr darf der jenige, auf den die Flasche zeigt, dir eine Pflicht geben, oder dich eine Frage fragen. Bei der fünf darfst du mit jemanden deiner Wahl für sieben Minuten im Himmel verschwinden... Und bei der sechs musst du für die Person, auf die die Flasche zeigt, stripen", ein teuflisches Grinsen hatte sich auf meine Lippen gelegt.
"Also füllt alle eure Gläser, wir fangen an", ich wartete garnicht auf eine Reaktion, sondern drückte einem 7. Klässler mein Glas in die Hand, mit der bitte, er sollte es doch bitte füllen. Schmunzelnd stellte ich mich dann vor Ray und musterte ihn kurz. "Ich bin der Boss, mh?", spielte ich auf sein Kommentar an und schüttelte dann lachend den Kopf. "Wenn das so ist...", ich beugte mich zu ihm vor und nahm sein Kinn in die Hand, um Augenkontakt zu halten. Wahrscheinlich dachte er jetzt, ich würde irgendetwas schmutziges vorhaben, und genau das war mein Ziel. Ich genoss es, mit Männern zu spielen, sie waren so leicht zu beeinflussen. "Schiebst du bitte den Sessel zur Seite?", nun wurde ich wieder lauter, stellte mich wieder normal hin und deutete mit dem Kinn auf den Platz, auf dem er saß. "Wir spielen auf dem Boden", verdeutlichte ich ihm nochmal, drehte ihm dann den Rücken zu und setzte mich auf den Boden, ohne etwas von meiner Unterwäsche erhaschen zu können. Das war an sich schon ein Meisterwerk, schließlich war ich dafür bekannt, stets knappe Röcke zu tragen.

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Re: Zukunftsplay » 18
von Annika am 11.03.2019 17:52Ich hatte natürlich mitbekommen, wie die zwei Mädchen meinen besten Freund anhimmelten. Zu meinem Überraschen schien Ray jedoch garkein Interesse an ihnen zu haben, naja, sie waren auch arg jung. Umso verwirrter war ich dann, als ich eine von ihnen auf Jariks Schoß sitzen sah. Die Mädchen schienen für ihr Alter ziemlich schlampig unterwegs zu sein, aber ich war die Letzte, die es ihnen übel nehmen konnte. "Keine Interesse?", fragte ich Ray, nachdem ich neben ihm Platz genommen hatte, und deutete auf das junge Mädchen auf Jariks Schoß. Einen angewiederten Blick konnte ich mir einfach nicht verkneifen, als ich Jariks Hand über ihren Hintern wandern sah.
Um keinen Kotzreiz zu bekommen, schaute ich schnell wieder zu Ray. "Was wollten die denn von dir?", hackte ich nochmal genauer nach, und versuchte, dabei so uninteressiert wie möglich zu bleiben. Gespielt gelassen fuhr ich mir durch meine Haare, und sah mich etwas erschöpft im Raum um. Wenn ein Lehrer hiervon Wind bekommen würde, würde mich das aufjedenfall meinen Posten kosten, wenn nicht sogar schlimmer. Ich musste das hier verkleinern, und auch die Lautstärke müsste ich hinunterdrehen.
Dankend nickte ich, als er meine Rede lobte. "Leider bin ich schon geübt in sowas", meinte ich genervt und presste meine Lippen aufeinander. "Weißt du, es pisst mich schon etwas an, dass sie ohne mich angefangen haben", gab ich schulterzuckend zu. "Errinerst du dich an ein einziges Mal, wo das auch der Fall war. Ich jedenfalls nicht", kam ich ihm zuvor und schaubte wütend. Dagegen konnte nur ein weiterer Zug meiner Zigarette helfen. Langsam pustete ich den Rauch aus. Konnte das wirklich an Aaron liegen? Hatte ich ihren Respekt verloren. Das mag eingebildet klingen, aber mir war mein Ruf sehr wichtig. Es hatte gedauert, mir so einen Ruf aufzubauen, und ich war nicht bereit, ihn aufzugeben. Schließlich liebte ich das. Die ganze Aufmerksamkeit, die Eifersucht, die Furcht... Meine Mutter sagte immer, ich sei der geborene Sekten Führer. Aber was wusste die schon.
Kurz lachte ich, als ich seinen Blick sah. "Musst du das je?", antwortete ich frech auf seine Frage. "Die beste Art, Mädchen zu verscheuchen, ist sie mit Make-Up Entferner zu bedrohen. Die haben ohne Schminke alle keine Augenbrauen", grinste ich, und kam dabei rüber, als hätte ich Ray gerade das größte Geheimnis aus der Frauenwelt verraten. "Wie auch immer...", begann ich, strich mir ein Haar aus meinem Gesicht, und exte meinen Becher erneut. Den leeren Becher stellte ich auf den Tisch vor mir, kurz wischte ich mir über meinen Mund, und stand dann auf. Kurzerhand richtete ich meinen Zauberstab auf die Musikanlage, die Musik wurde deutlich leiser. "Die Party ist für alle unter 16 Jährigen vorbei", rief ich in die Menge, ein unwiderstehliches Lächeln lag auf meinen Lippen. Kurz starrte mich jeder verwirrt an, ehe ich "Haut ab" schrie, diesmal nicht so freundlich. Ein beleidigendes Rauschen ging durch die Runde, die meisten verschwanden in ihren Schlafsälen, nur wenige nicht-Slytherins, verließen den Gemeinschaftsraum.
"So", lächelnd witmte ich mich denjenigen, die noch da waren. "Ich wäre dafür, wir spielen irgendein Trinkspiel. Ich bin noch zu nüchtern, um euch zu ertragen", provokant zwinkerte ich Jarik zu, der mir einen wütenden Blick wegen seiner 14 Jährigen Freundin zuwarf, die die Party leider verlassen musste. "Hat jemand Ideen?", fragend blickte ich in die Runde, mein Blick blieb schließlich bei Ray hängen, in der Hoffnung, er würde etwas lustiges vorschlagen.

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Re: Zukunftsplay » 18
von Annika am 10.03.2019 19:49Im Slytherin Gemeinschaftsraum
01. April dieses Jahres
(Fortsetzung von Annika & Ray im drei Besen)
Aus diesem Grund blieb ich erstmal ratlos stehen, so ziemlich jeder Erstklässler kam auf mich zugerannt, und beschwerte sich. Wo zum Teufel war bitte meine Cousine, schließlich war sie ebenfalls Vertrauensschülerin. Beth kam sofort auf uns Beide zugerannt, als sie uns entdeckte, und drückte uns nach einer kurzen Umarmung jeweil einen Becher in die Hand. "Danke", schrie ich gegen die Musik an, und hätte das Getränk fast auf den Zweitklässler geschüttet, der gegen mich rannte. Was ein Chaos. "Tut mir leid, ich muss mich um die Kleinen kümmern", raunte ich Ray ins Ohr und schenkte ihm ein entschuldigendes Lächeln. Daraufhin stellte ich meinen Becher auf eine Kommode und schob einige Kinder hoch in die Schlafsäle.
Als ich wieder herunter kam, mit einer brennenden Zigarette im Mund, war das erste was ich tat, die Musik leiser zu drehen. Automatisch hatte ich die komplette Aufmerskamkeit gezogen, auch wenn es diesmal negativ war. Einige riefen in die Runde, was das sollte. "Ihr könnt doch nicht so ein großes Risiko eingehen. Die Erstklässler waren drauf und dran, zu Snape zu rennen. Dank mir wachen einige von ihnen erst morgen früh wieder auf", zischte ich zickig in die Runde, und nahm genervt einen Zug an meiner Zigarette. "Wenn ihr das nächste Mal so eine Party veranstalten müsst", kurz machte ich eine dramatische Pause, währendessen ich den Qualm auspustete. "Wartet gefälligst auf mich. Anscheinend hat ja kein anderer hier ein funktionierend Gehirn", fuhr ich fauchend fort. Auch wenn ich laute Partys, auf denen jeder tanzte liebte, hatte ich doch eher einen gemütlichen Abend hier erwartet, so machten wir das meistens. Ich war ziemlich angepisst, dass hier eine Party ohne mich stattfand. Kurz warf ich ein sarkastisches Lächeln in die Runde, bevor ich die Musik wieder anstellte.
Mit gehobenem Kinn ging ich nun wieder auf die Kommode zu, wo ich mein Getränk abgestellt hatte, und setzte mich anschließend vor den Kamin, neben Ray, der neben seinem besten Freund saß. Der Platz vor dem Kamin war sowas wie mein Stammplatz geworden, und ich konnte richtig unangenehm sein, wenn ihn mir jemand wegnahm. Etwas gedankenverloren schaute ich in meinen Becher, bevor ich ihn komplett austrank. Vielleicht sollte ich Aaron suchen, und ihn auch einladen... Nachdenklich zog ich an meiner Kipp und schaute an die Decke. Nein, Aaron könnte ich nicht auf eine Party voller Slytherins schleifen. Der Ball war schon zu viel, seitdem zweifelten einige an meinen Führungsqualitäten, schließlich war ich sowas wie der Vorzeige-Syltherin. Doch dann bemerkte ich, dass Ray seinen Blick auf mich gelegt hatte. Einen Moment lang schaute ich ihn nur an, dann legte sich ein Lächeln auf meine Lippen. "Machst du mir ne neue Mische?", bat ich ihn und reichte ihm meinen Becher.
Während er mir dann ein neues Getränk mischte, schaute ich mich unaufällig in meinem Gemeinschaftsraum um, es waren schon einige süße Jungs hier. Ich spielte schon mit dem Gedanken, nacher Strip Poker zu spielen, das machten wir öfters. Oft verlor ich extra, nur um meinen Körper präsentieren zu können. Andererseits gefiel mir der Gedanke, mit Ray in Ruhe über das Leben zu philosophieren, doch irgendwie mehr. Sofort wurde ich in ein Gespräch mit ein paar Mädchen verwickelt, ich hatte das Gefühl, jeder wollte alles von mir wissen. Ich wurde mit Fragen durchlöchert, was ich denn die ganzen Ferien über gemacht hatte, die ich nur augendrollend abwinkte. "Um ehrlich zu sein", begann ich und beobachtete Ray, wie er sich wieder neben mich setzte und mir meinen Becher wieder gab. "Haben Ray und ich an einem Zauberspruch gearbeitet, der jegliches Make-Up entfernt", kurz machte ich eine Pause und legte ein falsches Lächeln auf. "Also würde ich in eurer Haut stecken, würde ich mich von uns fernhalten. Unter all dem Puder verbirgen sich doch die hässlichsten Fratzen aus ganz Hogwarts. Da kann nichtmals Hausmeister Filch mithalten", verwirrte Blicke gingen durch die Runde, jedoch erreichte ich mein Ziel, tatsächlich drehten sie sich wieder um und ließen mich inruhe.

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Annika am 10.03.2019 13:45Skeptisch hob ich meine linke Augenbraue in die Höhe. "Du kennst ihn doch nichtmals", argumentierte ich kopfschüttelnd. Würde es ein Freund von ihm sein, würde ich das noch verstehen können. Manche Jungs machten sich bei mir wirklich Hoffnungen, und waren am Ende ziemlich enttäuscht, wenn ich ihnen keinen Blick mehr würdigte. "Außerdem bezweifel ich, dass ich jemals jemandem das Herz gebrochen habe", lachte ich dann. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass man sich durch eine Nacht mit mir in mich verlieben konnte - Und ich dem Jenigen dann durch meine Ignoranz das Herz brechen würde.
Kurz verdrehte ich die Augen, als er wieder über den Kellner sprach. "Dir ist schon bewusst, dass du nie meine volle Aufmerksamkeit haben wirst?", fragte ich schmunzelnd und zuckte gleichgültig mit den Schultern. Irgendwie fand ich sein Verhalten komisch, dass er mit mir alleine seien wollte. Nur zu gut errinerte ich mich an Abende, an denen ich vor seinen Augen mit anderen rumgemacht hatte. Meistens war das reine Provokation, er jedoch reagierte nie wirklich darauf. "Ist ja auch egal. Wo willst du hingehen?", lenkte ich vom Thema ab und nippte an meinem Butterbier.
Mitfühlend betatschte ich seine Schulter und zog meine Mundwinkel schmollend nach unten. "Das bekommen wir schon wieder hin. Ich kenne einen guten Therapeuten, der sogar Errinerungen auslöscht", schmunzelnd zwinkerte ich ihm zu, dann lehnte ich mich wieder zurück. "Ist das ein Ja? Wann kannst du den Vertrag unterschreiben?", scherzte ich, blieb dabei jedoch erschreckend ernst.
"Schon wieder muss ich dir Recht geben. Das gefällt mir nicht", murmelte ich trotzdem lächelnd. "Aber hey, lass uns doch nicht über so einen Quatsch diskutieren, mh?", ich lehnte mich nach vorne und strich dabei mit meinem Fuß über sein Bein. "Lass uns leiber unsere Freundschaft feiern gehen", nun lehnte ich mich wieder zurück, nahm mein Butterbier in die Hand und exte es aus. Das leere Glas stellte ich wieder auf den Tisch, nicht ohne den Blickkontakt zu Ray zu unterbrechen. "Zahlst du?", fragte ich mit einem hinreißendem Lächeln auf den Lippen und deutete mit dem Kinn auf unsere Biere.

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Annika am 10.03.2019 00:34Ich ignorierte einfach Rays wütende Blicke, und tat so als wäre nichts gewesen. Auch wenn ich eigentlich garnicht wissen wollte, was er für mich empfand... Wollte ich es irgendwie doch. Nicht, dass ich zwischen uns eine Zukunft sah. Das lag nicht an mir, sondern an ihm. Ich konnte mir ihn nicht als treuen Familienvater vorstellen, so sehr ich das auch wollte. Auch wenn ich noch jung war, und das alles noch sehr weit in der Zukunft lag, wollte ich mir sicher sein, wenn ich mich an Jemanden binden wollte. So war es damals auch mit Domenico gewesen, wir sprachen sogar über Hochzeit, und wie wir unsere Kinder nennen wollten. Jedoch hatten wir uns vor ein paar Jahren getrennt, als mein Bruder starb.
Außerdem war da noch Aaron. Er war ein guter Kerl, und er brachte mich zum Lachen. Auch wenn ich durch ihn so ziemlich alles verlieren würde, würde ich glücklich mit ihm werden. Ich genoss dieses Gefühl, welches er mir gab. Als wäre ich das einzige Mädchen, dass er je gesehen hatte, und als würde ich garnicht in seiner Liga spielen. Aber wahrscheinlich wäre er auch wieder zu gut für mich. Seine ständige positive Denkweise ging mir auch manchmal ziemlich auf die Nerven... Bei Ray war es einfach anders. Er flirtete vor meinen Augen mit anderen Mädchen. Aber ich konnte es ihm ja auch nicht übel nehmen, schließlich war ich nicht besser, und wir hatten das jahrelang so gemacht. Beide.
Leicht lachte ich, als er geehrt darüber war, mit mir hier am Tisch sitzen zu dürfen. "Immer wieder gerne", antwortete ich hohnäsig. Verwirrt runzelte ich meine Stirn, und schaute dabei Ray an. Er hatte ziemlich hart mit dem Kellner geredet, und dabei auch noch so einen Unsinn. Dem Kellner schenkte ich noch ein entschuldigendes Lächeln, ehe er die Flucht ergriff. Kaum hatte er sich umgedreht, schaute ich wieder zu meinem besten Freund, das Lächeln war jedoch verschwunden. "Was war das denn?", zickte ich ihn wütend an, dabei wurde ich etwas lauter. "Wir kennen uns hier nicht so aus? Seitwann ist das denn so? Außerdem hatte ich ihn gefragt, ob er mit MIR was trinken wollte, du warst garnicht mit eingeplant", zischte ich, nun noch lauter.
Wütend schnaubte ich, lehnte mich an meine Stuhllehne an und verschränkte die Arme, während ich mich im Drei Besen umsah. Mir tat es sofort leid, so mit ihm geredet zu haben. "Wenn du mit mir was trinken willst, kannst du es einfach sagen", murmelte ich dann immernoch eingeschnappt. "Ich hätte zumindenst Lust", bot ich ihm an und schaute ihm wieder in die Augen. Ich konnte einfach nicht lange böse auf ihn sein. "Der Kellner muss auch nicht mitkommen. Nur wir zwei", ergänzte ich mich noch, und obwohl ich versuchte, freundlich zu klingen, klang ich immernoch ziemlich agressiv.
"Oh nein, du armes Ding, wirst doch tatsächlich von Frauen gezwungen, mit dir zu schlafen", dramatisierte ich die Situation und schüttelte lächelnd den Kopf. "Das ist ja schon Vergewaltigung", gespielt geschockt legte ich meine Hände auf meine Wangen. "Als dein persönlicher Bodyguard empfehle ich dir, ein Jahr auszusetzen und mit mir zusammen anzufangen. Dann hast du es um einiges leichter. Um keine Lücke in deinem Lebenslauf zu haben, biete ich dir hiermit einen Job als Hauself der Familie Yaxley an", scherzte ich mit gehobenem Kinn.
Sein "Immer" brachte mich etwas zum Nachdenken. Mein Lächeln wurde weniger und ich schaute ihn einfach nur für einen Moment an. Er machte sich wirklich immer Gedanken um mich. Vielleicht war ich einfach die ganze Zeit blind gewesen, und Ray hatte vielleicht wirklich Interesse an mir? Der Gedanke kam mir das erste Mal auf dem Ball, als er offensichtlich eifersüchtig gewesen war. Aber den Gedanken hatte ich heruntergespielt, schließlich waren wir beste Freunde. Genau, das war bestimmt. Er wollte mich nur beschützen. Manchmal bereute ich es, dass wir angefangen hatten, miteinander zu schlafen. Ich meine klar, wir hatten den besten Sex unseres Lebens, aber unsere Freundschaft würde irgendwann darunter brechen, wenn einer von uns Gefühle für den anderen entwickeln würde. Und ich hatte große Angst davor, das würde mir gerade passieren. Denn ich wusste nicht welche, aber ich wusste, dass ich Gefühle für ihn hatte.
"Für einen Moment, ja", stimmte ich ihm zu und legte meinen Kopf schief. "Aber wenn der kalte Entzug vorbei ist, sind deine Gedanken geordneter, und du kannst dein Leben ganz normal fortführen", erklärte ich ihm nun ohne Hintergedanken. Es gab eine Zeit, in der ich wirklich oft getrunken hatte, und auch wenn es kein kalter Entzug war, trank ich eine lange Zeit nichts mehr, um nicht Gefahr zu laufen, abhängig zu werden. Das wollte ich mir nicht antun, ich hatte schon einige Menschen an Drogen verenden sehen müssen.
Er schaffte mir einen kleinen Lichtblick, als er mich fragte, ob ich einen Entzug wollte. Denn ich wusste, dass er damit nur uns beide meinen könnte. Schließlich war ich von keiner Droge abhängig. Wenn ich von etwas abhängig war, dann von seiner Nähe, und ich hasste es. Ich hasste es, verletzlich zu sein, auch wenn er es nicht wusste, hatte er eine gewisse Macht über mich, die ich nicht ausstehen konnte. "Wovon denn?", fragte ich lachend. "Ich bin von nichts abhängig, Dummerchen". Ich spielte ihm vor, als hätte ich keinen blassen Schimmer, wovon er da redete. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, um den Mund zuhalten, und schaute auf den Boden. In meinem Kopf ratterte es förmlich. Ich hatte keine Ahnung, was ich ihm darauf antworten sollte. Schon wieder hatte mich dieser Bastard sprachlos gemacht. "Naja...", stotterte ich und schaute ihn wieder an. Stottern war eigentlich nicht üblich für mich. "Da stimme ich dir zu. Solange es keine schlimmen Folgen und Risiken mit sich bringt", ich beschloss einfach, ganz sachlich zu bleiben.

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Annika am 09.03.2019 17:13Interessiert hörte ich ihm zu, als er über das Porträt erzählte. Kurz grinste ich, ich konnte mir ebenfalls gut vorstellen, dass er sich das nur ausgedacht hatte. Das kannte ich von den Porträts in Hogwarts, die tischten uns immer alle möglichen Geschichten auf. Bei mir Zuhause verzichteten wir auf Bilder, unsere Deko war doch ziemlich kalt und minimalistisch. Deshalb gefiel es mir in Hogwarts um so mehr, hier war es genau andersrum: alles war bis oben hin vollgestellt, es hingen so viele Porträts hier, ich konnte sie nichtmals alle zählen. Und außerdem war hier immer was los. Bei mir Zuhause langweilte ich mich die meiste Zeit.
Auf sein Nicken hin drehte ich mich um, um nach einem Kellner zusehen. Gerade lief ein ziemlich süßer an uns vorbei, den ich mit einem Fingerschnipsen, und einem abwertendem: "Garçon?" auf mich aufmerksam machte. Als er dann schließlich an unserem Tisch angekommen war, lächelte ich den Kellner an und legte meinen Kopf leicht schief. "Wir hätten gerne noch zwei Butterbiere", säuselte ich und wickelte dabei spielerisch eine Haarsträhne um meinen Zeigefinger. "Kommt sofort", teilte er uns mit, nahm unsere Kruge in die Hand, und bevor er sich wieder auf den Weg machte, zwinkerte ich ihm noch zu.
Als ich mich wieder zu Ray drehte, redete er weiter über den Abend, mein Lächeln wurde wieder kleiner, während ich ihm zuhörte. "Du musstest?", skeptisch hob ich meine Augenbrauen in die Höhe. "Jetzt sag nicht, du musstest einen auf cool tun wegen mir", lachte ich kopfschüttelnd. Noch bevor er antworten konnte, schob ich noch "Naja, ich hoffe, mittlerweile weißt du, dass du auch so schon verdammt cool bist. Und selbst wenn nicht, mag ich es nicht, wenn man mir etwas vorspielt", kurz zuckte ich mit den Schultern. In diesem Moment kam dann der Kellner wieder und stellte uns die Biere auf den Tisch. "Danke", flirtete ich offensichtlich mit ihm, nur um Rays Reaktion sehen zu können. "Sag mal, hättest du Lust heute noch was härteres trinken zu gehen?", fragte ich ihn voller Energie und deutete dabei mit dem Kinn aufs Butterbier.
"Die Armen?", wiederholte ich gespielt geschockt und schlug ihm dabei spielerisch auf den Oberarm. "Ich bin gespannt, wieviele Anzeigen von sexueller Belästigung du am Hals hast, wenn ich nachkomme", zog ich ihn auf und streckte ihm sogar kurz meine Zunge raus. Natürlich machte ich nur Spaß, trotzdem hatte ich großen Gefallen daran, andere aufzuziehen. Das war wohl mein gemeinstes Hobby. Als er sagte, ich müsste nur den Campus betreten, und jeder wäre davon überzeugt, sprach er genau das aus, was ich hören wollte. Ich bezweifelte auch, dass ihm das nicht bewusst war. Geschmeichelt legte ich meine Hand auf meine Brust und schaute kurz zur Decke. "Danke", bedankte ich mich dann geschmeichelt.
Skeptisch runzelte ich meine Stirn, um meine Unsicherheit zu verdecken. "Natürlich ist alles in Ordnung. Was sollte denn nicht in Ordnung sein?", schnell nahm ich mein Bier in die Hand und trank daraus, um nicht weiter sprechen zu müssen. "Aber danke, dass du dich sorgst", neckte ich ihn schließlich und stellte das Butterbier wieder auf den Tisch. Er entlockte mir ein Grinsen, als er mich fragte, ob ich Entzugserscheinungen spürte. Gerade nickte ich, und wollte antworten, als er schon wieder abwinkte, und mir empfahl, nicht in den Entzug zu kommen. "Weißt du", begann ich dramatisch und stützte meine Arme auf den Tisch ab. "Manchmal ist der Entzug besser. Man kann seine Gedanken reinigen, und am Ende weiß man, was man wirklich will", irgenwie hatte ich das Gefühl, wir redeten nun über ein ganz anderes Thema. "Außerdem ist es nicht vorteilhaft, von etwas abhängig zu sein", sagte ich in dem gleichen Ton, wie er es eben sagte, und grinste dreckig. "Nicht war?", fragte ich noch hinterher und musterte ihn. Damit wollte ich natürlich andeuten, dass er abhängig von mir sei. Das war jedoch nur eins meiner Spielchen, ich wusste nichtmals wirklich, was er für mich empfand. Er konnte sicher auch ohne mich leben, da war ich mir bei mir aber nicht so sicher. "Das bedeutet natürlich, dass man gar nicht erst zulassen darf, dass man sich nach etwas sehnt, was man eigentlich haben könnte"... Meinte er damit sich? Angespannt lehnte ich mich wieder zurück und zuckte mit den Schultern. "Sprichst du aus Erfahrung?", lenkte ich schließlich von mir ab.

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Annika am 07.03.2019 18:02Er machte mich recht nervös, als er skeptisch eine Augenbraue hab und mich dann musterte, schließlich schien er gemerkt zu haben, dass ich eifersüchtig war. Jedoch ließ ich mir nicht anmerken lassen, wie nervös ich war. Ich war immerhin sehr gut dadrin, meine Gefühle zu vergraben, vielleicht fiel es mir deshalb so leicht, Okklumentik zu lernen. Diese Fähigkeit war äußerst wichtig in meiner Familie, meine Eltern hatten bei jeder Gelegenheit Legilmentik bei uns benutzt, auch wenn es nur um kleine Streiterein ging, und sie herausfinden wollten, wer von uns beiden nun die Wahrheit erzählte. Mein Bruder lehrte mich dann Okklumentik, auch hatte er mir gesagt, ich sollte es bei Voldemort einsetzen. Doch war es nicht riskanter, sich auffällig dadurch zu machen, als ihn in sein Gedächtnis sehen zu lassen?
Legilmentik dagegen hatte mich noch nie wirklich interessiert. Ich wollte garnicht wissen, was in so mancher Kopf vor sich ging. Die einzigen Fähigkeiten, die mich sonst noch interessierten, waren wortlause und zauberstablose Magie. Jedoch hatte ich noch nicht die Zeit gehabt, mich damit zu beschäftigen. Jedoch war ich mir sicher, es würde mir nicht schwerfallen, diese Fähigkeiten zu lernen. Auch wenn es dann ziemlich unfair war, schließlich wäre ich dann noch eine bessere Hexe, dazu kam noch meine Intelligenz, Schönheit und Führungsqualitäten. Das wäre doch wirklich nicht fair gegenüber den ganzen buckeligen Hexen, die nichtmals ihren Namen richtig buchstabieren konnten.
Mein Lächeln wurde breiter, als er von den Porträts in Nott Manor sprach. Ohne zu überlegen, wusste ich sofort, von welchem Tag er sprach. "Ja", nickte ich ihm lächelnd zu. "Der einarmige Ritter hasst mich seitdem - Er wirft mir immer die schlimmsten Schimpfwörter gegen den Kopf", schwebte ich in Errinerung. Ich trank die letzten Schlücke aus meinem Glas und stellte den leeren Krug dann wieder auf den Tisch. "Willst du noch eins?", fragte ich ihn, nun lehnte ich mich wieder leicht vor, damit ich meine Arme auf den Tisch abstützen konnte. "Zurück zu den Porträts... War das der Abend, an dem wir das erste Mal getrunken hatten?", ich wusste eigentlich nicht genau, ob es auch sein erstes Mal gewesen war, aber meins war es aufjedenfall gewesen. "Keine Ahnung, wie ich das damals runter bekommen hatte, es brannte fürchterlich", errinerte ich mich und gab mir selbst einen Face-palm, ziemlich peinlich berührt von dem Fakt, dass wir doch ziemlich jung gewesen waren. Aber naja, wir waren eben sowieso etwas frühreif gewesen, ich errinerte mich noch daran, dass alle meine Mitschülerin geschockt darüber waren, dass ich schon meine Tage hatte.
"Irgendwann mal", zickte ich ihn an, als er sagte, ich sollte mir nicht zulange Zeit lassen. Das war natürlich eine Anspielung auf den Satz, den er vorhin zu mir gesagt hatte. "Richtig", antwortete ich dann. Natürlich wusste er es, es hätte mich verletzt, wenn nicht. Schließlich redete ich nicht selten darüber. Auf sein freches Grinsen hin musste ich es ihm gleichtun, der Gedanke, mit ihm zusammen auf die Uni zugehen war schon ziemlich cool, auch wenn er einen Jahrgang über mir war. "Dann musst du aber auch alle Hexen da vor mir warnen, damit die Erwartungen schön hoch sind, wenn ich ankomme, um ihr Leben zu zerstören", lächelte ich bittersüß. "Oh, und den Jungs musst du natürlich klar machen, wie attraktiv ich doch bin", fügte ich hinzu und ging mir selbstverliebt durch meine langen Haare. "Stimmt", wie war ich dadrauf nicht gekommen? Ich wusste nichtmals, ob die NFU einen Studiengang mit Tierwesen hatte, aber ich entschloss mich dafür, mich darüber mal schlau zu machen. Das würde mir tatsächlich eine Menge Spaß machen, manchmal konnte ich mit Tieren besser umgehen, als mit Menschen. Naja, eigentlich immer.
Bedrückt presste ich meine Lippen aufeinander. Wie du willst? Wollte er es etwa nicht mit mir? Es war ja nicht so, als wäre ich schlechte Gesellschaft, wenn ich high war, ganz im Gegenteil. Ich konnte mich gehen lassen, lachte die ganze Zeit, und war nicht so verkrampft was mein Auftreten anging. Doch sein nächster Satz war für mich ein Zeichen dafür, dass er es doch mit mir wollte. Ich erwiderte sein Grinsen, und zuckte mit den Schultern. "Ich hatte lange keinen Orgasmus mehr auf Gras", säuselte ich leise und schaute ihm dabei immernoch grinsend in die Augen.

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
von Annika am 06.03.2019 07:15Ein angewidertes "Urgh", kam schneller aus meinem Mund, als ich nachdenken konnte. Inzest war in Reinblüterfamilien noch nie ein zurückschreckendes Thema gewesen, es kam sogar oft vor. Wie bei den Adeligen damals, sie verheirateten oft Cousins miteinander, um die Familie zu stärken. Das erhöhte Risiko für Behinderungen waren damals noch nicht bekannt. Aber dass es heute bekannt war, und das trotzdem noch Familien machten, fand ich abartig. Die meisten Reinblütiger hielten sich ja auch für etwas besseres, wie für Adelige. Das galt auch für meine Wenigkeit. Meine Urgroßeltern waren auch Cousinen gewesen, hatte meine Oma mir damals erzählt. Auch wenn es bei Ray eher entfernte Verwandte waren, waren es für mich immernoch Verwandte.
Ich musste meinen Kiefer anspannen, damit mir nicht der Kiefer hinunterklappte. Also hatte er mit Charlotte geschlafen. Okay, war ja kein Thema. Ging mich ja auch nichts an. Mein Mund öffnete sich leicht, als würde ich etwas sagen wollen, aber nichts kam heraus. Ich wusste nicht was. "Hört sich nach einer Menge Spaß an", raunte ich dann nickend. Eine Mege Spaß? Ohgott, wieso hatte ich das gesagt?
Verständnisvoll nickte ich ihm zu. Er hatte in einer gewissen Weise Glück, er war der zweite Sohn. Auch nachdem mein Bruder verstorben war, war ich immernoch ihre kleine Prinzessin, da würde ich auch niemals rauskommen. Früher hatte ich mir garkeine Gedanken darüber gemacht, ich bekam immer alles was ich wollte, ohne wenn und aber. Aber jetzt, wo ich langsam auf den Schulabschluss zuging, war mein Kopf voll mit Fragen. Würden sie es überhaupt erlauben, auszuziehen? Sobald ich 18 war, würde ich meine Sachen packen und das Weite suchen. Aber meine Eltern waren rücksichtslos, sie würden mich wahrscheinlich verfolgen und dazu zwingen, bei ihnen weiter wohnen zu müssen. Schließlich konnte man sich ziemlich einsam in so einem großen Anwesen fühlen.
Leise lachte ich auf. "Ja, das warst du", bestätigte ich ihm seine Vermutung, dass er damals charmanter gewesen war. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte in diese Zeit zurück kehren. In der ich dachte, meine Familie wäre ganz normal, und mich nicht mit dem Mord meines Bruders auseinandersetzen musste. Manchmal fühlte ich mich sogar wie eine Detektivin, ich hatte sogar einen Arzt dazu verzaubert, mir seine Leiche zu zeigen.
"Bitte", antwortete ich sofort, und trank ebenfalls mein Bier leer. Als ich es wieder auf den Tisch stellte, musste ich mir kurz mit dem Ärmel über meinen Mund wischen. Ich hielt die Luft an, als er sich auf den Tisch beugte. Und als er mich dann Baby nannte, wurde ich ganz nervös. Einen Moment lang musterte ich ihn nur, mit einem dreckigen Lächeln auf den Lippen. "Den Gefallen heb' ich mir für später auf", verkündigte ich ihm dann, teuflich grinsend, als hätte ich etwas schreckliches geplant.
Warum zum Teufel bestreitete er nicht, dass er eifersüchtig war? Er sagte, er sei wirklich beruhigt gewesen, davon, dass ich nichts mit Aaron hatte, aber wieso? Ich bestand darauf, das Thema jetzt einfach sein zu lassen.
"Ich weiß noch nicht, ob ich überhaupt studieren will", raunte ich leicht unsicher. "Eigentlich wollte ich ja schon immer eine Aurorin werden", eigentlich war es unnötig, ihm das zu sagen, er wusste das genauso gut wie ich. "Ich meine, süße Jungs, große Partys, jede Menge Alkohol...", schwärmte ich laut und schaute dabei verträumt an die Decke. "Außerdem hat es ziemlich Spaß gemacht, Hogwarts zu regieren", wieder setzte sich ein teuflisches Lächeln auf meine Lippen, diesmal sah ich ihm direkt in die Augen. "Ich wüsste nur nicht, was ich studieren sollte. Ich könnte jedes Fach nehmen, ich bin eine ausgezeichnete Schülerin, aber es gibt nichts wirklich, was mich interessiert. Und was ist dann danach? Soll ich ihm Zauberministerium arbeiten? So oder so werde ich unserem Lord informationen liefern müssen. Also bin ich sowas wie ein Agent, ob ich will oder nicht", stöhnend verdrehte ich die Augen.
Verwirrt schaute ich auf die Stelle, auf der er klopfte. Mir war direkt bewusst, dass er von Cannabis redete. Abgeneigt schüttelte ich meinen Kopf. Ich hatte schon einige Male gekifft, auch mit Ray, aber ich war nicht wirklich ein Fan davon. Ich mochte es einfach nicht, wenn ich nichtmehr denken konnte. Schließlich machte mich unter Anderem meine Intelligenz aus. "Rauch du das mal lieber alleine, ich bleib bei meinem Alkohol", ein bittersüßes Lächeln lag auf meinen Lippen. Sofort als ich das ausgesprochen hatte, hatte ich Angst, er würde es mit einem anderem Mädchen rauchen wollen. Schließlich war bekiffter Sex ziemlich intensiv. Ich stütze meinen Kopf auf meiner Hand ab, und schaute mich kurz um, bevor meine Augen an seinem Gesicht stehen blieben. "Außer du möchstest es nicht alleine rauchen. Ich lasse meinen besten Freund nicht alleine kiffen, dass würde ja so aussehen, als hättest du keine Freunde. Außerdem würde das heißen, dass du abhängig wärst", zischte ich zickig, in der Hoffnung, er würde meine schnelle Umentscheidung nicht in Frage stellen.

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