Zimmer XY
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Re: Zimmer XY
von Vicky am 07.10.2018 18:05Erleichtert darüber, dass sie anscheinend wieder vollkommen klar war, richtete ich meine Aufmerksamkeit voll auf sie. Ihre Fragen drehten mir den Magen um. -Ich hatte ja Gerüchte gehört... .
"Allen geht es soweit gut. Keine Schmerzen mehr.", ich schluckte und hoffte, dass Freya die komische Betonung nicht mitbekommen hatte. Ich schob den Gedanken an Matty beiseite. Darum kann ich mich auch später kümmern.
Ich setzte mich so neben sie aufs Bett, dass ich ein Arm um sie legen und ich ihr gleichzeitig in die Augen sehen konnte. "Es ist viel passiert, als du bewusstlos warst. Leider auch viel schlechtest. Ich möchte dich nicht mit allem direkt überladen. Vor allem weil du ja gerade erst aufgewacht bist. Ich verstehe allerdings auch, dass irgendjemand dir die schwierigen Geschehnisse schildern muss und, dass es dafür eigentlich nie einen richtigen Zeitpunkt gibt. Deswegen würde ich dich bitten, mich in meiner Erzählung zu unterbrechen, wenn es dir zu viel wird. Ok?", ich rückte meinen Rock zurecht und sprach weiter, "Außerdem, falls du irgendwann dazu bereit bist, mir deine Seite der Ereignisse zu berichten, wäre ich unglaublich stolz auf dich!, ich hoffte so doll, dass sie es irgendwann tun wird.
"Meine Mutter wird dich, auch wenn wir wieder in Hogwarts sind, betreuen. Sie ist Psychologin und spezialisiert auf sehr einschneidene Erfahrungen. -Ja. Du hast richtig gehört. Du bleibst selbstverständlich in Hogwarts", ich lächelte.
"Und Ava... . Ich habe da eine schlechte Nachricht und eine, die dich hoffentlich freuen wird.
Aus Gründen, die mir schleierhaft sind, hat sich deine Adoptivfamilie von dir abgewand und ist in die USA gereist.", ich machte ein kleine Pause, "Ich habe gehört, dass du daran beteiligt warst, dass die Todesser unsere Schüler entführen konnten. Was ich aber auch weiß, ist, dass du keine Schuld trägst, für irgendwas, was in diesem Zusammenhang passiert ist. Ich hoffe, dass du das auch irgendwann verstehen kannst.", ich strich ihr gedankenverloren über den Kopf.
"Jetzt kommt der hoffentlich gute Teil; Du kennst doch bestimmt dein Muttermal, das aussieht wie ein Stern. Nun, das habe ich auch."

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Re: Zimmer XY
von Freya am 19.09.2018 10:30Es war im Moment einfach viel zu viel, was wieder hochkam. Die Bilder des scheinbar toten Indigos, die panische Aspen und natürlich die eiskalten Augen der Todesserin, die gewirkt hatten, als wären Worte wie Liebe, Güte und Freundlichkeit lächerliche Fremdworte für sie. Vermutlich war es auch so. Allein der Gedanke an den Wahnsinn in ihren Augen, dieser Hass auf scheinbar die ganze Welt, ließ mich erschaudern. Mir war plötzlich unendlich kalt. Sie war in meinem Kopf. Sie konnte alles lesen. Jedes Geheimnis, jede Winzigkeit aus meinem Leben – sie hatte einfach auf alles zugreifen können. Mir wurde schlecht.
Die Wärme, die von Professor Van de Ferrers Körper auf mich übertragen wurde, half. Und auch die Tatsache, dass mich jemand im Arm hielt, war sehr beruhigend. Mein Herz wurde wieder langsamer, normaler und ich konnte auch wieder besser atmen. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich mich nahezu an die Professorin klammerte, bis ich mich wieder beruhigt hatte, so dass auch die ruhige Stimme des Heilers wieder zu mir durchdrang. Aber er erzählte mir auch nicht wirklich etwas neues. Das sagten sie immer. Man würde wieder gesund werden, solange man sich nur ausruhte. Ich wusste nicht, wie oft ich diesen Satz in meinem Leben schon gehört hatte. Viel zu oft, wie mir schien. Trotzdem nickte ich. Er meinte es ja nur gut und konnte nichts dafür, dass ich schon so oft hier gewesen war und diesen Satz hören musste.
Langsam ließ ich Professor Van de Ferrers los und lehnte mich wieder zurück. Das Piepsen bemerkte ich kaum, da ich immer noch fragend meine Professorin ansah, denn die Frage, wieso ausgerechnet sie hier war, hatte sie mir immer noch nicht beantwortet. Daher bemerkte ich auch das leichte Lächeln, mit dem sie den Heiler bedachte und die Röte, als er sich verabschiedete. Ich runzelte die Stirn. Vielleicht war das ihr Freund? Ihr Mann? Aber sie siezten sich.... Stand sie auf ihn? Das war seltsam und ging mich definitiv nichts an. Allerdings klärte sich damit die Frage, wieso sie hier war. Ich grinste in mich hinein – auch wenn mir eigentlich nicht wirklich nach Grinsen zu mute war – und murmelte ein leises „Verstehe..."
Auf ihre Frage blinzelte ich nur verwirrt. Sie hatte den Arzt doch gehört oder? Mir ging es gut... Oder war sie zu abgelenkt gewesen, um ihm zu zu hören? Ich runzelte die Stirn und schüttelte den Kopf um die Gedanken loszuwerden. Das mit dem Heiler und meine Professorin war mir zu schräg. Dann fiel mir auf, dass sie das Kopfschütteln auch auf ihre Frage beziehen könnte, weswegen ich schnell ein „Mir geht es gut." hinterherschob. Ob das wirklich in allen Bereichen stimmte, würde ich wohl nach und nach herausfinden.
Hunger oder Durst hatte ich erstmal keinen, aber dafür einen Haufen an Fragen. „Was ist mit den anderen? Wo ist Ava? Muss ich Hogwarts verlassen?" fragte ich auch gleich drauflos.
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Re: Zimmer XY
von Vicky am 13.09.2018 10:37Pure Erleichterung durchfuhr mich, als Freya wirklich aufzuwachen schien. Erst machte ich mir Sorgen, dass sie vielleicht irgendwelche Schäden vom Kampf und der Ohnmacht haben könnte. Allerdings schien es, als würde sie mit jeder Sekunde, die sie wacher war, auch an Erinnerung und allgemeiner, guter Gehirnleistung zurückgewinnen. Ich hoffte jetzt nur noch, dass auch alle ihrer Gliedmaßen in Ordnung sind. Dav lächelte sie aufmunternd an und machte sich unauffällig ans Werk, die Funktionstüchtigkeit Freyas Körper zu überprüfen. Mein Herz flatterte kurz, als er mich mit einem schiefen Grinsen bedachte. Das gehörte jetzt nicht hier her, ermahnte ich mich und konzentrierte mich auf Freya, da sie irgendwas brabbelte und dann zu weinen anfing.
Ich vermutete, dass sie sich die Schuld an all' dem gab, was mir das Herz brach.
Ich kannte nur die Gerüchte und Schüleraussagen über den Anfang und das Zustandekommen des ganzen Schlamasselns. Ich nahm mir vor, über Freya die Wahrheit herauszufinden und sie hoffentlich davon überzeugen zu können, dass es niemals, niemals schlimm ist, das Gute in jemandem zu sehen und ihm deswegen zu vertrauen.
Ich setzte mich auf Freyas Bett und nahm sie in den Arm. "Alles ist gut!", flüsterte ich. "Ich erzähle dir alles, wenn du ein bisschen fitter bist. Vielleicht heute Abend.", ich drückte sie ganz sanft.
Dav, Heiler für magische Unfall und Fluchschäden, wandte sich schließlich an uns beide: "Freya, du solltest körperlich bald voll genesen sein. Gib ihm einfach Zeit und Ruhe. Ich bin überglücklich, dass Vicky eine Frucht der Indischen PapaNursio Pflanze dabei hatte, um dich so beschützen zu können. Es hätte so viel Schlimmer ausgehen können!" Plötzlich fing es an irdendwo zu Piepsen. Anscheinend kam es von Dav selber. Er schob sein Mantel ein wenig zur Seite, sein T-Shirt ein bisschen hoch - was mich schlagartig erröten lies; natürlich blieb das leider nicht unbemerkt, was mich schnell wegguckten lies - und fischte das piepende Ding aus seiner Hosentasche. Mit zusammengepressten Lippen zog er ein wenig Luft ein, woraufhin er versprach wieder zu kommen und erklärte, dass er gerade einen Notfall hereinbekommen hat.
Als wir allein waren, rückte ich ein bisschen von Freya weg und fragte wie es ihr geht. Sobald ich es ausgesprochen hatte, fühlte ich mich ein bisschen dämlich, aber irgendwo musste ich ja anfangen. "Möchtest du irgendwas Essen oder Trinken? Was ist deine dringenste Frage?"

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Re: Zimmer XY
von Freya am 09.09.2018 14:40Irgendwie fühlte sich alles schwer und zur gleichen Zeit betäubt an. Es war unangenehm, da doch irgendetwas schlimmes passiert war und ich mich nicht bewegen konnte. Die Maske der Todesserin und die Erinnerungen an den Schmerz kehrten zurück. Augenblicklich fühlte ich mein Herz schneller schlagen. Panik durchflutete mich. Wo war sie? Wo war sie hin? Von wo würde der nächste Angriff erfolgen? Oder war ich schon tot? Fühlte sich das so an? War ich wegen des Verrats in der Hölle gelandet und musste auf Ewig dieses seltsame Nichts ertragen?
Durch meine panischen Gedanken vernahm ich ein seltsames Geräusch und eine seltsam bekannte Stimme. Sie war nicht bedrohlich, zumindest konnte ich sie etwas ungefährlichem zuordnen. War ich etwa sicher? War es endlich vorbei? Ich versuchte die Augen aufzuschlagen und vernahm eine ruhige, recht sachliche Stimme. „Sie wacht auf. Wahrscheinlich ist sie etwas irritiert. Machen Sie sich keine Sorgen." Sie? Wer war sie? Wer sorgte sich um mich? Ava? Meine Mom? Ich blinzelte verwirrt und sah in das lächelnde Gesicht eines mir unbekannten Mannes. „Willkommen zurück." lächelte er und ich sah ihn verwirrt an. Zurück? „Was?" fragte ich leise, mit sehr kratziger Stimme, während er einige Sachen zu prüfen schien. Er nickte immer wieder und als ich daraus nicht schlau wurde, ließ ich meinen Blick durch das Zimmer wandern. Ein Krankenhaus. Ich hatte so viel Zeit in diesen Räumen verbracht, dass ich es sofort identifizieren konnte. Also war ich tatsächlich sicher. Pure Erleichterung durchfuhr mich. Aber was war mit den anderen Schülern gewesen? Hazel? Indigo? Der Junge, den ich kaum kannte, dem ich allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit mein Leben schuldete? Ich sah mich weiter um, als würde ich sie gleich in den anderen Betten entdecken können, allerdings war die einzig andere Person, die ich neben dem Heiler ausmachen konnte, meine Kräuterkundelehrerin.
„Hallo." murmelte ich etwas unsicher und versuchte mich an einem wackligen Lächeln. Was machte sie denn hier? Sie war nicht meine Hauslehrerin und dass sie meine Lieblingslehrerin war, konnte sie nicht wissen. Es sei denn, Isis hatte geplappert und dafür würde ich sie umbringen... Und selbst wenn – das würde sie noch lange nicht motivieren, zu mir zu kommen, wenn andere – vielleicht sogar aus ihrem eigenen Haus - auch Leid erlitten hatten. „Was machen Sie hier?" fragte ich leise und räusperte mich anschließend. „Also, es ist nicht böse gemeint... Ich frage mich nur... warum Sie ausgerechnet bei mir sind?" ich versuchte das so freundlich zu sagen, wie möglich, da ich mich wirklich freute, sie zu sehen, allerdings war meine Stimme immer noch mehr als kratzig. Hatte es mich vielleicht doch schlimmer erwischt als ich im Moment dachte? Oder versuchten sie mir die Nachricht, dass ich von der Schule geflogen war etwas zu versüßen? „Werde ich ausgeworfen?" fragte ich mit zittriger, tränenerstickter Stimme, als mir dieser Gedanke kam. „Bestimmt, oder?" wimmerte ich. Natürlich, ich hatte so viele Leben in Gefahr gebracht! Ich hatte so viele durch meine dumme Naivität gefährdet! Ohne, dass ich es kontrollieren konnte, begann ich zu weinen. Was hatte ich nur getan? Was würden meine Eltern nur sagen? Wo waren sie überhaupt?
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Re: Zimmer XY
von Vicky am 09.09.2018 09:31Ich wunderte mich, warum Phelie in eine komplett andere Richtung lief, als ich vermutete.- Da ich irgendwie dachte, dass wir uns in Freyas Zimmer trafen, sodass sie mir die Bücher geben kann und wir noch ein bisschen quatschen konnten. Na ja... Ich weiß ja, was man als Hauslehrer jetzt noch alles regeln muss. Ich entschied mir aus dem Schwesternzimmer noch ein belegtes Brötchen zu holen und mich dann selber um den Papierkram zu kümmern. Als ich im Patientenzimmer ankam, lagen all meine gewünschten Sachen auf einem Beistelltisch. In Gedanken bedankte ich mich herzlichst bei Phelie und erweiterte das Tischchen zu einem richtigen Schreibtisch. Zum Glück lag Freya in einem Einzelzimmer und ich hatte genug Platz. Ich richtete mich ein und schlug eines der Bücher auf. Als ich dann schwarz auf weiß las, was ich mir schon längst gedacht hatte, plumste ich auf meinen Stuhl und schlug das Buch mit einem satten "Buff" zu. Ich schüttelte den Kopf. Ich hatte in den den letzten Stunden so viel erlebt, dass mich das jetzt auch nicht mehr wirklich schocken konnte. Ich wollte gerade nach dem ersten Test greifen, als Dav ins Zimmer gestürzt kam und sich auf Freyas Monitore und Schläuche stürzte. "Was ist los?!", rief ich und sprang von meinem Stuhl auf.

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Re: Zimmer XY
von Vicky am 08.08.2018 22:41Nachdem Phelie aus dem Krankenhausbad disapperierte, brachte ich meine Sachen in Freyas Zimmer und machte mich auf, Dav zu suchen - natürlich nicht ohne Freya noch einmal über die heiße und schwitzige Stirn zu streicheln. Wie es aussah, hatte ich mir die Rippen geprellt und mir wohl auch ein paar Quetschungen zugezogen. Nichts, was man mit einem guten Heilzauber und ein wenig Ruhe hinbekommen würde. Allerdings hatte ich eben diese nicht. Humpelnd, schwer atmend, allerdings in frischen Klamotten und geduscht sprach ich mit den Eltern der Kinder, die im St Mungos lagen und zu meinem Haus gehörten. Ich vereinbarte weitere Gespräche in meinem Büro in Hogwarts, lies' sie all' ihre Fragen los werden und weinte mit ihnen, bis Dav mich auf dem Weg zum Kaffeeautomaten abfing und mich eindringlich darum bat, endlich meine Medizin zu nehmen und wenigstens für ein paar Stunden zu schlafen. Ich holte tief Luft, um zu protestieren, als ein brüllender Schmerz mich gegen ihn fallen ließ. Mit einem "Uff" und bösem Blick, gab ich ihm zu verstehen, dass er gewonnen hatte. Er erklärte gerade, dass er mir ein Bett besorgen wird, dass wir neben Freya ins Zimmer stellen können, als ich im Augenwinkel lilane Wellen um die Ecke biegen sehe.

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Re: Zimmer XY
von Ophelia am 02.08.2018 12:48Ich war zwar etwas irritiert - wer konnte denn jetzt bitte an das Korrigieren von Klausuren denken?! Geschweige denn sich auf diese konzentrieren?! Ich zog skeptisch eine Augenbraue nach oben. „Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob du wirklich ein Mensch bist.“ lachte ich, während ich mit dem Schwung meines Zauberstabes auch meine Sachen zusammensammelte. Kopfschüttelnd ging ich dann auf meine beste Freundin zu, küsste sie auf die Wange und verabschiedete mich mit einem:“ Klausuren korrigieren. Jetzt.“ erneutes Kopfschütteln. „Natürlich bringe ich dir das alles, sobald ich kann.“
Mit diesen Worten und einem leisen ‚Plopp‘ verschwand ich und tauchte vor den Toren Hogwarts‘ wieder auf. Der Fußmarsch zum Schloss war deutlich leichter als beim letzten Mal. Es war definitiv hilfreich, auf dem Weg dorthin nicht zu verbluten.
Kaum hatte ich einen Fuß in das Schloss gesetzt, schickte ich meine Sachen in mein Zimmer.
Fast schon automatisch trugen meine Füße mich zum Krankensaal.
Es war ruhiger geworden, viele schliefe, aber die meisten Helfer rotierten noch immer. Der gesamte Saal war hoffnungslos überlaufen. Aber Amelia konnte ich nirgends entdecken. Nach einer kurzen Rücksprache mit einem ziemlich erschöpft wirkenden Hauselfen, hätte ich herausgefunden, dass Amila im St. Mungos war und ihr psychischer Zustand war wohl äußerst fraglich. Wen bitte wunderte das?!
Sie sollte jedoch schnellst möglich hier her gebracht werden, da ihre Verfassung wohl auch nicht so beeinträchtigt war, dass sie dort bleiben konnte. Ich nickte und machte mich auf den Weg in Vickys Zimmer um ihre Sachen zu holen, denn wie es aussah würde ich sie schon sehr schnell wiedersehen. Ohne richtig darauf zu achten, was ich wirklich einpackte - zumindest sah ich mir ihre Materialien nicht näher an - schnappte ich mir alles, worum sie mich gebeten hatte. Kurzerhand griff ich mir noch diesen flauschigen Poncho, den sie so liebte und packte ihn noch zu ihren Sachen.
Erneut marschierte ich über die Wiesen vorm Schloss und disapparierte so bald ich konnte.
Als ich Freyas Zimmer betrat - das Mädchen schlief immer noch- fehlte jede Spur von Vicky, weswegen ich ihr die Sachen auf dem Stuhl hinterließ. Ganz oben auf dem Stapel hatte ich sind Zettel gelegt. (‚Der Poncho ist zum einkuscheln, da du wohl hier bleiben wirst. Ich hoffe, ich habe an alles gedacht. Im übrigen ist dieses Buch echt schwer. Bis bald, ruh dich aus! Hab dich lieb - Pheli. PS: Ich hab mir ein paar deiner Beruhigungskräuter stibitzt. Ich habe das Gefühl, Amelia wird sie nötig haben. Ich hoffe, das ist in Ordnung.)
Die Tür schloss sich hinter mir mit einem leisen ‚klick‘ als Ich mich auf die Suche nach meiner armen Schülerin machte.
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Re: Zimmer XY
von Vicky am 02.08.2018 09:50Phelie hatte ja Recht. Ich sollte meine Seite wirklich unteruchen lassen. Ich hatte für heute genug den Helden gespielt. Ich nickte und mit einem weiterem Zauber waren alle meine Sachen in der Tasche verstaut und schwebten auf Kniehöhe neben mir. Ich musste nicht allzu lang überlegen, als sie mich fragte, was sie mir mitbringen sollte. "Unbedingt den Stapel mit den Klausuren. Alles, auch Federn und Tinte, liegen auf meinem Schreibtisch.", ich stoppte kurz, weil ich nicht genau wusste, wie ich das Folgende sagen sollte, ohne dass es zu auffällig ist. "Ähm", ich hustete und rubbelte kurz übern meine Nase, "auf meinem Nachttisch liegen noch ein paar Bücher. Außerdem... Ein Schüler hat in seinem Aufsatz den Namen einer Pflanze auf eine Familie bezogen. Ich wollte das noch überprüfen. Könntest du mir vielleicht noch die Familen Chronik, Band 2, mitbringen, bitte. Das wäre super lieb!", schloss ich und gucke sie erwartungsvoll an.

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Re: Zimmer XY
von Ophelia am 23.07.2018 20:50
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Re: Zimmer XY
von Vicky am 21.07.2018 15:50Als Phelie sich mit einem Küsschen und dem Satz:"Du bist keine Hexe, sondern ein Engel!", von mir verabschiedete, ließ sie mich mit einem komischem Gefühl im Herzen allein. "Engelchen" stand in geschnörkelter Schrift nämlich auch auf einer Kuscheldecke, die mir meine größte Schwester zur Geburt geschenkt hatte. Das Einzige, was ich wirklich von ihr habe, da sie ein paar Jahre später von Todessern entführt worden ist. Zusammen mit ihrem Mann und einem Kind in ihrem Bauch. Als Beweis, dass Elizabeth und Dean Caroll tot sind, wurde uns vor 15 Jahren ihre Herzen und Ohren unter den Weihnachtsbaum gelegt. Was mit dem Baby in ihrem Bauch passiert ist, weiß niemand. Um Gedanken an das Schlimmste zu ersparen, fingen wir an, zu glauben, es wäre mit seinen Eltern gestorben. Als hätte es geahnt, dass diese Welt nichts Gutes für es bereithält und doch lieber im Elysium bleiben wollte. Ich zog mich gedankenverloren aus, stieg in die Dusche, und ließ mich vom warmen, duftenden Wasser komplett einweichen. Dunkle, schmutzige Bächlein flossen im Ausguss zusammen. Ich wollte nach der Seife greifen, als mir bewusst wurde, dass ich sie draußen liegen lassen habe. Auch mein Zauberstab lag in schützender Trockenheit. Ich zog den Duschvorhang beiseite und angelte nach einem der weißen, flauschigen Badetücher. Die typische "außerhalb-der-Dusche-Kälte" schlug mir entgegen und ich beschloss, ganz schnell zu dem Korb mit dem Waschzeug zu schweben. Ich griff nach einer hell lila farbenden Seife, die nach Lavender und Kamille roch. Durch ihre Beschaffenheit, wusste ich, dass sie für Haare, als auch für den Körper geeignet war. Ich rieb mit dem Daumen darüber. An der Stelle, wo mein Daumen sie berührt hatte, sah sie aus wie poliert. Ich hob sie an meine Nase und lächelte, als ich feststellte, dass die Seife auch Kokosöl beinhaltete. Ich klopfte dem Hersteller gedanklich auf sie Schulter und bedankte mich zutiefst. Außerdem schnappte ich mir eine Körperbürste. Die schnelle Bewegung, erinnerte mich an meine schmerzende Seite und ich zuckte zusammen. Dabei fiel mein Blick auf das Muttermal. Es stach so deutlich von meiner hellen Haut ab, dass es mich beinahe ansprang. Ich blinzelte und einen Augenblick später war es wieder einfach nur ein dunkles Fleckchen, dass die Form eines Sterns hatte. Als Kind hat mein Vater mir versucht weißzumachen, dass ich im Himmel schon so viel herumgezappelt und herumgehopst wäre, dass ich eines Tages von einer Wolke gefallen bin und mit einem Stern zusammengestoßen bin. Daraufhin hatte Gott die Nase voll, hat mich geheilt - wobei er das Muttermal als Erinnerung hinterließ - und schickte mich auf die Erde. Als ich größer wurde, erfuhr ich, dass es leider einen viel einfacheren und unromantischeren Grund gab: Der Urvater unseres Geschlechts - Matteus van der Ferres - hatte eben dieses Muttermal. Durch Gene wurde dieses Merkmal weitergegeben. In der Linie, die am nächsten mit ihm verwandt ist, tritt es ab und zu auf. Wie zum Beispiel bei meiner Ururoma, mir und... Freya. Die Seife rutschte mir aus den Händen, was mich wieder in die Realität zurück brachte. Ich schwebte zu meinem Zauberstab, und hexte eine Gute Laune Playlist herbei. Ich war es müde, immer wieder in so dunkle Gedanken abzuschweifen. Ja, die letzten paar Stunden waren echt nicht die coolsten, das ist aber kein Grund Trübsal zu blasen. Ich versprach mir, dass ich nach der Dusche wieder im Gleichgewicht bin und mit klarem Kopf die schrecklichen Ereignisse der letzten Nacht verarbeite und strukturiert an die Arbeit gehe. In der Dusche sah ich 101 Gespräch. Mit meiner Familie, mit den Eltern meines Hauses, mit den Lehrern und Dumbledore und dem Ministerium. Ich sah Besuche in Askaban und Tee mit Scones Arbende mit Phelie und anderen Freunden. Ganz in der Zukunft sah ich Ruhe,- da es Frieden auf dieser Erde nie geben wird. Die Musik, die ich angemacht hatte, half mir, wieder in die Realität zu kommen und der Duft der Seife und das Gefühl von Sauberkeit spülten alle unnötigen Gedanken aus meinem Kopf. Mit einem flauschigem Turban auf dem Kopf und in ein weiteres fluffiges Badetuch gewickelt, begann ich mich mit der Kokosöl Bodylotion, die sich ebenfalls im Korb befand einzucremen, als Phelie aus der Dusche stieg. "Viel besser, oder?!", begrüßte ich sie. Mit einem Flicken meines Zauberstabs, war auch die schmerzende Seite meines Körpers eingecremt. Ich drehte leicht den Rücken zu ihr, sodass ich die mitgebrachten Klamotten aus dem Krankenhausshop anziehn konnte. Dabei versuchte ich so gut es ging, das Muttermal zu überdecken. Ich brauchte erst einmal Zeit für mich, um die Neuigkeiten zu verarbeiten. Ich lachte laut auf, als ich meine schwarzen Peeptoe Slingbacks aus fake Drachenleder, die aussahen, als hätte man sie gepflochten, neben dem Hocker mit meinen Sachen bemerkte. Ein Hauself des Krankenhauses hatte sie wohl repariert und geputzt. Ich drehte mich wieder um. Ich musste wieder lachen, als ich sah, wie ähnlich wir durch die gleichen Klamotten aussahen. "Und was machst du jetzt!", fragte ich sie. "Ich denke, dass ich zu erst mit den Eltern reden werde, die hier sind. Hoffentlich finde ich danach eine ruhige Minute, um den Bericht an Dumbledore und das Ministerium zu schreiben."

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