Astronomieturm

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Ilian

25, Männlich

Hogwarts [ehem.] Slytherin Jahrgang 7 Reinblut Unentschlossen Animagus I don't care. Frei

Beiträge: 228

Re: Astronomieturm

von Ilian am 19.09.2017 00:38

Ich zwang mich, sie weiterhin anzusehen als sie mich von oben bis unten musterte. Irgendwie hatte ich das Bedürfnis, irgendwo anders hinzusehen und ihren Blick zu ignorieren, obwohl dieser mich nicht mal wirklich störte. Vielleicht suchte sie auch nur nach einem Hinweis, der auf mein Haus hinweisen könnte, allerdings würde ihre Suche in diesem Fall nicht erfolgreich sein. Ich hatte alle Kravatte in eine Schublade verbannt und mir nur einen Umhang über die Schultern geworfen, damit ich nicht so aus der Menge herrausstechen würde. Sie trug ihre Kravatte allerdings noch, aber ich musste einen Moment nachdenken, um die Farben einem Haus zuzuorden. Erst, als sie anfing zu reden kam ich zu einem Ergebnis. Gryffindor. 
"Ich bin kein Spezialist, aber ich habe jedenfalls noch keinen fliegenden Turm über den Dächern gesehen", antwortete ich schulterzuckend. Ein kleines Grinsen konnte ich mir bei meinen nächsten Worten aber nicht verkneifen. "Aber Schüler sollen hier ja wirklich schon verschwunden sein. Vielleicht sollte man hier deswegen nicht unbedingt alleine rumlaufen." Oder vielleicht war das auch genau der Grund, warum ich alleine herum lief ... ich wollte mich am liebsten verlaufen, im Schloss verschwinden und nie wieder kommen. 
Ich hatte bisher auch nur ein paar Geschichten gehört, die meine Schwester in Erfahrung gebracht hatte. Katerina liebte alles an dieser Schule und hatte die ganzen Ferien damit verbracht, einen riesigen Wälzer zu lesen der anscheinend die Geschichte von Hogwarts erzählte. So wenig wie mich ihre ganzen Fakten auch interessiert hatten, ein wenig war unfreiwillig dann doch hängen geblieben. 
"Was war denn dein Ziel, wenn ich fragen darf?", sagte ich dann und schaute mich um. "Der Astronomieturm kann es ja nach der Schimpftirade eben nicht gewesen sein."

 
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Carina
Gelöschter Benutzer

Re: Astronomieturm

von Carina am 19.09.2017 01:16

Er hielt meinen Blick konstant stand, was mich ein wenig zum Schmunzeln brachte. Ich brachte Leute gern in Verlegenheit, aber die, bei denen das nicht so funktionierte oder die sich das zumindest nicht anmerken ließen, waren mir ohnehin lieber.
Auf seine Aussage hin verdrehte ich leicht grinsend die Augen und verschränkte dann meine Arme vor der Brust. "Vielleicht machen sie sich unsichtbar, wenn sie Fliegen?", schlug ich vage vor. "Oder du bist halt einfach komplett unaufmerksam.", fügte ich noch schulterzuckend an.
Bei seinen nächsten Worten musste ich leise lachen. "Das war eine sehr schlechte Art und Weise mich darum zu bitten, Zeit mit dir zu verbringen.", meinte ich amüsiert. Wobei eigentlich war es in dem Zusammenhang gut gekontert. "Allerdings...", meinte ich langgezogen. "Habe ich keine Dates mit Jungen, deren Namen nicht nicht kenne." Ein wenig Bedauern schwang in meiner Stimme mit, das jedoch keinesfalls echt war. Und ich war mir auch ziemlich sicher, dass mich der Kerl hier nicht nach einem Date fragen wollte. Aber ich war schon immer gern vorlaut und lebte mein Leben generell nach dem Motto: Ganz oder gar nicht.
"Mein Gemeinschaftsraum.", schnaubte ich leicht, aus irgendeinem Grund sauer auf den Astronomieturm, dass ich hier gelandet war, statt bei den Gryffindors.
"Was genau machst du eigentlich hier?", fragte ich und legte den Kopf schief. "Bist du mir hinterher geschlichen?" Ich grinste ihn leicht an. Ich bezweifelte das mal stark, wobei es solche Leute ja auch geben sollte, die rein zufällige Treffen inszinierten. Aber der Junge vor mir sah nicht wirklich danach aus, als hätte er sowas nötig.

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Ilian

25, Männlich

Hogwarts [ehem.] Slytherin Jahrgang 7 Reinblut Unentschlossen Animagus I don't care. Frei

Beiträge: 228

Re: Astronomieturm

von Ilian am 19.09.2017 01:47

Ich hörte ihrer Begründung zu und schaute sie bei ihren Erklärungsversuchen schon fast leicht erstaunt an. "Das könnte natürlich sein", lenkte ich ein und schüttelte dann leicht den Kopf. "Aber ich glaube sogar dem letzten Idioten würde irgendwann auffallen, wenn der Turm unsichtbar wird und an einer anderen Stelle des Schlosses wieder auftaucht. Und dann müsstest du ja genauso unaufmerksam sein wie ich, sonst müsstest du es ja auch mit Sicherheit wissen." Ein leichtes Grinsen schlich sich wieder auf mein Gesicht. 
"Naja, da es auch keine Einladung zu einem Date war sollte es ja kein Problem sein, dass du meinen Namen nicht kennst.", erwiderte ich schulterzuckend und war insgeheim sogar ein wenig erstaunt darüber, wie sie mir antwortete, und es störte mich keineswegs, dass sie ein wenig vorlaut zu sein schien.
"Ich glaube den Gryffindorgemeinschaftsraum hast du um zwei Türme verfehlt.", vermutete ich wage und warf einen kurzen Blick über meine Schulter. Hogwarts hatte einfach zu viele Türme, aber da sie für mich nicht relevant waren hatte ich mich bisher auch nicht sonderlich viel damit beschäftigt. "Nein, eigentlich habe ich dein Geschimpfe schon in den Kerkern gehört und dachte, jemand wolle die Schule verfluchen", antwortete ich dann schulterzuckend. "Was ziemlich schade gewesen wäre, weil ich eigentlich nur meine Ruhe nach dem Unterricht haben wollte - das würde ein Zauberkrieg auf dem Dach mir irgendwie vermiesen" Ich rümpfte die Nase. Eigentlich würde mir das ja sogar entgegen kommen, denn dann würden meine Eltern vielleicht nicht mehr so begeistert sein von ihrer Schnapsidee, mich und meine Geschwister nach Hogwarts zu schicken. Schade, dass diese Aussicht nur Wunschdenken war, ich sah mich nämlich schon fast auf dem Weg nach Durmstrang.

 
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Carina
Gelöschter Benutzer

Re: Astronomieturm

von Carina am 19.09.2017 22:03

Ich schmunzelte lediglich. "Okay gut du hast gewonnen, ich komme einfach nicht mit der Raumaufteilung dieser Schule klar!", gab ich schließlich dann doch auf. Ich war eben noch nie die intelligenteste gewesen, die sich so super viel merken konnte. Wer konnte mir das schon verübeln? In zwei Jahren wäre ich aus der Schule wieder raus, wieso sollte ich mir all die Wege also einprägen?
Amüsiert blickte ich den immer noch namenlosen Jungen vor mir an und stämmte meine Hände in die Hüften. "Vielleicht bitte ich dich ja um ein Date, dann brauche ich aber immer noch deinen Namen. Du kannst nicht auf ewig Mr Unknown in meinem Kopf bleiben.", meinte ich grinsend. Und auch ein wenig überrascht von mir selbst. Manchmal redete ich einfach und erst eine ganze Weile nach dem Gespräch fiel mir auf, was ich da gesagt hatte.
Ich seufzte leise. "Ich kann nicht glauben, dass ich das frage, aber könntest du mir eventuell den Weg dahin zeigen? Ich bin noch ziemlich neu hier und ich hab gar keine Ahnung, wie man wohin kommt." Ich presste die Lippen aufeinander. Ich irrte lieber Stunden lang umher, als jemanden um Hilfe zu bitten, aber der Kerl da schien irgendwie mehr Sinn für Orientierung zu haben, als ich.
Ich musste erneut schmunzel über seine Worte. "Keine Sorge, ich lasse dein geliebtes Hogwarts stehen, solange die Gänge aufhören mir Streiche zu spielen.", sagte ich nur leichthin.

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Ilian

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Re: Astronomieturm

von Ilian am 20.09.2017 23:14

Ich grinste ein wenig selbstgefällig. "Siehst du", sagte ich schulterzuckend. "War doch gar nicht so schwer das zuzugeben." Zugegen, es gefiel mir sie ein wenig aufzuziehen. Normalerweise hielt ich großen Abstand von anderen Schülern oder auch nur winzigsten Chance, das eine Konversation entstand, aber sie schien mir sympatisch zu sein. Irgendwie schien ihr dieses Schloss wohl auch nicht so ganz geheuer zu sein, genau wie mir. Obwohl ich mich anscheinend bereits besser auskannte, auch wenn sie wahrscheinlich schon länger hier zu Schule ging als ich.
Bei ihren nächsten Worten verschränkte ich die Arme vor der Brust und hob eine Augenbraue. "Nun ja, Miss Unknown.", begann ich und übernahm einfach den Spitznamen, den sie grade für mich benutzt hatte. "Wenn du mich um ein Date bitten willst, solltest du wohl als erste damit beginnen, dich vorzustellen. Das gebietet die Höflichkeit." Ich versuchte, meine Worte ernst klingen zu lassen, aber das leichte Grinsen, dass sich auf mein Gesicht geschlichen hatte, verriet mich wahrscheinlich. 
"Ich kann es gerne versuchen", erwiderte ich und sah mit einem leicht unsicheren Ausdruck zu den anderen Türmen des Schlosses, die in Sichtweite waren. "Ich war aber noch nie im Gryffindorturm, also weiß ich auch nicht genau, wo der Eingang ist." Entschuldigend zog ich die Schultern hoch und steckte meine Hände in die Taschen. Ich wusste nur, dass der Eingang zum Gryffindorturm hinter irgendeinem Porträt war (auch wieder nur durch die Neugier meiner Schwester), aber das Porträt würde sie hoffentlich alleine erkennen. 
Ein etwas grimmiges Lächeln schlich sich auf mein Gesicht, als ich den Blick vom Boden hob und sie wieder ansah. Mein 'geliebtes' Hogwarts. Wenn sie wüsste. "Du kannst dieses Schloss gerne bis auf die Grundmauern abreißen, wenn dir danach ist.", sagte ich, bevor ich mich zurückhalten kann. 

 
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Dante
Gelöschter Benutzer

Re: Astronomieturm

von Dante am 14.10.2017 09:10

Ich hatte Mal wieder das Weite gesucht. Den Jungs aus meinem Schlafsaal hatte ich heute morgen schon sehr früh verlassen, auch wenn Wochenende war. Ich war erst gegen zwei Uhr in der Früh ins Bett gegangen und war um fünf Uhr schon wieder wach geworden. 
Ich wusste, dass ich durchaus mehr Schlaf bräuchte als drei Stunden. Aber ich mochte dieses berauschende Gefühl , welches die Müdigkeit in mir hervor rief. 
Das Frühstück hatte ich auch direkt ausfallen lassen. Es war zu früh und die Elfen waren noch dabei es zuzubereiten. Wahrscheinlich würde ich nachher in die große Halle gehen, mir einen Apfel nehmen und dann wieder verschwinden.
Aber jetzt war ich auf den Weg zum Astronomieturm. Es war einer der wenigen Orte, an dem ich am Wochenende wirklich allein sein konnte. Hier brauchte ich mich nicht mit meinen Mitmenschen auseinander zu setzen , hier konnte ich einfach die Stille genießen und vor allem. Die skeptakuläre Aussicht auf den Ländereien.
Anschein war ich nicht der Einzige, der so früh in dieser Kälte durch die Gegend streifte. Hier und da liefen ein paar Schüler um den See. 
Ich legte meine Arme auf das kalte Gelände und genoss die Kälte, die sich auf den Weg in mein Innerstes gemacht hatte.
Ich hatte heute nur einen dünnen Pullover angezogen und eine dünne Stoffhose. Den Rest hatte ich mit Absicht weg gelassen.. Wenn ich Teile meines Körpers kaum noch spüren konnte....
Lieber ließ ich den Gedanken bei Seite. Ich konzentrierte mich wieder auf die Leute, die da unten am See liefen.

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Athena
Gelöschter Benutzer

Re: Astronomieturm

von Athena am 14.10.2017 13:34

Wieder einmal schreckte ich aus einem Albtraum hoch. Den Schrei, den ich ausgestoßen hatte, realisierte ich erst, als mich eine verschlafene Stimme fragte was los war.
"Nur ein Albtraum", war meine leise Antwort und ich hörte wie sich jemand auf die andere Seite drehte, während ich noch am ganzen Leib zitterte. So konnte ich nicht weiter schlafen. Ich hielt meine Freunde nur wach, die unter meinen Träumen auch auf ihre Weise litten. Zwar wusste ich, dass meine besten Freundinnen hinter mir standen und sich um mich kümmerten, doch sie sollten endlich mehr Schlaf bekommen und dafür musste ich nur den Schlafsaal verlassen. So leise es ging zog ich mich um und wickelte mich in eine kuschelige Jacke ein, hatte auch schon dicke Wollsocken an und die Jeans fehlte auch kurz darauf nicht mehr. In die Schuhe schlüpfte ich zu letzt und kämmte mir grob die Haare, damit sie besser lagen als zuvor und schminkte mich. Meine tiefen Augenringe konnte selbst das beste Makeup nicht mehr verdecken, doch das sollte mich nicht mehr kümmern, denn ändern konnte ich es sowieso nicht. Noch etwas in Trance machte ich mich aus dem Staub und verließ auch den Gemeinschaftsraum. 
Die Bilder meines letzten Albtraums kreisten nach wie vor in meinem Kopf herum und sorgten dafür, dass ich mich auch im wachen Zustand nicht wohl fühlte. Doch ich wollte meine Freunde nicht vollheulen, weshalb ich das jetzt mit mir selbst ausmachte. Während ich noch gedanklich beschäftigt war, achtete ich gar nicht auf meinen Weg und erkannte erst wohin mich meine Füße trugen, als ich vor dem Astronomieturm stand. Da ich schon mal da war betrat ich ihn und war überrascht, dass ich nicht vor der Bibliothek gestrandet war, so wie es oft der Fall gewesen war. Immerhin lernte ich für mein Leben gern und das konnte ich am besten in den vier Wänden der Bibliothek und inmitten von dem wundervollen Duft von Pergament. 
Ich tauchte aus meinen Gedanken auf, als ich meinen besten Freund erkannte. Dante Todd. Mein Kindheitsfreund. Mir war egal wie er auf andere wirkte, für mich war er ein fester Teil von mir selbst und als diesen ließ ich ihn nicht im Stich, egal wie es mir ging. 
"Guten Morgen", begrüßte ich ihn und stellte mich neben ihn, jedoch darauf bedacht ihn nicht direkt zu berühren. Ich wusste, dass er darauf nicht besonders stand und respektierte das. Jedem das seine. Meine Arme verschränkte ich vor der Brust und machte so eine schützende Geste. Sie war nicht für ihn gedacht, was er wohl auch selber wusste, sondern eher für meine Träume, die mich so dennoch erreichten.
"Kommst du nachher mit zum Frühstück?", fragte ich ihn kurz darauf auch schon in die Stille hinein, während ich seinem Blick folgte und auch anfing die anderen Schüler dort unten zu beobachten.

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Dante
Gelöschter Benutzer

Re: Astronomieturm

von Dante am 14.10.2017 18:45

Es dauerte nicht lange, da hörte ich schon Schritte. Ich war etwas genervt, weil ich nicht lange hier alleine sein konnte. Es ärgerte mich sogar, sodass ich bereit war, eine Schimpftirade loszulassen, wenn die Person gleich zu mir kommen würde.
Ich wandte meinen Kopf zur Treppe und entdeckte Athena. Schnell verarf ich meinen Plan, einige Schimpfwörter loszulassen. Bei Athena war das alles anders. In ihrer Gesellschaft fühlte ich mich sogar meistens wohl.
Je näher sie kam, desto genauer konnte ich ihr Gesicht erkennen. Sie wirkte ziemlich mitgenommen. Hatte sie schon wieder einen Albtraum gehabt?
Sie stellte sich neben mich und begrüßte mich. Sie war darauf bedacht, mich nicht anzufassen. Sie kannte meine Grenzen und ich war dankbar, dass sie sich daran hielt. Meist kam ich von mir aus, wenn ich sie berührte oder sogar in den Arm nahm. Aber meist hielt ich es einfach nicht lange aus und ich musste das ganze beenden. Solche Momente waren wirklich selten, aber jetzt, da Athena so mitgenommen war, kamen solche Momente häufiger vor.
Meine Güte, ich hatte das Bilder wieder im Kopf, als ich sie endlich gefunden hatte. Sie hatte schrecklich ausgesehen. Ich hatte sie ohne grpß darüber nachzudenken, einfach anfassen können um ihr zu helfen. Sonst musste ich mich immer überwinden.
Ich brauchte eine Weile, bis ich auf ihre Frage antwortete. "Guten Morgen.", antwortete ich ihr deswegen erstmal nur. Ich schaute wieder dem Treiben der Schüler am See zu. Meine Güte, sie hatten alle weniger Probleme mit körperlicher Nähe. Aber mich strengte es ungemein an. Ich fühlte mich bei der ganzen Sache nicht wohl.
Die Kälte, die sich langsam in mic hineinschlich, kroch immer tiefer. Bald würde sie mein komplettes Inneres erfrieren. Aber der Schmerz war recht angenehm und ich genoss ihn ein Stückchen.
"Ich werde mich nicht in die Halle setzen.", meinte ich und schaute Athena wieder an. "Ich werde mir ein Apfel nehmen und dann wieder verschwinden." Dann schaute ich wieder in Richtung des Sees. "Du hattest wieder den Albtraum.", stellte ich fest. Ob sie darauf reagieren würde, wusste ich nicht. Es war ein heikles Thema zwischen uns.

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Athena
Gelöschter Benutzer

Re: Astronomieturm

von Athena am 14.10.2017 19:15

Wieder in Hogwarts zu sein war einerseits gut, denn hier fühlte ich mich sicherer und doch gab es momentan keinen Ort, an dem ich mich vollkommen sicher fühlte. Meine Freunde taten alles dafür, dass es mir besser ging und doch konnte ich spüren, dass es dauern würde bis ich wieder die Alte war. Würde ich das je wieder sein? Die Bilder wollten nicht mehr aus meinem Kopf und quälten mich jede Nacht und jeden Tag. Am Tag betäubte ich mit dem Lernstoff und belanglosem Gerede über den Alltag. Früher war ich mitten im Geschehen gewesen und hatte gerne mitgeredete, während mir jetzt so vieles unwichtig erschien. Ich wollte nur noch die letzten beiden Jahre überstehen und einen möglichst guten Abschluss machen. Es hatte seinen Grund, weshalb ich nach der Entführung direkt zurück nach Hogwarts gewollt hatte. Meine Eltern schenkten mir wenig Beachtung, sie hatten immer lieber einen Sohn gehabt und nach mir war kein Kind mehr gekommen. Meinem Exfreund ging ich nach wie vor möglichst aus dem Weg, ich hatte ihn ohne eine große Erklärung stehen gelassen und ich wollte diese Wunde nicht wieder aufreißen. Nicht jetzt. Am besten nie wieder. 
Neben Dante zu stehen tat gut, denn es hatte etwas Vertrautes an sich und ich hatte das Gefühl, dass er mich schützen konnte, vor was auch immer ich gerade Angst hatte. Auf andere hatte er eine völlig andere Wirkung, während ich ihm blind vertraute und er mir letztens auch bewiesen hatte, dass ich auf ihn bauen konnte. Dafür war ich ihm unendlich dankbar, auch wenn ich ihm das im Moment nicht richtig zeigen konnte. Mit Berührungen hatte ich momentan meine großen Probleme und er ja sowieso. Wir schwiegen für einen Moment und ich spürte seinen Blick auf mir, den ich jedoch nicht weiter kommentierte.
"Nur einen Apfel?", wiederholte ich seine Worte und sah wieder zu ihm. "Du solltest wenigstens etwas nahrhafteres essen, Z. Sonst bekommst du später wieder Hunger", es war kein Tadel, sondern eher Sorge um seine Gesundheit. So war ich nunmal. Ich sorgte mich meistens mehr um meine Freunde als um mich selbst. Ich ließ meine Arme sinken und hielt mich ebenfalls am Geländer fest. Doch dann kam er auf den Albtraum zu sprechen und mein Griff um das Metall verstärkte sich. Es verstärkte sich so weit, dass meine Knöchel weiß hervor traten. Ich wurde etwas blasser und hatte das Gefühl mich jeden Moment übergeben zu müssen. 
"Ja, hatte ich", meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Ich hatte die letzten Tage über den Vergessenszauber nachgedacht. Vielleicht war es wirklich besser einen Schleier um meine Erinnerungen zu legen als mich damit weiter zu quälen. Diese Szenen würde ich so doch nie aus meinem Gedächtnis bekommen und es hinderte mich am Lernen. 
"Hast du deine Hausaufgaben schon alle fertig für die nächste Woche?", lenkte ich direkt vom Thema ab, um nicht weiter über das Vergangene nachdenken zu müssen. Die letzten Tage hatte ich mich so in den Stoff versteckt, dass ich inzwischen wieder mit meinen Mitschülern mithalten konnte und ich wusste nicht was ich sonst noch lernen sollte.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.10.2017 19:20.

Dante
Gelöschter Benutzer

Re: Astronomieturm

von Dante am 14.10.2017 20:07

So wie sie das Thema Albtraum meiden wollte, so mied ich das Thema essen. Ich nahm nur das Nötigste zu mir. Am liebsten würde ich selber auswählen, von welchem Baum ich einen Apfel aß, aber das ging hier in Hogwarts nicht. Hier waren keine Obstbäume und so musste ich mich an dem halten, was mir die Hauselfen auftrugen.
Ich hätte mich auch am liebsten zu Athena gesezt, aber zum einen war sie in einem vollkommen anderem Haus und die Häuser blieben beim Essen unter sich.
Der andere Grund war, dass mir diese verdammten Menschen einfach zu viel waren. Sie lösten immer meinen Fluchtinstinkt aus. Ich konnte mit all dem Lärm, mit all den Gerüchen und Mengen einfach nicht umgehen. Es wurde mir zu viel, ab und zu musste ich aber in die große Halle gehen. Jedes Mal schnürte es mir die Brust zu und ich hatte das Gefühl, keine Luft zu bekommen.
Ich ließ meinen Blick zu ihren Händen wandern, welche nun das Gelände umklammerten.
Sie versuchte vom Thema abzulenken, aber wenigstens konnte sie mir meine Vermutung bestätigen. Wieder dieser Albtraum. Sie plagte sich damit schon seit Wochen mit herum und ich wollte ihr unbedingt helfen. Es war gar nicht so einfach, aber sie wollte einfach niemanden an sich heran lassen. Nicht einmal ihre Freunde konnten ihr helfen.
Freunde, die mich als Monster sahen. Ich schreckte viele mit meiner Art ab, aber das war mir nur recht. Es half mir, so wenig Menschen wie möglich zu begegnen.
Kurzerhand entschloss ich mich dazu, mit meinen kalten Hände ihre Finger von dem Gelände zu lösen und sie kurz, aber bestimmt in meine rme zu schließen. Ich atmete tief ein um mich zu dieser Geste zu überwinden. Aber bei Athena fiel es mir nicht ganz so schwer.
Es war ein Vorteil, dass wir uns schon von klein auf kannten.
In diesem Moment waren Athena und ich größte Gegensätze. Ich war kalt wie ein eis weil ich so dünne kleidung an hatte und Athena war kuschelig warm. Sie hatte einen warmen Pullover an und Kleidung, die sie generell warm hielten.
Kurz lehnte ich meinen Kopf auf den ihren um ihr Trost zu spenden. Auf meine Art und Weise. Ich redete kein Wort, hielt sie einfach in meinen Armen.
Langsam löste ich mich wieder von ihr, dann erst beantwortete ich ihre Frage. "Nein, ich werde sie auch nicht machen." Ich hasste hausaufgaben, verschwendete Zeit. Auch wenn ich dafür schlechte Noten bekam, es juckte mich einfach nicht. Ich tat nur das Nötigste für die Schule und hausaufgaben ehörten nicht dazu.

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