Suche nach Beiträgen von Matthew
Erste Seite | « | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 ... 12 | » | Letzte
Die Suche lieferte 120 Ergebnisse:
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 13.05.2018 22:24[Alles gut
]
Sie hatte Recht. Es spielte keine Rolle mehr. Ich grinste und zuckte mit den Schultern. Ob es wirklich so schlau war, im vorletzten Schuljahr plötzlich sämtliche Regeln auf einmal zu brechen, wusste ich nicht, aber da ich sonst eine weiße Weste hatte, vermutete ich, dass meine Strafe nicht ganz so heftig ausfallen würde, wenn ich denn davon ausging erwischt zu werden, was ich nicht tat. Ich wusste nicht, wie es mit Sophelya und ihrer Weste so stand, aber das war ihre Sache.
Noch ein bisschen breiter grinsend, zog ich die Augenbrauen nach oben. Sie traute sich also eine Menge ja?
Als sie dann plötzlich an mir vorbei eilte und ein Wettrennen vorschlug, musste ich leise Lachen. Es war ziemlich unfair, dass sie jetzt schon einen kleinen Vorsprung hatte, trotzdem ging ich darauf ein. „Klar traue ich mich!" erwiderte ich und setzte ihr nach. Ich nahm mehrere Stufen auf einmal, wich einigen Trickstufen aus, blieb jedoch immer hinter ihr. Ich hatte schon früher meine Schwester manchmal absichtlich gewinnen lassen, um ihren Stolz nicht zu verletzten und ihr den Spaß nicht zu nehmen. Ich musste allerdings gestehen, dass ich mich bei Sophelya eigentlich gar keine Gedanken darum machen brauchte, sie immer vor mir zu lassen, denn das schaffte sie ganz gut alleine. Sie war wahnsinnig schnell. Und leise. Ich war gerade ein Treppengeländer heruntergerutscht, als ich zum wiederholten Mal in dieser Nacht einen Lichtschein am Ende des Ganges bemerkte. Zum Glück war ich gerade einmal vor Sophelya gewesen, wodurch ich sie schnell an der Hand packen und sie mit mir hinter einer Statur verstecken konnte. Eine Hand hatte ich auf ihren Mund gelegt, damit sie nicht vor Schreck schrie.
Ich ließ sie erst los, als Peeves, perlweiß und gackernd, an uns vorbeigeschwebt war. „Entschuldige, aber auf den hatte ich jetzt nicht so die allergrößte Lust." lachte ich leise.

Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 01.05.2018 22:23Ich musste unwillkürlich lachen, als sie mir ihre Sorge mitteilte, wir könnten uns etwas gewünscht haben, dass sich logisch ausschloss.
Ich schüttelte den Kopf und sah sie dann beruhigend an. „Das verrät mir zwar etwas über deinen Wunsch, aber ich kann dich beruhigen: Ich habe mir etwas gewünscht, was nicht deinem Wunsch entgegenwirken kann. Es sei denn, du hast dir gewünscht, dass ich tot umfalle." ich grinste sie schief an und wandte meinen Blick dann wieder den Sternen zu, die am Firmament um die Wette funkelten wie tausend Diamanten. Wunderschön.
Meine Idee mit dem Fliegen schien ihr sehr zu gefallen, allerdings sprach sie einen guten Punkt an, denn auch ich hatte jetzt gerade keinen Besen hier und wirklich keinerlei Motivation mich in meinen Gemeinschaftsraum zu schleichen um diesen zu holen. „Ich habe zwar einen, aber der ist gut verwahrt und es wäre mir jetzt einfach zu unsicher erneut in de Gemeinschaftsraum zu gehen.... Für einen Flug zu den Sternen werden es wohl auch die Schulbesen tun." Ich grinste und sah sie herausfordernd an, wohl wissend, dass die Abenteuerlust in meinen Augen aufblitze. „Lust auf ein kleines Abenteuer und das Risiko noch ein paar Schulregeln mehr zu brechen?" fragte ich feixend und wandte mich währenddessen schon zum gehen. Wir sollten schließlich keine Zeit verschwenden und ich glaubte nicht, dass sie jetzt einen Rückzieher machen würde. Sophelya wirkte nicht wie die Sorte Mensch, die sich von ein paar Schulregeln einschränken ließ. Da war sie meinem Freund Cas und meiner Schwester sehr ähnlich. Dieser Umstand wurde dadurch bestärkt, dass wir uns verbotenerweise nachts in einer Abstellkammer getroffen hatten . Natürlich kümmerte sie sich nicht um diese Regeln! Allerdings war ich Normalerweise der, der sich an die Regeln hielt, nicht, weil ich artig und ein guter Schüler sein wollte, sondern viel mehr aus Bequemlichkeit. Das jetzt war also eine ziemliche Premiere – die Male, die ich mich unerlaubt vom Schloss entfernt hatte oder mich in die Küche geschlichen hatte außer Acht lassend.
Ich stand nun am Treppenabsatz und streckte meine Hand nach Sophelya aus. Es war eine stumme Aufforderung mir zu folgen. „Natürlich nur, wenn du dich traust." lachte ich.

Re: Vergangenheitsplay » 10
von Matthew am 01.05.2018 20:14Ich sah ihr sofort an, dass sie erkannt hatte, wie unecht mein Lächeln war. Nicht ohne Grund nannte ich sie meine beste Freundin. Sie durchschauete mich ebenso schnell, wie meine Familie es tat. Genaugenommen gehörte sie ja auch schon zu dieser. Ich konnte mich im Grunde kaum noch an die Zeit vor ihr erinnern...
Erschöpft lässt sie sich neben mir fallen. Sie ist total rot angelaufen und sieht ziemlich fertig aus. Außerdem glänzt der Schweiß auf ihrer Stirn, aber das ist mir egal. Nach so einem Spurt sähe ich bestimmt um einiges schlimmer aus als sie.
Eine kurze Zeit lang, versuche ich ihrem erwartungsvollen Blick auszuweichen, aber es funktioniert nicht lange. Warum ich überhaupt versuche es herauszuzögern ist mir unklar. Ich habe sie bereits neugierig gemacht und ich kenne sie gut und lange genug um zu wissen, dass sie nicht nachgeben wird, bevor sie das Geheimnis gelüftet hat. Außerdem würde sie es sowieso früher oder später erfahren - spätestens, wenn ich gehen muss. Ich schlucke den Kloß, der sich in meinem Hals gebildet hat herunter. Meine Freude ist fast vollkommen erloschen. Ich wünschte, ich könnte mit Ida UND Ina die Schule beginnen, denn egal wie sehr ich meine Schwester liebte und brauchte, Ina liebte und brauchte ich auch. Meine Gedanken wanderten sofort zu meiner Schwester, mit der ich noch reden wollte - über Hogwarts selbstverständlich, schließlich freuten wir beide uns schon länger auf unsere gemeinsame Zeit dort, als ich Ina überhaupt kannte.
Ich sah zu Ina, die mir mittlerweile auch die Welt bedeutete und zog langsam und bedächtig den Brief unter dem Buch hervor.
"Er ist vorhin angekommen." erzählte ich leise. Meine Augen waren auf das gelblich Papier in meiner Hand gesenkt. "Mein Hogwarts - Brief." erklärte ich. Das Papier war immer noch etwas zerknittert an den Seiten.
Stumm hielt ich Ina den Brief hin. Ob sie wohl sofort gewusst hatte, was dieser Brief bedeutete? Ob sie wusste, dass ich sie zurücklassen musste? Musste ich das denn? Vielleicht konnte ich auch einfach noch zwei Jahre warten, bis Ina auch den Brief bekam? Aber dann müsste ich ohne meine Schwester auskommen und das konnte ich nicht. Das war mir schon klar, bevor ich den Gedanken überhaupt zuende gedacht hatte. Ida und ich hatten schon immer zusammengehört, uns hatte es immer nur im Doppelpack gegeben. Ina war eine neue Komponente, die nur zu mir gehörte, nicht zu Ida. Ina und Ida. Schon lustig, dass zwei der mir wichtigsten Mädchen dieser Welt so ähnliche Namen trugen.
Ich schob all diese Gedanken vor, um nicht aufsehen zu müssen, während Ina den Brief las. Zumindest glaubte ich, dass sie es tat. Ich konnte ihr nicht in die Augen sehen.

Re: Vergangenheitsplay » 10
von Matthew am 27.04.2018 15:51Ich sehe Ina schon von weitem. Sie rast in den Wald. Leise lachend sehe ich ihr zu. Es ist unglaublich heiß... Logisch, schließlich haben wir August. Nachts wurde es jedoch recht kalt und es regnete häufig. Auch das war nicht untypisch für Großbritannien. Doch tagsüber hielt die Hitze alle in Atem. Selbst mir war mehr als nur ein bisschen warm und ich saß still herum. Ina dagegen trieb auch noch Sport. Aber ich hatte sie mit meinem recht kurzen Anruf wohl ziemlich gespannt stehen lassen. Als sie nah genug war, rief ich ihr zu, dass sie hochkommen sollte.
Ich war zwar immer noch aufgeregt und ein bisschen freute ich mich auch, aber in der Zeit, die ich darauf gewartet hatte meine Ina zu sehen, war mir bewusst geworden, was Hogwarts bedeutete. Außer das ich auf die coolste Schule der Welt kommen würde. Egal, wo Hogwarts genau lag, es würde sehr weit weg sein von meiner besten Freundin.
Ich sah Ina dabei zu, wie sie sich zu unserer Festung hocharbeitete und warf dann noch einen Blick auf den Brief, der nun unter dem Buch hervorlugte. Ich hatte ihn aus zwei Gründen dort platziert: Erstens würde Ina ihn nicht gleich sehen und zweitens, konnte er so nicht weg fliegen.
Mein Herz wurde schwer, als ich wieder zu Ina sah, die nun fast ganz oben bei mir angekommen war. Mir wurde bewusst, dass diese Zeit bald vorbei war. Ich hatte nie daran gedacht. Keinen Gedanken daran verschwendet, dass wir uns einmal trennen mussten... Doch nun blieben uns nur noch wenige Wochen, bis uns viele Meilen trennen würden.
Ich streckte ihr meine Hand entgegen, um sie den letzten Meter mit nach oben zu ziehen, so wie ich es immer tat und grinste sie an. Ich merkte, dass das Grinsen sich nicht wirklich passend anfühlte. Es war seltsam falsch, da diese neuen unangenehmen Gedanken dafür sorgten, dass ich mich schlecht fühlte.

Re: Vergangenheitsplay » 10
von Matthew am 27.04.2018 14:37


Es war kaum eine Stunde vergangen, da stand ich schon draußen unter dem großen alten Eichenbaum und wartete auf Ina. Meinen Hogwartsbrief hatte ich etwas zerknickt in der Hand. Ich strahlte übers ganze Gesicht und konnte es kaum erwarten mit Ina zu sprechen.
Ich freute mich natürlich auf Hogwarts, aber etwas trübte meine Vorfreude dann doch. Ich würde ohne Ina dahin müssen. Ich würde sie nicht mehr täglich sehen. Natürlich hatte ich noch meine Schwester – Merlin sei Dank! - aber es war schon etwas anderes, ob man nur mit seiner Schwester oder mit seiner Schwester UND der allerbesten Freundin ein Abenteuer bestritt. Sie würde mir schrecklich fehlen. Mehr, als ich zugeben wollte.
Mein Lächeln erlosch, als ich daran denken musste, dass ich sie verließ. Ich würde sie zurücklassen und erst zu Weihnachten wiedersehen. Meine Kehle war seltsam zugeschnürt und es war, als hätte mir jemand Steine in den Magen gestapelt. Ich wollte gar nicht ohne Ina gehen.
Traurig strich ich die Seiten des Briefes glatt und versuchte ihn etwas zu retten. Mama hatte schon vorhin etwas missbilligend geguckt, als ich den Brief etwas lieblos aufgerissen hatte. Aber dann hatte sie gelächelt. Sie konnte meine Vorfreude wohl gut verstehen und freute sich mit mir. Ma hatte einfach nur gegrinst. Ich hatte auch noch nicht wirklich mit Ida gesprochen, was ungewöhnlich war, aber ich brauchte nun mal fünfzehn bis zu unserem Treffpunkt und ich wusste nicht, wie viel Zeit das Brieföffnen und lesen desselben mich gekostet hatte. Naja und jetzt war ich anscheinend viel zu früh, war zerzaust, hatte Mama und Ma nicht wirklich gesagt, wo ich hinwollte – das hätte viel zu viel Zeit in Anspruch genommen – und kickte Steinchen durch die Gegend.
Hoffentlich würde Ina bald kommen. Ich seufzte leise und kletterte auf den Baum. Oben hatte ich schon das Buch 'Geschichte, Hogwarts' gebunkert und ein paar Kekse, die ich am Vortag gebacken hatte. Irgendjemand hatte hier mal eine Plattform errichtet, auf der bequem zwei Erwachsene platz hätten. Ina und ich hatten sie entdeckt, als wir die Gegend erkundet hatten. Wir waren auf hohe Bäume geklettert um besser sehen zu können und plötzlich war dort, gut versteckt zwischen den Zweigen des riesigen Baumes, diese Plattform aufgetaucht.
Ich machte es mir auf dem Kissen bequem und linste durch die Blätter, um Ina so schnell wie möglich zu entdecken, wenn sie auf der Wiese auftauchte.

Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 22.04.2018 20:21Ich versuchte nicht zu lachen, während ich sie ernst ansah. „Deine Freunde haben was gegen mich? Oder diese Situation? Was würden sie denn sagen, wenn sie das hier wüssten?" ich zog, jetzt doch wieder mit einem Grinsen im Gesicht, die Augenbrauen hoch.
Ich nickte. „Da sind wir uns wohl einig. Das wäre auch zu einfach...." gestand ich.
Ich hörte es hinter mir leise Klappern, während ich uns befreite, was mir verriet, dass Sophelya hinter uns aufräumte – in sofern das in einer Rumpelkammer denn nötig beziehungsweise möglich war.
„Entschuldige, ich weiß, dass man mit solchen Sprüchen eben dieses Unglück heraufbeschwört." lachte ich, ging aber trotzdem heraus. Ich bezweifelte sehr stark, dass jetzt noch etwas passieren würde. So viel Pech konnte man einfach nicht haben. Hoffte ich zumindest.
Sophelya führte mich durch das Schloss und ich war ziemlich beeindruckt davon, wie gut sie sich auskannte und die kürzesten Wege selbst im Dunkeln ohne weitere Probleme fand. „Man merkt, dass das nicht dein erstes Mal ist." ich folgte ihr weiterhin grinsend und kopfschüttelnd.
Zum Glück war ich sportlicher veranlagt, als man es meiner Faulheit zutraute, denn die Treppen schienen für eine ganze Zeit kein Ende nehmen zu wollen und als wir endlich oben waren, schnaufte Sophelya ganz schön. „Hätte ich dich lieber tragen soll- wow!" fragte ich schelmisch grinsend, wurde aber recht schnell von dem atemberaubenden Blick abgelenkt, der sich mir bot. „Ich hatte ganz vergessen, wie wunderschön die Nacht sein kann." flüsterte ich und sah beeindruckt in den Himmel. Ich mochte Sterne. Das war etwas, das ich mit meiner Schwester gemeinsam hatte.
Ihre Frage konnte ich nur mit einem Schulterzucken beantworten. Der Anblick raubte mir immer noch den Atem. Ob sie es gesehen hatte, oder ob sie noch immer genauso gebannt wie ich den Sternenhimmel betrachtete, wusste ich nicht.
Die Luft war klar und rein, nichts im Vergleich zu der muffigen, abgestandenen Luft der Abstellkammer. Ja, hier war ich ganz bestimmt lieber als da unten eingesperrt. Plötzlich bewegte sich etwas und ich riss erfreut die Augen auf und wies mit dem Finger in den Himmel. „Schau, eine Sternschnuppe! Wünsch' dir was." ich sah sie auffordernd an. Ich selbst schloss ebenfalls kurz die Augen um meinen Wunsch gedanklich zu äußern. Ich wünsche mir, dass es noch öfter solch schöne Momente geben wird, die mir einfach den Atem rauben. Seltsamer Wunsch, aber ich liebte diese Momente einfach viel zu sehr.
Ich öffnete die Augen wieder und lächelte Sophelya an. „Ich würde jetzt sehr gerne fliegen." gestand ich. Ein seltsames Bedürfnis, aber die Windstille, abgesehen von einer leichten Brise, lud geradezu dazu ein. Außerdem würde es das Gefühl der Freiheit verstärken, welches durch meine Adern strömte.

Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 17.04.2018 23:08Ich nickte. „Verstanden. Die nächste Lieferung geht an dich. Ich backe manchmal auch um mich zu entspannen. Seltsam für einen Kerl, aber egal. Meine Familie freut sich und demnächst dann wohl auch du."
Ich überlegte einen kurzen Moment und zuckte dann mit den Schultern. „Ich begleite dich sehr gerne. Einen richtigen Plan, was ich machen wollte habe ich ja sowieso nicht gehabt und deine Idee klingt wirklich gut. Ich war das letzte Mal im Unterricht da oben, aber einfach nur angesehen habe ich mir die Sterne von dort aus noch nie. Also hoffen wir einfach mal das die da - " ich deutete auf die Lehrer „ - schleunigst verschwinden."
Erneut zuckte ich die Schultern. „Wieso sollte ich, Du willst sie ja nicht alle umbringen. Und solange niemand dadurch Schaden nimmt, kann doch jeder von jedem halten oder denken, was er will. Ich weiß, dass das nicht jeder so sieht, aber was ändert es denn schon groß, wenn man Menschen für ihre Gedanken verurteilt. Nichts, außer das man die Beziehung zu diesem anderen Menschen zerstört." ich grinste. Nun philosophierten wir also schon vor uns hin. Wer weiß was hier drinnen noch komisches aufbewahrt wurde, vielleicht vernebelte es ja auch die Sinne.
„Ich bin ein ziemlicher Fan von Zaubertränken. Es gibt Parallelen zum Kochen und Backen, das macht es mir leichter. Neben Muggelkunde habe ich noch Wahrsagen. Ich bin ziemlich faul musst du wissen und ich dachte, die beiden Fächer wären am einfachsten und ohne viel Aufwand zu überstehen. Nun ja, falsch gedacht muss ich gestehen." ich lachte kopfschüttelnd.
Ich grinste. „Und wenn schon. Das mit den Punkten wäre natürlich wirklich blöd, aber macht es dir wirklich so viel aus, was andere über dich denken? Spielt das überhaupt eine Rolle? Sie denken doch sowieso alle, was sie wollen. Freiheit der Gedanken und so was. Und wäre es dir wirklich so peinlich, wenn jemand von dir und mir wüsste? Das klingt jetzt wahnsinnig falsch, aber du weißt, was ich meine." ich grinste sie mit einem schiefen Grinsen an.
Ich lachte. „Der Poltergeist? Wirklich? Ja, der kann echt nerven, aber auf den wäre ich jetzt wirklich nicht gekommen!" gestand ich. „Hm... um jetzt mal ein politisch korrektes Vorbild zu sein würde ich die Todesser vorschlagen, aber ich bezweifle, dass die sich von Gift austricksen lassen würden." Nachdenklich beobachtete ich, wie die Hauslehrer sich umarmten und dann in verschiedene Richtungen davongingen. „Na endlich!" stöhnte ich genervt und grinste Sophelya dann erleichtert an. „Auf auf zum Astronomieturm? Oder wollen wir vorsichtshalber noch auf die nächsten Lehrer warten?"Oder vielleicht würden sich die beiden gleich wieder hier treffen... das wollte ich lieber nicht riskieren. „Lass uns schnell verschwinden!" zischte ich, löste die Zauber, beugte mich so weit an ihr vorbei, dass ich die Tür einen Spaltbreit öffnen konnte und spähte in den Gang. Er lag leer und verlassen vor mir. „Jetzt hatten sie es aber plötzlich eilig."

Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 11.04.2018 00:49Ich grinste noch ein bisschen breiter. „Ja, ich könnte jeder Zeit runter. Ich brauche schließlich meine Backzutaten. Immer. Da reicht dieses 'alle zwei Wochen mal' einfach nicht. Aber ich würde schon ganz gerne mal wieder so total offiziell im Drei Besen sitzen und ein Butterbier trinken." sagte ich und zuckte mit den Schultern. „Und das vorgeschriebene Zeiten nicht mein Ding sind, beweist allein die Tatsache, dass ich um diese Uhrzeit mit dir in einer Besenkammer festsitze, während unsere Lieblingslehrer da draußen eine nach - mitternächtliche Unterhaltung führen." Mein Grinsen verschwand einen Augenblick und wechselte zu einem entschuldigenden Lächeln. „Ich habe nichts gegen dich, aber nicht eingesperrt zu sein, sondern – auch gern in Begleitung von dir – durch die Gänge zu streifen wäre mir trotzdem um einiges lieber." ich fuhr mir mit der Hand durch die Haare und zerstörte damit auch den restlichen ansatzweise akzeptablen Versuch einer Frisur.
„Ich habe auch nicht so wirklich geglaubt, dass du Muggel hasst." Ich musste kurz über ihre Worte nachdenken. Natürlich wusste ich über die Hetzjagden bescheid, jeder wusste das, aber deswegen hatte ich nichts gegen die Muggel. „Klar wurden wir verfolgt, aber nur, weil sie Angst hatten. Stell dir mal vor, du könntest nicht zaubern und stehst einem so sehr überlegendem gegenüber. Außerdem war es ja nur ein Versuch der Muggel. Sie haben keinen einzigen Hexer oder Hexe erwischt." Der nächste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, stimmte mich jedoch wieder nachdenklich. „Aber du hast recht. Sie waren trotzdem abscheulich. Immerhin haben sie während der Hexenverfolgung ihre eigenen Leute auf bestialisch abscheuliche Weise ermordet. Angst treibt einen zu unerklärlichen Dingen, was natürlich keine Entschuldigung ist." erneut musste ich kurz einem Gedanken nachgehen. „Im Grunde schützen wir ja mit der Geheimhaltung nicht wirklich uns, sondern sie." Ich zuckte mit den Schultern. „Klingt, als hättest du Angst vor ihnen." ich legte fragend den Kopf schräg. Das wäre sehr interessant.
„Im Grunde ist es auch ganz interessant und da meine Eltern immer sehr Muggelnah gelebt haben, bin ich auch mit einigen Dingen aus der Muggelwelt aufgewachsen, was mir einen kleinen Vorteil verschaft. Muggelstämmige sind natürlich immer noch die, mit dem größten Vorteil. Aber es gibt gar nicht so viele Muggelstämmige, die das Fach belegt haben. Was auch verständlich ist, denn sie wissen das meiste ja schon und die meisten wollen ja neues lernen und nicht einfach nur gut sein. Was hast du eigentlich alles belegt?"
„Ich denke, ich würde nicht nur zur neusten Lieblingslachnummer werden, sondern auch noch mächtig viele Punkte einbüßen." ich lachte. „Du im Übrigen dann auch." Wie hypnotisiert betrachtete ich, wie sie ihre Haare um den Finger wickelte, schüttelte mich dann aber, um wieder zu mir zu kommen und sie nicht mehr anzustarren.
„Wo du Recht hast..." ich grinste nun wieder. „Ich werde meinen Alkohol im Blick behalten." schwor ich. „Was glaubst du, wen würden die beiden gemeinsam ermorden?" neugierig sah ich erst wieder zu den beiden Lehrern und dann zu Sophelya.

Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 07.04.2018 16:54Ich lachte leise, als ich ihren Blick bemerkte. „Ich meinte nur, weil ich zu viel über meine Schwester gesagt habe. Für ihren Geschmack zumindest. Aber egal, was sie nicht weiß..."
Ich harkte meinen kleinen Finger bei ihrem ein und nickte so ernst wie möglich. „Abstellkammerschwur." ich lachte leise in mich hinein, weil das ziemlich bescheuert klingen musste.
Ich murrte leise. „Das wäre ja noch schöner. Und die lachen sich kaputt, weil wir das nicht raffen." Mit blitzenden Augen sah ich Sophelya an. „Es gibt ja nicht nur offizielle Wege nach Hogsmeade. Also selbst wenn..." ich grinste verschwörerisch. Ich musste schließlich öfter mal nach Hogsmeade als nur zu den gestatteten Zeiten. Backzutaten kamen schließlich nicht von selbst und erst recht nicht freiwillig hier her. Dabei fiel mir ein, dass ich sowieso demnächst mal wieder nach Hogsmeade musste. „Wann ist nochmal der nächste offiziell gestattete Zeitpunkt?" fragte ich nachdenklich. Es wäre auch cool, mal wieder so ganz offiziell dort zu sein.
Das sie sich erschrocken die Hände vor den Mund schlug, ließ wiederum mich lachen. Aber sie hatte recht. Früher oder später wären wir bestimmt aufgeflogen. Zum Glück hatte ich zur Abwechslung doch mal im Unterricht aufgepasst.
Ich zuckte mit den Schultern. „Hast du was gegen Muggel?" fragte ich vorsichtig. Im Grunde spielte das für mich ja keine Rolle, aber ich wollte jetzt auch nicht unbedingt jemanden über Muggel herziehen hören. „Ich hab Muggelkunde gewählt. Deswegen weiß ich beziehungsweise lese ich so etwas. Ich finde die jetzt nicht total interessant und ich beneide sie auch beim besten Willen um gar nichts, aber ich dachte, das Fach wäre einfach und ich müsste nichts dafür tun... Um ehrlich zu sein, schlafe ich die meiste Zeit. Noch ein Grund, warum ich nachts keine Ruhe finde. Ich schlafe im Unterricht einfach zu viel." ich lachte erneut. Zum Glück stand ich trotzdem recht gut und bekam auch die Aufgaben immer sehr gut gemeistert. Stolz war ich darauf jetzt allerdings auch nicht unbedingt.
Ich sah sie gespannt an und hörte ihr aufmerksam zu. Ich kannte keinen dieser Zauber, aber sie schien einige zu kennen. Ich bezweifelte jedoch, dass ich tatsächlich eine Mörderin vor mir hatte. Auch wenn diese bestimmt nicht das Wort 'Mörder' auf die Stirn tätowiert hatten. „Also wenn mal jemand spurlos verschwindet, kann ich vermuten, wer es war." ich hatte mich gespannt zu ihr vorgebeugt und sah sie todernst an. Dann grinste ich und lehnte mich wieder zurück. „Aber ich habe unseren Abstellkammerschwur nicht vergessen. Dein Geheimnis ist sicher bei mir."
Mein Grinsen wurde noch ein bisschen breiter. „Heißt das, ich sollte lieber den Zauber aufheben und um Hilfe schreien?" Das würde ich natürlich nicht wirklich in Betracht ziehen, vor allem, da sie recht damit hatte, dass es schade war, das wir kaum etwas miteinander zu tun hatten.

Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 05.04.2018 00:43Ich grinste sie schief an. „Okay okay, dann bin ich ab jetzt artig." versprach ich und hob ergeben die Hände. „Ich will mir meine Mitgefangene ja nicht zum Feind machen, denn wie es aussieht werden wir wohl noch ein Weilchen hier verbringen." seufzte ich und warf den Lehrern draußen einen missmutigen Blick zu. „Bestimmt wissen sie in Wahrheit, dass wir hier sind und wollen uns so nur ärgern." ich verdrehte die Augen. Dass das nicht der Fall war, war natürlich logisch, da sie über private Dinge nicht reden würden, wenn sie denn wüssten, dass Schüler rein in der Theorie alles hören könnten.
Das meine Schwester mittlerweile ruhiger schlief konnte ich weder bestätigen, noch abstreiten, weswegen ich es einfach hinnahm. Ich denke nicht, dass Sophelya mich belügen würde. Wieso sollte sie das auch tun? „Ich habe mich wie bereits gesagt, ziemlich erschreckt und dann war ich wahnsinnig verwirrt." ich legte eine kurze Pause ein und strich mir nervös durch die Haare. „Sophelya... Was in der Abstellkammer passiert, bleibt auch hier, oder?" ich musste daran denken, wie Ida sich rächen könnte, wenn sie erfuhr, dass ich einfach von ihren seltsamen Schlafgewohnheiten sprach... Meine Zunge war einfach im Moment zu lose, da mein Gehirn den Schlafmangel - bedingten Notstand ausgerufen hatte.
Ich grinste. „Ich bin auch ein Fan von Whisky. Also sollten wir es vielleicht trotzdem riskieren..."
Kurz überlegte ich. „Ich denke, sie würden die Pflanzen den Großteil fressen lassen, und alles, was bis dahin dann noch übriggeblieben ist, lässt sie verschwinden."
Nachdenklich zuckte ich mit den Schultern. „Klar gibt es Leute, die ich schon mal gerne erwürgt hätte. Aber halt nur in diesem kurzen Moment, weswegen ich noch nie weitergedacht habe. Die Muggel haben etwas, mit dem sie Leichen verbrennen können. Hab ich neulich erst gelesen. Vielleicht so. Ist magisch dann auch nicht wirklich nachweisbar. Und die Asche... die Asche würde ich dann an verschiedenen Orten verteilen." Diese Spiele machten wirklich Spaß. Man war kreativ und konnte sich dadurch auch unterhalten. Ich sah wieder nach draußen zu den Lehrern und stöhnte frustriert auf. „Ich weiß, warum sie ausgerechnet hier reden müssen. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ist das Büro von Professor Ferres oben in einem Turm, das bedeutet, sie muss die Treppe dort drüben nach oben nehmen, während das Büro von Professor Hall irgendwo hier auf dem Gang ist." Warum sie nicht einfach in eines dieser Büros gingen, war mir jedoch ein Rätsel.
„Und jetzt du." wandte ich mich wieder dem Spiel zu. „Wie würdest du eine Leiche verschwinden lassen. Also, nehmen wir mal an, du tötest jetzt mich hier in der Kammer, wie würdest du danach vorgehen?" fragte ich und betrachtete sie nachdenklich.


![[ehem.] Ravenclaw](https://static2.yooco.de/n/ee/408293/images/usergroups/orig/8059db243fb1068b97082fb6dd7272e8.png)








Antworten