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Re: Vergangenheitsplay » 10
von Matthew am 12.08.2018 16:57Ich nickte. Vermutlich wussten das die Meisten. Es war ja auch kein Geheimnis. Und trotzdem freute ich mich, dass sie es wusste.
Grinsend sah ich sie an. „Danke." Auch wenn ich nicht wirklich daran zweifelte, war ihr Zutrauen sehr gut. Vielleicht brauchte sie es auch, denn ich glaubte zwar, dass sie ihre Arbeit, egal welche das wäre, sehr gut machen würde, aber ihr Weg endete gewiss nicht im Honigtopf. Aber ich war bestimmt nicht die Person, die dazu berechtigt war, ihr das zu sagen. Ich fragte mich, ob sie eine solche Person hatte. Komischerweise empfand ich so etwas wie Neid. Ich war neidisch auf eine Person, von der ich nicht wusste, ob es sie gab und das wegen einer Person, die ich kaum kannte. Ich schüttelte den Kopf und blinzelte, damit ich wieder klar sehen konnte. Sie wieder sehen konnte.
„Du solltest öfter lächeln. Es sieht sehr sehr schön aus." erklärte ich und sah sie ernst an. Es stimmte. Sie strahlte etwas mehr, wirkte lebendiger. Auch wenn ich glaubte, sie wäre noch zu viel mehr in dieser Hinsicht fähig. Aber dafür würde sie, nach allem was passiert war, wohl etwas Zeit benötigen.
Ich grinste erneut. „Doch. Auf jeden Fall. Und wenn ich nicht wegen dir kommen soll, dann, weil ich Backzutaten brauche." Dann würde ich sie natürlich trotzdem sehen. Ich grinste in mich hinein, auch wenn ich mir etwas verrückt vorkam.... als wäre ich besessen von ihr. Aber es zog mich zu ihr. Schon länger, nur hatte ich dem Sog heute das erste Mal nachgegeben. Und ich bereute es keineswegs. Ich mochte ihre Gegenwart sehr gerne. Warum hatte ich ihm nicht früher nachgegeben? Jetzt würde sie gehen und wir würden uns nicht mehr täglich sehen können. Naja, ich würde es nicht mehr können, denn ich weiß nicht, ob sie es wollte.
„Sie sagen, du hättest mich 'sterben' sehen." Ich sah sie vorsichtig an. „Es ist also okay, wenn du empfindlich bist." Ich lächelte aufmunternd. „Aber es ist vorbei. Amelia, du bist dort weg. Wir sind es. Und auch, wenn ich es nicht mehr weiß, ich kann mir vorstellen, wie schlimm es war und wenn du das nicht einfach so wegstecken kannst, dann ist das nur menschlich. Du bist auch nur ein Mensch." Ich nickte ihr zu.
Ich legte fragend den Kopf schräg. Hatte sie noch etwas sagen wollen? Ich beobachtete, wie sie zuerst immer näher kam und sich dann wieder entfernte. Was war das denn? Ich runzelte die Stirn, schüttelte dann aber den Kopf und beließ es dabei.
„Danke. Ich sag dir dann vielleicht Bescheid, wenn es soweit ist." zwinkerte ich.
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Es war so schön, es wieder zu wissen. Wie hatte ich nur auf dieses Wissen verzichten können?! All diese Monate, die ich verloren hatte. Die Zeit, die ich mit ihr hätte verbringen können. Ich hatte diese Zeit einfach verloren....
„Wäre es denn so unrealistisch, mich ein weiteres mal in dich zu verlieben?" fragte ich leise, grinste sie an und küsste sie ein weiteres Mal. „Ich war auf dem beste Weg dahin, mein kleiner Engel." flüsterte ich. „Du bist so unglaublich. Du hast mir gefehlt, weißt du das?" vorsichtig strich ich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. „So. Unendlich. Sehr." ich küsste sie nach jedem Wort. Wie sollte ich sie nur je wieder gehen lassen? „Du kannst gleich vergessen, dass du mich im Sommer wieder los wirst. Du wirst mich jede einzelne Sekunde ertragen müssen." flüsterte ich ihr ins Ohr und drückte sie dann noch fester an mich. Ich schüttelte über mich selbst den Kopf. „Bitte höre nie wieder auf zu lachen. Ich liebe es. Ich liebe dein Lächeln, deine Augen, deine Lippen." ich grinste kurz und küsste sie wieder. „Ich liebe dich. Wie konnte ich nur jemanden vergessen, den ich so sehr liebe?" fragte ich verzweifelt und vergrub das Gesicht in ihren Haaren. Als ihr vertrauter Geruch mich umspielte, fühlte ich mich endlich wieder wie zu Hause. Ich war endlich angekommen. „Dein Shampoo." fügte ich dann noch lachend hinzu, wissend, dass mein Atem sie am Hals kitzelte und sie konnte dem nicht mal ausweichen. Sie war gefangen, zwischen der Wand in ihrem Rücken und mir genau vor ihr. Auch wenn ich daran zweifelte, dass sie das störte. Zumindest hoffte ich, dass die letzten Monate nicht alles zerstört hatten. Bei mir jedenfalls nicht.

Re: Vergangenheitsplay » 10
von Matthew am 12.08.2018 13:39Ich nickte. "Stimmt. Ich könnte vielleicht auch einiges machen. Aber am liebsten will ich Koch werden." gestand ich. "Oder ich fange im St. Mungos an. In der Abteilung für Zauberunfälle. Gegenmittel brauen und so. Das hat allerdings auch irgendwie etwas mit Kochen zu tun." überlegte ich laut und zuckte dann mit den Schultern.
„Ich mag den Honigtopf auch." sagte ich und grinste. „Das war im Grunde wieder eine wundervolle Vorlage, aber wir wollen das kleine Engelchen ja nicht in Verlegenheit bringen." zwinkerte ich. Auch wenn es stimmte. Sie war wirklich niedlich und ich glaubte, dass sie das auch war, wenn sie nüchtern war. Kurz huschte so etwas wie Trauer über ihr Gesicht, aber ich traute mich nicht zu fragen, warum. Denn wenn sie mehr darüber nachdachte, würde es sie vielleicht noch trauriger stimmen und das war etwas, das ich nicht wollte. Das Bedürfnis, sie glücklich zu sehen, kam jedes Mal auf, wenn ich sie sah und ich wusste nicht, woran das lag.
Ich grinste sie an. „Dann komme ich vielleicht mal vorbei." Ich stockte kurz. „Nein. Ich komme ganz bestimmt vorbei. Ein Leben ohne Süßes ist schließlich nur ein halbes Leben." Ich ließ offen, ob ich sie oder de Waren im Honigtopf meinte. Im Grunde meinte ich beides, denn es stimmte. Der Gedanke, dass sie nur wenige Gehminuten entfernt war, beruhigte mich etwas und schien mich sogar darüber zu trösten, dass meine Schwester es nicht war. Aber wieso? Diese Frage war so allgegenwärtig, dass ich fast durchdrehte.
Ich nickte ernst. „Okay. Dann hören wir jetzt auf darüber zu sprechen." sagte ich genauso ernst. Ich versuchte sie auch weiterhin so anzusehen, aber das war einfach nicht möglich. Das Grinsen breitete sich in ihrer Gegenwart einfach selbstständig aus.
Automatisch rieb ich ihr sanft die Arme, als sie zu frösteln begann. War ihr kalt? Sorgte Alkohol nicht eigentlich dafür, dass einem warm wurde? Und dann fiel mir wieder ein, dass sie mich wohl hatte 'sterben' sehen. „Entschuldige." flüsterte ich und drückte sanft ihren Arm.
„Ja." ich strahlte. „Merlin, wie ich das nur vergessen konnte!" ich schüttelte über mich selbst den Kopf. „Aber irgendetwas wahnsinnige Wichtiges fehlt mir noch. Ich spüre es. Es ist sicher nicht die Entführung. Etwas Gutes. Es zieht jedes Mal in meiner Magengegend, weil es fehlt. Oder vielleicht eine Person und nicht es. Und manchmal... das klingt vielleicht blöd, aber da wird mir das Herz schwer und ich vermisse.... irgendwas. Es ist, als würde mein Herz mir sagen, dass es doch da ist. Ich bin nur zu blind es zu sehen. Wie Liebeskummer." ich zuckte mit den Schultern und sah sie entschuldigend an. „Aber erzähl das bloß nicht meiner Schwester. Sie macht sich glaube ich schon Sorgen und ich weiß, dass ihr eigentlich mal befreundet ward..." fügte ich noch hinzu.
Nachdem ich sie durch das Eingangsportal getragen hatte, stellte ich fest, dass sie tatsächlich eingeschlafen war. Sie wirkte so ruhig und entspannt und ich würde sie nicht wecken. Ganz bestimmt nicht. Allerdings kam ich nicht in ihren Gemeinschaftsraum und selbst wenn, ich würde sie dort nicht schutzlos zurücklassen. Ohne, dass ich mich wirklich dazu entschieden hatte, trug ich sie die Treppen zum Turm nach oben, in dem sich mein Schlafsaal befand. Der Raum, in dem ich jetzt noch ein Jahr länger schlafen würde, war wie ausgestorben. Alle schienen irgendwo anders zu sein. Vielleicht noch auf der Party, vielleicht in fremden Betten. Für sie war es schließlich der letzte Abend, ihnen konnte sowieso nichts mehr passieren. Das Schuljahr war vorüber, alle Punkte ausgezählt. Trotzdem legte ich Amelia vorsichtig in mein Bett. Das Risiko, dass die anderen doch noch zurück in ihre Betten fanden, war mir einfach zu groß. Ich streifte ihr nur die Schuhe von den Füßen, aber den Rest ließ ich so, wie es war. Ich wollte sie am nächsten Morgen nicht ängstigen. Leise und vorsichtig legte ich mich neben die friedlich schlafende Amelia und deckte uns beide zu. Anders als bei ihr, hatte ich mich allerdings umgezogen. Ich trug nun ein graues Shirt und eine Boxershorts wie immer zum Schlafen.
Und dann schlief ich schneller ein, als ich es gedacht hatte, da ich im Grunde gar nicht so müde gewesen war...
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Etwas... oder jemand bewegte sich und nahm die angenehme Wärme mit sich fort. Aber ich wollte die Augen nicht öffnen. Es hatte sich bis eben noch so richtig angefühlt. Wieso musste sich das jetzt ändern? Ein leises Geräusch ließ mich dann doch die Auge öffnen. Amelia war fort. Sie fehlte... irgendwie. Aber wo war sie? Sofort kam etwas Sorge in mir auf und ich stand auf. Ich schlüpfte in einen Pullover und eine Jogginghose, dann stieg ich die Treppen hinunter. Dort befanden sich nun einige meiner Hausgenossen, die nicht gerade gesund aussahen.Ich konnte nicht alle vor dem Alkohol bewahren. Amelia hatte Priorität. Trotzdem sah ich kurz, ob sich Ina unter den komatösen Mitschülern befand. Als ich sah, dass das nicht der Fall war, folgte ich Amelia. Nur um zu sehen, dass sie sicher ankam.
Gerade, als ich sie entdecke, schien sie in der Wand zu verschwinden. Panik machte sich in mir breit. Ich könnte sie verlieren. Erneut war da diese Kettenreaktion. Die Panik sie zu verlieren. Die Entführung. Amelia, die ich beinahe tot geglaubt hatte. Amelia! Oh Merlin! Amelia!
Nun wusste ich auch, wo sie hin war. Schnell folgte ich ihr in den Geheimgang – diesen einen bestimmten Geheimgang.
Sie war noch nicht weit. „Lia!" rief ich und rannte zu ihr, schloss sie in die Arme und wirbelte sie herum. „Amelia!" wiederholte ich und lehnte sie an die Wand. Ich strich ihr über die Wange. „Lia." flüsterte ich und dann küsste ich sie. Ich hatte sie so vermisst ohne zu wissen, dass ich es tat. Ich legte all die Sehnsucht nach ihr, alle Liebe und all die Angst, die ich immer verspürt hatte, wenn es darum ging sie verlieren zu können, in den Kuss. Ich würde sie einfach nie wieder loslassen.

Re: Fluchschäden und Zauberunfälle
von Matthew am 31.07.2018 22:06Ich sah gerade noch, wie das Mädchen – Ina – nickte, als meine Schwester der Meinung war, mich als Kuschelbären benutzen zu müssen. „Ida...wenn du mich weiter so drückst, werde ich wirklich ärztliche Hilfe brauchen!" keuchte ich und tatsächlich ließ sie mich los. Ein Wunder!
Ich ließ sie nicht gleich aus den Augen und ihre Tränen irritierten mich. „Ida?" fragte ich leise. Sie weinte selten. Was war nur hier los?
Nochmals sah ich zu dem Mädchen in der Ecke. Emily schien wirklich nicht gesund zu sein. Sie war eine Freundin von Ida... glaubte ich. Ich runzelte die Stirn und sah dann wieder zu dem Jungen. Ich kannte ihn. Ich war mir da ganz sicher. Das Mädchen hatte ich vorher noch nicht wirklich gesehen, aber mit ihm war doch irgendwas! Ich zog die Stirn in Falten und sah ihn weiter an. „Woher kenne ich dich nur..." fragte ich dann doch. Eine Bewegung, die ich nur im Augenwinkel wahrnahm erinnerte mich wieder daran, dass meine beste Freundin auf wundersame Weise wieder aufgetaucht war. Ich grinste sie breit an und sie grinste zurück. Einige Dinge würden sich wohl nie ändern. Ich zog sie zu mir, wodurch sie auf dem Bett landete und lachte. „Hey du Gartengnom! Wo bist du nur gewesen." Ich drückte sie weiter an mich, zu froh sie endlich wiederzusehen, nach all den Jahren und hörte Ida zu, die sich wohl als einzige dazu bereit erklären wollte, mir endlich Informationen zu geben. Auch wenn diese mich im Endeffekt nur noch mehr verwirrten.
„Was für eine Entführung?" fragte ich als erstes verwirrt. „Und was hat dieses Tierwesen damit zu tun? Sind die nicht total friedlich?" fragte ich nur noch verwirrter und zog die Stirn in Falten. Wenn ich das noch häufiger tat, würden sie wohl permanent werden. Statt meine Fragen zu beantworten hatte mich diese Erklärung nur noch mehr verwirrt. „Und ich glaube, ihr müsst Emily helfen. Sie ist ziemlich blass." fügte ich noch hinzu und zog nun auch Ida wieder zu mir, um einen Arm um sie zu legen. Sie sollte schließlich aufhören zu weinen.

Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 31.07.2018 20:30Sophelyas Kommentar brachte mich fast zum lachen. Und das wäre echt ungünstig. Jedes noch so kleine Geräusch konnte uns verraten. Vor allem der Hund würde alles hören.
„Stell dir mal vor, was die denken würde, wenn sie uns hier findet.... Ich will mir den Brief an unsere Eltern nicht mal vorstellen. 'Ich bedaure sehr Ihnen mitteilen zu müssen,dass Ihre Kinder sich nachts außerhalb des Schlosses in den Gebüschen herumtrieben....'" flüsterte ich und schmunzelte bei der Vorstellung.
Ich hatte zwar Sophelya gefragt, ob sie etwas hatte und war mir ziemlich sicher, dass ich nichts dabei hatte – trotzdem durchsuchte ich all meine Taschen nochmal nach Keksen oder ähnlichem.
Ihre Antwort ließ mich sie erst etwas stutzig angucken, da es etwas dauerte, bis mein Hirn verstanden hatte, was diese Aussage zu bedeuten hatte. Nun musste ich mir wirklich auf die Zunge beißen um nicht zu lachen. Ein Grinsen breitete sich dennoch aus und ich zog feixend die Augenbrauen nach oben. „Flirten wir etwa im Angesicht der Gefahr erwischt zu werden?" ich musste unterdrückt lachen. Bei Merlin, wir waren einfach durchgeknallt.
Als sie ihren Zauberstab zückte, machte ich mir sofort sorgen um das Tier, denn ihre Aussage unterstützte, dass meine Sorge wohl berechtigt war. Den Zauberspruch kannte ich nicht, weswegen ich die Stirn in Falten legte.Schnell richtete ich meinen Blick wieder auf Jingels, der irgendwas an seiner Nase zu haben schien. Es war bestimmt nichts schlimmes und er war abgelenkt. Gut für uns. Sophelyas Erklärung beruhigte mich. „Muss man den Zauber aufheben, oder löst der sich..." ich brach ab, da mir wieder eingefallen war, dass der Hund unserer Zauberkunstlehrerin gehörte und die dürfte das wohl auf die Reihe bekommen. Tatsächlich beugte sie sich zu ihm herab und drehte uns damit den Rücken zu. Ein Gedanke schoss mir durch den Kopf und ich sah Sophelya alarmierend an. „Schnell, um die Ecke!" zischte ich und sprintete die letzten Meter um die Ecke, die uns deutlich besseren Sichtschutz bot. „Sie wird gleich merken, dass das ein Zauber war und der muss ja irgendwo hergekommen sein." erklärte ich und lehnte mich an die Wand. „Wir sollten uns jetzt wirklich schnellstens verziehen."

Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 29.07.2018 13:58Glücklicherweise besaß Sophelya die Intelligenz, uns zu verstecken, statt total offensichtlich weiterzurennen. Kaum waren wir verborgen, sah ich auch schon die dunkelblauen Haare der Lehrerin aufblitzen, die ich heute schon einmal am liebsten verflucht hätte. Aber es wäre wohl eher wenig clever, sich mit einem Ass in Zauberkunst zu messen.
Ich schüttelte den Kopf und versuchte meine Atmung unter Kontrolle zu bekommen. Durch den Schreck hatte ich 'falsch' geatmet und nun hatte ich Angst, mein lautes Luftholen würde uns verraten.
Stirnrunzelnd sah ich von der Lehrerin zu Sophelya. Stimmt. „Seltsam. Offensichtlich hat sie uns nicht gesehen, sonst würden wir schon ein paar Punkte weniger haben... Aber was sucht sie dann?" Skeptisch betrachte ich wieder unsere Zauberkunstprofessorin, die gefährlich nahe an uns herankommt. Ratlos zucke ich mit den Schultern. Und dann sehe ich den Schatten, der auf sie zukommt. Er ist klein, ragt nur einen knappen Viertelmeter über den Boden. Ich unterdrücke ein frustriertes Stöhnen und blick wieder zu Sophelya. „Wieso muss sie ausgerechnet jetzt mit ihrem Hund Gassi gehen?" wispere ich leise und etwas genervt, auch wenn der kleine eigentlich ganz in Ordnung ist. Meine Augen haben sich zum Glück bereits an die Dunkelheit gewöhnt, so dass ich die Situation gut beobachten kann. Sophelya hat wohl etwas länger in die Fackel geguckt als ich. Ihre Augen brauchen wohl noch etwas.
Plötzlich spitzt Jingels die Ohren, schnüffelt und sieht direkt in unsere Richtung. „Das darf doch alles nicht wahr sein!" fluche ich leise. Ich hoffe inständig, dass Jingels weder hier her kommt, och das Professor Hall mitbekommt, dass er etwas entdeckt zu haben scheint. Doch zu spät. Sie kniet sich vor ihn, streicht über seinen Kopf und fragt in dieser typischen Stimmlage, die jeder Tierbesitzer draufhat:" Was ist denn Liebling? Hast du was gefunden ja?"
Das schlimme ist, dass Jingels mich erkennen dürfte. Ich habe einmal Hundekuchen für unseren Dackel Teddy gebacken und Jingels war laut kläffend in die Küche gekommen und ich hatte ihm welche gegeben. Verdammt verdammt verdammt – Moment. Hundekuchen? Ablenkung. „Hast du was Leckeres dabei? Etwas, das einen Hund ablenken könnte?" fragte ich leise. Das war die einzige Möglichkeit, sonst würde es gleich mächtigen Ärger geben.

Re: Schulabgänger / Wiederholer
von Matthew am 29.07.2018 13:36
Da der liebe Matt der Meinung war, er müsste ohne Plan [der Liebe seines Lebens] Amelia zu Hilfe eilen, hat sein Kopf bei der Entführung und der darauffolgenden Rettugsaktion einiges abbekommen... Das ist auch der Grund, weswegen er nicht so ganz - naja, eigentlich gar nicht - bei den Prüfungen war. Er möchte lieber sichergehen, dass alles noch so funktioniert wie er es sich denkt, bevor man ihn auf die Welt loslässt. Außerdem möchte er ja nicht einfach nur bestehen, auch wenn er behauptet, es wäre ihm egal, möchte er einen guten Abschluss haben.
Deswegen hat er beschlossen, die 7. Klasse zu wiederholen und den Antrag auch schnellstmöglich eingereicht. Glücklicherweise ist er nun in der gleichen Klassenstufe, wie sein bester Freund und seine beste Freundin und seine Schwester bleibt auch noch in seiner Nähe. Dieser Umstand macht das ganze deutlich einfacher und spaßiger.


Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 23.07.2018 20:03„Ravenclaws sind clever, schon vergessen?" grinste ich und tippte mir an den Kopf. „Und das ganze klappt nur, wenn der Lehrer, dem wir begegnen könnten, dich nicht gut genug kennt um dein Haus zu wissen oder zu müde ist um sich zu erinnern." ich zuckte mit den Schultern.
Ich sah die Tür noch einmal wütend an, bevor ich wieder zu Sophelya sah. „Ich hab zumindest keine Knirschen gehört. Vermutlich haben wir unser Glück aber doch etwas überstrapaziert." murrte ich und warf der Tür einen erneuten feindseligen Blick zu. Als würde das irgendwas bewirken.
Das mit dem Geheimgang schien die einzig reelle Möglichkeit zu sein unbemerkt und unbeschadet ins Innere des Schlosses zu gelangen. Ihr Blick nach oben ließ mich schaudern. Nicht wegen der Höhe, sondern eher, weil das Risiko erwischt zu werden auf diesem Weg exponentiell in die Höhe schoss.
„Geheimgänge sind eher nicht so mein Spezialgebiet. Ich kenne im Grunde gar keinen. Ich bin schon froh, dass ich den Weg in die Küche kenne. Sonst könnte ich meinen Eltern kein Gebäck schicken." Ich zuckte mit den Schultern. „Versuchen wir den, von dem du als erstes gesprochen hast. Ich würde jetzt ungern nach Hogsmeade laufen und unterirdisch wieder zurück." gestand ich.
Noch ein letztes Mal zog und zerrte ich an der Tür, dann gab ich es auf. Ich seufzte und nickte bestätigend. Apparieren wäre jetzt ein echter Segen, aber wir waren hier leider nicht bei Wünsch – Dir – Was.
Gerade hatte ich den Fuß der Treppe erreicht, als ein seltsames Geräusch das Öffnen einer schweren Tür verkündete. Meine Instinkte funktionierten schneller und besser als mein Gehirn. Ich nahm Sophelyas Hand und zerrte sie rennend um die nächste Ecke – nicht sicher, ob die Person, welche nun wohl aus dem Schloss kommen würde, uns bereits entdeckt hatte, oder ob ich schnell genug reagiert hatte. Ich rannte, das Mädchen hinter mir herziehend, die Mauer entlang, still betend, dass das gutgehen würde.

Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 15.07.2018 14:37Um ehrlich zu sein wäre diese Art des Ablenkens genau etwas, das ich tun würde, aber im Moment war das Risiko, doch noch erwischt zu werden, einfach zu groß.
Glücklicherweise warf sie trotzdem noch einen Blick zum Schloss herüber und entdeckte den potentiellen Lehrer.
Schnell entwarf sie einen Plan und insgeheim fragte ich mich, ob sie schon die ganze Zeit einen Fluchtplan im Hinterkopf gehabt hatte...
Ich nickte hastig und wir machten, dass wir alles wieder wegbekamen. Irgendwie hatte ich damit gerechnet, dass alles genauso einfach laufen würde, wie zu Beginn, aber das war leider nicht der Fall. Leise fluchend rüttelte ich an der Ballkiste. „Merlin!" fluchte ich und gab auf. Rohe Gewalt würde wohl eher nicht helfen. Schnell zog ich meinen Zauberstab zu Hilfe und sprach einen Zauber, der verklemmte Schlösser entklemmte, in der Hoffnung, er würde auch bei diesem Riegel funktionieren. Merlin sei Dank war das der Fall, so das wir zumindest dieses Problem recht schnell lösen konnten. Aber das nächste ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem die Bälle verstaut waren und wir sicher vor der Besenkammer – eine andere Bezeichnung fiel mir leider nicht ein – landeten, warf Sophelya ihren Besen etwas zu hastig zurück in die Kammer. Die Besen fielen laut scheppernd zu Boden. Während Sophelya alle Besen wieder einsammelte – komischerweise wie ein Muggel, wäre sie Muggelgeborene würde ich sagen, sie hatte einfach vergessen, dass sie zaubern konnte – sah ich mich kurz nach Lehrern um oder anderen, die diesen Höllenlärm gehört haben könnten. Aber da war niemand. Allerdings war das Klappern der umfallenden Besen gar nichts gegen Sophelyas Schrei, der die Luft zerriss. Skeptisch und etwas unbeholfen betrachtete ich, wie sie zappelnd durch die Gegend tänzelte und am Ende angewidert den Blick auf etwas vor mir auf dem Boden gerichtet hielt. Ich folgte ihrem Blick und verzog das Gesicht. Ich hatte jetzt keine panische Angst vor Spinnen, aber als Fan der achtbeinigen Insekten würde ich mich jetzt auch nicht gerade bezeichnen. Mit einem Schwung meines Zauberstabes beförderte ich sie in Richtung des Quidditchfeldes. Sie verschwand recht schnell in der Dunkelheit.
Endlich war auch der letzte Besen wieder verstaut und wir machten uns auf den Weg zum Portal. Nach den ersten drei Schritten griff ich jedoch nochmal nach Sophelyas Arm. „Du hast noch den Gryffindor Pullover an..." sagte ich und blickte zurück. Wir sollten lieber nicht nochmal diese Kammer öffnen. Am Ende würden wieder alle Besen herausfallen und das wir einmal wie durch ein Wunder nicht gehört worden waren, war schon erstaunlich genug. Ein zweites Mal würden wir bestimmt nicht so ein Glück haben. „Behalt ihn einfach an. Falls wir doch noch erwischt werden, wird vielleicht nicht deinem Haus, sondern den Gryffindors ein paar Punkte abgezogen. Die liegen sowieso mal wieder viel zu weit vorne." schmunzelte ich und ließ sie los.
Schnell sprintete ich die letzten Stufen zum Eingangsportal nach oben und rüttelte an der Tür. Vergeblich. „Was zum-?" fragte ich verzweifelt und warf Sophelya einen Blick zu. Auch ihr 'Alohomora' brachte nichts. Wäre ja aich zu einfach gewesen. „Na super. Wir kommen also raus, aber nicht rein?" fragte ich skeptisch und schüttelte den Kopf. „So ein verdammter Mist!" fluchte ich und strich mir verzweifelt durch die Haare. „Und jetzt?" fragend sah ich meine Partnerin in Crime an.

Re: Vergangenheitsplay » 7
von Matthew am 09.07.2018 18:56Ich ließ das Werwolf – Thema damit lieber fallen, schließlich wollte ich nicht, dass sie Angst bekam. Ich wusste nicht, ob sie sich dann vielleicht unwohl fühlen würde oder Alpträume bekam, schließlich kannte ich sie kaum. Wer weiß, was ihre Fantasie alles für Schauergeschichten produzieren konnte...
Als ich mit dem Quaffel zurückkehrte, warf ich ihn probehalber erstmal ganz leicht in Richtung der Tore. Zu leicht, wie ich feststellen musste, da er kaum die Hälfte des Weges zurückgelegt hatte, als er nach unten fiel, als wäre er aus Stein.
Auf ihren Kommentar hin konnte ich bloß nicken, denn mein erster Wurf war wirklich erbärmlich gewesen. Sophelya holte den Ball und ich bewegte mich etwas, um meine Muskeln zu lockern. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht hinbekommen würde. Ich war jetzt kein Profisportler und würde es beim besten Willen auch niemals werden, aber das ein oder andere Tor sollte ich schon hinbekommen, vor allem bei so einer Spaßrunde!
Nachdem sie mir den Ball zugeworfen hatte, ließ ich kurz meine Gelenke knacken, als wäre ich doch einer dieser Schlägertypen, die sich auf den Wurf ihres Lebens vorbereiteten, räusperte mich kurz und schloss dann die Augen. Theatralisch atmete ich tief ein. Die Luft war frisch und es roch nach... Natur. Anders konnte man es nicht sagen. Erdig. Und als eine leichte Brise meinen Besen ins schaukeln brachte – sie trug den nach Algen riechenden Seegeruch mit sich – öffnete ich die Augen und warf den roten Ball etwas schwungvoller in den Torring, der am weitesten von Sophelya entfernt war. Er bahnte sich zielstrebig seinen Weg durch eben diesen und ich konnte mir ein triumphierendes „Ha!" einfach nicht verkneifen. Ich grinste Sophelya an und drehte einen kleinen Looping, nachdem sie mir den Ball wieder zugeworfen hatte.
Da mir eben der Gedanke gekommen war, dass gerade Torhüter sich leicht an den Händen verletzten und ich nicht wusste, wie wir eine solche Verletzung - ohne zu gestehen, dass wir sämtliche Schulregeln gebrochen hatten – erklären sollten, warf ich nun doch wieder etwas leichter. Dieses Mal, griff Sophelya den Quaffel mit Leichtigkeit aus der Luft und ich nickte anerkennend. „Geht doch. Schlummert da vielleicht doch eine Quidditchbegabung in dir?" fragte ich grinsend.
Bevor ich auch nur noch einen Wurf ansetzten konnte, bemerkte ich etwas seltsames im Schloss. Konnte es sein, dass ein Lehrer bereits wach war und durchs Schloss lief? „Sophelya... ist das Einbildung oder kann es sein, dass da gerade jemand mit Licht bewaffnet durchs Schloss läuft? Ich glaube etwas im dritten Stock gesehen zu haben..."

Re: Fluchschäden und Zauberunfälle
von Matthew am 05.07.2018 23:11Ein schmerzhaftes Stechen zog sich durch mein Herz, bevor es.... es rumpelnd wieder zum schlagen kam? Zumindest fühlte es sich an, als müsste es erstmal seinen Rhythmus wiederfinden. Meine Finger zuckten in die Richtung der schmerzenden Stelle, doch noch bevor ich sie wirklich bewegen konnte, verschwand der Schmerz auch schon wieder. Stattdessen lenkte mich etwas anderes ab. Meine Lunge stand regelrecht in Flammen. Ich holte tief Luft. Es war, als hätte ich eine Ewigkeit die Luft angehalten. Was war denn nur los mit mir?
Langsam nahm ich Stimmengewirr um mich herum wahr. Was war denn los? Hatte ich verschlafen? Panisch riss ich die Augen auf. Ich starrte genau in das Gesicht eines Mädchens, welches mir zugleich unheimlich vertraut und fremd war. Mein Gehirn ratterte, während ich die Stirn kraus zog und sie anstarrte. Erinnerungen an eine Plattform in den Bäumen, ein zahnlückenhaftes Grinsen und eine Hand, die darum bat, dass man an ihr zog um sie auf die Plattform zu ziehen, schossen mir durch den Kopf. Aber das konnte nicht sein. „Ina?“ fragte ich trotzdem mit beeindruckend kratziger Stimme. Oh man, was war nur los mit mir?!
Ich sah mich weiter im Raum um, der ganz sicher nicht meinen Schlafsaal darstellte. Meine Schwester stand ebenfalls an dem Bett, das wohl ein Krankenhausbett war. Meine Eltern waren ebenfalls anwesend. In Idas Nähe stand ein Junge, der mir auch bekannt vorkam. Woher wusste ich nicht genau. Wahrscheinlich ging er auch auf meine Schule. In der Ecke kauerte ein Mädchen, das alles andere als gesund aussah. Warum lag ich denn im Krankenhaus, wenn es ihr ganz eindeutig schlechter ging? „Was ist los? Was mache ich hier?“ fragte ich verwirrt in die Runde. Mein Blick fiel wieder auf den Jungen. Ilian. Hieß er - glaubte ich mich zu erinnern. Ich hatte das Gefühl, dass ich noch viel mehr über ihn wissen müsste.... Aber wieso? Was machten zwei Personen, die ich nicht kannte, in - anscheinend -meinem Krankenhauszimmer? „Haben die zwei-" Ich deutete auf den Jungen und das in der Ecke kauernde Mädchen „- irgendeinen Streich ausprobiert, der mich hier her befördert hat?“ fragte ich, während ich mich aufsetzte. Eine andere Erklärung, was sie hier zu suchen hatten, konnte ich einfach nicht finden. „Ilian richtig? Und du bist.... äh... Emily Bones?“ Ich zog nachdenklich die Augenbrauen zusammen. Könnte mir nicht endlich mal jemand irgendwas erklären???


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