Vergangenheitsplay » 3
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Echo
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Re: Vergangenheitsplay » 3
from Echo on 07/22/2017 03:06 AMIch hob die Hände. Sie musste mir nichts erzählen, wenn sie nicht wollte. Ich würde nicht nachfragen, wenn sie es für sich behalten wollte. Vielleicht war es auch besser so. Viele Menschen fragten weniger aus Interesse für den anderen, sondern nur aus Neugierde für sich selbst. Dann erzählst du ihnen, was passiert war und am Ende redeten sie noch kurz irgendwas, aber eigentlich war die Sache dann schon erledigt. Vielleicht fingen sie auch an von sich selbst zu reden. Menschen redeten einfach viel zu gern über sich selbst.
Ich wolte Hazel gerade auf ihre Frage zum Wochentag antworten, da übernahm sie das schon selbst für mich. Aber zumindest setzte sie sich neben mich, das hieß, dass ich zumindest für einen Moment lang Gesellschaft haben würde. Dass sie mich jedoch zeichnen wollte, überraschte mich.
"Ehm...", machte ich, doch da fing Hazel schon an mich in Position zu rücken. "Klar.", meinte ich also und grinste schief. Die Entscheidung wurde mir ja ohnehin abgenommen. Also blieb ich da einfach sitzen, starrte geradeaus und ließ Hazel zeichnen, während ich mich nicht einmal wirklich traute zu atmen, aus Angst ich würde als Modelvorlage versagen. Mich hatte in meinem Leben noch niemand gezeichnet. Außer jemand hatte das heimlich getan, aber so an sich wurde ich noch nicht gezeichnet und ich wusste nicht, ob mich das freuen sollte oder nicht. Irgendwie hatte ich Angst beim Dasitzen etwas falsch zu machen. Wie bescheuert... Dabei hatte ich noch den leichten Part.
Re: Vergangenheitsplay » 3
from Hazel on 07/22/2017 03:40 AMIn meiner Tasche hatte ich immer einen zeichenblock und mindestens drei verschiedene Bleistifte. Ich winkelte die Beine an, lehnte mich an die Wand und nahm Echo dann ins Visier. Es schien einfach aus meiner Hand zu fließen. Die Bewegungen des Stiftes, die Verblendungen und die schwierigeren Details. Zum Beispiel die Augen. Ich tat mich sehr schwer mit den Augen. Sie waren das Wichtigste. Ich wollte das Beste daraus machen um die Person am besten einzufangen.
Ab und zu lehnte ich mcih dichter zu Echo und lächelte ab und zu. "Entspann dich, du bist ein Naturtalent." schmunzelte ich, da seine Körperspannung deutlich zu sehen war. "Lach ein bisschen." forderte ich ihn auf und stupste ihn in die Seite, was wohl die meistens Menschen zum lachen brachte.
Das musste jetzt eben sein. Sonst würde es kein schönes Bild werden.


Echo
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Re: Vergangenheitsplay » 3
from Echo on 07/22/2017 04:26 AMIch hätte Hazel gern beim Zeichnen beobachtet. Ich fand es interessant, was manche Menschen so auf ein Blatt Pergament zaubern konnten. Ich fand es interessant zu sehen, wie sie so viele Linien und Punkte malten und das am Ende ein Bild ergab, das meist wunderschön aussah. Aber jetzt war ich das, was Hazel zeichnen wollte und so konnte ich nur aus den Augenwinkeln ein par Blicke erhaschen.
Ich musste unwillkürlich grinsen, als sie meinte, ich wäre ein Naturtalent. "Im still dasitzen und gut aussehen?", fragte ich belustigt. Das konnten wirklich einige gut. Als sie mir i die Seite stupste, zuckte ich zusammen, tat ihr jedoch den Gefallen und lächelte. Doch weil ich immer noch angestrengt versuchte nich blöd auszusehen, tat das Lächeln im Gesicht irgendwann weh. "Mein Kiefer schmerzt.", murmelte ich, während ich eher versuchte meine Lippen wenig zu bewegen, damit sie nicht plötzlich neu anfangen musste, weil ich ganz anders aussah. Ich wusste nicht, wie man so zeichnete. Ich konnte nicht einmal Blätter zeichnen. Oder einen geraden Strich. Ich scheiterte an Kunst eigentlich vollkommen. Ich hatte ein Gehirn, mit dem ich mir viel merken konnte, aber alle anderen wirklich coolen Talente waren mir erspart geblieben.
Victorie
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Re: Vergangenheitsplay » 3
from Victorie on 09/01/2017 03:49 PM____________________
Wer: Newt Scamander & Victorie Daviau
Wann: Letzten Sommer in den Ferien
Wo: Frankreich, Circus
Victorie
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Re: Vergangenheitsplay » 3
from Victorie on 09/01/2017 04:14 PMEs waren Sommerferien und der Zirkus hatte wieder einmal sein Zelt aufgeschlagen. Es hatte uns mal wieder nach Frankreich gezogen und es war pure Aufregung in der Umgebung. Ein Haufen Russen in Frankreich mit einem Zirkus? Bekam man auch nicht alle Tage zu sehen. An dem kleinen Städtchen wo wir dieses Mal aufgeschlagen hatten gab es einen kleinen Bach. Okay es war schon ehr ein Fluss und es roch alles nach Lavendel und Rosen. Das war was ich an Frankreich mochte. Der blumige Geruch. Überall rannten mir bekannte Gesichter herum und fluchten auf Russisch oder riefen sich gegenseitig etwas zu. Ich war zuhause. Dad sagte immer der Zirkus sei die Zuflucht für die, die keinen anderen Ort mehr hatten. Vielleicht hatte er recht, vielleicht auch nicht. Noch war längst nicht alles vorbereitet und nur das große Zelt stand schon. Aber bis heute Abend würde alles fertig werden! Ich sollte noch einmal üben gehen beschloss ich und zog mir im Wohnwagen mein Kostüm für die Vorstellung an und rannte fröhlich in die Manege.
Newt
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Re: Vergangenheitsplay » 3
from Newt on 09/01/2017 06:39 PMFrankreich. Dieses Land und ich hatten eine besondere Beziehung. Hier war in den vergangen Jahren immer wieder etwas äußerst interessantes passiert. Die Erinnerungen daran brachten mich zum schmunzeln.
Ich war in einem kleinen Dorf. Es lag direkt an einem Fluss. An eben diesen Fluss ging ich spazieren und dachte nach.
Meine Frau war zu Hause in England, ich war alleine gereist. Ich hatte eine Woche Urlaub spontan vom Ministerium bekommen und die hatte ich nutzen wollen. Ich hatte die Möglichkeit genutzt um nach Frankreich zu apparieren. Ich hatte nur das nötigste zu Hause in meinen kaputten Koffer gepackt, der mich schon so lange begleitete. Ich hatte ihn zu meiner Einschulung bekommen und schon damals neigte eine Lasche dazu, immer wieder auf zu gehen. Ich hatte mir immer vorgenommen, sie zu repaieren. Aber diese kleine Eigenheit des Koffers hatte etwas faszinierendes an sich. Sie hatte mich tatsächlich schon das eine oder andere Mal in Schwieirgkeiten gebracht. Die Erinnerungen an New York kamen wieder hoch. Ich schüttelte kurz den Kopf. So turbolent New York auch gewesen war - es hatte etwas positives an sich. Ich hatte meine Frau dort kennen gelernt. Und ihre Schwester. Queenie war eine ausgezeichnete Legilimentikerin. Das machte manche Situation nicht unbedingt einfacher, aber sie konnte ihre Fähigkeit nicht immer gänzlich zurück halten.
Dennoch hatte ich sie lieb gewonnen.
Ich hockte mich ins Gras und fuhr mit der Hand darüber. Ich erwartete hier an diesem Fluss keinerlei magische Kreaturen. Und tatsächlich waren hier nur Heuschrecken. Und Insekten. Haufenweise Ameisen. Sie interessierten mich nur gerade nicht wirklich.
Was mich wirklich interessierte waren magische Kreaturen. Ich hatte schon einige kennen gelernt. doch hatte ich das Gefühl, dass ich noch mehr kennen lernen und erforschen konnte.
Ich stand wieder auf und ging weiter. Ich schaute in die Ferne und entdeckte einen Zirkus. Es musste einer sein - dieses große Zelt sprach für sich. Und die Wohnwagen drum herum.
Menschenmengen waren nicht ganz meins, sie machten mich immer etwas nervös und unsicher. Aber nach all den Jahren hatte ich gerlernt, damit umzugehen. Und ich mochte gewisse Arten von Herausforderungen.
Selbst wenn ich den Zirkus umgehen wollte, so war das gar nicht so einfach. Ich hätte viel eher einen Umweg gehen müssen.
Ich atmete einmal tief durch und ging weiter auf den Zirkus zu.
Hier war viel los. Fast schon zu viel für mich. Ich spürte, wie sich die Nervosität in mir ausbreitete. Wie der Morgentau sich über eine Wiese langsam aber stetig und sicher ausbreitete.
Ich atmete abermals durch und durchlief die Menschenmenge. Ich trat in das Zelt und schaute mich um. Es war recht groß, ich verstand hier und da ein paar russische Wörter. Interessant dass Russen nach Frankreich gekommen waren. Ich schloss kurz die Augen um meine Nervositt in den Griff zu bekommen und ließ dann die Plane vom Zelt los.
Ein junges Mädchen war in der Maege und ich beobachtete sie eine Weile.
Victorie
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Re: Vergangenheitsplay » 3
from Victorie on 09/01/2017 07:30 PMIch begann mich aufzuwärmen und zu dehnen. Nicht das ich mir noch etwas riss, hier drinnen war es noch dunkel, aber später würde das hier hell erleuchtet sein und die Ränge voller Zuschauer, da war ich mir sicher. Wenn ich die Augen schloss konnte ich es vor mir sehen, Die Clowns, Dad als Messerwerfer sie alle in der Manege. Ein warmes Gefühl durchflutete mich wenn ich mich an so etwas erinnerte. Dies war die Erinnerung, bzw. eine der Erinnerungen aus der mein Patronus bestand. Bzw. der starke Nebel. Mit geschlossenen Augen dehnte ich mich in alle erdenklichen Richtungen. Ich konnte die Menschen draußen gedämpft hören, sie waren meine Heimat. Die meisten rau und aus groben holzgeschnitzt wie Russland, einige der Frauen erinnerten mehr an Frankreich, sie waren weicher. Machte das Sinn? Ich wusste es nicht, doch es war auch egal. Meine Gedanken schweiften wie immer wenn ich trainierte oder vorführte. Die Bewegungen waren einstudiert, wie Routine und in der Routine konnte ich mich verlieren, brauchte keine Maske und gleichzeitig kam keine Dunkelheit hervor. Gerade war ich einer der Positionen die ein Jogalehrer wohl Skorpion im Handstand nennen würde, als ich die Augen öffnete und einen Mann entdeckte. Ich runzelte kurz die Stirn, was machte er hier? Die Show fing doch erst in ein paar Stunden an. Ich lächelte ihn an. „Bonjour Monsieur", grüßte ich höflich und löste mich langsam aus meiner Pose bevor ich eine leichte Verbeugung andeutete. „Je vous souhaite une belle soirée*.", begann ich zu sprechen, ohne jeglichen Akzent. Ich war hier mein Halbes leben aufgewachsen. Diese Sprache war Muttersprache wie sie auch russisch und Englisch war. „La performance commence en quelques heures**", erklärte ich ihm.
*Ich wünsche ihnen einen guten Nachmittag
** Die Vorstellung begingt erst in ein paar Stunden
(ich spreche kein französisch wenn da großer bockmist steht ist googleübersetzer schuld XD)
Newt
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Re: Vergangenheitsplay » 3
from Newt on 09/01/2017 10:05 PMIch schien das Mädchen gerade bei ihren Übungen gestört zu haben. Und zu früh zu sein. Hier war nichts los.
Ich hatte mich wohl geirrt und die Situation falsch eingeschätzt. Sie sprach mich auch direkt an, auf französisch. Ich war in Sprachen nicht sondelrich bewandert. Aber gut genug um zu verstehen, was sie sagte. Ich wollte ihr direkt antworten und das erste was raus kam, war auf englisch. Doofe Angewohnheit. "Entschuldigung, ich-" Ich stockte kurz. Suchte im Kopf nach den passenden Wörtern. Ich war lange nicht mehr hier gewesen und die Sprache etwas eingerostet. Ich wechselte auf französisch. "Entchudligung, ich wollte nicht stören. Ich sollte später wieder kommen." Ich wollte mich schon umdrehen und wieder gehen. Da entdeckte ich in einer kleinen Ecke ein mir bekanntes Wesen. Ich drehte mich zu ihm und ging in die Hocke. Ich grinste ihn an. Da hatte sich wer aus meinem Koffer stibiezt und wollte gerade einen kleinen Ausflug machen. Ich streckte die Hand nach ihm aus. "Na komm, Twinkle. Du hast hier nichts zu suchen." Der kleine Bowltruckel hüpfte auf meine Hand und ich ließ ihn auf meine Schulter wandern. Dann wandte ich mich wieder dem Mädchen zu. "Entschuldigen Sie vielmals. Der kleine Racker hier ist ziemlich neugierig."
Ich war froh, dass ich nur ihn mit im Koffer hatte. Alles andere hätte zu einem großen Fiasko werden können. Nicht schon wieder....
Victorie
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Re: Vergangenheitsplay » 3
from Victorie on 09/01/2017 10:45 PM„Sie können gerne bleiben, wenn es ihnen beliebt, Monsieur. Mich soll es nicht stören.", lächelte ich fröhlich und merkte das er Schwierigkeiten mit der Französischen Sprache hatte. „Ich kann ihnen auch noch Englisch anbieten, wenn ihnen das einfacher fällt", bot ich also immer noch auf Französisch an. „Ich bin Victorie, die Seiltänzerin des Zirkus.", stellte ich mich vor und hielt ihm die Hand hin, ich stellte fest das er einen Koffer in der Hand hielt. „Sind sie auf reisen?", fragte ich ihn neugierig und deutete leicht auf den Koffer. Die Schnalle sprang offen, aber da es ihn nicht zu stören schien sagte ich nichts. Aus den Augen sah ich ein kleines Geschöpf, ein Bowtruckel wie ich schnell herausfinden würde. „Was macht ein Bowtruckel in einem Koffer?", ich dachte laut und erwartete keine Antwort. Ich kannte Geschichten über einen Mann, einen Koffer und eine Stadt die sich New York nannte. Ich hatte in der Schule über ihn gelesen. „Monsieur Scamandar?", ich ließ die Worte wie eine Frage klingen. Sein Buch hatte mich fasziniert ich gab es zu und ich hatte schnell darauf alles gelesen was ich über ihn finden konnte. „Wenn sie wollen lad ich sie zu einem Tee vor meinen Wohnwagen ein.", lächelte ich. Ich sagte absichtlich vor weil in meinem Wohnwagen kein Platz war. Da war gerade Platz für Bad und Schlafzimmer, und das nötigste Zeug.
Newt
Deleted user
Re: Vergangenheitsplay » 3
from Newt on 09/02/2017 10:34 AMSie sprach immer noch auf französisch. Wenn sie langsam genug sprach, verstand ich sie sogar. Ich hatte das Gefühl, ewig nicht mehr hier gewesen zu sein. Ich seufzte kurz und ärgerte mich über mich selber. Aber die Welt war so groß und ich hatte so wenig Urlaub. Ich hatte nicht die Mögichkeit, sämtliche oder die meisten Sprachen der Welt fließend sprechen zu können. Es war auch nicht so notwendig gewesen da ich mit Tierwesen mehr zu tun hatte als mit Menschen. Nur selten trat ich mit ihnen in Kontakt.
Ich nickte ihr zu. Antwortete ebenfalls auf französisch. Mit einem grauenvollem Akzent. "Englisch wäre mir lieber." Meine Muttersprache war - wen sollte es wundern - am liebsten und ich fühlte mich damit wesentlich sicherer. Auch wenn mich Menschen immer noch nervös machten.
Ich schüttelte ihre Hand und wollte mich gerade ebenfalls vorstellen. Wenn Twinkle nicht dazwischen gekommen wäre. So blieb mir die Chance verwehrt. Meine Aufmerksamkeit galt diesem kleinen Racker. Und so bekam ich auch ihr nächstes Gesagtes nicht mit. Erst als ich mich wieder vollkommen aufrichtete, beachtete ich sie wieder. Beziehungsweise kam ich mit, was sie sagte. Ich lächelte sie an als sie meinen Namen nannte. Oder eher erfragte. Ich nickte. "Ja, der bin ich." Ich war ziemlich bekannt und mich wunderte es nicht, dass mein Ruf mir vorraus eilte. Oder meine Taten.
"Auf einen Tee bleibe ich gerne.", meinte ich und hob meinen Koffer wieder hoch. Ich schloss die Lasche wieder. Eine Angewohnhet die notwendig geworden war.
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