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Ophelia

34, Weiblich

Hogwarts Nicholas Flamel University [ehem.] Hufflepuff Abgeschlossen Muggelstämmig Gut Orden des Phönix Hauslehrer Professor Fan Zauberstablose Magie Wortlose Magie Tollpatsch Frei

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Re: Zimmer XY

von Ophelia am 17.06.2018 21:31

Vicky trat zu mir, als ich das Muttermal erwähnte. Sie mochte Sterne, wenn ich mich recht erinnerte... Wenn das Mädchen nun aufwachen würde, würde es den Schrecken ihres Lebens bekommen. Obwohl, sie schien eine ganze Menge durchgemacht zu haben, so heftig würde sie bei so etwas wohl eher nicht mehr erschrecken. Oder gerade deswegen?
Ich versuchte mir vorzustellen, wie es mir ergehen würde. Denn auch wenn mir etwas ähnlich schreckliches passiert war, sogar erst vor ein paar Stunden, konnte man die Situation schlecht miteinander vergleichen. Gerade wenn man bedachte, wie viel jünger das Mädchen war. Ich richtete meinen Blick auf Vicky, deren Gesichtsausdruck ich nicht so recht deuten konnte. „Was ist los Vicky?" fragte ich besorgt. Vielleicht bildete ich mir das aber auch nur ein und es war gar nichts... Immerhin war ich seit gut vierzig Stunden auf den Beinen. Die Nebenwirkungen des Zaubertrankes hatten mich zwar wieder einigermaßen erweckt und der stetige Stress unter dem ich stand hielt mich wohl auch wach, aber alles in allem, würde ich nicht mehr viel auf meine Einschätzungen und Bewertungen anderer geben. Meine eigene Verfassung war einfach nicht die beste. Ich wollte auch eigentlich nur kurz nach Vicky sehen und dann schnell ins Bett verschwinden, schließlich musste ich noch eine ganze Menge verarbeiten... zum Beispiel die Begegnung mit dem wohl gefährlichsten Werwolf der Gegend. Nicht, dass alle anderen ungefährlich waren, nur brachte Fenrir Greyback brachte die ganze Spezies auf ein neues Level. Ich schüttelte mich kurz, als mir allein bei dem Gedanken an diese... Kreatur ein kalter Schauer über den Rücken lief.
So bald Vicky mir versichert hatte, dass alles in Ordnung war, würde ich den schnellsten Weg in mein Bett nehmen.

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Re: Zimmer XY

von Ophelia am 16.06.2018 14:07

Ich wusste nicht, wann ich gelernt hatte, meine Gefühle so gut zu verstecken und zu begraben. Vermutlich nach Lucas' Ermordung. Jedenfalls saß meine Maske perfekt – ob sie den Blicken meiner besten Freundin aushalten würde, wusste ich allerdings nicht.
Ihre Erleichterung konnte ich ihr leider nicht lange gönnen und ich wollte sie auch nicht im Anschein schwelgen lassen, dass alles in Ordnung war, wenn es das nicht war.
Der Tod des Mädchens beraubte Vicky ihrer Erleichterung recht schnell. Sie sah von einer Sekunde zur nächsten aus, als hätte ihr jemand übel mitgespielt. Im Grunde war ja auch genau das passiert. Jedoch schienen meine nächsten Worte ihr den Rest zu geben. Ich hatte nicht gewusst, dass sie den Croft – Jungen gut gekannt hatte. Seine Verwandtschaft, klar. Aber ihn selbst? Er war mir maximal durch gute Schulnoten aufgefallen und das er teilweise den selben Wortlaut in Tests und Aufsätzen gebrauchte, den ich auch im Unterricht nutzte. Und das ohne, dass ich jemals gesehen hätte, wie er mitschrieb. Ich eilte zu Vicky und stützte sie, damit sie nicht einfach umkippte. Ihrem Gesicht und dessen Blässe nach zu urteilen, könnte dieser Fall demnächst eintreffen. Trotzdem musste ich ihr noch die letzte Nachricht überbringen, und auch diese konnte sie nicht aufmuntern. Wie auch? Sie schien bestürzt und das war mehr als verständlich. Wenn man sich nicht mehr auf die Personen verlassen konnte, die immer bei einem waren, die einen immer lieben sollten – komme was wolle – auf wen sollte man sich denn dann verlassen? Ich seufzte leise. Als ich wieder zu Vicky sah, gefror mir das Blut in den Adern. Ich hatte sie noch nie weinen sehen. In meinen Augen war sie immer der stärkste, unerschütterlichste Mensch der Welt gewesen. Ich strich ihr vorsichtig über die Schulter und reichte ihr ein Taschentuch. „Es gab erstmal keine weiteren Anweisungen, die noch nicht befolgt wurden. Wir sollen das hier nur in den Griff bekommen und zu sehen, dass es den Schülern körperlich und seelisch bald wieder besser geht." erklärte ich. „Das mit der Traumatherapie ist eine sehr gute Sache. Wer sie braucht und auch annimmt, sollte das vermutlich machen. Im Grunde sollten alle das machen, aber wir dürfen niemanden zwingen." seufzte ich und sah wieder zu dem Mädchen, als es sich wieder unruhig bewegte.Die Decke hatte sie wohl schon lange weggestrampelt und das etwas zu große Nachthemd verrutschte auch. Seufzend stand ich auf, um sie wieder zuzudecken. Ich zog gerade die Decke wieder nach oben, als mir etwas an ihrer Schulter auffiel. „Das ist ja niedlich. Das Muttermal auf ihrer linken Schulter sieht aus wie ein Stern." ich lächelte und sah zu Vicky. Es war nicht wirklich eine Aufmunterung, aber vielleicht würde es ja helfen, sich auf andere Dinge zu konzentrieren.

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Re: Zimmer XY

von Ophelia am 10.06.2018 10:04

Ich beschloss, lieber zurück zum Empfangstresen zu gehen und nach Vicky zu fragen, anstatt durch das Krankenhaus zu irren in der lächerlichen Hoffnung, sie zufällig zu finden. Ich fragte außerdem noch nach allen anderen Schülern und deren Eltern. Die Dame erzählte mir alles, was ich wissen wollte. Vicky war immer noch bei einer Schülerin. Freya. Dieses Mädchen schien ihr aber auch keine Ruhe zu lassen. Sie war ihr glaube ich wirklich ans Herz gewachsen. Eigentlich sollte so etwas nicht passieren, denn wir mussten neutral bleiben, aber wir waren im Endeffekt doch auch nur Menschen. Mir selbst erging es nicht anders mit der kleinen Bastet oder Indigo. Beide sehr aufgeweckte, interessierte Menschen. Auch wenn sie ziemlich verschieden waren. Bastet war ein kleines, freches Ding, dass sich gerne für Dinge einsetzte, die ihr etwas bedeuteten. Und Indigo... nun, ich denke, es war seine Ausstrahlung, die mich faszinierte. Und Amelia Bones. Sie war unglaublich schlau, bereitete mir aber so manches Mal Kopfschmerzen, da sie sich zu sehr auf ihr schulisches Leben konzentrierte. Auch wenn manche Schüler wohl dachten, wir würden sie nicht mehr bemerken, sobald sie den Klassenraum verließen, wir waren immer noch für sie verantwortlich und ich sah Amelia deutlich öfter in der Bibliothek, als unter Menschen. Auch wenn das in letzter Zeit nachgelassen hatte. Das hatte mich gefreut, denn sie schien sich auf andere Dinge zu konzentrieren, was noch lange nicht hieß, dass sie die Schule links liegen ließ. Sie schrieb noch immer Bestnoten nur wirkten ihre Texte nun irgendwie... lebendiger. Gerade, als ich darüber nachdachte, wie es wohl dazu gekommen war, fiel mir wieder ein, dass sowohl Indigo, als auch Amelia an dieser schrecklichen Sache zu leiden gehabt hatten und ich nahm mir fest vor, später einmal nach ihnen zu sehen. Schließlich gehörten beide meinem Haus an. Matt. Das war der Grund, warum sie sich geändert hatte. Zumindest meinte Ida vorhin, sie wären zusammen. Glaubte ich zumindest. Auch er war involviert gewesen. Er war gestorben. Ermordet von seelenlosen Monstern. Ich würde definitiv nach Amelia sehen müssen. Das arme Mädchen.
Ich trat in den Raum, den die Empfangsdame mir genannt hatte und sah Vicky vor dem Bett des schlafenden Mädchens in einem Stuhl sitzen. Sie fragte den Pfleger gerade über den Zustand der anderen aus. Er war gerade soweit mit dem erklären, dass ich dort ansetzten konnte. „Sie können wieder ihrer Arbeit nachgehen. Es gibt denke ich viel zu tun. Ich kann sie weiter informieren." erklärte ich und ließ den Heiler aus dem Raum eilen.
„Hey. Du siehst müde aus." begrüße ich meine beste Freundin, trat zu ihr und strich ihr über die Wange. Mein Blick auf das Mädchen ließ mich seufzen. „Allerdings siehst du nicht halb so schlimm aus wie die Kleine. Was haben diese Monster nur getan?" ich schüttelte bestürzt den Kopf.
Dann holte ich erneut tief Luft, denn nun musste ich weitere schlechte Neuigkeiten überbringen. „Ich mache mal weiter, wo der Pfleger gerade aufgehört hat. Sam Wood wurde geheilt. Ihm geht es soweit gut. Emmeline ist bei ihm. Die restlichen aus deinem Haus befinden sich im Krankenflügel in Hogwarts." soweit die besseren Nachrichten, was ihre Gryffindor – Schützlinge betraf. Jetzt die Bombe. „Quinn..." der Name der Gryffindor kam mir nur schwer über die Lippen. „... sie hat es nicht lebend geschafft. Du bist zwar ihre Hauslehrerin, aber wenn du möchtest, kann ich es übernehmen mit ihren Eltern ihre Sachen zu holen. Ich glaube, morgen kommen sie vorbei." Ich schluckte. „Es gab noch einen Toten. Matthew Croft. Ravenclaw. Er hatte glaube ich Kräuterkunde bei dir belegt. Wir kennen seine Eltern. Er ist der Neffe des Ministers... seine Familie und seine engsten Freunde sind nur ein paar Räume weiter. Unter anderem Amelia Bones. Hufflepuff. Sie war unter den Entführten. Eigentlich sollte sie untersucht werden, aber sie weigert sich von seiner Seite zu weichen." erzählte ich leise weiter. Und jetzt die zweite Sache. „Freya... sie kannte einen der Entführer. Ein Junge glaube ich. Sie hat ihn gemocht und ihm unwissentlich zu viel erzählt... Ihre Eltern geben ihr die Schuld an allem, was geschehen ist. Sie haben ihre Schwester heute von der Schule abgeholt und nach Ilvermony geschickt." ich machte eine kurze Pause und sah zu Vicky, hoffend, dass das, was jetzt kam nicht zu viel für sie war. „Wusstest du, dass Freya ein Pflegekind war? Ihre 'Eltern' wollen sie nicht wieder bei sich aufnehmen. Sie werden nicht herkommen. Sie ist allein." während ich erzählte, betrachtete ich das unruhig schlafende Mädchen. Die ganze Sache war grausam. Als hätten diese Kinder nicht schon genug durchgemacht.

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Re: Professor van de Ferres' Turmzimmer

von Ophelia am 08.06.2018 14:52

Vorsichtig zog ich ein zweites Taschentuch hervor und tupfte ihr die Teänen von den Wangen. Ich nickte ihr zu, als sie sprach und mir erklärte, wer genau wie mit wem in einer Beziehung stand oder wie der Status dieser Schüler gewesen war oder immer noch ist.
Diese Armen Kinder. Die meiste Zeit hatte ich nur an das Leid derer gedacht, die entführt worden waren. Aber das Leid der zurückgeblieben erschlug mich in diesem Moment noch mehr und das, obwohl gerade ich das hätte wissen müssen. Schließlich war ich auch zurückgeblieben, während allle anderen starben. Ein kleiner Teil in mir erinnerte mich, dass Vicky heil aus der Sache herausgekommen war. Wenn ich auch noch meine beste Freundin verloren hätte.... Das hätte mich zerstört. Aber Vicky war zurück und am Leben.
Als Emmeline nickte und sich erhob, tat ich es ihr gleich. Ich hielt den anderen den Portschlüssel entgegen und nickte, als Zeichen, dass wir loslegen konnten, als plötzlich die Tür ein weiteres Mal aufging. Was war denn heute los? War denn jeder heute auf der Suche nach meiner besten Freundin?
Das Gesicht der Schülerin war mir mehr als bekannt. Sie war erst vor kurzem angekommen und ich hatte mich dazu bereit erklärt, sie herumzuführen. Ina Lodge glaubte ich mich an ihren Namen zu erinnern. Hatte sie mich gesucht? Bevor ich heute meine wundervolle Begegnung mit dem Wolf hatte, hätte ich ihr eigentlich noch die restlichen Schulbücher besorgen sollen, aber dank des Zwischenfalls war ich nicht mehr dazu gekommen....
Ihre kaum ausgesprochene Frage nach Matthew und Idas sofortige Bereitschaft, auch dieses Mädchen mitzunehmen belehrte mich allerdings eines besseren. Sie war nicht wegen irgendwelcher Bücher hier. Auch sie glaubte einen ihrer Liebsten in Gefahr. Das durfte doch nicht wahr sein! Wieviel Unheil hatten diese Todesser- Monster nur angerichtet?
Ich nickte und streckte die Hand nach ihr aus. „Jetzt aber schnell. Ida, du berührst ihn als letztes.“ forderte ich und ließ zuerst Emmeline und Ina den Portschlüssel berühren. Sie waren nicht eingeplant gewesen. Dann Ilian und erst zum Schluss Ida, da sie der Auslöser war, der den Portschlüssel aktivierte. Kaum hatte sie ihn mit der Fingerspitze berührt, spürte ich dieses vertraute Reißen und wir wechselten den Ort.....
....
Dort angekommen, fragte ich, wo die jeweiligen Schüler denn zu finden wären. Die Antwort versetzte mich kurz in eine Starre. Ich hatte Idas Gefühl geglaubt. Ohne die Sache weiter zu erklären, wies ich den beiden Parteien jeweils den Weg zu Sam und Matt und betrachtete, wie die Schüler die jeweiligen Räume aufsuchten. Ich selbst würde wohl Vicky aufsuchen, die hier noch irgendwo herumgeistert....



[Pheli out]

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Re: Professor van de Ferres' Turmzimmer

von Ophelia am 04.06.2018 22:26

Es war seltsam und surreal. Ida wirkte so.... überzeugt. Ich wusste nicht, ob ich an diese Art der Bindung glaubte, weswegen ich auch nicht all zu viel darauf geben wollte. Ich verstand natürlich, dass sie sofort los wollte, aber erst musste ich etwas anderes tun. Ich stand auf, ging zu Emmeline und kniete mich vor ihr auf den Boden. Ich drückte sanft ihre Schulter und reichte ihr ein Taschentuch. „Noch ist nichts sicher." flüsterte ich beruhigend. „Wenn du so weit bist, geht es los. Du kannst auch gerne hierbleiben." Ich sah mich im Turmzimmer nach der Hauselfe meiner besten Freundin um, leider war diese unauffindbar. Vermutlich war sie genauso beschäftigt wie meine Freundin selbst. Ich stand wieder auf und hielt Emmeline die Hand hin. Sie konnte sie nehmen, sobald sie bereit war. Ida schien es nicht schnell genug zu gehen, weswegen ich ihr einen mahnenden Blick zu warf. Jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt um rücksichtslos zu sein. „Miss Croft. Stellen Sie sich vor, man hätte Ihnen gerade jegliche Hoffnung geraubt, dass ihr Freund lebt." mein Blick huschte kurz zu Ilian, der immer noch wie ein stiller Beschützer hinter ihr stand. „Dann würden Sie auch kurz Zeit wollen, um es zu verkraften. Auch wenn wir immer noch nicht zu hundert Prozent sagen können, wer noch lebt." Das letzte fügte ich wieder etwas sanfter hinzu. Diese ganze Situation war grausam verkorkst. „Kannte jemand die Mädchen? Amelia oder Quinn?" fragte ich, um Emmeline vielleicht noch die ein oder andere Sekunde zu gönnen, während ich den Portschlüssel zückte und bereitmachte. Ich glaubte, dass es da eine Verbindung zu Amelia gab...

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Re: Professor van de Ferres' Turmzimmer

von Ophelia am 04.06.2018 21:26

Kaum, dass wir den Raum betreten hatten, sprang Ida auch schon auf. Sie wirkte, als wäre sie bereit alles auseinanderzunehmen. Der einzige, der sie wohl jetzt noch halten konnte, war der Junge neben ihr, Ilian. „Setzen Sie sich. Ich sage gar nichts, bis Sie sich nicht alle gesetzt haben." sagte ich mit erhobener Hand. Ich wies Emmeline einen Platz zu und stellte mich dann, als alle nach kurzer Zeit wieder saßen, vor ihnen hin. „Als erstes möchte ich euch beiden nochmals danken, dass ihr uns Bescheid gesagt habt. So konnten wir Leben retten." ich nickte den beiden zu, wohl wissend, dass alle auf andere Informationen brannten. „Und Miss Vance. Machen Sie sich keine Vorwürfe und sorgen Sie sich nicht, ich würde sauer sein. Es ist nicht ihre Schuld." auch ihr nickte ich zu. Selbst wenn ich kurz zuvor wirklich das Aufkeimen eines gewissen Ärgers in mir verspürt hatte, so war ich doch noch nicht sehr viel älter als sie. Und ich wusste, dass ich nicht anders gehandelt hätte, wäre es um Lukas gegangen.
„Niemand trägt Schuld an dem, was geschehen ist. Nur die Todesser, die das getan haben." Meine Stimme wurde immer leiser.
Ich zog mir einen Stuhl heran, denn auch ich musste für das Folgende sitzen. Ich war nicht bereit dazu, aber was würde das Hinauszögern groß ändern? Nichts. Ich würde sie nur weiter quälen. „Sie wurden alle getrennt. Deswegen waren wir Lehrer und Eltern auch nicht zusammen unterwegs. Ich war nicht dabei, aber ich bin die Einzige, die die Zeit hat, euch zu informieren und.... mitzunehmen. Eure Mutter" ich sah zu Ida „ist auf die Gruppe gestoßen, in der sowohl Matthew als auch Sam waren. Ich werde, kann und darf nichts beschönigen. Diese Gruppe hat es am schlimmsten erwischt. Sam, Matthew, Amelia und Quinn wurden alle ins St. Mungo Hospital gebracht. Ich werde euch dort gleich ebenfalls hinbringen via Portschlüssel." ich zog das Fässchen hervor. und schluckte, denn jetzt kam der Part, vor dem es mir graute. „Zwei von ihnen – ein Junge und ein Mädchen – haben... sie haben nicht überlebt." schloss ich und plötzlich war es mir egal, dass mir die Tränen über die Wange liefen. Ich hatte sie gekannt. Und zwei von ihnen waren nun nicht mehr. Kinder waren gestorben. Es war menschlich zu weinen. Plötzlich wurde mir klar, was das bedeutete. Sam oder Matthew. Einer von beiden weilte nicht mehr unter uns.

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Re: Treppen im Turm

von Ophelia am 04.06.2018 20:06

Sie sah auch ziemlich fertig aus und ich spannte mich an, während ich auf ihre Antwort wartete. Und als dann der Name fiel, konnte ich nicht verhindern, dass ich die Augen zusammenkniff. Das war einer der Namen gewesen, den ich nicht hatte hören wollen. Ich schluckte. Der Portschlüssel in meiner Tasche schien plötzlich einige Kilo mehr zu wiegen. Es war ein leeres Tintenfass, ein einfacher Gegenstand, der schnell gegriffen worden war. Ich schluckte erneut. Ich hatte keine beruhigenden Worte für sie. Ich wusste nicht, ob Sam am Leben war.... Aber was würde es helfen, sie zu belügen? Ich öffnete die Augen. „Ich weiß es leider nicht. Kommen Sie bitte mit. Ich muss zu den Schülern, die oben im Turm warten. Sie...." dabei fiel mir etwas ein. „Sie wussten Bescheid und haben nichts gesagt?" meine Stimme zitterte leicht. Ich wusste nicht genau warum. „Wie dem auch sei." sprach ich dann schnell weiter, denn sie jetzt zu tadeln, hätte keinen großen Sinn und würde zu ihren Zustand bestimmt nicht verbessern. „Ida Croft und Ilian...." ich wusste seinen Namen nicht...."warten oben. Sie informierten uns, so dass wir.... noch mehr Schaden verhindern konnten." Noch mehr Tote. Ich legte den Arm um das Mädchen, drückte aufmunternd ihre Schulter und zog sie mit mir nach oben. Ich wusste, dass dort gleich die Hölle losbrechen würde. Und mindestens für einen von beiden Parteien würde die Welt zusammenbrechen. Einer von beiden war tot. Sam oder Matthew. Ich hatte gehört, dass James Zustand auch nicht ideal war, aber er atmete wohl noch. Erneut drückte ich die Schulter des Mädchens sanft. „Alles wird gut." Ob ich das zu ihr sagte, oder zu mir selbst wusste ich nicht so genau. Tatsache war jedoch, dass ich es niemandem versprechen konnte. Ein letzter tiefer Atemzug und ich öffnete die Tür zum Zimmer meiner besten Freundin, in dem Schüler warteten, die auf uns gesetzt hatten. Erneut musste ich an die Kinder denken, für die jede Rettung zu spät kam. Ich spürte erneut Tränen in mir aufsteigen, zwang sie jedoch zurück. Ich schob Emmeline vor mir in den Raum und schloss dann hinter uns die Tür.

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Re: Treppen im Turm

von Ophelia am 04.06.2018 19:27

Beinahe ferngesteuert lief ich durch das Schloss, hinauf zu Vickys Turmzimmer. Wenn ich es richtig mitbekommen hatte, hatte einer ihrer Schützlinge eine ganz schöne Menge abbekommen, weswegen sie ihr nicht von der Seite wich. Auch ich wäre lieber dort geblieben und hätte geholfen, aber einer musste die zwei Schüler aus dem Turmzimmer befreien. Und da Vicky, was Heilungen und Kräuter anging, deutlich nützlicher war als ich, war mir diese Aufgabe zugefallen. Ich musste sie ins Krankenhaus bringen, denn ausgerechnet diese Gruppe – Sam, Amelia, Matthew, Quinn und James, rief ich mir ihre Namen in Erinnerung - hatte es wohl besonders heftig getroffen. Zwei von ihnen weilten leider nicht mehr unter uns. Ich versuchte das trockene Schluchzen zu unterdrücken. Ich konnte es immer noch nicht fassen. Das waren Kinder! Verdammt nochmal! Sie hatten Kinder entführt, gefoltert und sogar getötet! Wie konnte man nur so grausam sein? Das ging einfach zu weit. Die gesamten Ereignisse des Tages schlugen heftig auf mich ein und ich lehnte mich gegen eine Wand. Mir tat jeder Muskel, ja jede Faser weh. Ich konnte dem Mädchen oben nicht mal sagen, ob ihr Bruder noch lebte, nur dass zwei aus seiner Gruppe gestorben waren. Ein Junge und ein Mädchen. Erneut wollte ich das Schluchzen unterdrücken, aber es gelang mir nicht. Ich wünschte, ich hätte Vickys Fähigkeiten. Dann wäre ich zwar immer noch von dem Leid umgeben, würde mir aber nicht so nutzlos vorkommen und meine Gedanken würden mich nicht überwältigen. Ich ließ die Tränen einfach über meine Wangen laufen, solange ich es noch konnte. Im Schloss, nein eher im Krankenflügel, herrschte hoher Betrieb. Die arme Heilerin war hilflos in der Unterzahl. Aber das restliche Schloss war ruhig. Natürlich war es das, es war mitten in der Nacht. Mit meinem Zauberstab bewaffnet, lief ich die Stufen weiter empor und beleuchtet die Gänge. Meine Schritte hallten von den Wänden wieder und manchmal sah ich meine Tränen in der ein oder anderen Spiegelung der Bilder glitzern. Als ich die letzte Treppe erreichte, schniefte ich noch einmal und versuchte dann, meine Fassung wiederzuerlangen. Gerade, als ich mir die letzten Tränen aus den Augenwinkeln wischen wollte, hörte ich jemanden die Treppe herunterkommen. Es könnten die Schwester und der Junge sein. Ida und Ilian. Aber der heutige Tag hatte bewiesen, dass auch anderes möglich war. Die Tränen, die immer noch auf meinen Wangen glänzten, waren vergessen und mein Körper leicht angespannt. Ich würde heute für keinen Todesser mehr garantieren können, wenn ich einen traf. Doch in den Schein meines Zauberstabes trat ein junges Mädchen, eine Gryffindor Krawatte umklammernd. Emmeline Vance. „Was veranlasst Sie zu so später Stunde noch hier herumzuschleichen, Miss Vance? Falls Sie zu Professor Ferres wollten, die ist gerade nicht da." während ich sprach, wischte ich mir verstohlen die Tränen aus den Augen. Als ich dann jedoch sah, dass sie ihre eigene Krawatte trug, wurde mir übel. „Wer ist es?" ich deutete auf die Krawatte in ihren Händen und sandte ein Stoßgebet an den Himmel, es würde keiner von denen sein, die es ganz heftig erwischt hatten.

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Re: Professor van de Ferres' Turmzimmer

von Ophelia am 10.05.2018 14:40

Ich hatte nicht geglaubt, dass jemand mit so etwas heiklem scherzen würde, weswegen ich ihr vertraute. Der Schock jagte mir durch den Körper und ich fühlte mich unweigerlich an meine Vergangenheit erinnert, in der ich auch wie gelähmt vor Entsetzten gewesen war. Die Vergangenheit, die nur Stunden zurück lag und jene, die mir jede Nacht den Schlaf zu rauben schien. Aber dieses Mal, war ich älter, fühlte mich dem gewachsen und hatte einen Grund. Kinder. Es wurden Kinder entführt. Dieses Mal waren sie zu weit gegangen. Matthew... hatten ihre Eltern nicht mal erzählt, ihre Kinder würden sich heraushalten? Ja, daran erinnerte ich mich, da ich es gerade für Kinder als sehr gesund empfunden hatte.
Ich würde wohl den Orden im Allgemeinen informieren – zumindest die, die ich erreichen konnte. Dumbledore gehörte nicht zu diesen. Er war unterwegs.
Ein Ruck und ich war wieder vollkommen da. „Trinkt." wies ich an, es würde sie beruhigen. „Sie setzten sich am besten zu ihr. Keiner von euch verlässt diesen Turm – verstanden? Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, was passiert, wenn noch mehr Hitzköpfe davon Wind bekommen." ich drehte mich zu Vicky in der Hoffnung, es wäre in Ordnung, sonst würde ich die Zwei noch zu mir bringen müssen und dazu fehlte mir einfach die Zeit. Ich nickte und sprach dann geschäftig weiter. „Vicky, kannst du alle im Orden informieren, die du erreichen kannst?" Mit einem Blick zu der sehr verzweifelten Ida, fügte ich noch ein:"Allen voran Theresa Croft." hinzu. Im besten Fall würde sogar Josephine Croft hierherkommen und sich um ihre Tochter kümmern, denn diese sah ganz und gar nicht gut aus – verständlich. „Weißt du, wer entführt wurde? Oder sonst noch etwas?" fragte ich, während ich selbst einen Patronus heraufbeschwor und ihn mit der Nachricht, dass Schüler in Gefahr waren, zu Kayleigh sandte. Sie würde bestimmt helfen. Auf die Antwort meiner Schüler nickte ich, als Zeichen, dass ich verstanden hatte.
Bevor ich jedoch ging, machte ich noch die paar verbliebenen Schritte auf meine beste Freundin zu, ergriff ihre Schultern und schüttelte sie sanft. „Ich weiß, dass ist sehr sehr viel für einen Abend! Erst ich und dann das hier, aber uns bleibt keine Zeit schockiert zu sein." sprach ich eindringlich und ergrifft ihre Hände. Sie waren eiskalt. Selbst mir wäre das fast zu viel gewesen und ich war schon öfter in sehr brenzlige Situationen geraten. „Informiere die anderen, ich gehe schon vor. Sorge dafür, dass die beiden hier bleiben. Beruhige sie wenn nötig noch etwas und dann komm nach, wenn du kannst ja?" ich sah ihr in die Augen, nickte ihr zu und drückte sanft ihre Hände.
Dann ging ich zurück, legte Ida eine Hand auf die Schulter und nickte ihr und Ilian zu. „Wir tun, was wir können." damit ging ich zur Tür, bereit mich in die Höhle des Löwen zu begeben. Kurz bevor ich die Tür schloss, warf ich noch ein „Danke!" in den Raum, welches sowohl Vicky, als auch den zwei Schülern galt, die zum Glück in der Lage gewesen waren, sich ihres Verstandes zu bedienen und uns zu informieren.

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Re: Professor van de Ferres' Turmzimmer

von Ophelia am 07.05.2018 21:00

Nach einiger Zeit wurde ich ruhiger und bekam die Kontrolle über meinen Körper zurück. Anscheinend waren die Nebenwirkungen nur bei einem Biss besonders langanhaltend, ich jedoch hatte 'nur' einen Kratzer abbekommen. Das nicht gerade geräuschlose Aufschlagen der Tür löste eine Schrecken aus, der mich dann wieder vollständig zur Besinnung brachte.
Glücklicherweise hatte Vicky mich vor ein paar Minuten befreit, denn ich hätte es den beiden schon recht verstört wirkenden Schülern wohl nur schwer erklären können, hätten sie mich hier gefesselt aufgefunden. Es reichte schließlich schon, dass mein Blut noch überall an Vickys Möbeln haftete. Mit einem Schnippen meines Fingers und eines gemurmelten 'Tergeo' war jedoch auch dieser Beweis für meine Auseinandersetzung mit dem Hund verschwunden. Einzig meinen leicht zerfetzten Umhang und das Blut am selbigen hatte ich nicht bedacht.
Ich hatte kurz gebraucht, um beide zu erkennen, aber da der Junge recht neu war, war mir sein Name im Gedächtnis geblieben und das Mädchen hatte ich schon lange unterrichtet. Außerdem kannte ich ihre Eltern aus dem Orden. „Mister Milew, Miss Croft... Was führt sie hier her?" fragte ich besorgt, denn ihre Gesichter ließen keinen Zweifel, dass etwas schlimmes passiert sein musste. Dass das nicht mein Büro war und dass sie einfach ohne zu klopfen hereingestürmt waren, ließ ich außer Acht, denn ihren Gesichtsausdrücken zu folge handelte es sich um etwas ernstes. Mit ein paar Fingerstrichen sorgte ich dafür, dass die beiden Schüler mit Beruhigungstee versorgt wurden, denn beide waren beunruhigend blass. Vicky hatte sicherlich nichts dagegen und stünde sie nicht etwas unter Schock wäre sie wohl selbst darauf gekommen. „Was ist passiert?" wiederholte ich meine Frage und sah den Jungen – Ilian an, in der Hoffnung nur er würde reden und nicht beide auf einmal. Nur Ida wäre mir auch recht, solange es nur einer von beiden endlich tat.

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