Vergangenheitsplay » 9

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Izar
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Re: Vergangenheitsplay » 9

from Izar on 10/12/2017 05:49 PM

"Ja, ich hoffe nur das ich das auch diesmal hinbekomme." meinte ich ganz leicht nervös aber versuchte es mir nicht zu stark anmerken zu lassen. Die leichten Ringe unter meinen Augen schienen wiedermal sehr gut zu erklären weshalb ich nachts durch die Gänge des Schlosses striff. Ich liebte es nachts im Schloss unterwegs zu sein, die Stille, der Nervenkitzel und die Sterne welche ich durch die Fenster beobachten konnte trieben mich immer wieder hinaus. 
"Dann behalt ihn erstmal noch." lächelnd sah ich kurz zu ihr hin bis ich einem der Geister ausweichen musste, da es auch sehr unfreundlich gewesen wäre. Mit den Geistern an sich hatte ich wenig zu tun ausser mit Cosma aber auch da war es keine sehr erfreuliche Begegnung gewesen.
Nun hörte ich ihrer Idee ausführlich zu denn es bereitete mir Freude ihre Ansichten zu verfolgen und nach zu vollziehen "Da hast du wohl recht." nickend sah ich nun in ihre Augen. Es war schön mit ihr zu sprechen da sie auch wirklich etwas zu verstehen schien von dem was ich sagte. 
"T-tut mir leid , ich bin wohl falsch abgebogen.." grinste ich unbeholfen als ich mich umsah und merkte das hier irgendwas falsch war. Also begann ich mich wieder in Bewegung zu setzten und den richtigen Korridor zu suchen.

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Lenja
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Re: Vergangenheitsplay » 9

from Lenja on 10/12/2017 06:51 PM

"Davon gehe ich aus.", meinte ich zuversichtlich. In mir machte sich der Gedanke breit, dass er ein wenig nervös war. Aber darum machte ich mir gerade wenig Sorgen. Er hatte es schonmal geschafft, den Raum zu finden, da würde es nicht o schwer werden, ihn ein zweites Mal zu finden.
Ich nickte ihn zustimmend zu. Ich war froh, dass ich den Mantel noch ein wenig anbehalten konnte. Er war so schön warm und er roch so gut. Ich kicherte kurz als Izar einem Geist auswich, es sah urkomisch aus.
Ich selber war schon das eine oder andere Mal durch einen Geist gelaufen, was aber viel mehr daran lag, dass ich oft einfach in meinen Gedanken versunken war. Es war wie eine eiskalte Dusche zu nehmen. Es war bitterkalt und fühlte sich wirklich merkwürdig an. Ich konnte das gar nicht so genau beschreiben, was in mir vorgegangen war.
Izar und ich waren uns über Slughorns Aufsatz einig und das freute mich. Mir war es schleierhaft, wie manche auf die Idee kamen, sich mit einem Liebestrank jemand anderen zu eigen zu machen. Waren sie nicht mutig genug oder hatten angst, abgewisen zu werden? So oder so sollte man doch einfach mit der Zeit heraus finden, ob man zueinander passte oder nicht. Und wenn die Verliebtheit auf Gegenseitigkeit beruhte war das doch ein guter Anfang.
Es war irgendwie niedlich, dass Izar sich veraufen hatte. "Kein Thema. Komm, ich weiß wo es zum siebten Stock geht." Ohne groß nachzudenken nahm ich seine hand und führte ihn in die richtige Richtung.
All die Treppen brachten wieder Wärme in meinen Körper, dennoch wollte ich den mantel gerade nicht zurück geben.
Izars hand war größer als meine, dennoch weich. Ich hielt sie nicht allzu sehr fest, er konnte sich jederzeit mir entziehen.

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Izar
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Re: Vergangenheitsplay » 9

from Izar on 10/15/2017 02:40 PM

Mein Gedanken zum Thema Liebe waren schon lange die selben, ich konnte mir nicht vorstellen das es wirklich klappen könnte... oder?
Wieder einmal fand ich keine Antwort auf diese Fragen welche mich so lange schon quälten, denn es war genau wie davor, meine Unsicherheit würde siegen und mir jeglichen Mut nehmen zu sprechen. Egal ob es "nur" Zuneigung war oder mehr, meine Gedanken behielt ich einfach für mich.
Schon holte mich die hübsche Hexe aus meinen Gedanken zurück zu sich, in dem sie meine Hand nahm und mich führte "Danke..." murmelte ich leicht überrascht aber glücklich das sie so sicher war. Meine Hand umschloss auch ihre und ich betrachte sie kurz dabei, weshalb ich einmal fast stolperte aber dies gekonnt ausglich.
Als wir endlich im 7ten Stock ankammen lotzte ich sie weiter, zu einem Gang in dem eine Wand komplett blank war, zu der ich mich hin drehte. "Nun muss ich mich kurz konzentrieren. Und schließ bitte die Augen." meinte ich leise während ich immernoch Lenjas Hand hielt und eben diese leicht drückte als sich meine Augen schlossen. Nun dachte ich daran das ich einen Raum bräuchte in dem man sich aufwärmen könnte, das drei mal und wünschte es mir aus vollem Herzen. Dabei kam mir immer wieder in den Sinn das nur Lenja und ich diesen Raum betreten konnten, denn Besuch wollte ich nicht haben.
Deutlich vernahm ich einige Geräusche die sich anhörten als würde man Steine übereinander ziehen, als es still wurde öffnete ich die Augen, erblickte eine dunkel braune Tür mit schwarzem Griff. Mein Herz machte einen Satz, denn es schien geklappt zu haben also zog ich sanft Lenja mit zur Tür und öffnete diese "Öffne die Augen." mit einem Lächeln blickte ich in den Raum vor uns.

(So sieht er aus, wir kommen die Treppe im Bild hinuntern.)

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Lenja
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Re: Vergangenheitsplay » 9

from Lenja on 10/15/2017 03:16 PM

Etwas irritiert schaute ich zu Izar, als dieser sich bedankte. Er schaute gerade unsere Hände an, ich war einfach nur froh, dass er meine Hand mit der meinen umschloss. Wahrscheinlich bedakte er sich dafür, dass ich ihn den Weg zeigte. "Ach, nicht so schlimm. Ich laufe ziemlich oft durch das gesamte Schloss. Ein wenig kenne ich mich schon aus.", plapperte ich einfach vor mir her.
Ich schaute wieder nach vorne und bemerkte eine Art ruckeln. Izar lief einfach weiter, er schien sich wieder gefangen zu haben.
Ich war etwas außer Atem, als wir endlich im siebten Stock ankamen. An der Wand, an der wir hielten, war absolut nichts auffälliges. Aber er schien zu wissen, was er machte. Er bat mich, die Augen zu schließen. "Okay.", sagte ich und schloss sofort die Augen.
Ich erwiderte den Druck seiner Hand um ih zu signalisieren, dass ich die Augen geschlossen hatte. Ich war gespannt, was er sich nun vorstellte und wie der Raum gleich aussehen würde. Schließlich hieß er ja Raum der Wünsche, also musste er sich doch demensprechend anpassen...
Ich erschrak ein wenig, als ich hörte, wie Steine sich zu bewegen schienen. Es hatte also geklappt und der Raum der Wünsche hatte sich für uns gelohnt.
Wieder spürte ich einen Zug an meineer Hand und ich folgte ihn. Ich öffnete erst meine Augen, als er mich drum bat.
Ich schaute in den Raum, der sich für uns erstellt hatte. Er war klein. Ich ging die Treppen hinunter und gin in den Raum an sich hinein. Im Kamin war ein Feuer und davor war eine kleine Sitzecke. "Wow, das ist wirklich unglaublich.", flüsterte ich. Ich schaute mich einmal um. "Ich hätte nicht gedacht, dass so ein Raum hier existiert." Ich wandte mich wieder an Izar und lächelte ihn an.

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Freya

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Re: Vergangenheitsplay » 9

from Freya on 11/26/2017 12:18 AM

Ich war die erste Schülerin, die an diesem Morgen die Bibliothek aufsuchte. Das Frühstück ließ ich ausfallen- ich hatte wichtigeres zu tun. Ein Traum der letzten Nacht hatte mich an den fast vergessenen Wunsch erinnert, meine Eltern zu finden. Komisch, dass ich das vergessen konnte... Während ich durch die Regalreihen gehe und über die Rücken der Bücher streiche, kaue ich nervös auf meiner Unterlippe. Wo sucht man den nach solchen Informationen? Die Bibliothek erschien mir als erster Anlaufpunkt eine gute Idee zu sein, nur wonach sollte ich suchen? Bei Schulbüchern war ich aber ganz sicher an der falschen Adresse, also überspringe ich diese Abteilung. Ich bräuchte so etwas wie ein Aufenthaltsregister von New Orleans zum Zeitpunkt meiner Geburt... aber ob es soetwas überhaupt gab? Und selbst wenn, wie sollte ich dort herankommen? New Orleans war mein einziger Anhaltspunkt. Und vielleicht das St. Mungos, in dem ich als Baby abgegeben wurde. Eigentlich riefen diese zwei Orte nur noch mehr Fragen auf. Wie war ich nur so wenig Tage nach meiner Geburt von Amerika nach England gekommen? Wer hatte mich im Krankenhaus abgegeben? Wenn ich diesen Jemand finden würde, wäre mir schon geholfen. Er oder sie wusste genug über meine Eltern um das nötigste in einem Brief festzuhalten. Der Brief, den ich zeknüllt zwischen meiner Kleidung ganz unten im Koffer gefunden hatte, nachdem ich das halbe Zimmer auf den Kopf gestellt hatte. Missmutig gehe ich zu einem Tisch, knalle das Stück Pergament auf diesen und streiche frustriert die Ecken glatt. Dann beginne ich erneut ihn böse anzustarren, als würde er dadurch noch mehr Antworten hergeben können.


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I don't really know where the world is, but I miss it now. I'm out on the edge and I'm screaming my name like a fool at the top of my lungs. Sometimes when I close my eyes I pretend I'm all right but it's never enough.

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Jeff
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Re: Vergangenheitsplay » 9

from Jeff on 11/26/2017 01:06 PM

Heute war es wieder an der Zeit und ich hasste es... Es gab so viele Sachen die ich lieber machen würde, Schlafen oder Essen oder wieder einmal Klavier spielen gehen, oder irgendetwas anderes machen, alles schien gerade interessanter zu sein, aber es nutzte nichts. Ich musste meinen Hausaufgaben ja auch mal erledigen, die ich schon die ganze Woche vor mir herschob... Ja ich war ein vorbildlicher Ravenclaw! Wirklich... nein eigentlich hab ich keine Ahnung wie ich da rein passen sollte, aber egal.
Mit meinen Kater Simon im Schlepptau ging ich zu dem Ort an dem ich am allerwenigsten hingehen wollte, die Bibliothek. Klar las ich ab und zu gerne, aber nicht unbedingt Schulbücher, noch war ich ein Streber, aber was sein musste, musste sein. Mir war nur eins klar, nachdem ich damit fertig war mir Hausaufgaben würde ich entweder Cara aufsuchen oder in die Küche gehen und was Essen. Ich hätte so Lust auf Pizza.
Kopfschüttelnd betrat ich die Bibliothek, jetzt vom Essen zu schwärmen machte das Lernen auch nicht viel besser. Wobei... es hieß ja mit vollem Bauch lernte es sich besser. Mitten in der Bibliothek blieb ich stehen und wollte gerade wieder umdrehen, da essen wirklich besser klang als Hausaufgaben zu machen, als ich ein Mädchen an einen Tisch sitzen saß. Klar hier saßen mehrere Personen an Tischen, doch diese starrte ein sehr mitgenommen aussehendes Pergament an.
Da ich irgendwie das Gefühl hatte das sie entweder Hilfe oder etwas Ablenkung gebrauchen konnte ging ich zu ihr und setzte mich neben ihr hin und legte meine Tasche auf den Tisch ab. „Egal was dir das Pergament angetan hat, es bringt nichts es so böse anzustarren.", meinte ich mit einen leichten Lächeln. „Nicht das es mich was angeht und ich will dir auch nicht zu nahe treten, aber zu so einen süßen Mädchen passt dieser böse Blick nicht." Okay Jeff das war wieder mal das dümmste was du hättest sagen können, wieso hört es sich immer so an als ob ich nach blöden Anmachsprüchen suche. „Das sollte jetzt kein Anmachspruch sein.", sagte ich nachdem ich mir meine Hände auf die Stirn geklatschte hatte. Ich hasste mein zu loses Mundwerk...

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Freya

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Re: Vergangenheitsplay » 9

from Freya on 11/26/2017 03:07 PM

Jemand warf seine Tasche ziemlich lustlos neben mir auf den Tisch. Warum musste die Person sich denn unbedingt neben mich setzten? War nicht noch alles frei? Und dann sprach er. Zuerst war mir gar nicht klar, dass er mit mir redete. Doch als mir wieder ins Gedächtnis kam, das ich so ziemlich die einzige Person in der Bibliothek war, wurde ich augenblicklich rot und blinzelte ein paar mal um wieder klar zu sehen. Vorsichtig sah ich zu ihm herüber, um mich zu vergewissern, dass er auch wirklich mich meinte. Aber er sah mich an. Dann schlug er sich die Hand an die Stirn und sagte: "Das sollte jetzt kein Anmachspruch sein." Ich kicherte normalerweise nicht, aber gerade jetzt konnte ich es mir nicht verkneifen und schließlich begann ich sogar zu lachen. "Verzeih, aber du solltest mal dein Gesicht sehen!" lachte ich. Als ich mich wieder beruhigt hatte sah ich ihn entschuldigend an und überlegte, was genau er nochmal gesagt hatte. Achja, der Brief. Ich seufzte. " Er sollte eigentlich eine Hilfe sein, der Brief. Aber irgendwie hilft er mir so gar nicht." Erneut überfliege ich die Worte, die nur grobe Informationen über mich preisgeben:

Freya Rose
geboren: 25.08, New Orleans
gesunde Hexe
Eltern: lebendig, ursprünglich aus England  

Die Handschrift ist krakelig, vermutlich von einem Mann geschrieben, der es eilig hatte.
Ich lasse mich in meinem Stuhl zurückfallen und betrachte den Jungen neben mir nachdenklich. Ich glaube nicht, dass ich ihn schon mal gesehen habe. Er ist blond, größer als ich und seiner Kleidung nach zu urteilen ein Ravenclaw. Erneut seufzte ich- ich ließ mich schon wieder von meinem Vorhaben ablenken...



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Jeff
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Re: Vergangenheitsplay » 9

from Jeff on 12/05/2017 02:11 AM

Sie schien zuerst nicht bemerkt zu haben dass ich mit ihr sprach. Kurz dachte ich sie würde mich gleich verjagen oder sowas in der Art. Zuerst setze ich mich ungefragt neben sie und dann plapperte ich auch noch dummes Zeug vor mich her. Doch als sie dann anfing zu kichern, viel mir ein Stein vom Herzen. Zwar wollte ich ihr nur helfen, aber das hätte man nach meinem Auftreten auch anders verstehen können, sie nahm es wohl mit Humor. „Ja, ich bin sicher rot wie sonst was.", murmelte ich und kratzte mich am Hinterkopf.
Sie lachte mich zwar nicht direkt aus, aber dennoch war mir die Situation etwas unangenehm, aber ihr das sagen wollte ich nicht. Ihr stand das Lachen besser als dieser eher traurige oder grummelige Gesichtsausdruck den sie bis eben noch gehabt hatte.
Doch das Lachen und der fröhliche Ausdruck hielten leider nicht lange an. Sie sah wieder auf das Stück Pergament und erklärte mir was es damit auf sich hatte, okay eigentlich nur sehr sporadisch, aber ich würde auch nicht jemanden alles erzählen der plötzlich auftauchte und sich zum Affen machte...
Kurz überlegte ich, sie konnte ja ablehnen, wenn sie nicht wollte „Also wenn du willst würde ich dir helfen? Als Wiedergutmachung meines geradigen Auftrittes?", versuchte ich zu scherzen und sie wieder zum Lächeln zu bringen. „Aber zuerst sollte ich mich vielleicht mal vorstellen.", klatschte ich mir auf die Stirn, Bei Merlin war ich vergesslich! „Ich bin Jeff und das da.", ich zeigte auf meinen Kater der sich nun neben mir auf einen Stuhl bequem gemacht hatte „ist mein Kater Simon."
Wie konnte ich nur vergessen mich vorzustellen! So ein Creep war ich doch sonst nicht... Es war wirklich verwunderlich das sie mich bis jetzt noch nicht verhext hat, oder weggeschickt hatte. Na okay ich sah nicht gerade so aus als ob ich mich an Mädels ranmachen würde, aber dennoch. Alles in allem sollte ich mich einfach glücklich schätzen, vielleicht konnte ich ihr ja wirklich helfen.

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Freya

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Re: Vergangenheitsplay » 9

from Freya on 12/07/2017 11:21 PM

Ich lächelte. "Ich bin Freya." Dann strahlte ich den Karter an. "Und dich kenne ich doch, mein Hübscher." Ich streckte die Hand nach ihm aus und er schmiegte sich sofort an diese. "Du erkennst mich also wieder?" Das war bemerkenswert. Also war ich für die Katzen auch in dieser Gestalt wiederzuerkennen. Interessant.
Ich krauelte Simon weiter, welcher genüsslich schnurrte, sah nun aber wieder auf zu Jeff. "Nein, nein. Das geht schon. Ich komme klar." Unauffällig ließ ich den Brief in meine Tasche gleiten. Eigentlich sollte ja gar keiner wissen, was ich vorhatte. "Aber etwas Gesellschaft wäre trotzdem nicht schlecht. Was wolltest du denn machen, bevor ich dich abgelenkt habe? Vielleicht kann ich dir ja helfen. Und du brauchst dich nicht zu entschuldigen." sagte ich, um von mir abzulenken. Er schien nett zu sein, musste aber nicht alles wissen, denn das ging niemanden etwas an.
Um ehrlich zu sein bezweifelte ich sowieso, hier etwas nützliches zu finden, also konnte ich das auch gleich sein lassen. Ich würde einfach wann anders weitersuchen. Am besten sollte ich, wenn ich mal wieder in dieser Gegend war, im Zaubererkrankenhaus anfangen. Damit schloss ich das Thema gedanklich für heute ab und widmete meine volle Aufmerksamkeit wieder Jeff und Simon. Ich lächelte erst den Karter noch einmal an und sah Jeff dann erwartungsvoll an. Ich war mal gespannt, welche Sorgen ihn so früh hierher trieben. Denn kein sorgenfreier Mensch trieb sich um diese Uhrzeit freiwillig noch vor dem Frühstück in der Bibliothek rum. Es sei denn, er war einer dieser super Streber....


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Merle
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Re: Vergangenheitsplay » 9

from Merle on 01/24/2018 07:12 PM

Indigo & Merle- vor vielen Jahren
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Vollkommen entnervt und ohne Gepäck stand ich nun vor der Wand, die die letzte Barriere zum Gleis 9 ¾ darstellte. Die Verlockung einfach umzudrehen und alleine durch London und die Winkelgasse zu streifen, um meiner großen Schwester Tea Angst einzujagen, war ziemlich groß. Ich hoffte doch sehr, sie würde nicht am Bahnhof warten. Das wäre peinlicher als alles, was mir je passiert war. Ich zog meinen grauen Rucksack, er war hier und da mit kleinen Rosen bestickt, wieder auf meinen Rücken und blickte zurück zum Ausgang des Bahnhofs. Ich hatte eine Flasche Kürbissaft, Schokofrösche, Erdbeeren und Kürbispasteten in meinem Rucksack... das könnte zumindest für heute reichen. Mein Zauberstab hatte weniger gekostet, als mir mitgegeben wurde, also hatte ich noch genug klimpernde Münzen in meinen Taschen, um ein bisschen auszukommen...Glaubte ich.
Mein Blick glitt zur Uhr. Ich war viel zu früh. Ob der Zug überhaupt schon da war? Noch hatte mich keiner gesehen. Der Professor, der mich begleitet hatte, hat mich einfach hier abgesetzt- na gut, ich hatte ihn gebeten zu verschwinden. Tea wäre ich nicht so leicht losgeworden, was einer der Gründe war, warum ich nicht wollte, dass sie mich begleitete. Im Grunde wollte ich das Ganze hier gar nicht machen! Ich wohnte schon im Schloss. Und das seit gut einem Jahr! Warum musste ich jetzt mit dem Zug fahren? Wir hätten meinen Zauberstab einfach mit meinen restlichen Schulsachen vor einer Woche kaufen können! Meine Schwester hatte behauptet, sie würde mir so spät wie möglich erst einen Zauberstab anvertrauen- ich würde auch ohne schon genug Unfug anstellen. Ich verstand auch nicht, warum ich mein Zimmer wieder hergeben musste. Horace- äh Professor Slughorn meinte, so würde ich besser Kontakte knüpfen. Sowas ähnliches hatte Tea auch über die Zugfahrt gesagt. Und das ich diese Erfahrung gemacht haben müsste. Bla bla bla. Aber wenn ich jetzt einfach verschwand...würde ich die Hausauswahl und das Festessen verpassen und eine Menge Ärger bekommen.
Casper maunzte neben mir. Er hatte lange genug geduldig gewartet. Er wollte nicht mehr herumsitzen. Der grau- getigerte Kater war ein Geburtstagsgeschenk von meinen Eltern gewesen. Ich liebte ihn über alles und er begleitete mich fast überall hin. Ihn konnte ich auch nicht noch länger durch London quälen. Ich seufzte und hob ihn in meine Arme. "Ist ja gut. Ich geh ja schon." Ich sah mich kurz um und als ich keine Muggel entdecken konnte, die mir Beachtung schenkten, lief ich geradewegs durch die Absperrung zwischen den Gleisen 9 und 10. Einen kurzen Augenblick später, stand ich am Zug, der wie ein dampfendes Ungetüm vor mir aufragte.
Ich war über eine Stunde zu früh- warum hatte ich heute morgen überhaupt so früh aufstehen müssen?!- und damit die allererste. Wenigstens konnte ich mir so einen Platz aussuchen. Ich stapfte nach ganz hinten durch, setzte Casper im hintersten Abteil auf die Bank und pfefferte meinen Rucksack in die Ecke. Ich sollte eigentlich nicht so schlecht gelaunt sein. Schließlich würde ich auch einige Leute wiedersehen. Ich hatte zwar einige Bekanntschaften geschlossen, aber wirklich dazugehört hatte ich nie. Wenn sie ihre Fächer auswerteten oder über Hausaufgaben klagten, konnte ich das nicht nachvollziehen. Ab diesem Jahr schon. Ich wollte dazugehören. Und zwar so richtig. Peeves würde nicht mein einziger Freund bleiben. Der Poltergeist, mit dem ich mich- zum Leidwesen meiner Schwester- sehr gut verstand, und ich hatten uns schon jetzt ziemlich viel erlaubt und gemeinsam die Schule unsicher gemacht. Wir waren Komplizen in Sachen Chaos. Aber dieses Jahr würde ich (lebendige) Freunde aus meinem Jahrgang haben. Da war ich mir sicher. Ich war ja schließlich ein sehr kontaktfreudiger Mensch. Ich gab Casper, der sich mittlerweile schnurrend an mich geschmiegt hatte, ein paar Leckerli und zog dann Quidditch im Wandel der Zeit aus meinem Rucksack. Total vertieft bemerkte ich gar nicht, wie die Zeit dahinflog...

ee
                       Screenshot_162.png

Reply Edited on 01/24/2018 07:13 PM.
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