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Re: Vergangenheitsplay » 7
from Matthew on 04/02/2018 09:21 PMIch grinste und kam ihrer Bitte ohne weitere Kommentare nach. Natürlich kniff ich nicht schmerzlich zu, sondern nur leicht. Mir war sehr bewusst, dass das eigentlich nur eine Redewendung war, aber gerade um diese Uhrzeit war ich kindisch genug, um diese Tatsache zu übergehen.
Ich lachte leise, als ich hörte, was unsere lieben Lehrer dort beredeten. Aber die nächsten Worte, in so weit ich sie denn verstand, machten mich stutzig. Bestimmt bildete ich mir nur ein überhaupt etwas zu verstehen. Ich schüttelte den Kopf und schenkte Sophelya wieder meine volle Aufmerksamkeit.
Ich nickte. „Leider. Ich glaube, er ist erkältet. Wie die anderen bei dem Krach allerdings schlafen können, bleibt mir wohl ein Rätsel. Vielleicht sind sie einfach eingeschlafen, bevor er dazugekommen ist." überlege ich dann laut.
Das Ida nicht schnarcht wusste ich schon, schließlich hatten wir als Kinder häufig in einem Zimmer geschlafen. Obwohl sich so etwas auch ändern konnte... „Lacht sie immer noch im Schlaf? Das hat sie früher ganz oft getan. Ziemlich niedlich, aber auch verstörend, wenn jemand neben dir scheinbar Grundlos anfängt zu lachen. Als wir kleiner waren hat sie mich damit mal fürchterlich erschreckt." grinsend schüttle ich den Kopf. Erst während der letzten Ferien hatten Ida und ich mal wieder in einem Zimmer geschlafen, allerdings eher unfreiwillig, da wir noch lange geredet hatten und dann einfach eingeschlafen waren. Am nächsten Tag hatte Ida Besuch von Amelia Bones bekommen. Es war ziemlich seltsam gewesen, da ich versucht hatte jeden Raum zu meiden, in dem sie war. Sie machte mich ziemlich nervös, warum war mir allerdings nicht wirklich bewusst.
Ich schüttelte die Gedanken an vergangenen Sommer, meine Schwester und Amelia ab als ich meinen Namen hörte.
„Ich denke, wenn wir noch ein bisschen länger hier drin festsitzen, werden wir sicherlich Freunde." Ich lachte. „Zumindest müssen wir gut miteinander auskommen, denn ich habe nicht das Gefühl, dass die beiden Quasselstrippen da draußen bald gehen werden... Du kannst gerne Matt sagen." Ich überlegte kurz. "Wir können uns ja etwas zusammenspinnen, was die beiden da bereden."
Ich zuckte mit den Schultern. „Anfangs ging es noch darum, dass Professor Hall zum zweiten Mal in dieser Woche ihren Zauberstab verlegt hat. Könnte sie nicht auch ohne diesen zaubern, wäre die wohl ziemlich aufgeschmissen. Allerdings habe ich vorhin geglaubt die Worte 'Feuerwhisky' und 'Mord' gehört zu haben. Vielleicht wollen sie ja demnächst jemanden mithilfe von Whisky ermorden? Ich denke, wir sollten Alkohol in nächster Zeit meiden. Zumindest, wenn die beiden in der Nähe sind." ich schmunzelte kurz, betrachtete dann aber wieder nachdenklich die Tür.

Re: Vergangenheitsplay » 7
from Matthew on 04/01/2018 01:01 PM„Ach, haben wir es so eilig?" fragte ich zweideutig grinsend. Ich wusste natürlich, was der eigentliche Zweck war, aber um nicht dämlich sondern höflich zu sein, hatte ich in letzter Zeit einfach zu wenig geschlafen. Trotzdem war ich wenigstens so geistesgegenwärtig, ihr einen zweiten Eimer aus dem Regal zu nehmen und diesen vor mich hinzustellen, so dass sie auch sitzen konnte.
Als sie mir ihren Namen nannte, überlegte ich, ob ich in vielleicht schon mal von meiner Schwester gehört hatte. Wenn ich jemanden kannte, beziehungsweise dieser Jemand mich, dann meistens durch meine gesprächige Schwester. Sophelya war etwas ungewöhnlicher als diese Standardnamen und das war gut. Gewöhnlich konnte schließlich jeder. „Sophelya." ich nickte. „Wenigstens lag ich nicht meilenweit daneben." lachte ich leise.
Bei ihrer nächsten Aussage, musste ich krampfhaft versuchen, nicht zu lachen. Der Gedanke war ziemlich interessant. „Ich hätte viel lieber jemand anderen rausgeworfen. Ragnar schnarcht den ganzen Turm zusammen!" beschwerte ich mich und verdrehte die Augen.
Ich sah zu der verschlossenen Tür und nickte. „Oder hungrige Schüler auf dem Weg zur Küche... Aber die würden bestimmt die Intelligenz besitzen, im Dunkeln ohne großes Geschnatter durch die Gegend zu laufen." erwiderte ich.
Ich nickte verstehend. Ich war freiwillig noch nie bei Nacht nach dort oben geklettert. Aber die Idee war gut und ich wollte sie gerade fragen, ob es sie stören würde, wenn ich sie begleitete, als die näherkommenden Stimmen auch sie verstummen ließen. Dass wir nun still sein sollten, ließ ich mir nicht zwei mal sagen, schließlich wollte auch ich nicht erwischt werden.
Als sie ihren Zauberstab zückte, beobachtete ich sie skeptisch. Was hatte sie denn vor? Und als dann plötzlich die Tür verschwand, stockte mir der Atem. Hätte sie mir nicht gesagt, dass die Tür von außen normal wirkte, hätte ich es spätestens daran gemerkt, dass die beiden einfach an uns vorbeigingen, ohne uns Beachtung zu schenken. Dummerweise blieben sie genau vor der Tür stehen. Nun war ich an der Reihe meinen Zauberstab zu zücken. Durch meinen leise gemurmelten 'Impertubatio' können wir wieder offen reden, ohne das die anderen uns hören. Trotzdem beuge ich mich noch kurz über Sophelya und berühre die Tür mit meinem Zauberstab. ''Colloportus'' Zufrieden sehe ich dabei zu, wie die Spitze kurz aufleuchtet und damit die Tür verschließt. „So. Wen haben wir denn jetzt da?" frage ich und betrachte die Personen außerhalb der Tür. „Das sind die Hauslehrer von Gryffindor und Hufflepuff." ich runzle die Stirn. „Ich wusste gar nicht, dass die so gut befreundet sind." Schulterzuckend sehe ich das Mädchen vor mir wieder an.

Re: Vergangenheitsplay » 7
from Matthew on 04/01/2018 12:48 AMIch glaubte erst wenige Sekunden hier drinnen festgesessen zu haben, als plötzlich dir Tür aufgerissen wurde. Einen kurzen Moment lang blieb mir das Herz stehen. Das durfte doch alles nicht war sein! Was wollten die denn ausgerechnet in dieser Abstellkammer?!
Wie ich so dasaß und vor meinen Füßen den Boden anstarrte, musste ich wohl ein ziemlich dämliches Bild abgeben. Aber das würde die Lehrer wohl kaum interessieren, sondern viel mehr die Tatsache, dass ich überhaupt hier war... Vielleicht konnte ich ihnen ja einreden, ich wäre Schlafwandler?
Doch die Tür schloss sich genauso schnell wieder, wie sie zuvor aufgerissen worden war. In der Dunkelheit, die nur von dem eher mäßigen Licht meines Zauberstabs durchbrochen wurde – ich hatte zu viel Sorge, ihn heller leuchten zu lassen, da man das Licht dann vermutlich durch den Türspalt sehen konnte - stieß jemand gegen mein Bein. „Autsch!" fluchte ich leise, streckte aber im selben Moment reflexartig die Arme aus, um die Person, die zu straucheln begonnen hatte, abzufangen.
Ich sah nach unten in ein mir mehr oder weniger bekanntes Gesicht. Ich glaubte, sue schon mal bei meiner Schwester gesehen zu haben. Allerdings hatte ich wenig Zweifel daran, dass Ida die ganze Schule kannte. Und andersherum. Als sie dann auch noch meinen Namen nannte, war ich mir allerdings ziemlich sicher. „Jap." erwiderte ich geistreich und nickte auch noch bekräftigend.
Ich versuchte mich an ihren Namen zu erinnern, und tatsächlich war da etwas... „Ähm... Sophie? Sophia? Irgendwie so etwas?" fragte ich und lachte nervös. „Tut mir leid, ich bin nicht so gut mit Namen."gestand ich und fuhr mir mit der Hand durch die Haare. Sie richtete sich auf und ich grinste sie an. Egal wie müde oder erledigt ich war, ich grinste eigentlich immer.
„Bist du etwa auch den Lehrern in die Arme gelaufen?" fragte ich und zog fragend die Augenbrauen nach oben. Gedanklich schlug ich mir jedoch schon gegen den Kopf. Nein Matthew, sie vertreibt sich ihre Zeit natürlich immer und am liebsten in Abstellkammern. Ich schüttelte über mich selbst den Kopf. „Vergiss die Frage. Wohin wolltest du ursprünglich?" ich redete recht leise, da ich keine Ahnung hatte, wie nah die Lehrer waren und ob sie uns vielleicht hören könnten. Wenn sie uns jetzt hier entdecken würden, würde die Hölle losbrechen.

Re: Vergangenheitsplay » 7
from Matthew on 03/31/2018 11:23 PM

Wenn ich dafür nicht in Askaban landen würde, würde ich die Person unmittelbar neben mir mit dem nächstbesten Kissen ersticken. Er schnarchte so laut, dass an Schlaf kein Gedanke verschwendet werden konnte.
Frustriert gab ich es auf. Müde war ich sowieso kein Stück. Ich stand auf, zog mir einen Pullover über und meine Schuhe an um dann missmutig aus dem Raum zu stapfen.
Der Gemeinschaftsraum war wie leer gefegt – kein Wunder mitten in der Nacht! Aber selbst hier unten bildete ich mir ein, das unerträgliche Schnarchen hören zu können. Unglaublich.
Ich beschloss, dass die letzte nächtliche Tour durch das Schloss schon viel zu lange her war, weswegen ich durch das Portal stieg und mich auf den Weg durch die langen Gänge machte. Ein richtiges Ziel hatte ich nicht, nur weg von dem Krach, den dieser Typ veranstaltete. Dass er das Schlafen nannte, war kaum zu glauben. Ruhestörung war eher der Fall.
Als ich um die nächste Ecke bog, hörte ich plötzlich Stimmen und Schritte. Was machten die Lehrer denn noch hier draußen? Sonst traf ich doch auch keine! Jahrelang war immer nur Ida in Schwierigkeiten geraten und ich wollte ihr das jetzt nicht gleichtun.
Leider war nicht vorhersehbar, wohin sie gehen würden und wenn ich jetzt losrannte, würde das zu viel Lärm machen und ob ich weit genug kam, wusste ich auch nicht. Beunruhigt sah ich mich um und entdeckte eine Tür. Mir war relativ egal, in welchen Raum sie führen würde, nur hoffentlich weg von den Lehrern. Ich schlich auf die Tür zu und betete, dass sie nicht auf dem Weg zu dem Raum waren, der hinter dieser lag.
Ich drehte den eiskalten, metallischen Knauf – es fühlte sich an, als wäre er besonders geformt, was mich kurz irritierte – öffnete die Tür und ging ohne weiter drauf zu achten, was für ein Raum das denn nun war, hinein. Schnell und möglichst leise verschloss ich die Tür wieder hinter mir, drehte mich um und stieß prompt gegen ein Regal. Glaubte ich zumindest. Schnell griff ich nach meinem Zauberstab, murmelte 'Lumos' und besah mir die Sache genauer. Eine Abstellkammer. Na super. Sie war gerade mal so groß, das zwei, vielleicht auch zwei Personen und ein Kleinkind hier herein passten. Ich beschloss hier drinnen zu warten, wer weiß, ob die da draußen Wurzeln schlagen würden und sicher war nun mal sicher.
Ich drehte leise einen Eimer um und setzte mich darauf, bereit die halbe Nacht hier zu warten, wenn es denn sein musste.

Re: Vergangenheitsplay » 12
from Matthew on 03/22/2018 09:30 PMWütend schüttelte ich den Kopf. Ich hatte keine Zeit für Erklärungen! Zum Glück schien ihm das auch bewusst zu werden, denn er schüttelte den Kopf und schien keine Ausführung zu verlangen. Er hätte sie auch nicht bekommen.
Wütend sah ich ihn an und schüttelte dann mindestens genauso wütend den Kopf. "Ich habe - Lia hat keine Zeit dafür!" Ihr Uhr tickte vielleicht schon. Ich hatte Angst, Angst um sie. Und ich wollte das niemand anderem überlassen. Ich konnte einfach nicht.
"Du musst gar nichts zulassen." sagte ich entschlossen. "Es ist mein Leben und du kannst nicht darüber verfügen. Niemand kann das, abgesehen von mir." ich sagte das mit soviel Nachdruck wie möglich. Ich würde mich nicht aufhalten lassen.
Als er alle Leute, die mir am Herzen lagen, aufzählte, geriet mein Entschluss kurz ins Wanken, da ich sie nicht verlieren wollte. Und wenn mir etwas passierte, würde ich sie nie wiedersehen. Aber in dieser Liste fehlte jemand bedeutendes. Und diese Person konnte ich einfach nicht im Stich lassen, koste es, was es wolle.
Fassungslos sah ich ihn an:"Und glaubst du, ich könnte einfach so weiterleben, als wäre nichts gewesen, wenn ich sie verliere? Ich könnte es nicht. Nie wieder!" ich schrie es schon fast.
Meine linke Hand umklammerte noch immer den Besenstiel, während die Rechte sich nun fester um meinen Zauberstab schloss, der sich in meiner Tasche befand. "Ich sorge dafür, dass du dir keine Vorwürfe machen musse." sagte ich und zückte, bevor er überhaupt blinzeln konnte meinen Zauberstab. Mein Petrificus Totalus traf ihn unvorbereitet und erwischte ihn ziemlich hart an der Brust. Ich fing ihn auf, bevor er auf dem Boden aufschlug und legte ihn vorsichtig ab. "Tut mir leid." sagte ich leise, bevor ich ging. Kurz hatte ich überlegt, ihn vor den Gemeinschaftsraum der Slytherins zu schleifen, aber die Gefahr meiner Schwester nun auch noch zu begegnen, war einfach viel zu groß. Ich hoffte, er würde bald gefunden werden....

Re: Vergangenheitsplay » 12
from Matthew on 03/21/2018 11:46 PMDa ich in einer normalen Situation gelacht hätte, zwang ich mich jetzt auch dazu. Es klang seltsam hohl und überhaupt nicht nach mir.
Kurz überlegte ich, einfach zu lügen. Aber das würde wohl eher wenig Sinn machen. Ilian konnte mir mittlerweile jede Lüge von der Nasenspitze ablesen. Glücklicherweise beruhte dies auf Gegenseitigkeit. Er war darin genauso gut wie meine Eltern und meistens auch meine Schwester...
Ich ließ diesen schwachen Abklatsch eines Lächelns von meinem Gesicht verschwinden und sah ihn ernst an. „Gar nichts ist in Ordnung. Aber ich habe keine Zeit, dir alle Einzelheiten zu erklären." erwiderte ich bitter. „Lias Leben könnte davon abhängen und jede Sekunde, die ich vergeude, könnte sie das Leben kosten. Und ich kann sie nicht verlieren. Sie und einige andere wurden entführt und ich werde sie zurückholen. Nicht allein." schloss ich.
Meine Gedanken waren zu durcheinander, um zu deuten, was Ilian laut seines Gesichtsausdrucks wohl dachte und ich hatte auch keine Zeit dazu, mit ihm zu diskutieren, weswegen ich ihm geradeheraus sagte, was ich von ihm wollte: „Ja, es ist gefährlich. Sich mit Monstern anzulegen ist immer gefährlich. Und ich möchte -" ich sah in den Gang hinter ihm, da Ida ein Talent dazu hatte, immer dann aufzutauchen, wenn man es gerade nicht gut gebrauchen konnte. Etwa wenn man ein Geschenk für sie verpackte oder wenn man sich zu einer nicht genehmigten Rettungsaktion aufmachte. „ Ich möchte, dass du kurz wartest, bis ich verschwunden bin. Gib mir eine halbe Stunde und dann rede mit Ida. Beruhige sie, halte sie ja im Schloss. Ihr beide solltet in Sicherheit sein. Es reicht, wenn ich bei dem Versuch eine Person zu retten 'durchdrehe und vor Sorge umkomme." Im Nachhinein war die Wortwahl wohl etwas mies, denn ich meinte nicht im wörtlichen Sinne umkommen... Aber das war im Moment nicht von Bedeutung. Ich warf einen Blick auf die Uhr und war in diesem Moment froh, etwas Zeit damit gespart zu haben, indem ich mir einfach einen Besen geklaut hatte.
Ich sah Ilian abwartend an. Im Stillen flehte ich, dass er keinen Ärger machen würde und Ida in Schach halten konnte. Aber wem machte ich hier eigentlich etwas vor? Nicht mal Ida konnte Ida in Zaum halten!

Re: Vergangenheitsplay » 12
from Matthew on 03/21/2018 10:19 PM


Der gesamte Abend spielte sich immer wieder in meinem Kopf ab. Hatte ich etwas übersehen? Es fiel mir so vieles auf, was hätte anders laufen können. Das D.C. Treffen war ganz normal gewesen, nichts ungewöhnliches. Da war ein kleines Mädchen, das das erste Mal Ansätze eines Patronus hinbekommen hatte. Sie war so glücklich gewesen, dass es ihr danach sogar ganz gelungen war. Amelia hatte mir von ihrem Aufsatz erzählt und mir war mit Schrecken aufgefallen, dass ich diesen auch noch schreiben musste. Auf ihren strengen Blick hin war ich sofort in den Gemeinschaftsraum verschwunden und hatte an diesem gearbeitet, bis er zufriedenstellend war. Aber ich hatte so lange gebraucht, dass ich das restliche D.C. Treffen wohl verpasst hatte. Ich hatte ihr noch kurz Zeit geben wollen, dann wollte ich zu ihr. Hätte ich das bloß nicht getan. Wäre ich doch nur gleich zu ihr gegangen oder hätte sie erst gar nicht zurückgelassen um diesen dämlichen Aufsatz zu verfassen! Denn, wie sollte es anders sein, war ich eingeschlafen und hatte Zeit verschwendet... Die Wut auf mich selbst, auf alles, auf die Gesamtsituation, trieb mich dazu an noch schneller zu laufen. Ich umklammerte den Besenstiel in meiner Hand so fest, dass meine Knöchel weiß hervortraten.
Genau diesen Weg war ich auch entlanggegangen, als meine Uhr sich plötzlich bemerkbar gemacht hatte. Das SOS Zeichen. Zuerst hatte ich gedacht, es wäre ein Test, aber dann wurden andere D.C.-Mitglieder unruhig, sagten, dass Freunde verschwunden wären... Und auch Amelia war unauffindbar. Ich hatte noch nie erlebt, dass sich so viele Menschen, so schnell einig waren. Es wäre mir auch egal gewesen, wenn es nicht so gewesen wäre. Ich wäre auch ohne die anderen losgezogen, um meine Freundin zu finden. Aber so waren ihre Chancen und natürlich auch die der anderen deutlich größer. Natürlich mussten wir nun Besen organisieren, was wieder wertvolle Zeit kostete. Zeit, die Lia vielleicht nicht hatte. Da ich nicht den Nerv besaß, durch das ganze Schloss zu rennen und Besen zu suchen, stahl ich mich einfach in den Gemeinschaftsraum der Hufflepuffs, ich war sowieso in der Nähe gewesen, um zu sehen, wie es um mein Mädchen stand, und führte einen Aufrufzauber durch. Mir egal, wem dieser Besen gehörte, die Hauptsache war, dass er mich schnell zu Lia bringen würde.
Als ich aus dem Gemeinschaftsraum der Hufflepuffs trat, um mich mit den anderen zu treffen, überlegte ich kurz, meiner Schwester Bescheid zu geben, entschied mich jedoch dagegen. Es gab nur wenige Wege, wie dieses Gespräch ausgehen würde. Entweder, sie würde mich nicht gehen lassen – und ich würde keine Rücksicht auf ihre Gefühle oder sonstiges nehmen können in diesem Fall, ganz egal wie sehr ich sie liebte – oder aber, und das wollte ich noch weniger, als ihr weh zu tun – sie würde mitkommen wollen. Und das konnte ich aus mehreren Gründen nicht zulassen. Wenn sie dabei wäre, hätte ich mehrere Personen, auf die ich Acht geben müsste und ich wusste nicht mal, ob ich auf eine aufpassen konnte. Moment, es waren jetzt schon zwei. Ich musste selbst ja auch am Leben bleiben. Und wenn ich mich nicht voll konzentrierte, gäbe es mehrere Personen, die zu schaden kommen würden. Und dieser Gefahr wollte ich weder Lia noch Ida aussetzen. Niemals. Also, egal wie ich es drehte und wendete, Ida würde verletzt werden, wenn ich jetzt zu ihr ging. Von meinem schlechten Gewissen geplagt, ich konnte mich nicht daran erinnern, sie schon jemals hintergangen zu haben, machte ich mich auf zu den anderen. Jedoch nicht, ohne nochmal einen Blick in Richtung des Slytherinraumes zu werfen. Und da kam eine der zwei Personen, die ich abgesehen von einem Lehrer, jetzt am allerwenigsten sehen wollte. Ilian. Auch an ihn hatte ich vorhin kurz gedacht. Kurz hatte ich gedacht, er wäre sicherlich eine Hilfe. Aber dann war mir aufgefallen, dass ich auch ihn unter keinen Umständen in Gefahr wissen wollte. Auch ihn wollte, konnte ich nicht verlieren.
Ich versuchte meine Wut und meine Sorge zu verbergen, ich hätte auch einfach gehen können, aber das wäre noch auffälliger gewesen, da er bereits gesehen hatte, dass ich ihn gesehen habe. Ich zwang mir eine furchtbar gekünsteltes Lächeln auf und nickte ihm zu. Ich glaubte selber nicht, dass er nichts bemerkte, aber ich musste es versuchen. „Hallo Ilian." meine Stimme klang, als würde sie geradewegs aus einem Grab kommen. Und wenn ich mich nicht beeilte, könnte sie bald wohl aus Lias Grab kommen. Soweit durfte es nicht kommen. Ich ging ein paar Schritte auf ihn zu, da er unendlich viel Zeit damit zu verschwenden schien, auf mich zuzukommen. „Was gibt es?" fragte ich und umklammerte den Besenstiel noch fester. Komm aus dem Knick Ilian.

Re: Vergangenheitsplay » 12
from Matthew on 03/19/2018 11:21 PMGrinsend sah ich ihn an. „Die Offensichtlichkeit trägt deinen Namen." feixte ich dann. Ich war mir ziemlich sicher, dass mich jetzt gleich eine Retourkutsche erwarten würde. Verdient hätte ich es ja und genug Material lieferte ich dafür mit ziemlich großer Sicherheit auch.
Seine nächste Frage, ließ mich erneut grinsen. „Hm. Am Anfang schon etwas. Aber im Grunde, hatte sie dich ja zu erst und dann kam Matt!" ich lachte. „Also sollte es für sie vielleicht komisch sein..." Ich zuckte mit den Schultern. „Das gute ist, dass ich nun eine sehr zuverlässige Quelle habe und zur Abwechslung mal was erfahre, anstatt mir immer Sorgen zu machen und den anderen hinterher zu spionieren – sag ihr das bloß nicht!" Sie würde mich für verrückt erklären. „ Außerdem bist du mir der liebste von allen hier. Das Ding ist nur, dass ich ein Riesenproblem habe, wenn du Mist baust. Oder sie. Also wehe ihr baut Mist!" mein erneuter ernster Blick, war genauso unglaubwürdig wie die anderen an diesem Abend. „Und am Anfang, habe ich mir ehrlich gesagt auch einfach vorgestellt, du würdest von jemand anderem reden, und nicht von meiner Schwester. Aber wie gesagt: Es ist mir eigentlich ganz recht etwas von ihr mitzubekommen. So lange du gewisse Details auslässt." Ich zog die Augenbrauen hoch. Es gab da eine Handvoll Sätze, die ich niemals über meine Schwester hören wollte.
Leise lachend nickte ich. „Da ist ein Mädchen. Sie ist sehr sehr hübsch." ich sah wieder zu der Kleinen und sie grinste mich wieder mit meinem Lächeln an. „Bevor du fragst: Nein, es ist nicht Amelia Bones." Eigentlich wollte ich weitersprechen, damit er nicht dachte, ich würde mir jemand anderen wünschen, als Lia, aber die Kleine lenkte mich ab. Sie hatte ihre kleinen Hände nun ausgestreckt und Lia reichte sie an Ilian weiter, der sie freudig in die Arme nahm. Ich grinste noch breiter und glücklicher.
Ich wandte den Blick wieder vom Spiegel ab. „Gerade hast du sie im Arm" ich lächelte. Und dann fiel mir wieder ein, dass ich noch gar nichts erklärt hatte. „Ich würde sagen, dass sie meine Tochter ist. Zumindest kann sie genauso grinsen. Es ist aber auch unbestreitbar, dass Lia, sie sehe ich übrigens auch, ihre Mutter ist." ich warf noch einen liebevollen Blick in den Spiegel. „Ida und du, ihr seid auch da." Ich hatte eigentlich nie wirklich darüber nachgedacht, dass ich eine Familie so sehr wollte. „Ich glaube, als Ida das Kommentar fallen gelassen hat, das Lia und ich süße Kinder hätten, hat sie mir damit diesen Gedanken eingepflanzt." Ich lachte leise, als sie Ilian an den Haaren zog. Wie gerne ich sie wirklich auf de Arm nehmen wollte. Ich konnte gar nicht genug bekommen von diesem friedlichen Bild. Ich seufzte. „Hier noch ein Fakt: Der Spiegel ist wundervoll und zeigt einem seinen größten Wunsch, aber es ist keine Wirklichkeit. Die Gefahr ist, dass man für immer vor ihm stehen bleibt und sich diese Träume deswegen niemals erfüllen." Schweren Herzens trat ich beiseite und ging zu Ilian. „Und wenn ich mein Mädchen noch länger warten lasse, wird das bestimmt niemals Wahrheit." ich deutete auf den Spiegel und lachte.

Re: Vergangenheitsplay » 12
from Matthew on 03/17/2018 10:58 PMIch nickte. Das würde interessant werden. Vielleicht würde ich es ja schaffen, Ida da raus zu halten. Zumindest würde ich ihr nicht auf die Nase binden, dass ich ihrem... nennen wir es mal vorsichtig Freund – wie es um die beiden jetzt so wirklich stand wusste ich ja immer noch nicht. - Bilder von ihr als Baby oder Kleinkind gezeigt hatte.
Auf seine Zustimmung hin, nickte ich nur etwas abwesend, da Lia meine Gedanken in Beschlag genommen hatte. Erneut fragte ich mich, ob sie wohl gerade im Gemeinschaftsraum der Hufflepuffs saß und fleißig lernte. Etwas, dass ich eigentlich auch mal wieder tun sollte... Ich schüttelte den Kopf. Amelia besuchen würde ich trotzdem nachher.
Als er jetzt auch noch rot wurde, war es ganz aus mit meiner Selbstkontrolle. Ich lachte noch heftiger. Mein ganzer Körper bebte vor Lachen.
Er trat zurück und sah mich an. Ein Märchen. Ich schüttelte immer noch mit Lachtränen in den Augen den Kopf. Hätte er wohl gerne. „Willst du damit sagen, du willst gar nichts von Ida?" prüfend sah ich ihn an. Ich wusste, dass das sehr wohl der Fall war, aber ob er sich das schon selbst so wirklich eingestanden hatte, war schleierhaft.
Er schob nun mich vor den Spiegel. Hatte er mich gerade ernsthaft gefragt, was ich sehen würde?
Ich stand vor dem Spiegel und hatte nun doch so etwas wie Angst, nicht das zu sehen, was ich erwartete. Vorsichtig hob ich den Kopf und... Mein Spiegelbild hatte ein Mädchen in den Armen. Es war nicht Lia. Zu erst erschrak ich etwas. Wer war das? Und dann langsam wurde es mir klar. Der Matthew vor mir, der um einiges älter wirkte, lächelte beruhigend. Das Mädchen, welches er in den Armen hielt, hatte doch verblüffende Ähnlichkeit mit Amelia. Und als sie mich aus dem Spiegel heraus angrinste, erkannte ich mein eigenes Grinsen. Nun musste ich ebenfalls lächeln und das kleine Mädchen strahlte. Es sah nach hinten, genau zu der Stelle, an die Amelia nur einen Augenblick später trat. Auch Lia war älter. Das kleine Mädchen streckte die Arme nach seiner Mutter aus – das Lia ihre Mutter war, konnte man beim besten Willen nicht leugnen. Die Spiegel- Lia nahm die vielleicht Dreijährige auf die Arme und stellte sich neben mein Spiegel- Ich. Im Grunde hatte ich mir immer gewünscht, dass ich einem eine Familie haben würde. Ich würde meine Kinder nicht weggeben. Niemals. Auch wenn ich dadurch eine unbeschreiblich glückliche Kindheit gehabt hatte, war da immer dieses Wissen, dass irgendjemand weder mich noch meine Schwester gewollt hatte.
Das vor mir war fast meine Definition von Vollkommenheit. Und als dann Tatsächlich Ida neben meinem Spiegelbild auftauchte – mit Ilian im Schlepptau – und mir in die Seite pikste, war alles perfekt.
Ich sah zu dem echten Ilian und lächelte. Ich würde das wahrscheinlich niemals jemandem erzählen, aber dieser Anblick machte mich unheimlich glücklich. So, wie Ilian mich allerdings ansah, würde ich es ihm wohl erzählen müssen. „Wenn ich dir das erzähle -" ich deutete auf den Spiegel „- musst du mir schwören es niemals einer Menschenseele zu verraten." ich sah ihn ernst an, bevor ich nochmals in den Spiegel sah.

Re: Vergangenheitsplay » 12
from Matthew on 03/11/2018 05:55 PM"Das wird es auch mindestens kosten!" forderte ich und sah ihn so ernst an, wie ich konnte. "Wenn Ida mich dafür nämlich umbringt- und das wird sie- will ich vorher wenigstens noch ein bisschen was genossen haben." erwiderte ich mit wehleidiger Stimme.
Ich zog ein paar mal feixend die Augenbrauen nach oben. Mir würden da tatsächlich ein paar Gemeinheiten einfallen. Aber er war mein Freund, also würde ich es nicht ganz so schlimm gestalten. Wenn es denn mal dazu kommen sollte.
Nachdenklich betrachtete ich ihn und versuchte krampfhaft meinen ernsten Gesichtsausdruck beizubehalten, was mir gründlich misslang, als Ilian anfing zu lachen. "Vielleicht sollten wir unsere Beziehung dann lieber auch nicht hier ausleben, sonst tratschen die Wände noch!" lachte ich. Wir waren einfach zu durchgeknallt für diese Welt. Und es war großartig.
Auch er schien schon Erfahrungen mit dem Überraschungstalent meiner Schwester gemacht zu haben, aber ich ließ ihm einfach die Zeit, seinen Gedanken nachzuhängen.
Ein seeliges Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Ja, es war schnulzig, aber was zählte das schon? Ich vertraute meine schnulzige Seite ja nur meinem besten Freund, meinem Bruder an. "Naja, aber ich bezweifle, dass wir uns in einem überfüllten Laden zum ersten Mal geküsst hätten. Also war das vielleicht doch ganz gut so..." erklärte ich. Und ich glaubte, dass das stimmte. Wären Zeugen dabei gewesen, wäre das bestimmt nicht so gelaufen... Dann hätte ich mich bis heute vielleicht noch nicht getraut. Generell wussten glaube ich immer noch recht wenige, dass wir ein Paar waren. Weder sie noch ich waren der Typ, soetwas laut herumzuposaunen. Ich hatte es Ida erzählt und natürlich Ilian und Cas. Aber sonst wussten nicht mal meine Eltern davon. Zumindest nicht von mir... Ob Ida wohl etwas erzählt hatte? Aber bevor sie inen Brief an unsere Eltern schrieb, fiel Weihnachten und Ostern auf den selben Tag.
Abwartend sah ich ihn an und konnte mir ein Lachen einfach nicht verkneifen, als er schockiert neben sich sah. Als er dann den Namen meiner Schwester nannte, klatschte ich in die Hände und stieß ein "Ja!" aus. Das war der ultimative Beweis dafür, dass er es ernst mit ihr meinte. Ich hatte zwar eigentlich nicht mehr an ihm gezweifelt, aber diese Bestätigung war schon super.
"Nö. Ich sehe vermutlich was anderes in dem Spiegel. Jeder hat seinen eigenen Wunsch. Zumindest meistens. Obwohl ich mir vorstellen könnte, dass noch ein paar andere meine Schwester sehen würden." meine Stimme verdüsterte sich bei dem letzten Satz. Ilian war mir von den ganzen Spinnern hier eindeutig der Liebste.


![[ehem.] Ravenclaw](https://static2.yooco.de/n/ee/408293/images/usergroups/orig/8059db243fb1068b97082fb6dd7272e8.png)








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