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Re: Professor van de Ferres' Turmzimmer
von Vicky am 13.04.2018 13:36Hoch erfreut sah ich, dass sich die hässliche Wunde auf wunderschönste Art und Weise verschloss. Ich badete in den sonnigen Worten meines Herzblatts und dachte schon über die beste Rezeptur für die Nachbehandlung der nun frisch verschlossenen Verletzung nach, als Phelie plötzlich am ganzen Körper anfing zu zittern und laut loszulachen. Anfangs lacht ich noch unsicher mit, als ihre Körpertemeratur aber immer mehr anzusteigen schien, sprang ich, zum gefühlten 500sten Mal an diesem Abend auf, um das Buch zu holen. -Hatte ich etwas faslch gemacht?
Als ich unten ankam, keinen Fehler entdecken konnte, und meine Augen das Kleingedruckte erfassten, überkam mich ein sehr ungutes Gefühl. Noch in der letzten Stunde, habe ich meine Schüler damit aufgezogen, dass es kein Versehen ist, wenn man die Notizen des Autors nicht sieht, sondern pure Faulheit. Jetzt fühlte ich mich dopplet schlecht. Ich machte mir eine gedankliche Anmerkung den Überraschungstest definitiv ausfallen zu lassen und den schon angesetzten Test auf eine Woche zu verschieben. Jetzt musste ich mich aber ersteinmal um dieses, vor Lachen geschütteltes, mit glänzenden Augen umherschauende und vor Hitze glühende Etwas auf meiner Couch beruhigen.
Ich blätterte auf Seite 31, rannte dann zu meiner Zaubertrankküche und schnappte mir das Beiheft mit dem klanghaften Namen "Blutverlust leichtgemacht - Das Beiheft für Blöde". Auf Seite 1 erklärte der Autor, dass es ihn beschäme, solch' faule Leser zu haben, dass sie noch nichteinmal das Kleingedruckte lesen. Zitat:"Das ist kein Versehen, das ist pure Faulheit!", ich rollte meine Augen und las weiter. Mit einem Seufzer schlug ich das Heft zu und beobachtete Ophelie, Professorin für Zauberkunst an der wohl renomiertesten Zauberschule für Hexerei und Zaubereie, wie sie vor Lachen von der Chaise-Lounge rutscht,- wie damals, als... .
Ok. Falls Schüler oder Kollegen von anderen Schulen diese Geschichte mitverfolgen, lasst mich nur eins sagen:" Es war wirklich sehr, sehr lustig." ;)

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Re: Professor van de Ferres' Turmzimmer
von Vicky am 02.04.2018 12:51Da ich den Topf schon auf eine Flamme gestellt hatte, fing das Schmalz, noch bevor ich das Fenster erreichte, an zu brodeln. Nach fünf Minuten soll ich die kleingehackten Gänseblümchen hinzufügen, es von der Flamme stellen, unter Mondlicht - wenn zur Zeit keines verfügbar, rät der Autor, den Trank von Nachtglühwürmchen beleuchten zu lassen, 38 Mal nach links und 71 nach rechts umzurühren. Dann soll man die gestoßenen Mondlilienblätter hinzugeben und den Zauberspruch "sanguis sana" mit einer wellenartigen Bewegung des Zauberstabs sprechen. Nach etwa 10 Minuten war der Trank fertig. Bevor ich ihn aber Phelie gab, tröpfelte ich noch den Geruchsneutralisator ein. Außerdem fügte ich noch ein bisschen Zimt hinzu.- Kann ja nie schaden.
Ich füllte das Gebräu in eine Tasse mit dem Aufdruck "Coffee is always a good idea", den ich noch schnell zu "Getting well is always a good idea, so drink!!" umzauberte. Dann setze ich mich neben meine Freundin und hielt ihr den roten, silber schimmernden Trank hin.

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Re: Professor van de Ferres' Turmzimmer
von Vicky am 28.03.2018 22:29Man konnte praktisch zusehen, wie es ihr immer schlechter ging. Noch bevor Twinky mit der Versorgung Phelis fertig war, stand ich in meiner kleinen Labornische und befestigte das fleckige Heft in einem Buchhalter. Ich lehnte mich mit den Unterarmen auf die Theke und überflog das in altertümlicher Schrift verfasste Rezept. Es war keine Zeit zu verlieren. So kam es, dass ich den netten Hinweis "Das Rezept eignent sich nicht bei Verletzungen durch einen Werwolf. Dafür bitte auf Seite 31 gucken."
Schon bei der ersten Zutat drehte sich mein Magen um. - Der Schmalz von Ohrenkröten wurde benötigt. Zum Glück muss ich Pheli nur das Leben retten und nicht den Mist auch noch trinken. Mein ältester Bruder hatte mir daraus immer Stinkbomben gebastelt, die wir dann in Muggelfußgängerzonen, in Aufzügen und unter Sitzkissen verteilt haben. Der Schmalz stinkt fürchterlich, ist aber ebenso harmlos. Er ist sehr feuchtigkeitspendend und enthält sehr, sehr viele Mineralsstoffe und sogar Vitamine. Gekostet habe ich den allerdings noch nie. Außerdem benötigte ich noch ein Pfund Gänseblümchen und drei Blätter der Mondlilie (es muss das jüngste, das zweitjüngste und dass fünfte Blatt sein). Ok! Das klang schon einmal besser. Außerdem rät der Autor, dass man das ganze mit einem bisschen Zimt würzt, um den Ohrenschmalzgeschmack der Ohrenkröte ein bisschen erträglicher zu machen. Da ich bezweifel, dass "ein bisschen Zimt" da hilft, stellte ich einen kleinen Flakon zu den anderen Zutaten. -Ein hochwirksamer Geruchsneutralisator, den ich aber erst ganz am Ende des Bräuverfahren hinzugeben kann, da er sonst seine Wirklung verliert. Ich tupfte mir ein bisschen Parfum unter die Nase und schraubte das Gläschen mit dem Schmalz auf. Ein Gestank, denn die Welt noch nicht gerochen hat, quillt daraus hervor. Mein äußerst leckeres und üppiges Abendbrot verspürte plötzlich das heftige Verlangen nach frischer Luft, aber ich riss mich zusammen, schaufellte zwei einhalb Schmalzlöffelchen in einen silbernen Topf, fügte eine empfohlene Extraprise hinzu und knallte einen Deckel auf das Bräugefäß. Dann sprintete ich zu den Fenstern und riss sie auf. In etwa 10min sollte alles wieder normal duften. - Nun gut. Nach diesem Geruch, duftet selbst ein Hundehaufen nach frisch gebrühtem Kaffee.

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Re: Professor van de Ferres' Turmzimmer
von Vicky am 18.03.2018 20:20Schon nach den ersten paar Seiten, stieß ich auf eine sehr nützliche Information. Es soll einen Zaubertrank geben, der Wunden von innenheraus verschließt und gleichzeitig den Körper beim Regenerieren, in Bezug auf Remineralisierung bei starkem Blutverlut, unterstützt. -Na perfekt. Ich hielt meiner kleinen Schnecke das Buch unter die blasse Nase und sagte in feierlichem Ton:" Guck'mal! Das braue ich dir!". Ich zog das Beiheft, in dem die Quellen, weiteres Referenzmaterial und die Rezepturen drin stehen zwischen den Buchseiten hervor und blätterte auf Seite 17. "Wunden Fix", stand dort in verschnörkelten Buchstaben geschrieben.
Bevor ich weiterlesen konnte, kam Twinky mit flatternden Ohren durch die Tür gerollt, wobei sie den Infusionsständer zum Roller umfunktionierte. In einem ihrer dünnen Ärmchen hatte sie unzählige Beutelchen, mit dem anderen hielt sie sich an dem Ständer fest. Bei uns angekommen, grinste sie uns breit an und sagte nur:" Mylady, das war ganz schön knapp!". Ich lächelte zurück. Sie war einfach ganz besonders. Wir lernten uns in einem Restaurant kennen. Damals bin ich gerade zu meiner Weltreise aufgebrochen und die ersten Hindernisse zwangen mich, über mich hinauszuwachsen. Als ich einfach nur ein bisschen weinen wollte, setzte ich mich in eine hintere Ecke des schmuddeligen "Bernhard's Pub "und legte mein Kopf auf die fettige, aber immerhin kühle Tischplatte. Als sich plötzlich ein Bananen-Split Eis vor mich schob, guckte ich verwirrt auf und sah in eines der niedlichsten und zugleich hübschesten Gesichter der Hauselfenwelt. 2l Tee, eine ganzen Packung Kleenex und eine extra Portion Kokossahne später, stand ich am Tresen und fragte den Besitzer des Ladens, ob ich Twinky haben dürfte. Ich fühlte mich in diesem Moment äußerst unwohl, aber ich hatte den kleinen Elf in dieser relativ kurzen Zeit schon so doll ins Herz geschlossen, dass ich den schmierigen Restaurantchef letzenendes überzeugen konnte. -Vielleicht hat auch ein ganz besonderes Pflanzenöl seine Entscheidung ein wenig beeinflusst. ... Heute weiß das aber niemand mehr so genau.
So in Gedanken, sah ich ihr dabei zu, wie sie den Butterfly in Phelis Vene pickste und fachmännisch den Tropf anhängte. Ich wusste, dass sie in ihrer Freizeit viel mit Felix, dem Krankenstationelf, zusammen war, aber so viel... . Da müssen wir später auf jeden Fall nochmal ein Wörtchen reden.
Ich warf Ophelia einen vielsagenden Blick zu.

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Re: Professor van de Ferres' Turmzimmer
von Vicky am 10.03.2018 08:21Als Pheli mir erzählte, was passiert war, wusste ich nicht, ob ich histerisch zu lachen anfangen sollte, oder mich beinahe ohnmächtig neben sie legen. Fenrir Greyback!! Mir war, als würde all das Adrenalin, was ihren Körper nach und nach zu verlassen schien auf mich übergehen. Auch wenn ich noch nie in meinem Leben in einer lebensbedrohlichen Situation oder ein kriegsähnliches Erlebnis hatte, waren es viele meiner Romanheldinnen.
Ich versuchte ruhig zu werden und mich auf Pheli zu konzentrieren.
Ihr Kreislauf war am abkacken. -Dass ich dieses Wort jemals benutzen würde, hätte ich auch nicht gedacht... OK! Konzentration!!
Ihrem Kreislauf ging es nicht gut, da sie Unmengen an Blut verlor.
Das ganze Blut kommt von einer heftigen Wunde am Oberkörper.
Die Blutung muss gestoppt werden.
Flüssigkeit und Mineralstoffe wieder zugeführt werden. Womöglich brauchte sie eine Bluttransfusion.
Ein Werwolf hatte sie schwer verletzt. - Und letzte Woche hatten wir uns noch über unsere Irrwichte und wie wir die in etwas Lustiges verwandeln können unterhalten. Eine tsunamieähnliche Welle an Tränen drohte aus meinen Augen brechen zu wollen. -Reiß dich zusammen Vicky!, ermahnte ich mich und wischte mir die Tränen aus den Augen, sodass sie mir nicht mehr die Sicht versperrten.
Sie wurde nicht gebissen, das war schon einmal gut.
Das erste, was ich tun musste, ist Pheli von dem Boden runterzukriegen und auf eine meiner Chaise Lounges zu hieven. Mein, durch den Tumult herbei geeilter, Hauself, Twinky, verstand was ich vorhatte, ohne dass ich mit ihr ein Wort wechseln musste. Sobald wir meine beste Freundin behutsam abgelegt hatten, erteilte ich Twinky den Auftrag, die Wunde zu reinigen und dann mit Leukos-Blättern zu belegen, wie sie einen Geburtstagskuchen mit Schokoladenglasur bestreichen würde.- Sehr, sehr großzügig. Der Saft der Leukos war um einiges geeigneter, um Blutungen zu stoppen. Allerdings hatten wir nicht genug Zeit, ihn zu harzen. Grob gestoßene Blätter müssen jetzt reichen. Die hatten natürlich auch den Vorteil, dass man die Wunde auch gleich damit verbinden konnte und so ein Druckverband angelegt werden konnte.
Da ich immer ein Fläschen Leukos Harz parat habe, für Papierschnitte und sonstige Kratzer, warf ich meinem kleinen Elf dieses, zusammen mit einem Lichtrosenblatt, zu. Das Lichtrosenblatt soll dafür sorgen, dass die Wunde gut verheilt und nur sehr, sehr schmale Narben hinterlässt. Eine Lichtrosenblattmaske wirkt auch Wunder bei Pickeln und Mückenstichen.
Da sich nun um die Blutung gekümmert wurde, konnte ich mich nun auf den Kreislauf konzentrieren. Um etwas Zeit zu gewinnen, lief ich zu meiner gespenstisch blassen Patientin und schlug ihr einmal kräftig auf die Wange. Dass Twinky empört anfing zu meckern und ihr dann auf die leicht rosa Stelle ein Küsschen gab, ignorierte ich.
Da ich selber mit einem niedrigen Kreislauf zu kämpfen hatte, hatte ich einen größeren Vorrat an Schwarzteeextrakt, denn ich nun mit Zuckerwasser aufgoss, ein Strohhalm reinsteckte und Ophelia brachte. Ich hoffte, dass ihr Körper es bei sich behielt. Das Anrühren gab mir einen Moment der Ruhe, sodass ich meinen nächsten Schritt überdenken konnte. Inzwischen war auch Twinky mit ihrer Arbeit fertig. Da ich keine Ahnung hatte, wie viel Blut meine Abenteurerin verloren hatte, was sie für eine Blutgruppe hat und geschweige denn, wie man eine Bluttransfusion setzt, schickte ich den kleinen Elf los, um in der Krankenstation so viele Säcke NaCl Lösung wie sie tragen konnte und so einen Ständer mitsamt Nadel und Co zu stibitzen. Das anzulegen, traute ich mir halbsweg zu. Aus Unterhaltungen wusste ich, dass sie mit einer, der dort beschäfftigten, Hauselfen sehr gut befreundet ist. Während sie unterwegs ist, wollte ich mich über die Heilung solch übler Wunden belesen. Während ich neben meiner Freundin saß und ihr das Glas unter die Nase hielt, zauberte ich mir nützlich erscheinende Bücher herbei. Unteranderem ein Buch mit dem Titel "Blutverlust leichtgemacht". Der Titel erstaunte mich. Noch erstaunter war ich allerdings darüber, dass ich so ein Buch besaß. Auf der ersten Seite kündigt der Autor großspurig an, dass man sich ab nun an nie wieder keinerlei Sorgen um Blutverlüste machen müsse, da man mit seinen top Tipps jede Anämie, und sei sie noch so groß, heilen kann. Ich begann daraus vorzulesen.

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Re: Professor van de Ferres' Turmzimmer
von Vicky am 02.03.2018 23:15Ein ungutes Gefühl plagte mich schon den ganzen Tag über. Gegen Abend wurde es immer schlimmer. Als ich meine Kugel um Hilfe bat, leuchtete sie nur in einem eisenrot. Ich hatte keine Ahnung, was mir das sagen sollte. Als ich nach dem Unterricht in mein Zimmer stiefelte und die Tests vom heutigen Tag auf den mittlerweile riesigen Stapel schmiss, kam ich zum Schluss, dass die rote Farbe der Korrekturstift und mein ungutes Gefühl mein absolut starkes Schlechtegewissen sein musste. Also beschloss ich, mich nach dem Abendessen in meinen Lieblingspyjama zu werfen, Kakao zu kochen und die hangemachten Pralinen aufzumachen, um mich dann um die Arbeiten zu kümmern. Da ich die ganze Zeit an Pheli denken musste, nahm ich mir auch vor, sie für morgen zum Eisessen einzuladen. Ein paar meiner Obststräucher haben dicke fette Früchtchen, die sich kurz aufgekocht sehr gut zu Twinkys, mein Hauself, selbstgemachtem Erdbeereis passen.
Obwohl die Tatsache, dass ich Pheli beim Abendbrot nicht getroffen habe, meine Stimmung ganz schön trübt, ließ ich mich gut gelaunt und voller Tatendrang von meinem Bilderesel in meinen Turm tragen.
Dort angekommen, sprang ich aus einem Gemälde, welches ich von einem griechischem Gelehrten geschenkt bekommen habe. Ein Bruchteil einer Sekunde später sprang ich nochmal, diesmal aber vor Schreck, drei Meter in die Luft. Als der Schock, dass da jemand in Mitten meines Wohnzimmers lag, ein wenig nachgelassen hat, breitete sich Freude in meinem Herzen aus, als ich erkannte, dass es Pheli war. Wieder nur ein Wimpernschlag später, erschrack ich mich tierisch darüber, dass sie auf meinem Boden lag. Fast ohnmächtig wurde ich, als ich diesen riesen großen eisenroten Flecken auf ihrem Mantel sah. Ich taumelte auf sie zu und stubste sie mit meinem Zauberstab an. Ich sprach einen Zauber zur Überprüfung, ob sie wirklich meine beste Freundin Ophelia war, und nicht irgendein Creep, der sich Vielsafttrank oder irgendewas anderes hinter die Binde gekippt hat.
Und dann schrie ich sie an:"Pheli!! Was ist passiert?!?! Hörst du mich? Geht es dir gut?", ein zittriges Lachen schüttelte mich - klar ersichtlich geht es ihr nicht gut. Und ich Blödian dachte... . Oh man! Hätte ich früher eins und eins ordentlich zusammengezählt, hätte ich Pheli vor was auch immer beschützen können.

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Re: Geheimgang
von Vicky am 09.02.2018 18:16Ich wollte Freya gerade auffordern, in das Bild hinein zu gehe und sich auf den Esel zu setzten, als sie es plötzlich eilig hatte. Sie stotterte etwas von wegen, sie hätte nich etwas vor.... . Ich konnte mir vorstellen, was bzw wer der Grund war. -Wegen keinem anderen stottert man irgendwas, während man leicht errötet, und drückt sich vorm Hogwartsen Abendbrot. Es ist immer ein "loved one", der so ein Verhalten hervorruft. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen ließ ich sie ziehen.
Ich trat derweil in das Gemälde, stieg auf und ließ mich von Fred dem Esel durch exakt 68 weitere Gemälde in die Große Halle tragen. Dort gab es ein Bild, das hinter einer großen Säule hing. Es war eine Zeichnung einer kleinen Pinguingruppe, umgeben vom Ewigen Eis. Ich tat also stehts mein Bestes, um möglichst schnell aus dem Bild herauszutreten, da erfrieren, ganz klar, nicht der Tod meiner Wahl war.
Als ich nach einem köstlichen Mahl im Bett lag, schob ich das schlechte Gewissen bezüglich der immer noch nicht korrigierten Arbeiten beiseite und schlief mit denn äußerst schönen Erinnerungen des heutigen Nachmittags ein.

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Re: Geheimgang
von Vicky am 01.02.2018 19:29Während die Sonne hinter dem Horizont verschwand und die ersten Kerzen entflammten, antwortete ich so ausführlich und spannend wie eben möglich auf Freyas interessierten Fragen. Es freute mich ungemein, dass sich jemand so für Pflanzen begeistern kann, wie ich es tue. Nicht nur einmal wurde ich während meiner Schul- und Studienzeit als "Herbert the Herb Nerd" bezeichnet (Eigentlich ein Spitzname, der mich aufziehen sollte, ich aber eigentlich echt lustig finde.). Als die Sprache auf die Geheimhaltung viel, lächelte ich verschmitzt und zwinkerte ihr zu. Somit war alles gesagt. Als unsere Mägen plötzlich synchron und einvernehmlich grummelten, sagte ich:" Was hältst du davon, wenn wir uns Dienstag Nachmittag wieder sehen. Kannst du da? Ich unterrichte zu diesem Zeitpunkt eine Gryffindorklasse. Du kannst gerne dazustoßen. Aber jetzt gehen wir erst einmal in die große Hallle und essen Abendbrot. Du kannst mir morgen deine Entscheidung mitteilen!". Ich stand vom Boden auf und sah mich um. Ich liebte meinen kleinen, Realisten würden 'unendlichen', Indoorgarten. Mit ein paar Flicks meines Zauberstabs war alles aufgeräumt und die Küchlein eingepackt. Ich drückte sie Freya in die Hand und sagte:" Die sind für dich, als Nachthupferl." Ich schnappte mir meine von Zauberhand gepackte Tasche und den Beutel mit meiner Glaskugel und ging in Richtung eines der Gemälde, die an der Wand hing (Der Kalender ist mit er mit der Zeit um die Gemälde herum gewachsen). Ein Esel begrüßte mich aufgeregt mit mehrern I AHs.

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Re: Geheimgang
von Vicky am 24.01.2018 14:58Ich beobachtete, wie umsichtig Freya mit dem Busch und den kleinen, zarten Sprösslingen umging. Ich war mir sicher, dass sie eines Tages sehr, sehr erfolgreich sein wird, würde sie ihrer Begabung folgen und etwas mit Pflanzen und deren Kräften machen. -Ein echtes Naturtalent.
Sie wurde rot, als sie einen der frischen Zweige begrüßte. Ich setzte mich neben sie auf den Boden und fing an den Schezer mit Puderzucker zu bestreuen. Er entspannte sich merklich, ein Zweig nieste.
Neben dem Mutterbusch hat sich ein kleines Nest aus den zuckerkristallähnlichen Früchten gebildet. Die ersten Sprössling waren schon in ihm und streckten sich aufgeregt dem weißen Riesel entgegen.
Der Zweig, den Freya begrüßt hatte, stubste sie an, zog sich dann zusammen und hobste, wobei er einen glitzernden Schweif hinter sich herzog, in das Nest, zu seine Brüdern und Schwestern.
Da ich davon ausging, dass Freya zu diesem Ereignis bestimmt ein paar Fragen hat, erklärte ich:" So pflanzen sich die Schezer-Büsche fort. Der Mutterbusch schüttelt alle ihre Früchte ab, um damit ein Nest zu bauen. In den Früchten befinden sich alle Nährstoffe, die die zarten Ableger brauchen, bis ihre eigenen Wurzeln stark genug sind, um selber aus der Erde alles aufnehmen zu können. Einige Berichte erzählen sogar davon, dass der Mutterbusch sich ein Leben lang um ihre Kinder kümmert. -Dass die Ableger, auch wenn sie schon selber Kinder haben, immer noch ab und zu Früchte von den Mutterbüschen zu geworfen bekommen. Die Mutterbüsche können übrigens auch männlich sein.- Bezieungsweise besteht er immer aus den Brüdern und Schwestern einer Generation. Wenn es mehr Schwestern gibt, ist er weiblich,- wenn es mehr Brüder gibt, ist er männlich. Es gibt alle 150 Jahre eine Geburt eines Zwillingsbusches. Der enthält genauso viele Brüder, wie Schwestern.", ich machte eine kleine Pause, um meine Gedanken zu ordnen. Dann sprach ich weiter:" Man sollte annehmen, dass der Erhalt dieser Pflanzenart somit ziemlich sicher ist. Die Pflanze kann sich äußerst effektiv gegen mögliche Feinde wehren und durch die Führsorge der Elternbüsche wachsen 99,9% der Ableger zu großen, prächtigen Büschen auf. Allerdings gibt es nur noch 10, die offiziell gemeldet sind. -Meiner ist Nummer elf.", ich lächelte verschmitzt," Wenn die Mutterbüsche ihre Früchte abwerfen, geben sie auch ihre eigenen Reserven an ihre Kinder und können auch nicht mehr die benebelnden Duftstoffe aussenden, da es die nur in den Früchten gibt. Viele tölpelhafte Hobby-Gärtner lassen die Elternbüsche vor, bei und nach der Geburt ungeschütz stehen. Viele, viele Elternbüsche erfrieren, sterben an den Komplikationen während der Geburt, oder leiden an postnataler Depression. Diese Trottel sind aber nicht hauptsächlich daran Schuld, dass es nur noch 11 dieser Schönheiten gibt. Die Hauptursache war das Mittelalter. In dem haben viele, viele reiche Menschen, Zauberer und Muggel die Pflanze bis zur totalen Ausrottung gejagt. Prinzessinen haben es Prinzen in den Tee gemischt, Minnesäger würzten damit ihren Sekt und Helden zähmten damit Drachen. Nur zwei Schezer - Büsche überlebten,- der meiner Vorfahren, getarnt als ziemlich kitschige Weihnachtsdekoration und der andere, von dem auch alle neun weitere abstammten. Eigentlich ist es üblich, dass ein Schezer - Busch alle drei Jahre ein Baby bekommt. Durch das Trauma, was die beiden durch die Abschlachtung ihrer Familie bekommen haben, hat sich der Zyklus um beinahe 300 Jahre verschoben."

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Re: Geheimgang
von Vicky am 23.01.2018 11:17Bei meinen warmherzigen Worten des Lobes wurde sie leicht rot. Ach! Wie ich es liebte Lehrerin zu sein und Menschen mit Stolz und Selbstwertgefühl zu füllen und sie mit Aufmerksamkeit und Liebe zu überschütten. ,:) <3
Ein komisches Gefühl in meiner Magengegend machte mir allerdings sehr doll bewusst, dass ich damit später fortfahren sollte und mich dringend um etwas anderes kümmern muss.
Ich guckte an meinen Kalender, der wie ein Wandteppich die Mauern schmückte. Er zeigte die Mondphasen, und andere Umlaufbahnen von Planeten und Sternen. Meine Vorfahren, als auch ich, haben Notizen eingetragen und manche Pflanzen haben ihren ganz eigenen Weg gehabt, wie sie Informationen über sich, in ihm verewigen.
Ich interessierte mich in dem Moment aber nur für ein kleines Detail, was an diesem Tag, und zu dieser Stunde, allerdings eine große Auswirkung haben sollte.
Ein kleines, drachenblutrotes Kreuzchen markierte die vorherige halbe Stunde dieses Tages.
Ich schlug meine Hand gegen meinen Mund und meine Augen wurden riesig! "Oh je, Freya! Das habe ich ja total vergessen!, stieß ich aufgeregt hervor," Euer Erscheinen hat mich total abgelengt. Komm' schnell hier herüber!"
Ich sprang auf und lief zu meinem Schezer-Busch, den ich Wochen zu vor, aus einem ganz bestimmten Grund, mit einem Tuch aus Feenspinnennetzen zugedeckt hatte.
Das Ereignis, was gerade stattfand, war der Grund gewesen, warum ich heute in meinen Turmzimmergarten gekommen war.- Obwohl ich mich endlich an die Korrektur der Test hätte setzten sollen, die seit Wochen auf meinem Schreibtisch zu staubten.
Ich nahm das Tuch ab, wie ein Muggel Zauberkünster den Hasen im Hut präsentiert und rief beinahe genauso euphorisch: "Heute bekommt der Schezer-Busch seine Babys!"

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