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Nott

33, Männlich

Main Character Hogwarts Nicholas Flamel University [ehem.] Slytherin Abgeschlossen Reinblut Böse Todesser Ministeriumsangestellter Abteilungsleiter Legilimentik Okklumentik Wortlose Magie Badboy Frei

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Re: Kitty & Ragnar ~ about last night

von Nott am 13.03.2019 13:08

„Oder so“, stimmte ich ihr zu, wir könnten das Gespräch in einem diskreteren Raum fortsetzen. Nur zu gerne hätte ich das wirklich getan, sie einfach an der Hand zu nehmen und ins nächstbeste leere Büro zu verschwinden, aber daran war gerade nicht zu denken. Gestern Abend war ein Fehler gewesen - zumindest angesichts unserer jetzigen Lage. Hätte ich gewusst, dass wir die nächsten Wochen täglich zusammenarbeiten würden, hätte ich die Finger von ihr gelassen. Auch wenn es schwer, nahezu unmöglich gewesen wäre, so wie sie aussah. Und wenn ich ehrlich war, wollte ich gestern Nacht auch nicht rückgängig machen. Dafür war sie einfach zu berauschend gewesen. Ich riss mich zusammen und drängte die Gedanken weg. Schließlich war das gestern einfach eine einmalige Sache gewesen. Eine von vielen vergangenen, an die ich danach nie wieder einen Gedanken verschwendet hatte. Und hiermit würde ich es genauso handhaben. Ich wartete kurz ab, bis wir wieder alleine waren. Catrina hatte sofort geschaltet, als ich plötzlich das Thema gewechselt hatte und war mit einem perfekten Mienenspiel auf mein improvisiertes Geschwafel eingegangen. „Die Wände haben Ohren“, meinte ich daraufhin, als wir wieder alleine waren. Was im Ministerium passierte, blieb auch im Ministerium, das entsprach der Wahreit. Doch innerhalb des Ministeriums wusste gefühlt jeder alles über jeden. Und gleichzeitig gab es nur wenige Orte, die so viele Geheimnisse bewahrten, wie jeder einzelne Raum hier. Alleine die mir bekannten Gesichter, die alle die gleichd Tätowierung am Unterarm trugen wie ich und niemand Außenstehendes davon wusste. Sie alle wähnten sich in Sicherheit, so nah am Minister, an der Aurorenzentrale, ohne zu wissen, dass wir bereits unter ihnen waren. Mittendrin, bereit zu reagieren wenn die Zeit reif war. Catrina tat mir fast Leid. Sie hatte keine Ahnung, dass sie die nächsten Wochen mit einer tickenden Zeitbombe arbeiten würde und insgeheim hoffte ich, dass sie bereits wieder zuhause war, wenn sich hier alles ändern würde. Oder aber ich entlarvte sie doch als Aurorin, dann würde ich es mir natürlich selbst zur Aufgabe machen, sie höchstpersönlich umzulegen. Ich zuckte entschuldigend lächelnd mit den Schultern. „Vielleicht habe ich doch etwas von der britischen Arroganz mitbekommen.“ Mit einem Augenzwinkern machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Büro. „Norwegen größtenteils“, antwortete ich, während wir den Korridor entlangschlenderten. „Es gibt aber auch noch Teile, die in Island und Schweden leben“, erzählte ich. „Und ein Großonkel in Dänemark, aber der sitzt dort eigentlich nur ein.“ Ich lachte auf. „Er hat ein paar Mal zu oft versucht, mit einem Zeitumkehrer zu verhindern, dass Drachenjagden verboten werden.“ Die Behörden für magische Unfälle und Katastrophen hatten ständig einen riesigen Aufriss machen müssen, um seinen Schaden wieder rückgängig zu machen und schließlich hatten sie ihn eingebuchtet. „Das ist wahr“, stimmte ich zu und bei dem Gedanken an das Essen in Amerika bekam ich Hunger. Mein Frühstück war bereits eine Weile her und ich hatte mich viel zu sehr beeilen müssen. Die Art, wie sie ihre Schultern hochzog und mich unschuldig anlächelte war irgendwie süß. „Veela, hm?“, tippte ich und plötzlich machte es alles viel mehr Sinn. Diese magnetisierenden Augen, das lange seidige Haar und die makellosen Gesichtszüge. Sie hatte definitiv Veelagene. Das erklärte auch diese leicht pulsierende Aura, die ich bereits gestern gespürt hatte und die mich angezogen hatte, obwohl ich gestern eigentlich wirklich nur etwas hatte trinken wollen. „Ich musste dringend noch ein paar Sachen vor on zuhause holen“, log ich, obwohl klar war, dass es eine Ausrede war. Wir kannten beide den Grund, wieso ich abgehauen war und ich konnte es eh nicht mehr ändern. Ich nickte, als ob es mir doch wieder eingefallen wäre. „Ja richtig, gegenüber von dem Hotel.“ Ich kannte die Straße gut und wusste, dass dort ein altes Nobelhotel gegenüber stand. Leider wurde mir auch bewusst, dass ich nur einen Katzensprung entfernt von dort wohnte. „Du meinst den Nudelladen an der Ecke?“ Ich grinste, direkt daneben hatte mal ein guter Freund gewohnt und wir hatten dort häufig während unseres Studium gefeiert. Inzwischen hatte der Kerl Frau und Kind und lebte in der Nähe von Edinburgh. Und ich hatte es noch nichtmal geschafft, mein Miststück von Verlobten zur Heirat zu bewegen. „Ich wohne unter der Woche in der Kensington Palace Gardens Street“, erzählte ich als wir um eine Ecke in einen anderen Korridor abbogen. „Aber eigentlich hat meine Familie ein altes Anwesen auf dem Land.“ Wir waren an dem Großraumbüro angekommen, in dem sie ihren Schreibtisch zugeweisen bekommen hatte. Ich hatte die Hände in die Hosentaschen gesteckt, während sie ihren Kram zusammensammelte. „Augen auf die Arbeit, Mr McKinley“, wies ich den hageren Mann an, der seine Nachbarin Catrina mit offenem Mund angestarrt hatte. Zu gerne wäre ich den Kerl schon mehrmals losgeworden, aber leider konnte er so gut mit Zahlen umgehen wie kein Zweiter. Und solche Leute brauchte der Handelsausschuss nunmal. Schnell stellte sie das Foto wieder auf und erzählte mir, dass das ihr Sohn sei. Ich hob die Augenbrauen und versuchte meine Überraschung in einem Lächeln zu ersticken. „Ah“, machte ich und nickte. War ich überrascht? Irgendwie schon. Ich hatte kein Problem damit, mit verheirateten Frauen zu schlafen, oder ob die Kinder hatten oder nicht war mir eigentlich auch egal. Aber sie hatte überhaupt nicht so gewirkt, als ob sie eine eigene Familie hatte. Und ich verstand gerade nicht, wieso mir mein Kopf gerade signalisierte, dass es mich gewaltig störte, dass sie auch ein Leben hatte. Wie alte mochte der Junge auf dem Foto sein? Lebte sie mit ihm alleine zusammen, oder war sie mit dem Vater immer noch zusammen? An ihrer Hand hatte ich jedenfalls keinen Ehering gesehen und dass sie mit mir geschlafen hatte war auch nicht wirklich ein Beweis fär eine gut funktionierende Beziehung. Auf jeden Fall war für mich jetzt ganz klar, dass unser Arbeitsverhältnis sich von nun an definitiv auf die Arbeit beschränken würde. Es sei denn, sie machte es mir zu schwer zu widerstehen. Ihre Familie konnte mir eigentlich ja auch egal sein. Sie hielt inne, als sie die Stücke zusammensetzte und mich dann irritiert ansah. Ich schmunzelte, denn ihr Blick, der irgendwo zwischen Panik und Unglauben und Reue lag, war einfach süß. „Streng genommen“, ich legte ihr eine Hand auf den Rücken und bugsierte sie sanft Richtung Tür, damit die anderen ihr Zögern nicht zu lange mitbekamen. „Sitzt der richtige Abteilungsleiter am Ende des Korridors.“ Das stimmte sogar, denn der Leiter der Abteilung für die Zusammenarbeit hatte sein Büro etwas weiter weg. Natürlich meinte sie mich, denn ich hatte die Leitung des Handelsstandardausschusses, deren Mitarbeiter alle in diesem Büro um uns herum saßen, aber ich wollte ihre Reaktion vor den anderen etwas überspielen. Sie schien sich schnell wieder zu fangen und wir verließen unter ihrem genannten Vorwand den Raum. „Tut mir Leid“, entschudigte ich mich, während wir uns in Richtung der Fahrstühle begaben. „Ich hatte angenommen, du wüsstest es.“

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Re: Kitty & Ragnar ~ about last night

von Nott am 10.03.2019 22:48

Zum Glück kaufte sie mir meine Ausrede ab und wir setzten unseren Gang fort. Was ich als nächstes sagte, schien sie an einem wunden Punkt zu treffen, denn sie sah kurz peinlich berührt zu Boden. Ich setzte ein aufmunterndes Lächeln auf und winkte ab. „Ach was eigentl...“ ich konnte den Satz nicht beenden, weil sie mir dann schlagfertig entegenbrachte, dass es auch meine Gesellschaft gewesen sein könnte, die sie dazu animiert hatte. „Ach ja?“ Ich hob lachend die Augenbrauen und beugte mich ein Stückhen zu ihr vor. „Dann sollten wir aufpassen, dass dieses Gespräch hier nicht aus dem Ruder läuft“, raunte ich und nahm den Kopf wieder zurück. „Von unserer zukünftigen gemeinsamen Arbeit ganz zu schweigen.“ Mein Lächeln zeigte jedoch, dass ich sie nur aufzog. Wie auch immer unsere gemeinsamen Arbeitsstunden aussehen würden, ich hatte jedenfalls keine Lust es mir hier und jetzt mit ihr zu verscherzen - vorausgesetzt, sie war eben kein Undercover-Auror, der mich ausspionieren sollte. Ich hatte schon Glück genug, dass sie mir gestern Abend „verziehen“ hatte und ich mich hier jetzt nicht mit einer Gift versprühenden Frau auseinandersetzen musste. Mal wieder ein Zeichen dafür, dass ich trotz viel zu viel Alkohols noch den richtigen Riecher bei der Damenwahl besaß. Auch wenn mein kleiner Bruder immer das Gegenteil behauptete. „Aber abgesehen davon...“, ich wollte gerade etwas Zweideutiges hinterhersetzen, aber räusperte mich dann. „...davon, dass...die aktuellen Marktschwankungen in Europa...“, ich nickte einem Mann zu, der an uns vorbeilief. Er war just in dem Moment um die Ecke gebogen, sodass ich schnell hatte improvisieren müssen. Kurz hielt ich inne, bis der Mann am Ende des Korridors abbog und aus unserem Sichtfeld verschwand, bevor ich mich wieder meiner hübschen blonden Partnerin zuwandte. „Zu schade, dass meine Familie so sehr darauf beharrt, sich als skandinavisch zu bezeichnen und nicht als britisch.“ Wir waren bereits seit Jahrhunderten in England, aber ein großer Familienzweig lebte noch immer verstreut in Norwegen, Schweden und Island, während es unseren Teil mit der Eroberung Britanniens durch die Wikinger herverschlagen hatte. Jedenfalls hatte uns das unser Großvater, der inzwischen wieder in Island lebte, immer erzählt. „Hier heißt es immer, Amerikanerinnen seien allesamt fett und ungeschickt“, gab ich zu bedenken und lächelte sie schief an. „Ich kann aus Überzeugung behaupten, dass das nicht im Entferntesten zutrifft.“ Ich erwiderte ihr freches Lächeln und fuhr mir mit der Hand über den Nacken, während ich überlegte. „Vermeide die ganze Innenstadt“, gab ich schließlich zurück und sah aus dem Fenster. „Alles voller Muggel da.“ Ich war fast von mir selbst überrascht, dass ich den abwertenden Unterton fast gänzlich unterdrückt hatte und es eher wie eine Feststellung klingen ließ. „Man findet sich hier recht schnell zurecht“, antwortete ich und musterte sie. „Wo genau“, beiläufig sah ich aus dem Fenster. „Wohnst du denn eigentlich genau?“ Ich konnte mir mein Schmunzeln nun doch nicht verkneifen, denn die Situation war wirklich bescheuert. Aber vielleicht konnte mir ihre Adresse Aufschluss darüber geben, ob sie vielleicht doch eine Spionin war oder nicht. Ich hatte einen Kontaktmann in der Aurorenzentrale, der an gewisse Informationen über Leute leichter herankam als andere. Wenn ich mit ihr zusammenarbeiten sollte, durfte ich mich von ihrem Aussehen nicht blenden lassen, sondern musste wissen, mit wem ich ws zu tun hatte. Ich riss mich aus meinen Gedanken los. Merlin, was war nur los mit mir? Ich klang beinahe so krankhaft paranoid wie Nyx, die alles und jedem misstraute. Catrina war einfach eine wunderschöne, talentierte Hexe, die der Himmel geschickt hatte, um mir bei meiner Arbeit behilflich zu sein. Und vielleicht auch noch bei anderen Dingen. Aber das würde sich noch zeigen. „Nicht viel“, stimme ich zu. Wagnisse und Abenteuer sagte sie? Sie hatte ja kaum eine Ahnung, wie sehr sie bereits mittendrin steckte. Wenn sie ein guter Mensch war, wagte sie unbewusst schon viel zu viel, indem sie sich übehaupt weiter mit mir auseinandersetzte. Andererseits war die letzte Nacht alles andere als etwas gewesen, dass ein Mädchen mitmachen würde, wenn es durch und durch gut und allesliebend war. In ihr steckte definitiv mehr, als der Sonnenschein, der sie auf den ersten Blick vielleicht war. Sie ließ mich nicht lange grübeln sondern erinnerte mich an mein Versprechen und wir lösten uns von dem Fenster. „Gut, dass wir in nächster Zeit des Öfteren Nachtschichten schieben werden müssen, da wird sich schon ein Zeitpunkt finden, um meine Schuld zu begleichen.“ Wir kamen in den Raum, in dem ihr Schreibtisch stand, wo sie ihren Blazer von der Stuhllehne griff. Dabei fiel jedoch ein gerahmtes Foto um, was sie leise fluchen ließ. Ich grinste in mich hinein. Nein, sie war definitiv kein braves Mädchen. Ich warf den starrenden Arbeitern an den angrenzenden Tischen einen warnenden Blick zu und alle machten sich wieder an die Arbeit. Mein Blicl fiel auf das Foto, das einen Jungen zeigte, der fröhlich in die Kamera grinste. „Und das ist...?“ Ich wusste nicht so recht, was ich sagen sollte. Dein Sohn? Bruder? Neffe? Ich hatte auch einen Bruder, der um einiges jünger war, aber der Junge auf dem Foto war noch jünger als Ray. Ich drehte mich um und deutete auf eine Tür, die vom Korridor abging. „Dort“, antwortete ich und zuckte mit den Schultern. „Ich habe seit einiger Zeit meine Ruhe.“ Als ich zum Leiter befördert worden war, war das der größte Komfort gewesen. Mich hatten die Leute um mich herum wahnsinnig gemacht, mit ihrem Geblätter und Schreibmaschinengetippe. In meinem Büro hatte ich meine Ruhe. Ich hatte sogar eine Sekretärin, die dafür sorgte, dass mich keiner ohne guten Grund störte. Ich sah wieder zurück zu Catrina. „Du hast also Glück und musst sein Gesicht nicht allzu oft sehen.“ Mein Blick fiel auf einen pickeligen, hageren Kerl, der den Schreibtisch neben ihr besetzte und sie anstarrte, als wäre sie die erste Frau, die er je in seinem Leben aus solcher Nähe gesehen hatte.

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Re: Kitty & Ragnar ~ about last night

von Nott am 05.03.2019 15:08

Ihr entging nicht, dass ich mich kurz umsah und fragte, ob ich noch jemanden erwartete. Ich schüttelte den Kopf. „Nein eigentlich nicht, der kleine mit der Brille hat nur die unangenehme Angewohnheit, andere Leute bei ihren Gesprächen zu belauschen.“ Das war nichtmal gelogen, auch wenn er nicht mein eigentliches Problem darstellte. Ich lächelte Catrina an. „Und das könnte in unserer aktuellen Lage etwas heikel werden.“ Wir liefen den Korridor entlang und ihr Kommentar entlockte mir ein leises Lachen. „Ja, ich muss sagen, gestern hast du mir beinahe Angst gemacht“, sagte ich mit einem Schmunzeln. „Du bist unberechenbar, im guten Sinne“, fügte ich hinzu und lächelte, damit sie wusste, dass ich das als Kompliment meinte. Natürlich hatte ich keine Angst in dem Sinne, aber die Nacht gestern war einfach überraschend gewesen und in ihr steckten Talente, die man ihr auf den ersten Blick gar nicht so ansah. Auf jeden Fall hatte es mich zur Abwechslung wirklich mal geärgert, als ich ohne weiteres morgens disappariert war, ohne mir ihre Adresse zu merken und gewusst hatte, dass ich sie wahrscheinlich nie mehr wiedersehen würde. Und normalerweise verschwendete ich nie einen Gedanken an meine Eroberung am nächsten Tag. Im Gehen zog ich meine Hemdärmel etwas weiter runter und ging sicher, dass die Knöpfe am Handgelenk geschlossen waren. Gestern hatte ich dafür gesorgt, das dunkle Mal mit einem Zauber zu verbergen, wie gewöhnlich, wenn ich nicht wusste, was der Tag oder der Abend so bringen könnte. Doch immer wenn man das Mal versuchte mit einem Zauber zu verdecken, war es vielleicht nicht mehr sichtbar, aber man spürte es dafür umso stärker. Es brannte wie um einen daran zu erinnern, dass es dort war. Ich trug es mit Stolz, aber leider war unsere muggelliebende Gesellschaft noch nicht bereit für einen alles verändernden Umbruch. Doch bei der Arbeit verzichtete ich meistens auf den schmerzhaften Zauber, da ich eh immer Hemd oder Umhang trug. „Und wie ist dein Eindruck von London bisher so?“ Ich musterte sie diskret, während wir an dem Fenster standen und das Treiben draußen beobachteten. Ihre Augen strahlten in einer Weise, die mich verwirrte. Und ihre goldenen Locken, die ihr schönes Gesicht umrahmten verstärkten diesen Effekt nur noch. Ich war mir sicher, dass sie durch und durch ein guter Mensch war. Sie war wild, das hatte ich gestern erlebt, wie eine Raubkatze, und doch glich ihr Erscheinungsbild eher dem eines Engels. Aber ich musste mich zusammenreißen, das gestern war eine einmalige Sache gewesen und bei ihr würde ich es mir sicher nicht verzeihen können, wenn ich sie zu mir herunterzog. Ich hatte schon schlimme Dinge getan. Grausame Dinge, auf die ich nicht immer stolz war und trotzdem gab es in mir diese Neigung, dass ich Gefallen an ihnen hatte. Ich tat, was ich tun musste und ich tat es mit Leidenschaft. Machte mich das zu einem Psychopathen? Vermutlich eindeutig ja. Aber ich schob das auf meine Gene, immerhin bestand meine ganze Familie und die meisten ihrer Freunde aus Psychopathen. Da konnte man nichts machen. Jedenfalls redete ich mir das gerne ein, um mich selbst zu entschuldigen. „Nein, du hast recht“, gab ich zu. „Aber in dieser Welt ist es manchmal auch gar nicht so schlecht, wenn nicht alles einen spektakulären Grund hat, oder nicht?“ Vielleicht war es am besten, wenn wir unseren Job hier gemeinsam schnell erledigten und sie dann hier verschwand. Ich wusste, dass der Dunkle Lord nicht mehr allzu lange warten würde, bis wir das System umstürzen sollten und dann würden hier eine Menge Geausamkeiten passieren. Irgendetwas in mir wollte nicht, dass sie das miterlebte. Auch, wenn sie als reinblütige Hexe natürlich nichts zu befürchten hatte. Vielleicht unterschätzte ich sie auch maßlos, aber der Gedanke ließ mich gerade einfach nicht los. Auf ihre Frage hin überlegte ich kurz und runzelte die Stirn, während ich die Zeit abzählte. „Etwa 4 Jahre, war vorher an der Uni und habe direkt danach hier angefangen.“ Ich lächelte sie an. „Wie lange bist du schon in dem Bereich tätig?“

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Re: Kitty & Ragnar ~ about last night

von Nott am 27.02.2019 23:40

Sie stieg auf das Spiel ein, was mich positiv beeindruckte. Sie hatte offenbar verstanden, worum es mir ging, wobei ich auch zugeben musste, den Gedanken nicht loszuwerden, dass das hier vielleicht doch kein Zufall war. Wie gering war bitte die Wahrscheinlichkeit, dass irgendeine Frau, die ich gestern in irgendeinem Pub getroffen hatte, heute zufällig nicht in irgendeiner Abteilung aufkreuzte, sondern genau hier. Und dass sie zufällig auch noch mir als Partnerin zugeteilt worden war, konnte eigentlich auch nicht mit rechten Dingen zugehen. In mir keinte der Verdacht auf, dass es sich bei meinem One-night-stand hier um eine Aurorin des Macusa handeln könnte, die versteckt gegen mich oder gegen Todesser im allgemeinen ermittelte. Ich beschloss, auf der Hut zu bleiben, bis ich mir Gewissheit geschaffen hatte. „Und diesen Anblick würde ich wirklich nicht missen wollen, Miss Goldstein“, gab ich in einem ähnlichen Ton gedämpft zurück. Dann schenkte ich ihr noch ein schelmisches Grinsen, bevor wir uns wieder zu den anderen umdrehten. „Aber natürlich, Ma‘am, ich begleite Sie, Frankreich kann schließlich nicht ewig warten!“ Ich warf Hayes noch einen Blick zu, weil er uns ein wenig zu kritisch beäugte und hielt Catrina dann die Tür auf. Ein wenig weiter im Korridor dahinter schloss ich zu ihr auf und sie versicherte mir, dass sie das hier nicht gewusst oder geplant hatte. Ich schenkte ihr ein Lächeln, das vielleicht etwas ZU gutgläubig herüberkam. „Ach, wer hätte das schon ahnen können?“ Wenn sie Aurorin war, würde ich es herausfinden, irgendwann verrieten sie sich immer. Aber bis dahin würde ich weiter mitspielen, wenn sie das so haben wollte. Oder vielleicht, ganz vielleicht, war es ja wirklich nur ein Zufall und ich entwickelte hier gerade schon so paranoide Wesenszüge wie Nyx. Beim Gedanken an sie warf ich unweigerlich einen schnellen Blick hinter uns, doch der Korridor war leer. Ich hatte gerade herzlich wenig Lust mich in irgendeiner Weise mit ihr auseinandersetzen zu müssen. „Was treibt dich denn nach England? Das Wetter kann es unmöglich sein.“ Gerade liefen wir an einem der magischen Fenster vorbei, das zeigte, wie es in Strömen goss und auch die letzten Häufchen Schneematsch wegspülten. Ich wusste, wieso ich normalerweise dem Gespräch nach der Nacht aus dem Weg ging. Mir fiel beim besten Willen nichts besseres ein, als über das Wetter zu faseln, was so ziemlich jedes Klischee bediente. Vielleicht sollte ich wirklich weiter mit der Schiene fahren, indem ich so tat, als wäre mir das alles egal. Nur, dass wir jetzt eben zusammenarbeiten mussten. Aber die Art, wie wir in nächter Zeit zusammenarbeiten würden, entschied sich hier und jetzt mit den nächsten Worten, die wir miteinander wechseln würden und ich war mir wirklich nicht sicher, was mir lieber war. Für mich war ein One-night-stand eben ein One-night-stand. Man verhinderte, dass Frauen zu anhänglich wurden, indem man es eben bei diesem einem Mal beließ. Oder man reizte es eben weitere Male aus und hoffte, dass sie mit der Zeit nicht mehr wollte. Doch bei dieser Frau hier war ich mir nicht sicher. Vielleicht lag es daran, dass sie Amerikanerin war und es mir schwerer fiel, sie einzuschätzen, oder es war immer noch der Gedanke dazwischen, dass sie vielleicht doch Aurorin war. Aber jetzt musste ich erstmal dieses Gespräch nutzen, um ihre eigentlichen Beweggründe herauszufinden und zu wissen, was mir bevorstand, wenn ich mit dieser Frau in den nächsten Wochen sehr viel Zeit verbringen musste.

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Re: Kitty & Ragnar ~ about last night

von Nott am 24.02.2019 22:04

In einem zweitem Anlauf beantwortete ich die Frage schließlich und ließ mich, nachdem alles gesagt war in meinem Stuhl zurückfallen. Mein Kopf schmerzte eh viel zu sehr, als dass ich den Rest der Besprechung überhaupt noch mitbekam. Zumindest dachte ich das. Denn kaum hatte ich ausgeredet, wandte sich der Boss an meine blonde Begegnung und schneller als der Teufel Quidditch sagen konnte, hatte er sie zu meiner Partnerin in diesem Anliegen gemacht. Ich quittierte diese neue Entwicklung mit einem gespielt besonders charmanten Lächeln ihr gegenüber, damit niemand Verdacht schöpfte und machte mich innerlich schon auf ein Theater später gefasst. Diese Amerikanerinnen konnten extrem großes Theater machen. Ich war erledigt. Der Rest des Meeting zog an mir vorbei, wobei ich mich immer wieder dabei erwischte, wie ich meine neue Partnerin musterte. Ich konnte nur hoffen, dass ihr das nicht aufgefallen war. Der Chef schloss das Meeting und ich sah zu, dass ich einen Kaffee bekam, um wenigstens ein bisschen Ordnung in meinem Kopf zu schaffen. Ich sah resigniert in die schwarze Flüssigkeit in meiner Tasse und wünschte mir, es wäre Whiskey. Das wäre jetzt genau das Richtige. Jemand trat neben mich und ich brauchte sie nicht anzusehen, um zu wissen wer es war. Zu meiner Überrschung folgte keine Standpauke. Sie hatte nichtmal den fauchenden Unterton, den Frauen manchmal so gerne benutzten und bei dem man wusste, dass man sich am besten in Sicherheit bringen sollte. Ihr Kommentar entlockte mir ein schiefes Lächeln. "Hey", sagte ich und sah sie an. "Hör mal, tut mir echt Leid wegen gestern, ich", ich fuhr mir mit der Hand über den Nacken und überlegte, was ich jetzt am besten sagte. Dann fiel mein Blick auf die Tasse, die sie an ihre vollen, wohlgeformten Lippen hielt und stellte meine eigene Tasse weg. "Wissen Sie, der Kaffee hier ist echt zum Kotzen, wie wäre es, wenn ich Ihnen einen wirklich guten Kaffee in der Winkelgasse spendiere? Das bin ich Ihnen wohl schuldig, Miss..." Ich grinste schief und hoffte, dass sie diese halbharte Entschädigung einfach annahm. Normalerweise kam ich nicht in solche Situationen und selbst wenn ich meine Eroberungen vom Vortag morgens nochmal traf, machte ich meistens keinen Hehl daraus, dass sie mir völlig egal waren. Doch bei ihr war das anders. Mit ihr würde ich jetzt arbeiten müssen, ob wir nun wollten oder nicht. Und wenn ich ehrlich war, hatte ich es eigentlich ziemlich gut getroffen. Sie war wirklich unglaublich gewesen und ich musste zugeben, dass sie mich neugierig gemacht hatte. Und wenn ich ihr und ihren Kurven hier bei der Arbeit nun häufiger über den Weg laufen durfte, konnte ich mich eindeutig glücklich schätzen. Und wie um das zu bekräftigen, schoss mir plötzlich ihr Name durch den Kopf. Catrina. Kitty. Normalerweise erinnerte ich mich nie an Namen, doch ihrer hallte jetzt in meinem Kopf wider. "Miss Goldstein", fügte ich hinzu und schloss damit mein Angebot. Richtig, so war ihr Name gewesen, Catrina Goldstein. Ihr Name hatte mir trotz meines Rausches gestern noch versichert, dass sie eine reinblütige Hexe war. Zumindest meinte ich zu wissen, dass es in den Staaten eine recht alte reinblütige Familie mit diesem Namen gab. Ihr herausfordernder Blick gefiel mir. Noch mehr, dass sie scheinbar ziemlich locker mit unserer Situation umging und keine von diesen anstrengenden Dramaqueens war, oder eine von denen, die sich gleich etwas aus diesem einem Mal einbildeten und so anhänglich wurden.

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Kitty & Ragnar ~ about last night

von Nott am 22.02.2019 12:24

November 1976, Zaubereiministerium.



Ich kramte die letzten Akten und Unterlagen zusammen und klemmte sie mir unter den Arm. Mit der linken Hand drückte ich meine Zigarette aus und stand vom Schreibtisch auf. Ein Blick aus dem magischen Fenster zeigte eine belebte Straße Londons, in der Muggel geschäftig hin und herrannten und in der die Überreste des ersten Schnees von gestern langsam tauten. Ein Blick auf meine Uhr sagte mir, dass ich bereits 5 Minuten zu spät war, aber das war mir im Augenblick egal. Mein Kopf pochte noch immer schmerzhaft und ich hatte kein Mittelchen dagegen mehr vorrätig gehabt. Das müsste bis zur Pause warten müssen. Ich zog die Tür zu meinem Büro zu und nickte meiner Sekretärin kurz zu, damit sie wusste, dass ich für einige Zeit nicht zu erreichen war. Ich hatte die Nacht nicht viel geschlafen. Ich erinnerte mich noch, wie ich in einem Pub nach der Arbeit eigentlich nur ein harmloses Glas Feuerwhiskey hatte trinken wollen, doch dann war dort diese Frau aufgetaucht. Wunderschön, mit goldblondem Haar, endlos langen Beinen und...ich kniff die Augen zusammen, denn in meinem Kopf drehte sich noch immer alles. Amerikanerin war sie gewesen, erinnerte ich mich, und wir hatten zusammen etwas getrunken. Jedenfalls war das eine zum anderen gekommen und noch im Halbrausch hatte ich mich morgens früh noch leise davongestohlen, um wenigstens noch etwas vor der Arbeit zu frühstücken. Dann fiel mir ein, dass ich völlig vergessen hatte, mir die Adresse zu merken, bevor ich disapparierte, weshalb ich diese Frau vermutlich nie wiedersehen würde. Ein Jammer war das schon, sie war unglaublich gewesen. Ich erinnerte mich noch, dass ich mich geärgert hatte bereits so viel getrunken zu haben, denn ich hätte das alles gerne mit voller Aufmerksamkeit genossen. Aber jetzt musste ich die Gedanken erstmal beiseiteschieben, denn ich hatte den Seminarraum erreicht, in dem sich die Mitarbeiter der Abteilung für Internationale Magische Zusammenarbeit heute zu einer Besprechung trafen. Ich schloss die Tür hinter mir und registrierte den vorwurfsvollen Blick meines Vorgesetzten, den Leiter der Abteilung. Ich grinste kurz schief und ließ mich dann auf meinem Platz sinken. Unser Chef war leider normalerweise derjenige, der chronisch zu spät kam, also sagte er meistens nicht mehr als ein paar strenge aber leere Worte, wenn einem dasselbe passierte. Gegenüber von mir saß Milton Hayes aus der Rechtsabteilung, ein untersetzter Kollege mit riesiger Brille auf der Nase und einem nervösen Blinzel-Tick und starrte mich an. Ich warf ihm einen provozierenden Blick zu und musste mich angesichts meiner aktuellen Verfassung zurückhalten, ihn nicht laut anzufahren, was er mich so anstarrte, sondern beließ es bei dem Blick. Milton sah schreckhaft schnell wieder nach vorne. Auch ich sah nun wieder ans Ende des langen Tisches, wo der Chef gerade mit seinem Monolog fortfuhr. Dann fiel mein Augenmerk auf jemanden, der auch an dem Ende saß, nur ein paar Plätze mir schräg gegenüber. Ich blinzelte kaum merklich und versuchte fieberhaft mir nichts anmerken zu lassen. Entweder war ich immer noch sternhagelvoll, oder dort saß tatsächlich meine Begegnung von gestern Nacht. Der Blick, mit dem sie mich durchbohrte war eine Mischung aus Genugtuung, Überraschung, Wut und Amüsement. „Mr. Nott? Haben Sie mich gehört?“ Die Stimme des Chefs riss mich aus meinem Starren. „Wie weit sind Sie mit dem Abkommen bezüglich Frankreich und Belgien?“ Seine Worte rieselte durch mich hindurch und ich nahm endlich die Kraft, ihn anzusehen. „Hm, äh, wiebitte?“, fragte ich mit aufeinandergepressten Lippen und einem desinteressierten Unterton. Der Tag war jetzt eh schon hinüber.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.02.2019 17:02.

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Re: Häuser und Wohnungen

von Nott am 22.02.2019 08:38

Hey, könntet ihr Nott Manor erstellen? Danke :)

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