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Amelia

26, Weiblich

Hogwarts [ehem.] Hufflepuff Abgeschlossen Reinblut Naiv Demiguise Covenant Mitarbeiter Fan Wortlose Magie Optimist OC Frei

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Re: Vergangenheitsplay » 20

von Amelia am 08.09.2018 23:34

Ich wusste, dass ich an einem ganz besonderen Punkt in meinem Leben stand. Ich hatte etwas Überwunden, wovon ich dachte, ich würde mich niemals erholen, ich hatte einen exzellenten Schulabschluss und lauter Menschen um mich herum die mich liebten und die mir gut taten. Mir stand die ganze Welt offen. Die Atmosphäre im Honigtopf gefiel mir, die Arbeit war leicht und leidenschaftlich, auch wenn ich jetzt in meiner zweiten Woche schon feststellte, dass sie mich nicht voll und ganz erfüllte. Als Matti noch jeden Tag hier herumgehangen hatte, konnte ich mich von diesen Gedanken noch ablenken, aber jetzt ging das nicht mehr so einfach...
Ich war gut in dem was ich tat und heute durfte ich den Laden schon alleine zu machen. Ich bereitete schon alle Aufgaben vor, sodass ich das optimal durchführen konnte und ich schnell in meine Wohnung kam. Obwohl mich daran auch nicht so viel reizte, jetzt wo Matti schon wieder in Hogwarts war. In meinem Bett wartete lediglich ein ungelesener Roman. Was auch nicht schlecht war...
Ich war gerade dabei die Kasse durchzugehen, da ich nicht mehr damit rechnete, dass um diese Uhrzeit noch jemand kommen würde, als mir plötzlich ganz flau wurde. Ich schob das auf meinen immer noch recht schwachen Kreislauf und stützte mich auf dem Tresen ab, mit der Annahme, dass dieses Gefühl gleich weg sein würde. Und dann klingelte das Glückchen über der Tür doch überraschend. Ich blickte auf, sah aber niemanden. Ich runzelte die Stirn und war sofort alarmiert. Ich schielte zu meinem Zauberstab, der dicht neben mir lag, als ich auf einmal Freya erkannte. Wie...? Oh... ich legte eine Hand auf meinen Bauch und hielt die Luft an, als mich plötzliche Übelkeit durchzuckte. Ich bekam nur am Rande mit, wie schockiert Freya mich ansah und dass sie sich entschuldigte. Ich hob die Hand, um ihr deutlich zu machen, dass ich gleich bei ihr sein würde und wollte in Richtung Lagerräume und Toilette verschwinden, als es mich doch überkam. Gerade noch rechtzeitig in einen der Wischeimer, die ich für das letzte Mal durchwischen bereigestellt hatte.
Ich verzog das Gesicht und stöhnte leicht. Ich hatte das in letzter Zeit schon öfter gehabt und fragte mich, ob mein Körper irgendeinen Mangel hatte von dem ich nichts wusste und mein Kreislauf deshalb auf eine niedrigere Stufe gesunken war.
Nach ein paar Sekunden raffte ich mich hoch und lugte mit blassem Gesicht über den Tresen. Freya war immer noch da. Ich wischte mir mit dem Handrücken über den Mund, falls eventuelle Spuckreste daran klebten. Widerlich. Das durfte mir nicht noch einmal bei der Arbeit passieren. Mit einem Wisch meines Zauberstabs beseitigte ich die Sauerei und sah Freya entschuldigend an. "Entschuldigung, dass du das miterleben musstest. Ich verspreche dir, ich bin nicht krank, alles Süßigkeiten sind ordnungsgemäß frisch und Keimfrei." das hatte ich mehr als drei Mal überprüft. Ich atmete zittrig ein und aus und richtete meinen Pferdeschwanz. Ich presste die Lippen aufeinander und sah Freya schuldbewusst an. Ich hätte wohl schon eher mal ein Gespräch mit ihr suchen sollen. Es interessierte mich wie es ihr ging mit der ganzen Sache. Ich war nun nicht mehr dem gerede in Hogwarts ausgesetzt, sie jedoch schon. "Wie gehts es dir?" fragte ich ehrlich und nickte ihr kurz zu. Ich wollte eine ehrliche Antwort von ihr haben. Es war mir wichtig. Auch wenn wir nie miteinander gesprochen haben, habe ich irgendwie mit ihr mitgefühlt. Schon ich war an manchen Stellen in Hogwarts auf Ablehnung gestoßen. Ich konnte mir nicht vorstellen, was sie durchgemacht hatte. Ich biss mir auf die Unterlippe und versuchte eine erneute Welle der Übelkeit aufzuhalten. Oh bitte nicht nochmal...

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Re: Vergangenheitsplay » 10

von Amelia am 21.08.2018 22:12

Ich seufzte und nickte. "Tatsächlich habe ich diese Diagnose schon sehr oft zu hören bekommen." sagte ich und verzog leicht die Lippen. Offenbar schien es Matt ja nicht allzu sehr zu stören. Aber ich war mir nicht sicher, ob sich das nicht noch ändern würde. Es gab durchaus liebenswertere Eigenschaften als das. Aber ich denke er wusste ganz gut worauf er sich einließ.
Ich lächelte und strich ihm sanft durch die weichen Locken. "So ganz überzeugt bin ich davon zwar nicht, aber ich lass mich vielleicht von dir bekehren." murmelte ich und küsste Matti zärtlich. Im Raum der Wünsche schien die Zeit irgendwie still zu stehen. Lag das an an diesem Moment oder war das ein generelles Merkmal des Raumes?
.
Ich lachte mit ihm. "Jetzt mit dir werde ich ein klein wenig rebellisch würde ich sagen." erwiderte ich und lächelte ihn warm an. Hatte ich schonmal erwähnt, dass er mein Leben ziemlich auf den Kopf stellte?
Halbherzig versuchte ich mich zu wehren, hatte aber keine Chance. Mein Lachen wurde immer höher und flehte Matti an aufzuhören. Ich hasste es ausgekitzelt zu werden. Aber bei Matti hasste ich es ein ganz kleines bisschen weniger.
Als ich schließlich auf die Uhr sah, stellte ich fest, dass wir den Zug zwar noch nicht verpasst hatten, uns aber sehr beeilen mussten. Trotz dem zusätzlichen Stress war ich den ganzen Tag über so glücklich wie lange nicht mehr.


[beendet ♥]

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Re: Vergangenheitsplay » 10

von Amelia am 20.08.2018 20:29

Ich schloss die Augen und senkte den Kopf. Eigentlich war ich noch nicht ganz überzeugt. Also nicht, was das Essen anging. Mehr was die Schuld anging. Denn die konnte ich beim besten Willen nicht abschütteln. Dennoch nickte ich. "Ja, okay." sagte ich leise und sah wieder hoch. Es tat mir wirklich leid, dass ich ihm so viele Sorgen bereitete. Ich lehnte meine Stirn an Matts Schulter und blendete alles andere aus. Ich vertraute darauf, dass bald alles wieder gut werden würde. Vielleicht musste ich den Blickwinkel nochmal ändern und Listen schreiben, um mir über alles klar zu werden. Aber bisher fühlte ich mich nicht in der Rolle des 'Engels', wie Matt mich immer nannte. Es gefiel mir dennoch. Er sah mich viel besser als ich mich selbst. Das machte mir irgendwie Mut.
Ich musste erneut lachen. "Du weißt, ich werde meine Unwissenheit akribisch leugnen." schmunzelte ich und mir wurde zum ersten Mal bewusst wie sehr ich es mochte wie Matt meinen Namen aussprach. Meinen vollen Namen. Häschen hatte ich allerdings nicht im Sinn. Eher kleine architektische Kunstwerke oder die ältesten Bücher der Welt. Ich nickte und beäugte den Raum interessiert.
Ich biss mir auf die Unterlippe. "Hm...aber ich bin Amelia Streberin Bones. Ich verabscheue Ungewissheit. Das ist eine Art Zwang..." sagte ich seufzend. Diese Eigenschaft ging mir schon echt schrecklich auf die Nerven manchmal.
.
Engel. Da war es wieder. Dieses mal kam es mir gar nicht so abwegig vor... Ich schmiegte mich wieder dicht an ihn, als Matt die Augen schloss. Am Liebsten würde ich für immer hier mit ihm liegen bleiben. Bei seiner Frage zuckte ich nur mit den Schultern. "Das ist eine Frage, dessen Antwort ich ausnahmsweise mal nicht beantworten möchte..." murmelte ich zurück und verkroch mich ein wenig mehr unter der warmen Bettdecke.

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Re: Vergangenheitsplay » 10

von Amelia am 19.08.2018 21:14

Ich blickte für einen Moment an mir herunter und runzelte kritisch die Stirn. Vielleicht war es schon ein wenig weniger als sonst... Ich biss mir auf die Unterlippe und sah wieder zu Matti hoch. Mein Magen zog sich zusammen, von dem Anflug eines schlechtem Gewissens. "Kann sein, dass das ein bisschen meine Absicht war, glaube ich.", ich hielt einen Moment inne und mied Matts Blick. "Vielleicht wollte ich mich selbst ein klein wenig bestrafen...Ich meine Quinn ist tot und ich am Leben. Das ist doch nicht fair..." sagte ich ganz leise. Ich war mir sicher, dass Matt das nicht verstehen würde. Ich verstand es die meiste Zeit nicht einmal selbst, aber so empfand ich das eben...
Ich lächelte ein bisschen mehr. "Ein sehr guter Umstand ist das sogar." sagte ich leise und strich ihm mit den Fingerspitzen sanft über seine Wange. Es war wundervoll das wieder einfach tun zu können. Er hatte mein Leben echt auf den Kopf gestellt. Im besten Sinne. In jeder Sekunde die wir miteinander verbringen, fühlte ich mich mehr und mehr am Leben.
Es war schon wirklich heftig, dass ich diesen Raum bisher nie betreten hatte. Eigentlich schon fast eine Schande. Ich kicherte leise und neugierig. Ich war selten abenteuerlustig, aber diesmal schon. "Wie oft kann man den Raum in einer Nacht verändern? Gibt es Grenzen bei dem was er herbeizaubern kann?" fragte ich Matti neugierig, hatte meine Fragen dann aber schon vergessen, als wir den Raum betraten.
Als Matti begann zu lachen, schob ich die Unterlippe vor und sah ihn ein wenig resigniert an. Aber als Matt dann begann zu sprechen, war ich mehr als erleichtert. Ich kuschelte mich an ihn und spielte gedankenverloren mit den Bändchen von seinem Pullover. "Die Sache an sich ist mir ja nicht peinlich...ich...mag Unwissenheit nur nicht.." sagte ich und wusste, dass ich echt Probleme habe. Wieder einmal war ich froh darüber Matt zu haben. Er brachte mich immer öfter aus meiner Komfortzone und öffnete mir die Augen was das Leben anging.
Ich sah Matti in die Augen, welcher jetzt auf mir lag. Obwohl er viel größer und schwerer als ich war, fühlte es sich nicht wie eine Last an. Ich fühlte mich sicher und geborgen. Als ich ihn küsste, kitzelten mich ein paar seiner Locken im Gesicht. Ich lächelte und wusste auf einmal nicht mehr warum mir der Gedanke je Angst gemacht hatte. Jeder Funke Nervosität war verflogen. Ich zog Matt näher zu mir heran und es war einer der seltenen Momente in denen ich meinen Kopf und all meine Gedanken einfach abschalten konnte.


Am nächsten Morgen erwachte ich mit einem Lächeln auf den Lippen und in Mattis wunder warmen Armen. Vielleicht war es auch schon Mittag. Vielleicht hatten wir den Hogwartsexpress schon verpasst. Aber jetzt gerade war mir das herzlich egal. Ich drehte mich verschlafen zu Matti herum und küsste ihn sanft auf die Nasenspitze. "Guten Morgen..." sagte ich leise und lächelte noch intensiver als er blinzelnd die Augen öffnete. Ich könnte mich tatsächlich sehr gut an diesen Anblick gewöhnen.

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Re: Vergangenheitsplay » 10

von Amelia am 16.08.2018 21:43

Ich lachte nervös. "OH...Ja, sicher. Ich weiß auch nicht was das sollte, das mit dem Alkohol... Ich halte mich davon ja eigentlich relativ gut fern, ich trinke nicht gerne und ich mag nicht was es mit mir anstellt.." sagte ich etwas verlegen und testete leicht beschämt aus, ob mein Atem wirklich danach roch. Tat er. "Vielleicht hätte ich doch auf dich hören sollen vorhin.." ich grinste kurz. Aber ich hatte eigentlich nicht aufhören wollen. Aus prinzip. Und weil mit Matti zu reden ganz und gar nicht einfach gewesen war. Ich biss mir auf die Unterlippe und sah an mir herunter. "Ach...ich hab doch noch nie viel gegessen..." ich zuckte mit den Schultern. Ich achtete shcon darauf überhaupt etwas zu essen, aber mir ging immer viel zu viel im Kopf herum, vor allem wenn Prüfungen anstanden und ich noch zusätzliche Probleme hatte. "Mir gehts bestens. Aber dein Gebäck würde ich trotzdem nicht verschmähen..." sagte ich leise und küsste ihn sanft. Kurz war ich versucht ihn mit in die Küche zu ziehen und ihn zum backen zu nötigen. Aber mit einem Klammeräffchen an seinem Körper würde das wohl nicht funktionieren.
Ich kicherte kurz. "Ja, ich weiß, dass sie erst 12 waren. Hast du vergessen mit wem du hier sprichst?" grinste ich frech. Ich wusste schon einiges. Viel nützliches und auch viel triviales. Vor allem konnte ich mir gut sachen merken. "Ich glaube nicht, dass sie nur durch ihre Liebe zueinander den Tod gefunden haben. Ihre Familien haben sie erdrückt. Beide. Sie hatten außerdem eine starke Verbindung zueinander denke ich und sie waren verzweifelt. Vielleicht war es nicht die große Liebe, aber ich glaube sie hatten das Gefühl nur einander zu haben..." ich hatte mir oft Gedanken über dieses Drama gemacht. Ich hatte mich gefragt wie meine eigene Geschichte aussehen würde, ob ich jemals nachvollziehen könnte warum sie so gehandelt hatten. Ich musste lächeln bei dem Gedanken daran wie ich damals in ihn hineingerannt war. Völlig versunken in irgendwelche Notizen... "Du hast einfach alles geändert.." sagte ich leise und blickte Matti verträumt in die blauen Augen. Ich hatte früher immer vermutet, dass er braune Augen hatte. Ich wusste gar nicht warum. Der erste richtige Blick den ich ihm zugeworfen hatte war dann umso unvergesslicher gewesen.
Ich erwiderte sein Nicken. Ja, das hatten wir. Wir hatten wirklich genug durchgemacht. Auch wenn ich befürchtete, dass es noch nicht vorbei war.
"Wer sagt denn, dass ich schlafen möchte?" fragte ich schmunzelnd zurück und hob eine Augenbraue an. Aber ein wenig schlafen wäre vielleicht gar nicht so schlecht. Matti ging los und ich dachte wir würden jetzt in seinen Schlafsaal gehen, doch offenbar war das nicht der Fall. Auf dem Korridor tauchte auf einmal eine Tür auf. Überrascht und ehrfürchtig weiteten sich meine Augen. "Ich hab von dem Raum bisher nur Gerüchte gehört..." flüsterte ich und wir betraten den Raum. Ich sah mich um. Es war kein großer Raum. Hier drinnen gab es es ein Bett, mit vielen Kissen und sah einladend weich aus. Wie ein Prinzessinenbett. Irgendwo kam Musik her und im ganzen Zimmer tanzten Lichter, wie Glühwürmchen. Besser hätte ich mir meine letzte Nacht in Hogwarts gar nicht vorstellen können. Ich wurde ein wenig nervös, als mir ein anderer Gedanke von vorhin wieder kam. Ich blickte wieder zu Matti.
"Ehrlich gesagt, hab ich nachgefragt, wie das alles funktioniert.
Ich hab viel gelesen, denn das ist bisher nie dagewesen und ich denke ich hätte mich ziemlich blamiert..." meine Stirn war gerunzelt und ich sah ihn ein wenig gequält an. Warum reimte ich jetzt? Es waren nicht einmal gute Reime. Und warum erzählte ich ihm überhaupt davon? Mein Kopf war wieder ziemlich vernebelt und ich errötete stark. "Also falls wir jetzt...hm...-" ich brach ab und versteckte mein Gesicht einfach in Matts Pulli.

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Re: Vergangenheitsplay » 10

von Amelia am 15.08.2018 22:39

Ich musste ungewollt kichern und gab Matt einen kurzen Kuss. "Das klang gerade super kitschig, weißt du?" grinste ich und wollte ihn eigentlich damit aufziehen. Doch eigentlich verstand ich genau was er meinte. Es ging mir irgendwie genau so. Ich vergrub mein Gesicht in seiner Halsbeuge und schloss die Augen. Seine Nähe fühlte sich immer noch so unglaublich an. Er machte sofort alles besser. Es fühlte sich so an als würden jetzt erst alle Wunden vollständig verheilen, die nach der Entführung geblieben waren.
Ich schüttelte langsam den Kopf während er sprach. Das war gerade sehr schnell recht ernst geworden. "Du hast recht, eigentlich will ich das nicht hören... Aber ich würde wohl genau das genau so tun. Vielleicht ist das einfach so. Also...wenn man sich liebt...-" ich errötete und ein Lächeln zuckte über meine Lippen. "-...Aber ich möchte auch nicht mitten in einer Romeo und Julia Geschichte stecken. Wenn du meinetwegen sterben würdest...ich könnte damit nicht leben. Ich dachte wirklich du wärst du tot. Ich hatte aufgegeben..." ich brach ab und schloss den Mund. Es wäre nicht gut jetzt darüber zu sprechen. Ich wusste nicht wie ich jetzt sein würde, wäre Matthew wirklich gestorben. Ich wusste nicht, ob ich mit mir selbst hätte leben können, wenn ich ehrlich war. Ich senkte den Blick und eine einzelne Träne rollte wieder über meine Wange. "Hoffen wir einfach, dass es nie wieder dazu kommt..." sagte ich leise.
Ich nickte schnell. "Okay..." sagte ich und legte ebenfalls den Kopf schief, was mich wiederum zum Lächeln brachte. Ich möchte jetzt gar nicht mehr über die Zukunft sprechen. Ich möchte das hier jetzt einfach nur genießen.
Ich musste lachen und kuschelte mich noch enger an Matti. "Ich würde mir sogar die ganze verbleibende Nacht dieses Schnarchkonzert anhören, wenn du neben mir bist." sagte ich leise und stupste Mattis Nasenspitze mit meiner an. Ich meinte es auch so. Ich würde sogar eine Nacht in den Kerkern verbringen oder in der Heulenden Hütte, solange Matt ganz nah war.

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Re: Vergangenheitsplay » 10

von Amelia am 13.08.2018 12:30

Ich nickte kurz und sah Matt für einen Moment nachdenklich an. "Ja, man kann nie wissen..." sagte ich leise. Nur legte ich es nicht wirklich darauf an, dass sich jemand in mich verlieben sollte. Es gab keinen Platz mehr in meinem Herzen für eine andere Person außer Matti. Ich würde warten, auch wenn es Ewigkeiten dauern würde. Es würde sich lohnen.
Ich hoffte ja, dass er mir diese Nachricht persönlich überbringen und nicht eine Eule schicken würde. Ich hoffte auch, dass ich wirklich die Erste wäre die es erfährt. Ich hatte mir so oft ausgemalt wie das sein würde...
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Während ich weinte, musste ich lachen. "Versprochen?" schniefe ich und schlang die Arme fest um Matti. Versprechen konnte man so etwas schwer, denke ich. Aber solange wir nicht noch einmal in eine solche Situation kommen würden, wäre doch alles gut oder nicht? Aber darüber wollte ich jetzt eigentlich gar nicht nachdenken. Ich war gerade so wahnsinnig glücklich.
Ich nickte schnell. "Ich wusste nicht was ich tun sollte, ich wollte mich eigentlich nicht von dir fern halten aber ich wollte dir auch nicht im Weg stehen und Ida war sowieso nicht gut auf mich zu sprechen und ich hatte die ganze Zeit Angst, dass das alles nie wieder kommen würde, was durchaus der Fall hätte sein können und dann war da auf einmal Ina und du sahst so glücklich aus und irgendwie war das okay für mich. Immerhin bist du am leben und das ist das was zählt...-" ich brach irgendwann ab und begann wieder ihn zu küssen. Ich hatte endlich das Gefühl alles würde wieder in Ordnung gehen. Irgendwann würden die Erinnerungen verblassen und die schlechten Träume nachlassen. "Es tut mir so leid, was passiert ist..." brach es dann doch aus mir heraus. Mir war bewusst, dass Matti niemals in Gefahr gewesen wäre, wär ich nicht gewesen...
Ich hatte schon wieder vergessen, wo wir uns eigentlich befanden und sich meine Haut tatsächlich sehr kalt anfühlte, obwohl es in meinem Innern brodelte. Ich hatte meine Beine um Matts Hüfte geschlungen um nicht abzurutschen, aber er hatte mich dafür auch gut im Griff, sodass das gar nicht passieren könnte. "Hmmm..." machte ich und ließ mir die Idee durch den Kopf gehen wieder in Mattis weichem Bett zu verschwinden. "Ich bezweifel zwar, dass ich schlafen könnte, aber wir können das gerne tun..." sagte ich leise und lehnte meine Stirn gegen seine. Ich würde zwar ganz und gar nicht hier unten erfrieren, vor allem mit ihm an meiner Seite, aber ich sagte nichts dazu. Mir war das nur recht.
Meine Augen weiteten sich für einen Moment, bei Mattis nächstem Satz und ich errötete prompt, auch wenn er schnell klarstellte, dass er sich versprochen hatte. Und dann stahl sich ein kleines Lächeln auf meine Lippen. "Eigentlich würde ich dem sogar fast zustimmen...Hm...würden sich nicht noch einige andere Jungs mit im Schlafsaal befinden..." sagte ich noch leiser als zuvor. Ich war Anfangs immer sehr unsicher gewesen, wie in jedem Bereich in dem ich mich nicht auskannte. Erfahrungen mit Jungs war da echt die größte Herausforderung. Mittlerweile hatte ich aber tatsächlich ein wenig mehr über den Körper recherchiert und in meinem Schlafsaal bei Gesprächen anderer nicht mehr sofort weggehört. Ich würde in Grund und Boden versinken, würde jemand jemals davon erfahren, dass ich tatsächlich auch so etwas nachschlug. Ich konnte das einfach nicht lassen. Nur hatte das nicht besonders viel gebracht und irgendwann hatte ich mich darauf eingestellt diesen Schritt ins Ungewisse auf jeden Fall zu wagen. Der Gedanke machte mich nervös aber ich fühlte mich so sicher und geborgen bei Matti, dass alles andere an Bedeutung verlor.

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Re: Vergangenheitsplay » 10

von Amelia am 12.08.2018 17:52

Ich lächelte erneut. "Du hast mir mal gesagt, ich würde sicher zum Lachen in den Keller gehen..." ich verzog die Lippen zu einem Schmunzeln. "Und das beschreibt es eigentlich ganz gut. Ich fürchte ich bin ein sehr zwanghafter Mensch..." ich biss mir auf die Unterlippe und hob entschuldigend die Schultern. Bei Matt war das etwas anderes. Er brachte mich so leicht zum Lachen. Immer noch, wie ich feststellen müsste.
Ich nickte leicht. "Hmm-hm. Das ist auch ein guter Grund. Und danach kannst du mir dann etwas von deinem Gebäck abgeben." schlug ich vor und hob erwartungsvoll meine Augenbrauen an. Das wäre schön. Wenn er sich erinnern würde, wäre das allerdings noch schöner.
Ich presste die Lippe fest aufeinander. Seine Worte waren vermutlich lieb gemeint, aber es war ganz und gar nicht vorbei. Nicht für mich. Es war erst vorbei, wenn Matthew sich wieder erinnerte. Erst dann konnte ich damit abschließen. Ich nickte nur kurz. Ich wollte nicht mehr daran denken. Die Bilder dieser Nacht sah ich schon oft genug im Traum. Ich wollte nicht, dass sie mich jetzt auch hierhin verfolgten.
"Ja, bitte tu das...wenn es so weit ist..." ich lächelte ganz kurz. Ich hoffte natürlich, dass er das in dem Fall ganz schnell sagen würde.
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Im Gegensatz zu Matti war ich sprachlos. Mit einem Schlag hatte sich alles wieder geändert. Er war wieder bei mir, er konnte sich erinnern. Vor Erleichterung konnte ich gar nicht anders als zu weinen. "Das wäre ja schon beinahe Filmreif.." brachte ich irgendwann hervor. Hätte er sich wirklich abermals in mich verliebt? Ich hatte das Gefühl ich war den ganzen Abend lang eine schlimmere Version meiner selbst. "Du hast mir auch gefehlt..." sagte ich leise, aber glücklich. Ich strich mit den Fingerspitzen langsam über seine Grübchen und seine Lippen. Ich hatte das hier vermisst. Ich hatte uns vermisst.
Die Wand hinter mir war eiskalt, aber Matt und seine Worte hielten mich ganz warm. Er liebte mich. Ein Lächeln trat auf meine Lippen, welches überirdisch schien. Ich wusste nicht, ob ich jemals so gelächelt hatte. Ich dachte früher immer es wäre schwierig und eine Herausforderung diese drei Worte zu sagen. Doch jetzt gingen sie mir ganz leicht und sicher über die Lippen. "Ich liebe dich auch." sagte ich sanft. "Matthew Croft, ich liebe dich." sagte ich nochmal ganz leise und dicht an seinem Ohr. "Das mit dem Vergessen ist rein medizinisch, du konntest gar nichts dafür..." sagte ich noch ganz schnell. Ich wollte nicht, dass er sich in irgendeiner Weise deswegen Vorwürfe machte.
Mein Lachen war hoch und ausgelassen, als er mich durch seinen Atem kitzelte. Gerade am Hals war ich sehr empfindsam und es nicht gewohnt dort berührt zu werden. Deshalb zuckte ich immer zusammen. Und lachte. Wobei mir die ganze Zeit schon nach Lachen zumute war. Ich schmiegte mich ganz dicht an Matti und sog seinen Duft ein. Ich hoffte inständig, dass das nicht nur ein Traum ist.

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Re: Vergangenheitsplay » 10

von Amelia am 12.08.2018 15:10

Ich nickte und lächelte kurz. "Hm...Ja das weiß ich alles..." sagte ich etwas verlegen und erinnerte mich an einige Gespräche in denen wir darüber gesprochen hatten. Ich hatte nie daran gezweifelt, dass beides zu ihm passen würde. Was er zusammen zaubern konnte war göttlich. Ich verbrachte gerne Zeit mit ihm in der Küche, auch wenn ich ihm die meiste Zeit nur zu sah. Wenn er die Ärmel hochgekrempelt und über all Mehlflecken hatte, fand ich ihn ehrlich gesagt unwiderstehlich. "Und ich zweifel nicht daran, dass du das auf jeden Fall schaffst." fügte ich noch hinzu und nickte nachdrücklich.
Ich lächelte bei seinen Worten. Engelchen. Da war es wieder. Ich fragte mich wie er jetzt schon zum zweiten Mal darauf kam mich so zu nennen. Sonst kam niemand auf diese Idee. Ich strich mir eine Haarsträhne zurück und versuchte meine Wangen wieder zu entfärben. Tatsächlich wurde ich schnell verlegen in Matts Gegenwart. Seine Worte trafen mich immer mitten ins Herz und ich hatte mich noch lange nicht daran gewöhnt.
Ich biss mir auf die Unterlippe und versuchte ein Lächeln zu unterdrücken. "Das würde mir gefallen... Aber fühl dich nicht dazu genötigt." fügte ich schnell hinzu. Ich wollte nicht, dass er sich dazu verpflichtet fühlte. Ich konnte nicht sagen, was in ihm vorging. Kein bisschen. Es war verwirrend und es wurde nicht besser je mehr ich darüber nachdachte.
Ich erwiderte sein Nicken dankbar. Mein Kopf kreiste schon von dem Alkohol. Das Tanzen fiel mir immer schwieriger, aber ich genoss jeden Schritt und jeden Klang der Musik. Ich hätte nicht gedacht, dass der Abend sich so entwickeln würde.
Seine Hände waren warm auf meiner Haut und hinterließen ein angenehmes Kribbeln. Ich schüttelte den Kopf. "Nein, bitte entschuldige dich nicht. Ich bin nur zu empfindlich..." sagte ich leise. Schließlich war ja alles gut. Keiner war mehr in Gefahr. Naja, nicht mehr als sonst auch.
Mein Herz wurde schwer bei seinen Worten, aber andererseits schlug es so heftig wie lange nicht mehr. Er sprach von mir, oder nicht? Es musste so sein. Mir ging es von den Gefühlen her genau so, nur, dass ich genau wusste wer mir fehlte. Ganz von allein kam ich ihm näher. Aber dann hielt ich inne. Es wäre falsch ihn zu küssen. Er erinnerte sich nicht, er war mit jemand anderem hier und ich hatte ein wenig getrunken. Ich zog mich wieder zurück und nickte kurz. "Das klingt nicht blöd. Irgendwann wirst du bestimmt wissen was oder wer das ist. Ida werde ich nichts sagen, versprochen..." sagte ich aufrichtig und sah dann zu Boden. Ich hatte versucht mit ihr zu reden, aber ich verstand ihren Standpunkt. Ich gab mir ja selbst irgedwie die Schuld an allem. Allerdings vermisste ich es auch was mit ihr zu unternehmen. Sie war eine toll Freundin und genau das könnte ich jetzt gebrauchen. Aber ich musste nun einmal mit den Konsequenzen meiner Taten leben. Aber die Hoffnung, dass es besser werden würde, gab ich noch nicht auf.
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Ich betrat den Geheimgang und fühlte mich sofort irgendwie besser. Geborgen, in einem kalten, muffigen Gang. Vielleicht war ich doch ein wenig seltsam. Ich erinnerte mich daran zurück, wie Sirius mir damals den Gang gezeigt hatte und ich dachte an meine kleine Verknalltheit. Lächerlich. Ich hatte nicht im Geringsten gewusst wie sich echte Gefühle anfühlten.
Ich dachte an mein zweites Mal, als ich hierhergekommen war. Damals dann mit Matti. Es war mir nicht real vorgekommen, eher wie ein Traum. Vor allem als wir dann im Honigtopf gelandet waren...
Schon nach ein paar Schritten blieb ich stehen. Ich hatte eigentlich nicht vor den ganzen Weg in den Honigtopf zu laufen. Alleine wäre das zu traurig, selbst für mich.
Ich erschrak automatisch, als mir jemand in den Geheimgang folgte und drehte mich herum. Es war dunkel, aber ich erkannte Matts Silouette. Ich bekam sofort ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn offenbar geweckt hatte, aber dieses Gefühl wurde sofort von einem anderen abgelöst, als er mich Lia nannte. Ich stockte und wagte es nicht mich zu bewegen. Matt rannte auf mich zu und schloss mich in seine Arme. Er tat dies so stürmisch und gefühlvoll und ich musste lachen. Das erste Mal richtig aufrichtig seit Ewigkeiten. Ich warf einen Blick in seine Augen und dann wusste ich es sicher. Er erinnerte sich wahrhaftig. Ich konnte es an seinem Blick sehen. Er flüsterte meinen Spitznamen erneut und meine Augen füllten sich augenblicklich mit Tränen, nur war es jetzt aus einem anderen Grund. Ich war unglaublich glücklich. "Matti..." hauchte ich und Wärme durchströmte meinen Körper als er mich küsste. Ich erwiderte den Kuss sehnsüchtig und konnte nicht ganz fassen was gerade passierte. Ich löste mich wenige Millimeter von ihm. "Damit das klar ist, du erinnerst dich, ja?" fragte ich leise und blinzelte heftig die Tänen weg.

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Re: Vergangenheitsplay » 10

von Amelia am 12.08.2018 11:19

C R O N E S
- Nach der Absch(l)ussparty -
Ich fragte mich instinktiv ob ich als der Streber der Schule bekannt war, wenn das in der kurzen Zeit schon in diesem Ausmaß zu Matt durchgedrungen war. Na aber andererseits hatte ich mich wohl auch immer so verhalten. Ich war eine willkommene Anlaufstelle für jeden Schüler gewesen, der in irgendeinem Fach nicht klar kam und Hilfe benötigte. Im Nachhinein fragte ich mich wirklich, wie ich all das auf die Rolle bekommen habe ohn wahnsinnig zu werden... Ich verzog zweifelnd die Lippen. "Nur weil ich es könnte, heißt das nicht, dass ich geeignet dafür wäre. Das ist nämlich nicht der Fall, wie ich vor kurzem feststellen musste. Außerdem bin ich gerne im Honigtopf. Das Leben ist doch gleich viel erträglicher wenn man etwas Süßes um sich herum hat." Und das war einfach genau der Grund warum ich mich dafür entschieden hatte. Naja und der Honigtopf hatte auch noch einen sehr hohen emotionalen Wert bei mir. Aber davon wusste Matti nichts. Nicht mehr.
Ich bekam unwillkürlich eine Gänsehaut bei seinen geflüsterten Worten. Ja, ich wäre nicht weit weg. Ich war sogar recht nah. Ich schluckte und spürte wieder diese Verwirrung in mir hochkommen. Er verhielt sich so komisch... Er wusste nichts mehr über unsere Vergangenheit und doch verhielt er sich mir gegenüber so...Naja ich könnte mir fast einbilden, dass er mich sehr gern hatte. "Ja, ich bin nicht weit weg..." wiederholte ich leise und mein Herzschlag beschnleunigte sich wieder für einen Moment.
"Jeweils eine." sagte ich sofort, und stelllte beschämt fest, dass ich mir dessen viel zu sicher war. "Ich werde dir jedoch nicht mehr viel darüber sagen können, wenn du meine Testperson sein willst." fügte ich hinzu. Ich fühlte mich auf einmal nicht mehr ganz so einsam, auch in Hinsicht auf das nächste Jahr. Vielleicht würden Matt und ich uns ja wieder treffen. Und auch wenn es weh tat, würde ich das sehr gerne. Ich fragte mich wieder was das zwischen ihm und Ina war, aber ich wagte es nicht zu fragen. Einerseits hatte ich schreckliche Angst vor der Antwort. Andererseits...ging es mich jetzt wohl auch nichts mehr an.
Die Erwähnung des versuchten Mordes an Matt, ließ mich automatisch frösteln. Er sagte das so leicht und nebenbei. Vielleicht war das möglich, wenn man sich nicht mehr erinnerte, aber bei mir war das nicht der Fall. Es waren die dunkelsten Momente in meinem bisherigen Leben gewesen und so schnell würde sich das auch nicht ändern. Ich war über Minuten oder Stunden davon überzeugt gewesen, dass Matt tot war. Seine 'Auferstehung' war für mich immer noch ein kleines Wunder. Mir fiel jetzt etwas auf, was mir vorhin entgangen war. "Also du hast dich an Ilian erinnert?..." ich verspürte sofort so etwas wie Neid. Aber auch Hoffnung. Wenn er sich wieder an Ilian erinnerte, würde vielleicht alles andere folgen? Ich widerstand dem Bedürfnis mit den Augen nach Ida und Ilian zu suchen. Ich wusste, es würde den beiden ausgezeichnet gehen, vor allem jetzt nachdem Matt sich erinnerte.
Matts Entschuldigung kam unerwartet. Auch wenn er offenbar nicht wusste, warum das damals so heftig für mich gewesen war. Ich nickte leicht und deutete ein Lächeln an. Ich wollte nicht mehr daran denken. Denn dann sah ich automatisch auch diesen Blick vor mir von ihm. Dieser Blick ohne diese Wärme und dieses spezielle Glühen darin, was ich gewohnt war.
Das letzte woran ich mich erinnerte, war die kühle Luft auf meinem Gesicht und die langsam verstummenden Partygeräusche. Ich weiß noch, dass ich mich instinktiv noch dichter an Matt schmiegte und es mir egal war, dass er sich nicht erinnerte. Ich spürte seinen Herzschlag und fragte mich ob ich ihn schneller schlagen lassen könnte. Auch jetzt noch. Und dann war ich einfach weg. Ich schlief so schnell ein, obwohl ich das gar nicht wollte. Zur abwechslung träumte ich nichts. Es war ein schöner, traumloser Schlaf.
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Es war noch dunkel, als ich erwachte. Ich nahm an, dass ich bei mir war, auch wenn ich nicht wusste, wie ich dahingelangt war. Ich erinnerte mich im Halbschlaf wage an die Party. Ich wollte mich im Bett umdrehen und lag plötzlich halb auf jemandem drauf. Ich erstarrte und blinzelte mehrmals. Ich brauchte nicht lange um zu erkennen, dass es Matti war. Irgendwie spürte ich das schon. Ich rührte mich nicht. Mein verschlafenes Ich war gruselig, wie es ihn anstarrte. Aber ich konnte nicht anders. Seine Locken waren ihm ins Gesicht gefallen und seine Gesichtszüge so entspannt und dennoch sah man die Andeutungen seiner Grübchen.
Als ich mich endlich davon losreißen konnte, merkte ich, dass wir uns in einem Schlafsaal der Ravenclaws befanden. Ich fragte mich warum. Aber es musste irgendwas logisches sein. Ich war unter der Bettdecke immer noch vollständig bekleidet, wie ich feststellte. Besser so. Ich konnte mich nämlich nur noch daran erinnern, wie Matt mich von der Party weggetragen hatte. Ich hatte seit Ewigkeiten nicht mehr so tief geschlafen.
Eine kleine Weile blieb ich noch liegen, beschloss dann aber leise aufzustehen. Es war nicht mein Bett und mein Schlafsaal. Und Mattie war nicht mein Freund. Ich hatte hier nichts zu suchen.
Ich schlich mich durch den schlafenden Schlafsaal und dann durch den Gemeinschaftsraum. In diesem lagen ein paar Ravenclaws herum und der starke Geruch von Alkohol stieg mir in die Nase. Hier hatten es wohl noch ein paar andere übertrieben.
Ich nahm an ich würde in meinen Schlafsaal gehen. Doch meine Beine trugen mich woanders hin. Dies war meine letzte nacht in Hogwarts. Ich würde noch einmal den Geheimgang sehen und mich dann von den Hauselfen in der Küche verabschieden. Vielleicht meine letzte heiße Schkolade hier genießen...

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