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Merle
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Re: Vergangenheitsplay » 14

from Merle on 08/05/2018 05:11 PM

Kaum, dass ich wieder im Schloss gewesen war, hatte es eine Hiobsbotschaft nach der anderen gegeben. Zuerst erfuhr ich von der Entführung. Dann von der Rettungsaktion, der die einzige Person angehörte, die mich egoistisches Miststück interessierte. Und dann waren da die Verletzten und.... Toten. Zwei Ravenclaws hatte es erwischt. Ich wusste bis jetzt nicht, wie es um Cas stand. Und ich sollte es wohl auch nicht herausfinden. Ich wurde ins Bett verbannt, konnte kaum laufen und niemand hatte nähere Informationen für mich. Wenn denn mal jemand hier war! Alle rannten durch die Gegend, als würde das irgendetwas bringen!
Nach weiteren fünf Minuten, platzte mir der Kragen. Ich stand auf und schleppte mich in Richtung Krankensaal. Das Ganze dauerte mir deutlich zu lange.
Erneut schien das Schloss mir helfen zu wollen, wie als ich vor ihm davongelaufen war. Die Treppe unter mir wuchs. Sie schob sich und damit mich vorwärts. Die letzten Meter fielen mir ganz besonders schwer. Ich hatte meine Kräfte aufgebraucht und mir tat alles weh.
Als ich zur Tür eintrat, herrschte immer noch reges Treiben. Als die Krankenschwester mich sah, erntete ich einen mehr als bösen Blick. Ich glaubte auch Unzufriedenheit in diesem zu erkennen, aber das war vorerst egal. Sie lief zu mir, aber noch bevor sie überhaupt den Mund aufmachen konnte, warf ich ihr Castors Namen vor die Füße. Sie seufzte frustriert auf, deutete aber in eine Richtung. Die Erleichterung durchströmte mich und ich humpelte dorthin um ohne Vorwarnung den Vorhang aufzureißen. Vermutlich hatten alle Glück, dass all diese Vorhänge magisch waren und sich deswegen sofort wieder schlossen. Außerdem verschluckten sie jedes Geräusch – niemand wollte mit einem schnarchenden Mitschüler hier gefangen sein.
Und da war er. Er sah müde aus, aber er war lebendig. Weinend sank ich auf dem Boden zusammen. „Du Idiot." schluchzte ich. „Du wahnsinniger Idiot!" ich schlug die Hände vor mein Gesicht, ignorierte meinen schmerzenden Körper und weinte vor seinem Bett kniend weiter.

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Fantastic Funerals

from Merle on 07/16/2018 06:12 PM


✿ Hier findet ihr das Bestattungsunternehmen der Familie Stone ✿

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Reply Edited on 07/16/2018 06:32 PM.

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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Merle on 07/15/2018 03:41 PM

Seinem Gesicht nach zu urteilen, war er immer noch nicht begeistert von meiner Anwesenheit. Doch als ich ein Trinkspiel vorschlug, hellte sich seine Miene wieder auf. Okay, da mochte jemand wohl Trinkspiele. Er stand – für die Menge die er in so kurzer Zeit schon heruntergekippt hatte – erstaunlich sicher auf und holte etwas aus dem Schrank, der hinter den Sitzgelegenheiten stand. Bei genauerem Betrachten, erkannte ich das Glas, welches er kurz danach zwischen uns auf den Tisch stellte. Das er eine Münze auf den Tisch gelegt hatte, war mir vollends entgangen.
Ich blinzelte kurz verwirrt, als er das Spiel erklärte. „Ich kenne das allerdings andersherum.... Also, dass wenn ich treffe, du trinken musst und umgekehrt...." dann zuckte ich aber mit den Schultern. Er hatte sich tatsächlich eines der wenigen Spiele ausgesucht, in denen ich tatsächlich gut war. Ich schnippte die Münze also gekonnt vier mal in das Glas, was ein lautes Klirren verursachte. Das erste Mal hatte ich noch kein Gefühl für die Größe der Münze und des Glases und deren Abstand und so weiter, weswegen die Münze an der Kante absprang.
Ich setzte die Flasche an und nahm vier kräftige Schlucke. Ich stellte sie wieder ab und sah ihn herausfordernd an. „Jetzt zeig mal, was du kannst. Vielleicht hätte ich meinen Treiber – Vorteil erwähnen sollen. Da muss man auch zielen und treffen können." feixte ich und sah ihn abwartend an.
„Wieso bist du eigentlich hier? Ich meine, es ist ziemlich offensichtlich, dass du Menschen nicht unbedingt magst. Oder zumindest mich nicht. Keine Sorge, ich nehme das schon lange nicht mehr persönlich, dafür bin ich zu speziell." Vielleicht war der Alkohol auch einfach nur ein wahnsinnig überzeugendes Argument.

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Re: Häuser und Wohnungen

from Merle on 07/04/2018 11:30 AM

Bitteschön :)

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Reply Edited on 07/04/2018 11:34 AM.

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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Merle on 06/23/2018 12:01 PM

Er setzte sich auf das Sofa und ich sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Sagte ich bereits. Merle.“ stellte ich fest. Alan schien ein mieser Zuhörer zu sein. Hoffentlich trank er besser, als er zuhörte.
Ich stand schwankend auf, um ihm die Flasche zu geben. Das ganze fiel mir dann doch schwerer als gedacht und ich stolperte mehr auf ihn zu, als dass ich lief. Merlin, wie peinlich. Ich schüttelte mich kurz, konzentrierte mich und schaffte es dann tatsächlich ordentlich die letzten Meter zu gehen. Irgendwie schon ein kleines Wunder.
Um mein Glück jedoch nicht weiter herauszufordern, ließ ich mich gleich neben ihm fallen. Er nahm einen großen Schluck und verzog prompt das Gesicht. „Du hälst nicht viel aus oder?“ fragte ich lachend und zauberte eine weitere Flasche auf ihre normale Größe. Und setzte diese auch sofort an. Die nächsten Schlucke brannten schon weniger und taten auch nicht halb so weh, wie der Schmerz, den ein gewisser Junge ausgelöst hatte. Bei dem Gedanken an Vas krampfte sich mein Herz zusammen und ich verzog das Gesicht. Nur vorsichtshalber nahm ich einen weiteren tiefen Schluck und ließen den Alkohol meine Gefühle wegbrennen. Wenn es doch nur für immer wäre.
Ich lehnte mich zurück, da mir langsam aber sicher schwummerig wurde und blinzelte zu Alan. „Und jetzt?“ fragte ich und schloss die Augen. „Fällt die ein Trinkspiel oder so ein?“ fragte ich und deutete mit geschlossenen Augen dorthin, wo ich die Spielkarten ungefähr vermutete. Ich würde wohl so ziemlich alles mitmachen, solange ich nicht mehr nachdenken musste. Denn das tat weh. Wie ich mittlerweile festgestellt hatte. Die ganze Situation war so verworren und kompliziert. Ich wusste einfach nicht mehr, was ich tun sollte. Außer zu trinken. Das schien die einzig logische Entscheidung zu sein. Auch wenn ich mir fast sicher war, dass der Alkohol mir das zum Großteil einredete....

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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Merle on 06/13/2018 10:54 PM

Der Junge sah nicht wirklich begeistert von meiner Anwesenheit aus. Ungefähr genauso begeistert, wie ich von seiner anfangs gewesen war. Aber wenn ich die Wahl hatte zwischen allein trinken und in Gesellschaft trinken war die zweite Option dann doch besser.
Er wirkte immer noch nicht so wirklich überzeugt davon, in Gesellschaft zu sein, aber der Alkohol war wohl ein ziemlich starkes Argument. War er das nicht immer?
Ich betrat den Raum, er war gemütlich mit Kaminfeuer und lauter Kissen und anderen bequemen Sitzmöglichkeiten. Es gab auch Bücher, ein Schachspiel – ich war schlechter als schlecht in diesem Spiel – und ein paar Spielkarten. Also auch noch genug Beschäftigung, falls es langweilig wurde. Obwohl er ganz interessant wirkte. Zumindest war er eine gute Ablenkung. Fast schämte ich mich für diesen Gedanken, aber bei meinem Pegel konnte ich es schon auf den Alkohol schieben und nicht drauf, dass ich ein Miststück war. Ich brauchte Alkohol eigentlich nur schief anzusehen und war betrunken. Es war ein Wunder, dass ich noch aufrecht stand und gerade gehen konnte.
Ich setzte mich vor den Kamin und stellte die Flasche ab. Dann sah ich abwartend zu ihm. „Kommst du?" fragte ich den Junge, wobei mir auffiel, dass ich seinen Namen gar nicht kannte. „Ich bin Merle. Kannst aber auch gerne Meer sagen. Und wer bist du?" fragte ich und stellte erschreckt fest, dass meine Stimme dann doch etwas träge wurde. Merlin, wie viel hatte ich denn mittlerweile getrunken? Die Hälfte der Flasche, wie mir ein Blick auf eben diese verriet. Und das in so kurzer Zeit ohne etwas gegessen zu haben. Ganz klasse Merle.

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Re: Vergangenheitsplay » 3

from Merle on 06/12/2018 10:09 PM

Kaum das Cas verschwunden war, oder zumindest der vermeintliche Castor, rannte ich in die entgegengesetzte Richtung. Über etliche Umwege gelangte ich dann doch in den Gang, hinter dessen Biegung sich der Zugang zum Raum der Wünsche befand. Auf dem Weg hier her war ich jedes Mal zusammen gezuckt, wenn ich Schritte gehört hatte. Hinter jeder Ecke hatte ich Castor vermutet und war manchmal panisch in die andere Richtung gelaufen. Die ganze Zeit über hatte ich geweint und das letzte, was ich gerade wollte, war dass er das sah. Das wäre dann wohl die Krönung der Demütigung. Genaugenommen war das jedoch der Kuss und mein sofortiges Weglaufen gewesen. Und meine Schwester hatte mich auch noch in diesem Zustand gesehen. Konnte es eigentlich noch schlimmer werden? Eigentlich nicht. Ich lehnte mich kurz an die Wand und löste das Armband, welches ich trug. Ich löste einen 'Anhänger' und zauberte ihn kurzer Hand wieder in seine normale Größe. Fasst wäre mir die Flasche Feuerwhiskey aus der zitternden Hand gefallen, als sie wieder ihren Ursprungszustand erreicht hatte. Sofort öffnete ich die Flasche und nahm einen großen Schluck. Das Zeug brannte wie Höllenfeuer in meiner Kehle, aber das spielte gerade keine Rolle, weswegen ich noch drei weitere Schlucke nahm. Langsam gewöhnte ich mich an das Brennen. Ich setzte die Flasche ab und wusste, dass die nächsten Züge wohl weniger schmerzhaft wären. Ich wollte ja aber nicht gleich die ganze Flasche austrinken, denn ich musste ja einen Pegel halten, um diese Nacht zu durchstehen... Obwohl. Ich sah auf die weiteren 6 Anhänger an meinem Armband und setzte die Flasche schmunzelnd wieder an meine Lippen. Nach drei weiteren tiefen, verheerenden Zügen, bog ich um die Ecke um endlich in den Raum der Wünsche zu flüchten und erschreckte mich tierisch, als ich jemanden auf mich zukommen sah. Mein erster Gedanke war natürlich, dass es ein Lehrer war und das wäre katastrophal gewesen. Noch schlimmer wäre es nur noch, wenn es Castor gewesen wäre. Aber dem war nicht so. Ich hatte den Jungen zwar schon mal gesehen, aber noch nie mit ihm gesprochen oder mich näher mit ihm beschäftigt. Wieso auch? Seine Krawatte sagte mir, dass er dem Hause Slytherin angehörte und seine Ausstrahlung schien zu schreien, dass er gerade keine Menschen um sich haben wollte. Pech für ihn. Ich musste jetzt in den Raum der Wünsche, ob er mitkam oder nicht war mir eigentlich egal. Ich stellte mich vor den Raum und schon erschien ein Portal. „Willst du mitkommen?" fragte ich und hob die Flasche an, als würde ich ihm zuprosten. „Ich hab noch mehr davon." fügte ich hinzu, da die Flasche in meiner Hand schon zu einem Viertel leer war. Eigentlich hatte ich vorgehabt, mich alleine zu betrinken, bis ich Castors Namen vergessen hatte, aber wer trank schon gern alleine?

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Re: Vergangenheitsplay » 6

from Merle on 06/10/2018 10:02 AM

Ich lächelte schwach. Ich wusste, dass sie nicht log. Ich wusste, wie es klang, wenn sie es tat. Immerhin war sie die meiste Zeit an meiner Seite gewesen, als ich aufgewachsen war.
Ich versuchte mich daran zu erinnern, aber da waren kaum Erinnerungen. Dad hatte ich noch seltener zu Gesicht bekommen als Mom. Die meiste Zeit hatte ich wirklich mit meinen Geschwistern und vor allem mit Teagan verbracht. Also schüttelte ich den Kopf. „Ich erinnere mich kaum noch an sie. Sie waren so selten da..." gestand ich leise. Ehrlich gesagt könnte man meinen, ich würde meine Geschwister beneiden, weil Mom und Dad mehr Zeit für sie gehabt hatten, als für mich. Aber das war nie ein Problem für mich gewesen. Ich war mit Teagan glücklich gewesen. Bis sie verschwanden und sich alle änderte. Natürlich hatte ich meine Eltern geliebt, weswegen ich auch so entsetzt gewesen war, als Tea sie einfach aufgab. Der einzige Trost damals war gewesen, dass ich bei Tea bleiben durfte, aber unser Verhältnis verschlechterte sich, nachdem sie unsere Eltern verriet, unsere anderen Geschwister sich von uns abwandten – auch Teas Schuld - und sie mich alleine ließ. Sie verbrachte nie Zeit mit mir und ich hatte manchmal das Gefühl, sie würde mich nicht einmal ansehen wollen. Isis meinte einmal, dass das so sein könnte, weil ich aussah wie Mom... Aber Tea sah ihr auch nicht unähnlich...
„Ich sehe es nicht." antwortete ich schließlich. „Ich glaubte nicht, dass Cas mich irgendwie besonders ansieht. Er sieht mich an, wie man seine beste Freundin eben ansieht..." fügte ich traurig hinzu und wollte mit den Schultern zucke, was allerdings nicht möglich war. Ich merkte, dass ich sie doch etwas um die Erinnerungen beneidete, wenn ich sie so Lächeln sah. An was sie wohl dachte? Da sie nicht traurig wirkte, war es wohl etwas positives. Das war ziemlich selten... glaubte ich zumindest, denn wie gesagt, ich verbrachte kaum noch Zeit mit meiner Schwester und wenn gifteten wir uns an.
Kurz war ich überrascht, als sie tatsächlich zu mir ins Bett gekrabbelt kam. Es war mir plötzlich auch egal, dass ich das bereuen würde und das ich unheimlich kindisch war. Als sie durch meine Haare fuhr, löste das einen angenehmen Schauer aus und ich kuschelte mich leicht an sie. Erst jetzt bemerkte ich, wie sehr ich das, wie sehr ich sie tatsächlich vermisst hatte. Zu der Castor Sache nickte ich, auch wenn ich es bezweifelte. Ihre restlichen Worte verwirrten meinen überarbeiteten, müden Verstand noch mehr. Ich konnte sie nicht einordnen. Und als ich eigentlich nachfragen wollte, kamen ganz andere Worte aus meinem Mund. Er schien einfach das aussprechen zu müssen, was ich fühlte und nicht das, was ich wollte. „Ich wünschte, es wäre alles wieder wie früher. Nicht nur, weil Mommy und Daddy dann wieder da wären, sondern vor allem, weil du dann wieder Teacup wärst und mich wirklich mögen würdest...." flüsterte ich, kurz bevor ich einschlief.
Was ich träumte wusste ich nicht genau, nur das Cas' Gesicht immer wieder auftauchte und mich ein seltsam unwohles Gefühl beschlich, wie eine böse Vorahnung, als würde etwas mit ihm nicht stimmen.

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Re: Vergangenheitsplay » 6

from Merle on 06/09/2018 11:04 AM

Ich runzelte die Stirn über die lahme Ausrede, die sie gebrauchte um ihr müdes Aussehen zu erklären, beließ es aber dabei. Es war schließlich ihre Sache.
Ich fühlte mich seltsam dabei, ihr alles zu erzählen. Naja, einen Teil ließ ich immer noch aus... den mit Remus, aber Teagan musste ja auch nicht alles wissen. Jedenfalls war es schön, dass sie mir zuhörte und somit wieder etwas mehr Teil meines Lebens wurde. So fühlte es sich zumindest an, auch wenn der Teagan hassende Teil sich kräftig dagegen sträubte und es nicht zulassen wollte. 'Sie wird dich nur wieder verletzten und allein lassen.' versuchte dieser Teil mir einzutrichtern, aber ich ignorierte ihn, genauso wie die bleierne Müdigkeit, die auf meinen Körper drückte.
Ihr anfänglichen Worte beunruhigten mich etwas, aber ihre sanfte Berührung, ließ jede Sorge vergehen. Wie früher. „Ehrlich?" fragte ich leise. Ich hätte nicht erwartet, dass sie meinen Charakter so beschreiben würde. Ich dachte, ihr wären Worte wie arrogant, ungezogen, unverschämt und nervend eher in den Sinn gekommen. Oder sprach sie diese nur nicht aus, weil ich im Krankenhaus gelandet war? „Aber wenn er mich doch nur mag, weil ich eine Teilveela bin... Woher soll ich das denn wissen? Wie können wir das jemals wissen?" Hatte ich vielleicht alle meine Freunde nur aus diesem Grund? Mein Herz krampfte sich zusammen.
Als sie weiter redete, sah ich sie entsetzt an. Das hatte ich nicht gewusst. Wie auch? Ich hatte sie ignoriert wann immer ich konnte um mich selbst zu schützen. Die Tatsache, dass sie hier war, der Unterhaltung, die zur Abwechslung mal wieder freundlicher Natur war und diese Spitznamen, die wir früher so häufig benutzt hatten, gaben mir das Gefühl, wieder klein zu sein. Sie versetzten mich in eine Zeit, in der ich nachts zu ihr ins Bett gekrabbelt kam, damit sie die bösen Träume und meine kindlichen Ängste fernhielt. „Wieso machst du das Tea?" fragte ich leise. Ich selbst wusste nicht, ob ich ihre Verschlossenheit anderen gegenüber, mich eingeschlossen, meinte, oder ihr Hiersein, bei mir sein....
All diese Gefühle, die ich zu überwältigen drohten und die Müdigkeit, die immer unbezwingbarer wurde, ließen meine kindliche Seite immer mehr hervortreten. Sie übernahmen einfach die Kontrolle. Die Müdigkeit lockerte meine Zunge besser, als Alkohol es vermochte und ehe ich es mich versah, hatte ich einen Wunsch ausgesprochen, den ich zu unterdrücken versucht hatte, seit ich sie neben meinem Bett entdeckt hatte. „Kannst du herkommen bitte?" ich weinte immer noch und rot wurde ich auch noch. Ich hatte ihr gerade wirklich gestanden, dass ich wieder wie ein kleines Kind in ihren Armen schlafen wollte...

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Re: Vergangenheitsplay » 6

from Merle on 05/31/2018 07:30 PM

Als sie Cas erwähnte, zuckte ich zusammen, was mir einen stechenden Schmerz durch die Schulter jagen ließ. Anscheinend war es nicht gut, wenn ich mich zu sehr bewegte. Insofern ich dies denn überhaupt konnte. Ich versuchte wirklich ihr gedanklich zu folgen und mich zu erinnern, aber da war nichts. Ich konnte mich verschwommen an Castors Gesicht und seine Stimme erinnern. Ich glaubte, ihn weinen gehört zu haben, aber da ich meinem Gedächtnis gerade nicht traute, gab ich darauf eher nichts. Es dauerte seine Zeit, bis mein Gehirn erfasst hatte, dass sie mir eine Frage gestellt hatte, so sehr war ich auf diese verschwommene vielleicht – Erinnerung an Castor fixiert gewesen. Jetzt, wo sie es sagte, stellte ich fest, dass meine Kehle tatsächlich schrecklich ausgetrocknet war. „Gerne." flüsterte ich und versuchte mich an einem vorsichtigen Nicken. Wie ich etwas trinken sollte, war mir jedoch schleierhaft, schließlich konnte ich kaum die kleinste Bewegung vollziehen, geschweige denn mich aufsetzten.
Ich sah ihr dabei zu, wie sie den Raum verließ. Ja, sie würde wiederkommen. Aber jetzt, da mein Gedächtnis sich doch dazu entschieden hatte, wieder ansatzweise zu funktionieren, bereute ich den Wunsch schon wieder. Ich wollte, dass die Schwester aus meiner Kindheit zurückkehrte und nicht die, die mich nicht mochte. Die ich teilweise nicht mochte. Ich drehte den Kopf zurück und starrte an die weiße Decke über mir. Ich war verwirrt. Die ganze Situation verwirrte mich. War sie nur nett, weil ich verletzt war? Ich wusste nicht, was ich sagen oder tun sollte, wenn sie zurückkam. Wir hatten so selten miteinander geredet in letzter Zeit und wenn wir es getan hatten, dann nicht ohne das ich sie absichtlich zu verletzten versuchte. Der Morgen, als sie mich in ihrem Bett hatte schlafen lassen und mir Frühstück gebracht hatte, fiel mir wieder ein. Den kleinen Stich, welcher mit der Erinnerung an Castor einherging, versuchte ich so gut wie möglich zu ignorieren. Sie hatte gesagt, ich würde immer zu ihr kommen können. Und das hatte so sehr nach meiner Schwester geklungen. Die Schwester von früher, meinte ich. Ob sie noch in der Person zu finden war, die sie jetzt ist?
Als die Tür sich wieder öffnete, wusste ich immer noch nicht, was ich mit der Teagan Sache nun umgehen sollte. Aber glücklicherweise, war ein Heiler an ihrer Seite, weswegen ich vorerst nicht weiter darüber nachdenken musste. Er untersuchte mich und scherzte etwas, wofür ich ihm ein müdes Lächeln schenkte. Als er meinte, ich dürfte sehr bald wieder nach Hogwarts, seufzte ich erleichtert.
Nachdem er fort war, sah ich wieder zu meiner Schwester. Sie sah so erschöpft aus, wie ich mich fühlte. Und als sie meinte, ich sollte schlafen, musste ich ihr recht geben, auch wenn ich es niemals aussprechen würde. „Du siehst auch müde aus." erwiderte ich stattdessen. War sie die ganze Zeit hier gewesen – wach? Wie lange hatte sie nicht geschlafen?
Ich wandte meinen Blick wieder zur Decke. Das Bedürfnis, sie etwas zu fragen, wurde langsam übermächtig... ich wollte ihr erzählen, was passiert war. Ich wusste nicht, ob es an den Tränken und Kräutern lag, oder einfach an der kindlichen Seite in mir, die meine Schwester noch immer liebte und vergötterte, doch nachdem ich mit einem kurzen Blick sichergegangen war, dass sie noch immer die Augen geöffnet hatte, begann ich zu reden. „Ich war bei dir und auf dem Spielfeld, weil ich mich mit ihm gestritten habe. Castor." ich schluckte die Tränen herunter, die bei der Erinnerungen meine Augen benetzten. „Ich mag ihn.. sehr. Mehr als das. Und..." ich glaubte es kaum, dass die nächsten Worte mir über die Lippen kamen, aber sie war die einzige, die mir einfiel, die vielleicht helfen konnte. „Er hat mich geküsst." Ich schluchzte dann doch leise. „Er meinte, es wäre nur passiert, weil ich etwas von einer Veela habe und dieser Teil ihn dazu angestiftet hat. Aber..." Und schon schämte ich mich, meiner Schwester erzählt zu haben, wie dumm und leichtgläubig ich doch war. „Teacup? Hat dich schon mal jemand nur gemocht, weil du diese Gene hast?" fragte ich leise, wohl wissend, dass ich diesen Namen für sie das letzte mal vor beinahe 7 Jahren gebraucht habe.

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